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Bogenbau/ Pfeilbau/ Nocke

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Die Nocke dient dazu, den Pfeil auf der Sehne zu halten. Sie werden aus diversen Materialien hergestellt; Am einfachsten ist die Selfnock, bei der einfach der Pfeil selbst eingeschnitten wird. Häufig werden auch aufgeklebte Plastiknocken verwendet, seltener trifft man sogar kunstvoll verzierte Nocken aus Hartholz, Knochen oder Horn an.

Nocken sollten so breit sein, dass sie auf der Sehne nicht klemmen; das würde die Mittenwicklung schnell abnutzen.

Jahresringe müssen immer senkrecht zur Nocke liegen. Auch die Kanten am Nockenboden sollten abgerundet werden.

Selfnocks

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Wicklung zur Verstärkung der Nocke
Die Kanten von Selfnocks können mit Schleifpapier abgerundet werden.

Bei Selfnocks wie auch bei Nocken aus Hartholz ist es wichtig, dass die Nocke senkrecht zu den Jahresringen liegt. Die harten Jahresringe verhindern, dass die Sehne den Pfeil beim Abschuss spaltet – was bei weichem Holz und der Nocke parallel zu den Jahresringen durchaus geschehen kann. Ein weiterer Schutz gegen das Abspalten einer Seite ist eine Wicklung etwa 1 cm oberhalb der Nocke.

Falls man nun den Eindruck bekommt, Selfnocks seien instabil (was von Plastiknock-Schützen auch manchmal behauptet wird): Eine Selfnock, senkrecht zu den Jahresringen angebracht, bricht nur dann, wenn der Pfeil in der Scheibe steckt und die Nocke von einem anderen Pfeil getroffen wird. Nockwicklungen werden deshalb auch praktisch nur darum angebracht, weil bei einem Treffer weniger Holz abgespalten wird.

Selfnocks können mit einem Bohrer relativ einfach angebracht werden, indem man etwa 1 cm vor dem Pfeilende ein Loch in den Pfeil bohrt (wobei es hilfreich ist, die Mitte zuerst mit einer Ahle vorzustechen). 3-mm-Bohrer eignen sich gut dafür. Die Spalte kann nun mit einem Taschenmesser vorsichtig eingeschnitten werden (zu Beginn vom Loch zum Pfeilende hin schnitzen!).

Direkter geht das Einschneiden der Nocke (ohne Vorbohren) mit der Bandsäge oder einer Fliesensäge.

Der Nockenboden kann nun abgerundet werden. Dazu legt man etwas Schleifpapier etwa um ein dickes Sägeblatt oder ein Stück Karton, so kann auch innerhalb der Nocke der nötige Druck zum Schleifen ausgeübt werden. Es sollten keine scharfen Kanten mehr übrig bleiben – das schont die Mittenwicklung.

Zum Schluss wird die Nocke rundherum abgerundet. Die Kanten können einfach mit einem Streifen Schleifpapier, der hin und her gezogen wird, abgerundet werden.

Nocken aus Hartholz

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Aufgeklebte Holznocken werden üblicherweise aus hartem Holz wie zum Beispiel Baumnuss hergestellt. Damit die Klebeverbindung hält, wird die Nocke gespleisst aufgeklebt.

Bei einem V-förmigen Spleiss sollten die Jahresringe der Nocke wiederum senkrecht stehen. Ausserdem ist die V-Spitze am Pfeil und nicht an der Nocke; Umgekehrt würde beim Abschiessen die Nocke wie ein Keil wirken und den Pfeil spalten.

Je länger das V ist, desto grösser wird auch die Klebefläche und desto sicherer wird die Verbindung zwischen Pfeil und Nocke.