Bogenbau/ Sehnenbau/ Mittenwicklung

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Bogenbau-Mittenwicklung-Fertig.jpg

Die Mittenwicklung schützt die Sehne in der Mitte, wo sie ausgezogen wird, vor Abnutzung durch Hand und Pfeilnocke, macht aber auch den Ablass feiner. Für die Wicklung wird spezielles Wickelgarn verwendet; Es dehnt sich wenig und besitzt eine glattere Oberfläche als Sehnengarn. Im Prinzip kann jede Art von Faden benutzt werden (Zahnseide, Sternchenfaden, Zwirn, …), er sollte jedoch nicht rau und nicht gewachst sein – die Mittenwicklung wird nie gewachst!

Am einfachsten ist es, die Mittenwicklung gleich bei aufgespannter Sehne anzubringen. So sieht man auch besser, wohin die Wicklung genau muss, und kann sie notfalls noch etwas länger machen. Wenn man keine dritte Hand hat, um die Sehne zu fixieren, kann man sich im Schneidersitz auf den Boden setzen und mit dem rechten Fuss den Bogen und mit dem linken Knie die Sehne nach unten drücken.

Es empfiehlt sich, die Sehne zuerst mit Sehnenwachs einzureiben. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass sich die Wicklung öffnet; vor allem aber haftet das Wickelgarn durch das Einwachsen an der Sehne, was ein Aufdrehen während der ersten paar Wicklungen verhindert.

Achtung: Eine frisch hergestellte Sehne dehnt sich noch. Wenn sie also nachgestellt werden muss, stimmt auch die Mittenwicklung nicht mehr. Darum die Sehne zuerst mit etwa 50 Schuss einschiessen!

Mittenwicklung wickeln[Bearbeiten]

Das blaue Stück Faden bezeichnet jeweils den nächsten Schritt.

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Erster Schritt: Der Faden wird zwei Mal um die Sehne gewickelt. Dann wird das Ende nach rechts über die Wicklung gelegt (blau). Es wird nachher überwickelt.

Das Ende sollte etwa 10 Zentimeter lang sein, damit man die Wicklung am Schluss anziehen kann.

Achtung: Die Wicklung sollte in die selbe Richtung erfolgen wie die Sehne eingedreht ist. Falls die Sehne weiter eingedreht wird (meist wird die Sehne bedingt durch leichte Dehnung eingedreht statt ausgedreht), wird die Mittenwicklung noch etwas stärker angezogen. Umgekehrt würde sie gelöst werden!

Bogenbau-Mittenwicklung-Spule.png
Tipp: Beim Wickeln die Spule so halten, dass der Faden automatisch angezogen wird!


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Nun wickelt man ungefähr 10 bis 12 mal um die Sehne und den nach rechts gelegten Faden (blau).

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Das Fadenende wird etwas von der Sehne weg gezogen und man wickelt weiter um die Sehne (jetzt ohne das Fadenende), bis man die gewünschte Länge erreicht hat. Nun das Fadenende festziehen, damit die Wicklung auch am Ende schön anliegt.

Bogenbau-Mittenwicklung-4-Schlussbefestigung.png
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Am Schluss muss wieder mit dem selben Prinzip befestigt werden. Da dies aber sozusagen rückwärts geschehen muss, müssen wir zuerst genau umgekehrt herum wickeln, so dass nachher beim Befestigen unser soeben gebautes Durcheinander aufgelöst wird.

Zuerst brauchen wir eine grosse Schlaufe (überschüssiger Faden kann wieder aufgewickelt werden, also hier nicht sparen). Es muss mindestens die Spule durchpassen. Nach der grossen Schlaufe folgt eine kleine Schlaufe, dann wird innerhalb der grossen Schlaufe fertig gewickelt. Wieder 10 bis 12 Wicklungen. Wenn das gemacht ist, legt man den Faden von der Spule wieder an die Sehne an, diesmal nach links, und wickelt mit dem linken Ende der grossen Schlaufe weiter (oranger Pfeil).

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Bogenbau-Mittenwicklung-Befestigung-2-Schlaufe.jpg
Zurück bleibt eine Schlaufe am rechten Ende der Wicklung. Die kann man einfach herausziehen, indem man an der Spule zieht (oranger Pfeil).

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Bogenbau-Mittenwicklung-Befestigung-2-Fertig.jpg
Um die Enden abzuschneiden, zieht man sie etwas hoch und schneidet sie mit einem scharfen Taschenmesser ab.