Computerhardware: gebraucht

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Gebrauchte komplette PC[Bearbeiten]

Der Kauf eines gebrauchten PC wird oft aus Gründen der Sparsamkeit erwogen. Man kann ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen, aber die Risiken sind nicht gering. Die PC kommen oft nicht aus privatem Vorbesitz, zahlreiche Händler und Hinterhofwerkstätten verkaufen gebrauchte PC. Die Gefahr ist groß, einen irgendwie aus Aufrüstungs-Resten zusammengeschraubten Rechner oder ein Gerät mit versteckten Fehlern zu erwerben.

Beim üblichen „gekauft wie gesehen“ haben Sie keine Gewährleistung und keine Herstellergarantie, kein Schutz vor versteckten Fehlern, meist kein Betriebssystem, keine Dokumentation und keine Treiber. Das Fehlen von Treibern wäre ein Grund, den Kaufpreis herunterzuhandeln, denn die Suche nach Treibern kann aufwändig sein. Und wenn Sie keinen Treiber für die Netzwerkkarte haben, kommen Sie erst gar nicht ins Internet, um dort nach Treibern zu suchen.

  • Kaufen Sie keinen PC, der älter als drei Jahre ist. Der Wertverlust bei PCs ist dramatisch. Als Faustformel kann man rechnen, dass ein PC pro Jahr die Hälfte seines Wertes verliert.
  • Vereinbaren Sie mit dem Verkäufer, dass er für einen kleinen Aufpreis das von Ihnen gewünschte Betriebssystem installiert (dann muss er sich selbst um die Treiber kümmern).
  • Lassen Sie sich die enthaltenen Komponenten genau auflisten. Zeigen Sie diese Liste einem Computerhändler oder –experten und fragen Sie, ob der Preis angemessen ist.

Wenn Sie den PC bei Ebay kaufen, fallen nicht unerhebliche Versandkosten an. Falls der PC nicht richtig funktioniert und Sie ihn zurückschicken wollen, kann das durchaus 40 Euro kosten.

Gebrauchte Komponenten[Bearbeiten]

PC-Komponenten gehen oftmals nicht schlagartig kaputt. Oft sind Alterung und Mikroschäden die Ursache für eine allmählich zunehmende Anzahl von Problemen. Stellen Sie sich vor, Ihr PC - neu oder gebraucht - stürzt hin und wieder ab. Sie bringen ihn in eine Werkstatt oder zu einem Bekannten, der sich auskennt. Dort tritt der Fehler aber nicht oder viel zu selten auf. Ob Hauptplatine, CPU, RAM, Festplatte oder Netzteil schuld sind - wer weiß? Wenn es nicht gelingt, den Kunden abzuwimmeln, bleibt nur ein Austausch mehrerer Teile auf Verdacht. Oder dem Kunden wird die „Flucht nach vorn“ in Form einer Aufrüstung empfohlen.

Anschließend sitzt der Händler vor einem Häufchen Teile, von den wahrscheinlich möglicherweise eins defekt ist. Vielleicht war am PC des Kunden nur ein Treiber defekt und alle Teile sind völlig in Ordnung. Was tun mit den Teilen? Als Reklamation an den Großhändler schicken lohnt nicht, denn wenn der Großhändler in einem kurzen Test keinen Fehler findet, schickt er das Teil kostenpflichtig an den Fachhändler zurück. Also bleibt nur, es selbst zu testen. Wenn dabei kein Fehler zu finden ist, was glauben Sie, was mit den Teilen passiert? Sie werden gebraucht verkauft oder sogar als angeblich neuwertig in den nächsten PC eingebaut.