Ethify Yourself - Ethisch leben und wirtschaften: Ethify Your Business

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Corporate Social Responsibility[Bearbeiten]

Inwieweit sind Profitstreben und gesellschaftliche Verantwortung vereinbar? Es reicht für Unternehmen nicht mehr, effizient zu sein, Arbeitsplätze zu schaffen und sich an die Gesetze zu halten. Sie werden aufgrund eines Wertewandels als moralische Akteure wahrgenommen, die nachweisen müssen, dass sie zum Nutzen von Menschen existieren und nicht auf deren Kosten. Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht. Wenn sich grosse Unternehmen mit dieser Thematik nicht auseinandersetzen, laufen sie Gefahr, die von der Gesellschaft benötigte „Handlungsvollmacht“ (licence to operate) zu verlieren. Viele Betriebe sind daher heute bestrebt, Forderungen nach CSR im eigenen Interesse nachzugehen. Wenn sie angemessene Konzepte entwickeln und umsetzen, schaffen sie nicht nur ein positives Image in den Medien, sondern ein Distinktionsmerkmal auf dem Markt. Um eine gemeinsame Annäherung an das Thema CSR zu finden, schliessen sich Unternehmen oft zu Netzwerken zusammen. Beispiele bekannter Netzwerke sind: econsense, Unternehmen: Aktiv im Gemeinwesen, covalence, CSR Europe, Unternehmen einer Gemeinwohlökonomie oder der UN Global Compact.[1]

Die Teilnahme am Global Compact ist fast zu einfach, die Grundsätze sind in zehn Prinzipien gefasst. In einem kurzen Brief[2] an den UN-Generalsekretär erklärt ein Unternehmen seinen Willen, sich darum zu bemühen in Zukunft bestimmte soziale und ökologische Mindeststandards einzuhalten.

Unternehmen, die den Global Compact unterschreiben, sollen …

  1. die international verkündeten Menschenrechte respektieren und ihre Einhaltung innerhalb ihrer Einflusssphäre fördern
  2. sicherstellen, dass sie nicht bei Menschenrechtsverletzungen mitwirken
  3. die Rechte ihrer Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu betätigen, respektieren sowie deren Recht auf Kollektivverhandlungen effektiv anerkennen
  4. alle Formen von Zwangsarbeit bzw. erzwungener Arbeit ausschliessen
  5. an der Abschaffung von Kinderarbeit mitwirken
  6. jede Diskriminierung in Bezug auf Beschäftigung und Beruf ausschliessen
  7. eine vorsorgende Haltung gegenüber Umweltgefährdungen einnehmen
  8. Initiativen zur Förderung grösseren Umweltbewusstseins ergreifen
  9. die Entwicklung und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien ermutigen
  10. gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschliesslich Erpressung und Bestechung.

Die Korruptionsbekämpfung wurde nachträglich aufgenommen. Die unterzeichnenden Unternehmen sollen einen jährlichen Bericht darüber verfassen. Mehr als 8.000 Teilnehmer in 135 Staaten verpflichten sich den zehn Prinzipien des Global Compact, davon 6.000 Unternehmen. Da der Global Compact ein Multi-Stakeholder-Netzwerk ist, beteiligen sich neben Unternehmen auch Zivilgesellschaft, Forschungseinrichtungen, Wirtschafts- und Arbeitnehmerverbänden sowie Städte. 150 Teilnehmer des Global Compacts organisieren sich seit 2001 im Deutschen Global Compact Netzwerk. Das Netzwerk umfasst 20 der DAX-30 Konzerne, kleine und mittelständische Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen wie die Freie Universität Berlin und Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International und Transparency International.

Die Prinzipien des Global Compact sind Minimalstandards, die auf Dokumenten beruhen, die von einem Grossteil der Völkergemeinschaft akzeptiert werden und daher ohnehin in die nationale Rechtsprechung eingeflossen sind. Sie werden daher als zu schwach und unwirksam kritisiert, darüber hinaus ist die Einhaltung der Kriterien freiwillig. Es gibt keine Sanktionen, falls ein Unternehmen die selbst gesteckten Ziele nicht erfüllt. Das derzeit einzige Instrument des Global Compact ist die Verpflichtung zur jährlichen Kommunikation über Fortschritte und Probleme in der Entwicklung des Unternehmens. Nicht kommunizierende Unternehmen werden auf der Website der Organisation gesondert aufgeführt, bei zweimaligem Versäumnis wird die Teilnahme als beendet angesehen. Die Inhalte der abgegebenen Berichte werden jedoch nicht überprüft und stellen somit nur eine freiwillige Selbstauskunft dar. Die niedrige Aufnahmebarriere führt weiterhin dazu, dass sich auch Unternehmen, die gegen die Prinzipien verstossen, in der Datenbank befinden. Es ist somit von aussen nicht ersichtlich, ob das Unternehmen die Richtlinien tatsächlich einhält oder sich zumindest in einem Prozess der Besserung befindet, oder die Mitgliedschaft in der Organisation bloss als PR - Massnahme nutzt. Wer vom seriösen Ruf der UNO profitiert, ohne umfassend soziale und ökologische Mindeststandards zu implementieren, wird in Anspielung auf die blaue Farbe der UNO mit bluewashing Vorwürfen konfrontiert. Einige nichtstaatliche Organisationen haben deshalb gedroht, den Pakt zu verlassen, wenn dieser nicht verbindlicher wird.[3]

Es scheint leider oftmals, dass viele Unternehmen sich nur so weit engagieren, wie es ihnen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten notwendig erscheint und um aus vorauseilendem Gehorsam Angriffsflächen für zerstörerisches oder unsolidarisches Verhalten zu minimieren. Unternehmen können durch die Darstellung ihrer Verantwortung eine Differenzierung vor dem Mitbewerb schaffen und so Marktanteile gewinnen. Prominente Beispiele finden sich in der Ölindustrie: Greenpeace forderte von Shell die Entsorgung der Ölplattform Brent Spar an Land anstatt einer Versenkung im Meer und gab dem medialen Druck 1995 nach. 1998 erfolgte ein generelles Verbot für die Versenkung von Erdölplattformen im Nordatlantik. Mit dem Ölaustritt der im Golf von Mexiko gesunkenen Plattform "Deepwater Horizon" 2010 kämpft die ganze Branche mit einem grossen Vertrauensverlust. Der von British Petrol initiierte Wandel Richtung Beyond Petroleum mutierte zum Big Polluter. BP nahm CSR Preise vom indischen Premierminister entgegen, war 2004, 2005 und 2007 im CSR Rating des Fortune Magazine an erster und 2006 an zweiter Stelle und wurde als grüner Star unter den multinationalen Konzernen gesehen. Auch mit dem erfolgreichen Schliessen des Lecks ist das Image nicht nur von BP und der Ölindustrie, sondern der ganzen CSR Branche beschädigt.

Diskonter im Lebensmittelhandel werden von NGOs etwa dafür kritisiert, mit der Erweiterung des Sortiments auf bio oder fair sich einen grünen oder weissen Anstrich zu verleihen, ohne ihre sonstigen Geschäftspraktiken zu ändern. Diskonter stehen am Pranger, mit ihrem Standardsortiment massiven Druck auf Erzeuger auszuüben, Nahversorgung zu zerstören indem sie auf der grünen Wiese bauen, Mitarbeiterinnen menschenunwürdig zu überwachen oder eine schlechte Energiebilanz durch Kühlung, Förderung von Tiefkühlprodukten und lange Transportwege zu haben. Da nützt es auch nichts, wenn Diskonter Solarzellen von weitem sichtbar aufs Dach montieren, solange sie weiterhin einen Druck auf den Markt ausüben, der zu Arbeitsrechtsverletzungen führt.

Auch der Coca-Cola Konzern muss trotz einschlägiger CSR-Bemühungen noch immer viel Kritik einstecken. Die Vorwürfe von NGOs und Gewerkschaften aus Kolumbien, Indien, Grossbritannien und den Vereinigten Staaten sind vielfältig. Einerseits geht es um die „indirekte Beteiligung des Konzerns an der Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung von Gewerkschaftsmitgliedern in Kolumbien – was dem Multi den Spitznamen „Killer-Coke“ eingebracht hat.“[4] Andererseits geht es um unverantwortliches Umweltverhalten in Indien, wo rund um Abfüllanlagen den Anwohnern das Wasser abgegraben wird. Der sinkende Grundwasserspiegel ist für die grösstenteils von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung fatal. Abgesehen von der problematischen Entsorgung von Dosen und Plastikflaschen in Entwicklungsgebieten seien die Endprodukte des Getränkeherstellers in Indien extrem pestizidbelastet. Der Konzern reagierte mit einer eigenen Homepage[5] und verschiedenen Partnerschaftsprojekten zur Speicherung und zum Schutz von Trinkwasser, zum Beispiel um den Mekong und den Malawisee. Zusätzlich versucht der Konzern durch CSR-Begleitmassnahmen sein Image aufzupolieren. So sind die Coca-Cola Enterprises Inc. sowie 17 weitere Niederlassungen im UN Global Compact aufgelistet.[6] Freilich hinterfragt der Konzern dadurch weder seine exzessive Expansionsstrategie in Regionen, wo die Leute bislang auch ohne Limonaden glücklich waren noch die Verantwortung gegenüber jenen, die eine gesundheitsgefährdende Abhängigkeit zu Softdrinks entwickelt haben.

Erfolgreiche CSR Massnahmen verbessern die Lebensqualität der Mitarbeiterinnen und der lokalen Bevölkerung, lösen ökologische Probleme, sorgen für künftige Generationen vor und achten auf Gerechtigkeit in einer globalisierten Marktwirtschaft. CSR muss strategisch im Unternehmen verankert sein, um auf allen Ebenen auch zu wirken. Die Umsetzung erfolgt systematisch in Form eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Wichtige Nebeneffekte sind die bessere Mitarbeitermotivation und Kundenbindung, denn mit einem verantwortungsvollen Unternehmen lässt es sich auch besser zusammenarbeiten.

Mit den oben genannten Negativ-Beispielen erkennen wir, dass manche Unternehmen aufgrund ihrer Grösse oder ihres Produktportfolios nie globale Verantwortung übernehmen werden können. Unternehmungen müssen heute mehr als Arbeitsplätze und Wachstum schaffen, sondern in letzter Konsequenz ein gutes Leben ermöglichen, ohne andere auszubeuten. Das wird ohne Verluste und der Zerschlagung von globalen Konzernen oder Banken, wie sie etwa auch Christian Felber in der Solidarischen Ökonomie fordert, nur schwer erreichbar sein.

Sehen wir uns nun einige ausgewählte Verfahren zur Bewertung von Unternehmen an. Social Responsibility and Sustainable Development Prezi presentation - CSR Methoden Überblick:

http://prezi.com/0pnftmptylma/social-responsibility-and-sustainable-development/


ISO 26000[Bearbeiten]

Für das gesellschaftlich verantwortlichen Handeln in Organisationen wurde fünf Jahre lang von 400 Experten aus 99 Ländern eine Norm ausgearbeitet, die 2010 von der "International Standards Organisation" veröffentlicht worden ist. ISO 26000 bietet eine Anleitung, wie in verschiedensten Bereichen von Unternehmungen soziale Verantwortung integriert werden kann. Hierbei geht es um die sieben Kernthemen

  1. Organisationsführung
  2. Menschenrechte
  3. Arbeitspraktiken
  4. Umwelt
  5. faire Betriebs- und Geschäftspraktiken
  6. Konsumentenanliegen
  7. Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft

welche entlang folgender sieben Prinzipien anzuwenden sind:

  1. Rechenschaftspflicht
  2. Transparenz
  3. ethisches Verhalten
  4. Achtung der Interessen der Stakeholder
  5. Achtung der Rechtsstaatlichkeit
  6. Achtung internationaler Verhaltensstandards
  7. Achtung der Menschenrechte

Das Kernthema Organisationsführung ist zentral und Voraussetzung für die anderen sechs Kernthemen, denn ohne Verankerung der Bemühungen in der Geschäftsleitung stehen andere Aktivitäten unter dem Verdacht white-washing. Die ISO Norm ist nur kostenpflichtig erhältlich.

BildBild zu den Handlungsfeldern Die 7 Handlungsfelder der ISO 26000 Norm (Quelle: ISO)

Die Norm stellt keine überprüfbaren Regeln auf und eignet sich daher nicht für Zertifizierungen, sondern enthält bloss Vorschläge für Handlungsfelder. "Mit diesem Leitfaden wird ein überfälliger Standard gesetzt, von dessen ausgesprochen flexiblem Ansatz sich jedoch niemand überfordert fühlen muss. Die ISO 26000 wird zu spürbar mehr Nachhaltigkeit beitragen. Organisationen, die Verantwortung ernst nehmen, werden den neuen Standard rasch schätzen lernen" meint Dr. Michael Wimmer, Regierungsdirektor im Referat für internationale Arbeits- und Sozialpolitik im deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Kritik kommt etwa vom Netzwerk Soziale Verantwortung, die ISO 26000 als einen Rückschritt gegenüber bestehenden gesetzlichen Regeln sehen. „In vielen Fällen liegt das Niveau der ISO 26000 unterhalb der in Europa bzw. Österreich geltenden Gesetze“, konstatiert Petra Kreinecker, Geschäftsführerin des Netzwerk Soziale Verantwortung[7] und plädiert für verbindlichere Standards, denn sonst werden Unternehmungen nur in jenen Handlungsfelder aktiv sein, wo es ihnen leicht fällt, Verantwortung zu zeigen. Damit bleibt diese Norm zahnlos und leistet dem White-Washing Vorschub, wenn sie nicht konsequent angewendet wird.

Gemeinwohlökonomie[Bearbeiten]

Testlauf zur Gemeinwohlbilanz 2011 der osAlliance Genossenschaft

Die Gemeinwohl-Ökonomie überträgt die heute schon mehrheitsfähigen humanen Beziehungs- und Verfassungswerte auf die Wirtschaft. Sie will Wirtschaftsakteure dafür belohnen, dass sie sich human, kooperativ, solidarisch, ökologisch und demokratisch verhalten und organisieren. Das Schlüsselinstrument für diese Verhaltenssteuerung ist die Gemeinwohl-Bilanz. Geld misst nur Tauschwerte, keine Nutzwerte. Daher geht es in dieser Bilanz nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Gemeinwohloptimierung. Hierbei werden Grundwerte (Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung) mit Berührungsgruppen (Stakeholdern) des Unternehmens (Beschäftigte, Zulieferer, KundInnen, GeldgeberInnen, Souverän, zukünftige Generationen, Natur) verbunden. Die Gemeinwohlkriterien sind dann an den Schnittflächen messbar und werden mit Gemeinwohlpunkten versehen.

Christian Felber konnte mit seinem gleichnamigen Buch, das im Sommer 2010 erschien, eine Reihe von Menschen für die Idee begeistern. Die ersten 60 Unternehmen unterzogen sich 2011 einer solchen Bilanzierung. Ab 2012 steht ein vereinfachtes Verfahren zur Verfügung. In vielen Regionen bilden sich Energiefelder, wo das Verfahren diskutiert und weiterentwickelt wird.

Covalence[Bearbeiten]

Ein ethisches Ranking multinationaler Unternehmen nimmt das Unternehmen Covalence mit Sitz in Genf vor. In Abstimmung mit Departments der UNO und NGOs entstand ein Katalog von 45 Kriterien[8].

A. Working Conditions B. Impact of Production C. Impact of Product 37. Institutional Impact
1. Labour standards 7. Sales 27. Product human risk 38. Anti-corruption policy
2. Wages 8. Link with official development aid 28. Porduct social utility 39. Humanitarian policy
3. Social benefits 9. Export risk guarantee 29. Product relation to culture 40. Human rights policy
4. Training and insertion 10. International presence 30. Socially innovative product 41. Relations with United Nations
5. Women 11. Joint ventures 31. Product environmental risk 42. Boycott policy
6. External working conditions 12. Economic impact 32. Waste management 43. Social stability
13. Social impact 33. Eco-innovative product 44. Support to political actors
14. Job stability 34. Information to consumer 45. Lobbying practices
15. Local employees 35. Pricing / needs
16. Local executives 36. Cause related marketing
17. Women employed 37. Social sponsorship
18. Downsizing
19. Infrastructures
20. Local sourcing
21. Stability of prices
22. Technical assistance
23. Intellectual property rights
24. Local innovation
25. Fiscal contributions
26. Environmental impact
Nachhaltigkeits - Handbuch "Vorwärts" als Kompendium zum Nachhaltigkeits - Canvas

Die Kriterien werden bei Covalence mit Meldungen aus der Presse verglichen und bewertet. Eine Meldung über einen Konzern kann negative „Ethical Demands“ oder positive „Ethical Offers“ beinhalten. Daraus werden Scores, Rates und Rankings kalkuliert, welche online abgefragt und auch auf Börsentickern von Bloomberg oder Thomson Reuters gezeigt werden. Damit könnte die mediale Präsenz von Ethik-Themen die Entscheidung von Investoren beeinflussen, bislang gibt es dazu jedoch kaum Korrelationen[9].

Vorwärts[Bearbeiten]

Eine rasche Selbsteinschätzung sowie Leitfragen für Unternehmen bietet der Nachhaltigkeits - Canvas von Katharina Kronberger. Einfach als Plakat ausdrucken und in einem Besprechungszimmer aufgehängt, lassen sich mit Klebezettel und Stift unkompliziert Vorschläge sammeln und Handlungen ableiten. Als Begleitung empfiehlt sich das Vorwärts - Handbuch, das für Unternehmen individuell angepasst werden kann und den MitarbeiterInnen, die an dem Prozess mitwirken, verteilt wird. Das Büchlein gewann bereits Fotowettbewerbe und den New Way Award für innovative Masterarbeiten an der FH Vorarlberg und bietet Theoriegrundlagen und zahlreiche Interviews mit ExpertInnen.

Selbstbeschränkung[Bearbeiten]

Aus der Bilderserie "Intelligente Reduktion" in der Ethify Gallerie, die ständig erweitert wird

„Das materielle Steigerungsspiel ist zu Ende“ meint Zukunftsforscher Andreas Reiter bei einem Abend der besten Köpfe der Wirtschaftskammer Wien[10]. Die zentrale Frage ist nun, wie „Quartals-Quickies durch nachhaltiges Wirtschaften ersetzt werden“. Wenn der Markt kein quantitatives Wachsen zulässt und die Perspektiven für qualitatives Wachsen fehlen, dann hilft manchmal nur Downsizing, um handlungsfähig zu bleiben. Ein Zusammenschluss ist mitunter eine praktikable Variante, damit die Sichtbarkeit auf dem Markt gewährleistet bleibt.

Dies gilt wohl auch für den Bankensektor. Die derzeitige Dichte an herausgeputzten Filialen mit Marmor und Springbrunnen basiert auf Gewinnen, die durch Spekulation erwirtschaftet sind, und zwar gegen Firmen und Länder, die dafür das Letzte geben müssen. Die Geldwirtschaft hat verlernt, der Realwirtschaft und der Bevölkerung zu dienen. Sie gleicht eher einer Mischung aus Monopoly, Casino und Pyramidenspiel und beschleunigt mit ihrer Marktdominanz die Umverteilung von unten nach oben. Als "too big to fail" gelten jene grosse Banken, welche das ganze Wirtschaftssystem in den Abgrund reissen würden, sollten sie Konkurs anmelden müssen. Anstatt den Sektor gesundzuschrumpfen stützt die Politik diesen mit Milliardenbeträgen, nicht zuletzt aufgrund des Fehlens alternativer Konzepte, welche nicht auf Wachstum ausgerichtet sind.

Überkapazitäten haben wir aber auch in der Realwirtschaft, etwa in der Autoproduktion. In Schwellenländern werden grosse Automobilfabriken gebaut. Doch die Hälfte der von der Unternehmensberatung KPMG befragten Spitzenmanager von Autoherstellern und Zulieferern erwartet, dass sogar in den Wachstumsmärkten Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren mehr produziert als verkauft werden kann.[11] Verschrottungsprämien dienen der Verlängerung des Dahinsiechens alter Industrie- und Mobilitätskonzepte, die keine nachhaltige Zukunft haben.

Rückgebaut werden Strassen und Städte in Frankreich und im Osten Deutschlands. Dort geht es um mehr Lebensqualität und um eine schlichte Reaktion auf den demografischen Wandel. Können wir auch in der Wirtschaft rückbauen, ohne zum Tauschhandel zurückzukehren oder gleich wieder in eine andere Industrie investieren zu müssen? Wer treibt uns zum ewigen Wachstum eigentlich an? Können wir dieser Spirale entkommen? In entwickelten Ländern müssen und wollen viele nicht mehr mit Konsum und Dienstleistungen wachsen. Wachsen können wir jedoch stets mit Kreativität, Kultur, Wissen und gegenseitiger Anerkennung dafür, ohne immer mehr Ressourcen verschlingen zu müssen. Ist vielleicht das selbstständige Arbeiten ein Weg, um dieses Ziel durch mehr Selbstbestimmung zu erreichen?

Mitarbeiter entlassen zu müssen klingt hart, doch ergeben sich dadurch eventuell auch neue Chancen für einzelne Personen. Da werden mitunter erst Energien frei, wenn schlummernde Talente geweckt oder Lebensträume erfüllt werden. Endlich Zeit für Kinder oder Enkel, zum Musizieren, den Garten oder den Ausschank, der im Ort wieder wachgeküsst werden wollte. Natürlich geht das leichter, wenn die Schäfchen im Trockenen, also zumindest Wohnung oder Haus ganz oder beinahe abbezahlt sind und es zumindest ein regelmässiges Einkommen im Haushalt gibt. Aber auch für junge Leute tun sich mitunter Chancen auf, wenn sie sich am Arbeitsmarkt bewegen, in eine andere Region ziehen oder den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen.

Selbstständig zur Balance[Bearbeiten]

Laut einer repräsentativen Gallup Studie waren 2008 nur 13% der Mitarbeiter im Unternehmen engagiert und emotional an das Unternehmen gebunden, 2001 waren es noch 16%. Angestellt zu sein mag bequem sein, bedeutet aber auch oft, dienen zu müssen und auf wichtige Entscheidungen im Unternehmen keinen Einfluss nehmen zu können. Wer seine Fähigkeiten gut präsentieren und Vereinbarungen ehrlich einzuhalten gewohnt ist, der kann es zu guten Aufträgen und zu einem regelmässigen selbstständigen Einkommen schaffen. Gegenüber einer Anstellung sind viele Freiheiten zu gewinnen, auch wenn die bürokratischen Hindernisse zu Beginn (Gewerbeberechtigung, Umsatzsteuermeldungen, Sozialversicherung) hoch sind. In Österreich gibt es mittlerweile eine freiwillige und leistbare Arbeitslosenversicherung für Selbstständige, die bei kompletter Flaute das Existenzrisiko minimiert.

  • biete an, was du kannst und gerne tust
  • verlange einen gerechten Preis
  • achte auf ein klares Erscheinungsbild
  • halte dich an Vereinbarungen
  • melde dich rechtzeitig beim Kunden, wenn's mal klemmt
  • Gründer-Tipps für Ein-Personen-Unternehmen

Ein Leistungsvertrag, in dem die Selbstständige einem Unternehmen oder einem Privaten Produkte, Bau, Instandsetzung oder Beratung anbietet, kann wesentlich fairer sein, als für eine Firma arbeiten zu müssen, deren Chefs vor allem viel Geld auf die hohe Kante bringen wollen und sich um soziale oder ökologische Standards wenig kümmern. Auch gibt es unterschiedliche Lebensphasen, in denen entweder die Anstellung oder die selbstständige Tätigkeit besser geeignet sind. Manchmal lässt sich auch beides synergetisch kombinieren, denn oft gibt's auch tolle Chefs, die etwa eine Nebentätigkeit unterstützen. Wer selbstständig tätig ist, kann den Arbeitseinsatz auch mal reduzieren oder gar pausieren und somit die Balance zwischen Erwerb, Sorge, Kultur und Politik selbst besser kontrollieren. Wünschenswert wäre eine bessere soziale Absicherung von selbstständig tätigen Menschen, damit auch Phasen ohne aktive Teilnahme am Erwerbsleben besser überbrückt werden können.

Motivation durch Kooperation[Bearbeiten]

Christian Felber sieht für das Jahr 2009 die „strukturelle Krisenursache, dass wir die Konkurrenz zum Leitbild des Wirtschaftens und Zusammenlebens gekürt und das strukturelle Gegeneinander zur Norm und Normalität erhoben haben.“[12] Dazu haben einige Mythen beigetragen, etwa dass der Mensch von Natur aus zur Konkurrenz neige, doch ist dieses Verhalten vor allem kulturell angeeignet. Oder dass Konkurrenz zu höherer Leistung führt, doch belegen zahlreiche Studien, dass die Kooperation bessere Ergebnisse bringt. Denn die Kooperation motiviert mit den positiven emotionalen Erfahrungen der Wertschätzung, Vertrauensbildung und dem guten Gefühl, gemeinsam ein Ziel erreicht zu haben. Konkurrenz hingegen motiviert mit Angst, Druck und Stress. Psychologen wissen, dass eine intrinsische Motivation, also eine die von innen kommt, wesentlich stärker wirkt, als eine, die von aussen kommt.[13]

Wir wollen aber auch nicht jeden Plan für eine Innovation in unendlichen Sitzungen abstimmen müssen. In einem Markt der besten Lösungen können wir zeigen, dass zum Beispiel ein Produkt ressourcenschonender oder eine Dienstleistung effizienter angeboten werden kann. Dabei ist es oft hilfreich, auf Partner und Netzwerke zurückzugreifen, um Märkte zu beglücken. Diese Form der Zusammenarbeit wird auch als Coopetition bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Marktphänomene, bei denen eine Dualität aus Kooperation und Wettbewerb besteht und das Handeln der Marktteilnehmer beeinflusst, ohne dass diese explizit kooperieren.

Die 150 Jahre alte Idee der Genossenschaft geht noch ein Stück weiter in Richtung aktiver Gestaltung der Kooperation. Im wesentlichen geht es darum, im kleinen Massstab zu kooperieren, um auf dem Markt gemeinsam besser agieren zu können. Die Genossenschaft ist ein Verbund von Projekten, Fähigkeiten und Chancen, die aus der Zusammenarbeit der Mitglieder entstehen. Sie ist deshalb nicht primär Serviceeinrichtung für deren Mitglieder, sondern gemeinsame Aktionsplattform. Kooperationen sichern die Chancen der EPUs und des Mittelstandes und machen es möglich, die Vorteile grösserer Konzerne auf kleine Unternehmen zu übertragen und dabei gleichzeitig deren Nachteile zu vermeiden und ihre lokale Identität zu wahren. Genossenschaften bieten zudem die Möglichkeit, das unternehmerische Risiko zu verteilen und zugleich Kompetenzen zu bündeln. Die Genossenschaft ist ein typisches Beispiel für einen Mechanismus-Design in der Spieltheorie.

Die Genossenschaft stiftet Nutzen für Kunden und Auftraggeber, dadurch kann sie die Mitglieder auch wirtschaftlich fördern. Vorstand und Aufsichtsrat werden aus dem Kreis der Mitglieder gestellt. Dies soll garantieren, dass die Förderinteressen der Mitglieder im Mittelpunkt aller Aktivitäten bleiben. Genossenschaften weisen Merkmale auf, die sie auch oder gerade heute als eine geeignete Form der Kooperation von Menschen oder Unternehmen werden lassen.

  • Kontinuität: Genossenschaften führen zu einer dauerhaften und stabilen Beziehung zwischen den Kooperierenden und dem von ihnen gegründeten Unternehmen. Dieses mindert Unsicherheit und schafft eine Basis für unternehmerische Entscheidungen.
  • Konzept: Einzelwirtschaftlicher Erfolg ist das grundlegende Konzept der Genossenschaft. Der Einzelne will kooperieren, da er hierdurch für sich einen Vorteil erhält.
  • Konsistenz: Die wirtschaftliche Beziehung und die Eigentümerbeziehung sind bei Genossenschaften gleichgerichtet. Dieses führt zu konsistenten Interessen der kooperierenden Partner.
  • Kooperation: Kooperation schafft gemeinsame Mehrwerte und ist die Grundlage der Genossenschaft.
  • Kompetenz: Die Genossenschaft vereint die dezentrale und lokale Kompetenz der Mitglieder mit der Kompetenz des genossenschaftlichen Unternehmens, das Grössenvorteile realisieren kann.
  • Kultur: Kooperation braucht auch eine gemeinsame Kultur, die die kooperativen Beziehungen stabilisieren kann.

Die 6K Merkmale von Genossenschaften

  1. Oberstes Ziel der Genossenschaft ist es, deren Mitglieder zu fördern.
  2. a.selbstverständliche Aufgabe der Mitglieder ist es, den finanziellen Erhalt des Genossenschaftbetriebes sicherzustellen
  3. b.die Mitglieder trachten nach bestem Gewissen danach, durch die Abwicklung von Projekten innerhalb der Genossenschaft alle Beteiligten zu fördern.
  4. Um grössere Projekte oder Dienstleistungen abzuwickeln, betreibt die Genossenschaft Marken wie osAlliance, net culture lab oder RegisteredCommons.
  5. Die eigene Marke der einzelnen Mitglieder muss sich nicht hinter der Genossenschaft verstecken, sondern darf und soll mitpräsentiert werden.
  6. Genossenschaftsmitglieder werden generell bevorzugt behandelt.
  7. Wir sparen nicht mit Lob und Kritik!
  8. Wir besuchen uns gegenseitig oder telefonieren einfach mal, um uns und unsere Kompetenzen besser kennenzulernen.
  9. Der Kunde will eine Kontaktperson als Hauptverantwortlichen.
  10. Wir vertreten uns gegenseitig, wenn notwendig.
  11. Wir berichten über unsere Aktivitäten in Blogs oder auf der Mailing-Liste.
  12. Unsere Werke veröffentlich wir üblicherweise unter der GPL oder mit einer CC-by-sa Werknutzungsbewilligung.
  13. Feste feiern wir wie sie fallen.
  14. Projektabschlüsse werden erst nach aussen kommuniziert, wenn die Beauftragung schriftlich erfolgt ist.
  15. Wir verwenden die von der Genossenschaft zur Verfügung gestellten Werkzeuge für die Genossenschaftsprojekte.
  16. Projekte sind zumindest mit Anbot, Beauftragung und Budgetverteilung auf office.osAlliance.com zu dokumentieren.
  17. Gibt es in einer Region oder Stadt zumindest zwei Mitglieder, kann dort ein Büro der Genossenschaft betrieben werden. Der Vorstand prüft im Vorfeld die Eignung und Notwendigkeit.
  18. Arbeiten Mitglieder ausserhalb der Genossenschaft zusammen, sollten sie für bestmögliche Transparenz sorgen und den jeweiligen Fall gegenüber dem Vorstand begründen.
  19. Erwirtschaftete Gewinne in der Genossenschaft verwenden wir für gemeinsame Infrastruktur oder Forschung und Entwicklung.
  20. Engagement, Qualität und Offenheit zeichnen uns alle aus.
  21. Für grössere Projekte können eigene Mechanismen der Entscheidungsfindung zum Beispiel in Form von Projektstatuten erarbeitet werden. So können etwa die Nutzer eines net culture labs ihren Projektleiter wählen und selbst festlegen, wie Budgets verteilt werden.
  22. Das Schema der „Integrativen Entscheidungsfindung" verwenden wir bei besonders wichtigen und/oder schwierigen Entscheidungen: Wir beginnen mit der „bildformenden Phase“ zur Informationsklärung. Danach folgen die „meinungsformende Phase“ und zuletzt die „Konsentrunde“. Bei letzterer formuliert der/die ModeratorIn einen Vorschlag und stellt ihn zur Abstimmung. Dabei werden alle TeilnehmerInnen gefragt, ob es „schwerwiegende Einwände“ gibt. Wenn dem so ist, verändert der/die ModeratorIn den Vorschlag entsprechend und startet erneut eine Konsentrunde. Das geht solange, bis es keine schwerwiegenden Einwände mehr gibt oder bis der Moderator den Prozess beendet und damit festlegt, dass kein Beschluss in dieser Angelegenheit zustande kommt.[14]

Regeln der Zusammenarbeit im Internationalen Medienverbund reg. Gen.m.b.H.[15]

Kreative Klasse[Bearbeiten]

Viele Ideen prägen die Menschheitsgeschichte: das Rad, das Licht, der Motor und die Telegrafie prägten das Zeitalter der Industrialisierung, das Internet und Mobiltelefone prägen die Wissens- und Kommunikationsgesellschaft. Wurden Schlüsseltechnologien früher von Genies entwickelt, so sind es heute vernetzte Teams, die nach neuen Lösungen suchen. Darüber hinaus verfolgen wir die Ideen der Gleichheit, der Verteilungsgerechtigkeit oder der Demokratie, die mit der französischen Revolution ihren Ursprung nahmen. Täglich sind sie zu verteidigen und neue Methoden zu entwickeln, um sie lebendig zu halten. Doch wer kümmert sich aktiv darum?

Wenn ein Weg in eine Sackgasse mündet, denken wir nach und erfinden Neues oder kombinieren es mit Altem. Bei der Umsetzung einer Idee ist nicht immer der Einsatz wertvoller Rohstoffe oder Energie notwendig. Gutes Design macht ein Produkt nicht nur nützlich, sondern auch haltbar und sparsam und eine ausgefinkeltes Geschäftsmodell kann einer Dienstleistung zum nachhaltigen Erfolg verhelfen. Und gute Ideen verbreiten sich wie von selbst. Doch wer steht dahinter?

Zu Beginn dieses Jahrtausends erschienen in den U.S.A. drei Bücher, die eine neue fortschrittliche Bewegung konstatieren, welche einen Wertewandel einläuten, der auf einem Nonkonformismus beruht. Der Soziologe Paul Ray und die Psychologin Ruth Anderson untersuchten in Cultural Creatives. How 50 Million People Are Changing the World die Aussagen von 100.000 US-Amerikanern. Sie entdeckten einen neuen Lebensstil zwischen Hedonismus, Materialismus und Verantwortung, den "Lifestyle of Health and Sustainability" bei höher gebildeten und besser verdienenden. David Brooks beschreibt in Bobos in Paradise. The New Upper Class and How They Got There die Bourgeois-Bohemiens. Diese leben in Widersprüchen: Reichtum und Rebellion, Materialismus und Konsumkritik und Interesse an Politik und Kultur. Und Richard Florida beschreibt in The Rise of the Creative Class Konzepte und Theorien der „kreativen Klasse“ und deren Zusammenhänge mit der urbanen Gesellschaft.

Die Kreativwirtschaft ist eine Ausprägung dieser kreativen Klasse, sie verheisst viele Freiheiten und boomt. 2009 trägt sie in Österreich 5% zum Bruttoinlandsprodukt bei, genausoviel wie der Tourismus. 10% aller Betriebe zählen dazu, die 4,4% der Erwerbstätigen beschäftigen[16]. Die Kreativen schaffen eine enorme Innovationsleistung, auch für die traditionellen Industrien. Und diese haben sie teilweise bitter nötig, nicht nur bei der Produktentwicklung, sondern auch in der ganzen Unternehmenskultur, wo starre Hierarchien, Männerdominanz, fehlende Feedbackmöglichkeit oder strikte Mitarbeiterüberwachung anzutreffen sind.

Menschen sind von Prinzip aus neugierig und wollen Fortschritte sehen oder diesen selber mitgestalten. Architektinnen, Designer, Grafikerinnen, Berater und Programmierer liefern täglich neue Ideen. Wenn wir schwach werden bei einer neuen Mode, die wir gerne anziehen wollen, einem Möbel, das gut in die Küche passt oder einem elektronischen Spiel, das uns Kooperationstaktiken simulieren lässt, dann sollten wir auf einige Merkmale achten: Einsatz nachhaltiger Materialien, faire Herstellungsbedingungen, einfache Bedienung, klare Formen. Dieser Anspruch einer intelligenten Reduktion hat seine Wurzeln in der Bauhaus Architektur oder der Ulmer Schule und wird an vielen Gestaltungsschulen, etwa in der Ostschweiz oder an der FH Vorarlberg, gelehrt.

Jacque Fresco, der Gründer des Venus Projekts, formuliert dies auf der Webseite der von ihm gegründeten Zeitgeist Movement so: "Soziales Design muss sich auf die Tragfähigkeit der Erdressourcen stützen und nicht auf die Philosophie, das Begehren, die Ästhetik oder Vorteile von einzelnen Menschen. Zum Beispiel bietet das runde Stadtdesign maximalen sozialen Gewinn bei minimalem Energieaufwand. Intelligente Architektur verwendet die kleinstmögliche Menge Material für die denkbar sicherste und effizienteste Struktur. Wenn Materialien wechseln und verbessert werden, wird es der Architektur und den Entwürfen genauso gehen. Dies wird keine Vorteile kosten, sondern Vorzüge vergrössern und Waren und Dienstleistungen für alle erhältlich machen."

Nun einige Beispiel, wie mit intelligenten Nischenprodukten ethische Ziele in der Herstellung und Nutzung von Produkten erreicht werden können. Die Ski-Industrie wirft in immer rascheren Zyklen neue Ski-Designs und Modelle auf den Markt, in der Hoffnung, dass diese auch jede Saison ihre Kunden finden. Eigentlich sind aber jedes Paar Ski Sondermüll und würden fünf bis zehn Jahre bei durchschnittlicher Nutzung halten. Erwin Werdenigg gründete 2004 edelwiser Ski und stellt grafisch individualisierbare Skis her - zum Preis eines vergleichbaren Massenproduktes. Der Kunde wird zum (Mit)Gestalter und Innovator seines eigenen Sportgerätes. Dieses bleibt länger in Verwendung, weil es eine höhere Identifikation gibt, als mit einer Marke, die periodisch ihr Design wechselt. Unter dem Motto "it's more than Skis" setzt edelwiser auf Communities und Netzwerke und fördert den Kontakt mit Kunden und bietet mit seinem Ambassador Modell zum Beispiel Skiworkshops oder Skireisen an.

Skizze einer Kleinwindkraftanlage

Ein weiteres Beispiel für intelligente Reduktion sind Kleinwindkraftanlagen. Zur Nutzung von Windenergie sind nicht immer riesige Türme mit 100 Meter langen Rotoren notwendig. Eine 115 kg leichte Turbine auf dem Dach produziert bis zu 8 MWh pro Jahr, also den Stromverbrauch einer Familie. Die in sich verdrehten Rotorblätter ohne Spitzen verursachen keine hörbaren Geräusche. Der sogenannte Savonius-Rotor besteht aus zwei an einer vertikalen Rotorachse angebrachten waagerechten Kreisscheiben, zwischen denen zwei oder mehr halbkreisförmige gebogene Schaufeln senkrecht stehend montiert sind. Die Schaufeln sind gegeneinander versetzt angeordnet, so dass ein Teil des Windes von den rechts und links gerade zur Strömung offenen Schaufelseiten umgeleitet wird und auf die Rückseite einer der dort konkaven Schaufeln einwirken kann. Die Wirkungsweise beruht sowohl auf aerodynamischem Auftrieb als auch auf widerstandsbedingtem Vortrieb.[17] Diese Windkraftanlagen sind ungefährlich für Vögel und können relativ leicht selbst gebaut werden.[18] Überschüssige Energie lässt sich ins Netz einspeisen oder man erzeugt damit Warmwasser. Erst gibt es wenige Anbieter auf dem Markt für private Nutzer, wobei Vorsicht vor unklaren Beteiligungsangeboten geboten ist; manche bieten auch Bauanleitungen an[19].

FORM follows FUNCTION. Gutes Design fällt nicht auf und dient vor allem der Funktion. Eine stylische Zitronenpresse, die erst wieder ein Spezialgerät zur Reinigung benötigt, ist vielleicht schick im Schaufenster aber frustriert in der Küche. Gutes Design macht allenfalls Platz für künstlerischen Ausdruck, aber erst wenn die Anforderung nach einfacher Handhabbarkeit und Effizienz erfüllt sind. Ähnliche Ziele sind für Gestalter wichtig, die Medien in Form bringen. Sie wägen stets ab zwischen Informationsdichte und Vermittelbarkeit, versuchen also, ein Plakat, einen Folder oder eine Webseite nicht zu überladen und dennoch die notwendigen Informationen unterzubringen. Designer und Gestalter tragen bei zu einer Ökologie von Produkten und Medien, nicht nur mit dem Ziel des Einsatzes minimaler Ressourcen, sondern auch im Sinne einer fairen Inanspruchnahme unserer Aufmerksamkeit. Ein Produkt, das aufwändig verpackt ist und damit ein Erlebnis vorgaukeln will, ist eitel und unfair. Intelligente Reduktion wird hier zur Tugend: so viel wie möglich weglassen, bis die Funktion blank liegt. Erst dann dürfen wir uns erlauben, zu verzieren oder einem bestimmten Sinn zu folgen: FORM follows SENSE[20].

Das in Wien lebende Schweizer Geschwisterpaar Barz&Barz hat den idealen Wegbegleiter entworfen, mit dem sich Einkäufe am Markt und Besuche in der Bibliothek erledigen lassen. Das Auto bietet neben Mobilität auch Stauraum - diesen kann ich jetzt auch schick hinterherziehen, ohne aufs Gaspedal zu treten. Mit einem halben Meter doppelt gefalztem Lochblechband, einem kleinen Karabiner und zwei Schrauben am Gepäcksträger lässt sich der Kartoffelmercedes auch ans Fahrrad hängen.

Unterwegs mit James, dem Einkaufsbutler

Werfen wir nach diesen bunt ausgewählten Beispielen wieder den Blick aufs Ganze. Mit Umsatzerlösen von mehr als 17 Milliarden EUR ist die Kreativwirtschaft grösser als die Chemische oder die Maschinenbauindustrie; jedes zehnte Unternehmen gehört mittlerweile der Kreativwirtschaft an. Dazu zählt nicht nur die Vermarktung des österreichischen Weltkulturerbes etwa in Form des Neujahrskonzerts oder aktuelle Erfolge der Filmbranche, etwa mit den Dokumentationen von Erwin Wagenhofer („Let's make money", 2009[21]) oder einem Spielfilm von Michael Haneke („Das weisse Band“, 2009[22]). Im digitalen Bereich eröffnen sich Chancen mit Spielen, womit mittlerweile mehr Umsatz gemacht wird als in der Audio- und Videoindustrie zusammen, wobei Serious Games auch für öffentliche Kampagnen immer öfter eingesetzt werden. Mit Open Source Software werden Businessmodelle entwickelt, die nicht auf Lizenzen, sondern auf lokaler Wertschöpfung durch Know-How und Support vor Ort beruhen. Und Wien gilt als Mekka der Visualisten: diese bespielen riesige Hallen, die Hofreitschule oder Büros, welche mit künstlerischen Videos in Traumwelten verwandelt werden.

Die teilweise extrem raschen Innovationszyklen in diesem Sektor tragen ihrerseits positiv zur Innovationsfähigkeit der Gesamtwirtschaft bei. Die Kreativwirtschaft gilt auch als Innovationstreiberin für andere Branchen. Wenn es darum geht, gutes Design mit Bedienungsfreundlichkeit zu verbinden, benötigt die Wirtschaft Gestalter und Produktdesigner. Web 2.0 Anwendungen erfordern nicht nur zukunftssichere Software, sondern auch Content - SpezialistInnen. Und die Herausforderungen in der Bauwirtschaft im Hinblick auf Raumplanung, Ökologie und Nachhaltigkeit können nur mit umsichtigen ArchitektInnen gelöst werden.

Die Kreativwirtschaft erreicht mit 30% einen mehr als doppelt so hohen Anteil Selbständiger wie andere Witschaftssektoren und weist 30% AkademikerInnen aus, ebenfalls mehr als doppelt so viel wie in anderen Branchen. Kreative arbeiten gern als EPU (Ein-Personen-Unternehmen) und leben unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit in Gemeinschaftsbüros, ARGEs oder in einer Genossenschaft, die bei grösseren Projekten als Generalunternehmerin auftritt. So schaffen die Kreativen Verbundvorteile mit maximaler Flexibilität und geringen Strukturkosten, wobei die neue Arbeitslosenversicherung für Selbständige das individuelle Risiko weiter minimiert.

Projektbesprechung im net culture lab Dornbirn

Ein Kulturland wie Österreich wird wissen, dass die Kreativen nachhaltige Werte schaffen. Dass sie darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Innovationsleistung eines Landes beitragen, konnte im dritten österreichischen Kreativwirtschaftsbericht aufgezeigt werden. Die Telekom Austria ging da mit gutem Beispiel voran, als die osAlliance die Chance erhielt, für "Digital Natives" zwei net culture labs im Wiener Museumsquartier und in Dornbirn einzurichten: 33 Innovationsprojekte und drei Firmengründungen wurden dort 2007 und 2008 begleitet. Auch wenn 2009, dem EU-Jahr der Kreativität, Anreize geschaffen worden sind, dann benötigen wir weiterhin Mut von Unternehmen und dem öffentlichen Sektor, Impulse für die Kreativwirtschaft zu setzen, indem sie schlichtweg in der Gestaltung von "Experience" für Produkte oder Dienstleistungen verstärkt Kreativleistungen einkaufen. Keinesfalls darf es jedoch zu einer Kannibalisierung von Etats in der Kultur kommen, denn diese benötigt weiterhin ihre Freiheiten und soll geistige und emotionale Nahrung (nicht nur) für die Kreativen im Lande bieten.

Bei viele Kreativen schlagen mehrere Herzen in einer Brust: sie verdienen ihren Unterhalt in einer Agentur oder im Handwerk, gehen aber auch einer künstlerischen Tätigkeit nach, spielen Theater, machen Musik, veranstalten Events oder schreiben ein Drehbuch. Künstler zu sein ist heute für viele Kreative weder Beruf noch Berufung. Denn ersteres hat mit Anhäufung von Werten und mit Existenzsicherung zu tun und letzteres ist religiös konnotiert. Kreative sagen daher oft: „Ich mach was mit Kunst“[23]. Vielfach geht’s bei den Projekten der Kreativschaffenden eigentlich um Social Business, nämlich Kreisläufe in Bewegung zu bringen, die vom herkömmlichen Markt nicht bedient werden. Die Liste der Kunstprojekte bei der Kulturhauptstadt Linz 2009 etwa enthält in der Mehrzahl Themenbereiche, die nicht an der reinen Ästhetik sondern an einem sozialen Prozess interessiert sind. Vielen Kreativschaffenden geht's um eine faire Kommunikation, wenn sie Zeitschriften konzipieren und auf den Markt bringen, Internet-Portale bauen und vernetzen oder mit Handwerkern zusammenarbeiten. Zu einer Kultur des Scheiterns gehört es auch, dass nicht jedes Projekt abhebt und die Beteiligten davon leben können, sondern eine Idee auch mal feierlich zu Grabe getragen wird. Kreativschaffende sind eine ethische Avantgarde, haben Geduld und bewältigen Krisen.

Digitaler Werkzeugkoffer[Bearbeiten]

Auch in der digitalen Welt Balance halten zwischen Erwerb, Sorge, Kultur und Politik

Wer in vielen Projekten und Bereichen tätig ist, muss die persönliche Arbeitsumgebung mit guten Werkzeugen optimieren. Welche entsprechen ethischen Kriterien oder unterstützen mich, ethisch zu handeln? Hier folgt eine lose Sammlung von Must-Have-Tools, die das Leben und Arbeiten leichter machen, und oftmals gar nichts kosten.

Kontext erfassen[Bearbeiten]

Mit den im Büro, zu Hause und im Netz verstreuten digitalen Medien verlieren wir leicht den Überblick, was noch zu tun ist und wo Sachen abgelegt sind. Das Getting Things Done Prinzip wurde von David Allen entwickelt[24] und orientiert sich an Kontexten, denen Tätigkeiten zugeordnet werden. Damit lassen sich Aufgaben einfacher gruppieren, also wenn ich zu Hause bin, springen nur jene To-Dos ins Auge, die dort erledigt werden können. Dazu markiert man auf einer Aufgabenliste jede Tätigkeit mit dem Kontext im Terminkalender mit einem Marker, auf einem Notizzettel (den man mit den Aufgaben für die laufende Woche am besten am Notebook links neben das Touchpad klebt) durch kurze Überschriften oder digital[25] mit Stichworten. Auch auf der Harddisk des Notebook gibt es eine bessere Ordnerstruktur als die Welt in Dokumente, Musik, Videos und Fotos einzuteilen. Tätigkeitsfelder lassen so für künftiges Suchen eher den Kontext erahnen.


Copyright 2.0[Bearbeiten]

Die digitale Revolution stellt das bisherige Urheber- und Verwertungsrecht in Frage. Jedes digitale Gerät ist auch eine Kopiermaschine – ein Geschäftsbereich, das bisher Produzenten und Verlegern vorbehalten war. Regelungen zum digitalen Kopierschutz (DRM) haben - auf Druck der Musikindustrie - Eingang in die nationalen Gesetze gefunden. Die meisten Massnahmen zum technischen Kopierschutz gelten aber längst als gescheitert. Gleichzeitig wird Musik im Netz massenweise gratis angeboten: Nicht nur auf den Sites der kleinen Netzlabels, auch auf Web-2.0-Plattformen wie Soundcloud, YouTube oder MySapce denkt niemand daran, für den Musikkonsum zu zahlen. Die Grenzen zwischen "Downloads" und "Streams" lassen sich dabei nicht eindeutig ziehen, kann man doch mit der geeigneten Software jeden Stream auch lokal speichern. Wenn der Vertrieb nicht mehr kontrollierbar ist, hat die Idee des Copyrights dann endgültig ausgedient?

Mit Creative Commons etablierte sich ein Lizenzmodell, das auf die neuen Erfordernisse insofern eingeht, als es den Urheberinnen die Wahl lässt, welche Rechte sie gewähren wollen ("some rights reserved"). Creative Commons erfreut sich online wie auch offline auf globaler Ebene sehr grosser Beliebtheit[26], wird jedoch von Verwertungsgesellschaften, welche Tantiemen zum Beispiel aus der Leermedienabgabe an Kreativschaffende verteilen sollen, nach wie vor nicht anerkannt. Noch radikaler ist der Schritt zur Überlassung von Werken als Gemeingut, welche etwa bei Wikimedia Commons oder RegisteredCommons hinterlegt werden können.

Kreative Menschen werden von sogenannten Digital-Rights-Management-Systeme (DRM) eher behindert als gefördert, weil sie den Nutzer im Gebrauch der gekauften Filme oder Bücher massiv einschränken, etwa die Betrachtung nur auf einem registrierten Gerät und auch nur ein paar Mal. Digital Rights Fair Trade hingegen setzt auf Transparenz und Gerechtigkeit bei der Verteilung der Mittel. So bietet etwa die OnlineFilm AG Dokumentarfilme zu fairen Bedingungen: 51% der Einnahmen erhalten die Filmemacher. Kunden dürfen weiterhin Sicherheits- und Privatkopien erstellen. Dies ist übrigens nach wie vor als Privatkopie möglich, auch wenn der Film aus dem Fernsehprogramm mitgeschnitten oder von einer DVD kopiert wurde. Die OnlineFilm AG setzt sich auch dafür ein, dass die beteiligten Rechteinhaber Geld aus der Abgabe auf Vervielfältigungsgeräte und Leermedien erhalten, die von den Verwertungsgesellschaften eingezogen und verwaltet werden. Flattr, gegründet von Pirate Bay Initiator Peter Sunde, überträgt dieses Konzept auf alle digitalen Inhalte: jeder kann einen monatlichen Fixbetrag ab € 2.- auf beliebig vielen Webseiten verteilen und so gute Ideen oder Inhalte honorieren. Spätestens mit dem Einzug der Piratenpartei im Europäischen Parlament wird sich auch die Politik damit beschäftigen müssen, dass ein weiteres Ausdehnen der Schutzfristen vor allem der amerikanischen Musik- und Filmindiustrie dient und Innovationen im Kreativsektor, die mit freien Inhalten auch neue Geschäftsmodelle entwickeln, behindert.

Linux auf Desktop und Smartphones[Bearbeiten]

Desktop des Ubuntu 11.10 Betriebssystems

In der Informatik hat sich die Idee des Copyleft längst durchgesetzt. Insbesondere in der Server- und Internetinfrastruktur wird aus Gründen der Betriebssicherheit vorzugsweise Software verwendet, deren Quellen veröffentlicht sind. Findet jemand tatsächlich eine Sicherheitslücke oder einen Fehler, können diese im Nu repariert und ein „Patch“ verteilt werden. Die GNU/GPL-Lizenz verpflichtet jene, die eine Software verbessern oder ergänzen, dieselbe Lizenz wieder anzuwenden. Mit diesem viralen Trick entstand ein mächtiges Softwaregebäude, welches praktisch alle Anwendungsbereiche abdeckt: Apache2 als Webserver, LibreOffice fürs Büro, Gimp zur Bildbearbeitung, Audacity fürs Tonstudio, Scribus fürs Layout, Inkscape zum Erstellen von Vektorgrafiken, PiTiVi für den Videoschnitt oder Blender für 3D-Filme. Mit den beliebten Ubuntu- und Mint-Distributionen hält Linux nun auch Einzug auf dem Desktop, welcher durch Geschwindigkeit, Eleganz und Bedienungsfreundlichkeit keine Wünsche mehr offen lässt. Insbesondere die Suche von Anwendungen und deren Wartung durch automatische Updates ist genial gelöst. Ubuntu lässt sich entweder vom USB-Stick neben oder statt einem Windows- oder Apple-Betriebssystem nutzen. Mit dem Android-Betriebssystem auf Mobiltelefonen lässt Linux in dieser Branche keinen Stein mehr auf dem anderen und besticht durch Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Alles im Netz[Bearbeiten]

Europäischer Cloud Service aus der Ethify Werkstatt auf http://office.ethify.org

Beqeum ist das Arbeiten in der Cloud, wenn also wichtige Daten im Internet sind und man von überall darauf zugreifen kann. Die gängigen Angebote für Dokumente, Kalender, Adressen und E-Mail bei Google, Microsoft, Apple oder DropBox haben einen gewichtigen Nachteil: mit dem Patriot Act darf sich der amerikanische Geheimdienst jederzeit Zugang verschaffen, und zwar so, dass niemand etwas davon erfährt, weder die Betroffene noch ein Datenschutzbeauftragter im Unternehmen.[27] Europäische und faire Alternativen sind rar oder unbekannt. Ethify bietet mit der osAlliance einen Cloudservice auf Open Source Basis mit zahlreichen nützlichen Funktionen an.

  • Kalender mit Mehrfachansicht
  • Webmail mit eigenen und einer ethify.org Adresse
  • Adressbuch mit Verteilerlisten
  • Dateiablage mit Ordnern (Files über Browser anklickbar, werden direkt auf Server gespeichert)
  • Synchronisation mit Android, Apple iOS, Symbian, Thunderbird, Outlook
  • für Profis: Projektmanagement, Supporttickets, Vorlagen
  • Gruppen haben gemeinsamen Zugang zu Dateien oder Kalender

Viele weitere gute Werkzeuge finden sich bei den so genannten Kreativen, die zeigen, dass ihre intrinsische Motivation oft in einer Vervollkommnung ethischer Werte liegt. Wir finden dort eine Kultur der Wertschätzung, Kooperation, Geduld, Zufriedenheit, Güte, Selbstbestimmung, Balance, Umsicht und Gerechtigkeit – und diese wollen wir im nächsten Abschnitt näher beschreiben.

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Einzelnachweise, Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility
  2. http://www.unglobalcompact.org/Languages/german/de-gc-praxisratgeber.pdf
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Compact
  4. Curbach p 81
  5. http://www.cokefacts.com (offline am 19. Dezember 2009)
  6. http://www.unglobalcompact.org/ParticipantsAndStakeholders/
  7. GLOCALIST vpm 1.11.2010: Kritik an ISO 26000 CSR Normvorschlag
  8. http://www.covalence.ch/docs/longlistCriteria05.xls
  9. Mach 2007, 313
  10. Wiener Wirtschaft, 7.8.2009, p 11
  11. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,670578,00.html
  12. Felber 2009, p 130
  13. Felber 2009, p 131
  14. Siehe zu dieser Methode auch „www.soziokratie.org“.
  15. Der Autor Roland Alton gründete mit Partnern 1994 PUBLIC VOICE, diese agierte bis 2002 als Verein und GmbH. Die Geschäftstätigkeiten wurden 2002 in eine Genossenschaft übergeführt, bei der ehemalige Mitarbeiter, Kunden, Konsulenten, Kleinunternehmen und EPUs Mitglied sind. www.osAlliance.com
  16. Dritter Österreichischer Kreativwirtschaftsbericht, WKO 2008. Ähnliche Zahlen gelten auch für andere EU-Länder.
  17. http://de.wikipedia.org/wiki/Savonius-Rotor
  18. In meinem Blogbeitrag zu diesem Thema erhielt ich als Kommentar eine Bezugsquelle für eine Bauanleitung aus den 80er Jahren: Heft Nr 3 aus http://www.einfaelle-statt-abfaelle.de/
  19. Einen Überblick bietet http://www.kleinwindanlagen.de/ und Pläne, fertige sowie Selbstbauanlagen sind bei http://www.aerocatcher.de erhältlich.
  20. Simonetta Carbonnaro bei einem Vortrag im Designforum Vorarlberg 2009.
  21. Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2009. http://www.letsmakemoney.at/
  22. Bester ausländischer Film beim Golden Globe 2010 und in Cannes Auszeichnung mit der Goldenen Palme 2009.
  23. Dario Wokurka in der Gesprächsrunde „Welches Leben?“ an der Akademie der Bildenden Künste, dokumentiert in Der Standard 12. November 2009, Seite 33.
  24. http://en.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done
  25. Bewährte „Getting Things Done“ Software gibt’s bei http://thn.gs/http://thenextaction.eu/ , http://www.rememberthemilk.com/
  26. Im Jahr 2009 waren mehr als 200.000 Werke im Internet mit einer österreichischen CC Lizenz versehen.
  27. Futurezone 17.12.2011