Geschlecht und Identität/ medizinische Entwicklung/ Depsychopathologisierung

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Das Wichtigste[Bearbeiten]

Kleiner Ratgeber[Bearbeiten]

Rechtliches[Bearbeiten]

Wissenschaftliches[Bearbeiten]

ICD[Bearbeiten]

Kritik an der ICD[Bearbeiten]

Wie kann die Transsexualität Entpathologisiert werden? Eine Möglichkeit ist es Sex und Gender zu trennen, und nicht mehr von einer Geschlechtsangleichung zu sprechen sondern einfach die Dinge bei ihrem Namen zu nennen, z.B Änderung der Genitalien; so sind sie nicht mit dem Geschlecht vermischt.

Wem gehört dein Körper. Dem Staat? Der Gesellschaft? Dir selbst? Wenn die Antwort "dir selbst" ist, warum braucht man dann eine Entschuldigung, wie "Geschelchtsdysphorie," um seinen Körper ändern zu dürfen?

Hier ist der Artikel dazu http://www.transcoalition.info/en/articles-en/depathologising-gender-variance-in-icd-11

Die ICD-11[Bearbeiten]

Die WHO ist der Herausgeber der ICD, die als internationales Klassifikationssystem für Krankheiten dient. Transvestitismus und Transsexualismus wird dabei unter psychische Verhaltens- und Persönlichkeitsstörung (F64.0 bis F64.4) eingeordnet.[1]

Für Betroffene wirkt diese Einordnung stigmatisierend. Schließlich wird unterstellt, dass die Psyche der betroffenen Person gestört ist aber die körperliche Erscheinung der Person richtig ist. Dies hat eine reihe von negativen Folgen.

Menschenrechte vs. psychische Krankheit[Bearbeiten]

Transgender werden durch die Stigmatisierung als psychische Krankheit doppelt belastet. Dies hat direkte Auswirkungen auf ihre Gesundheitsfürsorge. Transgender werden doppelt so häufig die medizinische Grundversorgung verweigert mit dem Argument dass der behandelnde Arzt eine Spezialausbildung für Transsexualität benötigt. Selbst für Fälle, die mit Transsexualität nichts zu tun haben. [2]

Der Zugang zu transgenderspezifischen Behandlungen wird erschwert. Viele beschaffen sich Hormone auf dem Schwarz- oder Grauen Markt (Apotheke im Ausland) und behandeln sich selbst, ohne ärztliche Überwachung. [2]

Außerdem wird Transgendern die Kompetenz abgesprochen bestimmte Entscheidungen zu treffen. In einigen Ländern gibt es Vorbehalte den Ausweis und Zeugnisse zu ändern. [2]

Gerichtsentscheidungen werden durch die Diagnose als psychische Störung beeinflusst. [2] (Siehe Sorgerechtsstreit, Siehe Fall Alex).

Junge Kinder werden psychiatrisch behandelt wenn sie sich geschlechtsuntypisch verhalten.

Adoleszente Kinder werden ebenfalls psychiatrisch behandelt und als nicht Kompetent angesehen eine Entscheidung über ihr eigenes Geschlecht zu treffen. [2] Obwohl gerade Transfrauen dringend eine medizinische Behandlung so früh wie möglich benötigen, da eine Nicht-Behandlung irreversible Folgen hat. (Siehe Fall Alex, Siehe Atme e.v., Siehe w:Transsexualität_bei_Kindern_und_Jugendlichen#Therapie)

Die meisten Staaten setzen Psychologen ein, die als Gatekeeper funktionieren um den Transgendern den Zugang zu den medizinischen und juristischen Maßnahmen zu erlauben. Sie haben die Aufgabe die Transition zu kontrollieren, zu erschweren und hinauszuzögern. In machen Ländern müssen Transgender ihren Psychologen beweisen, dass sie sie richtig Transgender sind und das auch bereits lange genug so ist, damit sie für die medizinische Behandlung akzeptiert werden. Wobei eine Beratung durch spezialisierte Psychologen sinnvoll und nützlich für Transgender sein kann, wird durch die Rolle als Gatekeeper und Angst der Transgender nicht den Anforderungen des Psychologen zu entsprechen der Nutzen der Therapie gefährdet oder vernichtet. [2]

Gerichte entscheiden sich oft gegen Transgender-Kinder, dabei wird die Diagnose als psychische Krankheit als Ursache genommen damit die Eltern oder Erziehungsberechtigte über das Kind entscheiden. [2] (Siehe Fall Alex)

Warum psychisch Krank[Bearbeiten]

Wenn man es historisch betrachtet, was die Einstufung der Transsexualität als psychische Krankheit eher zufällig. Der Grund war die gesellschaftliche Sichtweise auf die Transsexualität zur der Zeit als ICD-8 und ICD-9 erstellt wurden. [2]

Tatsächlich sind die Ursachen für Transsexualität bis heute ungeklärt. Die vorhandenen Forschungsdaten können bisher nicht belegen, ob es eine rein psychische Krankheit ist oder ob es eine Krankheit mir körperliche Ursache ist. Dabei erscheinen immer mehr Studien, die auf eine körperliche Ursache hinweisen. Dies scheint vor allem für heranwachsende Kinder, die in einem akzeptierenden Umfeld aufwachsen der Fall zu sein.[2] (Siehe Gehirngeschlecht)

Zukunft[Bearbeiten]

Während den Arbeiten am DSM-5 war die Mehrheit der Arbeitsgruppe für GID der Meinung man sollte die GID zu streichen. [2] Der Hauptgrund, warum man die Diagnose doch im DSM belassen hat, war damit betroffene Menschen weiterhin Zugang zu medizinischen Maßnahmen bekommen. Wenn man Glück hat, wird bald die Transsexualität als psychische Verhaltensstörung in einen Bereich für körperliche Krankheiten verschoben.

Subjektives[Bearbeiten]

Siehe Auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Liste_der_psychischen_und_Verhaltensstörungen_nach_ICD-10
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 2,9 [Online auf Seite 6] Drescher J., Cohen-Kettenis P., Winter S., Minding the body: situating gender identity diagnoses in the ICD-11, International review of psychatry, December 2012, Seite 572