Medizinische Informatik: Wissen

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Wie kann man medizinisches Wissen strukturieren?[Bearbeiten]

Jeder medizinisch tätige Mensch, der in seinem Gebiet zunehmend den Computer nutzt, um zu arbeiten und sich fortzubilden, steht vor dem Problem: Wie strukturiere ich meine persönliche Wissensdatenbank am geschicktesten? Dabei soll hier nicht von den patientenbezogenen Daten gesprochen werden, sondern nur von allgemeinen und organisatorischen Daten.

Soll man überhaupt medizinische Texte, Bilder etc. auf dem eigenen Rechner abspeichern?[Bearbeiten]

Dies ist eine berechtigte Frage, vor allem da man über gute Suchmaschinen und Webangebote relativ schnell an brauchbare medizinische Informationen im Netz herankommt.

Für ein Krankenhaus stellt sich diese Frage nicht mehr. Denn jedes Krankenhaus braucht heute mindestens 2 Datenbanken:

  • Eine patientenbezogenene mit allen Untersuchungsbefunden und wichtigen Infos zu den Patienten und außerdem
  • eine nicht patientenbezogene, die allgemeine medizinische und organisatorische Informationen verfügbar macht.

Die patientenbezogene Datenbank ist unumstritten und unverzichtbar. Aber auch die Notwendigkeit einer zweiten nicht patientenbezogenen Datenbank für Texte, Bilder etc. wird immer klarer. Spätestes wenn ein Krankenhaus zertifiziert werden soll und alle Prozeduren, Methoden, Leitlinien, Klinische Pfade etc. dokumentiert werden müssen, wird die Notwendigkeit so einer Datenbank klar. Auch für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter und für fächerübergreifenden Informationsaustausch zb zwischen Innere und Anästhesie ist so eine Wissensdatenbank sehr hilfreich.

Gar keine Struktur?[Bearbeiten]

Man kann sich allerdings auch auf den Standpunkt stellen und sagen: Wozu soll ich interessante medizinische Informationen in meinem Netz überhaupt strukturieren. Es gibt doch mittlerweile schnelle Suchmaschinen auch auf dem eigenen Rechner oder im eigenen Netz. Das muß jeder selbst entscheiden. Man hat allerdings automatisch eine Struktur bei dieser Art von Wissensabspeicherung: eine chronologische Struktur.

Ein Problem tritt bei dieser strukturlosen Speicherung ein: Es gibt eine Wildwuchs an Dateiformaten. Jede Website, die man abspeichert, schleppt oft eine Reihe andere Dateien mit sich herum, die dann meist automatisch in Unterverzeichnissen abgelegt werden. Das wird schnell unübersichtlich und der Speicher läuft voll.

Organbezogene Struktur[Bearbeiten]

Man kann seine Texte und Bilder auf dem eigenen Rechner leicht strukturieren, wenn man alle Dateien nach Organen einordnet und in Unterverzeichnisse ablegt: Das kann dann so aussehen:

C (root-Verzeichnis)
-etc
-med
--Herz
--Lunge
--Leber
--Nieren
-etc

Websitestruktur[Bearbeiten]

Hat man einen schnellen Websiteeditor, dann kann man seine Texte auch als HTML- oder XML-Seiten ablegen und die Linkmöglichkeiten von HTML zum Verknüpfen nutzen.

Ein archaischer und mit ein paar Macken behafteter Webeditor ist dabei  Aolpress. Der große Vorteil von Aolpress besteht darin, daß er auch im Editmodus das schnelle Springen von Seite zu Seite erlaubt. Wenn man sich an die meist gutmütigen Fehler von Aolpress gewöhnt hat, ist er für diese Zwecke gut brauchbar.

Ein Beispiel einer einfache Übersichtsseite zur Strukturierung von Wissen findet sich hier. Die Seite ist uralt. Das Prinzip wird aber klar.

Über eine allgemeine Krankheitsseite kann man sehr schnell neue Seiten einfügen.

--Medizin Übersichtsseite
---allgemeine Krankheitsseite
 ---Herzinfarkt
 ---Pneumonie
 ---etc
 ---etc
---allgemeine Medikamentenseite 
 ---Pantoprazol
 ---Furosemid

Beispiel einer allgemeinen Krankheitsseite[Bearbeiten]

siehe auch http://www.madeasy.de/4/amed.htm

Übernehmen sie die unten angebene HTML-Seite in einen beliebigen Editor. Streichen Sie die erste und letzte Zeile ( pre und /pre) falls sie im Wikieditmodus gearbeitet haben. Dann sollten sie die Seite als amed.htm abspeichern. Danach benennen Sie die Seite um und speichern sie unter einem neuen Namen ( zb pneumonie.htm) ab. Jetzt kann man die Seite in der Gliederung mit Text aus dem Internet oder sonstwo her füllen. Für jede zu bearbeitende Krankheit fängt man eine neue Seite an.

Als schneller Webeditor mit Verlinkung im Editmodus hat sich der uralte Aolpress Editor bewährt, auch wenn er einige gutmütige Maken hat.

<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN">
<HTML>
<HEAD>
<META content="text/html; charset=windows-1252" http-equiv=Content-Type>
<!-- Created with AOLpress/2.0 -->
 <META content="MSHTML 5.00.2014.210" name=GENERATOR>
<TITLE>amed</TITLE>
</HEAD>
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<B><BIG><BIG>Leerer Krankheits Text</BIG></BIG></B><BIG><BIG> </BIG> 
   <BIG> <BIG> 
</BIG></BIG></BIG><A HREF="unt.htm"><BIG><BIG>Zurück</BIG></BIG></A><BIG><BIG>
    </BIG></BIG>             
             
<P>
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	  Abkürzungen</BIG></BIG></A>
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	      </BIG>
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	  Krankenhäuser</B></BIG></BIG></A>
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Wiki[Bearbeiten]

Sehr praktisch zur Wissensstrukturierung ist natürlich ein eigenes Wiki. Vor allem dann, wenn man Texte aus Wikipedia direkt übernehmen kann und die Editierbefehle dieselben sind. Man sollte allerdings in einer größeren Organisation nicht unterschätzen, welche Widerstände gegen die Einführung eines so offenen Systems bestehen. Transparenz scheint für manche Menschen ein ziemliches Problem zu sein.

Siehe auch

Eigenes Wissen im Netz speichern[Bearbeiten]

Ganz interessant ist auch die Möglichkeit eigene Texte passwortgeschützt im Netz zu speichern. Dies ist beispielsweise kostenlos bei Google Texte und Tabellen möglich.

Der Vorteil einer solchen Speicherung besteht darin, daß man weltweit und von jedem Internetzugang auf die eigenen gesammelten Texte zugreifen kann. Ein schneller Internetzugang ist allerdings empfehlenswert, da sonst die Ladezeiten relativ lang sind. Die Dokumentgröße eines einzelnen ist bei Google derzeit (2008) auf 512 kb beschränkt. Die Handhabung von Text und Tabellen bei Google ist ziemlich einfach.

Empfehlenswerte Zeitschriften[Bearbeiten]

Als Arzt bekommt man eine Reihe von Zeitschriften teilweise auch umsonst und unaufgefordert zugeschickt. Wenn man diese Zeitschriften liest und einen guten Artikel gefunden hat, dann ist es sehr hilfreich, wenn man den Text auch komplett und aktuell im Internet finden kann, um ihn aus dem Internet in die eigene Wissensdatenbank zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang sind folgende Zeitungen empfehlenswert:

Andere Zeitungen findet man nicht komplett online oder man muß sich erst mühsam einloggen.

Gute Fachzeitschriften wie die DMW, Lancet oder NEJM lohnen sich natürlich auch im kostenpflichtigen Online Abo.