Pilzanbau/ Konservierung und Aufbewahrung

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Konservierung durch Trocknen[Bearbeiten]

Geerntete Fruchtkörper trocknen innerhalb weniger Tage, wenn man sie offen auf einem Blatt Papier ausbreitet. Statt mit Wärme sollte man den Trocknungsprozess durch regen Luftaustausch z.B. durch Luftzug oder mit Hilfe eines Ventilators beschleunigen.

Trocknen mit Salz[Bearbeiten]

Eine schonende Alternative ist das Trocknen mit Salz. Bei dieser Methode trocknet man die Fruchtkörper am Besten in einer großen Kiste, in der unten eine Schicht aus Calciumchlorid liegt. Calciumchlorid erhält man im Baumarkt. Es wird dort als Luftentfeuchter angeboten.

Nun gilt es, eine Fläche zu schaffen, sodass die Fruchtkörper mit in die Kiste gelegt werden können, ohne dass sie mit dem Calciumchlorid in Kontakt kommen. Dazu kann man einfach ein Drahtgeflecht wie ein umgedrehtes U formen und auf das Calciumchlorid stellen. Nun kann man die Pilze oben auf das Geflecht legen. Dort lässt man sie so lange liegen, bis sie hart und knusprig sind.

Trocknen mit Wärme[Bearbeiten]

Etwas einfacher funktioniert das Trocknen durch Wärmezufuhr. Dabei sollte die Temperatur zwischen 30 bis maximal 50 °C liegen. Für diese Methode bietet sich ein elektrischer Trockner oder ein Dörrgerät an. Die Fruchtkörper werden je nach Sorte und Größe einmal oder mehrmals durchgeschnitten und dann etwa zehn bis zwölf Stunden auf kleiner Stufe getrocknet.

Auch im Heißluftbackofen kann man durchaus gute Ergebnisse erzielen. Es ist jedoch eine sehr zeit- und energieaufwändige Angelegenheit. Problematisch ist hierbei jedoch, insbesondere bei älteren Öfen, das verdunstende Wasser, wenn zu viele Fruchtkörper zum Trocknen hineingepackt werden. Es sammelt sich unter Umständen am Boden des Heißluftbackofens und kann bei großen Mengen auch aus dem Backofen herauslaufen. Daher sollte von Zeit zu Zeit die Tür des Ofens für eine Minute geöffnet werden, um einen Luftaustausch zu ermöglichen (am ehesten, wenn sich Wasserdampf im Ofen gebildet hat).

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Hohe Temperaturen bei dieser Methode zerstören wertvolle hitzeempfindliche Inhaltsstoffe.

Trocknen an der Luft[Bearbeiten]

Eine alte und bewährte Methode besteht darin, die Fruchtkörper in Streifen von etwa fünf bis acht Millimetern Stärke zu schneiden. Diese werden dann mit einer Nadel und einem Faden aufgefädelt, so dass sie sich gegenseitig nicht berühren. Das Ganze hängt man dann in einem trockenen Raum zum Trocknen auf. Wenn sich die Fruchtkörper trocken anfühlen und beim Reiben mit den Fingern zerbröseln, sind sie fertig getrocknet.

Aufbewahrung[Bearbeiten]

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Gegebenenfalls unvollständig getrocknete Fruchtkörper können schimmeln und somit die gesammte Verpackungseinheit unbrauchbar machen.

Trockene Fruchtkörper sollten möglichst kühl, trocken, luftdicht und dunkel gelagert werden. Man kann sie am besten in Gläsern mit Schraubverschluss lagern. Alternativ werden auch Ziplock-Beutel verwendet.


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