Traktorenlexikon: Brandenburger Traktorenwerke

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
der KS07 "Rübezahl"
der RS03 mit Sämaschine
der KS30 bei der Vorbereitung für die Aussaat

Die Brandenburger Traktorenwerke waren ein Landmaschinenhersteller der DDR in Brandenburg an der Havel.

Geschichte[Bearbeiten]

Mitte 1948 wurde auf dem Gelände der weitgehend demontierten Brennabor AG mit dem Aufbau einer Traktorenproduktion begonnen. Die Fertigung begann 1949 mit einem Radtraktor, ab 1952 folgten Kettentraktoren.

Das Unternehmen gehörte als Volkseigener Betrieb zunächst zum zentral geleiteten Industrieverband Fahrzeugbau der DDR. 1956 wurde es zusammen mit den anderen Traktorenwerken der Industrieverwaltung Landmaschinenbau zugeordnet. Anfang der 1960er Jahre wurde eine Profilierung dieser Traktorenwerke auf Endfertigung (Traktorenwerk Schönebeck), Motorenfertigung (Schlepperwerk Nordhausen) und Getriebefertigung (Brandenburger Traktorenwerke) eingeleitet.

Durch den starken Bedarfsrückgang bei Kettentraktoren ab Ende der 1950er Jahre begann diese Profilierung für die Brandenburger Traktorenwerke schon etwas früher. Bereits ab 1960 wurde die Getriebefertigung für die Famulus-Traktoren vom Schlepperwerk Nordhausen übernommen. Das Unternehmen firmierte nun als VEB Getriebewerk Brandenburg, das zusammen mit den anderen Traktorenherstellern ab 1964 wieder dem Industrieverband Fahrzeugbau zugeordnet war.

Typen[Bearbeiten]

Es wurden Schlepper mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:

  • RS03 „Aktivist“: Grundlage der ersten Traktors war ein 2-Zylinder-Diesel-V-Motor mit 30 PS, der von der Firma Orenstein & Koppel Ende der 1930er Jahre entwickelt worden war. Der damit ausgestattete Traktor wurde von 1949 bis 1952 produziert.
  • KS 62 „Rübezahl“: 1952 begann die Produktion des Kettentraktors mit 60 PS, einem Erzeugnis der FAMO-Werke, das bereits in den 1930er Jahren produziert wurde.
  • KS 07 (anlegen): Weiterentwicklung des KS 62 ab 1954 mit nun 63 PS. Weiterentwicklungsmaßnahmen wurden 1954 wirksam.
  • KS 30 „Urtrak“: Weiterentwicklung des KS 07 ab 1956 mit ebenfalls 63 PS.
  • KT 731
  • KT 732

Literatur[Bearbeiten]

  • Kirchberg, P.: Plaste, Blech und Planwirtschaft – Die Geschichte des Automobilbaus in der DDR. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2000, ISBN 3-87584-027-5.
  • Krombholz, K.: Landmaschinenbau der DDR – Licht und Schatten. DLG-Verlag, Frankfurt/Main 2008, ISBN 978-3-7690-0717-6.
  • Pavel, B. u. a..: Von „Brennabor“ bis ZF Brandenburg – Eine Industriegeschichte. Brandenburg/Havel 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Category:Schlepperwerk Brandenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht