Vater Rhein/ Oberrhein/ Biebrich

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Biebrich (Oberrhein)[Bearbeiten]

DE:Biebrich rechtsrheinisch, DE:linksrheinisch Rhein-KM: 503,0 (Schloß) Autor: Ludki 10:49, 18. Mär. 2019 (CET)

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Werke[Bearbeiten]

Ort[Bearbeiten]

Kein Schlosskastellan begrüßt den Besucher heute am Pfortenhaus von Schloss Biebrich, auch kein Herzog von Nassau empfängt ihn hier am Eingang zum, im englischen Stil gehaltenen, Landschaftspark. Nein, es sind feengleiche Akrobaten der Lüfte, über eintausend Halsband- und Alexandersittiche, die den verwunderten Gast hier willkommen heißen. Und er fragt sich unweigerlich, wie überleben diese Tiere bloß den kalten deutschen Winter?!

Vorbei geht es an der beeindruckenden Kulisse der Mosburgruine, immer weiter Vater Rhein entgegen. Doch noch bevor wir seine Ufer erblicken, erhebt sich ein kolossaler Bau in Backsteinrot und Weiß vor unserem Auge, Schloss Biebrich.

Heutiger Besitzer des Schlosses ist kein geringerer als das Bundesland Hessen und seine jetzige Bedeutung ist Repräsentationsbau und Gästehaus.

Der Rheinbiber könnte namensgebend gewesen sein für diesen Ort, dieses Schloss, an dem schon Kaiser (Caesar) und Könige (Ludwig der Deutsche) den Rhein querten.

Heinrich Heine lässt in seinem Wintermärchen Vater Rhein sagen:

Zu Biberich hab ich Steine verschluckt,
Wahrhaftig, sie schmeckten nicht lecker!

... und spielt dabei auf einen Sabotageakt des Großherzogtums Hessen und einiger Mainzer Kaufleute an, den " Mainzer Nebeljungenstreich", bei dem hier im Flussbett des Freihafens Lastkähne versenkt wurden, die mit Bruchsandstein beladen waren, um Mainz das Vorrecht der Rheinpassage zu sichern.

Eine ähnliche Räuberpistole schildert Wilhelm Heinrich Riehl in seiner Novelle "Riehl: Seines Vaters Sohn" aus dem Jahre 1879.

Ludki 10:49, 18. Mär. 2019 (CET)