Wikijunior Die Elemente/ Elemente/ Eisen

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Die Position von Eisen im Periodensystem der Elemente.
Die Werte.

Einführung[Bearbeiten]

Supernova 1987A.jpg

Eisen entsteht in Riesensternen kurz bevor diese in eine Supernova explodieren.


Wir sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Wie schmeckt es? und Wie riecht es?[Bearbeiten]

Hochofenanlage in Dortmund

Eisen glänzt metallisch und hat eine graue Färbung. Es ist fest und sehr schwer. Wenn es oxidiert (rostet) bekommt es eine unverwechselbare rot-braune Farbe. Eisen ist ein Feststoff und man benötigt sehr viel Hitze um es zu schmelzen, ungefähr 1500°C. Diese Temperatur ist heißer als der heißeste Teil einer Kerzenflamme. Um Eisen zu schmelzen brauchen Ingenieure und Wissenschaftler einen Schweißbrenner. Dieser Brenner hat eine sehr heiße Flamme mit der Eisen geschmolzen werden kann. Schweißbrenner werden auch verwendet wenn man zwei oder mehrere Eisenteile zusammenschmelzen (Schweißen) will. Wenn Eisen schmilzt leuchtet es rot.


Wie wurde es entdeckt?[Bearbeiten]

Die Menschen kennen Meteor-Eisen seit der Antike. Vermutlich benutzt der Mensch Eisen seit über 5000 Jahren. Vor 4000 Jahren gelang es erstmals, Eisen aus Erzen herzustellen, ab 1200 v. Chr. wurde Eisen in größeren Mengen hergestellt. (Die Hethiter mit ihren Eisenwaffen die Nachbarländer besiegt und ein riesiges Reich geschaffen.)
Wusstest du, dass...
  • Eisen von den Sumerern Kupfer des Himmels („urudu-an-bar“) genannt wurde?
  • dein Blut ohne Eisen, dass den Sauerstoff transportiert, weiß wie Milch wäre?


Woher stammt der Name Eisen?[Bearbeiten]

Der Name "Eisen" stammt aus dem mittelhochdeutschen Wort "isen" was soviel wie kräftig bedeutet. Das chemische Symbol für Eisen "Fe" steht für "ferrum". Ferrum ist das lateinische Wort für Eisen.


Wo findet man Eisen?[Bearbeiten]

Eisen kommt in der Erdkruste in kleinen Mengen vor, der Erdkern besteht zu großen Teilen aus Eisen und auch Meteoriten aus dem Weltall enthalten Eisen. Das Eisen findet man fast nur gemischt mit anderen Gesteinen in Bergen oder tief in der Erde. Von dort muss das Eisen erst zusammen mit den den anderen Gesteinen abgebaut werden. Das macht man entweder durch Tagbau oder Untertagebau. Für den Tagbau werden sehr große Löcher gegraben um das Eisen abzubauen. Beim Untertagebau werden tiefe Stollen zum Beispiel in einen Berg hineingegraben. Das Gemisch aus Eisen und Gestein wird dann in einem Hochofen geschmolzen und getrennt.

Rennofen aus dem Mittelalter
Mittelalterliches Rennwerk (1556)

Wozu braucht man Eisen?[Bearbeiten]

Für die Herstellung von Autos, Lastwagen, Schiffe, Flugzeuge, Züge, Schienen, Brücken und allen möglichen Maschinen wird Eisen benötigt. Es gibt überhaupt nur wenige Maschinen die kein Eisen benötigen. Da Eisen sehr stabil ist, verwendet man Stahlträger um große Gebäude wie Wolkenkratzer zu bauen.

In Menschen und Tieren kommt Eisen als ein wichtiger Bestandteil eines Eiweises (Hämoglobin) im Blut vor. Es ist verantwortlich für die rote Farbe des Blutes. Hämoglobin ist ein Protein, dass Sauerstoff in die Blutzellen bringt. In Pflanzen hilft Eisen bei der Produktion von Chlorophyll.

Ist Eisen gefährlich?[Bearbeiten]

Eisen ist relativ ungefährlich. Manche Eisenverbindungen sind in größeren Mengen für den Körper schädlich. Da der Körper aber nicht große Mengen über die Verdauung aufnimmt, geschieht eine Eisenvergiftung nur, wenn es zu Verletzungen im Darm kommt. Es besteht eher die Gefahr eines Eisenmangels. (Ungefährlich, kein GHS-Piktogramm.)


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