Wikijunior Medizin/ Hornhaut

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In der Zeichnung des Auges erkennt man ganz rechts die Hornhaut (ocker)
Wenn man mit einer speziellen Lampe das Auge beleuchtet, kann man das Licht sehen, das sich auf der Hornhaut spiegelt und sie so sichtbar macht.

Die Hornhaut ist der vorderste Teile der äusseren Haut des Auges. Man bezeichnet sie auch manchmal als das "Fenster des Auges". Sie ist mit einem Durchmesser von etwa 11 Millimetern fast ganz rund und glasklar, weshalb man sie auch nicht so ohne weiteres mit dem bloßen Auge erkennen kann. In der Mitte ist sie etwas dünner als am Rand. Obwohl sie vollständig durchsichtig ist, besteht sie aus insgesamt fünf verschiedenen Schichten, die alle ihre eigene Aufgabe haben.

Die Hornhaut ist einer der wichtigsten Bestandteile des Auges und sorgt dafür, dass wir alle Dinge um uns herum klar und vor allem scharf sehen können. Sie sammelt das Licht, das erst einmal sehr zerstreut auf das Auge trifft. Nur so können die Bilder, die wir sehen, genau an der hinteren Seite des Auges, auf der sogenannten Netzhaut, scharf abgebildet werden. An dieser Aufgabe sind zwar auch noch andere Bestandteile des Auges beteiligt, aber die Hornhaut erledigt den grössten Teil dieser Arbeit. Ohne sie würden wir alles vollkommen verschwommen sehen und müssten als Ersatz eine wirklich sehr, sehr dicke Brille tragen.

Die Hornhaut sitzt ganz vorne am Auge und ist deshalb allen möglichen Gefahren und schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Zudem ist sie äusserst empfindlich und reagiert bei der kleinsten Irritation mit starken Schmerzen, besonders wenn ein Fremdkörper auf die Hornhaut gelangt. Außerdem kann sie austrocknen oder sich entzünden. Deshalb gibt es verschiedene andere Organe, die extra dafür da sind, die Hornhaut vor solchen Einflüssen zu schützen. Das Augenlid zum Beispiel schließt sich blitzschnell, wenn irgendetwas auch nur in die Nähe des Auges kommt, damit die Hornhaut nicht davon getroffen wird. Die Tränendrüse stellt Tränenflüssigkeit her, die von oben nach unten über die Hornhaut fließt, um sie feucht zu halten und kleinste Staubteilchen wegzuschwemmen.

Nicht selten ist die Hornhaut etwas oval und fast geformt wie eine Elipse. Dadurch kann sie das Licht nicht mehr richtig auf einen Punkt hin bündeln. Man hat dann eine sogenannte Hornhautverkrümmung, die man aber mit einer Brille korrigieren kann. Es gibt aber Krankheiten oder Verletzungen, bei denen die Hornhaut so stark betroffen ist, dass man sie nicht mehr heilen kann. In solchen Fällen kann ein Augenarzt die alte Hornhaut entfernen und durch eine neue Hornhaut ersetzen. Das gelingt oft, aber nicht immer.

In der medizinischen Fachsprache heißt die Hornhaut Cornea.