Wikijunior Südamerika: Südamerikanische Länder: Surinam

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Unterkapitel zu Wikijunior Südamerika - Südamerikanische Länder

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Surinam

Der Staat Surinam (oder auch Suriname) liegt am Atlantischen Ozean. Er grenzt im Osten an Französisch-Guayana im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana. Suriname ist mit einer Fläche von 163.820 km² und einer Einwohnerzahl von etwa einer halben Million Menschen das kleinste unabhängige Land Südamerikas.

Geschichte[Bearbeiten]

Einbaumkanus am Surinam-River

In der Vergangenheit war das Land mit einigen kurzen Ausnahmen im frühen 19. Jahrhundert eine Kolonie der Niederlande, ist aber seit dem Jahr 1975 unabhängig. Aufgrund der langen Verbindung zu den Niederlanden spricht man in Surinam offiziell Niederländisch.

Staatsform[Bearbeiten]

Seit einer Verfassungsänderung 1987 ist Suriname eine parlamentarische Demokratie. Die Parlamentswahlen finden in der Regel alle fünf Jahre statt. Die Nationalversammlung, die in Suriname De Nationale Assemblée, abgekürzt auch DNA genannt wird, wählt mit Zweidrittel-Mehrheit den Präsidenten, der wiederum die Minister bestellt.

Wie ist die Natur in Suriname[Bearbeiten]

Der Suriname River nahe Paramaribo

Suriname kennt eine große Vielfalt an heimischen Tier- und Pflanzenarten. Noch immer besteht circa 80 % der Landfläche aus Regenwald mit u.a. mehr als 1.000 Baumarten. Dieser Urwald ist Teil des größten tropischen Regenwaldes auf der Welt, dem Amazonas-Regenwald, wovon der größte Teil auf brasilianischem Grundgebiet liegt. Das surinamische Buschland ist daher ein beliebter Studienplatz für Biologen aus der ganzen Welt. Einige Bewohner (Fauna) des Regenwaldes sind u.a. der Kaiman, der Jaguar, das Faultier, der Tapir, das Capybara, das Gürteltier, der Brüllaffe und der Papagei etc. Anzumerken ist noch, dass auf den Stränden bei Galibi besondere Populationen von Meeresschildkröten (von den Kariben Aikanti genannt) zur Eiablage verweilen.

Wie in den meisten tropischen Ländern ist die Natur auch in Surinam gefährdet durch Raubbau, wie u.a. Entwaldung durch Rodungen, Bauxitminen und durch die Verschmutzung als Folge von einigen Tausend legalen und illegalen Goldminen.

Aber auch auf dem Gebiet des aktiven Naturschutzes gibt es in Surinam eine lange Tradition. Die staatlichen Behörden sind sehr darum bemüht, ihre Umwelt zu schützen und es gibt 11 Naturschutzgebiete, 1 Naturpark sowie 4 besondere Umweltgebiete im Küstenbereich.

Welche Sportarten sind in Suriname populär[Bearbeiten]

Die am weitesten verbreitete Sportart ist Fußball. Einige Fußballer haben es sogar zu internationaler Bekanntheit gebracht. Bekannte ehemalige niederländische Nationalspieler wie Frank Rijkaard, Edgar Davids, Ruud Gullit und Patrick Kluivert haben ihre Wurzeln in Suriname.

In der aktuellen Mannschaft sind Nigel de Jong, Mario Melchiot, Ryan Babel, Romeo Castelen, Urby Emanuelson, Clarence Seedorf und Andwelé Slory surinamischer Herkunft.

Ein seit 1962 ausgetragenen Fußballwettbewerb für Vereinsmannschaften in Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik wurde bislang zwei Mal von surinamischen Mannschaften gewonnen. Acht Mal kam bislang der Vizemeister aus Suriname.