Gitarre: Pentatonik Zusammenfassungen 1
[Bearbeiten] Wiederholung
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[Bearbeiten] 5 Fingersätze
Es gibt 5 Fingersätze, die man lernen muss.
Die Ziffern in den Pentatoniken entsprechen den Intervallen einer Dur-Tonleiter. (Es ist hier nicht mit dem Fingersatz wie bei den Akkorden zu verwechseln.) Es fällt auf, dass die 4 und die 7, die wir von der Dur-Tonleiter her erwarten, in der Pentatonik fehlen.
[Bearbeiten] 3 große Sekunden und 2 kleine Terzen
- Denke dir bei den oberen Fingersätzen jeweils eine der E-Saiten weg!
- Dann findest du in jeder Pentatonik
- drei große Sekunden (das entspricht dem Abstand von 2 Bünden)

- und zwei kleine Terzen (das entspricht dem Abstand von 3 Bünden)

- Du kannst die kleinen Terzen für die grobe Orientierung nutzen. [1]
- Auf den unteren beiden Saiten befindet sich sowohl der Grundton der Durpentatonik (1) als auch der Grundton der Mollpentatonik (6)
- Lerntipp: Suche diesen Ausschnitt (3-5; 6-1) in jeder Skala heraus, und bestimme über diesen Ausschnitt die Grundtöne.
- drei große Sekunden (das entspricht dem Abstand von 2 Bünden)
- Diese beiden Fingersätze findet man in allen 5 Pentatonikskalen wieder.
- Die großen Terzen bzw. die kleinen Sekunden stehen genau untereinander; es sei denn, es geht nach unten bzw. nach oben nicht weiter.
- Es gibt eine Ausnahme zwischen der G- und H-Seite. Da verschiebt sich das Schema um einen Bund nach rechts.
Achte darauf, wie es von den kleinen Terzen aus nach oben oder nach unten weitergeht, und beachte auch hier die Ausnahme zwischen der G- und der H-Saite.
[Bearbeiten] Zuordnung nach Dur-Barré-Akkorden
Jede der 5 Fingersätze lässt sich genau einem Dur-Akkord zuordnen. Einige von den Dur-Barré-Akkorden lassen sich schwer greifen. Wenn es dir zu schwer ist, dann behalte nur die Griffbilder im Hinterkopf, und nutze diese nur zur Orientierung.
Schaue dir genau die Pentatonik der F-Dur-Form und die der Bb-Dur-Form an. Da du diese beiden Barré-Akkorde am meisten verwendest, solltest du besonders die dazugehörigen Pentatoniken lernen. Die anderen drei kannst du dir für etwas später aufheben.
Im Blues und Rock'n'Roll und die davon abgeleiteten Musikrichtungen verschieben gerne den C7-Akkord und nutzen diesen wie einen Barré, indem die beiden E-Saiten abgedämpft bzw. nicht angeschlagen werden. Daher lohnt sich vielleicht doch noch die Pentatonik der C-Dur-Form. Leider kann man nicht jede C-Dur-Barré-Form durch eine C7-Form austauschen. Nur dort wo der Akkord eine Dominante ist, oder den Charakter eines Dominant-Akkordes hat.
[Bearbeiten] Grundtöne der Dur-Pentatoniken und Dur-Barré-Akkorde
Die Grundtöne der Dur-Pentatoniken liegen genau da, wo auch die Grundtöne der gleichnamigen Dur-Barré-Akkorde liegen. Du musst nur den Grundton auf der Gitarre bestimmen bzw. suchen, und du weist, wohin die Pentatonik hingehört, und wie sie heißt. Sie heißt nämlich genau so, wie der Ton selbst, bzw. wie der Barré-Akkord an dieser Stelle.
[Bearbeiten] Zuordnung nach Moll-Barré-Akkorden
Jede der 5 Fingersätze lässt sich genau einem Moll-Akkord zuordnen.
- Du verwendest genau die gleichen Fingersätze wie bei der Dur-Pentatonik. Daher sind die Intervalle der Pentatonik die einer Dur-Pentatonik.
- Der Grundton einer Moll-Pentatonik entspricht jedoch dem sechsten Ton einer Dur-Pentatonik.
- Also musst du dir bewusst sein, dass (wenn du die Dur-Pentatonik als Vorlage hast) bei der Moll-Pentatonik nicht die 1 sondern die 6 der Grundton ist.
Dieses mag vielleicht am Anfang etwas irritierend sein, aber es entspricht der üblichen Vorgehensweise beim Notenlesen. Man stellt in der Regel zuerst fest, welche Dur-Tonleiter zu bestimmten Vorzeichen passt, und überlegt erst im zweiten Schritt, welche parallele Molltonleiter auch in Frage kommen könnte. - Im Bild, wo die Pentatonik mit dem zugrundeliegenden Akkord verschmolzen ist, werden die Intervalle richtig angegeben. Du siehst, dass die Pentatonik eine Mollterz (3b) eine kleine Septime (7b) hat.
- Lerne am Anfang zuerst mal die Am- und die Em-Form, da du diese Barré-Akkorde am ehesten einsetzt.
- Die Gm7-Form wird noch sehr gerne bei Jazzern eingesetzt, und ist auch nicht schwer zu greifen.
- Es gibt übrigens keinen einfach zu greifenden Akkord, der einer Gm- oder Bm-Form entspräche. Daher erweitert man die Akkorde mit einer kleinen Septime (7), was bei Mollakkorden problemlos machbar ist, und erhält somit Barré-Akkorde die relativ einfach zu greifen sind.
- Die übrigen Formen kannst du dir für etwas später aufheben.
Anstelle der Dm-Barré-Form wird gerade im Jazz gerne auch die Dm/F-Form eingesetzt, da diese leichter zu greifen ist.
[Bearbeiten] Grundtöne der Moll-Pentatoniken und Moll-Barré-Akkorde
Die Grundtöne der Moll-Pentatoniken liegen genau da, wo auch die Grundtöne der gleichnamigen Moll-Barré-Akkorde liegen. Dass einige Moll-Barré-Akkorde nur als m7er erscheinen, hat allein grifftechnische Gründe. Ein reiner Moll-Akkord wäre nicht so einfach zu greifen.
- Achtung
- Als Grundton musst du jetzt die 6 in der Skala nehmen.
Es ist oftmals einfacher die Intervalle zuerst mal von der Dur-Pentatonik abzuleiten. (Es sind die selben Intervalle einer Dur-Tonleiter, außer die beiden Leit- und Strebetöne 4 und 7). Ansonsten gilt das gleiche, dass auch bei den Dur-Pentatoniken schon gesagt wurde.
[Bearbeiten] Blues-Pentatonik
[Bearbeiten] Pentatonik beim Blues in Moll
Die Blues-Pentatonik in Moll (mit der man über eine Molltonleiter oder einem Moll-Akkord improvisieren möchte) unterscheidet sich erstmal nicht von einer Mollpentatonik, außer dass sie noch um einige Blue-Notes angereichert wird. Doch Blue-Notes werden an anderer Stelle behandelt. Also für einen Mollblues verwendest du einfach die Moll-Pentatonik, wie sie schon oben beschrieben wurde.
[Bearbeiten] Pentatonik beim Blues in Dur
Hier geschieht etwas seltsames, dass bei vielen, die sich mit Pentatoniken beschäftigen, erst einmal für eine große Verwirrung sorgt.
Du spielst zwar einen Dur-Akkord, aber du verwendest die gleichnamige Mollpentatonik. Du musst dich jetzt bei den Grundtönen der Bluspentatonik an der (6) orientieren!
Die Zuordnung der C-Akkordform zur Bm7-Pentatonik mag dich vielleicht ein wenig irritieren. Aber schaue dir mal die Grundtöne des C-Dur-Akkordes (1) und die Grundtöne der Bm7-Pentatonik an! C und H bzw. H7 bzw. Hm7 werden von ihren Grundtönen her gleich behandelt.
Als Barré-Akkordform verwendet man bei der Dur-Dominante (7er Akkord) oder beim Blues gerne auch folgende Variante:
und vergleiche die mal mit einem H7 Akkord.
Da die Blues-Skala oftmals auch in anderen Musikrichtungen vorkommt, gibt es oft Verwirrungen bei der Namensgebung. Daher präge dir beim Blues gut ein: Dur-Akkord aber Moll-Pentatonik
[Bearbeiten] Ein Fingersatz aber 3 Namen
Wie du siehst passt ein und der selbe Fingersatz zu drei verschiedenen Arten von Akkorden.
- Dieser Fingersatz kann als Dur-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom G-Typ passen.
- Dieser Fingersatz kann als Moll-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom Em-Typ passen.
- Dieser Fingersatz kann als Blues-Pentatonik zu einem Barré-Akkord vom F-Dur-Typ passen.
Diese drei Pentatoniken haben zwar den selben Fingersatz, aber sie sind nicht das selbe, denn sie werden über andere Akkorde gespielt. Der gerade vorherrschende Akkord bzw. die gerade vorherrschende Tonart bestimmt den Namen der Pentatonik; nicht der Fingersatz.
Dass G-Dur die Parallele von E-Moll ist und rein grifftechnisch den gleichen Fingersatz haben, das dient hier nur als eine Lernhilfe. Man sollte aber die Dur- und Moll-Pentatonik nicht so einfach in einen Topf werfen, sondern ganz sauber zwischen Dur-, Moll-, und Blues-Pentatonik unterscheiden.
[Bearbeiten] Beschränke dich Anfangs auf wenige Grundformen
Ich hoffe, dir wird das Prinzip so langsam klar. Dennoch ist es recht viel Stoff. Beschränke dich daher am Anfang auf nur wenige Grundformen. Konzentriere dich am Anfang nur auf die Formen, von denen du die Barré-Akkorde am einfachsten greifen kannst.
Wenn du die beiden Formen gut beherrscht, leitest du dir von diesen die Blues-Petatoniken ab. Diese werden oft noch mit ein paar Blue-Notes angereichert.
Wenn du mit diesen 6 Pentatoniken gut umgehen kannst, ist immer noch genug Zeit, dir die anderen zur Brust zu nehmen.
[Bearbeiten] Quer über das Griffbrett
Ein Akkord kann auf verschiedene Arten gegriffen werden.
Hier sind mal alle Dur-Varianten begonnen mit G-Dur
G-Dur-Typ D-Dur-Typ Bb/A-Dur
A |-x-|---|---|<1>|-:-|-x-|---|-3-|---|-:-|-5-|---|---|---|---|---|
K |-3-|---|---|---|-:-|-x-|---|---|<1>|-:-|-x-|---|-3-|---|---|---|
K |<1>|---|---|---|-:-|-x-|---|-5-|---|-:-|-x-|---|<1>|---|---|---|
O |-5-|---|---|---|-:-|<1>|---|---|---|-:-|-x-|---|-5-|---|---|---|
R |-x-|---|-3-|---|-:-|-5-|---|---|---|-:-|-1-|---|---|---|---|---|
D |-x-|---|---|<1>|-:-|-x-|---|---|---|-:-|-5-|---|---|---|---|---|
F/E-Dur-Typ C-Dur_Typ G-Dur
A |---|---|---|<1>|---|---|-:-|-3-|---|---|---|-:-|-x-|---|---|<1>|
K |---|---|---|-5-|---|---|-:-|-x-|<1>|---|---|-:-|-3-|---|---|---|
K |---|---|---|-x-|-3-|---|-:-|-5-|---|---|---|-:-|<1>|---|---|---|
O |---|---|---|-x-|---|<1>|-:-|-x-|---|-3-|---|-:-|-5-|---|---|---|
R |---|---|---|-x-|---|-5-|-:-|-x-|---|---|-1-|-:-|-x-|---|-3-|---|
D |---|---|---|<1>|---|---|-:-|-3-|---|---|---|-:-|-x-|---|---|<1>|
Jeder Akkord endet auf der rechten Seite mit Tönen, die der nächste Akkord auf seiner Linken Seite braucht. Deshalb wurden die Akkorde auch auf zwei Griffbrettern verteilt. Man muss also im Zick-Zack schauen. Zuerst G, dann F/E, dann D, dann C, dann Bb/A, dann wieder G und so weiter.
Wenn man sich die Typen genauer anschaut: G F=E D C B=A G... Dann stellt man vielleicht fest, dass sie nach einer Tonleiter angeordnet sind (rückwärts). Die einzelnen Typen einer Dur-Pentatonik laufen also die Tonleiter rückwärts, je weiter sie nach rechts auf dem Griffbrett gehen.
- Dasselbe für die parallelen Moll-Akkorde
Em-Typ Cm7/Hm7-Typ Gm7/F#m7-typ
A |(6)|---|---|---|-:-|-x-|---|-3-|---|-:-|---|---|(6)|---|---|---|
K |-3-|---|---|---|-:-|(6)|---|---|---|-:-|---|---|-3-|---|---|---|
K |<1>|---|---|---|-:-|-x-|---|-5-|---|-:-|---|---|<1>|---|---|---|
O |-5-|---|(6)|---|-:-|-1-|---|---|---|-:-|---|---|-5-|---|---|---|
R |-x-|---|-3-|---|-:-|-5-|---|(6)|---|-:-|---|---|---|---|---|---|
D |(6)|---|---|---|-:-|-x-|---|---|---|-:-|---|---|(6)|---|---|---|
Dm-Typ Am-Typ Em-Typ
A |---|---|---|-1-|---|---|-:-|-3-|---|---|---|-:-|(6)|---|---|---|
K |---|---|---|---|---|(6)|-:-|-x-|-1-|---|---|-:-|-3-|---|---|---|
K |---|---|---|---|-3-|---|-:-|-x-|---|(6)|---|-:-|<1>|---|---|---|
O |---|---|(6)|---|---|-1-|-:-|-x-|---|-3-|---|-:-|-x-|---|(6)|---|
R |---|---|---|---|---|---|-:-|(6)|---|---|---|-:-|-x-|---|-3-|---|
D |---|---|---|---|---|---|-:-|-3-|---|---|---|-:-|(6)|---|---|---|
Auch hier läuft die Tonleiter rückwärts: Em Dm Cm7=Hm7 Am Gm7=F#m7 Em.
Schaut jetzt nochmal, ob ihr die Akkordtypen entdeckst. (Durtöne = 1 + 3 + 5; Molltöne = 6 + 1 + 3)
G-Dur F/E-Dur D-Dur C-Dur Bb/A-Dur G-Dur
A |(6)|---|---|<1>|---|-2-|---|-3-|---|---|-5-|---|(6)|---|---|<1>|
K |-3-|---|---|-5-|---|(6)|---|---|<1>|---|-2-|---|-3-|---|---|-5-|
K |<1>|---|-2-|---|-3-|---|---|-5-|---|-6-|---|---|<1>|---|-2-|---|
O |-5-|---|(6)|---|---|<1>|---|-2-|---|-3-|---|---|-5-|---|-6-|---|
R |-2-|---|-3-|---|---|-5-|---|(6)|---|---|-1-|---|-2-|---|-3-|---|
D |(6)|---|---|<1>|---|-2-|---|-3-|---|---|-5-|---|(6)|---|---|<1>|
Em Dm/Cm Hm7 Am Gm/F#m Em
Beachte nochmal die Akkord-Töne in Dur
G-Dur F/E-Dur D-Dur C-Dur Bb/A-Dur G-Dur
A |---|---|---|<1>|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|<1>|
K |---|---|---|---|---|---|---|---|<1>|---|---|---|---|---|---|---|
K |<1>|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|<1>|---|---|---|
O |---|---|---|---|---|<1>|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
R |---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|<1>|---|---|---|---|---|
D |---|---|---|<1>|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|<1>|
und die in Moll
Em Dm Cm/Hm7 Am Gm/F#m Em
A |(6)|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|(6)|---|---|---|
K |---|---|---|---|---|(6)|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
K |---|---|---|---|---|---|---|---|---|(6)|---|---|---|---|---|---|
O |---|---|(6)|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|(6)|---|
R |---|---|---|---|---|---|---|(6)|---|---|---|---|---|---|---|---|
D |(6)|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|(6)|---|---|---|
- Übung
Versuche dich mal von Akkordton zu Akkordton zu hangeln! Die Reihenfolge bleibt gleich, egal ob man eine Dur-Pentatonik oder Mollpentatonik verwendet. Wichtig ist eigentlich nur, dass man von den Standard-Akkorden weißt, wo die Grundtöne sind.
[Bearbeiten] Dur-Pentatonik oder Bluespentatonik?
Wie entscheide ich bei einem Dur-Akkord, ob ich bei dem die Dur-Pentatonik verwenden soll, oder die Blues-Pentatonik (also die Moll-Pentatonik)? Tja, wenn es nicht eindeutig ein Blues ist, da hilft eigentlich nur Versuch und Irrtum. Versuche bei rockigeren Sachen ruhig zuerst mal die Mollpentatonik bei dem Dur-Akkord aus. Wenn sie passt, verwende sie weiter. Wenn es sich zu schräg anhört, dann kehre zur sicheren Dur-Pentatonik zurück.
[Bearbeiten] Was mache ich damit?
Ich will irgendwo improvisieren. Sagen wir mal mit Dm. Ich weiß, Dm als Barré ist z.B. Am-Typ im 5. Bund (x57765). Also improvisiere ich mit der Pentatonik des Am-(C-Dur)-Types im 5. Bund.
Aber es funktioniert auch mit einem Em-Barré-Typ im 10.Bund (10.12.12.10.10.10), da dies ebenfalls ein Dm-Akkord ist. Also improvisiere ich mit der Pentatonik des Em-(G-Dur)-Types im 10. Bund.
Als ein Dm-Typ im 12.(13)Bund müsste das ja auch gehen, da ja Dm auch als einfacher Akkord mit leeren Saiten im 0.Bund (Zeigefinger 1.Bund) funktioniert. Lass mich raten: Dm als Akkordtyp will jetzt einfach nicht so richtig einfallen. Ach ja, Dm ist doch die Mollparallele von F-Dur. Du hast also den selben Fingersatz wie bei der F-Dur-Form. Wenn F-Dur als BarrÉ-Akkord im 1.Bund funktioniert, dann klappt das auch im 13 Bund. (Beachte, dass die Pentatonik einen Bund vorher anfängt als der Barre-Akkord).
Ich wähle mir einfach den Barré-Akkord aus, den ich an Ort und Stelle am einfachsten greifen kann. Wenn ich die Dur-Parallele nicht nicht greifen kann, dann orientiere ich mich an der parallelen Molltonart oder umgekehrt.
- C-Dur = Am
- D-Dur = Hm7
- (E-Dur = C#m7)
- F-Dur = Dm
- G-Dur = Em
- (A-Dur = F#m)
- Bb-Dur = Gm
[Bearbeiten] Zusammenfassung
- Es gibt 5 Fingersätze für Pentatoniken.
- Jeden Fingersatz der Pentatonik kann man wie einen Akkord verschieben (= transponieren)
- Eine bestimmte Pentatonik kann 2 Namen haben. Einen in Dur, einen in Moll.
- Man richtet den Namen der Pentatonik (Dur oder Mollparallele) nach dem Akkord oder der Tonleiter, von dem die Pentatonik abgeleitet wird.
- Es gibt 5 Dur-Akkordtypen, von denen die Dur-Pentatoniken abgeleitet werden können
- Es gibt 5 Moll-Akkordtypen, von denen die Moll-Pentatoniken abgeleitet werden können.
- Manche Akkordtypen haben je nach Zusammenhang zwei Namen (vgl. A-Dur-Typ = Bb-Dur-Typ)
- Streicht man von einer Dur-Tonleiter den 4. und 7. Ton, dann erhält man eine Dur-Pentatonik
- Von einer natürlichen Moll-Tonleiter müsste der 2. und 6. Ton gestrichen werden.
Es ist aber einfacher, eine Molltonleiter von ihrer Dur-Parallele abzuleiten.
- Hilfreich zur Orientierung sind die Grundtöne der Tonleitern, Akkorde und Pentatoniken.
- Die Grundtöne der Dur-Akkord-Typen, Dur-Tonleiter-Typen und Dur-Pentatonik-Typen sind gleich!!!!
- Das gleiche gilt für die Moll-Typen.
- Alle Pentatoniken gleichen sich im Aufbau, wenn man berücksichtigt, dass es zwei E-Saiten gibt und es zu einer Verschiebung der Skalen zwischen der G- und der H-Saite kommt.
So, genug für heute. Das ist so ziemlich alles, was es zum formalen Aufbau einer Pentatonik zu sagen gibt.
Die nächste Einheit wird sich ein wenig mit dem Verschieben der Pentatonik befassen (transponieren) und damit wären alle rein technischen Fragen des Aufbaus geklärt.
Es bleibt noch etwas zum harmonischen Aufbau zu sagen: Es gibt in einer Tonleiter 3 Pentatoniken und der Blues hat die Besonderheit, dass er es mit Dur und Moll nicht so genau nimmt und beides mischt. Und natürlich fehlt noch ein wenig Praktisches.
Nochmal: Dies ist nicht gedacht, um an einem Tag verstanden zu werden.
So, viel Spaß beim Experimentieren und ausprobieren.
- Fußnoten
- ↑ In einer Dur-Tonleiter wären hier bei der kleinen Terz drei Töne. "Terz" leitet sich aus dem lateinischen Wort für "der Dritte" ab. Wie schon gesagt, die 4 oder die 7 aus der Dur-Tonleiter wurden bei der Pentatonik ausgelassen.
