Blender Dokumentation: Lichtgestaltung

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Diese Seite bezieht sich auf Blender v2.49a

Lichtqualität[Bearbeiten]

Lebendiges Licht[Bearbeiten]

Abbildung 1: lebendiges Licht in einer Fotografie

Ein großes Problem bei gerenderten Bildern ist, dass sie bisweilen einen künstlichen Eindruck vermitteln. Neben Materialeinstellungen sind dafür auch die Lichteinstellungen verantwortlich. Charakteristisch für lebendiges Licht sind Verläufe von hell nach dunkel, Farbvariationen, verschiedene Reflexionen, helle Lichtflecken, Überstrahlungen (Glow ) und die Übertragung von Farben zwischen Objekten durch das zwischen ihnen reflektierte Licht (color bleeding). Darüber hinaus ergeben sich durch das verwendete Aufnahmegerät -die Kamera- Linsenfehler und Verzerrungen, die hier im weitesten Sinne zum Themenbereich "lebendiges Licht" hinzugezählt werden sollen.

Diffuses Licht[Bearbeiten]

Abbildung 2: diffuses Licht

Als diffuses Licht bezeichnet man ein „weiches“ Licht, das die Szene gleichmäßig ausleuchtet. Es entsteht als indirektes oder zerstreutes Licht. Im Extremfall kommt es aus allen Richtungen gleichmäßig. Es entstehen dabei kaum oder keine Glanzlichter und Schatten. Dadurch verliert das Objekt an Plastizität, aber seine Form und bisweilen die Farbe wird hervorgehoben.

Hartes Licht[Bearbeiten]

Abbildung 3: hartes Licht

Hartes Licht besteht aus einer starken Lichtquelle mit hoher Lichtintensität und erzeugt klar definierte, scharfe Schatten. Dadurch wird die Form und Struktur besonders hervorgeben und herausgearbeitet. Es handelt sich entweder um eine kleine Punktquelle oder eine, die parallele Lichtstrahlen aussendet.

Die Position der Lampen und ihre Wirkung[Bearbeiten]

Streiflicht[Bearbeiten]

Abbildung 4: Streiflicht

Im Streiflicht werden Konturen durch starke Schattierung überdeutlich dargestellt. Achten Sie darauf, dass der Schatten nicht vertikal genau in der Mitte verläuft und das Motiv "in zwei Hälften teilt". Besser ist eine leicht erhöhte Position der Lampe.

Unterlicht[Bearbeiten]

Abbildung 5: Unterlicht

Das Unterlicht erzeugt den ungewohnten Effekt, dass die Schatten entgegen der gewöhnlichen Beobachtung von unten nach oben verlaufen. Diese ungewohnte Erfahrung wirkt verunsichernd und deswegen vermittelt diese Einstellung etwas dämonisches.

Abbildung 6: Vorderlicht

Vorderlicht[Bearbeiten]

Das Vorderlicht, ein i.d.R. in unmittelbarer Nähe der Kamera positioniertes Frontallicht, leuchtet das Objekt stark aus und lässt es flach und ausdruckslos aussehen, da Schatten nicht auftreten.

Gegenlicht[Bearbeiten]

Abbildung 7: Gegenlicht in Blender gerendert
Abbildung 8: Pflanze im Gegenlicht


Das Gegenlicht verändert das Motiv vollständig, weil das Bild von sehr starken Kontrasten gekennzeichnet ist. Der unbeleuchtete Vorderteil des Objekts ist schwarz und umgeben von einer Korona hellen Lichts. Ferner tritt häufig die sogenannte Schleierbildung auf, eine Überstrahlung, die an den hellen Rändern entsteht (siehe Abb.8). Transparente oder teilweise transparente Objekte leuchten im Gegenlicht auf und werden durchstrahlt. Dabei können innen liegende Strukturen sichtbar werden, da das Licht wie eine Röntgenlampe arbeitet.

Links und Quellenangabe[Bearbeiten]

Buch: AV-Mediengestaltung, Werner Kamp

http://www.movie-college.de/filmschule/licht/plastizitaet.htm

http://www.movie-college.de/filmschule/filmgestaltung/lebendiges_licht.htm

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