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Computerhardware: HDD: zuverlässiges Löschen

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Bevor Sie Ihre alte Festplatte verkaufen oder verschenken, sollten sie alle auf der Festplatte befindlichen Daten zuverlässig löschen. Auf vielen Festplatten befinden sich sensible Daten, wie PIN- oder TAN-Nummern, Zugangsdaten, Passwörtern, steuerlichen Daten, Lebensläufen etc.

Wollen Sie Ihre alte Festplatte wirklich weggeben?

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Der Erlös ist vermutlich so gering, dass sich der Aufwand kaum lohnt. Vielleicht sollten Sie Ihre alte Festplatte einfach aufheben. So haben Sie ein komplettes Backup im Schrank.

Gelöscht ist nicht gelöscht

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Gleichgültig ob Sie Ihre Dateien nur in den Papierkorb verschoben und ihn dann geleert haben oder ob Sie die Festplatte formatiert haben, sind die Daten nicht wirklich gelöscht! Beide „Löschmethoden“ löschen nur den Eintrag im Inhaltsverzeichnis, lassen aber die Datei unverändert. Mit teilweise recht einfach zu bedienenden Programmen können gelöschte Daten wiederhergestellt werden. Für zuverlässiges Löschen müssen die Sektoren der Festplatte „verwirbelt“ oder mit Nullen überschrieben werden.

Teilweises Löschen mit Bordmitteln

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Manchmal möchte man ja einen alten PC im Familien- oder Freundeskreis weitergeben. Das Betriebssystem und die installierten Programme sollen erhalten bleiben, nur Ihre Daten sollen sicher entfernt werden. Dafür gibt es eine verblüffend einfache Methode: Sie brauchen nicht zu schrauben und auch kein Programm aus dem Internet herunterladen.

Einfache Lösung

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Nachdem Sie Ihre persönlichen Daten gelöscht haben, defragmentieren Sie die Festplatte! Die verbliebenen Dateien werden derart „durcheinandergewirbelt“, dass die meisten Ihrer gelöschten Daten überschrieben werden und die nicht überschriebenen gelöschten Daten sehr viel schwerer aufzufinden sind.

Bessere Lösung

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Wenn Sie ganz auf Nummer Sicher gehen wollen, legen Sie nun einen Ordner „Müll“ an und kopieren Sie Ihre Sammlung Programm-CDs, DVDs aus Zeitschriften usw. hinein, bis die Festplatte „voll genug“ ist. Angenommen, auf Ihrer 400 GB Festplatte waren niemals mehr als 50 GB belegt. Weil das Betriebssystem immer am Anfang der Festplatte beginnend nach freiem Speicherplatz sucht, sind die hinteren 350 GB der Festplatte folglich noch nie benutzt worden. Wenn Sie so viele DVDs ins Müll-Verzeichnis kopieren, bis die Festplatte erneut zu 50 GB voll ist, sind alle Ihre gelöschten Daten einmal überschrieben worden. Anschließend löschen Sie das Verzeichnis „Müll“.

Wie sicher ist diese Methode? Wenn Sie den größten je erreichten „Füllstand“ der Festplatte richtig geschätzt haben, können nur noch Geheimdienste und Datenrettungsunternehmen mit Reinstraum und Spezialtechnik die Daten wiederherstellen, wobei die Kosten nicht unter 3000 Euro, wahrscheinlich aber über 50 000 Euro liegen würden.

Festplatte komplett löschen

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Das Betriebssystem verhindert einen „Selbstmord“ für Laufwerk C:. Es ist nicht möglich, Laufwerk C: zu formatieren, solange das darauf befindliche Betriebssystem benutzt wird. Dieses Problem kann man auf drei Arten umgehen:

  1. Man erstellt eine Startdiskette mit den benötigten Programmen. Das ist allerdings nicht jedermanns Sache.
  2. Man benutzt eine Linux-Distribution, die von CD bzw. DVD gestartet werden kann, ohne auf die Festplatte zuzugreifen.
  3. Man baut die Festplatte aus und steckt sie als zweite Festplatte in einen anderen PC. Das Schrauben ist ebenfalls nicht jedermanns Sache, und es hat auch nicht jeder einen zweiten PC herumstehen. Sie wollen es doch so machen? Wenn in Ihrem PC die Festplatten mit Flachbandkabel angeschlossen sind, verwenden Sie das Flachbandkabel des zweiten IDE-Controllers, das üblicherweise zu den optischen Laufwerken führt. So geht es am einfachsten und ohne mit Jumpern experimentieren zu müssen. Ziehen Sie alle optischen Laufwerke ab und stecken stattdessen Sie nur die alte Festplatte an. Vergessen Sie nicht, die Stromversorgung anzuschließen. Warnung: Achten Sie auf die Boot-Reihenfolge! Starten Sie nicht versehentlich das Betriebssystem von der alten Festplatte, dadurch könnte das Betriebssystem auf der neuen Festplatte beschädigt werden!

Löschen mit einem Hilfsprogramm

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Es gibt mehrere Hilfsprogramme, mit denen eine Festplatte zuverlässig gelöscht werden kann. Die Daten werden mehrfach überschrieben, z. B. erst mit Einsen, dann mit Nullen und zuletzt mehrmals mit zufälligen Mustern. Man kann das englischsprachige Werkzeug Eraser oder den ebenfalls kostenlosen CBLTech Datenshredder verwenden. Diese Software muss auf dem zum Löschen benutzen Zweit-PC installiert werden.

Warum wird die Festplatte mehrmals überschrieben? In den 80er Jahren waren die Abstände zwischen den Bits und den Spuren gewaltig, verglichen mit heute. Der Magnetkopf traf die Spur nicht genau genug, sondern schwankte um die Ideallinie. Unter der letzten Aufzeichnung schauen gewissermaßen die Ränder früherer Aufzeichnungen hervor. Dagegen hilft nur ausreichend häufiges Überschreiben.

In heutigen Terabyte-Festplatten sind die zur Aufzeichnung benutzten „Magnetplättchen“ nur noch wenige Atome breit: Die Bits folgen im Abstand von etwa 0,3 nm aufeinander, der Abstand zwischen den Spuren beträgt 2 nm. Zum Vergleich: Metallatome im Kristallgitter haben einen Abstand von 0,25 nm. Es ist einfach kein Platz vorhanden, um zwischen den Bits Reste älterer Informationen zu speichern[1]

Löschen mit dem Linux-Betriebssystem

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  • Überschreiben der Master-Festplatte am ersten IDE-Kontroller mit Nullen
[root@unix root]# dd if=/dev/zero of=/dev/hda
963260+0 Records ein
963260+0 Records aus
  • Überschreiben der 2ten Partion der Slave-Festplatte am zweiten IDE-Kontroller mit Zufallszahlen
[root@unix root]# dd if=/dev/random of=/dev/hdd2
32966+0 Records ein
32966+0 Records aus
  • Überschreiben der Festplatte am ersten SCSI/SATA-Kontroller (Master) mit Nullen
[root@unix root]# dd if=/dev/zero of=/dev/sda
963260+0 Records ein
963260+0 Records aus


Quellen

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  1. Mehrfaches Überschreiben beim Löschen von Daten ist überflüssig http://www.heise.de/tr/themen/foren/S-Re-Frage-35-24-bezueglich-des-Dateiloeschens/forum-135861/msg-14763179/read/ http://www.heise.de/tr/themen/foren/S-Re-Frage-35-24-bezueglich-des-Dateiloeschens/forum-135861/msg-14764199/read/