Gitarre: Powerchord-Workshop
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Um den typischen fetten, übersteuerten Sound einer E-Gitarre zu erreichen, braucht man nicht nur einen Verstärker, der das Gitarrensignal verzerren kann, man muss auch seine Spielweise ändern. Das Problem der normalen Akkorde liegt darin, dass sie viel zu viele Töne enthalten, um verzerrt wirklich gut zu klingen. Die Töne sind viel zu dicht beieinander und überlagern sich dann, wenn sie verzerrt werden. [1] Die Töne schrummeln dann nur vor sich hin. Der Ausweg aus diesem Problem ist einfach: Man minimiert die Harmonien eines Akkordes auf nur zwei Töne und verdoppelt dann noch einen der Töne. Damit spielt man drei Töne; im Bild rechts auf den tiefen Saiten mit Zeigefinger, Ring- und kleinem Finger gespielt.
[Bearbeiten] Technik
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Was braucht man, um Powerchords sauber rüberzubringen? Zunächst einmal sollte die E-Gitarre gut abgeschirmt sein um Brummgeräusche und andere Störgeräusche möglichst klein zu halten. Ein Humbucker hat gegenüber dem Single Coil Tonabnehmer den Vorteil, weniger Netzbrummen aus der Umgebung aufzunehmen. Auch klanglich bekommt man mit einem Humbucker den "fetteren" Sound. Bei hohen bis sehr hohen Verzerrunggraden benötigt man ein Noisegate das vor den Verzerrer geschaltet wird oder im Effektgerät schon enthalten ist. In den Pausen zwischen den Chords schaltet das Noisegate die Gitarre stumm und verhindert so Störgeräusche. Um die Powerchords nach dem Anschlag länger halten zu können empfiehlt sich der Einsatz eines Compressors. Dabei ist die Reihenfolge Gitarre->Noisegate->Compressor-Verzerrer einzuhalten.
[Bearbeiten] Rückkopplungen
Bei extrem hoher Verstärkung (Gain) und hoher Lautstärke kann sich das Problem ergeben, dass eine laute pfeifende Rückkopplung zu hören ist. Besonders dann, wenn man direkt vor dem Lautsprecher steht.
Dabei gibt es zwei Arten von Rückkopplung: a) Mitschwingen der Saiten. Kann recht gut durch Abdämpfen der Saiten kontrolliert werden b) Mitschwingen der Kupferdrähte im Tonabnehmer
Während die Rückkopplungen durch Anregung der Saiten über die Luftdruckschwankungen erwünscht sind, sind die unangnehm pfeifenden Rückkopplungen direkt auf den Tonabnehmer gefürchtet. Ursache dafür sind die Kupferdrähte im Tonabnehmer, die im Takt der Luftdruckänderung mitschwingen. Dies ist vorallem bei billigen E-Gitarren der Fall. Hier hilft der Austausch des Tonabnehmers durch ein höherwertiges, mit Wachs ausgegossenes Modell. Notfalls kann man die Tonabnehmer auch selbst in flüssigem Wachs kochen und so das Verhalten verbessern.
Tonabnehmer, die im Bereich Heavy Metal eingesetzt werden sollten im Vacuum mit Wachs getränkt werden oder schon beim Wickeln mit Zugabe von Klebstoff stabilisiert werden.
[Bearbeiten] Lektionen
- Fußnoten
- ↑ Vor allem tendieren die Terzen, die ja für das Tongeschlecht des Akkords verantwortlich sind, bei starker Verzerrung dazu, dass sie aufgrund der zusätzlichen ungeradzahligen harmonischen Oberwellen dissonant klingen.
