Wikijunior Alte Zivilisationen/ Gallier

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[Bearbeiten] Wer waren sie und wo lebten sie?

Gallien zur Zeit Caesars (58 v. Chr.) unterteilt in Gallia Belgica, Gallia Celtica, Aquitania, Gallia Narbonensis (römische Provinz) und Gallia cisalpina

Der Begriff Gallier ist eine Bezeichnung für denjenigen Teil der keltischen Stämme, die auf dem Gebiet Galliens lebten. Gallien entspricht ungefähr dem Gebiet des heutigen Frankreichs zusammen mit Belgien und dem Schweizer Mittelland. Jeder Stamm war recht selbstständig, und politisch waren die Gallier uneinig. Es gab keine gemeinsame Führung. Dadurch konnten die Römer einen Stamm nach dem anderen unterwerfen. Erst als die Gallier ihre Freiheit verloren hatten, begannen sie zu begreifen, was Fremdherrschaft bedeutet, und wie viel ihnen die Freiheit wert war.

Nach dem Gallischen Krieg durch Julius Caesar (58-51 v.Chr.) unterschied man zwischen

  • aquitanischen Galliern (wohl eigentlich keltisierten Iberern), die im Gebiet zwischen den Pyrenäen und der Garonne lebten,
  • belgischen Galliern im Gebiet von der Seine und Marne bis zum Rhein. Dieser Teil der Bevölkerung war stark mit Germanen durchsetzt.

und den eigentlichen

  • keltischen Galliern zwischen Garonne und Seine-Marne.

[Bearbeiten] Wie sahen ihre Gebäude aus?

[Bearbeiten] Was haben sie gegessen?

Gallischer Krieger

[Bearbeiten] Wie kleideten sie sich?

[Bearbeiten] Wie sah ihre Schrift aus?

In Gallien wurden alte keltische Schriftstücke entdeckt, die auf dem Phönizischen Alfabet basierten. Das war aber wohl die Ausnahme. Im allgemeinen wurde das Wissen und die Legenden mündlich weitergegeben. Die Druiden gingen bis zu zwanzig Jahre lang in die „Lehre“, bis sie alles Wichtige gelernt hatten. Sie gaben es dann an ihre Schüler weiter.

Die Göttin Epona

[Bearbeiten] Woran glaubten sie?

Ihre Herkunft leiteten die Gallier von einem unbekannten - dem römischen Dis Pater gleichgesetzten - Gott der Fülle und des Totenreichs, ab. Weitere Gottheiten waren:

  • Taranis und Cernunnos (Himmelsgott)
  • Belenus (Lichtgott)
  • Grannus (Gott des Feuers und der heißen Quellen)
  • Belisama (Beschützerin der Künste)
  • Brigantia (Göttin des Sieges)
  • Epona (Göttin der Pferde)
  • Teutates (Gott des Stammes)
  • Esus (Gott der Wege und des Handels)
  • Medru (Gott der Anderswelt Mag Mor, der großen Ebene)

Die Druiden waren Priester, Propheten und Lehrer. Sie beherrschten das geistige Leben der Gallier. Der Totenkult nahm eine herausragende Stellung ein. Die Gallier glaubten an ein Paradies, ein Leben nach dem Tod in einer anderen jenseitigen Welt. Druiden betätigten sich auch als Richter, Caesar lobte ihren Gerechtigkeitssinn.

Denkmal zur Erinnerung an den Sieg der Gallier über die Römer im Jahre 52 v.Chr.

[Bearbeiten] Sind einige von ihnen heute noch berühmt?

Vercingetorix, der Anführer der Gallier im Freiheitskampf gegen die Römer, wird in Frankreich als Nationalheld verehrt. Er war einer der wenigen bedeutenden Befehlshaber, denen es gelang, die Römer in ernste Bedrängnis zu bringen.

[Bearbeiten] Was ist von ihnen heute noch übrig?

[Bearbeiten] Literatur

  • Eydoux: Hommes et Dieux de la Gaule (1961)
  • Caius Iulius Caesar: Commentarii de bello Gallico

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