Gitarre: Zubehör für eine Akustik-Gitarre

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Zubehör für eine Akustik-Gitarre[Bearbeiten]

Einige Überschriften enthalten Links zu weiterführenden Themen

Im nachfolgenden sind einige typische Zubehöre für die Akustikgitarre (Western oder Klassik ohne Verstärker) aufgeführt. Dabei wurde das Zubehör nach Wichtigkeit sortiert.

notwendiges Zubehör[Bearbeiten]

Wer sich das erste mal eine Gitarre anschaffen möchte, sollte unbedingt folgendes Zubehör mit kaufen. Beachte, dass man häufig Preisnachlässe bekommt, wenn man die Produkte zusätzlich zur Gitarre mit einkauft, und nicht später einzeln.

Gitarrentasche[Bearbeiten]

Einfache Gitarrentaschen sind eine günstige Art der Aufbewahrung. Sie schützen vor Staub und leichten Stößen, sind aber nur bedingt ein guter Schutz vor Temperaturschwankungen. Deutlich beliebter und immer noch erschwinglich sind Gigbags. Diese sind gut gepolsterte Gitarrentaschen mit Tragegurten. Optimalerweise hat ein Gigbag weitere Taschen für Liederbücher und Zubehör. Die Tragegurte ermöglichen sogar mit dem Fahrrad einen bequemen Transport. Ein zusätzlicher Plastik-Fuß am unteren Ende der Tasche gestattet auch mal ein kurzfristiges Absetzen auf feuchtem Boden (sollte es auf dem Weg zum Unterricht einmal regnen).

Gigbags in guter Qualität gibt es bereits ab etwa 25 EUR, als Zugabe zu einem Gitarrenkauf mitunter auch günstiger. Bei Westerngitarren (insb. Modelle wie die Ovation) muss man aufpassen, dass das Gigbag auch groß genug ist.

Gitarrengurt[Bearbeiten]

Wer im Stehen spielen möchte, um beispielsweise Gruppen zu begleiten, der braucht einen Gitarrengurt, und auch die Knöpfe um den Gurt anzubringen. Die Knöpfe lässt man am besten gleich im Gitarrengeschäft anbringen.

Vor allem Neueinsteiger ziehen es meist vor, ihren Gurt einfach 'ungesichert' an den Buttons zu befestigen und so zu riskieren, dass sich die Gitarre mal vom Gurt löst. Wer das verhindern will, kann dafür extra erhältliche Befestigungsschrauben verwenden. Eine sehr einfache Alternative ist die Gummidichtung eines Bieres mit Plopp-Verschluss (z.B. Flensburger). Diese kann man einfach nach dem Gurt über den Gurtpin schieben, fertig ist die Halterung.

Die Dicke eines Gurtes schwankt zwischen 4 cm und 8 cm, während die Länge meist verstellbar ist und im Durchschnittswert bei ca. 1,20 m liegt.

Ersatzsaiten[Bearbeiten]

Man sollte mindestens einen Satz Ersatzsaiten besitzen, die passend zur Gitarre sind. Für Klassikgitarren sind dies Nylon-Saiten, für Westerngitarren sind es Stahlsaiten. E-Gitarren haben noch einmal andere Saiten. Man sollte die verschiedenen Saiten nicht miteinander vertauschen.

Generell ist man mit einer mittleren Stärke und einer mittleren Preisklasse ganz gut beraten. Später kann man dann noch mal andere Saiten ausprobieren.

Westerngitarrenspieler können anfangs der Finger zuliebe etwas weichere Saiten verwenden. Zudem sollten Sie noch ein oder zwei Ersatzpins haben, die zum Befestigen der Saiten benötigt werden.

Plektrum[Bearbeiten]

Für den Anfang sollte man sich 2 oder 3 verschiedene Plektren in verschiedener Größe und Härte zulegen. (Im Zweifelsfalle nimmt man sich die mittlere Größe und mittlere Härte.) Später muss man für sich selbst ausprobieren, welche Art von Plektren einem am besten liegen.

Lehrbuch (mit CD / DVD)[Bearbeiten]

Es lohnt sich, bei Gitarrenforen wie etwa http://www.gitarre-spielen-lernen.de in den entsprechenden Unterforen nach den gerade populären Lehrbüchern zu suchen. Nahezu alle CDs der Lehrbücher liefern auch einen Track mit den Stimmtönen.

Stimmgabel[Bearbeiten]

Liefert den Kammerton A als Vergleichston für das unvermeidliche Stimmen der Gitarre. Eine Stimmgabel sollten auch alle die Gitarristen haben, die ein Stimmgerät besitzen, denn eine Stimmgabel funktioniert an jedem Ort; auch noch dann, wenn die Batterie den Geist aufgegeben hat. (Einen CD-Rekorder inklusive der Lehrbuch-CD mit Stimmtönen hat man nicht immer zur Hand.)

nützliches Zubehör[Bearbeiten]

Zur Not geht es auch ohne das nachfolgende Zubehör, doch über kurz oder lang sollte man sich die nachfolgenden Sachen doch anschaffen. Nur muss es nicht unbedingt gleich beim Kauf der Gitarre sein, sondern man kann sich diese Sachen auch für nächste Weihnachten oder für den nächsten Geburtstag aufheben. Wer jedoch das Kleingeld erübrigen kann, der kann versuchen, im Bündel einen Preisnachlass zu bekommen.

Kapodaster[Bearbeiten]

Ein Kapodaster dient dazu, ein Stück höher klingen zu lassen, um ein möglicherweise zu tief gesetztes Lied an die eigene Stimmlage anzupassen, oder um einen geeigneteren (einfacheren) Fingersatz zu erhalten.

Stimmgerät[Bearbeiten]

Es stimmt zweifellos, dass man am Anfang leichter mit einem Stimmgerät klar kommt. Allerdings sollte man nie vergessen, auch das Stimmen nach Gehör zu schulen. Da man die Stimmtöne auf vielen Gitarren-CDs, auf anderen Musikinstrumenten und auch auf einer einfachen Stimmgabel finden kann, ist ein Stimmgerät nicht unbedingt notwendig. Allerdings gibt es schon sehr gute Stimmgeräte für einen sehr erschwinglichen Preis (bis 10 Euro). Zudem gibt es kostenlose Stimmapps für Smartphones, Tablets etc., die teilweise sehr zuverlässig funktionieren (z.B. Soundcorset).

Buchstütze / Notenständer[Bearbeiten]

2016 Stojak na nuty.jpg

Sind bei einfachen Liedern nicht unbedingt nötig, da man die Bücher einfach auf den Tisch legen kann, oder zwischen dem Oberschenkel und der Gitarre einklemmt. Sobald man gut genug spielen kann, um einzelne Stücke auf der Bühne vorzutragen, ist ein Notenständer sinnvoll. Auch für das Üben ist es angenehmer, wenn man die Noten oder Tabulaturvorlage auf eine angenehme Höhe bringen kann. Für den Hausgebrauch kann aber auch eine einfache Buchstütze eine sinnvolle Alternative sein.

Die Standard-Ausführung ist ein Gestell aus Metall, das man auf ein sehr kleines Format zusammenlegen kann, um es leichter transportieren zu können.

Gitarrenständer[Bearbeiten]

Verhindert das Umfallen der Gitarre und bietet somit einen Schutz für die Gitarre.

Schreibzeug[Bearbeiten]

  • Notizzettel / Bleistift / Textmarker / Post-it

Für den Unterricht ist es ganz sinnvoll eine Möglichkeit zu haben, sich Akkorde zu notieren, Korrekturen im Liederbuch vorzunehmen, schwere Stellen zu markieren, bekannte Lieder hervorzuheben, oder Übungslieder zu markieren.

Liederbücher[Bearbeiten]

Nachdem man einmal die Grundausstattung hat, kommen kaum noch weitere Kosten auf einen zu. Ab und zu mal ein paar neue Saiten und Plektren, aber das war es auch schon. Wofür man jedoch Geld einplanen sollte, dass sind neue Liederbücher, und auch Lehrbücher für weitere Spieltechniken. Auch hier sind Gitarrenforen wie http://www.gitarre-spielen-lernen.de oder http://www.gitarrenboard.de oder http://www.fingerpicker.de sehr gute Quellen um sich nach interessanten Büchern umzuhören.

nice to have[Bearbeiten]

Es gibt Zubehör, das man nicht unbedingt braucht, aber wenn man es gelegentlich mal braucht, ist man froh, wenn man es hat. Es sind oftmals Sachen die man sich so nach und nach mit dazu kauft.

Notenheft[Bearbeiten]

Dient zum Notieren von Melodien. Man kann leicht noch eine Linie für die 6 Saiten einer Tabulatur ergänzen. So können schnell mal Ideen und Übungen festgehalten werden.

Saitenkurbel[Bearbeiten]

Hier: Saitenkurbel für einen E-Bass

Erleichtert das Wechseln der Saiten. Bei Konzertgitarren halten die Saiten bei Fingerspielern am längsten. Wer mit Plektrum spielt, bei dem reißen die Saiten schon schneller. E-Gitarren-Saiten reißen erfahrungsgemäß noch schneller als Westerngitarrensaiten. Während die einen mehrere Monate lang mit einem Satz Saiten auskommen, wechseln andere bald jeden Monat (und je nachdem, wie wild sie spielen auch jede Woche). Da erspart so eine Saitenkurbel eine Menge Zeit.

Gitarrenpolitur und Putztuch[Bearbeiten]

Man sollte sich beim Gitarrenhändler erkundigen, ob die Gitarre auch gewöhnliche Möbelpolitur aushält. Bei einfachen Anfängergitarren ist das in der Regel der Fall, und ein Schuss Möbelpolitur auf ein weiches Baumwolltuch reicht in der Regel für die normale Reinigung aus. Allerdings sind gute Pflegemittel für die Gitarre nicht besonders teuer, so dass man sich ruhig den Luxus gönnen sollte.

Metronom[Bearbeiten]

verschiedene Metronome

Für einfache Schlagmuster ist nicht unbedingt ein Metronom von Nöten. Wer jedoch anspruchsvollere Musikstücke spielen möchte, und wer insbesondere mit anderen Musikern zusammenspielen möchte, der sollte sich auf jeden Fall ein Metronom anschaffen. Dieses Gerät ist ein absolutes Muss für jeden Musiker, der Probleme mit dem richtigen "Timing" hat.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Metronomen
  • Elektronisches Metronom - Moderne Variante, wie sie heute aufgrund absoluter Genauigkeit und niedrigem Preis bevorzugt wird.
  • Mechanisches Metronom - Die klassische, mechanische Ausführung ist nicht ganz so genau und je nach Ausführung meist teurer, dafür hat sie ihren eigenen Charme.

Bottleneck[Bearbeiten]

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Stahl-Bottleneck

Der "Flaschenhals" ist ein Hilfsmittel, das nicht unbedingt zu den Anfänger-Utensilien zählt. Um richtig Slide-Gitarre spielen zu können, müssen schon einige spezielle Techniken erlernt werden. Trotzdem ermöglicht es auch Anfängern, etwas Farbe in den Übungsalltag zu bringen. Es gibt nämlich auch sehr einfache Slide-Soli, die auf einer normalen Gitarre von fast jedem Anfänger zu bewältigen sind. Außerdem inspiriert ein Bottleneck zum experimentieren, was gerade Gitarren-Neulingen sehr entgegen kommt.

Es gibt vor allem zwei Ausführungen
  • Metall-Bottleneck - Klingt recht hart, dabei gibt es Ausführungen in Stahl oder Messing.
  • Glas-Bottleneck - Klingt sehr weich, manchmal kommt es wirklich als abgesägter Flaschenhals in den Handel.

Bottle-Necks gibt es in ganz vielen verschiedenen Durchmessern und Längen, dabei sollte man sich vor allem wohlfühlen, wenn man es am Finger trägt. Die zu wählende Länge hängt davon ab, ob man nur einzelne Saiten damit bespielen will oder lieber mehrere.

Weiteres mögliche Zubehör[Bearbeiten]

  • Klemme um Bücher aufzuhalten
  • Nagelfeile (insbesondere für Zupfer)
  • Leselicht für den Außeneinsatz
  • Klettverschluss zum Aufkleben der Plektren unter das Griffbrett
  • Chicken-Shake (Rassel in Ei-Form)

Nicht unbedingt erforderlich[Bearbeiten]

Folgendes Zubehör ist für den normalen Gitarren-Alltag nicht notwendig. Aber es ist gut zu wissen, dass es auch so etwas gibt.

Gitarrenkoffer (statt Tasche)[Bearbeiten]

Ein Gitarrenkoffer ist im Gegensatz zu einem Gigbag recht sperrig, und lässt sich von daher schlechter transportieren. Dennoch bietet er einen optimalen Schutz. Ein Koffer ist in der Regel nur dann nötig, wenn man eine besonders wertvolle Gitarre hat, oder wenn abzusehen ist, dass sie möglicherweise durch den Transport (im Kofferaum) beschädigt werden könnte.

Fußbank[Bearbeiten]

Bei der klassischen Haltung ruht die Zarge der Konzertgitarre auf dem linken Oberschenkel. Dafür gibt es spezielle Fußbänkchen, auf die man den linken Fuß setzt, damit der Oberschenkel leicht erhöht ist.

Gitarrenstütze[Bearbeiten]

Um Haltungsschäden vorzubeugen und entgegenzuwirken, wurden als Ersatz für die Fußbank diverse Alternativen gefunden, welche eine ergonomischere und rückenfreundlichere Haltung ermöglichen. Diese werden entweder an der Gitarre angebracht (mit Saugnäpfen oder Spannvorrichtungen) oder zwischen Gitarre und Oberschenkel gelegt (speziell geformte Kissen). Alternativ kann man auch Ständer benutzen, in welche die Gitarre eingespannt wird und frei im Raum vor dem Spieler steht. Ferner werden inzwischen auch Gurte, ähnlich wie die von Akustik-Gitarren, verwendet.

Gitarrenbefeuchter[Bearbeiten]

Benötigt man nur, wenn man eine Gitarre in besonders trockener Luft lagert.

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