Lehren, Lernen und Bildung metaphorisch verstehen/ Analysen/ Analysen und Reflexionen aus didaktischer Perspektive

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Inhaltsverzeichnis

Analysen und Reflexionen aus didaktischer Perspektive[Bearbeiten]

Um verschiedenen Funktionen didaktischer Theorie erfahrbar werden zu lassen, werden mithilfe didaktischer Modelle die entwickelten Metaphern erneut in den Blick genommen. So kann auf Basis der exemplarischen Analysen und Reflexionen der unterschiedlichen Metaphern sichtbar werden (a) inwiefern die diskutierten erziehungswissenschaftliche Modelle die von Peterßen (2001) vorgeschlagenen Funktionen erfüllen können und (b) inwiefern die eigenen (Normalitäts-)Vorstellungen über Lehren und Lernen in Form von Metaphern den intersubjektiven Maßstäben und Normen erziehungswissenschaftliche Modelle entsprechen.

Analyse bezüglich der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie Senden und Empfangen“ Erläuterung anhand der „Lehr-/Lerntheoretischen Didaktik“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „Lehr-/Lerntheoretische Didaktik“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie Senden und Empfangen“ näher erläutert.

Die Fragestellung lautet, inwiefern die Thematik und Intention des Unterrichts, Einfluss auf das Übertragen und Rezipieren von Lehrinhalten hat?

Laut Jank & Meyer werden die Themen für den Unterrichtsinhalt im Kontext der Intentionalität, also der Absicht bzw. dem Unterrichtsziel festgelegt. Die Verbindung zwischen der Inten-tionalität und der Thematik verdeutlicht die hohe Bedeutung der Unterrichtsplanung im Vorfeld. Denn die geeignete Thematik von vielen auszuwählen, sodass sie auf verständliche Art und Weise dargestellt und entsprechend zu vermittelt wird, birgt eine Herausforderung für die Lehr-/Lerntheoretische Didaktik (Vgl. Jank & Meyer 2005, S. 263 f., Peterßen 2001, S. 48). Die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie Senden und Empfangen“ weist darauf hin, dass Unterricht in regelmäßiger und unterschiedlicher Form stattfindet. Die Radiosen-dungen stellen hier den Unterricht dar, die alltäglich und zu differierenden Inhalten Bezug nehmen. Daraus kann ein wesentlicher Bezug zu dem didaktischen Modell Lehr-/Lerntheoretische Didaktik und dem zugehörigen Entscheidungsfeld der Thematik Bezug genommen werden. Denn Radiosendungen werden dem Empfänger durch das Medium Radio auf unterschiedliche Weise zugeleitet. Hierbei werden die Sendungen dem Zuhörerkreis und dem Zeitpunkt entsprechend zugeschnitten. Sendungen, wie „Wake up“ richten sich sowohl thematisch als auch musikalisch an den Mainstream. Am Abend hingegen richtet sich der Inhalt der Sendung an einen engeren Kreis von Empfängern mit spezielleren Interessen. Wie in dem Entscheidungsfeld Thematik beschrieben, kommt es hier im schulischen Kontext darauf an, wen der Lehrende mit welcher Form von Thematiken in seinem Unterricht erreichen möchte.

Funkstörungen bei der Übertragung können ebenfalls mit der Thematik ausgelegt werden, da dadurch der Inhalt der Sendung unverständlich und verzerrt übertragen wird. Wenn der Lehrer seine Thematik der Unterrichtsplanung falsch wählt oder das Unterrichtsziel zu hoch gesetzt wird, wird ihm der Lernende im Gegenzug mit Lernschwierigkeiten konfrontieren. Um auf die Lernschwächen entsprechend einzugehen, wird die Absicht der Unterrichtsplanung im Kontext der Intentionalität des Lehrenden verändert. Das Ziel ist es hier die Störungen zu beheben und die Thematik im Unterricht insofern zu verändern, dass dadurch der Schüler den Inhalt der Thematik überhaupt und effektiv aufnehmen und verarbeiten kann. Dementsprechend muss der Lehrende die Unterrichtsplanung im Vorfeld analysieren und strukturell anpassen und ggf. verändern.

Analyse zur Metapher: Lehren und Lernen ist wie senden und empfangen mit dem Denkwerkzeug der (kritisch) kommunikativen Didaktik[Bearbeiten]

Fragestellung: Wie funktioniert Lehren und Lernen im Hinblick auf den Unterricht? Gibt es ein Modell, an dem man sich orientieren kann?

Die Metapher „Lehren und Lernen ist wie senden und empfangen“, mit der ich mich persönlich zu Beginn des Seminars „Lehren und Lernen metaphorisch verstehen? Ein kollaboratives Wikibook-Projekt“ beschäftigt und auseinandergesetzt habe, werde ich nun erneut in meiner Analyse verwenden. Während meiner Analyse werde ich mich insbesondere auf die Fragestellung wie lehren und lernen im Hinblick auf den Unterricht funktioniert konzentrieren.

Die „kritisch-kommunikative Didaktik“ hat die Idee, dass menschliches Leben von Kommunikation geprägt ist[1]. Überall auf der Welt kommunizieren Menschen miteinander und tauschen Inhalte und Wissen aus, wobei die Kommunikation zwischen den Akteuren im Fokus steht[1]. Diese Art von Didaktik finde ich sehr passend zu der Metapher, die ich ausgewählt habe, da es in der Metapher ebenso um die Kommunikation zwischen mindestens zwei Akteuren - Sender und Empfänger geht[2]. In jeder Form von Kommunikation geht es um den Austausch von Informationen, bei der es um empfangene- und versendete Botschaften geht. Wenn ich nun auf meine Fragestellung zurückkomme, wie lehren und lernen im Hinblick auf den Unterricht funktioniert und ob man sich an einem bestimmten Modell orientieren kann, muss man in erster Linie die Metapher genauer analysieren.

Beim Lehren und Lernen geht es im Wesentlichen darum, dass Inhalte von einem Sender versendet werden, die wiederum von einem Empfänger aufgenommen werden[2]. Das heißt konkret für den Unterricht, es werden Informationen versendet, die von Schülern empfangen werden. [2] Vergleichbar ist diese Metapher mit dem Zusammenspiel von Radio zu Empfänger[2]. Das Radio stellt dabei den Lehrer und somit den Sender dar, welcher Informationen versendet und die Funktion eines Sendemastes darstellt, der Empfänger stellt hingegen den Zuhörer und den Schüler dar[2]. In beiden Beziehungen, sprich Lehrer-Schüler und Radio-Empfänger handelt es sich um Inhalte, die versendet werden, mit dem Ziel, dass diese von einem Empfänger aufgenommen werden[2].

Der Unterricht funktioniert störungsfreier, umso besser sich der Sender auf den Empfänger vorbereitet und umgekehrt, dabei soll der Sender immer jeweils darauf achten, die Informationen entsprechend zu versenden[2]. Wie allerdings diese Information weitergegeben werden soll, sodass die Vermittlung sowohl störungsfrei als auch „entsprechend“ empfunden wird, wird nicht genau beschrieben und könnte dadurch zu Verständnisproblemen führen. Man könnte die Information beispielsweise mitteilen indem die Lehrperson oder der Schüler nur spricht, aber auch ein Arbeitsblatt mit Information würde dazu beitragen, dass man Informationen versendet. Also kann man an dieser Stelle sagen, dass in der Metapher keine feste Vorgehensweise besteht an der man sich orientieren kann. Wahrscheinlich wäre es aber sinnvoll um eben genau diese Feinheiten abzuklären.

Die Intention der kritisch-kommunikativen Didaktik ist es, die Teilhabe der Unterrichtseinheiten zu fördern, parallel dazu stellt die Metapher den Raum für Rückmeldungen[1][2]. Rückmeldungen können im Unterricht in Form von der mündlichen Beteiligung entgegen genommen werden und der Schüler hat die Möglichkeit sich einzubringen und mitzuwirken[2]. Ebenso hat der Empfänger einer Radiosendung die Möglichkeit sich telefonisch mit dem Radiosender in Verbindung zu setzen. Die Beteiligung an der Unterrichtsgestaltung wird in der kritisch-kommunikativen Didaktik nicht als Störfaktor empfunden, die Fremdbestimmung des Subjekts rückt dabei in den Hintergrund[1]. Im Unterricht funktioniert dies teilweise auch aus Sicht der Metapher, der Lehrer hat zwar einen Lehrplan an den er sich orientieren muss kann aber durchaus auch die Schüler daran teil haben lassen[2]. Im Hinblick auf die Radiosendungen sieht dies schon schwieriger aus da der Empfänger hier zwar anrufen kann, aber sich nicht selbstständig inhaltlich integrieren kann. Der Wechsel zwischen aktiv und passiv findet beim Lehren und Lernen in der Metapher stetig statt, denn der Empfänger wird im Wechselspiel auch Sender und umgekehrt[2]. Der Zuhörer einer Radiosendung, kann nur aktiv werden, indem er telefonische Rückmeldungen gibt, für diesen Moment wird der Radiosender zum Empfänger, da er die Nachricht empfängt und der Empfänger wird durch den Anruf zum Sender, da er nun Informationen oder Mitteilungen weitergibt. Für die Planungspraxis seitens des Lehrens in der Didaktik würde dies wiederum bedeuten, dass der Unterricht so konzipiert werden müsste, dass die Schüler mehr und mehr eine aktive als eine passive Rolle einnehmen können[1]. In der Metapher wird aber der ständige Wechsel in den Vordergrund gestellt, d.h. so stark selbstständig wie der Unterricht in der kritisch-kommunikativen Didaktik funktioniert, kann er in der Metapher nicht umgesetzt werden, da der Schüler/ Empfänger keine deutlich aktivere Rolle wie der Lehrer/ Sender einnehmen kann. Hier ist es wichtig, dass sich die Rollen wechseln, dass sowohl die Lehrer als auch die Schüler aktive und passive Rollen einnehmen. Sobald der Schüler eine aktivere Rolle einnehmen würde, so wie es die kritisch-kommunikative Didaktik vorsieht, würde das Lehrer-Schüler-Verhältnis ungleich verteilt sein und somit nicht funktionieren[2]. Lernen muss für die Schüler selbstverständlich werden denn nur so kann das, was versendet wird auch korrekt empfangen werden und auch aus Sicht der kritisch-kommunikativen Didaktik ist dies ein wichtiger Punkt; in der Kommunikationsgemeinschaft sollte immer die Möglichkeit der Schülerbeteiligung gegeben sein[1].

Analyse und Beurteilung der Metapher "Häuser bauen ohne konkreten Bauplan" mit dem Denkwerkzeug der bildungstheoretischen Didaktik nach Klafki[Bearbeiten]

Zur Analyse der Metapher wurde sich an der Fragestellung „Inwiefern lassen sich Vorgaben, normative Setzungen und Zielstellungen identifizieren?“ orientiert. Die ausgewählten Bestandteile sind geordnet worden und werden nun hinsichtlich ihres Ablaufs hier aufgelistet. Als bedeutendstes Kriterium ist zu benennen, dass die Metapher den Unterricht bzw. Lehr-/Lernsituationen immer unter Vorgabe eines Lehrplans sieht. Dieser Lehrplan „[…] dient zur Orientierung, um gewisse Ziele zu erreichen […]“ (Beck, 2015, S.1). Jedoch betont die Metapher auch den Eigenanteil der Schüler und Schülerinnen. Das bedeutet, dass individuelle Lernprozesse nicht in allen Facetten gesteuert werden können, sondern von jeder Person abhängig sind. Dementsprechend kann jede einzelne Person ihren Lernprozess, im Rahmen des vorgegebenen Lehrplans, durch ein Feinziel frei gestalten. Die Lehrperson fungiert hierbei als Überwachungsinstanz, die selbst auch vom Kultusministerium überwacht wird. Die Überprüfung des Erfolgs des aufgezeigten Lernprozesses, ist als letzter Bestandteil der Metapher zu benennen. „Das Bauziel bzw. das Lernziel ist überprüfbar durch den langfristigen Stand des Hauses bei seiner bzw. durch die bestandene Prüfung im Unterricht nach Abschluss der Unterrichtsreihe“ (Metapher Häuser bauen ohne konkreten Bauplan). Jedoch soll damit nicht impliziert werden, dass nach bestandener Prüfung der Lernprozess in seiner Gesamtheit abgeschlossen ist, sondern lediglich ein vorgegebener Themenabschnitt durch den Lehrplan.

Bezieht man nun die einzelnen aufgeführten Bestandteile der Metapher auf das von Wolfgang Klafki entwickelte Modell der Bildungstheoretischen Didaktik, das ein Modell im analytischen Sinn darstellt, so ist festzustellen, dass auch er versucht die beiden Seiten, auf der einen Seite die Schüler und Schülerinnen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, Ausgangspunkten sowie Lebenssituationen (formale Bildungstheorie) und auf der anderen Seite das notwendige Wissen als Voraussetzung für einen guten Schulabschluss bzw. zur Erschließung der Wirklichkeit (materiale Bildungstheorie), miteinander zu vereinen (vgl. Klafki, 1963, S. 298). Er bezeichnet diesen Versuch als „Kategoriale Bildung“ – Als Kategoriale Bildung wird „[...] der Versuch, die objektbezogene (materiale) Seite von Bildungsprozessen mit der subjektbezogenen (formalen) Seite dialektisch zu verschränken", bezeichnet (Jank/Meyer, 2002, S. 217). Allerdings dient der Integrationsversuch der Kategorialen Bildung nach Klafki dazu, den Bildungsinhalt für die Unterrichtsstunde bzw. Einheit auszuwählen und demnach auch gewisse Unterrichtsabläufe zu strukturieren, welches Bestandteile der Unterrichtsvorbereitung seitens der Lehrperson sind. Das heißt Klafkis Konzentration der Verschränkung beider Bildungsseiten dient der Vorbereitung der Lehrperson, die Formulierung innerhalb der Metapher bzgl. der Ziele des Lehrplans und der Ziele der Lernenden hingegen setzt den Fokus auf die Schüler und Schülerinnen.

Dementsprechend kann festgehalten werden, dass der Blickwinkel durch welchen eine Lehr-/Lernsituation innerhalb des Unterrichts betrachtet wird, entscheidend ist und es möglicherweise für angehende Lehrkräfte oder auch Lehrkräfte in der Praxis von Vorteil sein kann, diesen zu wechseln, um das Lehren bzw. Lernen nicht nur aus ihrer eigenen Perspektive zu betrachten.

Analyse bezüglich der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“, Erläuterung anhand der „Lehr-/Lerntheoretischen Didaktik - Hamburger Modell“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „Lehr-/Lerntheoretische Didaktik - Hamburger Modell“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ insbesondere durch folgende Fragestellung analysiert.

Inwiefern sind die drei Unterrichtsziele nach Peterßen, Vermittlung von Kompetenzen, Autonomie und Solidarität, im Lernprozess der Schülerinnen und Schüler (SuS) enthalten?

Gemäß Peterßen ist das erste Unterrichtsziel […] die Vermittlung von Kompetenzen, die die Individuen darauf vorbereite, was sie gemäß ihrer Lebensbedingungen zu erfüllen haben. (vgl. Peterßen, 2001, S. 65). Die Metapher über die Blumenwiese beschäftigt sich ebenfalls vorrangig mit dem Thema Kompetenzen. Jede einzelne Blume steht hierbei für eine Kompetenz. Diese Blumen sind Teil einer Blumenwiese, welche das Sammelsurium an Kompetenzen einer Schulklasse darstellt. "Jede/r SuS kann sich an dem Kompetenzangebot für seine Klasse bedienen" und das "Interessanteste herausnehmen".[3] Somit sind die SuS Rezipienten und können die angebotenen Kompetenzen bewerten und Entscheidungen über persönliche Relevanz treffen. Der Unterschied liegt hierbei in der Übermittlung der Kompetenzen. Während es im Hamburger Modell ausdrücklich um die Vermittlung von Kompetenzen geht, sind in der Metapher die SuS die Handelnden, indem sie sich selber aus dem Angebot bedienen.

Gemäß Peterßen solle „Autonomie […] es dem Menschen ermöglichen, sich von denjenigen Lebensbedingungen zu befreien, die ihm nicht das höchst mögliche Maß an Autonomie verleihen. (Peterßen, 2001, S. 65). Demnach ist es wichtig „emanzipatorisch relevanten Unterricht zu halten, der die Schüler befähige sich von überflüssiger Herrschaft zu befreien und möglichst weitgehende Verfügung über sich selbst zu ermöglichen.“ (Peterßen, 2001, S. 64f.) Autonomie ist auch in der Metapher zu finden. Die SuS sind Gestalter ihres eigenen Lernprozesses. Sie haben zwar mit der Blumenwiese einen abgegrenzten Rahmen, in welchem sie sich bewegen können. Der Unterschied besteht wieder in der Art und Weise, wie Autonomie gelehrt wird. In der Metapher werden die SuS zur Autonomie angestiftet, indem sie über ihren Lernprozess entscheiden können und darüber hinaus, indem sie "etwas zur Vielfalt der Blumenwiese beitragen“[3], auch den Lernprozess anderer beeinflussen können. Im Hamburger Modell ist für das Erlangen von Autonomie hingegen „emanzipatorisch relevanter Unterricht" nötig.

Die Solidarität beschreibt Peterßen, indem er die Autonomie in Bezug zur Gesellschaft stellt. Demnach dürfe „ihr Erwerb […] nur in Verantwortung gegenüber allen anderen stattfinden, ansonsten könne in einer Gesellschaft nicht jeder frei sein.“ (Peterßen, 2001, S. 65) Die Solidarität als solche ist in der Metapher nicht benannt. Dadurch, dass jeder „zur Vielfalt der Blumenwiese beitragen“[3] kann, erhöht sich die Kompetenzansammlung durch die Beiträge der SuS. Damit ist es im Sinne aller, sich an dem gemeinsamen Angebot zu beteiligen und die Blumenwiese zu pflegen. Das solidarische Handeln, wird somit gefordert, wenn auch nicht im speziellen beigebracht.

Somit ist die Metapher nah an den drei Unterrichtszielen des Hamburger Modells gelegen. Ein großer Unterschied besteht jedoch darin, dass im Hamburger Modell speziell davon ausgegangen wird, dass Autonomie gelehrt werden soll, dass Kompetenzen vermittelt werden sollen und die Metapher davon ausgeht, dass die SuS durch die geschaffenen Strukturen, eigens zu diesen Unterrichtszielen gelangen.

Analyse und Beurteilung der Metapher "Lehren und Lernen im Unterricht ist wie Fußball" mithilfe des Denkwerkzeugs "dialektische Didaktik"[Bearbeiten]

Pädagogisches Werkzeug: Dialektische Didaktik (Jank, Werner und Meyer, Hilbert: Didaktische Modelle, Berlin, 2011 und Klingberg, Lothar: Lehrende und Lernende im Unterricht, Berlin, 1990)

Fußball ist ein Teamsport. Hierbei kommen unterschiedliche Menschen zusammen, mit verschiedenen Bedürfnissen, Talenten und mit einem gemeinsamen Ziel. Ein Trainer führt das Team an und versucht die besten Seiten der Mannschaft weiter zu verbessern. Eine ähnliche Aufgabe übernimmt die Lehrperson in einem Klassenraum, individuell für jeden einzelnen Schüler. Diese beiden Situationen implizieren jedoch, dass die Lehrkraft und der Trainer wissen, was gut ist und dies nur ausgeführt werden muss. Klingberg beschreibt aber einen Wandel der Schülerinnen und Schüler (SuS) aus der Objektposition hinaus zu einer Subjektposition. In der nachfolgenden Analyse soll untersucht werden, ob dieser Wandel tatsächlich zu verzeichnen ist und ob man diesen Positionswechsel auch in einem Fußballteam wahrnehmen kann, sodass die Metapher 'Lehren und Lernen ist wie Fußball' auch hierauf überprüft werden kann.

Bezieht man unsere Metapher nun auf unser Denkmodell der dialektischen Didaktik von Klingenberg, sieht man, dass die klassische Atmosphäre in einem Klassenraum größtenteils überwunden wurde, da wir hierbei von der strengen Abgrenzung von Lern- und Lehrperson zu einem Wechselspiel zwischen den beiden Akteuren kommen. Zudem zeigt vor allem die Erkenntnis, dass eine einzelne Lernperson so umfangreich ist, wie eine ganze Fußballmannschaft, die Erneuerung der Klassenatmosphäre, da die Lernperson nicht mehr nur als passiver Zuhörer verstanden wird, sondern als aktiver Hauptakteur mit vielen Eigenschaften und Bedürfnissen. Aus diesen Erkenntnissen folgt die Notwendigkeit, dass die Lehrperson jede einzelne Lernperson individuell fördern muss. So erläutert Klingberg in seinem Werk auf Seite 12, dass „Lernende in einer Objekt- und Subjektposition” sind. Dies bedeutet das Lernende nun aus ihrer Empfängerstellung herauskommen und inzwischen eine aktive Rolle im Unterricht einnehmen und sich mit Themen und Ideen einbringen können. Zudem muss sich die Lehrkraft in seiner Planung jetzt nicht mehr Fragen, für wen er den Unterricht macht sondern wer und wie die SuS sich in der Planung einbringen können. Der Unterricht ist ähnlich wie das Training ein Angebot für die SuS. Hier nehmen die Spieler inzwischen auch aktiv am Trainingsprogramm Teil und nicht mehr nur eine passive Rolle. Damit es genutzt wird, muss es an der Nachfrage angepasst werden.

Wenn man die Metapher so auslegt, dass jeder einzelne der SuS eine eigene Mannschaft ist, dann erkennt man zwar ganz deutlich, wie viele komplexe und einzelne Vorgänge in einen einzigen Lernenden vorgehen, aber erschwert die Deutung der Beziehung zwischen den Lernpersonen selber, da einzelne Mannschaften sich meistens rivalisierend gegenüberstehen. Die Feindschaft innerhalb der sozialen Struktur einer Klasse und eines Teams hat eine grundsätzlich positive Grundlage, die jeden Einzelnen zum Besser werden motiviert, aber nicht dazu den anderen absichtlich zu schaden.

Die Metapher der Lehrperson als Trainer lässt eine einzige schlüssige Lesart zu. Während die Lehrkraft zum thematischen Interesse anregen muss, kann der Trainer auf solch ein Input verzichten, weil die Spieler freiwillig kommen.

Die Schwierigkeit hierbei ist jedoch, dass in einem Klassengefüge ein Trainer ein Training für mindesten 20 Teams gleichzeitig konzipieren muss und sich somit an der Mehrheit orientiert.

Analyse und Beurteilung der Metapher "Lehren und Lernen im Unterricht ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens" mithilfe des Denkwerkzeugs "dialektische Didaktik"[Bearbeiten]

Inwiefern lassen sich in der Metapher Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens Aussagen zu „Führung“ und „Selbsttätigkeit“ nach Klingberg identifizieren? Ein Grundbaustein der dialektischen Didaktik ist die Theorie zur Gestaltung des Unterrichts von Lehrern und Schülern. Dabei soll Unterricht als schöpferischer Prozess verstanden werden, in dem Lehrende und Lernende als unmittelbare Akteure des Unterrichts zu sehen sind. „Sie sind beide Subjekte des Unterrichts und konstituieren den Unterricht zusammen in dem sie aufeinander agieren und reagieren." (Klingberg, 1990, S. 15) In der Metapher lässt sich ebenfalls ein schöpferischer Prozess zwischen den Akteuren identifizieren, nämlich dahingehend, dass der Gärtner und die Pflanzen ebenfalls in Wechselwirkung zueinanderstehen. Auf die Pflege des Gärtners reagiert die Pflanze mit entsprechendem Wachstum und auf das Wachstum wiederum reagiert der Gärtner mit der entsprechenden Pflege. Weiterhin bestimmt die Gesetzmäßigkeit der Dialektik von Führung und Selbsttätigkeit den Unterrichtsprozess, das heißt: Lehrer fordern ihre Schüler dazu auf, Dinge zu tun, die Schüler von alleine nicht (oder anders) getan hätten. Dahinter steht der Plan, dass Schüler auf diese Art angeregt werden mehr oder besser zu lernen als ohne Hilfe des Lehrers. Durch diese Anregung/ Hilfe oder auch “Führung” entwickeln Schüler schrittweise eine Selbsttätigkeit. Der dialektische Widerspruch zwischen Führung und Selbsttätigkeit treibt den Unterrichtsprozess voran” und ist eine „innere“ Bedingung dessen. (Jank & Meyer, 2011, S. 255- 257) In der Metapher kann die Pflege, also das Zurückschneiden oder das Gießen der Pflanzen als Führung durch den Gärtner verstanden werden. Durch die Aufforderung anders zu wachsen (bspw. durch einen Rückschnitt), wird die Pflanze ´besser` wachsen als ohne Hilfe des Gärtners. Allerdings hackt die Metapher an der Stelle, dass die Pflanze daraufhin nicht „selbsttätig“ weiter so wachsen wird, wie durch den Gärtner eingeleitet, sondern im nächsten Wachstumsschub würde sie gegebenenfalls wieder an der ´falschen` Stelle einen Trieb ausschicken.

Bezogen auf die zu erstrebende Selbsttätigkeit ist es unabdingbar, dass der Lehrer (pädagogische) Tricks und nötige Lerninhalte kennt, um Unterricht entsprechend zu leiten/ moderieren und damit die Schüler auf dem Weg zur Selbsttätigkeit zu begleiten. Die Schüler hingegen sollen auf allen Ebenen des Unterrichts eine aktive Rolle einnehmen, das heißt, an der Prozessgestaltung teilnehmen. Auch hier lässt sich in der Metapher die Arbeit des Gärtners als eine Art Begleitung zur Selbsttätigkeit identifizieren, da ein Gärtner entsprechendes Fachwissen haben und anwenden können muss, um die Pflanze beim optimalen Wachstum zu unterstützen. Allerdings ist es fraglich inwieweit die Pflanzen sich an der Prozessgestaltung beteiligen können oder inwieweit Gärtner und Pflanze tatsächlich eine Sprache sprechen und sich konkret austauschen können. Da der Gärtner dies weiß, wird seine Pflege/ Führung auch nicht die Selbsttätigkeit der Pflanze zum Ziel haben, sondern anderweitig motiviert sein.

Es lässt sich summieren, dass sich zwar Aussagen zu „Führung“ und „Selbsttätigkeit“ nach Klingberg identifizieren lassen, die Selbsttätigkeit der Pflanze im Verständnis der Metapher jedoch nicht gänzlich nach Klingberg verstanden werden kann.

Analyse bezüglich der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie der Bau eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters“, Erläuterung anhand der „Lehr-/Lerntheoretischen Didaktik - Hamburger Modell“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „Lehr-/Lerntheoretische Didaktik – Hamburger Modell“ wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie der Bau eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters“ insbesondere durch folgende Fragestellung analysiert: Inwiefern sind die drei Unterrichtsziele nach Peterßen, Vermittlung von Kompetenzen, Autonomie und Solidarität, im Lernprozess der Schülerinnen und Schüler (SuS) enthalten?

Das erste Unterrichtsziel ist die Vermittlung von Kompetenzen, die die Individuen darauf vorbereite, was sie gemäß ihrer Lebensbedingungen zu erfüllen haben. Im Zentrum der o.g. Metapher liegt unter anderem der Kompetenzerwerb. In der Metapher steht der Bauherr metaphorisch für die einzelnen SuS, die aktiv an ihrem Eigenheim (Wissens- und Kompetenzerwerb) arbeiten. Jeder Stein stellt ein erreichtes Teilwissen eines gesamten Fachgebiets dar, welches bei der Vollendung ein metaphorisches Zimmer darstellt. Die einzelnen SuS sind darüber hinaus nicht nur dazu aufgefordert, einzelne Räume zu bauen, Ziel ist es mit zunehmendem Kompetenzerwerb eigenständig ein bewohnbares Eigenheim (Schulabschluss) herzustellen, welches durch den Bauplan und die vorhandenen Materialien beeinflusst wird. Diese Materialien werden von einem Meisterbetrieb (Fachlehrer) zwar gewissenhaft ausgesucht und bieten bei Bedarf Hilfestellung im jeweiligen Fachgebiet, die Anwendung in der Praxis obliegt allerdings gänzlich den SuS selbst. Hieran knüpft Peterßens zweites Unterrichtsziel an:

Autonomie solle es dem Menschen ermöglichen, sich von denjenigen Lebensbedingungen zu befreien, die ihm nicht das höchst mögliche Maß an Autonomie verleihen. (Peterßen, 2001, S. 65) Die Tatsache, dass es den SuS frei steht, die "Zimmer [ihres] Hauses" (Metapher: Lehren und Lernen ist wie der Bau eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters) nach eigenem Ermessen gestalten zu dürfen, bezeugt eine besondere Form von Autonomie: die SuS entscheiden individuell ob und welche gestellten Materialien verwendet werden und vor allem wie viel sie verwenden möchten. Obwohl ein hohes Maß an Autonomie gegeben ist sollen Zwischenprüfungen und Klausuren sicherstellen, dass zentrale Kompetenzen erworben wurden, die zum einen für den Bau eines bewohnbaren Eigenheimes notwendig sind und zum andern einen Einsturz vorbeugen soll. Der Bauplan und das Grundstück auf dem das Eigenheim zugrunde liegt, bildet die Grenze der Autonomie. Hieran knüpft Peterßens drittes Unterrichtsziel an:

Die Solidarität hat die Aufgabe „Autonomie [nur] insoweit zu begrenzen, dass man durch ihren Erwerb niemanden in seiner eigenen Freiheit begrenze.“ (Peterßen, 2001, S. 65) Wie bereits oben erläutert steht das bewohnbare Eigenheim metaphorisch für den Schulabschluss. Dieses nun bewohnbare Haus kann nach eigenem Ermessen jederzeit durch einen Umbau und/ oder Ausbau und Anbau erweitert werden. Der Ausbau/ Anbau des Eigenheimes, als eine Erweiterung der Grundfläche ist jedoch nur unter der Bedingung zu gewährleisten, dass man notwendige und zentrale Kompetenzen erworben hat, um niemanden durch mangelnde Kompetenzen in ihrer Freiheit zu beschränken.

Abschließend lässt sich sagen, dass in der Metapher "Lehren und lernen ist wie der Bau eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters" sich die drei Unterrichtsziele nach Peterßen wiederfinden lassen -wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen.

Analyse der Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen“ anhand der „Konstruktivistischen Didaktik“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells der „Konstruktivistischen Didaktik“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen“ durch folgende Fragestellung analysiert: Inwiefern findet eine Schülerzentrierung, z.B. durch eigenständige Beobachtungen, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler, mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?

Laut Reich (2004, S.103-121) ist die Intention der konstruktivistischen Didaktik, dass die Lerninhalte des Unterrichts nicht nur über Expertenwissen erreicht werden, sondern hauptsächlich durch eigenständige Beobachtungen, Experimente und Explorationen der Schüler. Diese Ansicht der konstruktivistischen Didaktik ist auch in der Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen“ verankert. Dort wird beschrieben: „Andererseits ist er [der Lernende] der Bauarbeiter, der die einzelnen Bausteine zusammenfügt”. Hieran sieht man, dass der Schüler selbst seinen Wissensschatz (sein Haus) aufbaut und dadurch eigene Erfahrungen sammelt. In dem Satz: „Dieses [das Fundament] entspricht der Wissensgrundlage jedes Einzelnen, also Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen und weiteren individuellen Fertigkeiten.“ Erkennt man dass diese Metapher ebenso wie die konstruktivistische Didaktik auf die Individualität der einzelnen Schüler ausgerichtet ist und diese fördern möchte. In der Metapher wird durch die Aussage: „Andere Zimmer kann jeder nach eigenen Interessen und Fähigkeiten einbauen. Sobald das Grundgerüst steht, kann man die Zimmer gestalten und einrichten. Die Einrichtung und Gestaltung der Zimmer hängt ganz von den individuellen Präferenzen des Bauherrn ab.“ Verdeutlicht, dass der Unterricht individuell auf die Interessen der Schüler ausgerichtet werden soll, so dass sich jeder bestmöglich nach seinen Voraussetzungen entwickeln kann.

Weiterhin soll nach Reich (2004, S.103-121) die Auswertung und Präsentation der Lernergebnisse, von jedem Individuum einzeln und eigenständig erledigt werden, wodurch es zu einem Erfahrungsaustausch der Lernenden unter Leitung des Lehrenden kommen soll. Auch in der Metapher wird deutlich von einer unterstützenden und fördernden Rolle des Lehrers ausgegangen. So wird zum Beispiel gesagt, dass der Bauleiter [der Lehrer] die Bausteine zur Verfügung stellt. Auch die Eigentätigkeit des Schülers wird in diesem Zusammenhang betont: „Der Maurer [der Schüler] erhält vom Bauleiter [der Lehrer] die Bausteine und muss sie selber einbauen. Er verbindet die Bausteine mit Zement. Das steht für die Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Wissensbausteinen.“ Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach die Aussage: „Der Maurer [der Schüler] bekommt Anweisungen, wie und wo die Bausteine am besten eingebaut werden, aber letztendlich bleibt es ihm überlassen, wie sorgfältig er arbeitet.“, da hier sehr deutlich gezeigt wird, dass der Lehrer nur eine unterstützende Rolle hat. Der Lehrer gibt Anweisungen und Hilfestellungen, jedoch ist am Ende der Lernende selbst dafür verantwortlich wie und was er lernt.

Der Unterricht soll nach Reich (2004, S.103-121) ein konstruktiver Ort sein, wobei die Didaktik die Aufgabe hat, Reflexion und Aufklärung möglichst selbsttätig zu gestalten. Aussichten und Wege zu den Zielen sollten mit allen Beteiligten erarbeitet werden. Um dies zu ermöglichen, muss nach Reich die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler neu gestaltet werden. Diese wünschenswerte Neugestaltung der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler ist auch in der Metapher verankert. Hier wird davon gesprochen, die Auswahl bzw. Zusammenarbeit von Schüler und Lehrer neu zu gestalten indem „ […] der Bauleiter [der Lehrer] vom Bauherrn [Schüler] ausgesucht und eingestellt wird“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen“ einige Ansichten, besonders die Schülerzentrierung und die fördernde Rolle des Lehrers, mit der Konstruktivistischen Didaktik teilt.

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie eine Blumenwiese" anhand der "Konstruktivistischen Didaktik"[Bearbeiten]

Auf Grundlage des didaktischen Modells der Konstruktivistischen Didaktik wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen ist wie eine Blumenwiese“ betrachtet. Diese Metapher wird an Hand der Fragestellung „Inwieweit findet eine Schülerzentrierung, z.B. durch eigenständige Beobachtungen, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?“ analysiert.

Laut Reich (2004, S.103-121) ist die Intention der konstruktivistischen Didaktik, dass die Lerninhalte des Unterrichts nicht nur über Expertenwissen erreicht werden, sondern insbesondere durch eigenständige Beobachtungen, Experimente und Explorationen der Schüler. Diese Ansichten werden nur zum Teil in der Metapher verdeutlicht. So heißt es in der vorliegenden Metapher: „ Jedes Kind gräbt die Pflanzen aus, die ihm am Besten gefallen (...)“. Die Pflanzen stehen in der Metapher für die Kompetenzen und Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers. Die Lernenden haben demnach die Auswahl, aus einem großen Kompetenzangebot zu wählen. Hieran wird ersichtlich, dass sowohl die Metapher als auch die konstruktivistische Didaktik die Individualität (jeder Schüler erlangt unterschiedliche Kompetenzen und Fähigkeiten) jedes einzelnen Schülers in den Mittelpunkt stellt und diese fördern möchte. Mit Hilfe welcher Unterrichtsmethodik eine solche Förderung erreicht werden kann, kommt in der Metapher nicht direkt zum Ausrdruck. Allerdings ist die Rede von einem fördernden Lehrer, welcher für das Unterrichtsgeschehen eine essentielle Rolle spielt. Der fördernde Lehrer, in der Metapher als Gärtner beschrieben, kommt an folgender Stelle der Metapher deutlich zum Ausdruck: „An der Qualität und Vielfältigkeit der Pflanzen kann man erkennen, wie viel Mühe sich der Gärtner gegeben hat und wie vielfältig seine Kompetenzen auf das Lehren sind.“ An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig es ist, dass den Schülern ein kompetenter, fördernder Lehrer zur Seite steht. Denn ohne ihn könnte eine quantitative und qualitative Vermittlung von Kompetenzen nicht stattfinden. Inwiefern der Gärtner (Lehrer) die Schüler beim Pflücken der Pflanzen unterstützt, kommt in der Metapher jedoch nicht zum Ausdruck. Nach Meyer und Jank (2008, S. 297) ist die Mitbestimmung an Lehr- und Lernprozessen in der konstruktivistischen Didaktik gewährleistet. Dies wird neben den zuvor genannten Aspekten auch hieran deutlich, dass nicht nur der Lehrer sondern auch jeder Schüler „etwas zur Vielfalt der Blumenwiese beitragen“ kann. Die Blumenwiese steht für das Kompetenzangebot einer Schulklasse.

Daneben soll laut Reich (2004, S. 103-121) (…)der Unterricht [soll] ein konstruktiver Ort sein, indem die Didaktik die Aufgabe hat, Reflexion und Aufklärung möglichst selbstständig zu gestalten und dies nicht vorzugeben. Die selbstständige Gestaltung könnte man, auf die in der Metapher beschriebenen, „persönlichen Blumenbeete“ beziehen. Jeder Schüler hat sein eigenes gestaltetes Beet (Kompetenzsammlung des Schülers) – keines gleicht dem anderen.

Resümierend kann gesagt werden, dass die Metapher „Lehren und Lernen ist wie eine Blumenwiese“ einige wichtige Aspekte der konstruktivistischen Didaktik beinhaltet. Insbesondere die Schülerzentrierung, in Hinblick auf den individuellen Kompetenzerwerb, stehen im Vordergrund.

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie das Bauen eines Hauses, unter Aufsicht eines Bauleiters" anhand der "Konstruktivistischen Didaktik"[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells der Konstruktivistischen Didaktik wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen ist wie das Bauen eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters" bearbeitet. Mit der Fragestellung „Inwieweit findet eine Schülerzentrierung, z.B. durch eigenständige Beobachtungen, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?“, wird die Metapher analysiert.

Nach Kersten Reich besteht der Lernprozess aus einem didaktischen Kreislauf, welcher die Punkte "der Konstruktion (Erfindung), Rekonstruktion (sammelnde Wiedergabe) und Dekonstruktion (Enttarnung)" beinhaltet. (Reich zitiert nach Terhart 1999, S. 294) Nach Reich soll somit ein Lernprozess des selbstständigen Erfahrens gefordert und gefördert werden. Diese Grundidee wird in der Metapher "Lehren und Lernen ist wie das Bauen eines Hauses unter Aufsicht eines Bauleiters" verarbeitet; die Schülerinnen und Schüler bauen ihr Eigenheim und haben die Möglichkeit diesen Prozess eigenständig zu steuern. "Die aktiven Bauherren bauen Stein für Stein das Haus, auf dem bereits bestehenden Fundament auf. [...] Die Größe und Gestaltung ist, je nach Interesse und Fähigkeit der einzelnen Schüler, individuell veränderbar." (https://de.wikibooks.org/wiki/Lehren,_Lernen_und_Bildung_metaphorisch_verstehen/_Vorstellungen/_Lehren_und_Lernen_ist_wie_der_Bau_eines_Hauses_unter_Aufsicht_eines_Bauleiters)

Die Verwirklichung ihrer Vorstellungen und Ideen ist ein tragender Aspekt im Hinblick auf die zu fördernde Individualität. Hierbei können Schülerinnen und Schüler ihre eigenständig gesammelten Erfahrungen und sich selbst verwirklichen. Die Schülerzentrierung der konstruktivistischen Didaktik möchte eine Mitsprache der Schülerinnen und Schüler erzeugen und die Neuorientierung des Lehrsystems erreichen, durch verbesserte Verhältnisse zwischen Schülern und Lehrern. Es soll "[...]das Aufbrechen verfestigter Wege und die Dekonstruktion dieser." (Terhart 1999, S.294) Die Möglichkeit die Kreativität der Schülerinnen und Schüler zu fördern, individuelle Stärken herauszuarbeiten soll dadurch erreicht werden, wobei sie [Schüler] durch Lehrerinnen und Lehrer ihre Möglichkeiten erfahren, jedoch nicht eingeschränkt werden sollten. Trotzdem gibt es gewisse "Richtlinien" die eingehalten werden müssen, um etwas Beständiges aufzubauen.

"Aus diesem Grund erkennt man bei verschiedenen Häusern eine indivduelle Note des Bauleiters, jedoch muss bei allen Häusern eine Grundstruktur (z.B. die Statik) eingehalten werden."

"Nach Reich (2004, S.103-121) [...] geht es um den Erfahrungsaustausch der Lernenden unter Leitung der Lehrenden". Lehrende sind in der Metapher die Meisterbetriebe, die den Schülerinnen und Schülern ihre Materialien zu Vefügung stellen, um ihr Haus zu bauen. Die Schüler sind jedoch auf die Erfahrung der Lehrenden angewiesen und müssen trotzdem gewisse Regelungen beachten, damit ihr metaphorisches Eigenheim [Wissen] nicht auf einem instabilen Fundament steht und nach einer gewissen Zeit wieder zusammen stürzt. Die Instandhaltung des Wissens, sowie des Hauses, ist ein anhaltender Prozess. Die Lernenden müssen sich um ihr Wissen kümmern, denn der Lehrende kann nur fördern und nicht aktiv auf das Wissen des Schülers eingreifen, so wie die Meisterbetriebe ihre Bedenken oder Ratschläge bekannt geben und nicht aktiv etwas ändern, da die Verantwortung bei dem Bauherren liegt und dieser die Entscheidung trifft. Außerdem entscheidet er inwiefern er Ratschläge annimmt, wobei er aus der Vorauswahl, der höheren Instanzen, wählen muss. Dieses Instandhalten zeigt auch Reich, da der didaktische Kreislauf auf einer Wechselwirkung beruht und ebenso wie das Wissen aufeinander aufbaut; durch eigenständiges Erfahren und Handeln. Nach Rolf Huschke-Rhein wird laut Terhart auch hier das selbstständige Erfahren der Schüler betont, "wodurch Gelerntes besser verinnerlicht wird, wenn es sich als bedeutsam erweist."

Um erneut auf die Schülerzentrierung einzugehen: Die Schüler lernen nach Kersten Reich und Rolf Huscke-Rhein am effektivsten, wenn sie Erlerntes anwenden können und eigenständig Lehrinhalte erlernen. Um jedoch keine Desorientierung der Schüler bei der Freiheit des Lernens zu erzeugen, sollen Lehrkörper bei Bedarf und Notwendigkeit zur Seite stehen und unterstützen.

Ist das Bild der Metapher in dem bestehenden Schulsystem wieder zu finden? Das Mitbestimmungsrecht der Schülerinnen und Schüler ist zwar vorhanden, wird jedoch sehr begrenzt nur zugelassen. Wie bei dem Hausbau hat die Schule und die Lehrpersonen die Pläne einzuhalten und sind selbst dadurch eingeschränkt. Sie können jedoch in der Unterrichtsgestaltung frei entscheiden. "In der [...] Metapher stellt das Bauamt das Kultusministerium dar, welches durch Beschlüsse, den Lehrplan (Bauplan) vorgibt. Diese Lehrpläne (Baupläne) müssen von den Schulen (Bauleitern) eingehalten werden. " (https://de.wikibooks.org/wiki/Lehren,_Lernen_und_Bildung_metaphorisch_verstehen/_Vorstellungen/_Lehren_und_Lernen_ist_wie_der_Bau_eines_Hauses_unter_Aufsicht_eines_Bauleiters)

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie Fußball" anhand der "Konstruktivistischen Didaktik"[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells der „Konstruktivistischen Didaktik“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ analysiert. Die Fragestellung lautet: Inwiefern findet eine Schülerzentrierung, z.B. durch eigenständige Beobachtungen, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler, mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?

Laut Reich (2004, S.103-121) ist die Intention der konstruktivistischen Didaktik, dass die Lerninhalte des Unterrichts nicht nur über Expertenwissen erreicht werden, sondern hauptsächlich durch eigenständige Beobachtungen, Experimente und Explorationen der Schüler. Diese Ansicht der konstruktivistischen Didaktik ist nur zum Teil in der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ wiederzufinden. Es ist zwar nicht die Rede von bestimmten eigenständigen Beobachtungen und Experimenten, aber es wird gesagt, dass es auf Seiten der Lehrenden (Trainer) und auch der Lernenden(Fußballmannschaft) kreative Freiheiten gibt. Es gäbe also die Möglichkeit, eventuell, Experimente (unbekannte, neue Tricks) einzubauen, sie werden allerdings nicht spezifisch aufgezeigt. Es wird gesagt: „Das Fußballtraining ist in dieser Metapher der Unterricht. Hier wird Einfluss auf die fußballerische, beziehungsweiße schulische Entwicklung der Lernenden genommen." Dieses Training beinhaltet normalerweise eigenständiges Beobachten und Reflektieren der letzten Fehler und beinhaltet somit ein Grundprinzip der konstruktivistischen Didaktik. In der Metapher wird durch die Aussage: „Ein Fußballturnier symbolisiert ein Lebensziel oder einen Meilenstein (bspw. das Abitur zu schaffen), wer aus dem Turnier fliegt, ist dabei gescheitert, das Lebensziel zu erreichen." ,verdeutlicht, dass der Unterricht nicht individuell auf die Interessen der Schüler ausgerichtet wird, sondern man versuchen muss Ziele zu erreichen und wenn das nicht funktioniert, man ohne persönliche Förderung da steht und scheitert. Dies ist der Fall,da bestimmte Turniere nicht sofort wiederholt werden können und es somit nicht möglich ist durch spezifisches Üben und Lernen seine Schwächen zu verbessern.

Der nächste Punkt ist, dass nach Reich (2004, S.103-121) die Auswertung und Präsentation der Lernergebnisse, von jedem Individuum einzeln und eigenständig erledigt werden soll, wodurch es zu einem Erfahrungsaustausch der Lernenden unter Leitung des Lehrenden kommen soll. In der Metapher wird teilweise auch von einer unterstützenden und fördernden Rolle des Lehrers gesprochen, diese schränkt die Schüler allerdings in gewisser Weise ein. So wird zum Beispiel gesagt, dass „der Trainer (der Lehrer) einen Blick für die Stärken und Schwächen seiner Spieler (Mannschaft) hat." Er kann sie also mit gezielten Tipps untersützen, jedoch kann somit das Spiel einer Mannschaft durch von ihm gewählte Taktiken, gestärkt oder geschwächt werden. Die individuelle Meinung der Mannschaft zu verschiedenen Taktiken wird hierbei nicht berücksichtigt und mit eingebracht. Eine unterstützende Rolle übernehmen in der Metapher mehr die Fans als der Trainer : “Die Fußballfans einer Mannschaft sind die Unterstützer und Gönner eines Lernenden wie bspw. die Oma, die immer Beistand leistet.“

Auch die Wichtigkeit des Schülers wird in der Metapher betont: „Die Fußballmannschaft symbolisiert in diesem Fall einen Lernenden.“ Diese Aussage spiegelt jedoch mehr die Eigenständigkeit des Lernenden gegenüber anderer Schülern, als in Bezug auf den Lehrer. Jeder Schüler (jede Mannschaft) ist während der Lernprozesses (Trainings) auf sich alleine gestellt und ein Erfahrungsaustausch ist somit nicht möglich, da dieser selbstschädigend sein könnte. ( Durch einen Gedankenaustausch hätten eventuell andere Mannschaften ein Vorteil beim nächsten Spiel.)

Abschließend kann man sagen, dass die Metapher zum Thema Fußball ein paar wenige Ansichten mit der konstruktivistischen Didaktik teilt. Es findet zwar eine Schülerzentrierung statt, da der Schwerpunkt eines Trainings auf der Mannschaft des Trainers liegt, aber es ist nicht die Rede von individuellen Trainings- und Förderungseinheiten. Auch gibt es keine konkreten Beispiele der Mitbestimmung und des Austauschs zwischen den Parteien.

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen" anhand der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik[Bearbeiten]

Die Metapher "Lehren und Lernen ist wie ein Haus zu bauen“ soll mit dem Denkwerkzeug der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik von Felix Cube untersucht werden in Hinblick auf die Fragestellung, inwieweit sich der Regelkreis der kybernetischen Didaktik mit der Metapher vereinbaren lässt.

Da die Sprache des Regelkreises, wie sie bei von Cube (1997, S.59) dargestellt wird, aus der Technik stammt, lässt sie sich relativ gut auf einen Hausbau anwenden. Bei einem Regelkreis wird von außen ein Sollwert vorgegeben. Das ist eine Aufgabe, die man aus dem Bauplan entwickelt, z. B. der Maurer erstellt eine Wand mit vorgegebenen Maßen. Der Bauplan steht dabei für "den Lehrplan, der die Lehrinhalte festlegt". Der Regler ist bei von Cube der Lehrende. Dem entspricht in der Metapher der Bauleiter. Mit dem Stellglied ist gemeint, womit die Regelung durchgeführt wird. Das sind hier die Bausteine, dabei "stehen Bausteine für alle benötigten Materialien". Eventuell könnte man hier noch die Medien als Werkzeuge interpretieren. Diese werden in der Metapher aber nicht gesondert erwähnt. Die Regelgröße ist der Adressat, also der Lernende. In der Metapher steht dafür der Bauarbeiter, wobei betont wird, dass es sich um einen "universellen Bauarbeiter handelt, wir also nicht zwischen Maurern, Elektroinstallateuren und weiteren Fachkräften unterscheiden." Dem eigentlichen Regelungsvorgang, also dem Einwirken des Reglers auf die Größe, entsprechen die "Anweisungen, wie und wo die Bausteine am besten eingebaut werden." Die Messfühler, die zum Überprüfen dienen, sind die Überprüfungen durch den Bauleiter, "ob die Mauern die notwendige Festigkeit besitzen oder ob der Maurer ordentlich gearbeitet hat." Hat der Maurer nicht ordentlich gearbeitet, so muss verbessert und eventuell sogar abgerissen werden und neu gebaut werden. Das wird in der Metapher aber nicht weiter ausgeführt. Es wird nur auf die Endabnahme durch das Bauamt verwiesen, "was einer zentralen staatlichen Abschlussprüfung entspricht." Das Bild des Regelkreises passt insgesamt gut zu der Metapher.

Es gibt aber ein Problem dadurch, dass hier gleichzeitig mit zwei Metaphern gearbeitet wird, nämlich einmal mit der Interpretation von "Lehren und Lernen als Bau eines Hauses" und zum anderen die Interpretation von "Lehren und Lernen als Elemente eines Regelkreises". Betrachtet man nur die Bilder des Hausbaus und des Regelkreises und verliert die jeweilige Interpretation aus dem Blick, so kann man leicht in Versuchung geraten, als Sollwert beispielsweise eine zu bauende Wand mit vorgegebenen Maßen zu betrachten und nicht die Aktion "der Maurer errichtet die Wand mit den gegebenen Maßen". Auch dann passen die beiden Bilder gut zusammen, aber die jeweiligen Interpretation gehen völlig auseinander

Was bedeutet die obige Zuordnung didaktisch? Der Lernende ist in seiner Rolle als Bauarbeiter verpflichtet, die Anweisungen des Bauleiters zu erfüllen. Ihm bleibt dabei kein Entscheidungsspielraum. Die Abnahme erfolgt erst, wenn der Sollwert erreicht ist. Hier wird das deutlich, was häufig am Ansatz der kybernetischen Didaktik kritisiert wird, nämlich dass alle Frage der Bedeutung ausgeklammert werden und dem Lernenden kein Spielraum zur Eigeninitiative gegeben wird (vgl. Blankertz 2000, S. 52-54).

Andererseits sieht die Metapher aber eine Doppelrolle des Lernenden sowohl als Bauarbeiter als auch als Bauherr, also Auftraggeber, vor. Es heißt: "Die Einrichtung und Gestaltung der Zimmer hängt ganz von den individuellen Präferenzen des Bauherrn ab." In diesem Sinne hat der Lernende durchaus ein Mitspracherecht an den Inhalten und Zielen. Er ist nicht völlig frei, da es rechtliche Vorgaben gibt und der Bauplan auch nicht vom Bauherrn erstellt wird. Aber in Rücksprache mit dem Bauleiter kann er mitwirken, die Sollwerte so zu formulieren, dass sie den Wünschen des Bauherrn möglichst gut entsprechen, aber auch den Vorschriften genügen.

Auf die Didaktik übertragen heißt das, dass der Lernende durchaus an der Zielsetzung beteiligt ist, wobei er die Vorgaben des Lehrplans beachten muss und vom Lehrenden bei der Zielsetzung unterstützt wird. Hat der Lernende sich ein Ziel gesetzt, so wechselt er die Rolle und muss dieses nach den Vorgaben des Lehrenden erfüllen. Nach Erreichen des Sollwertes schlüpft er wieder in die Rolle des Bauherrn und wirkt an der nächsten Zielsetzung mit.

In dieser Interpretation steht der Regelkreis für eine Qualitätskontrolle beim Lernprozess. In der Metapher heißt es „Der Maurer bekommt Anweisungen, wie und wo die Bausteine am besten eingebaut werden, aber letztendlich bleibt es ihm überlassen, wie sorgfältig er arbeitet.“ Durch Hinzunahme des Regelkreises wird eine Weiterarbeit erst zugelassen, wenn die Arbeitsergebnisse den Vorgaben entsprechen. Dieser Aspekt des Regelkreises war noch nicht in der Metapher enthalten, aber er stellt eine gute Ergänzung dar, um den Lernerfolg zu sichern.

Ulrike Klein

Analyse und Beurteilung der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ anhand der Kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik[Bearbeiten]

Die Metapher "Lehren und Lernen ist wie Fußball“ soll mit dem Denkwerkzeug der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik von Felix Cube untersucht werden in Hinblick auf die Fragestellung, inwiefern der beschriebene Lernprozess der Metapher als ein didaktischer Regelkreis betrachtet werden kann?

Von Cube beschreibt das Erziehen und Lernen als eine Regelung, also ein ständig zu korrigierender, zielgerichteter Steuerungsprozess. Dazu zieht von Cube den Regelkreis heran, welcher ein Werkzeug der Kybernetik darstellt (vgl. von Cube 1997, S.59).

In dem Regelkreismodell gibt es einen von außen gegebenen Sollwert, welcher ein Lernziel ist. Das Lernziel ist jedoch von von Cube nicht genauer definiert. In der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ ist das Lernziel mit dem Schießen eines Tores, also dem Lernerfolg, gleichzusetzen. Dabei stellt ein wichtiges Fußballspiel eine schulische Herausforderung dar und ein Sieg oder eine Niederlage das Bewältigen beziehungsweise das Nicht-Bewältigen dieser schulischen Herausforderung (vgl. Lehren und Lernen ist wie Fußball). Als Regler fungiert der Erzieher/Ausbilder als Planer (vgl. kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik). In der Metapher repräsentiert der Trainer den Lehrenden, der den Unterricht plant und vorbereitet. Er entwickelt auch die optimale Lehrstrategie, die zum Erreichen des Lehrziels führen soll. Genau so plant und organisiert der Trainer das Training, welches die Fußballmannschaft optimal für einen Sieg oder das Schießen eines Tores vorbereitet. Natürlich kann es auch trotz eines optimalen Trainings in einem Spiel zu einer Niederlage kommen, da die Fußballmannschaft durch innere und äußere Faktoren beeinflusst wird. Diese Faktoren werden im weiteren Verlauf genauer erläutert. An diesem Punkt ergibt sich die Frage, inwiefern die Fußballmannschaft kreative Freiheiten im Training oder im Spiel hat, welche zu Anfang der Metapher betont werden (vgl. Lehren und Lernen ist wie Fußball). Dem Stellglied entsprechen Personen und Medien, die das Lernverhalten beeinflussen und die der Durchführung der Lernstrategie dienen. Die Metapher nimmt darauf durch die Fußballfans Bezug, wie beispielsweise die Familie, die immer Beistand und Unterstützung leistet. Zum Einen äußern sich Beistand und Unterstützung im Mitfiebern, Anfeuern und Motivieren der Fußballmannschaft bei Spielen und Turnieren. Zum Anderen können die Fußballfans auch schon im Training ihre Mannschaft durch ihre Anwesenheit unterstützen. Natürlich dient auch der Trainer der Durchführung der Lernstrategie, da er dieses organisiert und plant. An dieser Stelle ist es fragwürdig, ob das Equipment als Medium dient oder einen äußeren Einfluss darstellt. Die Regelgröße, beziehungsweise der Adressat, wird durch die Fußballmannschaft, den Lernenden, symbolisiert. Dieser wird durch Störgrößen, welche innere und äußere Einflüsse darstellen, zusätzlich beeinflusst (vgl. kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik). In der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ werden innere Einflüsse und äußere Einflüsse dargestellt. Ein innerer Einfluss ist die Tagesform der Fußballmannschaft, welche die Lust und die Laune in der Schule beim Lernen wiederspiegelt. Ein äußerer Einfluss ist das Wetter, das nicht beeinflussbar ist, genauso wie die Verspätung des Schulbusses aufgrund eines Staus nicht beeinflussbar ist. Des Weiteren sind die Gegebenheiten und das Equipment nicht von der Fußballmannschaft zu beeinflussen, so wie Nachmittagsunterricht auch nicht zu beeinflussen ist (vgl. Lehren und Lernen ist wie Fußball). Als Messfühler dienen Lernkontrollen. Anhand der Ergebnisse dieser Lernkontrolle wird der Lernzustand festgestellt (vgl. kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik). Die Metapher verwendet für Lernkontrollen Fußballspiele und für größere Meilensteine Fußballturniere. Das Erlernte aus dem Training beziehungsweise dem Unterricht wird bei einem Spiel oder Turnier beziehungsweise einer Klausur unter Beweis gestellt und kontrolliert. Dadurch kann der Ist-Wert ermittelt werden. Bei Übereinstimmung mit dem Soll-Wert ist das Lernziel erreicht, der Regelvorgang ist abgeschlossen und es werden neue Ziele gesetzt. Wenn der Ist-Wert nicht mit dem Soll-Wert übereinstimmt werden Training und Lernstrategien angepasst und es wird weiter trainiert und gelernt (vgl. kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik).

Die meisten Aspekte der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Fußball“ lassen sich problemlos auf den Regelkreis der Kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik übertragen. Jedoch bleibt die Frage offen, ob die Grundvorstellungen von Lehren und Lernen übereinstimmen? Die Metapher "Lehren und Lernen ist wie Fußball" soll zeigen, dass es sowohl seitens der Lehrenden, wie auch seitens der Lernenden kreative Freiheiten gibt. Diese werden von allen Akteuren individuell genutzt. Das bedeutet, dass dem Lernenden in gewissem Maße Eigeninitiative gegeben wird. Die Kybernetisch-informationstheoretische Didaktik jedoch, blendet die Eigeninitiative des Lernenden aus.

Malin Witzke

Analyse der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ anhand der „kritisch-konstruktiven Didaktik“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „kritisch-konstruktive Didaktik“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ näher beleuchtet. Die Fragestellung lautet: „Welche Möglichkeiten werden den Schülerinnen und Schülern im Schulsystem geboten, um ihre Selbst-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit weiterzuentwickeln?

Die kritisch-konstruktive Didaktik sieht Emanzipation als grundlegendes Ziel von Bildung an (vgl. Klafki, 2007, S.14). Daraus folgt, dass sich die Unterrichtsinhalte nicht mehr nur am Lehrplan orientieren, sondern die Zielbestimmung des Unterrichts darin gesehen wird, den Lernenden Hilfen zur Entwicklung ihrer Selbstbestimmungs-, Solidaritäts- und Mitbestimmungsfähigkeit zu geben (vgl. Klafki, 2007, S. 15).

Die Selbstbestimmungsfähigkeit der SuS wird in diesem Schulsystem gefördert, indem die SuS Verantwortung für ihre eigenen Blumen übernehmen. Die Gärtner zeigen den SuS, wie die Blumen richtig zu pflegen sind. Danach wird die Blumenpflege in Eigenregie von den SuS übernommen. Sie können nun selbständig entscheiden, ob ihre Blumen durch gute Pflege gedeihen oder durch Vernachlässigung verwelken. Den SuS ist freigestellt, ob sie ihre Blumen im Park oder zu Hause anpflanzen. Hierzu können sie die bereits im Park angepflanzten Blumen ausgraben und in ihr persönliches Beet zu Hause einpflanzen. Des Weiteren können die SuS auswählen, welche Kompetenzen für sie wichtig sind und welche sie sich aneignen möchten. Somit können alle SuS ganz persönlich etwas zur Vielfalt der Blumenwiese beitragen. Aus den aufgezählten Punkten wird ersichtlich, dass die SuS in diesem Schulsystem die Möglichkeit haben, ihre Mitbestimmungsfähigkeit weiterzuentwickeln.

Die Weiterentwicklung der Solidaritätsfähigkeit der SuS findet in diesem Schulsystem im Klassenverband statt. Die SuS unterstützen sich gegenseitig bei dem Erwerb der verschiedenen Kompetenzen und/ oder erhalten Unterstützung von den Lehrkräften und Eltern. Die Unterrichtsplanung in diesem Schulsystem muss somit nicht strikt eins zu eins umgesetzt werden, sondern sie soll die Lehrkraft zu einem flexiblen Handeln befähigen. Der Lernprozess der SuS steht, genauso wie bei der kritisch-konstruktiven Didaktik, im Vordergrund.

Analyse zur Metapher: Lehren und Lernen ist wie Fußball mit dem Denkwerkzeug der „Lehr-/Lerntheoretischen Didaktik“ (Hamburger Modell)[Bearbeiten]

Fragestellung: Inwiefern sind die drei Unterrichtsziele, nach Peterßen, Kompetenzvermittlung, Autonomie und Solidarität im Lernprozess der Schüler und Schülerinnen enthalten? (Peterßen,2001,S.65) Bezug genommen wird hierbei auf die Metapher Lehren und Lernen ist wie Fußball.

Die Kompetenzvermittlung, nach der Lehr-/Lerntheoretische Didaktik des Hamburger Modells, soll die Schüler/innen auf die Lebensbedingungen, die sie in ihrem späteren Leben erwarten, vorbeireiten. (Peterßen,2001,S.65)

Bei der Fußballmetapher symbolisieren die einzelnen Spieler/innen die unterschiedlichen Fähigkeiten eines Schülers/in. Des Weitern sei Fußballtraining gleich zu setzten mit Unterricht. Das Fußballtraining soll auf künftige Fußballturniere vorbereiten, welche gleich zu setzen seien mit gesetzten Lebenszielen. Das Scheitern oder das Bewältigen solcher Turniere, könnte man damit vergleichen, ob das erste Unterrichtsziel, die Kompetenzvermittlung, erfolgreich war.

Das zweite Unterrichtsziel ist Autonomie, diese ermögliche dem Menschen sich von denjenigen Lebensbedingungen zu befreien, die ihm nicht das höchste Maß an Autonomie gewehrleisten. (Peterßen,2001,S.65)

Im Fußballtraining ist eine gewisse Freiheit dem Spieler/in überlassen. Dies äußert sich in einer „kreativen Freiheit“, die der Spieler/in habe. Allerdings treffe ausschließlich der Trainer/in taktische Entscheidungen. Der Schüler/in hat demnach im Unterricht kein Mittbestimmungsrecht über das Lernkonzept und über den Lehrplan, denn dieser würde von „höherer Instanz“ festgelegt.

Deshalb ist es sehr fraglich, ob die „kreative Freiheit“ ausreichend ist, um Autonomie zu fördern. Außerdem wird in der Metapher nicht ausgeführt, wie genau sich diese "kreative Freiheit" äußert und worin sie besteht.

Das dritte Unterrichtsziel ist Solidarität. Sie schränkt die Autonomie des Einzelnen insoweit ein, dass sie die Autonomie eines anderen nicht verletzt. (Peterßen,2001,S.65)

Dieses Ziel wird beim Fußball insoweit umgesetzt, dass es Spielregeln gibt, die eingehalten werden müssen. Die Einhaltung wird vom Schiedsrichter/in überprüft. Es ist nicht alles erlaubt, um das Turnier zu gewinnen. Dementsprechend ist das Ziel der Solidaritätsförderung erfüllt.

Analyse zur Metapher „Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ mit dem Denkwerkzeug der „Lehr-/Lerntheoretischen Didaktik - Hamburger Modell“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „Lehr-/Lerntheoretische Didaktik - Hamburger Modell“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ insbesondere durch folgende Fragestellung analysiert: Inwiefern sind die drei Unterrichtsziele, nach Peterßen, Kompetenzvermittlung, Autonomie und Solidarität im Lernprozess der Schüler und Schülerinnen enthalten? (Peterßen,2001,S.65)

Es werden drei Zielkategorien dem Lehrer geboten: die Kompetenz, die Autonomie und die Solidarität. Über die Steigerung von Kompetenz, Autonomie und Solidarität bei den Schülern kann Unterricht deren Verfügung über sich selbst fördern, wird also emanzipatorisch relevant. Diese drei Zielsetzungen sind aufeinander angewiesen. Somit vermögen diese nur in ihrem Zusammenhang zu wirken. Gemäß Peterßen ist „Das erste Unterrichtsziel […] die Vermittlung von Kompetenzen, die die Individuen darauf vorbereite, was sie gemäß ihrer Lebensbedingungen zu erfüllen haben. (Peterßen, 2001, S. 65). Das Wachstum der Pflanzen kann als die Sammlung der Kompetenzen der Lernenden verstanden werden und der Garten als die Einheit der Kompetenzen. Somit bietet der Garten eine Fülle von Kompetenzen, die die SuS in diesem Garten erwerben können. Dabei sei zu beachten, dass diese Kompetenzen ständig gepflegt werden müssen. ,,Der Gärtner pflegt beständig seinen Garten, zum Beispiel durch Gießen [...] so dass die Pflanzen sich [...] bestmöglich entfalten können”.Übertragen auf die Lehr-Lern-Situation bedeutet das, dass die SuS einerseits die Möglichkeit haben im Garten die Kompetenzen zu erwerben, doch anderseits sind sie auch dazu verpflichtet diese Kompetenzen zu pflegen, da diese sonst ihren Wert verlieren. Die Kompetenzen werden nicht nur vermittelt, sondern die SuS lernen ebenfalls diese zu erweitern und zu pflegen. Beispielsweise wird durch das Schneiden einer Pflanze, Raum für andere Kompetenzen geboten. Es entsteht Raum für Talente und Begabungen der SuS.

Gemäß Peterßen solle „Autonomie […] es dem Menschen ermöglichen, sich von denjenigen Lebensbedingungen zu befreien, die ihm nicht das höchst mögliche Maß an Eigenständigkeit gewährleisten (Peterßen, 2001, S. 65). Die Pflanzen wachsen Ihrer Natur entsprechend, somit können die SuS ihre Individualität vollkommen ausleben. Der Garten ist nicht eingezäunt oder anderweit, sondern kann frei wachsen und sich entfalten. Das Lernen und Lehren bleibt frei von jeglicher Eingrenzung. Jedoch steht ein Faktor im Wege der vollkommenen Befreiung, nämlich das Wetter, welches den sozialen oder auch familiären Faktoren gleichgesetzt wird. Diese Faktoren können kaum beeinflusst werden.

Die Solidarität beschreibt Peterßen im Zusammenhang mit der Autonomie. Dabei wird Bezug auf die Gesellschaft genommen. Die Solidarität hat letztendlich die Aufgabe die Autonomie des Einzelnen insoweit zu begrenzen, dass sie die Autonomie eines anderen nicht verletzt. (Vgl. Peterßen 2001,S.65). Dieses Ziel wird in dieser Metapher durch die angebotene Individualität erreicht. Die Individualität steht im Vordergrund und jeder hat das Recht sich zu entfalten wie man möchte, auch die Erwerbung der Kompetenzen wird hier ganz offen gelegt. Es gibt keine Eingrenzung, indem was man machen oder sein möchte. Es entsteht ein freier Raum für jeden. Dies bedeutet aber auch, dass jede Blume für den Platz und Eigenwohl kämpfen muss. So auch die Lernende, die sich für ihr Wollen einsetzen müssen.

Anschließend kann man sagen, dass die Metapher nah an den drei Unterrichtszielen des Hamburger Modells angelegt ist. Allerdings wird der Aspekt der Solidarität so im Einzelnen nicht angesprochen. Durch das Verstehen der Metapher besteht aber Raum für eine Interpretation der Solidarität.

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens" anhand der kybernetisch-Informationstheoretischen Didaktik[Bearbeiten]

In welchem Maß lässt sich der Regelkreis, als Werkzeug der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik von Felix Cube (1997), mit der Metapher „Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ vereinbaren?

Das Regelkreismodell beginnt mit einem von außen, nicht näher definiertem Sollwert. Der Sollwert ist das zu erreichende Lernziel. Das Ziel wird in der Metapher als Ausbauen/Erweitern des Wissenschatzes definiert. Als Regler dient in der Metapher der Gärtner, der durch seine Vorbereitungen/Planungen das Stellglied bildet. Durch das Stellglied wird die Steuerung übernommen. In der Metapher fungiert das Anlegen des Gartens/Vorbereitung des Bodens als Stellglied. Der Adressat, der Lernende, des Regelkreises wird in der Metapher durch die Pflanze verkörpert. Im Regelkreis korrigiert der Regler den Adressaten, wenn er 'vom Weg abkommt' so auch in der Metapher, der Gärtner schneidet die Pflanzen zurück und/oder bekämpft Schädlinge. Jedoch bezieht sich das zurückschneiden auf die Individualität des Lernenden. Auf den Lernenden wirken Störgrößen ein, die in der Metapher durch das Wetter dargestellt werden. In der Metapher sind keine Meßfühler, z.B. Klausuren, vorgesehen. Daher erhält der Regler, keine Auskunft darüber, wie der aktuelle Ist-Zustand ist. An dieser Stelle wird der Regelkreis unterbrochen.

Die Metapher „Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ lässt sich nicht/ nur schwer mit dem Regelkreis von von Cube vereinbaren.

Während sich der Regelkreis keine Individualität kennt und nur kleinere Abschnitte regelt, bezieht sich die Metapher stark auf die Individualität der einzelnen Personen/Pflanzen und soll den Prozess des lebenslangen Lernen darstellen.

Felix Petri


Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ anhand der „Konstruktivistischen Didaktik“[Bearbeiten]

Die Metapher „Lernen ist wie das Anlegen und Pflege eines wilde Gartens“ wird im weiteren Verlauf unter Berücksichtigung des didaktischen Modells der konstruktivistischen Didaktik betrachtet. Die zuvor genannte Metapher wird mit Hilfe der Fragestellung „Inwieweit findet eine Schülerzentrierung, z.B. durch eigenständige Beobachtungen, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler und Schülerinnen (SuS) mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?“ analysiert. Reich beschreibt den Lernprozess als einen didaktischen Kreislauf, der aus der Konstruktion (Erfindung), der Rekonstruktion (Wiedergabe) und der Dekonstruktion (Enttarnung) besteht (vgl. Terhart 1999, S.294). Überträgt man dies auf die Metapher des „anlegen und pflegen eines wilden Gartens“, so erkennt man, dass die Pflanzen in alle Richtungen wachsen und neue Triebe ausbilden können (vgl. Metapher). Für die Lernenden heißt das, man kann seine eigenen Erfahrungen machen, seinen Interessen und Stärken nachgehen. Anhand des Gärtners allerdings, der für die Pflege, das Zurückschneiden und für die Schädlingsbekämpfung zuständig ist, wird deutlich, dass dieser unerlässlich für das richtige Gedeihen der Pflanzen ist (vgl. Metapher). Dieser greift nur punktuell und in unterstützender Wirkung ein. Er möchte das beste für seine Schößlinge, auch wenn dies bedeutet, dass er aktiv in den Prozess eingreifen muss. Schülerzentriert bedeutet dies für den Lehrer, er soll dafür sorgen, dass die SuS Fehlerquellen gleich im Keim ersticken, ähnlich dem Gärtner, der Schädlinge bekämpft, dass die Stärken der SuS frühzeitig entdeckt und gefördert werden, stutzen und entfernen unliebsamer Triebe -durch Schädlinge verursacht oder hinderlich für die Entwicklung- , und dass die SuS diesen Prozess der Interessensbildung mit geringer Ünterstützung (hinweisen, aufzeigen), aber dennoch eigenständig und selbstverantwortlich durchführen, denn der Gärtner sorgt für das richtige Umfeld, Nährboden und Bewässerung.

Weiterhin möchte die konstruktivistische Didaktik Mitsprache der SuS generieren und ein verbessertes Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden erzeugen (vgl. Terhart 1999, S 294). Auch der Gärtner strebt eine gute Beziehung zu seinen Schützlingen an, um passiv an dem Heranwachsen der Pflanzen teilzunehmen, in dem er optimale Bedingungen schafft. Dies wird dem Gärtner durch Vielfalt und Wachstum gedankt. So verhält sich auch die Beziehung zwischen Lehrendem und Lernendem. Der Lehrende sorgt dafür, dass sich die SuS wohlfühlen, nährt sie mit Material und hilft ihnen bei Schwierigkeiten. Im Gegenzug erfährt der Lehrende den Erfolg und die Entwicklung der SuS. Beide Seiten verbindet Vertrauen. Daraus resultiert ein verbessertes Verhältnis. Ist dies nicht gegeben, so ist der Entwicklungsprozess der Pflanze oder des Schülers gehemmt.

Abschließend kann man sagen, dass die Metapher des wilden Gartens schülerzentriert angelegt ist und darauf hinaus zielt, die Individualität und die Selbsterfahrung der Lernenden zu fördern und sich auf deren Stärken zu konzentrieren. Einzig und alleine ist Kommunikation und Erfahrungsaustausch zwischen den Pflanzen ist nicht gegeben, was auch bei den SuS zu Verbesserungen führen kann.

Analyse der Metapher "Lehren und Lernen ist wie das Anlegen und Pflegen eines wilden Gartens“ anhand der „Kritisch-konstruktivistische Didaktik“[Bearbeiten]

Welche Möglichkeiten werden den SuS im Unterricht/ Schulsystem geboten, um ihre Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit weiter zu entwickeln?

Auf die zentralen Aspekte der Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit wird in der Metapher nicht explizit eingegangen. In einigen Abschnitten wird allerdings indirekt Bezug auf die Selbstbestimmungs- und Mitbestimmungsfähigkeit genommen. Eine Solidaritätsfähigkeit oder allgemein eine Interaktion zwischen den Schülern wird in der Metapher nicht thematisiert.

„Dabei können die Pflanzen Ihrer Natur entsprechend wachsen, so wie bei den Lernenden die Individualität im Vordergrund stehen sollte. “Die angesprochene Individualität der Lernenden deutet eine Selbst- oder Mitbestimmungsfähigkeit an. Durch die Analogie zur Natur der Pflanze scheint es aber keine bewusste Selbst- oder Mitbestimmung zu sein, sondern eher eine unbewusster Vorgang, der nicht eingeschränkt wird. Diese Natur der Pflanze wird in einem weiteren Abschnitt nochmals aufgegriffen: „Ebenso pflegt ein Gärtner beständig seinen Garten, zum Beispiel durch Gießen, Schädlingsbekämpfung, zurückschneiden, Düngen, so dass die Pflanzen ihrer Natur entsprechend wachsen und sich bestmöglich entfalten können.“ Der Gärtner als Metapher zum Lehrenden schafft hierbei lediglich einen wünschenswerten und förderlichen Rahmen.

Die Uneingeschränktheit wird nochmals durch ein freies Wachsen betont: „Dementsprechend ist der Garten auch nicht eingezäunt oder anderweitige Eingrenzung, sondern kann frei wachsen und sich entfalten, wie Lernen und Lehren auch nicht eingeschränkt sein sollte.“ Damit wird allerdings wie eingangs erwähnt nicht direkt eine Selbst- oder Mitbestimmung an den Lehrinhalten angesprochen, sondern eine Freiheit des eigenen Agierens.

Wiederum eingeschränkt wird diese Freiheit durch das metaphorische Wetter. „Das Wetter, dem ein Gärtner und die Pflanzen unweigerlich ausgesetzt ist, kann mit äußeren Umständen gleich gesetzt werden, auf die kein Einfluss genommen werden kann und die zum Teil überraschend auftreten. Hierzu können soziale oder auch familiäre Faktoren zählen, die das Lehren und Lernen beeinflussen.“ Das Wetter bzw. soziale oder familiäre Faktoren reduzieren die Freiheit des Lehrenden sowie des Lernenden und damit auch seine Selbst- und Mitbestimmungsfähigkeit.

Eine weitere Einschränkung erfolgt direkt durch den Gärtner. „Das Zurückschneiden bedeutet in diesem Kontext nicht die Normierung auf bestimmte Maße, sondern vielmehr die Konzentration auf die Talente, Begabungen und auch Interessen des Lernenden. Manche Teile einer Pflanze werden zurückgeschnitten, um dafür anderen Trieben mehr Raum und Kraft zu geben.” Das Ziel des „Zuschneidens“ ist es zwar sich auf Talente und Begabungen zu konzentrieren, nur entscheidet nicht der Lernende auf welche Talente und Begabungen er sich konzentrieren möchte, sondern der Gärtner, das heißt der Lehrende.

Adrian Schrock

Analyse der Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus bauen“ anhand der „Dialektischen Didaktik“[Bearbeiten]

Anhand des didaktischen Modells „Dialektische Didaktik“, wird im Folgenden die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie ein Haus zu bauen“ analysiert. Hierbei liegt der Fokus auf dem Verhältnis von Lehrenden und Lernenden. Dieses wird daraufhin untersucht, inwieweit die didaktische Zielstellungen „Mitentscheidung“, „Mitgestaltung“ und „Mitverantwortung“ (Jank & Meyer 2011, S.259) in der Metapher berücksichtigt werden.

Der Lehrplan stellt für Klingberg eine verbindliche Grundlage für organisatorische und curriculare Gestaltung von Schule und Unterricht dar. Genau wie von der Bauordnung/Bauplan, in der Metapher werden grundlegende Dinge organisiert und ein Rahmen geschaffen, in welchem man sich als Lehrender beziehungsweise Bauleiter bewegen kann. Der Lehrplan als verbindliche Grundlage der Dialektischen Didaktik passt folglich zu den Vorstellungen der Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus bauen“.

Die Subjektpositionierung des Lehrenden und der Lernenden wird, in der Metapher durch das Verhältnis von Bauleiter und Bauherr, beziehungsweise Universalbauarbeiter bestimmt. Es ist die Aufgabe des Bauleiters, das für den Hausbau notwendige Material zur Verfügung zu stellen. Der Bauherr verbaut dieses Material nach individuellen Vorlieben. Dies bedeutet, dass der Lehrstoff vorgegeben ist und der Schüler kein direktes Mitentscheidungsrecht auf die Auswahl des Stoffes hat. Nachdem die Auswahl erfolgt ist, bekommt er die Inhalte von dem Lehrenden präsentiert. Daraufhin werden individuelle Entscheidungen getroffen, wie zum Beispiel welcher Stoff erlernt und im Kopf behalten wird und welche Fachrichtungen weiter vertieft werden. Diese Entscheidungen entsprechen dem Aufbau und der Gestaltung der Zimmer. Der, in der Dialektischen Didaktik wichtige Punkt der „Mitentscheidung“ wird in der Metapher kaum berücksichtigt, da der Bauherr die Baumaterialien aussucht. Im Gegensatz dazu ist, durch die freie Gestaltung der Zimmer sehr viel Platz für die Mitgestaltung des Unterrichts in der Metapher eingeräumt. Bei dem Punkt der „Mitverantwortung“ gibt es, zum einen keine bei der Auswahl der Themen, jedoch sind die Lernenden selbst dafür verantwortlich, dass ihr Haus stehen bleibt und gut aussieht. Sie haben also die Verantwortung zu entscheiden, was sie sich merken und wie weit sie in ein Thema eintauchen wollen. Sie sind ebenfalls selbst für die Gestaltung der Zimmer verantwortlich. In dieser Gestaltung kann man das, laut Klingberg nötige aktive Handeln der Schüler sehen, um den Unterricht zu Ende zu konstituieren. „Letzten Endes entscheiden die Schüler selbst, was aus einem ,vorgegebenen Inhalt' in ihren ,Köpfen' und ,Händen' wird (...)“ (Klingberg 1990, S.56). Die Schüler haben bei Klingberg und beim Hausbau eine große Mitverantwortung für das Gelingen des Unterrichts.

Das Verhältnis zwischen Bauherr und Bauarbeiter erscheint in der Metapher starr und unveränderlich. Es besteht immer der Führungsanspruch des Bauherren. In der Dialektischen Didaktik sind Veränderungen dieser Struktur jedoch gewollt. Der Lehrer sollte nicht immer allein die führende Person sein, sondern Schüler sollen auch wichtige Entscheidungen mitbestimmen. In der Metapher gibt es erst bei der Raumgestaltung der Zimmer selbst geführtes Lernen, jedoch im Sinne von lebenslangem Lernen ohne Einfluss des Bauleiters.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Metapher „Lehren und Lernen ist wie ein Haus bauen“ viele wichtige Aspekte der Dialektischen Didaktik beinhaltet, jedoch der Bauleiter zu wenig Mitspracherecht für die Bauarbeiter zulässt, um dem Lehrer der Dialektischen Didaktik zu entsprechen.

Philip Steigner

Analyse bezüglich der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie Fußball“ Erläuterung durch Klafki, und der Fragestellung: "Welche Möglichkeiten werden den SuS im Unterricht/Schulsystem geboten, um ihre Selbstbestimmungs-, Mitbestimmung- und Solidariätsfähigkeit weiter zu entwickeln?"[Bearbeiten]

In der folgenden Analyse befasse ich mich mit der Fragestellung: “Welche Möglichkeiten werden den SuS im Unterricht/Schulsystem geboten, um ihre Selbstbestimmungs-, Mitbestimmung- und Solidariätsfähigkeit weiter zu entwickeln?“ in Bezug auf die Metapher „Lernen und Lehren ist wie Fußball“. Zu Beginn werde ich eine grobe Struktur der Metapher da legen in der dem Leser dieser Analyse deutlich gemacht werden soll, wie genau diese Metapher zu verstehen ist. Ich zähle nun die einzelnen Bestandsteile der Metapher in Bezug auf die Schule auf, hierbei gehe ich wie folgt vor: Bedeutung in der Metapher = Bedeutung in der Schule, Verband = Schule (schulische Einrichtung), Verein = Klasse, Mannschaft = Lernender, Taktik = (Lern-)Konzept, Schiedsrichter = höhere Instanz, Spiele = Herausforderungen, Gegner = spezifische Eigenschaften einer Herausforderung, Sieg/Niederlage = Herausforderung bewältigt/nicht bewältigt, Turniere = Lebensziele [ ausscheiden = scheitern], Training = Unterricht, Fans = Unterstützer (Familie, Freunde, usw.), Form = Laune/Lust, Equipment(Gegebenheiten) = Bedingungen, Wetter = nicht beeinflussbare Faktoren, Regelwerk = Lehrplan. Es handelt sich bei dieser Metapher um einen ist Zustand.

In dieser Analyse werde ich nicht auf alle Bestandteile detailliert eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde, ich werde einzelne Bestandteile hervorheben die mir positiv als auch negativ in Bezug auf unsere Fragestellung aufgefallen sind.

Was ich besonders zutreffend finde ist, dass man in dieser Metapher nicht als ein einzelnes Objekt betrachtet um den sich alles dreht, man betrachtet hier die SuS als Teil einer Klasse/Gemeinschaft bzgl. der Metapher als Mitglied eines Vereins. Dies spricht dafür, dass die SuS im Einzelnen nicht bevorzugt werden sondern sich mehr oder weniger unterordnen müssen, dies wiederum lässt die SuS dennoch selbstentscheiden was sie, wie intensiv lernen und wo ihre eigenen Fähigkeiten bzw. Stärken liegen. Dies heißt, dass jeder SuS sich hier einer Gemeinschaft unterordnen muss, was wiederum die Solidaritätsfähigkeit als auch die Mitbestimmungsfähigkeit des einzelnen fördert und stärkt, trotz dieser Unterordnung werden die Fähigkeiten des einzelnen in diesem Schulbild dennoch beachtet und gefördert, hier ist der Vergleich zu einem Fußballverein nahezu perfekt, denn das grobe Training findet im Verein statt, dennoch muss jedes Individuum für sich selbst trainieren um seine eigenen Fähigkeiten zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Was ein eher nicht so auf unsere Fragestellung zutreffender Punkt ist, und wo die Frage aufkommt, werden dem Schüler hier die Möglichkeiten die wir spezifisch in unserer Fragestellung betrachten geboten, dies ist für mich hauptsächlich in dem Punkt die Form mit Laune/Lust gleichzusetzen, denn ich persönlich würde Aufgrund meiner erlangten Erkenntnisse die Form eher dem Wissenstand zu ordnen und somit würde die Form = Laune/Lust kein unbestimmter Faktor mehr sein, denn betrachtet man dies er als Wissenstand des einzelne unter der Voraussetzung, dass es vom Lehrenden und Lernenden erkannt wird wo die Stärken und Schwächen des betroffenen liegen. Dann können die betroffenen SuS ihre Fähigkeiten im optimal selbst erkennen oder mit Unterstützung des Lehrenden, dies wiederrum führt dazu, dass in diesem Schulsystem die SuS für sich selbst bestimmen oder mitbestimmenkönnten, was müssen sie selbst nochmals behandeln/lernen um ihren Wissensstand zu erweitern. Wird dies erreicht und der Wissenstand ist dem der Klasse oder des Unterrichts wieder angepasst, so erlangen sie hiermit wieder ihre Solidaritätsfähigkeit, in dem sie anderen helfen können oder sich mit ihnen austauschen können. Im Großen und Ganzen empfinde ich die Metapher als sehr zutreffend gewählt, denn in vielen Bestandteilen dieser können die SuS ihre Selbstbestimmungs-, Mitbestimmung- und Solidariätsfähigkeit weiterentwickeln als auch stärken. Auch in Hinblick auf meines Schwerpunktes der Analytischen Dimension nach Klafki ist weites gehend alles erfüllt (siehe: https://de.wikibooks.org/wiki/Lehren,_Lernen_und_Bildung_metaphorisch_verstehen/_Denkwerkzeuge/_Didaktische_Modelle/_Kritisch-konstruktivistische_Didaktik / Analytische Dimension )

Florian Brehm

Analyse bezüglich der Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ und der Fragestellung: Welche Möglichkeiten werden SuS geboten, um ihre Selbstbestimmungs-,Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit weiter zu entwickeln?[Bearbeiten]

Diese Metapher skizziert einen Park, in dem von einem Hauptweg verschiedene Abzweigungen zu einzelnen Blumenwiesen abgehen. Die Blumenwiesen unterscheiden sich voneinander deutlich in ihrer Schönheit und in ihrer Kraft. In dem Park gibt es Gärtner und Kinder. Die Gärtner hegen und pflegen die Blumenwiesen jeweils auf ihre Weise, die Kinder nutzen den Park als Spielwiese, beteiligen sich aber auch an der Pflege der Blumenwiesen oder graben einzelne Blumen aus, die sie zur weiteren Aufzucht mit nach Hause nehmen dürfen. Die Gärtner stellen in dieser Metapher die Lehrenden dar, die Kinder sind die Lernenden, die Blumen stellen wiederum die Kompetenzen und Fähigkeiten dar, die erreicht werden können. Der Park selbst ist die Bildungsinstitution, in der der Hauptweg die Schullaufbahn beschreibt. Die kritisch-konstruktive Didaktik nach Klafki strebt als Ziel von Bildung an, den Lernenden zu emanzipieren. Das bedeutet aber, dass nicht nur der Lehrplan den Unterricht bestimmt, sondern dass die Lernenden mehr und mehr dazu befähigt werden sollen, Selbstbestimmungs-, Solidaritäts- und Mitbestimmungskompetenzen zu erlangen (vgl. Klafki, 2007, S. 15). In unserer Metapher wird relativ schnell deutlich, auf welche Weise die Selbstbestimmungsfähigkeit der SuS gefördert wird. Der Gärtner als der Lehrende sorgt zwar für die Grundvoraussetzung – einen Park (die Schule) als geschützten Raum – in dem er durch Säen oder Gießen (neue bzw. erweiterte Lehrinhalte) für ein vielfältiges Angebot von Kompetenzen verantwortlich ist. Der Zustand der Blumen hängt eng mit dem Engagement des Lehrenden zusammen. Je engagierter die Lehrkraft, desto attraktiver ist das Angebot, sich Kompetenzen und Fähigkeiten (Blumen) anzueignen bei den Lernenden (Kindern). Doch gibt es in diesem System, das zunächst einmal stark von der Pflege des Gärtners abhängt, eine Entwicklung zur Selbstbestimmungsfähigkeit. Die SuS nehmen die pflegerischen Maßnahmen des Lehrenden unterschiedlich stark an. Die einen spielen im Park und erfreuen sich des Lebens, die anderen graben Blumen aus und nehmen sie zur weiteren Pflege und zum weiteren Wachstum mit nach Hause. Auf diese Weise erweitern sie – ggfs. mit Hilfe des Lehrenden – ihre Kompetenzen und Fähigkeiten. Manchmal bringen die SuS sogar Pflanzen mit in den Park, die sie mit anderen teilen möchten, indem sie sie einpflanzen. Dies sind die Erfahrungen, die Lehrende tagtäglich in unserem Schulsystem machen. Die Kompetenzansammlung des einzelnen Schülers zeigt sich in seinem persönlichen Blumenbeet, das in seinem Wachstum auch durch äußere Einflüsse beeinflusst wird. So wird die eine Pflanze mehr zur Sonne streben als die andere oder z.B. mehr Wasser aufnehmen und verarbeiten als ihr Nachbar, die Kompetenzen werden bei den SuS unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Blumenwiese im Park stellt im übertragenden Sinne aber auch das Kompetenzangebot einer Schulklasse dar. Und hier geht es dann um Solidarität. Sobald die SuS durch die umsichtige Pflege des Gärtners merken, dass sie im Miteinander eine schönere Blumenwiese haben werden, werden sie danach streben, ihre Kompetenzen miteinander zu kombinieren und sich gegenseitig zu besseren Leistungen zu motivieren. Durch Ausgraben und Umsetzen der Blumen wird dafür gesorgt, dass diese sich nicht gegenseitig Sonne und Luft zum Gedeihen nehmen. Die SuS erhalten beim Erwerb der angestrebten Kompetenzen Unterstützung von den Gärtnern (den Lehrkräften und den Eltern) und sie unterstützen sich – wie oben beschrieben – gegenseitig. So ist der Lernprozess der SuS am Ende immer noch unterschiedlich zu bewerten, genauso wie die unterschiedliche Qualität der persönlichen Blumenwiesen, aber dieser Lernprozess steht trotzdem – wie bei Klafki – immer im Vordergrund. Auch die Mitbestimmungsfähigkeit wird innerhalb dieses Schulsystems gefördert. Die SuS erlernen zunächst unter Anleitung der Gärtner, was die Blumenwiese für das Wachstum benötigt. Langsam erkennen sie dann aber, welche Blumen sie für ihre persönliche Blumenwiese haben möchten, graben diese aus und pflegen sie in eigener Regie zuhause weiter. Auf diese Weise bestimmen sie mit, welche inhaltliche und pädagogische Unterstützung sie benötigen, um ihren Lernprozess erfolgreich zu gestalten und schaffen es im Idealfall sogar, diesen Prozess eigenständig zu gestalten und zu reflektieren. Deshalb kann auch diese Metapher der kritisch-konstruktiven Didaktik Klafkis wohl gerecht werden.

Lehren und Lernen ist wie das Wandern anhand der kritisch-konstruktivistischen Didaktik[Bearbeiten]

Lehren und Lernen ist wie Wandern. Diese Metapher für das Lehren und Lernen soll nun, mit Hilfe des pädagogischen Denkwerkzeugs, der kritisch-konstruktivistischen Pädagogik analysiert werden. Genauer soll es dabei um die normative Dimension dieses Denkwerkzeugs gehen und wie sich dies mit der Metapher vereinbaren lässt. Es wird der Frage nachgegangen Inwieweit das Wandern als Interaktionsprozess verstanden werden kann? In der Metapher wird der Lernende als Wanderer verstanden, der auf seinem Weg, welcher das Lernen symbolisiert, so genannte Infopoints erreicht. Diese Infopoints beherbergen eine Person, die als LehrerIn zu verstehen ist. Diese Person kann dem Lernenden den Weg weisen, auf Fragen antworten und die Ausrüstung den Lernenden zur Verfügung stellen. Die Ausrüstung symbolisiert die Unterrichtsmaterialien. Wolfgang Klafkis kritischer Bildungsbegriff erscheint für diese Metapher passend, da Klafkis Ziel von Bildung und Unterricht darin besteht, dass Lernenden, Hilfen zur Entwicklung ihrer Selbstbestimmungsfähigkeit mitgegeben wird (vgl. Klafki 2007, S. 15). Unterricht muss also flexibel gestaltet sein, um auf die unterschiedlichen Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Insofern ist die Metapher hier zutreffend, denn die Infopoints ermöglichen es jedem Schüler individuelle Fragen zu stellen oder die Ausrüstung mitzunehmen, die sie benötigen. Es werden also nicht für alle pauschal nur Regenjacken bereitgelegt, sondern eben auch Schirme, um bei dem Bild der Metapher zu bleiben. Somit können die SuS individuell, das Fordern, was sie für ihre Situation benötigen. Nach Klafki macht Unterricht überhaupt dann erst Sinn. Das flexible reagieren der LehrerInnen sei nötig um „guten“ Unterricht zu gestalten (vgl. Klafki 2007, S. 32). Dies bedeutet auch, dass LehrerInnen unterschiedlich auf die einzelnen Bedürfnisse von SuS reagieren. In dieser Metapher wird dies durch die unterschiedliche, individuelle Ausrüstung gewährleistet. Darüber hinaus verlangt Klafki aber, dass Lehren und Lernen als Interaktionsprozess verstanden werden soll, bei dem Lernende wie Lehrende einen Lernprozess vollziehen (vgl. Klafki 2007, S.15). Hier stößt die Metapher an ihre Grenzen. Selbstverständlich vollzieht der Wanderer einen Lernprozess, da er seinen Weg (Lernen) geht und dabei sogar Hilfe, Ratschläge und Ausrüstung bekommt. Auch die Interaktion ist letztlich gewährleistet, da man die Metapher soweit verstehen kann, dass LehrerInnen und SuS sich austauschen müssen, wenn SuS einen Infopoint betreten. Sowohl LehrerInnen als auch SuS können dann Fragen stellen. Es wird aber in der Metapher nicht explizit darauf eingegangen, dass LehrerInnen dies auch tun sollen. Nach Klafki wäre aber genau dies nötig. LehrerInnen müssen sich rückversichern, ob denn der Weg auch klappt. Des Weiteren stellt sich die Frage inwieweit die LehrerInnen untereinander in Kontakt stehen. Wenn eine LehrerIn an Infopoint Eins sitzt, bekommt sie keine Information über die Fragen und Geschehnisse an Infopoint zwei, drei und so weiter. Da aber auch Lehrende einen Lernprozess durchlaufen sollen, müssen sie am Geschehen auch teilhaben. Insofern müsste man in der Metapher erläutern, ob sich der Weg (das Lernen) nur auf ein Fach bezieht und ob in den Infopoints immer dieselbe Lehrperson sitzt. Säße dieselbe LehrerIn in den verschiedenen Infopoints, wäre der von Klafki verlangte Lernprozess von Lehrenden in der Metapher gegeben.

Analyse der Metapher „ Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ anhand des Denkwerkzeuges der Kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik[Bearbeiten]

Mit Hilfe der Kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik soll untersucht werden, inwieweit die Anwendung des aus der Kybernetik bekannten Regelkreises auf die Metapher „Lehren und Lernen im Unterricht ist wie eine Blumenwiese“ möglich ist.

Die Kybernetisch-informationstheoretische Didaktik fasst den Erziehungsprozess als ein Reglungsprozess auf. Die Reglung erfolgt über einen ständig zu korrigierenden, zielgerichteten Steuerungsprozess, dieser wird mit Hilfe eines Regelkreises beschrieben. Die wichtigsten Elemente des Regelkreises sind der Soll-Wert, der Regler, das Stellglied, die Regelgröße und der Messfühler. ( vgl. von Cube 1997) Wichtig ist dabei zu beachten, dass der Regelkreis laut von Cube ein Funktionsschema und kein festes Personenschema darstellt. Die Rolle des Reglers im Erziehungsprozess muss daher zum Beispiel nicht fest dem Lehrer zugeschrieben sein. ( vgl. von Cube 1997, S. 61)

Ähnlich gestaltet sich dies bei der ausgewählten Metapher. Hier ist der Lehrer verantwortlich für den Anbau und die Pflege der Blumen, welche die verschiedenen Kompetenzen darstellen. Dadurch hat er die Möglichkeit das Angebot an Kompetenzen und deren Weitergabe zu regulieren. Unklar bleibt jedoch inwieweit er die Blumenarten bzw. Kompetenzen für den Anbau auf der jeweiligen Blumenwiese auswählen kann. Die weitaus größere Rolle als Regler haben jedoch die SuS selbst inne. „Jeder SuS gehört einer Klassengemeinschaft an und kann sich an dem Kompetenzangebot für seine Klasse bedienen.“ Sie selbst können daher entscheiden, welche Blumen sie aus dem Angebot nehmen und in ihrem eigenen Garten anpflanzen. Die SuS können weiterhin eigene Blumen anbauen und somit in das Kompetenzangebot einfließen lassen. Generell wird dem Schüler in der Metapher mehr Freiraum gelassen, als im Regelkreis, bei dem die Eigeninitiative des Schülers keine Beachtung findet.

Der Soll-Wert legt das Ziel der Reglung fest. Versucht man dies auf die Metapher Lehren und Lernen ist wie eine Blumenwiese zu übertragen, wird man sogleich auf eines der Probleme dieses Vergleiches aufmerksam. Die Metapher legt nur ein Hauptziel fest, nämlich den individuellen Kompetenzerwerb der SchülerInnen. Dieser erfolgt im Laufe der ganzen Schulzeit und soll individuell auf jeden Schüler angepasst werden. Des Weiteren wird bei dieser Metapher kein Bewertungssystem eingeführt, sondern viel mehr bewusst außen vorgelassen, da es sich um einen wünschenswerten Soll-Zustand des Erziehungs- und Lernprozesses handeln soll. Dies steht im Gegensatz zum Regelkreis der Kybernetik, dessen zentrale Funktion darin besteht einen gewünschten Soll-Wert mit dem Ist-Wert zu vergleichen und über Reglungsprozesse den Soll-Wert zu erlangen. Übertagen auf den Erziehungsprozess ist es notwendig feste Ziele zu setzten und deren Erreichung mittels einer Lernkontrolle, dem Messfühler im Regelkreis, zu überprüfen. Das Fehlen von festgelegten Zielen, dem Ausgangspunkt eines Regelkreises, macht dessen Anwendung auf die Metapher schwierig. In der Metapher wird außerdem großen Wert auf die Pflege der bereits angeeigneten Kompetenzen gelegt. Im Regelkreis der Kybernetik findet dies keinen Platz.

Abschließend lässt sich sagen, dass durch die unterschiedliche Schwerpunktslegung die Metapher und der Regelkreis der kybernetischen Didaktik nur schwer miteinander vereinbar sind. Die Metapher legt ihren Fokus mehr auf die Schüler und Schülerinnen und deren Individualität, wohingegen in der Kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik von einem zielgerichteten Reglungsprozess des Lernens ausgegangen wird.

Lehren und Lernen ist wie eine Blumenwiese unter Beachtung der dialektischen Didaktik analysiert[Bearbeiten]

Inwiefern wird die Subjekt-Objekt Problematik bei dem Beispiel der Blumenwiese deutlich? Im Folgenden wird die Metapher analysiert und nach Kriterien der dialektischen Didaktik ausgewertet. Der Park mit dem Hauptweg stellt in der Blumenwiesen Metapher die Schule dar. Genauso braucht man für den Unterrichtsansatz der dialektischen Didaktik auch eine Bildungseinrichtung mit Schullaufbahn. Des Weiteren ist an der Metapher positiv hervorzuheben, dass die Lehrer, in diesem Fall die Gärtner, auf unterschiedlichste Art und Weise auf die Schüler agieren. (vgl. Klingberg 1990, S.11) Die Gärtner gießen, pflanzen an oder streuen ganz frische Samen. Ähnlich ist es bei der dialektischen Didaktik bei der, der Lehrer im Zusammenspiel mit Grundschülern Lesen und Rechnen bei den Kindern einstreut, in den höheren Klassen neues Wissen pflanzt oder eben begabte Schüler fördert in dem er deren Stärken pflegt und gießt. (vgl. Klingberg, S. 15) Hier wird vor allem das Prinzip des Lehrens der dialektischen Didaktik hervorgehoben. Jedoch gehört das Lernen genauso zum Grundverhältnis der dialektischen Didaktik. Im Hinblick hierauf ist zu sagen, dass dies in der Metapher nur auftaucht, wenn Kinder ihre von zu Hause mitgebrachten Pflanzen einpflanzen. Die Kinder sollten nicht nur Rezipienten sondern auch Produzenten sein. (vgl. Klingberg, S. 11) So ist eine Kommunikation mit den Gärtnern nötig um ideele und materielle Prozesse in der Blumenwiese einzubringen. Dies fehlt allerdings in der Metapher. Darüber hinaus ist ein möglicher schlechter Zustand der Blumen bei der dialektischen Didaktik nicht immer vom Engagement des Lehrers abhängig. Der Zustand der Blumen kann auch schlecht sein, wenn der Schüler sich selbst nur als Objekt sieht und sich im Unterricht nicht einbindet. (vgl. Klingberg, S.12) In der Metapher könnte der Gärtner zum Beispiel den Kindern das pflücken der Blumen für das eigene Blumenbeet verbieten. Im Fall der Metapher ist der Gärtner positiv zu erwähnen, weil er nicht der alleinige Führer des Gartens ist. Idealerweise sind Gärtner und Kinder unmittelbare Akteure des Parks. Sie sollten die Blumenwiesen miteinander und unter Kommunikation pflegen und aufeinander agieren und reagieren. Außerdem ist hervorzuheben, dass bei dieser Metapher eine höhere Instanz fehlt, welche den Lehrplan vorgibt. Diese Lücke ist jedoch gut vereinbar mit der dialektischen Didaktik, denn ein Lehrplan steht im Konflikt mit diesem bildungstheoretischen Modell. Der Unterricht ist „chaotisch“ und ist nur durch einen Lehrplan schwer zu steuern für den Lehrenden. Der Lehrende muss sich immer auf Neues einstellen können. So muss auch der Gärtner bei unterschiedlichster Witterung flexibel sein. Alles in allem ist zu erwähnen, dass diese Metapher teils sehr gute Merkmale der dialektischen Didaktik vorweist aber auch einige Defizite hat bei dem Merkmal der Subjekt- und Objektposition.


Analyse der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Gärtnern und Gedeihen“ anhand der kritisch-konstruktiven Didaktik nach Wolfgang Klafki unter der Fragestellung: „Inwieweit findet eine Schülererziehung, z.B. durch eigenständige Beobachtung, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?“[Bearbeiten]

Klafki legt in seiner Theorie einen Schwerpunkt auf das „Selbst- und Mitbestimmungsrecht “ der Schüler*innen, was für den Unterricht konkret bedeutet, dass er interaktiv und schülerorientiert gestaltet sein muss (Vgl. Klafki 2007, S.15 f.). Das Ziel solch einer Unterrichtsform bzw. Lehr- und Lernsituation sei die Hinführung zur Emanzipation oder „Mündigkeit“ der Schüler*innen . Deshalb ist die obige Fragestellung daran angelehnt.

In der Metapher sind der Gärtner (Lehrkraft) und die Pflanzen (Schüler*innen) die Hauptakteure. Der Gärtner soll für seine Pflanzen die Grundbedingung für ein optimales Wachstum (Lernprozess)schaffen. Dabei hält er sich an seinen Plan (Lehrplan), der formelle Vorgaben zur Düngung, Bewässerung etc. enthält. Jedoch versucht er auch individuell auf seine Pflanzen einzugehen, da jede Pflanze sich in Form, Ausprägung und Bedürfnissen unterscheidet. D.h. der Gärtner muss auf die individuellen Bedürfnisse eingehen, um den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu ermöglichen. Nach Klafkis Vorstellungen kann man dies auf den schülerorientierten Unterricht übertragen. Beim erstmaligen Lesen der Metapher könnte der Eindruck entstehen, dass der Gärtner seinen Pflanzen zu viel „vorgibt“. Sobald nämlich eine Pflanze „Unregelmäßigkeiten“ aufweist, versucht der Gärtner sie durch verschiedene Hilfsmittel wieder in die richtige Richtung zu "biegen". In der Metapher steht dafür der Stock, welcher eine schief gewachsene Pflanze wieder gerade biegen soll. In der Erläuterung der Metapher wird allerdings darauf hingewiesen, dass es nicht darum gehen soll, die Pflanze, oder in unserem Fall die Schüler*innen wieder in eine vorgegebene Richtung zu biegen, sondern um (unter)stützende Hilfe zu leisten. Hierbei zeigt sich die Grenze der Metapher, da im normal Fall eine Pflanze in der Gärtnerei zwar nach individuellen Bedürfnissen gehegt und gepflegt wird, allerdings nicht mit dem Gärtner interagieren kann und deshalb nicht aktiv über seine „Pflege“ mitbestimmen kann. In passiver Hinsicht kann sie jedoch dem Gärtner durch ein rasches Wachstum, oder eine ertragreiche Ernte signalisieren, dass seine Pflege (z.B. tägliche Bewässerung, stutzen der Blätter etc.) die richtige war. Dennoch kann man sagen, dass das Selbst- und Mitbestimmungsrecht der Schüler*innen in dieser Metapher nicht ganz erfüllt werden kann, was wiederum am Metaphernmodell selbst liegt, da Schüler*innen und Pflanzen sich nicht eins zu eins miteinander vergleichen lassen. Was die Metapher jedoch leisten kann ist, der Vergleich mit einem, im Sinne Klafkis, „schülerorientierten Unterricht“, da der Gärtner für jede Pflanze „individuelle“ Wachstumsbedingungen, je nach ihren Bedürfnissen, schafft. Auch das in der Metapher genannte Ziel der Schaffung einer überlebensfähigen, „artgerechten“ Pflanze, findet sich im Emanzipationsziel Klafkis wieder, welches die Schüler*innen für das (Über)Leben in der Gesellschaft befähigen soll.

Welche Möglichkeiten werden den SuS im Unterricht/Schulsystem „Lehren und Lernen ist wie das gemeinsame Errichten eines Gebäudes mit Hilfe eines Bau-leiters“ geboten, um ihre Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidari-tätsfähigkeit weiter zu entwickeln?[Bearbeiten]

Diese Metapher skizziert das Errichten eines Gebäudes, bei dem der Prozess des Bauens im Vordergrund steht. Der Prozess wird hier gleichgesetzt mit dem Lernzuwachs der SuS, die in der Metapher die Bauarbeiter sind. Das entstehende Gebäude stellt den Lernerfolg der gesamten Klasse dar, da alle SuS gemeinsam an dem Projekt arbeiten. Der/die Bauleiter sind gleichbedeutend mit den Lehrenden, der Architekt steht sowohl für das Kultusministerium als auch für die Rahmenbedingungen, die Lehren und Lernen im Schulsystem ermöglichen. Die kritisch-konstruktive Didaktik nach Klafki strebt als Ziel von Bildung an, den Lernenden zu emanzipieren. Das bedeutet aber, dass nicht nur der Lehrplan den Unterricht bestimmt, sondern dass die Lernenden mehr und mehr dazu befähigt werden sollen, Selbstbestimmungs-, Solidaritäts- und Mitbestimmungskompetenzen zu erlangen (vgl. Klafki, 2007, S. 15). In unserer Metapher wird relativ schnell deutlich, auf welche Weise die Selbstbestimmungsfähigkeit der SuS gefördert wird. Der Bauleiter als der Lehrende sorgt zwar für die Grundvoraussetzung einen Bauplatz, auf dem das Gebäude entstehen kann und einen Bauplan, in dem er die unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Projektes (neue bzw. erweiterte Lehrinhalte) beschreibt und ein vielfältiges Angebot von zu nutzenden bzw. zu erstrebenden Kompetenzen bietet. Der Endzustand des Gebäudes hängt dabei eng mit dem Engagement des Lehrenden zusammen. Je attraktiver der Bauplan bzw. je engagierter die Lehrkraft ist, desto motivierter sind die Lernenden (die Bauarbeiter), sich Kompetenzen und Fähigkeiten (handwerkliches Können) anzueignen und das gemeinsame Bauprojekt zu einem Erfolg zu führen. Auch wenn dieses System zunächst einmal einen Bauplan benötigt, der relativ stark lenkt, gibt es trotzdem eine Entwicklung zur Selbstbestimmungsfähigkeit. Die Lernenden bringen zunächst ihre individuellen Fähigkeiten sowie ihre charakterlichen Eigenschaften mit, diese können sie aber im Laufe der Arbeit am Bau stetig reflektieren und verbessern. Der Bauleiter hat dabei die Aufgabe, Hilfestellung zu geben und dadurch die Effizienz der Bauarbeiter (die Kompetenzen der SuS) zu erhöhen bzw. zu verstärken. Da in der Metapher die Bauarbeiter keine Spezialisten sind, sondern Universal-Bauarbeiter, zeigt sich die Kompetenzansammlung des einzelnen Schülers in der Vielfalt seiner Bauarbeiten, die er im Prozess übernimmt. Hier wird es, wie im realen Schulsystem, individuelle Unterschiede geben, der eine wird seine Kompetenzen breiter streuen, der andere wird sich auf wenige, eher ähnliche Arbeitsgebiete fokussieren. Die Errichtung eines Gebäudes stellt im übertragenen Sinne aber auch das Kompe-tenzangebot einer Schulklasse dar. Und hier geht es dann um Solidarität. Sobald die SuS durch die klare Planung und gute Kommunikation des Bauleiters merken, dass sie im Miteinander ein besseres Gebäude errichten werden, werden sie danach streben, ihre Kompetenzen miteinander zu kombinieren und sich gegenseitig zu besseren Leistungen zu motivieren. Durch Absprechen der Arbeitsschritte und Aufteilen der Bauarbeiten wird dafür gesorgt, dass das Gebäude baulich und statisch ein hervorragendes Produkt wird. Die SuS erhalten beim Erwerb der angestrebten Kompetenzen Unterstützung von den Bauleitern (den Lehrkräften ggfs. auch den Eltern) und sie unterstützen sich - wie oben beschrieben – gegenseitig. So ist der Lernprozess der SuS am Ende immer noch unterschiedlich zu bewerten, genauso wie die unterschiedliche Qualität individuellen Arbeitsergebnisse sowie die unterschiedliche Quantität der Arbeitsschritte, aber dieser Lernprozess steht trotzdem – wie bei Klafki – immer im Vordergrund. Auch die Mitbestimmungsfähigkeit wird innerhalb dieses Schulsystems gefördert. Die SuS besprechen zunächst unter Anleitung der Bauleiter, wie der tägliche bzw. wöchentliche Arbeitsplan aussehen soll. Hier sind sie zunächst für alle Aufgaben eingeteilt. Langsam erkennen sie dann aber, welche Arbeitsbereiche für sie am ehesten in Frage kommen, arbeiten in diesen und erweitern in diesen ihre Kompetenzen. Auf diese Weise bestimmen sie mit, welche inhaltliche und pädagogische Unterstützung sie benötigen, um ihren Lernprozess erfolgreich zu gestalten und schaffen es im Idealfall sogar, diesen Prozess eigenständig zu gestalten und zu reflektieren. Deshalb kann diese Metapher der kritisch-konstruktiven Didaktik Klafkis sicher gerecht werden.

Analyse der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Gärtnern und Gedeihen“ anhand der kritischkonstruktiven Didaktik[Bearbeiten]

Analyse der Metapher „Lehren und Lernen ist wie Gärtnern und Gedeihen“ anhand der kritischkonstruktiven Didaktik nach Wolfgang Klafki unter der Fragestellung: „Inwieweit findet eine Schülererziehung, z.B. durch eigenständige Beobachtung, Explorationen und Mitbestimmung der Schüler mit Hilfe eines fördernden Lehrers statt?“ Klafki legt in seiner Theorie einen Schwerpunkt auf das „Selbst- und Mitbestimmungsrecht “ der Schüler*innen, was für den Unterricht konkret bedeutet, dass er interaktiv und schülerorientiert gestaltet sein muss (Vgl. Klafki 2007, S.15 f.). Das Ziel solch einer Unterrichtsform bzw. Lehr- und Lernsituation sei die Hinführung zur Emanzipation oder „Mündigkeit“ der Schüler*innen . Deshalb ist die obige Fragestellung daran angelehnt. In der Metapher sind der Gärtner (Lehrkraft) und die Pflanzen (Schüler*innen) die Hauptakteure. Der Gärtner soll für seine Pflanzen die Grundbedingung für ein optimales Wachstum (Lernprozess) schaffen. Dabei hält er sich an seinen Plan (Lehrplan), der formelle Vorgaben zur Düngung, Bewässerung etc. enthält. Jedoch versucht er auch individuell auf seine Pflanzen einzugehen, da jede Pflanze sich in Form, Ausprägung und Bedürfnissen unterscheidet. D.h.der Gärtner muss auf die individuellen Bedürfnisse eingehen, um den Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu ermöglichen. Nach Klafkis Vorstellungen kann man dies auf den schülerorientierten Unterricht übertragen. Beim erstmaligen Lesen der Metapher könnte der Eindruck entstehen, dass der Gärtner seinen Pflanzen zu viel „vorgibt“. Sobald nämlich eine Pflanze „Unregelmäßigkeiten“ aufweist, versucht der Gärtner sie durch verschiedene Hilfsmittel wieder in die richtige Richtung zu bringen. In der Metapher steht dafür der Stock, welcher eine schief gewachsene Pflanze wieder gerade biegen soll. In der Erläuterung der Metapher wird allerdings darauf hingewiesen, dass es nicht darum gehen soll, die Pflanze, oder in unserem Fall die Schüler*innen, wieder in eine vorgegebene Richtung zu biegen, sondern um (unter)stützende Hilfe zu leisten. Hierbei zeigt sich die Grenze der Metapher, da im normal Fall eine Pflanze in der Gärtnerei zwar nach individuellen Bedürfnissen gehegt und gepflegt wird, allerdings nicht mit dem Gärtner interagieren kann und deshalb nicht aktiv über seine „Pflege“ mitbestimmen kann. In passiver Hinsicht kann sie jedoch dem Gärtner durch ein rasches Wachstum, oder eine ertragreiche Ernte signalisieren, dass seine Pflege (z.B. tägliche Bewässerung, stutzen der Blätter etc.) die richtige war. Dennoch kann man sagen, dass das Selbst- und Mitbestimmungsrecht der Schüler*innen in dieser Metapher nicht ganz erfüllt werden kann, was wiederum am Metaphernmodell selbst liegt, da Schüler*innen und Pflanzen sich nicht eins zu eins miteinander vergleichen lassen. Was die Metapher jedoch leisten kann ist, der Vergleich mit einem, im Sinne Klafkis, „schülerorientierten Unterricht“, da der Gärtner für jede Pflanze „individuelle“ Wachstumsbedingungen, je nach ihren Bedürfnissen, schafft. Auch das in der Metapher genannte Ziel der Schaffung einer überlebensfähigen, „artgerechten“ Pflanze, findet sich im Emanzipationsziel Klafkis wieder, welches die Schüler*innen für das (Über)Leben in der Gesellschaft befähigen soll.


Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Jank und Hilbert Meyer. Didaktische Modelle. 7. Auflage 2005. ISBN: 978-3-589-21566-9
  • Wilhelm H. Peterßen. Lehrbuch Allgemeine Didaktik. 6. Auflage 2001. ISBN: 978-3-486-02561-3
  • Beck, Fritzsch, Häcker, Kahlert, Schöning, van Berk 2015: Metapher Häuser bauen ohne konkreten Bauplan.
  • Blankertz, Herwig (2000): Theorien und Modelle der Didaktik, 14. Aufl., Juventa Verlag, München.
  • Jank, Werner und Meyer, Hilbert 2002: Didaktische Modelle. 5. überarbeitete Auflage.- Berlin: Cornelsen Verlag.
  • Klafki, Wolfgang 1963: Das pädagogische Problem des Elementaren und die Theorie der kategorialen Bildung. 2. erweiterte Auflage. - Weinheim.
  • Klafki, W. (2007). Die bildungstheoretische Didaktik im Rahmen kritisch-konstruktiver Erziehungswissenschaft. In: Didaktische Theorien. Dortmund/Berlin: Bergmann + Helbig.
  • Klingberg, Lothar: Lehrende und Lernende im Unterricht. 1. Auflage. Berlin : Volk und Wissen Verlag, 1990
  • Reich, Kersten: Konstruktivistische Didaktik im Blick auf Aufgaben der Fachdidaktik Pädagogik. In: Klaus Beyer (Hg.): Planungshilfen für den Fachunterricht. Die Praxisbedeutung der wichtigsten allgemein-didaktischen Konzeptionen. Baltmannsweiler, Schneider Verlag Hohengehren, 2004, S.103-121 zuletzt abgerufen am 22.11.2015
  • von Cube, Felix (1997): Die kybernetische-informationstheoretische Didaktik. In: Gudjons (Hrsg.) & Winkel (Hrsg.): Didaktische Theorien. Bergmann + Helbig.
  • Peterßen, Wilhelm H.: Lehrbuch Allgemeine Didaktik. München: Oldenbourg-Schulbuchverlag 6. Aufl. 2001.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Artikel Kritisch-kommunikative Didaktik
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 Artikel Metapher
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