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Pseudoprimzahlen: Frobenius-Pseudoprimzahlen

Aus Wikibooks

Die Definition der Frobenius-Pseudoprimzahlen kann mit Lucas-Folgen  Un(P,Q)  und  Vn(P,Q), wobei D=P24Q  keine Quadratzahl ist, wie folgt ausgedrückt werden.[1]

Eine zusammengesetze Zahl n ist genau dann eine Frobenius-Pseudoprimzahl(P,Q), wenn

gcd(n,2QD)=1  (d. h. n ist ungerade und teilerfremd zu Q und D ), (1)
Unδ(P,Q)0(modn) und (2)
Vnδ(P,Q)2Q(1δ)/2(modn), (3)

wobei δ=(Dn) der Wert des Jacobi-Symbols ist.

Aus den Bedingungen (1), (2) und (3) folgt, dass auch die Kongruenzen

Un(Dn) und (4)
Vn(P,Q)P(modn). (5)

erfüllt sind.

Bezug zu anderen Pseudoprimzahlen

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Jede Frobenius-Pseudoprimzahl (P,Q) ist auch

Damit sind die Frobenius-Pseudoprimzahlen (P,Q) eine echte Teilmenge der Lucas- und Dickson-Pseudoprimzahlen mit denselben Parametern (P,Q) und der Fermatschen Pseudoprimzahlen zur Basis |Q|, wenn |Q|>1 ist.

Extrastarke Lucas-Pseudoprimzahlen

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In einem Primzahltest können statt Kongruenz 1 auch die Kongruenzbedingungen für starke Lucas-Pseudoprimzahlen angewandt werden, um den Test sicherer zu machen.

Die Kongruenzbedingungen sind damit die gleichen wie für die im Kapitel Lucas-Pseudoprimzahlen beschriebenen extrastarken Lucas-Pseudoprimzahlen, nur mit den (allgemeinen) Parametern (P,Q).

Da die Bezeichnung "starke Frobenius-Pseudoprimzahl"[2] anderweitig vergeben ist, sollte sie hierfür nicht verwendet werden.

Frobenius-Fibonacci-Pseudoprimzahlen

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Frobenius-Fibonacci-Pseudoprimzahlen sind Frobenius-Pseudoprimzahlen mit den Parametern P = 1 und Q = -1.

Anzahl der Frobenius(1,-1)-Pseudoprimzahlen und Überschneidung
mit fermatschen und Lucas-Pseudoprimzahlen
gleichzeitig Frobenius(1,-1)- &
Obergrenze x Frob(1,-1)[3] f(x)(I) eslpsp(1,-1) PsP(2) sPsp(2) lpsp slpsp
10 3 0 - 0 0 0 0 0
10 4 3 0.002 2 0 0 1 1
10 5 16 0.033 14 0 0 3 3
10 6 56 0.041 41 7 2 11 11
10 7 210 0.032 142 34 7 38 38
10 8 653 0.030 399 90 22 105 105
10 9 1929 0.027 1165 255 50 304 304
1010 5241 0.024 3096 628 121 757 757
1011 14149 0.022 8165 1632 329 2034 2034
1012 37527 0.021 21354 3975 832 5339 5339
1013 98702 0.021 55909 9827 2247 14070 14070
1015 15952 101788

(I) Mittlerer Anteil falscher Zeugen beim Miller-Rabin-Test.

Frobenius(3,-5)-Pseudoprimzahlen

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Die Häufigkeit von Frobenius-Pseudoprimzahlen kann abhängig von den Parametern sehr unterschiedlich sein. Mit den Parametern P = 3 und Q = -5 gibt es besonders wenige Pseudoprimzahlen. Die ersten sind 13333, 44801, 486157, 1615681, 3125281, 4219129, 9006401.

Die Häufigkeit kann durch Prüfung der Kongruenzen für starke Lucas-Pseudoprimzahlen noch weiter reduziert werden. Damit sind die ersten Pseudoprimzahlen mit diesen Parametern 44801, 3125281, 4219129, 9006401.

Mit wenig Mehraufwand können auch die Kongruenzen für starke Pseudoprimzahlen zur Basis Q=5 geprüft werden; dadurch wird die Häufigkeit weiter reduziert. Die ersten starken Lucas-Pseudoprimzahlen, die auch diese Kongruenzen erfüllen sind 44801, 4219129, 9006401, 25052527, 26332181, 51733921, 67194401.

Anzahl der Frobenius(3,-5)-Pseudoprimzahlen und Überschneidung
mit fermatschen und Lucas-Pseudoprimzahlen
gleichzeitig Frobenius(3,-5)- &
Obergrenze x Frob(3,-5)[3] f(x)(I) eslpsp(3,-5) eslpsp(3,-5)
und sPsP(5)
sPsP(5) PsP(2) sPsp(2) lpsp
10 3 0 - 0 0 0 0 0 0
10 4 0 - 0 0 0 0 0 0
10 5 2 0.109 1 1 1 0 0 0
10 6 3 0.084 1 1 1 0 0 0
10 7 7 0.088 4 3 3 3 2 0
10 8 27 0.092 8 7 8 10 6 0
10 9 82 0.108 30 28 32 29 8 0
1010 238 0.096 76 70 76 101 24 0
1011 604 0.097 201 173 188 258 60 0
1012 1532 0.098 550 474 539 676 171 0
1013 3897 0.101 1423 1255 1421 1644 409 0
1014 1032 0
1015 2864 0

Frobenius(1,15)-Pseudoprimzahlen

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Allgemein sind Frobenius-Pseudoprimzahlen mit |Q|1 viel seltener als solche mit Q=±1. Mit P=1,Q=15 sind sie noch etwas seltener als mit P=3,Q=5:

Anzahl der Frobenius(1,15)-Pseudoprimzahlen und Überschneidung
mit fermatschen und Lucas-Pseudoprimzahlen
gleichzeitig Frobenius(1,15)- &
Obergrenze Frob(1,15) f(x)(I) eslpsp(1,15) eslpsp(1,15)
und sPsP(15)
sPsP(15) PsP(2) sPsp(2) lpsp
10 3 0 0.000 0 0 0 0 0 0
10 4 0 0.000 0 0 0 0 0 0
10 5 0 0.000 0 0 0 0 0 0
10 6 1 0.249 0 0 0 0 0 0
10 7 11 0.132 6 4 4 6 2 0
10 8 19 0.110 6 4 4 12 2 0
10 9 71 0.095 19 14 18 42 4 0
1010 212 0.090 61 48 60 105 21 0
1011 521 0.094 161 136 162 275 61 0
1012 1302 0.098 413 359 411 606 133 0
1013 3461 0.101 1125 991 1115 1529 359 0
1014 8988 0.105 3124 2766 3102 3723 944 0
1015 9308 2640 0

Die ersten derartigen Pseudoprimzahlen sind

  • 218791, 1024651, 2508013, 4128703, 4224533, 5148001, 5444489, 7519441, 8095447 ohne Erfüllung weiterer Bedingungen,
  • 1024651, 4128703, 4224533, 5148001, 7519441, 8595361, 114329881, 165283471, 180115489 mit der Kongruenz starker Lucas-Pseudoprimzahlen
  • und 1024651, 4128703, 4224533, 8595361, 165283471, 201261061, 253158751, 300484549, 311076001 zusätzlich mit der Kongruenz starker Pseudoprimzahlen.

Frobenius-Pseudoprimzahlen mit n-abhängigen Parametern

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Die Häufigkeit von Frobenius-Pseudoprimzahlen ist am geringsten, wenn die Parameter P und Q so gewählt werden, dass (Dn)=1 ist.

Bei allen Frobenius-Pseudoprimzahlen bis 31013 mit den Parametern P=3,Q=5  ist (P24Qn)=(Dn)=1.

Bis 31013 gibt es keine Frobenius-Pseudoprimzahlen mit  Q=5 , wenn für P die kleinste ungerade Zahl gewählt wird, mit der (Dn)=1 ist. Darüberhinaus sind keine bekannt.

Bei allen Frobenius-Pseudoprimzahlen bis 1014 mit den Parametern  P=1,Q=15  ist (P24Qn)=(Dn)=1.

Bis 1014 gibt es keine Frobenius-Pseudoprimzahlen mit  Q=15, wenn für P die kleinste ungerade Zahl gewählt wird, mit der (Dn)=1 ist. Darüberhinaus sind keine bekannt.

Quellen

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  1.  en:Frobenius pseudoprime
  2. Grantham, Jon (2001): "Frobenius pseudoprimes"
  3. 3,0 3,1 Pseudoprime Statistics, Tables