Gitarre: Lagerfeuerschlag
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[Bearbeiten] Lektion 3c: Der Lagerfeuerschlag
Mit dem „Westernschlag“ hatten wir eine gute Vorübung für den „Lagerfeuerschlag“. Zur Erinnerung noch einmal der Westernschlag:
Die erste Hälfte des „Westernschlags“ entspricht auch der ersten Hälfte des „Lagerfeuerschlags“:
Nur der zweite Teil des „Lagerfeuerschlags“ ist für Anfänger etwas gewöhnungsbedürftig. Die 3, also der Abschlag, der nach der "2 und" folgt, wird nicht durchgeführt! An dessen Stelle wird ein Luftschlag ausgeführt. Es folgen also zwei „und“ bzw. zwei Aufschläge aufeinander:
Es ist absolut wichtig, dass die Auf- und Abschläge der Hand gleichmäßig ausgeführt werden. Denn die beiden hintereinander folgenden Aufschläge verleiten erfahrungsgemäß dazu, diese beiden Schläge zu schnell auszuführen. Diesen Fehler gilt es, unter allen Umständen zu vermeiden. Unsauber gegriffene Akkorde, nicht sauber ausgeführte Abschläge, ja sogar falsche Akkorde, alles kann man anfangs tolerieren, und auch mal drüber hinweg hören. Das gibt sich alles mit genügender Übung. Wenn aber ein Takt nicht stimmt, wenn er etwas kürzer oder länger ist, als er sein darf, dann bringt man alle, die mitsingen oder mitmusizieren, aus dem Takt.
Man kann der unerwünschten "Taktverkürzung" am ehesten entgegenwirken, wenn man die Armbewegung recht weit ausführt. Sollte man damit Probleme haben, dann hilft es, die Hand beim Anschlag wenigstens so weit anzuheben und zu senken, wie die Gitarre breit ist. Sobald man den Rhythmus richtig raus hat, kann man wieder etwas dezentere Schlagbewegungen ausführen.
Es lohnt sich, zuerst eine Weile die zweite Hälfte des Lagerfeuerschlags isoliert zu üben:
- | - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - | - u 4 - |
Die erste Hälfte des Schlags hat man ja schon mit dem Westernschlag geübt.
[Bearbeiten] Der Tipp mit dem Tapp
Nimm den Fuß zu Hilfe und tappe mit diesem den Takt. Jeder Tap ist eine Zahl, jedes Anheben des Fußes ist ein „und“. Der Arm schlägt parallel mit jedem Tapp nach unten, bei jedem Anheben des Fußes geht auch der Arm nach oben. Selbst der Kopf kann diese Bewegung leicht mitmachen. Dabei ist es wiederum ganz egal, ob die Saiten berührt werden oder ob Luftschläge ausgeführt werden.
Und es wird beim Üben laut und deutlich gezählt.
- „Eins – Zwei und – und Vier“ – „Eins – Zwei und – und Vier“
- Beim Lagerfeuerschlag sieht es wie folgt aus
Wenn man eine Gruppe mit der Gitarre begleitet, dann kann der Schlagarm mitunter auch den Taktstock eines Dirigenten ersetzen. Also keine Angst, wenn man die Bewegungen anfangs etwas übertrieben deutlich ausführt.
[Bearbeiten] Interessantes am Rande
Eine Besonderheit gibt es über den Lagerfeuerschlag noch zu sagen. Bei kaum einem anderen Schlagmuster wird die „1“ so gut hervorgehoben wie bei diesem Schlagmuster. Selbst wenn man einmal als Zuhörer den Faden verloren haben sollte, findet man schnell die „1“ wieder. Auch wenn man nur das Schlagmuster – ohne Bundstäbe – sieht, findet man die alleinstehende „1“ relativ einfach heraus. So ähnlich geht es auch dem Gehör. Daher ist dieser Schlag sehr gut geeignet, um eine Gruppe zu begleiten.

