Gitarre: Griffwechsel G-C-D
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[Bearbeiten] Lektion 3a: C-Dur-Akkord bzw. die G-Dur-Kadenz
Wir brauchen tatsächlich nur einen neuen Akkord, und schon sind wir in einer neuen Tonart. Diesmal ist es die Tonart G-Dur. Für diese Tonart lassen wir den A-Dur-Akkord hinter uns, und lernen dafür den C-Dur Akkord.
Vergleich am Quintenzirkel[1]
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[Bearbeiten] Von G-Dur nach C-Dur und wieder zurück
Auch wenn es für das momentane Spielen noch nicht notwendig ist, möchte ich schon einmal auf die "schwarzen" Töne hinweisen. Diese Töne heißen genau so wie der Akkord. Es sind die Grundtöne des Akkordes. Später einmal werden wir diese Töne für das Zupfen gebrauchen und für besondere Anschlagübungen, bei denen man den Basston hervorheben soll. Im Moment braucht man sich aber noch nicht damit zu befassen. Die römische 3 (III) weist nur auf den 3. Bund hin. Da man bei Akkorden gerne mit Zahlen arbeitet, vermeidet man einige Verwechslungen, indem man die Bünde mit römischen Ziffern angibt.
Leider gibt es keine so einprägsame visuelle Merkhilfe für C-Dur, außer dass der Akkord irgendwo in der Mitte liegt.
Aber vielleicht hilft dir der (gesprochene) Satz:
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"C": (ausgesprochen: Zeh!) |
Neben der visuellen Lernhilfe (dem "G" auf dem Kopf) gibt es auch einen gesprochenen Merksatz:
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G (-Dur): |
Den Griffwechsel übt man am besten einige Male hintereinander.
[Bearbeiten] Stützfinger: JA! Zeigefinger zuerst: NEIN!
Auch hier sei nochmal gesagt: der kleine Finger darf ruhig ein wenig zögern, bevor er seinen Platz verlässt. Er bleibt so lange als Stützfinger (zur Orientierung), bis Mittel- und Ringfinger ihren Platz erreicht haben. Aber noch bevor die beiden Finger dann richtig aufsetzen, verschwindet der kleine Finger.
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Es ist absolut wichtig, dass der Mittel- und Ringfinger gleichzeitig aufsetzen, und das muss unbedingt noch geschehen, bevor der Zeigefinger aufsetzt! |
Die Gefahr ist nämlich, dass der Zeigefinger zuerst aufgesetzt wird.
Das hört sich im ersten Moment gar nicht so schlimm an, doch man erlebt es gerade bei Anfängern immer wieder, dass dabei die gemeinsame Stellung von Mittel- und Ringfinger auseinander gerissen wird.
Der Zeigefinger hat zwar seinen Platz relativ schnell gefunden, aber der Mittelfinger sucht seinen Platz, und dann sucht der Ringfinger seinen Platz.
- Das sind drei einzelne Bewegungen, die viel Zeit kosten.
Wenn man es einmal geschafft hat, Ring- und Mittelfinger als eine Einheit zu sehen, und sie in ihrer Position, die ja schon richtig ist, einfach beibehält, und sie immer gleichzeitig bewegt, geht alles ganz fix, da es dann nur zwei einfache Bewegungen sind.
Es ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Ringfinger jetzt eine so wichtige "Zeige-" Funktion hat. Doch er muss unbedingt zuerst aufgesetzt werden. Die Bass-Saiten werden zuerst angeschlagen. Der Zeigefinger hat also ein bis zwei Schläge Zeit, bevor er drankommt. Aber da der Zeigefinger das Zeigen gewohnt ist, findet er auch etwas später sehr schnell seinen Platz.
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Also konzentriere dich auf den Ringfinger und bau den C-Dur Akkord nicht von hinten auf! |
[Bearbeiten] Von C-Dur nach D-Dur und zurück
Auch den folgenden Griffwechsel sollte man einige Male alleine üben. Aber im Prinzip dürfte man damit keine größeren Schwierigkeiten haben.
[Bearbeiten] Hörbeispiel
[Bearbeiten] Einfache Akkordprogressionen
Eine "Akkordprogression" ist eigentlich nichts weiter als eine mehr oder weniger kurze "Akkordfolge". Nur hat man bei einer Akkordprogression eher den Eindruck, dass die Abfolge der einzelnen Akkorde genau so und nicht anders verlaufen muss. Es handelt sich meist um ein Klischee (anderes Wort für "Standard-Akkordfolge"), das man schon bei hunderten, wenn nicht tausenden von Liedern gehört hat. Um stets die richtigen "Grooves" auf Lager zu haben, empfiehlt es sich, sich möglichst viele dieser Akkordfolgen draufzuschaffen. Noch besser ist es, wenn man gleich Lieder findet, welche die ganze Zeit nur mit solch einer Akkordfolge begleitet werden. Auch wenn man unbedingt ein besonderes Lied von der Gruppe XYZ spielen will, empfiehlt es sich doch, zuerst die einfachen Akkordfolgen zu üben, bevor man die etwas schwereren Akkordfolgen trainiert. Sobald man das Einfache beherrscht, fällt einem das gezielte Nachspielen von Liedern viel leichter; daher ist kaum eine andere Lernmethode sinnvoller.
einfache Akkordkombination:
Zählweise: Eins - Zwei und - Drei - Vier und ...
Klangbeispiel:
Akkordkombination G C D G mit Westernschlag
So sieht der Westernschlag in einer Tabulatur aus. Wie diese gelesen wird, das wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Aber achte mal auf die Noten. Jede Note, die nur einen Schlag hat (wenn man also eine Ziffer ohne ein nachfolgendes "und" zählt), hat auch nur einen Notenhals. Da ist kein weiteres Fähnchen oder kein weiterer Balken mit dabei. Wenn ein Doppelschlag ab- und aufwärts geschlagen wird, dann sind die Notenhälse meist durch einen Balken miteinander verbunden. Die erste Note ist meist der Abschlag, und die zweite, die mit dem Balken verbunden ist, das ist der Aufschlag, bzw. das "und".
[Bearbeiten] Namen der Saiten
Falls du es nicht schon weißt oder noch nicht wo anders gelesen hast:
- Um sich die Reihenfolge der Saiten von oben nach unten einzuprägen, merke man sich entweder folgenden Spruch:
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Eine Alte Dame Ging Heringe Essen. (der Klassiker) |
oder den näherliegenden
[Bearbeiten] Liedervorschläge
[Bearbeiten] Griffwechsel G-C-D
- Hab ne Tante aus Marokko
- Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
- oh, Susanna / Oh, Susanne
- Ihr Kinderlein Kommet
- Banana Boat Song (Day-O)
- Oh, Mary, don't you weep
- Down by the riverside
- In einem Harung
- Banks of the Ohio
- Lieder mit Copyright
- Der Gammler (Arno & Andreas) © christl. Liedgut G - C G / D- C- (2x) G C G C für die Pause
- Leaving On A Jet Plane (John Denver) © //: G C G C - G C D D :// (D D C D)
- Lord I Lift Your name On High (Rick Founds) © christl. Liedgut G C D C (6x) G / C D Em C/ D G C G
[Bearbeiten] Buchempfehlung
- 100 Songs für 3 Akkorde von Frithjof Krepp (ca. 15,- €)
bis auf den 3/4-Takt und die Tatsache, dass G dort anders gegriffen wird, kann man davon alles spielen.
- Fußnoten
- ↑ Der Quintenzirkel ist ein nützliches "Werkzeug" um sich Akkorde, die üblicherweise zusammen gehören einzuprägen.
Daneben kann man noch viele Informationen viel leichter aus dem Quintenzirkel ableiten (weil die zusammengehörenden Töne meist nebeneinander stehen), als sie mühsam an der (chromatischen) Tonleiter abzuzählen. Dennoch muss er zu diesem Zeitpunkt weder verstanden noch gelernt werden.Da aber Lagerfeuer-, Folk-, Rock- und später noch das Rockballadendiplom sich in ihrem Aufbau sehr eng am Quintenzirkel orientieren, wird sich hoffentlich bald auch so intuitiv ein "wähnendes Erahnen" einstellen. Die eigentliche Systematik, die hinter dem Ganzen steht, kann dann später durch die richtigen Fakten ergänzt werden.
Im Gitarrenunterricht fließen solche Bruchstücke evtl. durch Randbemerkungen wie "E-Dur hat - (Geh Du Alter Esel) - vier Kreuze, D-Dur hat - (Geh Du) - zwei Kreuze" ein und ergeben erst nach und nach für den Schüler einen Sinn.
Jetzt zu diesem Zeitpunkt hat der Quintenzirkel eher die Funktion eines Adventskalenders, bei dem jeder neue Akkord so etwas wie ein neues Türchen im Quintenzirkel-Kalender darstellt.






