Computerhardware: BIOS: Update

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Wann ist ein BIOS-Update sinnvoll?[Bearbeiten]

  • Wenn Sie eine ältere CPU durch eine neue ersetzen wollen. Eventuell läuft die neue CPU nicht an, wenn das BIOS zu alt ist. In diesem Fall müssen Sie die alte CPU einbauen, das Update durchführen und es mit der neuen CPU noch einmal versuchen.
  • Sehr alte Boards erkennen möglicherweise nicht die volle Größe Ihrer neuen Festplatte. Hier könnte ein Update helfen.
  • Der Hersteller gibt für jede BIOS-Version an, welche Neuerungen es enthält und welche Fehler beseitigt werden. Wenn Sie in der Beschreibung die Ursache finden, warum sich Ihr PC „komisch“ verhält, ist ein Update sinnvoll.
  • Oft werden mit neuen BIOS-Versionen neue Speichermodule unterstützt. Daher kann ein Update zum Speicheraufrüsten sinnvoll sein, insbesondere wenn man mit dem neuen Speicher Probleme hat. Das gilt auch, wenn man weitere Speichermodule vom selben Hersteller und mit der selben Modellnummer dazu gibt, da es sein kann, dass das alte BIOS z.B. zwar mit zwei Modulen von diesem Typ umgehen kann, nicht jedoch mit vier.
  • Der Hersteller verspricht eine Geschwindigkeitssteigerung? Das ist nicht relevant.

Risiken[Bearbeiten]

Ein Absturz oder ein kurzer Stromausfall sind eine Katastrophe, und auch ein unvermutet aufklappendes Fenster (z. B. „Virus gefunden“) kann das Ende bedeuten. Wenn bei einem BIOS-Update etwas schief läuft, müssen Sie wahrscheinlich die Hauptplatine verschrotten oder an den Hersteller einschicken (was vermutlich teurer ist als eine neue Platine). Eventuell ist es jedoch Möglich, das BIOS von Floppy wiederherzustellen, da es üblicherweise für diesen Zweck einen Block gibt, der vom BIOS-Updateprogramm nicht überschrieben wird (man kann extra für diesen Zweck ein Diskettenlaufwerk anschaffen, da es nur ca. 10€ kostet). Wenn die neue Platine nicht baugleich ist oder zumindest den gleichen Chipsatz besitzt, wird der PC wahrscheinlich nicht mehr starten und Sie müssen Windows neu installieren. Falls Sie die Daten verschlüsselt oder auch nur für die Mitbenutzer des PC gesperrt haben, kommen Sie mit einem neu installierten Windows nicht mehr an die diese Daten heran. Einem Update sollte deshalb immer eine Datensicherung vorausgehen!

Bei einem Notebook sollten Sie auf ein BIOS-Update verzichten. Es ist kaum vorstellbar, welchen Sinn ein Update haben sollte. Falls es fehlschlägt, können Sie das Notebook wegwerfen, denn der Austausch der Hauptplatine kostet meist 300 bis 400 Euro.

Durchführung[Bearbeiten]

  • Stellen Sie zweifelsfrei die genaue Bezeichnung des Mainboards fest. Vielleicht ist sie auf der Platine aufgedruckt oder Sie können sie mit einem Diagnoseprogramm wie „SiSoft Sandra“ ermitteln.
  • Finden Sie heraus, welche BIOS-Version die Hauptplatine gegenwärtig benutzt. Das wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten angezeigt.
  • Laden Sie das Update von der Webseite des Herstellers herunter. Wahrscheinlich müssen Sie die Dateien entpacken. Oft ist eine README-Datei mit der Installationsanleitung enthalten.
  • Lesen Sie die Update-Anleitung. Machen Sie sich Notizen oder einen Ausdruck.
  • Entfernen Sie den BIOS-Schreibschutz. Dazu müssen Sie im „BIOS Features Setup“ die Option „BIOS Update“, „BIOS Flash“ o. ä. auf „Enabled“ setzen.
  • Führen Sie das Update durch. Vergessen Sie nicht zu beten.
  • Aktivieren Sie abschließend den BIOS-Schreibschutz.

Manchmal werden zwei Installationsmethoden angeboten: Eine DOS-Version und eine Windows-Version. Eigentlich ist die DOS-basierte Methode sicherer. Allerdings müssen Sie dazu eine bootfähige Diskette (wer hat noch ein Floppy-Laufwerk?) oder einen bootfähigen Stick erstellen (wer kann das?) und die für das Update benötigten Dateien darauf kopieren.