Computerhardware: Netzwerk: Bluetooth

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Geräte-
klasse[1]
Sende-
leistung
Reichweite
im Freien
3 1 mW 1 m
2 2,5 mW 10 m
1 100 mW 100 m

Dieses Funkverfahren arbeitet im genehmigungsfreien Frequenzbereich von 2,4 GHz. Im Vergleich zu WLAN (maximal 300mW[1]) wird mit einer wesentlich geringeren Leistung gearbeitet. Eine Reichweite von einem oder zehn Metern ist für Handy, Headset, MP3-Player, Maus, Tastatur und andere Kleingeräte oft ausreichend und belastet den Akku sehr wenig. Wegen der kleinen Reichweite entstehen nur kleine Netze. Solche Mininetze bezeichnet man als „Piconet“.

Viele Notebooks haben eine Bluetooth-Schnittstelle integriert. PCs lassen sich mit einer Steckkarte oder einem USB-Stick nachrüsten. Windows XP ab Servicepack 2 und spätere Betriebssysteme unterstützen Bluetooth ohne Treiberinstallation.

Die theoretische Übertragungsrate beträgt 706,25 kbit/s beim Empfang bei gleichzeitigen 57,6 kbit/s beim Senden. Das reicht beispielsweise für gleichzeitige Stereoübertragung zu drei Kopfhörern.

Sobald Bluetooth-Geräte eingeschaltet werden, suchen sie nach anderen Geräten. Sie identifizieren sich innerhalb von zwei Sekunden über eine unverwechselbare 48 Bit lange MAC-Adresse. Ein der Geräte wird automatisch zum Master bestimmt, der die Kommunikation steuert, die anderen sind die „Slave“s. Wenn ein Master ausfällt, wird automatisch ein anderer gewählt.

Ein Bluetooth-Netzwerk kann bis zu 255 Teilnehmer umfassen, von denen acht Geräte gleichzeitig aktiv sein können und die restlichen 247 währenddessen geparkt werden. Die nicht aktiven Geräte bleiben synchronisiert und lauschen in Abständen von bis zu 2,56 Sekunden auf Nachrichten. Um den Akku zu schonen, gibt es mehrere Energiesparmodi. Ein Slave kann z. B. dem Master mitteilen, dass er die nächsten 0,5 Sekunden (das ist eine kleine Ewigkeit für einen Computer) „schlafen“ wird. Der Master wird dann erst nach einer halben Sekunde nachfragen, ob der Slave weiterschlafen will.

Bluetooth hat drei Sicherheitsmodi: Völlig unverschlüsselt und zwei weitere, die mit Verschlüsselung und Authentifizierung arbeiten können. Wenn Sie über Kopfhörer Radio hören oder telefonieren, ist eine Verschlüsselung bestimmt verzichtbar. Eine Datenübertragung dürfte wohl immer verschlüsselt sein. Wenn Sie einen leicht zu knackenden PIN-Code verwenden, könnte es sein, dass böswillige Angreifer hohe Kosten durch Anruf kostenpflichtiger Hotlines und SMS-Dienste verursachen, das Telefonbuch und private SMS lesen.

Eine interessante Verwendung ist der Einsatz von Bluetooth-Geräten als Haustürschlüssel oder für eine Zugangskontrolle. Herzschrittmacher können überwacht werden. Die Spielzeugindustrie lässt Puppen und Spielzeugtiere untereinander kommunizieren. Die Elektrosmog-Belastung kann bei geringer Sendeleistung vernachlässigt werden.

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Quellen
  1. 1,0 1,1 Sendeleistung von Bluetooth http://www.chip.de/artikel/Bluetooth-FAQ-9_12890886.html