Computerkurs: Sicherheit

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Die Kapitel des Buches: - Das Vorwort - Einleitung - Hilfe - Hardware - Software - Betriebssystem - Anwendungen - Geschichte der Datenverarbeitung - Funktionsweise heutiger PCs - Autoren dieses Buches- Literatur - Links


Das Unterkapitel „Betriebssystem“: Computer starten und abschalten - Startmenü - Taskleiste - Desktop - Fenster und Fensterfunktionen - Zwischenablage - Kontextmenü - Kurzanweisungen - Ziehen und Ablegen - Daten-, Computer-, Mail- und Internet-Sicherheit


Du bekommst einen Überblick

  • wie du deine Daten sicher aufbewahrst,
  • wie du deinen Computer vor Betriebspannen schützt,
  • wie du sicher mit Mails und dem Internet umgehst.

Daten sicher aufbewahren[Bearbeiten]

  • Speichere deine Dokumente regelmäßig, während du sie bearbeitest: Schreibst du z. B. einen Brief mit Word, so klicke schon nach einigen Zeilen auf Datei > Speichern in > Dokumente (Windows Vista) oder Eigene Dateien (frühere Windows-Versionen) und gib ihm einen aussagekräftigen, gut merkbaren Namen. Behalte die Übersicht über deine Dokumente, lege Unterordner an über die Themen, für die du schon einige Dokumente oder Internetseiten gespeichert hast. Du musst wissen, was wo unter welchem Namen gespeichert ist.
  • Mache von wichtigen Dokumenten eine Sicherheitskopie, z. B. von Kündigungsschreiben oder Adresslisten. Denn es würde viel Arbeit bedeuten, diese Daten bei Verlust wieder zu beschaffen oder die Wiederbeschaffung wäre unmöglich. Dazu werden die Dateien auf einen externen Datenträger kopiert und an einem sicheren Platz getrennt vom Rechner, z. B. in einem anderen Zimmer, aufbewahrt. Daten können immer durch Falschbedienung oder technische Pannen von der Festplatte oder anderen Datenträgern gelöscht werden. Es ist nicht anders, als wenn ein Personalausweis plötzlich weg ist. Doch die Möglichkeit der Datenverarbeitung, leicht identische Kopien zu machen, verbessert den Schutz vor Verlust.

Computer sicher betreiben[Bearbeiten]

Wie ein Auto kann auch ein Computer fehlerhaft laufen oder stehen bleiben. Wie beim Auto kannst du dem durch regelmäßige Wartung und sachgemäßen Betrieb vorbeugen. Wie beim Auto kann man Wartung und Reparatur nur selber machen, wenn man Experte ist. Aber einige Wartungsarbeiten sind auch dem Anfänger möglich.

  • Den Computer immer normal starten und herunterfahren vor dem Ausschalten.
  • Betreibe den Computer als Nutzer und nicht als Administrator, der in allen Winkeln der Software löschen und verändern darf. Lass dir helfen, wenn es auf deinem Computer die Unterscheidung zwischen Nutzer und Administrator noch nicht gibt, die beim Starten von Windows ein Passwort verlangt.
  • Läuft der Rechner nicht wie gewohnt, oder kommen häufig Fehlermeldungen, sprich mit einem erfahrenen Computernutzer darüber. Dafür ist wichtig, dass du die Unregelmäßigkeiten genau beschreiben kannst. Schreib die Fehlermeldungen ab.
  • Sicherheits-Updates von Windows regelmäßig installieren. Lass dir beim ersten Mal zeigen, wie das auf deinem Computer geht.
  • Regelmäßig Ballast abwerfen: Nicht mehr benötigte Programme deinstallieren. Auf vielen Rechnern sind alte, nicht mehr genutzte Spiele, die viel Kapazität blockieren. Schnellstarttasten und im Hintergrund laufende Programme, die nicht oder selten gebraucht werden, deaktivieren. Nicht mehr benötigte Daten löschen, vor allem wenn sie viel Speicherplatz benötigen. Falls man die Daten doch aufheben möchte, von der Festplatte auf eine  CD-ROM oder DVD brennen. USB-Sticks und externe Festplatten sind keine geeigneten Speichermedien für langfristige Aufbewahrung! Bei all diesen Arbeiten muss man wissen, um welche Programme es sich handelt und was man tut, daher zunächst helfen lassen! Es gibt Programme die selbständig und automatisch das Betriebssystem pflegen, z. B. System Mechanic. Diese pflegen auch automatisch die Registry, die nur von erfahrenen Benutzern verändert werden darf, und löschen Links, die ins Leere gehen.

Mit Internet, Mails und Mailadressen sicher umgehen[Bearbeiten]

Im Internet kursieren hundertausende Schädlinge: Viren, Trojaner, Würmer und andere. Die meisten werden mit E-Mails verbreitet. Etwa jeder zweite deutsche PC ist infiziert und wird ohne Wissen des Besitzers missbraucht, um Werbung, Pornos und Schädlinge weiterzuleiten. Meist geschieht dies per E-Mail unter Ihrem Absender!

Wie wichtig ist ein Antivirenprogramm?[Bearbeiten]

Benutzt man das Internet weder zum Surfen noch für E-Mails, sondern nur zum Herunterladen von Downloads für Windows und Treiber, kann man notfalls auf ein Antivirenprogramm verzichten. In allen anderen Fällen ist der Verzicht auf ein regelmäßig aktualisiertes Antivirenprogramm und auf eine Firewall rücksichtslos gegen sich selbst und gegen andere.

Übrigens sollte man nur ein Antivirenprogramm installieren, da sich mehrere Antivirenprogramme oft gegenseitig behindern.

Wie wichtig ist eine Firewall?[Bearbeiten]

Das Bundesamt für Informationssicherheit hat ermittelt, dass durchschnittlich alle fünf Minuten an jedem deutschen PC ein „Wurm“ versucht, einzudringen. Findet er eine nicht gestopfte Sicherheitslücke, gelingt ihm das wahrscheinlich. Sicherheitslücken gibt es mehr als genug. Microsoft bietet für Windows XP gegenwärtig (Juli 2007) 85 Sicherheitsupdates an. Man kann sich auf drei Arten schützen:

  • Mit einer Firewall, die im Betriebssystem eingebaut ist. Windows XP und Vista haben eine. Die ist nicht sehr gut, weil sie nur die eingehenden, aber nicht die ausgehenden Datenpakete prüft, es ist aber besser als gar nichts.
  • Mit einem geeigneten Softwareprogramm, entweder einzeln oder als Bestandteil eines „Internet-Security-Pakets“, das von vielen Antivirenprogrammherstellern angeboten wird. Wenn Sie Anfänger sind, werden Sie die Firewall kaum ohne Hilfe „anlernen“ können, was sie durchlassen darf und was nicht. Übrigens sollte man stets nur eine Software-Firewall benutzen.
  • Ersetzen Sie Ihr DSL-Modem durch einen DSL-Router. Einen DSL-Router erkennen Sie daran, dass er Anschlüsse für mehrere PCs hat. Ein Router versteckt ihre(n) PC vor dem Internet, so dass die Würmer ihn nicht finden können. Ein Router kostet weniger als 50 Euro und braucht nicht jedes Jahr wie die Softwarelösungen aktualisiert zu werden.

Was muss ich noch beachten?[Bearbeiten]

  • Der Mailtext selbst ist ungefährlich.
  • Andere schädliche Mail-Bestandteile werden von Virenscannern geblockt.
  • Prüfe, ob dein Mailprovider (T-Online, AOL, 1&1, gmx, web.de usw.) jedes Mail auf Viren prüft.
  • Zusätzlich ist zu empfehlen, einen Virenscanner auf dem PC zu installieren und regelmäßig (etwa wöchentlich) das Update dafür herunter zu laden und zu installieren. Dann bist du auch vor Viren geschützt, die durch Nutzung eines verseuchten USB-Sticks oder eines anderen befallenen externen Speichers oder durch Herunterladen von Dateien aus dem Internet auf den PC gelangen könnten.
  • Mailanhänge (Attachments, angehängte Dateien) können bösartige Software enthalten. Wenn du den Absender des Mails nicht kennst, darfst du nie diese Anhänge herunterladen (auf dem PC speichern) oder starten - also nie draufklicken! Wenn du den Absender kennst, kann es trotzdem gefährlich werden, falls er dir gutgläubig irgendeine Datei weiterreicht, die Schädlinge enthält.
  • Links in Mails können zu gefährlichen Internetseiten führen. Klick also nur drauf, wenn der Mailabsender vertrauenswürdig ist und dir das Ziel des Links, z. B. eine Tageszeitung, vertrauenswürdig erscheint.
  • Nutze einen Spamschutz.
  • Versende, empfange und lese keine Mails im HTML-Format.
  • Deaktiviere die Auto-Vorschau des Mailprogramms.

Sicher surfen[Bearbeiten]

  • Verzichte wenn möglich auf alle aktiven Inhalte, z. B. ActiveX, Popups und Cookies. Das ist leicht gesagt, denn viele Internetangebote sind ohne Cookies nicht nutzbar. Man kann auch die Bilder von Internetseiten blockieren, aber wer will das schon. Tausche dich mit erfahrenen Nutzern aus und wähle die für dich richtigen Kompromisse.
  • Leere nach jeder Sitzung den Browser-Cache und den Verlauf-Cache. Das ist auch wichtig, wenn du nicht willst, das andere Nutzer deines Computers erfahren, welche Seiten du aufgesucht hast.
  • Löschen nach jeder Sitzung die gespeicherten Cookies.
  • Halte Kennwörter und Benutzernamen sowie Zugangscodes für Dienste (z. B. beim Online-Banking) unter Verschluss.

Online-Banking-Sicherheit[Bearbeiten]

  • Achte auf eine verschlüsselte Kommunikation mit dem Bankenserver (SSL-Verbindung / https)
  • Prüfe, ob nach dem Einloggen wirklich im Adressfeld die richtige Adresse steht und du nicht auf einer gefälschten Bank-Seite landest. Klick nie auf ein Link von einem Mail oder einer unbekannten Internetseite, das zu deiner Bank führt. Normalerweise schickt dir deine Bank kein Mail mit einem Link auf eine Bankseite. Tippe statt dessen die Bankadresse ins Adressfeld oder leg dir selbst ein Link an (z. B. Lesezeichen, Favorit). Weitere Informationen erhältst du durch einen Klick auf den Link unten und dort auf Phishing.
  • Gehe sorgfältig mit deiner PIN und den TANs um. Speichere sie niemals auf dem PC!

Links[Bearbeiten]

Bürgerportal des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik