Deutschunterricht/ Drama-Theater/ Der Richter und sein Henker

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Das Buch ´´Der Richter und sein Henker`` ist ein Roman des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt, der im Jahr 1950 veröffentlicht wurde.

Die Verfilmung von 1975 geschah auf adaptierte Weise unter der Regie von Maximilian Schell.

Die Fortsetzung des Buches ´´Der Richter und sein Henker`` ist der Roman Der Verdacht, der 1951 veröffentlicht wurde. Er spielt im Jahreswechsel von 1948 auf 1949.

Im allgemeinen ist das Buch ein Kriminalroman, da ein Verbrechen vorliegt, ermittelt wird und man erfährt, wer der Täter, hier ein Mörder, ist. Gleichzeitig stellt es aber auch eine Kritik am Kriminalroman dar, da von Anfang an falsch ermittelt wurde:

  • Der Kommissär kennt bereits zu Beginn der Geschichte alle Hintergründe
  • Bald ist dem Kommissär auch der Täter bekannt
    • Doch setzt er die Ermittlung fort, um eine ´´Gerechtigkeit zu erzeugen``, die sich auf legalem Wege nicht finden lässt.

Personen[Bearbeiten]

  • Hans Bärlach: Ein krebskranker Kriminalkommissär in Bern, der in einem Mordfall ermittelt, aber bereits alle Hintergründe zu diesem kennt. Am Ende der Geschichte richtet Gastmann indirekt durch Tschanz, diesen treibt er hinterher in den Selbstmord.
  • Ulrich Schmied: War der beste Mitarbeiter von Bärlach und wird direkt zu Beginn der Geschichte von Tschanz ermordet.
  • Walter Tschanz: Ein Kriminalbeamter und zugleich Nachfolger Schmieds, welchen er ermordete. Er übernimmt einen Großteil der Ermittlungen in diesem Mordfall und verdächtigt Gastmann, den er später in einer Konfliktsituation erschießt. Begeht am Ende Selbstmord.
  • Richard Gastmann: Ein Verbrecher, der damals mit dem Kriminalkommissär wettete, dass man ihm ein Verbrechen nicht nachweisen könne, worauf er Morde begeht, die er als Selbstmorde tarnt. Ist in dieser Geschichte unschuldig.

Handlung[Bearbeiten]

Diese Geschichte beginnt, als Ulrich Schmied erschossen aufgefunden wird. Die Ermittlungen dieses Mordfalles überlässt Bärlach Schmieds Nachfolger Tschanz, der beruflicher und privater Rivale Schmieds war. Bärlach verdächtigt von Anfang an Tschanz. Tschanz verdächtigt den als Verbrecher bekannten Gastmann, der in der Nähe des Tatortes ein Haus hat. Schmied hatte vor seinem Tode bei Gastmann unter falschem Namen ermittelt, dieser habe politische Gönner, und die Polizei gerät in Schwierigkeiten.

Vor Jahrzehnten wettete Gastmann mit Bärlach, dass er ein Verbrechen begehen würde, welches Bärlach ihm nicht anhängen könnte. Kurze Zeit später ermordete er Unschuldige, deren Tod er als Selbstmord tarnte. Später machte Bärlach Karriere als Polizist und Gastmann als Verbrecher, der Bärlach insofern immer einen Schritt voraus blieb, da man ihm keines der begangenen Verbrechen nachweisen konnte. Zuletzt setzte Bärlach Schmied gegen Gastmann, jedoch ohne Erfolg.

Tschanz war während seiner Ermittlungen voll von Gastmanns Schuld überzeugt und wollte den Fall abschließen und somit an Schmieds Stelle treten, allerdings lehnte Bärlach weitere Ermittlungen zum Fallabschluss ab. In einem Gespräch warnte er Gastmann, er würde ihm einen ´´Henker`` schicken. Auf die Nachricht über den Abbruch der Ermittlungen suchte Tschanz nach einer Konfrontation mit Gastmann, dieser wehrt sich und wird von Tschanz erschossen. So hat Bärlach, indirekt durch Tschanz, Gastmann gerichtet - und zwar, da er ihn für vergangene Verbrechen nicht strafen konnte, die er beging, nun für eines, welches er nicht beging.

Zum Ende hin meint Bärlach, dass er die ganze Zeit über nur aus taktischen Gründen krank spielte, dabei ist er wirklich krank. Bärlach erkannte, dass Tschanz der Mörder Schmieds war, und trieb ihn letzten Endes durch seine psychische Überlegenheit in den Selbstmord.


Fremdwörter

  • Kommissär: Schweizer Form des Wortes Kommissar. Hans Bärlach wird so in dem Buch geschrieben, weshalb ich es auch hier so schreibe, der Richtigkeit halber.
  • Gönner: So werden auch Wohltäter genannt oder Leute mit einer gewissen Macht. Hier in der Geschichte hat Gastmann politische Gönner, also Leute mit Macht in der Politik.
  • adaptiert: Fremdwort für verändert. Ein Buch auf eine adaptierten Weise zu produzieren, heißt, es ein wenig zu verändern, aber nicht zu verfälschen.