Enzyklopädie der populären Irrtümer/ Medizin

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Enzyklopädie der populären Irrtümer
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Inhaltsverzeichnis

Abnehmen: Nur bei niedrigem Puls nimmt man ab[Bearbeiten]

Viele diätgeplagte Hobbysportler kennen diese Regel: Wer abnehmen will, muss in der Fettverbrennungszone trainieren, denn nur bei einem relativ niedrigen Puls von etwa 120 bis 130 reduziert man sein Körperfett. Bei einem höheren Puls, so die Theorie, purzeln die Pfunde dagegen nicht, da der Körper seine Energie nicht mehr aus Fett, sondern aus Kohlenhydraten gewinnt. Diese Behauptung wird jedoch meist missverstanden, die meisten unterscheiden nicht zwischen absolutem und relativem Fettverbrauch.


Steigt der Puls, wird anteilsmäßig tatsächlich weniger Energie aus der Fettverbrennung gewonnen; absolut gesehen steigt aber die verbrannte Fettmenge. Optimal zum Abnehmen ist damit die höchste Pulsfrequenz, die man auf der gelaufenen Strecke durchhält - identische Trainingsdauer vorausgesetzt. Wer jedoch eine feste Strecke in einem höheren Pulsbereich und zugleich (auf Grund der größeren Anstrengung) auch in kürzerer Zeit absolviert, kann unter Umständen aus zwei Gründen weniger Fett verbrennen: zum einen offensichtlich aufgrund der kürzeren Trainingszeit; zum anderen, weil im gemäßigten Pulsbereich der Körper tatsächlich (und wissenschaftlich nachgewiesen) einen Großteil der Energie aus Fetten gewinnt.


Allerdings ist es recht irrelevant, wieviel Energie jetzt tatsächlich durch Fettverbrennung verbraucht wird - denn zum Abnehmen kommt es vorwiegend auf die Zahl der insgesamt verbrannten Kalorien an. Man darf Fettabbau und Fettverbrennung nicht verwechseln.

http://www.novafeel.de/fitness/fettverbrennungsbereich-fettverbrennung.htm

Alimentärer Diabetes Mellitus: Insulin und Tabletten helfen[Bearbeiten]

Es gibt bislang keinen sauberen Nachweis, dass man den alimentären Diabetes mellitus (die durch Überernährung entstandene Form der Zuckerkrankheit) wirklich effektiv mit Tabletten oder Insulin behandeln kann. Zwar senkt man mit dieser Therapie den Blutzucker, ob man auf lange Sicht damit auch die Überlebensrate der Patienten beeinflussen kann, ist bislang jedoch ungeklärt. Auffällig ist, dass einige Antidiabetika, insbesondere auch das Insulin beim alimentären Diabetes, das Gewicht erhöhen („Insulin ist ein Mastmittel“) und somit die Krankheit in die falsche Richtung treiben. Ganz anders ist dies beim echten Insulinmangel, etwa bei der autoimmunen Form des Diabetes mellitus (Typ-1-Diabetes). Hier ist Insulin lebensrettend und unverzichtbar.

Augen: Das Lesen im Dunkeln schadet den Augen[Bearbeiten]

Das Lesen bei Dunkelheit kann möglicherweise Kopfschmerzen verursachen und ist anstrengender als das Lesen bei Licht. Den Augen schadet das Lesen bei schlechtem Licht dagegen nicht. Im Gegenteil: Das Auge wird dabei sogar trainiert.

Bohnen: Durch das Abgießen des Einweichwassers werden Giftstoffe entfernt[Bearbeiten]

Das in manchen Bohnenarten enthaltene Phasin ist ein Protein, das unter Hitzeeinwirkung denaturiert und so seine Schädlichkeit verliert. Die Dauer und Stärke der Erhitzung sind davon abhängig, ob die Bohnen ganz, geschält oder halbiert sind, Mindestmaß sind 100°C über eine Dauer von mehr als 20 Minuten.

Erkältung: Vitamin C schützt vor Erkältungen[Bearbeiten]

Es gibt keine überzeugenden Belege dafür, dass Vitamin C vor Erkältungen schützt, sofern man nicht gerade an Vitamin-C-Mangel leidet (kommt eher selten vor).

Essen (1): Man sollte jeden Tag etwas Warmes essen[Bearbeiten]

Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein warmes Essen grundsätzliche Vorteile gegenüber einem kalten hat. Insbesondere gibt es keinen Grund, warum man täglich etwas Warmes zu sich nehmen müsste. Es kommt lediglich darauf an, die richtigen Inhaltsstoffe in der richtigen Mischung zu sich zu nehmen. In vielen Fällen hat Gekochtes und Gebratenes sogar Nachteile, weil durch die Hitze Vitamine verloren gehen oder schädliche Stoffe entstehen können. Natürlich heißt das andererseits nicht, dass warmes Essen keine Vorteile hätte, denn viele Lebensmittel werden durch Erhitzen genießbarer, hygienischer oder länger haltbar. Entscheidend ist jedoch stets, was man isst, und nicht, ob es warm oder kalt verspeist wird.

Essen (2): Abends verzehrte Speisen setzen besonders an[Bearbeiten]

Abends verzehrte Speisen beeinflussen die Gewichtszunahme nicht mehr und nicht weniger als Speisen, die zu einer anderen Tageszeit zu sich genommen werden. Der Magen-Darm-Trakt arbeitet während des Schlafens genauso effizient wie tagsüber. Es ist daher sinnlos, im Rahmen einer Diät das Abendessen vorzuverlegen, wenn dabei nicht die Anzahl der Kalorien reduziert wird. Die Entstehung dieses populären Irrtums könnte damit zusammenhängen, dass eine Mahlzeit am späten Abend oft eine zusätzliche ist, die dadurch für eine nicht mehr unbedingt notwendige Kalorienzufuhr sorgt.

Galle: Die Galle ist ein Organ[Bearbeiten]

Galle ist eine Flüssigkeit, die von der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird. Der Unterschied zwischen Galle und Gallenblase ist Laien oft nicht bewusst.

Haare: Häufiges Schneiden hilft[Bearbeiten]

Häufiges Haareschneiden oder Rasieren soll angeblich das Haarwachstum fördern. Das kann man nicht bestätigen. Der Unterschied zwischen Abschneiden und Herausreißen besteht darin, dass ein herausgerissenes Haar mit dünner Spitze nachwächst, ein abgeschnittenes jedoch sofort beim Nachwachsen mit vollem Durchmesser austritt und damit wesentlich deutlicher sichtbar und scharfkantiger ist. Allerdings stimmt der Irrtum übertragen aufs Rasenmähen. Gewisse Pflanzenarten kompensieren Verluste mehr als genügend, aber bei Haaren gilt so etwas nicht.

Hippokrates: Ärzte schwören den hippokratischen Eid[Bearbeiten]

Jeder deutsche Arzt ist durch seine Mitgliedschaft in der Ärztekammer auf die Berufsordnung verpflichtet, die das so genannte Genfer Gelöbnis enthält. Dabei handelt es sich um eine modernisierte Fassung des hippokratischen Eides. Der hippokratische Eid selbst ist ein Text, der (möglicherweise zu Unrecht) dem griechischen Arzt Hippokrates von Kos zugeschrieben wird, der um 400 v. Chr. lebte. Wie man sich leicht vorstellen kann, ist der Inhalt des hippokratischen Eids inzwischen veraltet und wird deshalb zu Recht nicht mehr verwendet.

Immunsystem: Säuglinge sollten in einer möglichst sauberen Umgebung aufwachsen[Bearbeiten]

Es ist wichtig, dass Säuglinge schon früh mit Schmutz und Krankheiten in Maßen in Kontakt kommen. Dadurch wird das Immunsystem trainiert und so ist das Kind später weniger anfällig für Krankheiten. Eine zu sterile Umgebung kann außerdem zu Asthma oder Allergien wie z.B. Heuschnupfen führen, wie Studien der Berliner Charité oder des Duke University Medical Center (North Carolina) zeigen.

Muskelkater (1): Das Wort Muskelkater kommt von der männlichen Katze[Bearbeiten]

Mit dem Kater (männliche Katze) haben die nach körperlicher Anstrengung oft auftretenden Muskelschmerzen nichts zu tun. Die Bezeichnung Kater in Muskelkater leitet sich vermutlich von Katarrh ab. Der Kater am Morgen nach dem Saufabend hat den selben Ursprung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Katarrh

Muskelkater (2): Muskelkater wird durch Milchsäure in den Muskeln verursacht.[Bearbeiten]

Früher ging man davon aus, dass Muskelkater durch Milchsäure (Laktat) verursacht wird. Neuere Untersuchungen fanden nun heraus, dass es bei ungewohnten Bewegungen zu feinen Rissen im Muskel kommt. Diese führen innerhalb von 1-2 Tagen zu vermehrter Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödem), der Muskel schwillt an und die daraus folgende Dehnung verursacht den Schmerz. Würde die Theorie mit der Milchsäure wahr sein, dann wäre der Muskelkater nach einem 400-Meter-Lauf am stärksten, da hier die Milchsäurekonzentration am höchsten ist.

Platzangst: Platzangst ist dasselbe wie Klaustrophobie[Bearbeiten]

Lange Zeit unterschied man zwischen der „eigentlichen“ Platzangst – Agoraphobie (griech.: agora=Marktplatz, phobos=Furcht) – als Angst vor weiten, offenen Plätzen und der Klaustrophobie (lat.: claudere=einschließen), der Angst vor engen, geschlossenen Räumen, als Platzangst im übertragenen Sinn. Absolut gegensätzliche Bilder, sollte man meinen und inzwischen wurde auch eifrig der Unterschied als „populärer Irrtum“ (Klaustrophobie ist keine Platzangst) aufgeklärt.

Doch die moderne Psychologie hat diesen Unterschied längst aufgehoben. Die verursachenden psychologischen Mechanismen und die Symptome sind dieselben. Agoraphobie bezeichnet somit eine Gruppe sogenannter Situationsphobien, die vereinfacht ausgedrückt aus einer übersteigerten Erwartungshaltung, einer „Angst vor der Angst“ entstehen und die man auch unter dem Schlagwort der selbsterfüllenden Prophezeihungen einordnen könnte. Die auslösende Grundlage der Panikattacken sind subjektive Ängste vor dem Verlust von Sicherheit oder einem Ausweg aus potenziell bedrohlichen Situationen.

Plomben: Piloten dürfen keine Zahnplomben haben[Bearbeiten]

Richtig ist: insuffiziente Zahnplomben können beim Fliegen äußerst schmerzhaft sein, wenn sich unter ihnen ein Hohlraum gebildet hat, denn in den großen Höhen in denen die Piloten sich bewegen dehnt sich die Luft aus und reizt den Zahnnerv, was bei Zähnen sehr schmerzhaft sein kann, genauso wie bei einer verstopften Nase. Hier ist auch Luft eingeschlossen, die bei Ausdehnung heftige Schmerzen verursacht.

Für Privatpiloten gilt: Die durch das Medical 2 angeforderten Mindestanforderungen in Bezug auf Sehvermögen sind einzuhalten. Das Medical 2 enthält keine Informationen über gute oder schlechte Zähne. Aufgrund der geringeren Bevollmächtigungsweisung ist das Medical 2 nur für Privatpiloten und Segelflieger anzuwenden.

Für Berufspiloten gilt: Die durch das Medical 1 angeforderten Mindestanforderungen müssen erfüllt werden. Je nach Alter muss eine Nachuntersuchung alle 6 bis 12 Monate erfolgen. Linienpiloten sind von einer Zahnregelung im allgemeinen nicht ausgenommen. Fluglinien bestehen aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen nach wie vor auf eine gute Mundhygiene und Zahnregelung vor allem in Bezug auf Plomben. Sollte ein Pilot bei Aufnahme in den Flugdienst Probleme mit seinen Zähnen haben, die die Flugtauglichkeit beeinträchtigen, dann kann dies ein Ausschlussgrund sein. Vor Ausschluss hat eine Untersuchung nach den Vorgaben des Medical 1 zu erfolgen.

Red Bull (1): Red Bull enthält eine Substanz, die aus Stierhoden stammt[Bearbeiten]

Red Bull verleiht zwar Flügel (jedenfalls in der Werbung), Stierhoden werden für das nach Gummibärchen schmeckende Getränk jedoch nicht verarbeitet. Ein Körnchen Wahrheit ist jedoch in diesem populären Irrtum enthalten, denn Red Bull enthält 2-Aminoethansulfonsäure, besser bekannt unter dem Namen Taurin. Taurin wurde 1824 erstmals aus Stiergalle gewonnen und erhielt dadurch seinen Namen (der Stier heißt auf Griechisch tauros). Das für Red Bull verwendete Taurin wird allerdings synthetisch hergestellt und stammt daher nicht von Stieren. Ansonsten findet sich Taurin als Aminosäurenderivat auf natürliche Weise vor allem in Meeresfrüchten, weniger in Landtieren sowie im menschlichen Organismus wieder. Vor Red Bull war Taurin als Inhaltsstoff von Waschmitteln bekannt.

Red Bull (2): Das Taurin macht die Wirkung[Bearbeiten]

Außer seinem kraftvollen Namen hat Taurin wenig kräftigende Wirkung, und kommt zudem nur in geringer Konzentration in den Power-Drinks vor. Es ist seit langem auch ein essentieller Bestandteil von Katzenfutter und lässt angeblich das Fell glänzen. Viel wirkungsvoller ist das in Red Bull enthaltene Koffein – und natürlich der Zucker.

Rheuma: Rheuma ist eine Krankheit[Bearbeiten]

Rheuma sind vier Krankheiten. Unter dem Begriff „Rheuma“ werden alle Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammengefasst, die nicht durch Verletzungen oder Tumore hervorgerufen sind. Über 400 Krankheiten werden den rheumatischen Erkrankungen zugeordnet, wobei zwischen 4 großen Hauptgruppen unterschieden wird: entzündlich-rheumatische Erkrankungen (z.B. Arthritis), degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Arthrose), Weichteilrheumatismus (z.B. Fibromyalgie) sowie Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (z.B. Gicht). Da Rheuma somit völlig unterschiedliche Ursachen haben kann, sollte man gegenüber Medikamenten, die gegen Rheuma allgemein helfen, misstrauisch sein.

Schweiß: Schweiß hat einen unangenehmen Geruch[Bearbeiten]

Schweiß hat gar keinen Geruch, andernfalls würde niemand freiwillig in die Sauna gehen. Erst wenn Bakterien die Schweißflüssigkeit zersetzen (was am menschlichen Körper auf Grund der Wärme schnell passiert), entsteht die bekanntermaßen unangenehme Duftnote.

Spinat (1): Spinat enthält besonders viel Eisen[Bearbeiten]

Spinat enthält gekocht etwa 2,2 mg Eisen pro 100 Gramm, im frischen Zustand etwas mehr. Dies ist deutlich weniger als etwa Schokolade oder zahlreiche andere Lebensmittel enthalten. Obwohl dieser populäre Irrtum bereits in den 1930er Jahren bekannt war, hat er sich bis heute gehalten.

Spinat (2): Ein Wissenschaftler hat ein Komma falsch gesetzt[Bearbeiten]

Nach dieser Mär beruht der angeblich hohe Eisengehalt von Spinat auf dem Irrtum eines Wissenschaftlers, der bei der Messung ein Komma falsch setzte, wodurch der Wert auf das Zehnfache anstieg. Dies ist eine der ältesten Destruktionen urbaner Legenden – doch wahrscheinlich stimmt sie nicht. Das fragliche Werk, in welchem dieser Kommafehler begangen worden sein soll, ist nirgends auffindbar oder auch nur namentlich erwähnt. Vielleicht hat es existiert, vielleicht ist aber auch dies nur ein populärer Irrtum, wer weiß…

Eine andere These besagt, dass besagter Wissenschaftler anstatt frischem Spinat getrockneten Spinat analysiert hat. Dem haben dann schon die 90 % Wasser gefehlt.

Trinken: Viel Trinken belastet die Nieren[Bearbeiten]

Viele Menschen trinken wenig, besonders im Sommer, weil sie der Meinung sind, die Ausscheidung der überschüssigen Flüssigkeit würde die Nieren belasten. Leider ist aber genau das Gegenteil richtig: die Nieren müssen Arbeit leisten, um den Urin zu konzentrieren, also die ausscheidungspflichtigen Giftstoffe in möglichst wenig Wasser unterzubringen. Die Produktion von dünnem Urin dagegen beansprucht die Nieren nur wenig. Wenn man in einen Eimer ein Loch bohrt, ist es ja auch schwieriger, das Wasser darin zu halten als es herauszubekommen. Faustregel ist: man sollte soviel trinken, dass man 1,5 bis 2 Liter Urin am Tag ausscheidet. Bei großer Hitze, wenn viel Flüssigkeit ausgeschwitzt wird, können das auch mal 4 - 5 Liter sein. Wer wenig, aber hoch konzentrierten Urin ausscheidet, hat ein höheres Risiko, Nierensteine zu bekommen. Es gibt auch Hinweise, dass zu geringe Wasserzufuhr allgemein gesundheitsschädlich ist und die Leistungsfähigkeit herabsetzt.

Regel[Bearbeiten]

Hoch konzentrierter Urin hat eher eine dunkle Farbe, dunkelgelb bis braun, bis trüb.
Normaler Urin zeichnet sich als gelb bis hellgelb aus.
Wer es übertreibt, kann auch schon mal praktisch durchsichtigen Urin haben. (Vorsicht:  Zuviel Wasser ist genauso ungesund, da dann Zellen die Nährstoffe nur noch ungenügend aufnehmen können.)

Übersäuerung[Bearbeiten]

Man liest immer wieder, dass eine Ernährung mit viel tierischen Fetten den Körper übersäuert und die freien Radikale begünstigt. Deshalb soll Übersäuerung die Lebenszeit verkürzen. Doch darüber existieren keine wissenschaftlichen Daten. Zum einen ist der Begriff Übersäuerung nicht definiert. Wie wird die Übersäuerung gemessen? Die übliche Blutgasanalyse ist dafür wohl nicht geeignet. Zum anderen gibt es keine vergleichende Langzeituntersuchung beim Menschen, in der eine Ernährung mit pflanzlichem Fett mit einer Ernährung mit tierischen Fett verglichen wird. Dabei ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Kalorienmenge in beiden Gruppen gleich und dem tatsächlichen Verbrauch angepasst ist. Vegetarier leben im Durchschnitt gesünder und länger als Nichtvegetarier. Dies ist statistisch gesichert. Ob dies aber an der Art und Menge ihrer Ernährung oder an ihrem allgemein gesundheitsbewussteren Lebensstil liegt, ist nicht geklärt.

Sinne: Der Mensch hat 5 Sinne (der 6. Sinn ist das Übernatürliche)[Bearbeiten]

Der Mensch hat nicht nur 5 Sinne

  • Sehen
  • Riechen
  • Schmecken
  • Hören
  • Fühlen

sondern auch noch einen natürlichen weiteren Sinn, der oft vergessen wird:

  • Gleichgewichtssinn

Dieser wird jedoch auch in der schulischen Biologie gerne vergessen, gerade in unteren Klassenstufen, was zu der falschen Annahme von 5 Sinnen verleitet.

Die moderne Forschung geht - je nachdem, wie man sie zählt - von 8 bis 13 Sinnen aus, manchmal auch mehr oder weniger, die Forschung ist sich da nicht eins. Außer den oben genannten bekannten 5 und dem weniger bekannten "6. Sinn" des Gleichgewichts gibt es noch den Sinn der Wahrnehmung von Bewegung und den Sinn des Temperaturempfindens (Thermorezeption). Außerdem gibt es noch die so genannte Eigenwahrnehmung oder Tiefensensibilität (Propriozeption). Dieser Sinn gibt an, wo man sich im Raum befindet und welche Stellung die einzelnen Körperteile zueinander haben, also der Sinn zur Wahrnehmung des physischen Selbst durch die sog. Propiozeptoren. Noch unklar ist, ob Schmerzempfinden (Nozizeption) ein Sinn ist; es finden sich keine spezifischen Zellen zu Wahrnehmung oder Weiterleitung, ebenso verhält es sich mit dem Sinn für das Verstreichen von Zeit. Diese könnten aber im Gehirn vorhanden sein, zudem könnte das Gehirn selbst ein Sinnesorgan sein, da es ständig z.B. das physische Wohlbefinden überprüft, das heißt, man spürt, wenn man krank ist oder sich unwohl fühlt.

Holzschneidebretter sind weniger hygienisch als Plastikschneidebretter[Bearbeiten]

Man hat vielleicht die Vorstellung, dass sich Bakterien mit dem natürlichen Stoff Holz besser vertragen als mit Plastik. Diese Ansicht ist falsch. Holz hat teilweise sogar antibakterielle Eigenschaften, beispielsweise Kiefernholz.

Jodmangel führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse[Bearbeiten]

Extremer Jodmangel kann zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen. Dies ist aber heute selten. Mäßiggradiger Jodmangel, wie er in Deutschland noch recht weit verbreit ist, führt aber in der Regel nicht zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Die häufigsten Folgen des mäßigen Jodmangels sind Kropf, Knoten und erstaunlicher Weise auch eine Überfunktion, wenn sich heiße Knoten gebildet haben.

Spermienqualität wird schlechter[Bearbeiten]

Jahrelang wurde behauptet die Spermienqualität in der Bundesrepublik Deutschland nimmt ab und versuchte dies mit allerlei Ursachen zu erklären. Neue Studien zeigen, daß die Aussagen statistisch nicht haltbar sind. Siehe http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/?sid=496560 (Professor Eberhard Nieschlag beim "European Congress of Endocrinology" (ECE) in Berlin)