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Logarithmic function

Aus Wikibooks

Dieser Abschnitt ist noch im Entstehen und noch nicht offizieller Bestandteil des Buchs. Gib den Autoren Zeit, den Inhalt anzupassen!

Definition

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Wir haben bereits gezeigt, dass die Exponentialfunktion exp:+,xexp(x) bijektiv ist. Wir definieren nun die Logarithmusfunktion ln:+ als Umkehrfunktion der Exponentialfunktion.

Definition (Logarithmusfunktion)

Die Logarithmusfunktion ln:+ ist definiert als die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion. Es gelten also

ln(exp(x))=x,xexp(ln(y))=y,y+
To-Do:

Graph

Eigenschaften

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To-Do:

ln(1)=0

Bijektivität, Monotonie und Stetigkeit

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Nach dem Satz von der Stetigkeit der Umkehrfunktion ist die Logarithmusfunktion ebenfalls bijektiv, streng monoton steigend und stetig.

Ableitung

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Rechenregeln

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Logarithmus eines Produktes

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Theorem

Für alle x,y+ gilt

ln(xy)=ln(x)+ln(y)

How to get to the proof?

Wir kennen bereits eine ähnliche Regel für die Exponentialfunktion: Für alle a,b gilt

exp(a)exp(b)=exp(a+b)

Diese Regel wollen wir gewissermaßen umdrehen, indem wir verwenden, dass die Logarithmusfunktion die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion ist. Dazu wählen wir a=ln(x) und b=ln(y), also x=exp(a) und y=exp(b). Dann gilt nämlich

ln(xy)=ln(exp(a)exp(b))=ln(exp(a+b))=a+b=ln(x)+ln(y)

Proof

Es gilt

ln(xy)=ln(exp(ln(x))exp(ln(y)))=ln(exp(ln(x)+ln(y)))=ln(x)+ln(y)

Logarithmus einer ganzzahligen Potenz

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Theorem

Für alle x+ und n gilt

ln(xn)=nln(x)

How to get to the proof?

Die Idee ist, diese Rechenregel auf die vorhin bewiesene Regel zurückzuführen, indem wir xn als ein Produkt aus n Faktoren auffassen:

ln(xn)=ln(xxn Faktoren)=ln(x)++ln(x)n Summanden=nln(x)

Der formale Beweis wird mittels vollständiger Induktion nach n geschehen, wobei der Induktionsanfang unmittelbar aus ln(1)=0 folgt. Allerdings müssen wir beachten, dass unser n auch negativ sein kann. Dies wollen wir auf den positiven Fall zurückführen, indem wir n>0 betrachten.

Proof

Sei x+. Wir unterscheiden drei Fälle.

Fall 1: n=0

Wir wissen bereits, dass ln(1)=0 gilt. Somit ist

ln(x0)=ln(1)=0=0ln(x)

Fall 2: n>0

Mithilfe der bereits bewiesenen Rechenregel für den Logarithmus eines Produktes erhalten wir

ln(xn)=ln(xxn1)=ln(x)+ln(xn1)

Die Aussage folgt also induktiv.

Fall 3: n<0

Aus dem zweiten Fall wissen wir schon, dass ln(xn)=nln(x) gilt. Daher ist

ln(xn)=ln(xn)+ln(xn)ln(xn)=ln(xnxn)+nln(x)=ln(1)+nln(x)=nln(x)

Der Logarithmus und die harmonische Reihe

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Asymptotisches Wachstum der harmonischen Reihe

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Partialsummen im Vergleich mit dem Logarithmus

Wir im Kapitel über die harmonische Reihe schon gesehen, dass die Partialsummen dieser Reihe ähnlich wie der natürlichen Logarithmus ln anwachsen. Tatsächlich gilt

Theorem (Asymptotisches Verhalten der harmonischen Reihe)

Die Folgen (k=1n1kln(n+1))n und (k=1n1klnn)n konvergieren gegen denselben Grenzwert. Außerdem gilt limnk=1n1klnn=1.

Diese Zahl γ0,5772 ist die sogenannte Euler-Mascheroni-Konstante. Sie wurde zum ersten Mal vom Mathematiker Leonhard Euler 1734 verwendet[1]. Bislang konnte nicht bewiesen werden, ob diese Zahl rational oder irrational ist. Keiner weiß es!

Proof (Asymptotisches Verhalten der harmonischen Reihe)

'

Beweisschritt: k=1n1kln(n+1)=k=1n(1kln(k+1k))

Es gilt

k=1n(1kln(k+1k))=k=1n1kk=1nln(k+1k) ln(xy)=lnxlny=k=1n1kk=1n(ln(k+1)lnk) Teleskopsumme=k=1n1k(ln(n+1)ln1) ln1=0=k=1n1kln(n+1)

Beweisschritt: (k=1n1kln(n+1))n konvergiert.

Es gilt Mit der ln-Ungleichung gilt zunächst

1kln(k+1k)=1kln(1+1k)1k(1+1k1)=1k1k=0

Damit sind alle Summanden der Reihe nicht-negativ, und somit an=k=1n1kln(n+1)=k=1n(1kln(k+1k)) monoton steigend.

Weiter gilt erneut mit der ln-Ungleichung:

1kln(k+1k)1k(11k+1k)=1k(1kk+1)=1k1k+1

Damit ist

an=k=1n(1kln(k+1k))k=1n(1k1k+1) Teleskopsumme=11n+11

Also ist (an) nach oben beschränkt. Nach dem Monotoniekriterium konvergiert (k=1n1kln(n+1))n. Mit der Monotonieregel für Grenzwerte gilt für den Limes γ mit dem eben Gezeigten:

0γ1

Beweisschritt: (k=1n1klnn)n konvergiert gegen denselben Grenzwert.

Wir haben gerade gezeigt an=k=1n1kln(n+1)γ. Ist bn=k=1n1kln(n), so gilt weiter

bnan=k=1n1kln(n)[k=1n1kln(n+1)]=ln(n+1)ln(n)=ln(n+1n)=ln(1+1n) ln stetigln(1+0)=ln(1)=0

Mit den Grenzwertsätzen folgt damit

bn=(bnan)+an0+γ=γ

Also konvergiert (k=1n1klnn)n ebenfalls gegen γ.

Beweisschritt: limnk=1n1klnn=1.

Aus limnk=1n1klnn=γ und limnlnn= folgt:

limnk=1n1klnnlnn=0

Nun ist

k=1n1klnnlnn=k=1n1klnnlnnlnn=k=1n1klnn1

Damit folgt nun

limnk=1n1klnn=limnk=1n1klnn1+1=limnk=1n1klnnlnn+1=0+1=1

Der Grenzwert der alternierenden harmonischen Reihe

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Mit Hilfe der Folge (k=1n1klnn)n können wir zeigen

Theorem (Grenzwert der alternierenden harmonischen Reihe)

Es gilt

k=1(1)k+11k=ln(2)

Proof (Grenzwert der alternierenden harmonischen Reihe)

Aus dem bekannten Grenzwert für die Euler-Mascheroni-Konstante folgt für die Folge (γn)n=(limnk=1n1klnnγ)n:

limnγn=0

Da jeder Teilfolge gegen denselben Grenzwert konvergiert, gilt ebenso

limnγ2n=0

Damit folgt

limn(γ2nγn)=0

Andererseits ist

γ2nγn=k=12n1kln(2n)γk=1n1k+lnn+γ=k=12n1kk=1n1k+lnnln(2n)=k=12n1k2k=1n12k+lnnln(2n)=1+12+13+14++12n1+12n2(12+14++12n)+lnnln(2n)=112+1314++12n112n+lnnln(2n)=k=12n(1)k+11k+lnnln(2n)=k=12n(1)k+11k+ln(n2n)=k=12n(1)k+11k+ln(12)=k=12n(1)k+11kln2

Zusammen erhalten wir

limnk=12n(1)k+11kln2=limn(γ2nγn)=0

Daraus folgt die Behauptung.