Wikipedia-Lehrbuch/ Druckversion

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Wikipedia Lehrbuch



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Dieses Buch steht im Regal Anleitungen.

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Auszeichnung:
Buch des Monats
Juli 2009

PDF Es ist eine PDF-Version dieses Buches vorhanden.
Wikibooks Dieses Buch wurde in den Wikibooks:Buchkatalog aufgenommen.

„Eigene Beiträge“ ist das vielleicht erste Wikipedia-Lehrbuch. Sein Ziel ist es, neue Wikipedianer mit der Arbeitsweise der freien Enzyklopädie vertraut zu machen. Wer das Buch durchgearbeitet hat, sollte sich einbringen können ohne großes Risiko, dass die gemachten Änderungen sogleich wieder gelöscht werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, bis auf ein Grundverständnis von der Arbeit mit Computern.

Liebe Leserin, lieber Leser,

da das Duzen in der Wikipedia gängig ist, soll es auch hier gleich zum Zuge kommen.

Du hast Interesse daran, bei der Wikipedia mitzumachen? Willkommen! Die Wikipedia lebt von konstanter Mitarbeit, und für dich kann es ein wunderbares Hobby werden. Leider sieht man immer wieder, dass Neulinge sich schwer tun und ihren Platz nicht recht finden. Das Hauptziel dieses Lehrbuches ist es, den Einstieg leichter zu machen. Umgekehrt kann die Lektüre dem erfahrenen Wikipedianer das Bewusstsein dafür schärfen, wie schwierig der Einstieg ist und dass ungeschickte Bearbeitungen nicht böse gemeint sind.

Wikipedia-Arbeit bedeutet:
Fachliteratur suchen.
Um die besten Ergebnisse ringen.
Gegenlesen und korrigieren.
Vandalismus bekämpfen.
Allein arbeiten.
Mit Frust kämpfen.
Spaß haben.
Zusammenarbeiten.

In- und außerhalb der Wikipedia findest du noch andere Materialien als dieses Lehrbuch. So gibt es vor allem die Hilfe- und Wikipedia-Seiten, Gebrauchsanleitungen, die im Kleinen eine ganz bestimmte Sache erklären. Oft haben sie Schritt-für-Schritt-Charakter. Auf diese Seiten wird hier verwiesen werden, aber es ist für Anfänger mühselig, sich eigenständig dort von Seite zu Seite zu klicken.

Für ein gelungenes Mitmachen sollte ein Neuling idealerweise viele Fähigkeiten mitbringen. In der Realität hat niemand alle diese Fähigkeiten, dennoch hier eine kleine Wunschliste:

  • gute bis sehr gute Beherrschung der deutschen Schriftsprache
  • verständliches Schreiben
  • eine breite Allgemeinbildung
  • logisches und systematisches Denken
  • die Bereitschaft und die Fähigkeit, zu lernen und sich in eine Gemeinschaft einzufügen
  • Takt sowie Sinn für Anstand und Verhältnismäßigkeit
  • ein dickes Fell, da der Umgangston leider manchmal ruppig ist
  • ein souveräner Umgang mit Computern

Es wäre ein schöner Nebeneffekt für dich persönlich, wenn die Wikipedia-Arbeit deine Fähigkeiten weiterentwickeln würde. Sei strebsam, habe aber auch nicht übertriebene Ansprüche an dich (und die Wikipedia). Geduld ist eine weitere wichtige Tugend für einen guten Wikipedianer.

Das Wikipedia-Lehrbuch „Eigene Beiträge“ möchte dir folgendes beibringen:

  • ein grundlegendes Verständnis vom Charakter und Wesen der Wikipedia: Sie ist eine besondere Enzyklopädie, die nach bestimmten Prinzipien funktioniert. Wenn dir dieses Verständnis fehlt, wirst du kaum sinnvoll mitmachen können.
  • eine Vorstellung vom Aufbau der Wikipedia
  • welche Inhalte in der Wikipedia willkommen sind
  • wie man Wikipedia-Seiten bearbeitet
  • was die Wikipedia-Gemeinschaft ist und wie man sich ihr anschließt

Wie lang dein Weg in die Wikipedia-Arbeit ist, das hängt davon ab, wie viel Zeit du einsetzen willst. Es heißt, dass man den Schritt vom Anfänger zum Fortgeschrittenen mit etwa 200 bis 300 Bearbeitungen hinter sich hat. Ab dann bekommt man auch einige Sonderrechte wie das Wahlrecht und den Sichterstatus. Mit mehreren tausend Bearbeitungen fängt man an, „erfahrener Wikipedianer“ zu sein. Vor allem kommt es darauf an, was du in dieser Zeit und mit diesen Bearbeitungen gemacht hast, ob du dich auf verschiedenen Gebieten betätigt hast.

Gesamtinhaltsverzeichnis[Bearbeiten]

Die fetten Titel verweisen auf Seiten, die übrigen auf Abschnitte der Seite.

Nuvola mimetypes kmultiple.png Zu diesem Thema existiert eine Sammlung. Damit kann man das Thema als PDF herunterladen oder in gedruckter Form bestellen.


Grundlagen[Bearbeiten]

Umgang mit dem Computer[Bearbeiten]

Um an der Wikipedia mitzuschreiben, braucht man kein Computerexperte zu sein. Die Erfahrung zeigt, dass technische Startschwierigkeiten sehr schnell überwunden werden. Größer sind die Probleme mit Konzepten wie dem Freien Wissen.

Gleichwohl sollte man etwas Grundwissen im Umgang mit Computern mitbringen, sonst kommt man nur mühsam in die Wikipedia-Arbeit hinein – und viele Tätigkeiten dauern unnötig lang. Was du zum Beispiel können solltest:

  • Mit mehreren Fenstern arbeiten, dir also beispielsweise in deinem Betriebssystem zwei Fenster nebeneinander anzeigen lassen. Auf der einen Seite schreibst du angemeldet an der Wikipedia mit, auf der anderen hast du vielleicht ein Fenster mit einer Hilfe-Seite der Wikipedia.
  • Internet-Seiten wiederfinden, beispielsweise mit Lesezeichen.
  • Mit einem Textverarbeitungsprogramm umgehen, zum Beispiel einen Text markieren, kopieren und einfügen (copy and paste) oder nach einer Zeichenfolge durchsuchen (Strg + F).

Wikipedia-Jargon[Bearbeiten]

Jargon und ungenaue Bezeichnungen verwirren.

In der Wikipedia-Gemeinschaft hat sich ein Jargon (eine Sondersprache) herausgebildet, der Neueinsteigern oft Schwierigkeiten bereitet. Für viele Dinge gibt es gleich mehrere Ausdrücke, die sich mehr oder weniger stark in der Bedeutung unterscheiden. So kennt man für jemanden, der an der Wikipedia beteiligt ist: Autor, Mitmacher, Mitarbeiter, Bearbeiter, Editor, Änderer, Benutzer, Wikipedianer ... Diese Ausdrücke sind aber nur teilweise bedeutungsgleich.

Typisch für den Wikipedia-Jargon sind Begriffe aus der Informatik und der Internetkultur. Es haben sich auch viele Anglizismen eingebürgert; leider gibt es im Deutschen viele „falsche Freunde“. Im Englischen mag es zwar references und secondary sources geben. Wer dies aber zu „Referenzen“ oder „Sekundärquellen“ verdeutscht, der irrt sich genauso wie jemand, der aus einer billion eine „Billion“ (statt einer Milliarde) macht. Eine Referenz ist im Deutschen ein Empfehlungsschreiben, gemeint ist tatsächlich ein Verweis; eine Sekundärquelle erzählt, was in einer früheren Quelle (Primärquelle) steht, gemeint ist hier hingegen das, was richtig Sekundärliteratur heißt.

Jargon ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Jargon bzw. Fachsprache dient zur genauen und schnellen Kommunikation zwischen Eingeweihten. Der Jargon trägt auch zur Gruppenbildung bei. Doch Neulingen bereitet der Jargon Schwierigkeiten, sich der Gruppe (der „Community“) anzuschließen. Bei manchen Wikipedianern kann man den Eindruck bekommen, dass sie mit viel Jargon ihre Gruppenzugehörigkeit betonen, ihre selbst gefühlte Überlegenheit darstellen oder gar Neulinge verschrecken wollen. Lasse dich von solchem Gehabe nicht beeindrucken, und vermeide Jargon nach Möglichkeit.

Links

Aufgabe

Bitte zähle, wie viele dieser Ausdrücke dir bereits vertraut sind: Software, Lemma, Website, Freie Lizenz, Link, Shortcut, Spam, Thumb (Thumbnail).

Zur Lösung.

Die „freie“ Enzyklopädie und Freie Lizenzen[Bearbeiten]

Die Wikipedia nennt sich eine „freie“ Enzyklopädie. Hinter diesem kleinen, unscheinbaren Wort stehen sehr wichtige Aspekte:

  • Sie ist unabhängig von Regierungen und Firmen. Was in ihr steht, entscheiden die freiwilligen Bearbeiter. Die Betreiberin, die Wikimedia Foundation, behält sich in Notfällen jedoch das letzte Wort vor. Außerdem muss man sich an Gesetze halten, vor allem an die des eigenen Landes und der Vereinigten Staaten, wo die Foundation ihren Sitz hat.
  • Die Wikipedia ist kostenlos, man muss nicht bezahlen, wenn man sie lesen oder bearbeiten will. Spenden sind natürlich willkommen. Kostenlos bedeutet auch, dass die Wikimedia Foundation grundsätzlich nicht für Inhalte bezahlt. Wenn zum Beispiel ein Fotograf seine Bilder nicht kostenlos hergibt, muss die Wikipedia auf diese Bilder eben verzichten.
  • Drittens, und das ist der eigentliche Sinn, basiert die Wikipedia und die Zusammenarbeit dort auf dem Konzept des Freien Wissens.

Zum letzteren muss hier ein wenig ausgeholt werden, da dieses Konzept den Wikipedianer auf Schritt und Tritt begleitet. Nach dem deutschen Urheberrecht hat ein „Autor“, der ein „Werk“ „geschaffen“ hat, automatisch die Rechte an diesem Werk, selbst wenn er es nicht ausdrücklich erwähnt. Ein Werk kann ein Text, ein Musikstück, ein Bild usw. sein. Das Freie Wissen wird mit „Freien Lizenzen“ gehandhabt; Freie Lizenzen bedeuten einen alternativen Umgang mit dem Urheberrecht und stammen ursprünglich aus der Software-Entwicklung, von der Bewegung für Freie Software.

In den 1970er Jahren gab es nur wenige Programmierer, und wenn sie neue Programme geschrieben haben, haben sie diese normalerweise mit anderen Programmierern ausgetauscht. Man schreibt ein (anspruchsvolleres) Programm nämlich nicht von Grund auf neu, sondern verwendet bereits existierende Programmteile. Um 1980 aber boomte der Markt für Computer, und die Kommerzialisierung zog ein. Für die Nutzung von Programmen sollte nun gezahlt werden, denn oft konnten Firmen ein Urheberrecht bzw. ein Patent vorweisen. Wie ein Programm genutzt werden darf, das bestimmen die Endnutzer-Lizenzen (englisch abgekürzt mit EULA; im Deutschen mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwandt).

Im Protest gegen diese Kommerzialisierung formierte sich die Bewegung für Freie Software, unter anderem mit der Free Software Foundation (1985). Für diese Software gelten Freie Lizenzen, die bestimmen: Die Software darf zu jedem Zweck verwendet, studiert, verändert und verbreitet werden. Was man neu auf der Grundlage von Freier Software erschafft, muss ebenfalls unter einer Freien Lizenz stehen (was genau erlaubt ist und gefordert wird, das kann von der einzelnen Lizenz abhängen).

Neben Freier Software gibt es auch Freie Kultur und eben auch Freies Wissen. Als 2001 die Wikipedia ins Leben gerufen wurde, verwendete man die damals weit verbreitete Freie Lizenz GFDL. Diese Lizenz entstammt ebenfalls der Bewegung für Freie Software, ausgeschrieben heißt sie GNU Free Documentation License. Dabei ist GNU ein bestimmtes Software-Projekt der Bewegung, und documentation bezieht sich auf Texte, die ein Programm beschreiben oder den Gebrauch erläutern. Üblicherweise handelt es sich um Handbücher. Da die Wikipedia vor allem aus Texten besteht, hat man diese GFDL genommen.

Mittlerweile sind die Freien Lizenzen der gemeinnützigen Organisation Creative Commons populär. Nach einer Abstimmung unter Wikimedianern geht man nun über von der teilweise unpraktischen GFDL zur moderneren CC-BY-SA. Diese Creative-Commons-Lizenz (CC) verlangt die Nennung der Autoren (BY) und den Grundsatz, unter den gleichen Bedingungen zu teilen (share alike, SA). Generell erlauben beide Lizenzen, GFDL und CC-BY-SA, mehr oder weniger das Gleiche.

Freies Wissen bedeutet für die Wikipedia in der Praxis:

  • Wenn du einen Text in die Wikipedia stellst, dann erteilst du dem Text eine Freie Lizenz (GFDL und zusätzlich CC-BY-SA). Du selbst hast weiterhin das Urheberrecht an deinem Text und darfst deinen Text auch woanders verwenden, du hast aber nicht mehr das alleinige Nutzungsrecht.
  • Du kannst den Text, den du in die Wikipedia gestellt hast, nicht so einfach löschen. Darüber entscheiden andere Wikipedianer (mit).
  • Jemand anders darf deinen Text weiterverwenden, zum Beispiel ihn ausdrucken oder auf einer anderen Website zeigen (dabei muss er allerdings einige Regeln beachten, siehe Wikipedia:Weiternutzung).
  • Jemand anders darf deinen Text verändern; wenn er das in der Wikipedia tut, dann muss er sich dabei selbstverständlich an die Wikipedia-Regeln halten. Der veränderte Text steht ebenfalls unter der Freien Lizenz.

Links

Freiwillige Bearbeiter und das Wiki-Prinzip[Bearbeiten]

Wer die Absicht hat, mit der Wikipedia-Arbeit Geld zu verdienen, ist an der falschen Adresse. So gut wie die gesamte Arbeit wird von Freiwilligen geleistet. Die hinter der Wikipedia stehenden Organisationen haben zwar Angestellte, jedoch für die Pressearbeit, Spendengewinnung, bestimmte technische Aufgaben, Rechtsfragen usw., nicht zum Schreiben von Artikeln. Das sollte man stets bedenken, wenn man die Wikipedia und ihre Bearbeiter beurteilt: Sie arbeiten in ihrer Freizeit und erledigen dabei auch Tätigkeiten, die nicht besonders interessant sind oder zu schnellem Lob führen, die aber trotzdem wichtig sind.

Als Bearbeiter in der Wikipedia ist man mit seinem Benutzernamen sichtbar (wenn man angemeldet ist). Man kann sich entscheiden, ob man sich mit seinem Benutzernamen bzw. mit den Informationen auf der Benutzerseite als reale Person zu erkennen gibt, oder ob man unerkannt bleiben will. Für den Leser spielt der Autor eine geringe Rolle, denn der Leser sieht normalerweise nur den Artikel. Wer den Artikel (mit)geschrieben hat, das müsste der Leser herausfinden, und meist interessiert es ihn nicht. Jedoch kann ein Wikipedia-Bearbeiter auf seiner Benutzerseite darauf aufmerksam machen, an welchen Artikeln er maßgeblich mitgearbeitet hat (eine Auswahl ist angemessener als eine vollständige und letztlich nichtssagende lange Liste).

Zwar gibt es in der Wikipedia Hierarchien, also ein Oben und Unten (auch dazu weiter unten mehr). Dennoch sind alle Wikipedianer grundsätzlich gleichberechtigt. Sie arbeiten nach dem Wiki-Prinzip zusammen: Jeder darf eine Seite bearbeiten. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, müssen diese durch Diskussionen ausgetragen werden, ferner gibt es mittlerweile ein umfangreiches Regelwerk, das auf eben diese Weise entstanden ist.

Man kennt Beispiele dafür, dass Personen von Organisationen dafür bezahlt werden, in der Wikipedia mitzuschreiben. Das ist grundsätzlich erlaubt, eine solche Person und ihre Beiträge werden jedoch genauso wie die anderer Bearbeiter behandelt – vielleicht mit etwas zusätzlichem Misstrauen. Manche Wikipedianer haben Angst, dass auf diese Weise die Wikipedia manipuliert wird. Natürlich macht es einen Unterschied aus, ob ein Großkonzern das Image seiner Produkte beeinflussen will oder ob eine öffentliche Körperschaft für die Verbesserung der kleinen rätoromanischen Wikipedia zahlt.

Es gehört zum Wiki-Prinzip, dass Inhalte verändert oder gelöscht werden können. Man kann also niemandem garantieren, dass das, was man geschrieben hat, bleibt – weder gegenüber einem Arbeitgeber noch gegenüber einem Lehrenden. Wikipedianer sehen es daher mit gemischten Gefühlen, wenn Dozenten ihre Studenten dazu auffordern, in die Wikipedia zu schreiben, und davon Noten abhängig machen. Zumindest sollte der Dozent den Charakter der Wikipedia kennen und entsprechend die Möglichkeiten einschätzen.

Wer schreibt die Wikipedia: die Masse oder der Einzelne?[Bearbeiten]

Natürlich hat es seinen Vorteil, dass theoretisch „jeder Mensch“ die Artikel bearbeiten kann. Viele Augen sehen viel. Aber ein durchschnittlicher Artikel ist im Wesentlichen von jeweils etwa zwei bis fünf Wikipedianern geschrieben worden. Zusätzlich haben ein oder mehrere Dutzend Menschen kleinere Verbesserungen zum Artikel beigetragen: Tippfehler beseitigt, eine Formulierung verständlicher gemacht, Bilder hinzugefügt, den Artikel kategorisiert usw.

Gerade die besten Artikel kommen in der Regel dadurch zustande, dass ein einzelner Wikipedianer sich verantwortlich fühlt (oftmals ist es derjenige, der den Artikel angelegt hat). Man spricht dann inoffiziell vom „Hauptautoren“, der den Artikel nicht nur maßgeblich geschrieben hat, sondern ihn auch längerfristig betreut. In Diskussionen räumen die anderen Wikipedianer einem Hauptautoren ein besonderes Mitspracherecht ein; seine Leistung wird so belohnt. Allerdings muss auch ein Hauptautor sich natürlich an die Wikipedia-Richtlinien halten.

Das eigentliche Problem der Wikipedia besteht nicht darin, dass „jeder Mensch“ etwas „so mal eben“ verändern könnte, sondern umgekehrt darin, dass das Mitmachen immer schwieriger wird. Ein Neuling muss ein Gespür dafür entwickeln, welche Themen „relevant“, welche Beschreibungen „neutral“ (NPOV, neutral point of view), welche Ausdrucksweisen angemessen sind. Sonst werden seine Bearbeitungen von den erfahrenen Wikipedianern sogleich wieder gelöscht.

Die Wikipedia kennenlernen und bei ihr mitmachen[Bearbeiten]

Ränder[Bearbeiten]

Neben einem Wikipedia-Artikel – oben, unten und links – findest du Reihen von Funktionen, also Befehle, die man anklicken kann. Das kann Neueinsteigern verwirrend erscheinen. Daher hier ein kleiner Überblick; die einzelnen Funktionen bzw. Links werden später näher erläutert:

  • „Linker Rand“: Links sieht man oben die Wikipedia-Kugel, die aus Puzzleteilen mit Buchstaben besteht. Darunter findet man Links, die unter „Mitmachen“, „Werkzeuge“ usw. zusammengefasst werden. Die Links auf dieser linken Reihe haben meistens mit der Wikipedia an sich zu tun oder damit, wie die jeweilige Seite in die Wikipedia eingebunden ist.
  • Der untere Rand ist kaum interessant, dort findet man normalerweise nur technische Informationen wie das Impressum. Wichtig und praktisch jedoch sind die Kategorien, zu denen eine Seite gehört, und die stehen direkt unter dem Inhalt der Seite selbst.
  • Am oberen Rand einer Seite befinden sich zwei Reihen mit Funktionen:
    1. „Persönliche Reihe“: Ganz weit oben steht sozusagen deine persönliche Reihe. Wenn du nicht angemeldet bist, siehst du dort nur „Anmelden“ in der rechten Ecke. Wenn du angemeldet bist, findest du dort Links zu deiner Benutzerseite, zu deinen Wikipedia-Einstellungen usw.
    2. „Direkte Seitenfunktionen“: Am Rand des Inhaltes der Seite stehen Funktionen, die ganz direkt mit der momentanen Seite und ihrem Inhalt zu tun haben. Bei einem Artikel heißt es dort normalerweise: „Artikel“, „Diskussion“, „Seite bearbeiten“ usw. Am rechten Rand steht das Feld „Suchen“.

Was ist eine Seite?[Bearbeiten]

Menschen und Seiten in der deutschsprachigen Wikipedia.

Die Wikipedia ist eine Website, die aus vielen einzelnen Seiten besteht. Die Artikel sind solche Seiten. Außer den Artikeln gibt es in der Wikipedia noch andere Seiten, die für die Arbeit hinter den Kulissen dienen. Man unterscheidet bei der Wikipedia nach Gruppen, die „Namensräume“ heißen. Vier Beispiele:

  • Artikelnamensraum: Alle Artikel, die die Enzyklopädie namens Wikipedia ausmachen, also zum Beispiel Augustus, Elefanten, Brasilien und über 1.000.000 weitere Artikel.
  • Wikipedianamensraum: Manche Seiten heißen „Wikipedia-Seiten“ – damit sind Seiten gemeint, die sich mit dem Projekt Wikipedia selbst beschäftigen. Man spricht auch von Projektseiten. Beispiele sind Wikipedia:Was Wikipedia nicht ist, Wikipedia:Belege, Wikipedia:Kurier. Oft geht es um Grundsätze und Regeln der Wikipedia, aber auch um Gemeinschaftsbildung und Informationsaustausch.
  • Hilfe-Namensraum: Die Hilfe-Seiten sollen dem Benutzer erklären, wie sich etwas praktisch machen lässt (vor allem beim Verändern eines Artikels), wie Hilfe:Bilder oder Hilfe:Listen.
  • Spezialseiten: Eine Spezialseite wird automatisch von der Wikipedia-Software mit Inhalt gefüllt; sie kann vom Bearbeiter normalerweise nicht verändert werden. Die bekannteste Spezialseite ist die „Beobachtungsliste“, die zu jedem Benutzerkonto gehört.

Eine Seite (beispielsweise ein Artikel) kann man sich als ein Gehäuse vorstellen. Dieses Gehäuse hat einen eindeutigen Namen wie Elefanten oder Flugzeug. Man spricht auch vom Lemma, dem lexikalischen Suchbegriff. Das Gehäuse beinhaltet vor allem einen sogenannten Quelltext. Aus diesem Quelltext erstellt die Wikipedia-Software dann den sichtbaren Seiteninhalt, wie er dem Leser gezeigt wird. Wenn man in der Wikipedia „eine Seite bearbeitet“, dann ist damit gemeint, diesen Quelltext zu verändern.

Seiten können auch Unterseiten haben. Sie werden mit / an den Seitennamen angefügt: Wikipedia:Löschkandidaten/11. Mai 2009 . Die eigentliche Seite heißt „Wikipedia:Löschkandidaten“. Die Unterseite beschäftigt sich mit den Löschkandidaten des „11. Mai 2009“ (so ihr Name).

Links

Aufgabe

Woran erkennt man eindeutig, was für eine Seite man vor sich hat, dass es sich beispielsweise um eine Hilfe-Seite und nicht um einen Artikel handelt?

Zur Lösung.

Suchen in der Wikipedia[Bearbeiten]

Altbundespräsident Richard von Weizsäcker steckt in fast zwanzig Wikipedia-Kategorien.

Das wichtigste Hilfsmittel zum Suchen ist die „Suche“ am rechten Rand der Funktionsreihe. Tippe zur Probe das Wort „Elefanten“ ein. Unter dem Suchfeld, in dem jetzt „Elefanten“ steht, gibt es meist eine zweigeteilte Liste: Im oberen Teil werden eine Reihe von Artikeln angezeigt, deren Titel mit „Elefanten“ beginnt; darunter gibt es einen Kasten „Volltextsuche nach Elefanten“. Du hast jetzt die Wahl:

  • Mit der Eingabebestätigung kommst du auf die Artikel-Seite mit dem Titel „Elefanten“.
  • Mit einem Klick auf einen der anderen fettgedruckten Begriffe kommst du auf die Artikel-Seite mit diesem Titel, z.B. auf Elefantenrunde.
  • Mit einem Klick auf den Kasten „Volltextsuche ...“ erhältst du eine Auflistung von Artikeln, in denen das Wort „Elefanten“ vorkommt; es könnte ja sein, dass du alle Artikel suchst, in denen das Wort „Elefanten“ vorkommt, oder dass der gewünschte Artikel nicht in der Liste der Vorschläge enthalten ist. In der Übersicht stehen Kurzzitate aus diesen Artikeln, wobei das Wort rot markiert ist. Weitere kannst du mit „nächste 20“ (unten am Rand) auflisten lassen.

Schon während der Eingabe des Wortes „Elefanten“ beginnt die Wikipedia-Software damit, mögliche Artikel anzuzeigen. Es bleibt dir überlassen, auf welchem Weg du zu dem gewünschten Artikel gelangen willst.

Ein Artikel kann ferner so genannten Kategorien angehören (nicht mit den Namensräumen zu verwechseln), die unterhalb des Artikeltextes aufgeführt werden. Eine Kategorie fasst Artikel zusammen, deren Inhalte zu einem bestimmten Thema gehören, so befindet sich „Richard von Weizsäcker“ unter anderem in den Kategorien Bundespräsident (Deutschland), Regierender Bürgermeister (Berlin), Ehrenbürger von Berlin und Mann. Klickt man auf die Kategorie Bundespräsident (Deutschland), sieht man alle Artikel über deutsche Bundespräsidenten alphabetisch aufgelistet.

Zum Suchen von Themen helfen dir die Portale weiter. Am linken Rand gibt es im ersten Abschnitt den Link zu „Themenportale“. Du kommst damit zu einer Seite, die lauter Portale auflistet, etwa unter „Religion“ die Portale Portal:Atheismus und Portal:Buddhismus. Ein Portal verweist typischerweise auf zentral bedeutsame oder ausgezeichnete Artikel, die zum Thema gehören, oft ansprechend dargestellt und geordnet.

Links

Aufgabe

Du hast einmal einen Film gesehen, in dem Dustin Hoffman einen Autisten spielt. Wie findest du den Namen des Films heraus?

Zur Lösung.

Werde angemeldeter Benutzer[Bearbeiten]

Warum soll man angemeldet sein, bevor man eine Bearbeitung in der Wikipedia vornimmt? Wenn man in der Wikipedia eine Bearbeitung vornimmt, steht hinterher in der Versionsgeschichte der Seite, wer die Bearbeitung geleistet hat. Bist du angemeldet, erscheint an dieser Stelle dein Benutzername; bist du es nicht, dann deine IP-Nummer.

„IP“ ist die Abkürzung für Internet Protocol, genauer geht es um eine bestimmte Nummer. Jeder Computer, der an das Internet angeschlossen ist, erhält automatisch eine Nummer zugeteilt, damit das Internet weiß, um welchen Computer es sich handelt. Ohne Nummer wäre das Versenden und Erhalten von Daten über das Internet gar nicht möglich. Übrigens kann auf diese Weise die Polizei herausfinden, von welchem Computer illegale Daten verschickt werden, wie Anleitungen zum Bombenbauen oder verbotene Formen der Pornografie. (Die IP kann wechseln, aber der Internet-Anbieter weiß auch im Nachhinein, wer wann welche IP hatte.) Wenn du unangemeldet in der Wikipedia schreibst, wird also deine IP-Nummer sichtbar. Das ist nicht schlimm, aber grundsätzlich ist es besser, wenn sie nicht allzu öffentlich wird.

Der eigentliche Grund dafür, dass du angemeldet sein solltest, ist jedoch ein anderer: IP-ler sind für andere Wikipedianer nicht wirklich greifbar, sie bauen keine Identität als Wikipedianer auf. Angenommen, ein netter Wikipedianer sieht eine wenig geglückte Bearbeitung (zum Beispiel eine wertende Aussage). Da dieser Wikipedianer wirklich nett ist, beseitigt er die schlechte Bearbeitung nicht nur, sondern schreibt auch dem betreffenden Bearbeiter eine Erklärung auf dessen Diskussionsseite. Das macht der nette Wikipedianer aber wahrscheinlich nur, wenn der Bearbeiter ein angemeldeter Benutzer ist; bei einem angemeldeten Benutzer kann man auch anhand der Liste der Benutzerbeiträge sehen, ob er ernsthaft mitarbeitet.

Bei einem IP-ler hingegen schreibt man nichts auf die Diskussionsseite, denn die IP kann sich ja ändern. Vielleicht sieht der IP-ler die Erklärung dort nie. Außerdem, denken sich viele Wikipedianer, meldet sich ein ernsthafter Neuling doch an. Sie sind also der Meinung, dass es Zeitverschwendung ist, sich mit IP-lern näher zu beschäftigen. Manche Wikipedianer sind gegenüber IP-lern sogar so misstrauisch, dass sie feindselig werden: „Da hat mich so 'ne IP angeblökt.“

Melde dich also in deinem eigenen Interesse an: Du erwirbst dir mit der Zeit einen Ruf, und andere Wikipedianer werden sehr viel bereiter dazu sein, dich in ihren Reihen aufzunehmen. Übrigens ist es viel netter, wenn man dich mit einem Benutzernamen anreden kann und nicht mit „Hallo Nummer 75.111.311.93“.

Registrierung[Bearbeiten]

Wer Wikipedianer werden möchte, der legt sich also zuerst ein Benutzerkonto an, so bekommt er einen Benutzernamen mit Passwort. Dieser Vorgang heißt Registrierung. Wer registriert ist, kann sich sogleich anmelden, damit ist gemeint, dass die Wikipedia ihn erkennt und ihm seine Sonderfunktionen als Benutzer Soundso anzeigt. Im Englischen spricht man von log in.

Der Weg zum Benutzerkonto führt über die Buchstabenkontrolle CAPTCHA.

Die Registrierung bei der Wikipedia dauert nur wenige Minuten. Klicke auf das Wort „Anmelden“ oben rechts in der Ecke, und du wirst nach deinem Benutzernamen gefragt. Da du noch keinen hast, klickst du auf die Verknüpfung „Hier legst du ein Konto an.“ Dann tust du folgendes:

  • Du siehst ein etwas seltsam gemaltes Wort in englischer Sprache, das du erkennen und in das darunter stehende Feld eintippen musst. Warum das? Es gibt Computerprogramme, die sich auf Websites registrieren und dort Werbung verbreiten. Mit dieser Erkennungsaufgabe (CAPTCHA) soll also sichergestellt werden, dass sich tatsächlich ein Mensch registriert, denn Computerprogramme können diese seltsame Schrift nicht lesen.
  • Benutzername: Gib bitte einen Namen ein, unter dem du in der Wikipedia aktiv sein willst. Zur Namenswahl weiter unten mehr.
  • Passwort: Denke dir ein Passwort aus und tippe es ein.
  • Passwort wiederholen: Tippe es noch einmal ein, so wird es am ehesten bemerkt, falls du dich beim ersten Mal vertippt hast.
  • E-Mail-Adresse: Es ist sinnvoll, dass du hier deine E-Mail-Adresse eingibst, so können andere Benutzer dich später erreichen. Keine Angst, auch wenn jemand dich über die Wikipedia anschreibt, kann er deine Adresse noch nicht sehen. Du kannst dich dann von Fall zu Fall entscheiden, ob du auf die E-Mail antworten möchtest.

Nachdem du dich registriert hast (ein Konto angelegt hast), erhältst du eine E-Mail an deine Adresse, woraufhin du bestätigst, dass es sich tatsächlich um dich handelt. Als registrierter Benutzer kannst du dich dann anmelden. Achte künftig bei deinen Wikipedia-Arbeiten darauf, dass du auch tatsächlich angemeldet bist.

Es ist natürlich möglich, dass du mehrere Benutzerkonten anlegst. Grundsätzlich solltest du nur unter einem einzigen Benutzernamen bearbeiten, denn auf diese Weise sammelst du Bearbeitungen und schließlich Prestige an. Es kann allerdings sein, dass du aus bestimmten Gründen manchmal unter einem anderen Benutzernamen schreiben willst, etwa über tabuisierte Themen. Das ist in Ordnung.

Was du auf keinen Fall tun solltest, ist das Streiten unter mehreren Benutzernamen. Es gibt immer wieder Schlitzohren, die auf einer Diskussionsseite ihre Meinung in der Minderheit sehen und dann mit einem zusätzlichen Benutzernamen den Eindruck erwecken, dass ihre Meinung doch noch von jemand anders geteilt wird. Ein so verwendetes zusätzliches Benutzerkonto nennt man „Sockenpuppe“. Dieses Verhalten wird von den anderen Wikipedianern sehr missbilligt. Wenn ein Administrator anhand der IP-Adresse feststellt, dass du eine Sockenpuppe in missbräuchlicher Absicht verwendet hast, hat er einen guten Grund, dich zu sperren.

Links

Anonymität und Benutzername[Bearbeiten]

Respektiere, dass manchen Wikipedianern Anonymität wichtig ist.

Wie anonym bzw. unerkannt du in der Wikipedia schreibst, ist dir überlassen. Bitte respektiere aber unbedingt die Anonymität anderer Wikipedianer. Manche möchten anonym bleiben, weil sie Ärger mit dem Arbeitgeber befürchten oder weil sie über tabuisierte Themen wie Sexualität und Drogen schreiben. Wenn du trotzdem erkannt hast, um welche reale Person es sich handelt, darfst du jemanden nicht mit dem richtigen Namen ansprechen oder anders verraten. Wenn aber ein Benutzer auf seiner Benutzerseite den richtigen Namen erwähnt, ist das ein Zeichen dafür, dass er auf Anonymität verzichtet. (Übrigens findet man oft den Ausdruck „Anonyme“ für unangemeldete Benutzer; dabei hat die Anonymität nichts damit zu tun. Man kann sich ja unter einem unverdächtigen Benutzernamen anmelden und anonym bleiben.)

Manche Benutzer haben einen Benutzernamen (auch „Nick“ genannt), der auf die Person wenige Rückschlüsse zulässt, zum Beispiel „User9999“. Andere Benutzer geben sich schon im Benutzernamen klar zu erkennen, wie „Hans-Jürgen Hübner“. Das wirkt auf viele Menschen seriöser. Ein Benutzerkonto kann übrigens nicht gelöscht, sondern nur umbenannt werden. Letzteres ist aber aufwändig und sollte vermieden werden. Außerdem erwirbt man sich mit der Zeit unter seinem Benutzernamen eine gewisse Bekanntheit, die man nicht durch eine Umbenennung verlieren möchte.

Verzichte auf einen Namen, der von anderen Benutzern als anstößig empfunden werden kann. Selbst wenn die Administratoren dir einen gewagten Namen durchgehen lassen, tragen solche Namen nicht zum Klima in der Wikipedia oder zum guten Ruf des Trägers bei. Besonders komplizierte Namen oder solche in fremden Alphabeten machen es Mitwikipedianern schwerer, in Diskussionen deinen Namen zu schreiben.

Geeignet und gängig als Benutzernamen sind Abkürzungen des eigenen Namens wie „BarbaraP“, Bezugnahmen auf die Heimatstadt wie „Kölner“ (bzw. „Kölnerin“) oder einfach ein Wort, das einem gefällt.

Aufgabe

Welche Benutzernamen (hier frei erfunden) machen einen schlechten Eindruck?

  • Der sich nen Wolf tanzt
  • Hooligan08
  • Satansanbeter
  • Negerkumpel
  • Roter Be-Arbeiter
  • Blonde Power-Barbie
  • Prof. Dr. von Sprockhövel-Kuhlmann
  • Achim aus Kurpfalz

Zur Lösung.

Benutzerkonto und Benutzerseite[Bearbeiten]

Als angemeldeter Benutzer siehst du am Bildrand ganz oben, wo vorher bloß „Anmelden“ gestanden hat, eine Reihe von Funktionen, die nur du bedienen kannst. Links fängt die Reihe mit deinem Benutzernamen an. Anfangs ist der Benutzername dort rot, es handelt sich also um einen Link, der noch zu keiner Seite führt. Mit diesem Link kommst du nämlich auf deine Benutzerseite, und die ist zu Beginn noch nicht angelegt.

Deine Benutzerseite wird erstellt und bearbeitet wie jede andere Seite auch. Du brauchst natürlich keine Benutzerseite anlegen, aber es ist angenehm, wenn man sich ein wenig über einen anderen Benutzer informieren kann. Überlege dir, wie viel du von dir auf deiner Benutzerseite erzählst. Es sollte für den Anfang reichen, kurz etwas zu deinen Fachgebieten und Interessen zu sagen, sofern es für die Wikipedia-Arbeit relevant ist. Im Gegensatz zu anderen Seiten in der Wikipedia sollte nur der jeweilige Benutzer seine Benutzerseite ändern: Bearbeitungen an Benutzerseiten anderer sind in der Regel äußerst unerwünscht. Besser lassen sich Hinweise auf empfehlenswerte Veränderungen auf der Diskussionsseite oder diskret durch eine E-Mail übermitteln.

Zum Benutzerkonto gehört auch eine Diskussionsseite. Sie gibt anderen Wikipedianern eine Möglichkeit, mit dir Kontakt aufzunehmen. Auch hier bist du ein wenig mehr Herr als in der allgemeinen Wiki-Welt; es wird zum Beispiel akzeptiert, wenn du besonders aggressive Kommentare dort löschst. Normalerweise aber erhältst du auf deiner Diskussionsseite anfangs einen freundlichen Willkommensgruß von einem Wikipedianer.

Wenn du oder jemand anders auf deiner Benutzerseite ist, werden am linken Rand unten nicht nur die üblichen Funktionen angezeigt. Vor allem „Benutzerbeiträge“ (unter „Werkzeuge“) ist interessant. Dort findet man eine Auflistung aller deiner Bearbeitungen. So kann man sich ein Bild von deiner Arbeit machen.

Als registrierter Benutzer kann man außerdem mit „Meine Einstellungen“ bestimmen, wie die Wikipedia einem angezeigt werden soll. Die Standardgröße für Bilder ist einstellbar, Schweizer können das ß abstellen, Menschen mit Rot-Grün-Schwäche erhalten unterscheidbare Farben.

Links


Seiten bearbeiten[Bearbeiten]

Was in der Wikipedia stehen darf – und was nicht[Bearbeiten]

Manchmal passiert es, dass ein Neuling etwas in die Wikipedia schreibt, das dort nicht hingehört. Noch unabhängig von den Erfordernissen einer Enzyklopädie gilt, dass du für das, was du schreibst, verantwortlich bist. Wenn du jemanden beleidigst, Volksverhetzung betreibst, Geheimnisse preisgibst usw., kann das zivilrechtliche, strafrechtliche oder arbeitsrechtliche Folgen für dich haben.

Die Wikipedia ist eine Enzyklopädie, sonst nichts. Sie ist keine Plattform für Werbung, Selbstdarstellung oder politische Propaganda, kein Meinungsforum, keine Gebrauchsanleitung, kein Ort für Schöngeistiges und Poesie, keine Linksammlung und keine Bibliografie. Bei deinen Benutzerseiten kannst du natürlich freier sein, aber auch da sollte alles einen Bezug zur Wikipedia-Arbeit haben. Die Wikipedia ist kein kostenloser Webspace für enzyklopädiefremde Materialien.

Wenn du einen unangemessenen Beitrag in die Wikipedia stellst, wird er fast immer bald gelöscht. Wenn du öfter gegen die Regeln verstößt, wird dein Benutzerkonto gesperrt oder deine IP-Adresse blockiert, sodass du nichts mehr in die Wikipedia schreiben kannst.

Möglicherweise kann ein Text, der für die Wikipedia nicht geeignet ist, in einem anderen Wikimedia-Projekt verwendet werden, zum Beispiel in der Quellensammlung Wikisource oder der Lehrbuchsammlung Wikibooks.

Links

Relevanz[Bearbeiten]

Ein häufiger Grund für Löschungen und unerfreuliche Diskussionen waren und sind die Relevanzkriterien. Eine einzelne Information und allgemein ein Artikel müssen enzyklopädische Relevanz (Wichtigkeit) für die Wikipedia aufweisen. Auf „Wikipedia:Relevanzkriterien“ wird recht genau für viele Sachgebiete festgelegt, was relevant ist. Unter „Mobiltelefone“ heißt es dort beispielsweise:

Mobiltelefone sollten nur dann in Einzelartikeln beschrieben werden, wenn sie eine bedeutende technische Innovation einführten, hohe Verkaufszahlen erreichten oder eine bedeutende Marktposition eingenommen haben. Mobiltelefone, welche sich nur in Details (Kameraauflösung, Speichergröße, Farbanzahl oder Größe des Displays etc.) vom jeweiligen Vorgängermodell unterscheiden, sollten in Sammelartikeln zu den jeweiligen Modellserien abgehandelt werden.

Das Regelwerk ist also bereits sehr umfangreich und detailliert, meist wegen einschlägiger Erfahrungen. Natürlich wollte jeder Hersteller von Mobiltelefonen am liebsten einen Artikel für jedes seiner Modelle sehen, was aber dem Charakter einer allgemeinen Enzyklopädie widersprochen hätte.

Sicher lassen sich Ungereimtheiten ausmachen, so sind die normalen öffentlichen Bibliotheken automatisch relevant, nicht aber Regelschulen, letztere müssen historisch oder auf andere Weise „besonders“ sein. Gerade Neulinge aber sind gut beraten, sich nicht auf Diskussionen über die Relevanzkriterien einzulassen.

Links

Neutralität[Bearbeiten]

Die Neutralität von Artikeln (in politischer, religiöser und sonstiger Hinsicht) ist naturgemäß eines der umstrittensten Themen in der Wikipedia. Was man für neutral erachtet, das hängt nicht zuletzt vom eigenen Standpunkt ab. Ein weit links stehender Mensch hält die Wikipedia für rechts durchseucht oder gar für eine „Nazipedia“, ein weit rechts stehender Mensch hingegen dürfte der Meinung sein, die Wikipedia habe einen unerträglichen Linksdrall.

In der Wikipedia spricht man vom neutralen Standpunkt, dem neutral point of view (NPOV), den man anstreben soll. Ein Artikel oder eine Aussage soll „NPOV sein“ und nicht „POV“. Das erreicht man durch:

  • eine sachliche Ausdrucksweise, die auf Wörter verzichtet, die als wertend oder polemisch empfunden werden können: „Der Innenminister versagte bei dieser Reform“ wird verbessert durch „Der Innenminister hatte mit dieser Reform keinen Erfolg“ – das lässt offen, ob tatsächlich der Innenminister wegen eigener Unzulänglichkeit „versagte“ (was extra belegt werden müsste).
  • das Erwähnen abweichender Standpunkte, eventuell auch der Meinung von Minderheiten, sofern diese nicht unangemessen viel Aufmerksamkeit erhalten: „Das neue Medikament wurde von den Patientenvereinigungen gelobt, während der Ärztebund skeptisch war.“
  • Genauigkeit, mit der man Ausdrücke wie viele, oftmals, ungewöhnlich vermeiden kann: „Viele Menschen waren gegen den Präsidenten“ wird verbessert durch „Bei einer Umfrage antworteten 45 Prozent, sie hätten lieber einen anderen Präsidenten.“
  • Nennung desjenigen, der etwas behauptet: „Das Gerät erfüllt alle Sicherheitsnormen“ wird verbessert durch „Laut Hersteller erfüllt das Gerät alle Sicherheitsnormen.“
  • Bezugnahme auf anerkannte Sekundärliteratur, die normalerweise neutraler ist als Quellen: „Das Bündnis für Wirtschaft und Umwelt steht für ökonomisch-ökologische Nachhaltigkeit, sagt das Parteiprogramm“ wird verbessert durch den Zusatz „Das Bündnis debattiert vor allem kulturelle Themen, die mit Wirtschaft und Umwelt wenig zu tun haben, meint Parteienforscher Soundso.“

In vielen Fällen bedeutet der neutrale Standpunkt für einen Wikipedia-Autor, dass er mit seiner eigenen Meinung hinter dem Berg halten muss. Eine völlige Neutralität dürfte unerreichbar sein, das liegt schon in der Natur des Menschen. Habe daher ein offenes Ohr dafür, wenn jemand eine neutralere Ausdrucksweise vorschlägt oder eine Aussage wegstreicht. Vielleicht hilft auch, zumindest zur Vermeidung eines Streits, der Bearbeitungsbaustein (später mehr dazu) {{Neutralität}}.

Links

Aufgabe

Warum sind diese Aussagen nicht neutral, und wie könnte man sie verbessern?

  • „Jesus Christus ist der Sohn Gottes.“
  • „Otto von Bismarck war der größte deutsche Kanzler aller Zeiten.“
  • „Max Otto Bruker (* 16. November 1909 in Reutlingen; † 6. Januar 2001 in Lahnstein) war ein deutscher Arzt, der sich für den Schutz des Lebens, eine gesunde Lebensweise, und insbesondere eine gesunde Ernährung einsetzte. In seiner ärztlichen Praxis legte er vorrangig Wert auf die Beseitigung der Krankheitsursachen. Er verwendete die traditionellen Behandlungsmethoden der Naturheilkunde, insbesondere die Kneipp-Medizin, sowie die Homöopathie.“ (Aus Max Otto Bruker, Version vom 27. Mai 2009.)
  • „Sohn Günter führte das Familienunternehmen von Erfolg zu Erfolg, dennoch entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Familiendrama rund um die Patriarchin Ingeburg Herz, das legendären Seifenopern wie "Denver" oder "Dallas" durchaus Ehre machen würde.“ (Aus Ingeborg Herz, Version vom 16. Mai 2009.)
  • „Er war Feminist, bis ihm klar wurde, dass der Feminismus die Geschlechterverhältnisse sehr einseitig zugunsten der Frauen interpretiert.“ (In Anlehnung an Warren Farrell, Version vom 9. März 2009.)

Zur Lösung.

Plagiate[Bearbeiten]

Das Urheberrecht kennt viele knifflige Details und unterscheidet sich von Land zu Land. Trotzdem gibt es einige Grundlagen und Grundregeln, die du als Wikipedianer unbedingt kennen solltest. Beim Urheberrecht geht es einerseits um Persönlichkeitsrechte und andererseits um Verwertungsrechte.

Persönlichkeitsrechte werden geschützt, weil ein Urheber in sein Werk Arbeit gesteckt hat und für sein Werk verantwortlich ist. Ein Autor hat für ein Buch lange geforscht und formuliert, das ist eine Arbeit, die als solche anzuerkennen ist. Außerdem hat ein Autor das Recht zu bestimmen, ob sein Buch überhaupt veröffentlicht wird. Es könnte ja sein, dass der Inhalt dem Autor Feindseligkeiten bereitet oder gar zu strafrechtlicher Verfolgung führt. Darum darf in einem Werk auch nichts gegen den Willen eines Autors nachträglich verändert werden.

Verwertungsrechte werden geschützt, denn ein Urheber soll die Möglichkeit haben, mit den Früchten seiner Arbeit Geld zu verdienen. Oftmals verlegt ein Autor sein Buch nicht selbst, sondern lässt das einen Verlag machen – dazu überträgt er dem Verlag das Verwertungsrecht (idealerweise gegen ein Honorar oder Tantiemen).

Einfach einen Text aus einem Buch nehmen?

Stell dir vor, ein Wikipedianer findet in einem neueren Buch einen Text, der sich hervorragend als Wikipedia-Artikel eignen würde. Er tippt den Text ab, verändert ihn leicht entsprechend der Wikipedia-Richtlinien und stellt ihn in die Wikipedia. Damit hat er im Normalfall eine Urheberrechtsverletzung begangen, denn er hat nicht das Verwertungsrecht und stiehlt dem Autor die Anerkennung (oftmals die einzige Form der Vergütung für einen Autor). Außerdem verletzt er das Persönlichkeitsrecht des Autors, dessen Werk verändert wird.

Nun gibt es Texte, die nicht dem Urheberrecht unterliegen, sei es, weil der Urheber vor über siebzig Jahren gestorben ist, sei es, weil der Urheber auf sein Urheberrecht verzichtet hat (vereinfacht gesagt). Dann würde es immer noch der wissenschaftlichen Ethik widersprechen, diesen Text einfach in die Wikipedia zu stellen. Wer so etwas macht, egal ob Urheberrecht oder nicht, begeht ein Plagiat. Das führt zum Löschen des Inhalts und eventuell zur Sperre des Benutzers, der das Plagiat begangen hat. Das Stehlen aus fremden Werken ist verboten – das ordnungsgemäße Zitieren aus fremden Werken ist erwünscht (wie man das in der Wikipedia macht: dazu später mehr).

Es kann vorkommen, dass du in der Wikipedia einen Artikel findest, dessen Text große Ähnlichkeiten mit einer Passage in einem Buch hat. Was kannst du dann machen?

  • Vergewissere dich, ob es sich wirklich um ein Plagiat handelt: Vielleicht ist der Autor eines Buches (einer Website, eines Zeitungsartikels usw.) dieselbe Person wie der betreffende Wikipedia-Benutzer.
  • Schreibe auf die Diskussionsseite des betreffenden Artikels (oder auf die des Benutzers) kurz, sachlich und höflich (!), dass du dich über Ähnlichkeiten wunderst. Beschuldige niemanden leichtfertig, ein Plagiat begangen zu haben.
  • Melde den Fall auf Wikipedia:Urheberrechtsfragen.

Links

Aufgabe

Du hast in einem Buch Textstellen gefunden, die Ähnlichkeiten mit unbelegten Textstellen in Wikipedia-Artikeln haben. In welchen der folgenden Fälle (frei erfunden) lohnt es sich nachzuforschen, ob ein Plagiat vorliegt?


Zur Lösung.

Plagiat? Buch Wikipedia
Fall 1 Mit einer umfassenden Verwaltungsreform will die CSU die Staatsverwaltung verschlanken und effizienter gestalten. Damit soll der Haushalt langfristig jährlich um etwa 300 Millionen Euro entlastet und der dadurch entstehende finanzielle Spielraum für Zukunftsinvestitionen eingesetzt werden. Von der Verwaltungsreform sind praktisch alle Teile der Staatsverwaltung betroffen und werden teilweise neu organisiert. Durch einen Abbau von Regulierungen soll der Staat entbürokratisiert und dadurch auch langfristig Personal eingespart werden. Der CSU zufolge ist die Verwaltung Bayerns zu groß und nicht effizient genug. Sie will, dass der Freistaat auf lange Sicht etwa dreihundert Millionen Euro weniger ausgeben muss. Von diesem Geld sollen Projekte für die Zukunft des Landes bezahlt werden. Die Reform soll die Verwaltung teilweise neu organisieren, Regeln abschaffen und letztlich dafür sorgen, dass der Staat mit weniger Personal auskommt.
Fall 2 Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918 und hinterließ ein verarmtes und ausgeblutetes Europa. Nach dem Ersten Weltkrieg, der von 1914 bis 1918 dauerte, ging es den europäischen Ländern sehr schlecht.
Fall 3 Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918 und hinterließ ein verarmtes und ausgeblutetes Europa. Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918 und hinterließ ein verarmtes und ausgeblutetes Europa.
Fall 4 Zu Beginn war die Wikipedia ein Spaßprojekt, ein Experiment, eine kleine Ecke im World Wide Web, die in den Medien kaum Beachtung fand. Nachdem aber nach und nach vorzeigbare Artikel entstanden, interessierten sich Onlinezeitschriften dafür. Anfangs war Wikipedia ein Spaßprojekt, das in den Medien kaum Beachtung fand. Nachdem aber vorzeigbare Artikel entstanden, interessierten sich Computerzeitschriften für die Internet-Enzyklopädie.
Fall 5 (Buch 1:) Wenn es je einen Vollender des klassischen Wild-West-Films gab, dann war es John Wayne. (Buch 2:) Der erste Western-Held war Broncho Billy Anderson. Auch wenn Broncho Billy Anderson der erste Western-Held war, so kommt die Ehre, Vollender des klassischen Westerns gewesen zu sein, John Wayne zu.
Fall 6 Das Esperanto erblickte im Sommer 1887 das Licht der Welt. Sein Gründer Zamenhof veröffentlichte damals eine vierzigseitige Broschüre, zuerst auf Russisch, dann in anderen Sprachen. Er verfasste Artikel, schaltete Anzeigen und beantwortete Anfragen, zusammen mit seiner Frau. Die Mitgift ihres Schwiegervaters hatte ihnen dies zwei Jahre lang ermöglicht. Danach musste Zamenhof wieder als Arzt tätig werden. Mit dem Esperanto legte Ludwik Zamenhof den Grundstein zu einer Sprachgemeinschaft, die heute noch existiert. Man kann sagen, dass das Esperanto die einzige Sprache ist, deren Geburtstag man kennt: der 26. Juli 1887. Der Erfolg des Esperanto hängt damit zusammen, dass der Erfinder und seine Frau, die aus vermögendem Hause stammte, zwei Jahre lang sich ganz der Werbearbeit widmen konnten.

Das Löschen von Artikeln[Bearbeiten]

Jeder kann beantragen, dass ein bestimmter Artikel gelöscht wird. Dazu setzt er in den Artikel eine bestimmte Vorlage (mehr dazu später), die „Löschantrag“ heißt und zur entsprechenden Seite mit Löschdiskussionen führt (es gibt pro Tag eine eigene Seite). Wenn der Antragsteller meint, der Artikel könne oder müsse sofort gelöscht werden (zum Beispiel bei einem reinen Plagiat), dann stellt er gleich einen Schnelllöschantrag.

Auf der Löschdiskussionsseite erklärt der Antragsteller, warum seiner Meinung nach der Artikel Wikipedia-Regeln dermaßen widerspricht, dass der Artikel auch nach einer Verbesserung keinen Bestand haben könnte. Maximal sieben Tage lang kann jeder auf der Seite darüber mitdiskutieren. Am Ende überblickt ein Administrator die Diskussion und entscheidet, ob er den Artikel löscht. (Nur Administratoren können Artikel löschen.)

Löschdiskussionen sind besonders heiße Pflaster in der Wikipedia. Manche Wikipedianer sind sehr tolerant und möchten möglichst viel in die Wikipedia miteinbeziehen – die sogenannten Inklusionisten. Andere Wikipedianer legen die Relevanz- und andere Kriterien strenger aus und sind eher zum Löschen bereit; man spricht von Deletionisten oder Exklusionisten. Wie immer man dazu steht: Ein Löschantrag ist ein nützliches Mittel, um einen Autor dazu zu zwingen, seinen neu angelegten Artikel auf ein akzeptables Mindestniveau zu bringen.

Wenn auf deinem soeben erstellten Artikel plötzlich ein Löschantrag prangt, dann erschrick nicht. Schließlich kann jeder einen solchen hineinsetzen. Möglicherweise handelt es sich um einen radikalen Deletionisten, dem von anderen Diskutanten sogleich Paroli geboten wird. Oder aber der Antragsteller hat völlig recht, und dann sei froh, dass der Artikel gelöscht wird. Manchmal ist es übrigens besser, dass ein schlechter Artikel gelöscht wird, um den Artikelnamen für einen neuen Anlauf freizumachen. Natürlich sollte der neue Anlauf tatsächlich ein neuer Artikel sein. Stelle also einen gelöschten Artikel nicht unverändert wieder ein, das wäre ein sogenannter Wiedergänger

Übrigens: Wenn du möchtest, dass eine Seite gelöscht wird, beispielsweise eine alte Benutzerunterseite von dir, kannst du einen Administrator darum bitten. Füge einfach in die betreffende Seite oben die Vorlage {{Löschen|Begründung --~~~~}} ein. Schreibe auch in die Zusammenfassungszeile kurz, warum gelöscht werden soll.

Versionsgeschichte[Bearbeiten]

Versionsgeschichte eines Artikels. Die Einträge wirken zunächst sehr wirr und überladen. Man orientiere sich an dem blauen Link, der mit dem Datum einer Version gekennzeichnet ist; klickt man auf ihn, kommt man auf diese Version.

Eine Seite in der Wikipedia ist eine Art Gehäuse. Darin steckt der Quelltext als die eigentliche Substanz des Seiteninhalts. Aus diesem Quelltext erstellt die Wikipedia-Software dann automatisch den Seiteninhalt, so, wie man ihn als Leser zu sehen bekommt. Das ist so ähnlich wie bei einem Kochrezept, aus dem später das Gericht entsteht.

Außerdem befinden sich in diesem Gehäuse alle Versionen des Seiteninhalts. Jedesmal, wenn eine Seite bearbeitet worden ist, entsteht eine neue Version. Angezeigt wird normalerweise die jeweils aktuellste, also zuletzt entstandene Version. Mit dem Reiter „Versionen“ kommt man zur Auflistung der Versionen, wobei die älteste ganz unten steht und die neueste ganz oben. Bei jeder Version steht, wann sie von wem gemacht wurde. Man kann auf eine beliebige Version klicken (genauer gesagt, auf das Datum) und dann sehen, wie der Seiteninhalt zu jenem Zeitpunkt ausgesehen hat. Nach dem Datum steht der Name des Benutzers, auf den die Version zurückgeht. Im Falle eines unangemeldeten Bearbeiters erscheint stattdessen die IP-Adresse.

Die Gesamtheit der Versionen nennt man Versionsgeschichte. Sie wird nicht nachträglich verändert, das heißt, dass alte Versionen nicht gelöscht werden. Eine Ausnahme ist es, wenn in einer Version etwas Illegales steht wie eine Urheberrechtsverletzung, dann kann ein Administrator sie löschen.

Links

Eine Seite bearbeiten[Bearbeiten]

Checkliste „Eine Seite bearbeiten“:

  • Stammt ein Text, den du einfügen willst, von dir, bzw. befolgst du das Zitatrecht?
  • Ist dieser Text einer Enzyklopädie angemessen?
  • Steht auf der dazugehörigen Diskussionsseite bereits etwas darüber, was du verändern willst?
  • Größere Bearbeitungen, vor allem eine solche, die Auswirkungen auf den Gesamtartikel hat oder gar darüber hinaus, solltest du vielleicht erst auf der Diskussionsseite ankündigen.
  • Schreibe in die Zusammenfassungszeile, was du gemacht hast.

Stell dir vor, du siehst den Artikel „Weißig (Struppen)“, hier der erste Satz:

Weißig ist eine kleine Ortschaft und Teil der Gemiende Struppen.

Du hast vielleicht den Tippfehler bemerkt, den Buchstabenverdreher im Wort „Gemeinde“. Um ihn zu verbessern, musst du das Bearbeitungsfenster der Seite öffnen, denn dort kommst du an den Quelltext des Artikels. Das Bearbeitungsfenster öffnest du über den Reiter „Seite bearbeiten“ oben am Artikelrand. Es erscheint die fettgedruckte Überschrift „Bearbeiten von Weißig (Struppen)“ mit einem großen Kasten, dem Bearbeitungsfenster.

In diesem Fenster steht der Quelltext der aktuellen Version des Artikels. Der Quelltext besteht im Wesentlichen aus genau dem Text, den man auch im Artikeltext sieht. Hinzu kommen viele technische Befehle. Man spricht von „Wikisyntax“ (später dazu mehr). Für den Anfänger kann das verwirrend sein, aber wichtig ist zunächst nur der eigentliche Text in normaler deutscher Sprache. Im Quelltext von „Weißig (Struppen)“ erkennt man schnell folgenden Satz:

'''Weißig''' ist eine kleine Ortschaft und Teil der Gemiende [[Struppen]].

Auch wenn du die Wikisyntax noch nicht kennst, so stellst du sofort den Tippfehler fest, den du beseitigen möchtest. Du kannst einfach, wie bei einem Textverarbeitungsprogramm, das Wort „Gemiende“ durch „Gemeinde“ ersetzen. Zum Beispiel so: Setze mit der Maus den Cursor an die richtige Stelle, lösche einen falschen Buchstaben mit der Entfernen-Taste und schreibe es richtig hin:

'''Weißig''' ist eine kleine Ortschaft und Teil der Gemeinde [[Struppen]].

Das ist aber vorerst nur eine Änderung im Bearbeitungsfenster. Damit die Bearbeitung Wirklichkeit wird, muss sie gespeichert werden. Schaue zum unteren Rand beim Bearbeitungsfenster, wo du drei breite Schaltflächen findest: „Seite speichern“, „Vorschau zeigen“ und „Änderungen anzeigen“. Wichtig sind vor allem die ersten beiden. Mit „Seite speichern“ würdest du der Wikipedia befehlen, den angezeigten Quelltext (den du bearbeitet hast) zu speichern. Dieser Quelltext macht dann die aktuelle Version des Artikels aus.

Eine Seite bearbeitet man einfach mit Maus und Tastatur.

Doch halt – es ist besser, sich vor dem Speichern erst die Vorschau zeigen zu lassen. Dabei lädt das Internetprogramm wieder kurz und zeigt dir erst den Artikel so an, wie er aussehen würde, wenn er gespeichert worden wäre, darunter ist dann das Bearbeitungsfenster. Oberhalb des Artikels befindet sich desweiteren die Warnung:

Dies ist nur eine Vorschau, der Artikel wurde noch nicht gespeichert!

Schau dir die Vorschau deiner Artikelversion noch einmal gründlich an, ob du nicht einen Fehler gemacht hast. Wenn du etwas findest, dann kannst du wieder in das Bearbeitungsfenster schreiben und nochmals auf „Vorschau zeigen“ drücken. Das kannst du so oft wiederholen, wie du willst. Erst wenn du dir sicher bist, drückst du auf „Seite speichern“. Damit hast du eine neue Version des Artikels erschaffen, die in der Versionsgeschichte jetzt ganz oben steht. Sie beginnt mit dem Satz:

Weißig ist eine kleine Ortschaft und Teil der Gemeinde Struppen.

Eine Kleinigkeit fehlt in diesem Beispiel noch: die Zusammenfassungszeile. Bevor du die Seite speicherst, solltest du in der Zeile „Zusammenfassung und Quellen“ (über jenem Knopf) kurz beschreiben, was du gemacht hast. Damit wird es leichter, die Versionsgeschichte nachzuverfolgen, denn der Inhalt der Zeile ist auch dort angegeben. Überhaupt sehen andere Benutzer schnell, was du gemacht hast, oder du erklärst, warum du etwas gemacht hast. Es ist aber auch kein Verbrechen, die Zeile leer zu lassen, wenn du nur etwas Kleines und Offensichtliches geändert hast. (Die Zeile heißt aus historischen Gründen „Zusammenfassung und Quellen“, aber für Herkunftsnachweise ist diese Stelle nicht wirklich geeignet.)

Man sieht manchmal in der Versionsgeschichte eines Artikels, wie jemand (wahrscheinlich ein Anfänger) nacheinander sehr viele Versionen mit nur kleinen Bearbeitungen erstellt hat. Er hat also mehrmals abgespeichert, so wie er es von seinem Textverarbeitungsprogramm gewohnt ist. Leider gibt es bei der Wikipedia noch keine Möglichkeit, eine Bearbeitung zu speichern, ohne dass sie gleich eine neue, veröffentlichte Version wird. Stattdessen jedoch kann man den Quelltext in ein Textverarbeitungsprogramm kopieren und dort abspeichern. Dann ist der Text nicht verloren, wenn man beispielsweise aus Versehen das Fenster des Internetprogramms schließt.

Eine Seite anlegen[Bearbeiten]

Um eine neue Seite in der Wikipedia anzulegen, brauchst du einen roten Link. Ein roter Link zeigt an, dass es das Verlinkte noch nicht gibt, während ein blauer Link auf eine bereits existierende Seite verweist. Du könntest in einem Artikel den Namen einer Schriftstellerin aus dem 18. Jahrhundert sehen:

Weitere Werke dieser Art liegen von Johanna Elisabeth Stumpenstift vor.

(Die Dame hat es nie gegeben, der Name dient hier nur als Beispiel.) Wenn du den Artikel über Frau Stumpenstift schreiben willst, dann klickst du auf den roten Link und kommst auf eine Seite mit einem Bearbeitungsfenster. Du kannst jetzt den ersten Seiteninhalt hineinschreiben und speichern. Damit existiert die Seite, sie ist „angelegt“.

Natürlich bist du nicht immer in der glücklichen Lage, dass es bereits einen roten Link zu dem Artikel gibt, den du schreiben willst. Aber du kannst auch selbst so einen Link anlegen. Überlege dir, welche Seite sinnvoll auf die anzulegende Seite verweisen könnte, und schreibe dort etwas Entsprechendes hin, mit (noch rotem) Link. Dann ist die neue Seite auch gleich verlinkt, steht also nicht allein da. (Seiten, auf die keine andere Seite verlinkt, nennt man Waisenkinder.)

Einfacher kannst du den gewünschten Seitennamen in die Suchmaschine tippen und auf „Volltext“ klicken. Das ist sowieso gut, denn dann siehst du gleich, ob es den Seitennamen oder einen ähnlichen schon gibt. Die Spezialseite sagt dir dann im Normalfall, dass die Seite nicht gefunden wurde, und: „Wenn du dich mit dem Thema auskennst, kannst du selbst den Artikel „Johanna Elisabeth Stumpenstift“ verfassen (Tutorial für Erstautoren).“ Auf den roten Link kannst du dann klicken.

Links

Beobachtungsliste[Bearbeiten]

Die Beobachtungsliste ist eine Alarmanlage, allerdings sieht man meistens, dass man über die Bearbeitung durch andere Wikipedianer nicht alarmiert zu sein braucht.

Dein vielleicht wichtigstes Arbeitsinstrument in der Wikipedia ist die „Beobachtungsliste“. Jeder Benutzer hat bei seiner persönlichen Reihe von Funktionen (ganz oben) einen Link zu seiner eigenen Beobachtungsliste. Die Beobachtungsliste wird von der Wikipedia-Software automatisch erstellt und zeigt an, wenn auf einer Seite, die man „beobachtet“ (auf die Liste gesetzt hat), etwas verändert wurde.

Ob du eine Seite beobachten (auf jener Liste haben) willst, das bestimmst du am einfachsten auf der betreffenden Seite selbst. Dort gibt es am oberen Artikelrand einen Stern. Wenn du auf ihn klickt, wird die Seite beobachtet und der Stern färbt sich blau. Dadurch erscheinen folgende Änderungen auf deiner Beobachtungsliste.

In der Praxis willst du eine Seite vor allem dann beobachten, wenn du selbst dort eine Bearbeitung vorgenommen hast. Vor dem Speichern der Seite kannst du unten ein Kästchen anklicken, das ebenfalls dafür sorgt, dass die Seite auf die Liste kommt. Später kannst du dann immer über die Liste sehen, ob jemand eine neue Version der Seite erstellt hat; du kannst dort auf der Liste auf „Unterschied“ (am Anfang eines Listeneintrags) drücken und sofort sehen, was genau an der Seite verändert wurde. Auf der Liste erscheint jeweils die letzte Änderung, wenn also nach dir Benutzer A und dann Benutzer B eine neue Version erstellt haben, wirst du nur auf die Version von Benutzer B aufmerksam gemacht.

Übrigens: Man kann nicht nur mittels seiner Beobachtungsseite kontrollieren, was in der Wikipedia passiert. Links am Rand gibt es einen Link, der zur Spezialseite (also automatisch „generiert“) „Letzte Änderungen“ führt. Dort stehen alle Bearbeitungen, die an irgendeiner Seite in der Wikipedia überhaupt getätigt wurden. Pro Minute können das Dutzende sein. Manche Wikipedianer passen dort auf, was gemacht wird, und beseitigen Vandalismus mehr oder weniger unverzüglich. Man spricht von Eingangskontrolle, geleistet von den „RC-lern“ (von der englischen Bezeichnung recent changes).

Links


Artikelarten[Bearbeiten]

Begriffsklärung und Verschieben[Bearbeiten]

Im Idealfall hat eine Sache einen Namen, und ein Name gehört nur zu einer Sache. Das Bezeichnete hat nur einen Bezeichner und umgekehrt, würde ein Sprachwissenschaftler sagen. Es gibt aber auch viele Fälle, in denen Begriffe mehrdeutig sind bzw. etwas mit mehreren Namen bezeichnet werden kann.

Wer in der Wikipedia nach „Willy Brandt“ sucht, wird einfach an den Artikel „Willy Brandt“ geraten. Bei Brandts Nachfolger als Bundeskanzler, Helmut Schmidt, ist die Lage etwas komplizierter. Es existieren nämlich mehrere Personen mit diesem Namen. In der Wikipedia hat man außer dem Bundeskanzler „Helmut Schmidt“ noch „Helmut Schmidt (Brandenburg)“ und „Helmut Schmidt-Vogt“. Darum gibt es eine Seite „Helmut Schmidt (Begriffsklärung)“, auf der diese drei Helmut Schmidts aufgelistet werden. Es handelt sich wohlgemerkt nicht um eine Erklärung, sondern um eine Klärung des Begriffs (disambiguation im Englischen).

Eigentlich müsste jemand, der nach „Helmut Schmidt“ sucht, auf diese Begriffsklärung geführt werden. Da aber der Bundeskanzler der weitaus bekannteste von den dreien ist, bekommt der Suchende dessen Artikel zu sehen. Oben beim Artikel steht jedoch ein Hinweis darauf, dass es eine Begriffsklärung mit anderen Helmut Schmidts gibt.

Der umgekehrte Fall liegt vor, wenn eine Sache mehrere Namen hat. Willy Brandt wurde unter dem Namen Herbert Ernst Karl Frahm geboren. Fleißige Wikipedianer haben daher eine Weiterleitung namens „Herbert Ernst Karl Frahm“ eingerichtet, die den Leser zu „Willy Brandt“ führt. Genau sieht das so aus: Jemand hat eine Seite, einen Artikel mit dem Namen „Herbert Ernst Karl Frahm“ angelegt. In den Quelltext dieser Seite hat er dann folgendes geschrieben:

#redirect [[Willy Brandt]]

Man kann auch das deutsche Wort Weiterleitung statt redirect verwenden, aber meistens findet man im Quelltext redirect vor.

Es bietet sich an dieser Stelle an, das „Verschieben“ eines Artikels anzusprechen. Manchmal kommt es vor, dass eine Seite einen anderen Titel bekommen soll. Angenommen, jemand hat den Artikel „Johanna Elisabeth Stumpenstiel“ angelegt. Erst später fällt ihm (oder jemand anderem) auf, dass der zweite Vorname nicht Elisabeth, sondern Maria lautet. Dann „verschiebt“ man die Seite, indem man oben am Seitenrand auf den Reiter „Verschieben“ klickt und den Anweisungen folgt. Dabei macht die Software folgendes:

  • Es wird eine neue Seite unter dem gewünschten Titel angelegt.
  • Der Seiteninhalt der alten Seite wird auf die neue Seite übertragen (verschoben), mitsamt allen vorherigen Versionen.
  • In der alten Seite erscheint nur noch eine Weiterleitung auf die neue Seite.

Warum soll das auf diese Weise erledigt werden, anstatt einfach die neue Seite anzulegen und den Seiteninhalt „per Hand“ zu kopieren? Weil die Versionsgeschichte nicht verloren gehen darf, allein schon wegen der Freien Lizenz. Außerdem ist es sowieso gewollt, dass die alte Seite bestehen bleibt und weiterleitet. Denn es gibt wahrscheinlich andere Seiten, die auf „Johanna Elisabeth Stumpenstiel“ verlinken. Wer von diesen Seiten kommt, soll automatisch auf „Johanna Maria Stumpenstiel“ weitergeleitet werden, damit die alten Links nicht ins Leere gehen. Dieses Weitergeleite lässt man am besten einfach und sicher durch die Funktion „Verschieben“ erledigen.

Links

„Überblicksartikel“ und „Hauptartikel“[Bearbeiten]

Man kann Artikel auch danach einteilen, wie sie sich zu anderen Artikeln verhalten, bzw. welchen Platz sie bei einem Thema einnehmen. „Überblicksartikel“ fassen ein relativ großes Thema zusammen. In solch einem Artikel befinden sich Sektionen, und bei manchen dieser Sektionen steht vorn, dass es noch einen „Hauptartikel“ zu dem Thema der Sektion gibt. Statt Hauptartikel sagen manche auch Unterartikel. Dabei handelt es sich um inoffizielle Bezeichnungen.

Der Artikel „Politisches System Deutschlands“ beschäftigt sich mit den politischen Einrichtungen und Verfahren der Bundesrepublik. In diesem Artikel gibt es unter anderem die Sektion „Bundespräsident“, und darunter steht: „Hauptartikel: Bundespräsident“. Wenn dem Leser also die Informationen in der Sektion „Bundespräsident“ im Artikel „Politisches System Deutschlands“ nicht genug sind, kann er im Artikel „Bundespräsident“ weiterlesen.

Wenn ein Artikel zu lang wird, dann überlegen die Wikipedianer sich, wie man Teile davon „auslagern“ kann. Dabei nimmt man den Text einer besonders langen Sektion (oder mehrerer Sektionen) und macht daraus einen neuen Artikel (Hauptartikel, Unterartikel). So war im Artikel „Erster Weltkrieg“ die Sektion „Kriegsziele“ sehr lang geworden. Darum hat man einen eigenen Artikel „Kriegsziele im Ersten Weltkrieg“ angelegt. Im Artikel „Erster Weltkrieg“ werden die Kriegsziele aber immer noch – jetzt erheblich gekürzt – abgehandelt.

Sichtung gegen Vandalismus[Bearbeiten]

Checkliste „Sichtung“:

  • Wurde in den Artikel ein Schimpfwort o.ä. eingefügt? Beseitigen.
  • Wurde eine Tatsache wie eine Jahreszahl verändert oder ein Zitat unbelegt eingefügt? Prüfen, im Zweifel auf der Diskussionsseite ansprechen, dann Änderung zurücksetzen mit der Bitte um Belege.
  • Wurde einer Person zum Beispiel eine neue religiöse Identität zugesprochen oder sie für tot erklärt? Prüfen, im Zweifel Änderung sofort zurücksetzen mit der Bitte um Belege.
  • Ist das Hinzugefügte schwafelig, nicht neutral oder falsch am Platze? Eventuell auf der Diskussionsseite ansprechen oder (mit höflicher Erläuterung!) Änderung zurücksetzen.

Als Vandalismus bezeichnet man es normalerweise, wenn seltsame Typen Spielplätze kaputtmachen oder in der Straßenbahn die Sitze aufschlitzen. Auch in der Wikipedia gibt es Vandalismus, nämlich wenn jemand absichtlich einen Artikel verschlechtert, zum Beispiel wahllos Text aus einem Artikel löscht (wird mehr als 90 % vom Seiteninhalt gestrichen, und ist der neue Seiteninhalt kleiner als 500 Bytes, steht in der Zusammenfassungszeile „der Artikel wurde geleert“) oder etwas wie „Kevin ist doof“ hineinschreibt. Solches Verhalten ist weder cool noch raffiniert: Das Beseitigen von Vandalismus bedarf nur eines Knopfdrucks, ist also weniger aufwändig als das Vandalisieren selbst.

Schaut man sich in der Wikipedia die Bearbeitungen durch Unangemeldete an, so stellt man fest, dass etwa drei Viertel dieser Bearbeitungen sinnvoll sind und den betreffenden Artikel verbessern. Tippfehler werden beseitigt, Daten aktualisiert, Weblinks hinzugefügt. Darum möchte man es weiterhin ermöglichen, dass Unangemeldete an der Wikipedia mitschreiben. Wie aber kann man gleichzeitig verhindern, dass Vandalen die Offenheit der Wikipedia missbrauchen? Dass ein eingefügtes „Kevin ist doof“ oder Schlimmeres sofort im Artikel steht und öffentlich sichtbar wird? Dazu hat die deutschsprachige Wikipedia das System der Gesichteten Versionen eingeführt.

Mit Sichtung ist gemeint, dass ein erfahrener Wikipedianer mit Sichterstatus sich einen Artikel ansieht und darauf achtet, ob er in der aktuellen Version offensichtlichen Vandalismus oder andere grobe Fehler findet. Bei Bedarf macht er eine Bearbeitung und säubert den Artikel. Dann markiert er den Artikel bzw. die aktuelle Version als „gesichtet“. Das hat für Bearbeiter ohne Sichterstatus die Folge, dass sie zwar ihre eigenen Bearbeitungen sehen können, aber ein kleiner Warntext darauf hinweist:

Dies ist eine ungesichtete Version. Die Änderung muss gesichtet werden, bevor sie Benutzern standardmäßig angezeigt wird.

(Mit anderen Worten: Diese neu entstandene Version muss gesichtet werden, bevor sie für alle Leser sichtbar wird.)

Den Sichterstatus erhält automatisch jeder Benutzer, der seit mindestens sechzig Tagen registriert ist und mindestens dreihundert Bearbeitungen geleistet hat (dazu kommen weitere Anforderungen, die verhindern sollen, dass ein Vandale den Status bekommt). Außerdem kann ein Benutzer den Sichterstatus auch beantragen. Umgekehrt kann jemandem, der wiederholt fragwürdige Sichtungen vornimmt (also unakzeptable Bearbeitungen durchgehen lässt), der Sichterstatus auch wieder abgenommen werden.

Dieses Symbol zeigt dem unangemeldeten Benutzer an, dass er die letzte gesichtete Version sieht. Es gibt eine aktuellere, aber noch nicht gesichtete.

Es hat sich bislang nicht gezeigt, dass durch das System Vandalen tatsächlich abgeschreckt werden. Wenigstens werden aber ihre Bearbeitungen nicht sofort sichtbar. Die Einführung der Gesichteten Versionen im Mai 2008 hat sich nach Ansicht der meisten Wikipedianer allein schon deswegen gelohnt, weil dadurch die Artikel eine Generalüberholung bekamen und bis dahin unentdeckt gebliebener Vandalismus beseitigt wurde.

Man hat bereits über eine zweite Stufe nachgedacht, die Geprüften Versionen. Dabei wird der Artikel nicht nur auf Oberflächliches, sondern auch auf sachliche Fehler geprüft. Es ist aber kein Konsens darüber erzielt worden, wie fachkundig jemand sein muss, um zum Prüfer ernannt zu werden, wer die Prüfer bestimmt und was genau geprüft werden soll. Daher sind die Geprüften Versionen noch Zukunftsmusik.

Links

Artikel mit Schönheitsfehlern[Bearbeiten]

Da stimmt was nicht?

Ein Artikel kann nie „fertig“ oder „perfekt“ sein; selbst der ausgefeilteste Artikel kann oft noch verbessert werden oder einer Aktualisierung bedürfen. Trotzdem haben die Wikipedianer sich „Bewertungsbausteine“ einfallen lassen, eine Art Etiketten, mit denen sie am Artikel selbst kenntlich machen, was ihrer Meinung nach verbessert werden sollte. Wenn nach einer Überarbeitung das Problem beseitigt ist, kann der Bewertungsbaustein wieder entfernt werden. Darüber tauscht man sich am besten auf der Diskussionsseite aus; man darf einen Bewertungbaustein nicht einfach so entfernen.

Bewertungsbausteine sollen der Sache dienen, der Verbesserung von Artikeln. Nimm es nicht persönlich, wenn ein von dir bearbeiteter Artikel einen solchen Baustein erhält.

Bewertungsbausteine werden ganz oben in den Quelltext eingefügt. Ein Beispiel für die Syntax:

{{Neutralität}}

Es erscheint dann:

WP-Neutralität-Box.PNG

Man verwendet dazu also Vorlagen (später mehr dazu); sie können auch komplexer sein:

{{subst:Redundanz|Erster Artikel|Zweiter Artikel|Weitere Artikel}}

Es erscheint:

WP-Redundanz-Box.PNG

Es gibt übrigens ein WikiProjekt Wartungsbausteine, also eine Arbeitsgruppe, die sich die Verbesserung von Artikeln auf die Fahne geschrieben hat, so dass die Bewertungbausteine beseitigt werden können.

Eng verbunden mit den Bewertungbausteinen ist das Konzept der Qualitätssicherung. Dabei erhalten Artikel eine formale Überarbeitung, die über einzele Kritikpunkte wie mangelnde Neutralität meist hinausgeht. Es kann dabei um neu erstellte oder aber schon ältere und jetzt als überarbeitungsbedürftig angesehene Artikel gehen. Manchmal werden Artikel gnadenhalber vor der Löschung bewahrt, weil man hofft, dass die Qualitätssicherung ihn rettbar machen wird.

Links

Ausgezeichnete Artikel[Bearbeiten]

Auch Bilder können eine Auszeichnung erhalten: Zu den exzellenten Bildern gehört diese Darstellung einer Ballett-Tänzerin von Stano Novak.

Artikel sollen aber nicht nur ein Etikett erhalten, wenn sie noch stark verbesserungsbedürftig sind, sondern auch dann, wenn sie besonders gut gelungen sind. Statt Etikett sagen die Wikipedianer meist Bapperl. Die Auszeichnungen selbst heißen lesenswert und exzellent.

Gängigerweise stellt man einen Artikel zunächst in einen Review. Dort stellt man den Artikel kurz vor; es gibt inzwischen mehrere, fachspezifische Review-Seiten. Andere Wikipedianer sehen, dass du den Artikel in den Review gestellt hast, lesen ihn genau und schreiben auf, was ihrer Meinung nach verbesserungswürdig ist. Geniere dich nicht, einen von dir betreuten Artikel selbst einzustellen, und auch nicht deswegen, weil du den Artikel später gerne mit einer Auszeichnung sehen würdest.

Nimm die Kritik sachlich und nüchtern auf; natürlich sind nicht alle gemachten Vorschläge es wert, im Artikel verarbeitet zu werden, aber berücksichtige sie zumindest. Der Anstand sollte es gebieten, dass du als um Review Bittender ein Dankeschön übrig hast, für die Zeit und Mühe derjenigen, die den Artikel beurteilen.

Es gibt beim Review keine Abstimmung und keinen genau bestimmten Zeitraum, aber irgendwann kommen keine neuen Vorschläge nach, und du kannst das Review beenden (spätestens sechs bis acht Wochen nach Einstellung, heißt es). Dann kopierst du die Review-Diskussionen in die Diskussionsseite des Artikels.

Wenn du den Eindruck gewonnen hast, dass du die meisten oder wichtigsten Kritikpunkte abgearbeitet hast, ist dein Artikel vielleicht reif für eine Auszeichnung. Dafür gibt es eine Kandidaturenseite, für Auszeichnungskandidaturen. Dort äußern sich Wikipedianer, ob sie einen Artikel lesenswert, exzellent oder nicht auszeichnungswürdig finden. Nimm es nicht zu schwer, wenn die Kandidatur scheitert, viele Artikel haben es erst im zweiten Anlauf geschafft.

Review und Kandidaturenseite leben davon, dass Wikipedianer sich die Zeit dafür nehmen, einen „fremden“ Artikel zu begutachten. Besonders wenn du selbst von diesen Instrumenten profitieren möchtest, solltest du selbst (sobald du etwas erfahrener bist) dich betätigen. Für jeden selbst eingestellten Artikel solltest du mindestens drei andere begutachten.

Respektiere bei einem Review oder Kandidaturenbegutachtung die Leistung der Autoren, auch wenn du teilweise eine andere Vorstellung davon hast, wie ein Artikel aussehen sollte. Wenn du kritisierst, dann konstruktiv, also so, dass der Autor erfährt, was konkret wie verbessert werden könnte. Schreibe nicht nur, was du schlecht findest, sondern auch, was du ausdrücklich gut findest. Dann ist es für den Autor nicht nur einfacher, deine Kritik zu akzeptieren, sondern auch, das noch zu Verbessernde einzugrenzen.

Links

Diskussionsseiten[Bearbeiten]

Diskussion ist in der Wikipedia möglich und erwünscht, allerdings nicht als Selbstzweck, sondern zur Verbesserung von Seiten und zum gegenseitigen Verständnis. Diskutiert wird an diesen Orten:

  • Artikel und die meisten anderen Seitenarten haben eine angehängte Diskussionsseite.
  • Für die Diskussionsseite einer Benutzerseite („Benutzerdiskussion“) gilt dasselbe. Wie bereits angesprochen, ist der jeweilige Benutzer hier etwas mehr Herr als anderswo.
  • Andere Seiten sind die Seiten zum Diskutieren selbst, zum Beispiel Löschdiskussion, Abstimmungen, „Redaktionen“ und WikiProjekte. Trotzdem haben diese Seiten noch gesonderte angehängte Diskussionsseiten, auf denen man Grundlegendes über die Seite selbst diskutiert. Auf der Seite Wikipedia:Redaktion Geschichte unterhält man sich über Artikel und Fragen bezüglich des Bereichs Geschichte. Zusätzlich gibt es eine Seite Wikipedia Diskussion: Redaktion Geschichte, in der man darüber diskutiert, wie die Redaktionsseite verbessert werden könnte.

Bevor du schreibst, überlege dir, ob es wirklich nötig ist. Pass auf, dass du nicht einen Troll fütterst, also auf jemanden reagierst, der nicht konstruktiv ist, sondern nur Aufmerksamkeit durch negative Aktionen ernten will. Bleibe bei der Sache und bemühe dich darum, so wenig und deutlich wie möglich zu schreiben.

Einen Diskussionsbeitrag „unterschreibt“ man mit vier Tilden (das ist dieses Zeichen: ~). Dann setzt die Software automatisch deinen Benutzernamen und das Datum dahin. Natürlich unterschreibt man nur auf Diskussionsseiten, nicht in einem Artikel. Diskussionsbeiträge werden normalerweise nicht gelöscht, auch nicht, wenn die Diskussion erledigt ist. Deine eigenen Diskussionsbeiträge darfst du nur ändern, wenn noch niemand darauf reagiert hat, andernfalls musst du eben einen weiteren Diskussionsbeitrag schreiben. Im Diskussionsbeitrag eines anderen Benutzers darfst du gar nichts verändern, auch nicht Tippfehler verbessern.

Diskussionsbeiträge werden auch nach Abschluss der einzelnen Diskussion nicht entfernt. Es gibt aber Bearbeiter oder Hilfsprogramme, die nach geraumer Zeit ältere Diskussionen auf eine Archiv-Seite verlagern. Die Diskussionen werden also nicht einfach gelöscht bzw. in einer alten Version versteckt.

Wenn du einen neuen Abschnitt auf einer Diskussionsseite beginnst, gibst du ihm eine Überschrift, ebenso wie in einem Artikel (dazu später mehr). Die Überschrift des Abschnittes sollte bereits deutlich machen, was das Thema ist, damit andere Wikipedianer schnell sehen, worum es geht. Überschriften wie „Achtung Achtung“, „Unglaublicher Fehler“ oder „Hab mal ne Frage“ helfen dabei nicht, „Entfernung zweier Bilder“, „Abschnitt Geschichtliches“ oder „Sicht der katholischen Kirche“ viel eher.

Links

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Aufgabe

Schreibe folgenden Diskussionsbeitrag neu:

@ AmelieTZ: Was du hier als achso "stilistiche Freiheit" verkaufen willst ist einfach nur blumigerumgangston. IMHO krankt die WP überhaupt an einer fehlende beachtung der ganz normalen ausdrucksweise in wissenbezogenen Texten. Nichts kann rechtfertigen aus Mönchen "Kuttenträger" zu machen. Soll der leser dann immer fragen müsen was mit dem Träger der Kutte gemeint ist? schließlich tragen nicht nur mönche kutten. Außerdem heißt es richtig natürlich habit, allein schon kutte ist umgangsspr. Wir sind doch nicht das Fachblatt für Gossenjargon, machdas da! Nehm doch einfach das richtige wort!!! überhaupt neigst du auch in vielen anderen Artikeln zu sowas, ist das eine besondere weiblich-emotionae ausdrucksweise?

Zur Lösung.


Stil und Sprache[Bearbeiten]

Der Wikipedia-Stil[Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit hat sich ein gewisser Stil entwickelt, in dem die Wikipedia-Artikel geschrieben sein sollen. Es ist ein sachlicher und nüchterner Stil, wie er einer Enzyklopädie angemessen ist. Vielleicht kann man sich des Stiles am besten bewusst werden, indem man ihn von anderen Stilen abgrenzt.

Im Gegensatz zur Alltagssprache muss ein enzyklopädischer Stil auf dasjenige verzichten, das einen Text an Ort und Zeit bindet. Ein Redner, der vor seinen Zuhörern steht, kann davon sprechen, dass „vor zehn Jahren“ ein bestimmtes Thema in aller Munde gewesen, „jetzt“ aber vergessen sei. Viele Menschen scheinen einen solchen Stil zu bevorzugen, er wirkt lebendig und persönlich. In einem geschriebenen Text hingegen, der vielleicht erst Jahre nach Abfassung gelesen wird, wäre diese Zeitgebundenheit unangemessen. Der Leser würde sich fragen, auf welchen Zeitpunkt sich das „jetzt“ bezieht, und er könnte allzu leicht merken, dass der Text so gesehen bereits veraltet ist. Daher schreibt man besser „um das Jahr 2000“ statt einer Zeitangabe, die nur verständlich ist, wenn man den Zeitpunkt der Texterstehung kennt.

Ähnlich muss man bedenken, dass nicht jeder Leser der deutschsprachigen Wikipedia aus einem (bestimmten) deutschsprachigen Land kommt. Ausdrücke wie „hierzulande“ oder gar „bei uns“ verbieten sich daher. Streng genommen sollte man auf das „wir“ überhaupt verzichten, da es den Leser immer fragen lässt, wer da eigentlich spricht. Das gilt selbst für ein „wir“, das sachlich niemanden ausschließt, nämlich wenn es um „unser Sonnensystem“ geht.

Verständlich und ansprechend, aber nicht immer vorbildhaft: der Stil aus Zeitungen.

Viele Menschen sind stark von dem Stil geprägt, den sie aus der Zeitung kennen. Journalisten schreiben über die reale Welt mitsamt der menschlichen Kultur ebenso wie die Wikipedianer, aber doch auf eine andere Weise. Journalisten müssen täglich das Interesse von Lesern zu packen wissen. Dazu stellen sie das Ungewöhnliche und Umstrittene heraus, man kann auch von einem gewissen reißerischen Ansatz sprechen. Der Leser muss an das Thema geistig andocken können, also etwas ihm Bekanntes und ihn Betreffendes wiedererkennen. Außerdem ist Journalisten die Aktualisierung wichtig, sie brauchen einen Grund für einen Beitrag. Gemeint ist mit Aktualisierung hier die Verknüpfung mit dem, worüber die Leute gegenwärtig reden. Beispielsweise ist ein Jubiläum geeignet, um über ein historisches Thema zu schreiben.

Wikipedianer hingegen schreiben nicht für den Augenblick, sondern für die Ewigkeit. Eine Aktualisierung ist nicht nur unnötig, sondern oftmals unerwünscht. Es ist auch nicht Sinn der Sache, etwas Ungewöhnliches besonders herauszustellen und erst recht nicht, emotionell zu polarisieren. Ferner sind die Kraftausdrücke und Wortspiele, wie man sie nicht nur in Boulevard-Zeitungen findet, in der Wikipedia unerwünscht. Überschriften in der Wikipedia sollen eine Sektion neutral vorstellen, nicht den Leser durch Zuspitzungen neugierig machen.

Neben dem Journalismus beeinflusst auch der wissenschaftliche Stil viele schreibfreudige Menschen. Möglicherweise hat die Mehrheit der Wikipedianer einen akademischen Abschluss bzw. studiert noch. Eine wissenschaftliche Ausbildung ist natürlich eine gute Grundlage für das Schreiben an einer Enzyklopädie, und doch muss man erhebliche Unterschiede beachten. Es wäre kaum möglich, eine universitäre Facharbeit so einfach in die Wikipedia zu stellen.

In erster Linie unterscheidet die Wikipedia sich von wissenschaftlichen Arbeiten durch das Zielpublikum. Eine wissenschaftliche Arbeit richtet sich an Fachleute, ein Wikipedia-Artikel hingegen soll möglichst von allen Menschen verstanden werden können. Daher müssen die Wikipedia-Autoren zurückhaltend mit Fach- und Fremdwörtern sein. Zweitens hat die Wikipedia als Enzyklopädie nicht das Ziel, neue Erkenntnisse zu präsentieren, sondern nur das bereits vorliegende Wissen aufzubereiten (Grundsatz „Wikipedia:Keine Theoriefindung“, also keine Originalforschung). Auch in technisch-formaler Hinsicht ist die Wikipedia keine Fachliteratur.

Nah dran, aber doch anders: der Stil von Papier-Enzyklopädien.

Schließlich sind viele Wikipedia-Autoren Fans von Enzyklopädien. Aber es gibt selbst zwischen herkömmlichen, gedruckten Enzyklopädien und der Wikipedia noch Unterschiede. Eine auf Papier erscheinende Enzyklopädie achtet darauf, möglichst wenig Raum zu gebrauchen. Die Sprache ist sehr komprimiert und geradezu telegrammstilartig, sie verwendet viele Abkürzungen:

Süßmuth, Rita (* 1937), dt. Politikerin (CDU), Bundesmin. f. Jugend 1985-88...

Im Internet gibt es solche Platzsorgen nicht, darum kann die Wikipedia schreiben:

Rita Süßmuth (* 17. Februar 1937 in Wuppertal) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit...

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Verständliches Schreiben[Bearbeiten]

Ein Autor kann sich in seinem Fachgebiet hervorragend auskennen, er kann vielleicht lange und grammatikalisch korrekte Sätze bilden und kennt viele Fremdwörter. Schreibblockaden hat er nie, seine Textproduktion ist beeindruckend. Wenn der Leser den Text aber nicht versteht, dann hat der Autor versagt (nicht etwa der Leser). Sein Fach- und Sprachwissen hat dann offensichtlich nicht ausgereicht, seinen Auftrag zu erfüllen: dem Leser ein Thema verständlich nahezubringen.

Verständliches Schreiben kann man lernen und üben. Die Psychologen Langer, von Thun und Tausch haben das Hamburger Verständlichkeitskonzept entwickelt, das dabei helfen soll. Dieses Konzept geht von vier Dimensionen aus, an denen man einen Text beurteilen kann:

  • Einfachheit, gemeint sind Wortwahl und Satzbau;
  • Gliederung/Ordnung, die Struktur eines Textes mit der Reihenfolge der behandelten Themen;
  • Kürze/Prägnanz, das Verhältnis von Textlänge und Inhaltsmenge (auch: das Weglassen des Überflüssigen);
  • Anregende Zusätze, beispielsweise Ermutigungen und Scherze.

Ob ein Text verständlich ist, das hängt durchaus auch vom Leser ab, von dessen Alter, Vorwissen usw. Es wurde kritisiert, dass das Konzept diesen Faktor nicht berücksichtigt. Man kann ihn aber als fünfte Dimension einfach hinzufügen:

  • Angemessenheit für die Zielgruppe / das Medium (im Falle der Wikipedia die Allgemeinheit; dazu weiter unten mehr)


Aufgabe

Beurteile den folgenden Text und versuche, ihn verständlicher und Wikipedia-gerechter zu schreiben. (Es handelt sich um eine veraltete Version des Artikels Hundekrieger (11. Juni 2009, 12.55h)):

Die Bezeichnung bezieht sich vor allem auf die furchtlosesten Cheyenne Krieger, welche auch Dog-Men-Warriors genannt wurden. Bei vielen dieser Indianerkrieger galt der Grundsatz "Alt zu werden, ist nicht gut, besser ist es, sich tapfer in der Schlacht zu schlagen und jung zu sterben" . Allerdings waren diese Männer die Ausnahme und wurden von der Mehrheit der Krieger eher edealisiert als nachgeahmt. Es gab auch Männer, die nach einem unersetzlichen persönlichen Verlust gelobt hatten, ihr Leben im Kampf zu opfern und sich in gwisser Weise von der Gemeinschaft absonderten, indem sie grndsätzlich das Gegenteil von dem sagten und taten, was sie meinten (eindrucksvoll in dem Film "Little Big Men" mit Dustin Hoffmann zu sehen). Diese Haltung machte einen Teil der Hundesoldaten zu den grimmigsten Streitern auf den Plains, weil sie sich auch bei einer unvermeindlich erscheinenden Niederlage sich nicht zurückzogen, sondern erst recht kämpften. Die Gegenteil-Krieger der Cheyenne hatten sogar eine heilige Verpflichtung, in dieser Weise zu sprechen und zu handeln. Hohnuhk`e- wie man sie nannte wurde nur ein Mann, dem der Donner in Gestalt des Donnervogels im Traum oder in einer Vision erschienen war. Im Gegensatz zu den anderen waren diese in ständiger Kampfbereitschaft, verharrten aber auf Beobachtungsposten, solange ein Erfolg der anderen Krieger sicher schien. Erlitten diese aber eine Niederlage, war es Aufgabe der Hundesoldaten, den Feind zu attakieren und so lange zu kämpfen, bis sie selbst getötet wurden oder den Widersacher in die Flucht geschlagen hatten. Auser den Hundesoldaten der Cheyenne Indianer gab es noch vielerlei Militärgesellschaften bei den veschiedensten Prärie Indianern, so z.B. die Crazy Dogs(Verrückte Hunde) bei den Blackfoot oder auch der Kriegerbund der Tapferen Hunde, welche dem Feind immer ins Gesicht sehen mußten, einerlei, wie sehr sie ihn fürchteten, sie konnten niemals weichen.
Angesichts des Verhaltens im Kampf verwundert es nicht, daß viele dieser Kriegerbünde keinen langen Bestand hatten, da ihren Mitgliedern kein allzu langes Leben beschieden war.

Zur Lösung.


Satzbau[Bearbeiten]

Das bekannteste Problem mit Bezug auf Sätze ist die Satzlänge. Zu lange Sätze überfordern den Leser, der sich zahlreiche Einzeldinge merken muss, bevor der Punkt ihm eine Ruhepause gönnt. Man würde es sich aber zu einfach machen, umgekehrt nur noch kurze Sätze zu schreiben:

1) Die zu dem als Weimarer Koalition bezeichneten Bündnis gehörenden Parteien, die Sozialdemokratische Partei, das katholische Zentrum und die liberale Deutsche Demokratische Partei, machten keineswegs - abgesehen von den Jahren 1919-1920 - die häufigste Regierungsformation der Weimarer Republik (also Deutschlands von 1919 bis 1933) aus, sondern vielmehr das Zentrum, die Deutsche Demokratische Partei und die Deutsche Volkspartei, die, oft zusammen mit anderen bürgerlichen kleinen Parteien, eine Minderheitsregierung bildeten, die entweder nach rechts um die Deutschnationale Volkspartei erweitert wurde oder aber nach links mit der Sozialdemokratischen Partei.
2) Deutschland von 1919 bis 1933 hieß die Weimarer Republik. Es gab ein Bündnis namens Weimarer Koalition. Die Weimarer Koalition bestand aus der Sozialdemokratischen Partei, das Zentrum und die Demokratische Partei. Das Zentrum war katholisch. Die Demokratische Partei war liberal. Die Weimarer Koalition war keineswegs die häufigste Regierungsformation der Weimarer Republik. Eine Ausnahme waren die Jahre 1919-1920. ...

Nicht nur der lange Satz, sondern auch die vielen kurzen Sätze sind überraschend schwierig zu lesen. Aufgabe von Satz und Text ist es nämlich nicht zuletzt, Informationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen:

3) Zur Weimarer Republik, das heißt Deutschland von 1919 bis 1933, gehörte die sogenannte Weimarer Koalition. Sie bestand aus der Sozialdemokratischen Partei, dem katholischen Zentrum und der liberalen Deutschen Demokratischen Partei. Doch diese Koalition war damals keineswegs die häufigste Regierungsformation, sieht man von den Jahren 1919-1920 ab. Vielmehr bildeten normalerweise das Zentrum, die Deutsche Demokratische Partei und die Deutsche Volkspartei eine Minderheitsregierung. Zu dieser Minderheitsregierung gehörten oft weitere bürgerliche kleine Parteien, und sie wurde entweder nach rechts um die Deutschnationale Volkspartei erweitert, oder aber nach links um die Sozialdemokratische Partei.

Das eigentliche Problem eines Satzes ist meist nicht die reine Länge an sich, sondern der Aufbau. Es sind die Verschachtelungen und Verstopfungen, die das Lesen erschweren.

Fremd- und Fachwörter[Bearbeiten]

Fremdwörter sind ein heftig umkämpftes Terrain bei fast allen, die sich für Sprache interessieren. Dabei sollten die Grundregeln zum Gebrauch von Fremdwörtern unstrittig sein: Wenn man deutsch spricht, sollte man die Wörter verwenden, die im Deutschen gängig sind und von den meisten Menschen verstanden werden. Wenn es für ein Fremdwort ein gängiges deutsches Wort gibt, sollte man jenes verwenden.

In der praktischen Auslegung dieser Grundregel schaut man unter anderem danach, wo gesprochen bzw. geschrieben wird. Unter Wissenschaftlern und Managern werden Fremdwörter viel eher geduldet oder gar erwartet als in einer Gebrauchsanweisung eines Haushaltsgegenstandes, die sich an alle Menschen richtet. Auch die Wikipedia richtet sich an alle Menschen, darum sollte man auf Fremdwörter nach Möglichkeit verzichten. Es ist ebenso unnötig wie (leider) weit verbreitet, eine Abkürzung als „Akronym“ zu bezeichnen, oder Fleischer als „Synonym“ für Metzger vorzustellen (anstatt einfach zu sagen, dass es sich um einen anderen Ausdruck handelt).

Aber auch in der Wikipedia muss die Grundregel mit Bedacht angewandt werden. Schließlich ist eine Verdeutschung nicht immer verständlicher als das Fremdwort. Für das häufige Wort „Internet“ gibt es leider kein gängiges deutsches; der erfolgreichste Kandidat, „Weltnetz“, dürfte vergleichsweise unbekannt sein. Auch ist das „Telefon“ weitaus geläufiger als der altertümlich und gestelzt wirkende „Fernsprecher“.

Mit der Fremdwortfrage verwandt ist die Fachwortfrage. Fachwörter machen es Fachleuten leichter oder gar erst möglich, über ihr Thema zu sprechen. Auf Nichtfachleute jedoch wirkt Fachsprache abschreckend. Hier stellt sich also abermals die Frage, für wen die Wikipedia da ist. Sicher gehören zu ihren Lesern auch Minderjährige, aber soll das heißen, dass alle Wikipedia-Autoren sich stets an deren Horizont ausrichten müssen? Für den Umgang mit den unterschiedlichen Zielgruppen der Wikipedia mussten also Kompromisse gefunden werden. Die Einleitung eines Artikels soll so geschrieben sein, dass fast jeder Mensch sie verstehen kann; in den weiteren Sektionen des Artikels mag es dann bei Bedarf etwas fachsprachlicher und komplizierter zugehen. Auch Überblicksartikel sollten vor allem den Einsteiger in ein Thema berücksichtigen, während Artikel zu abgelegeneren Themen eher ein Vorwissen voraussetzen dürfen.

Wo sich Fachwörter nicht vermeiden lassen, sollten sie behutsam eingeführt werden. Das heißt, dass an Ort und Stelle vereinfacht erklärt werden muss, was gemeint ist. Leider findet man noch oft Artikel, deren erster Satz mehrere Fachwörter hat, die nicht erklärt werden. Zwar sind diese Fachwörter meist mit dem entsprechenden Wikipedia-Artikel verlinkt, das hat aber zur Folge, dass der Einsteiger mehrere Artikel ansatzweise lesen muss, um die Einleitung des ursprünglichen Artikels zu verstehen:

In der Teilchenphysik sind die Gluonen (engl. to glue = kleben) subatomare Elementarteilchen, die indirekt für die Anziehung von Protonen und Neutronen in einem Atomkern verantwortlich sind. Das Symbol für das Gluon ist ein g.
Damit bilden die Gluonen die Austauschteilchen der starken Wechselwirkung. Es gibt 8 verschiedene Gluonen, die zwischen Quarks, den Bausteinen der Hadronen (Baryonen, z. B. Protonen und Neutronen, und Mesonen), ausgetauscht werden.

Auch wenn die meisten Leser sich aus dem Schulunterricht vage an Begriffe wie „Protonen“ und „Wechselwirkung“ erinnern dürften: Die wirkliche Bedeutung im Kontext entgeht ihnen. Erst recht können sie mit „Hadronen“ und „Baryonen“ nichts anfangen. Es ist ein Problem der Wikipedia, dass die meisten Autoren nur diejenigen Artikel lesen und bearbeiten, für die sie sich interessieren und von denen sie überdurchschnittlich viel wissen. Diejenigen hingegen, die einen Artikel nicht verstehen, trauen sich (oft berechtigterweise) nicht, ihn zu verbessern. Vielleicht sollte man als Fachfremder häufiger auf der Diskussionsseite einen Hinweis darauf hinterlassen, was man von der Einleitung nicht verstanden hat.

Aufgabe

Versuche, diese Ausdrücke in verständlichere oder deutlichere umzuwandeln:

  • implizieren
  • Chalkolitikum
  • Suizid
  • Intention
  • destruktiv
  • klassisch

Zur Lösung.

Zeitform[Bearbeiten]

In der Wikipedia verwendet man die Gegenwartsform (Präsens) für dasjenige, das aktuell oder immer wiederkehrend existiert. Auch die Inhaltszusammenfassung von Büchern und Filmen erscheint in der Gegenwartsform, da man das Buch immer wieder lesen kann. Vergangene Ereignisse und Zustände hingegen sind grundsätzlich in einer Vergangenheitsform zu behandeln, normalerweise in der einfachen Vergangenheit (Präteritum). Gegebenenfalls verwendet man das Perfekt oder das Plusquamperfekt, um Vorvergangenheiten auszudrücken.

Bei historischen Themen gebraucht man ausnahmsweise die Gegenwartsform, wenn etwas immer noch Gültigkeit hat: „Die Erfindung der Dampfmaschine geht auf Denis Papin zurück“, „Hierbei handelt es sich um den bedeutendsten nichtreligiösen Bau des dänischen Mittelalters“. Es ist nicht immer einfach festzustellen, ob die Gegenwartsform oder eine Vergangenheitsform angemessen ist:

  • Wenn man die Tat eines Autors betonen will, schreibt man: „In seinem Aufsatz vom Ewigen Frieden erteilte Kant dem Despotismus eine Absage.“ Liegt der Schwerpunkt auf dem Werk selbst, dann schreibt man mit einer Gegenwartsform: „Der Aufsatz vom Ewigen Frieden erteilt dem Despotismus eine Absage“, denn das Werk gibt es immer noch. Darum sind Inhaltsangaben in der Wikipedia immer in der Gegenwartsform verfasst.
  • „Der Herzog ließ ein Schloss erbauen, von dem man das ganze Tal überblicken konnte.“ Damit wird eine Absicht bzw. Tat des Herzogs betont. Wenn es das Schloss noch gibt und wenn man an den heutigen touristischen Wert denkt, kann man schreiben: „Der Herzog ließ ein Schloss erbauen, von dem man das ganze Tal überblicken kann.“

Die Gegenwartsform findet man normalerweise in chronikalischen Texten: „1965: Peter Müller geht nach Paris.“ Bei einer schlechten Übertragung in Fließtext heißt es dann: „1965 geht Peter Müller nach Paris.“ Dieses so genannte „historische Präsens“ ist in journalistischen Texten angebracht, um Spannung zu erzeugen, nicht aber in wissenschaftlicher Prosa (wie bei der Wikipedia). Es muss daher heißen: „Peter Müller ging 1965 nach Paris.“

In der Wikipedia wird grundsätzlich der heute übliche gregorianische Kalender verwendet.

Zitate[Bearbeiten]

Die Wikipedia ist keine Zitatensammlung (siehe Wikisource und Wikiquote), daher ist es nicht angebracht, Großzitate aus Quellen bzw. Sekundärliteratur zu verwenden. Denke gegebenenfalls auch an das Urheberrecht. In den meisten Fällen reicht es vollkommen aus, eine Aussage kurz mit eigenen Worten wiederzugeben. Nur für besonders wichtige Passagen, für die der Originalwortlaut ausschlaggebend ist, sollte man eine Ausnahme machen:

  • eine bekannt gewordene und oft zitierte Wendung,
  • der Teil eines Gesetzestextes oder einer Vereinbarung, bei dem ein einzelnes Wort große Folgen hat,
  • eine besonders aussagekräftige Bemerkung, deren kommunikativer Wert nicht durch eine Beschreibung besser vermittelt werden kann.

Kein wörtliches Zitat verdienen:

  • eine elegant geschriebene Passage in der Sekundärliteratur,
  • die bloße Demonstration einer altertümlichen Sprachform bei einer Quelle.

Zitate dürfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden, und wenn ein Zitat für etwas Allgemeineres stehen soll, muss es auch repräsentativ sein. Bei einem wörtlichen Zitat solltest du übrigens bereits im Fließtext angeben, von wem es stammt, damit der Leser dafür nicht in die Fußnote schauen muss.

Anführungszeichen sind heilig – was dazwischen steht, muss wortwörtlich so in der verwendeten Quelle oder Literatur stehen. Übernimm Tippfehler und passe auch nicht die Rechtschreibung an. Es ist unnötig (manche stört es sogar), zusätzlich zu Anführungszeichen ein Zitat auch noch kursiv zu setzen.

Beachte die besonderen Regeln beim Zitieren antiker Autoren oder aus Bibel und Koran.

Links


Wikifizieren[Bearbeiten]

Checkliste „Wikifizieren“:

  • Hört der Text sich noch unenzyklopädisch an, etwa zu flapsig oder zu kompliziert?
  • Sind die geeigneten Wörter verlinkt?
  • Steckt der Artikel in Kategorien, mindestens in einer oder zwei?
  • Gibt es wenigstens einige Belege, Weblinks oder Angaben unter „Literatur“?

Mit „Wikifizieren“ meint man, dass ein Artikel den Wikipedia-Richtlinien angepasst wird. Wer einen Artikel neu anlegt, wird merken, dass dies nicht so ganz einfach ist, weil so viel zu beachten ist. Natürlich darf man von Neueinsteigern nicht erwarten, dass sie das Wikifizieren bereits perfekt können. Aber auch ein Anfänger sollte sich zumindest darum bemühen und nicht den Eindruck erwecken, dass er zwar gern Texte schreibt, die mühsame Nacharbeit jedoch anderen überlässt.

Aufbau und Inhalt eines Artikels[Bearbeiten]

Bereits der erste Satz eines Artikels soll deutlich machen, worum es sich bei dem Lemma handelt:

Mikko Kokslien (* 10. März 1985 in Lillehammer) ist ein norwegischer Nordischer Kombinierer.
Der Südäquatorialstrom ist eine permanente warme Meeresströmung von Ost nach West im Pazifik, Atlantik sowie im Indischen Ozean.

Eventuell läuft es auf den zweiten oder dritten Satz hinaus, wenn das Lemma schwierig zu erläutern ist. Der Rest eines Artikels kann freier gestaltet sein, sollte aber dennoch eine Struktur haben (zum Beispiel soll Zusammengehöriges beieinander stehen).

Ein längerer Artikel wird am besten in „Kapitel“ unterteilt. Allgemeiner spricht man auch von Abschnitten (oder Sektionen) mit Überschrift (dazu später mehr). Hat ein Artikel mindestens drei Abschnitte, dann erstellt die Software aus den Überschriften automatisch ein Inhaltsverzeichnis.

Längere Artikel, deren Inhalt in mehrere Abschnitte unterteilt ist, sollen eine Einleitung haben (in der Sprache der Lexikonmacher spricht man auch von Exposé oder Exposition). Die Einleitung ist so zu schreiben, dass ein eiliger (und thematisch unbeleckter) Leser nur diese lesen muss und dennoch einen guten Überblick erhält. Meist ist die Einleitung eine Art Zusammenfassung des Artikels:

Die semitischen Sprachen sind ein Zweig der afroasiatischen Sprachfamilie. Sie werden heute von ca. 260 Millionen Menschen im Nahen Osten, in Nordafrika und am Horn von Afrika gesprochen. Wichtige semitische Sprachen sind Arabisch, Hebräisch, Aramäisch, eine Reihe von in Äthiopien gesprochenen Sprachen wie Amharisch sowie zahlreiche ausgestorbene Sprachen des Alten Orients wie Akkadisch.
Die Bezeichnung „semitisch“ wurde 1781 von dem Göttinger Philologen August Ludwig von Schlözer geschaffen. Sie lehnt sich an die biblische Person Sem an, der im Alten Testament als Stammvater der Aramäer, Assyrer, Elamiter, Chaldäer und Lyder erwähnt wird (Gen 10,21-31 EU). Analog wurde der Begriff hamitisch in Anlehnung an Ham geschaffen. Während die Bezeichnung „semito-hamitisch“ für die übergeordnete Sprachfamilie durch „afroasiatisch“ ersetzt wurde, hat sich der Name „semitisch“ fest eingebürgert.

Der Artikel Semitische Sprachen ist natürlich wesentlich länger und behandelt auch viele weitere Themen, die in der Einleitung nicht einmal angedeutet werden.

Für Biografien oder Artikel über Städte wird oft ein jeweils ähnlicher Aufbau verwendet, so beschreibt man im Artikel über eine Stadt zunächst die geografische Lage, dann die Geschichte, die Religionen, die Politik usw.


Am Ende eines Artikels befinden sich eine oder mehrere Standard-Abschnitte, je nach Artikel und Zustand des Artikels:

  • „Schriften“ (oft auch „Werke“): Gemeint sind die Schriften, die eine Person oder Institution veröffentlicht hat, nicht etwa Schriften über die Person oder Institution. Im Artikel „Golo Mann“ findet man hier die Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts dieses Historikers. Die von Urs Bitterli geschriebene Biografie Golo Mann — Instanz und Außenseiter hingegen steht weiter unten bei „Literatur“.
  • „Siehe auch“: Die sogenannten Assoziativen Verweise machen den Leser auf Artikel aufmerksam, die ihn auch interessieren könnten, weil sie thematisch oder anderweitig miteinander verwandt sind. Im Artikel Kalter Krieg steht dort beispielsweise: Geschichte der Sowjetunion, Verträge und Abkommen des Kalten Krieges, Nuklearstrategie.
  • „Literatur“: Hierhin kommt eine strenge Auswahl von weiterführender Fachliteratur über das Lemma.
  • „Weblinks“: Auch dies sollte nur eine strenge Auswahl sein. Die Verweise sollen auf qualitativ hochwertige Webseiten führen, die ohne Kosten, Registrierung oder technische Barrieren erreichbar sind. Auch Links in Schwesterprojekte aus der Wiki-Familie gehören an diese Stelle.
  • „Belege“: Unter dieser Überschrift (oft findet man „Einzelnachweise“, „Fußnoten“ und leider auch das missverständliche „Quellen“) steht <references/>, sodass das Programm hierhin die Fußnoten-Inhalte stellt.

Eine verbindliche Reihenfolge für die Standard-Abschnitte ist nicht festgelegt worden. Allerdings hat diese hier ihre guten Gründe: Die „Schriften“ sollten nahe beim übrigen Artikelinhalt stehen, da sie noch zum Informationsgehalt des Artikels selbst gehören. „Siehe auch“ schließt den eigentlichen Inhalt ab. Dann erscheinen „Literatur“ und „Weblinks“, die beide auf andere Informationsmöglichkeiten weiterverweisen, und erst zum Schluss kommen die „Belege“, die für die meisten Leser am wenigsten interessant sind.

Links

Wikisyntax[Bearbeiten]

Als „Wikisyntax“ (oder Wikitext) bezeichnet man den Code im Quelltext eines Seiteninhalts. Er ist leider dazu geeignet, Anfänger abzuschrecken. Dabei kann man sich leicht nach und nach Wissen über diesen Code aneignen, und selbst viele erfahrene Wikipedianer kennen nur ein Dutzend Befehle. Am besten ist es, ihn anfangs überhaupt zu ignorieren und zuerst immer nur nach dem normalen Text zu schauen, den man zwischen den Codezeichen sieht. (Die Wikisyntax ist übrigens eine Vereinfachung von HTML, der Computersprache, mit der man Internet-Seiten überhaupt schreibt.)

Oftmals geht es darum, dass die Wikisyntax etwas mit einer Textstelle machen soll, und man gibt dazu an, von wo bis wo das passieren soll. Beispielsweise möchte man ein Wort kursiv schreiben:

Damals berichtete der Daily Mirror über die Angelegenheit.

Wie wurde der Name der Zeitung kursiv gesetzt? In der Wikisyntax steht:

Damals berichtete der ''Daily Mirror'' über die Angelegenheit.

Man muss ein wenig genauer hinsehen: Daily Mirror steht nicht etwa in Anführungszeichen, sondern zwischen doppeltem Apostroph. Vor der Textstelle steht also '' und auch danach: als Befehl dafür, dass das Kursivsetzen wieder aufhört.

Ähnlich kann man eine Textstelle fett setzen, und zwar mit Dreifach-Apostroph. Für alle Textauszeichnungen gilt: Weniger ist mehr. Fett sollte nur für die erste Erwähnung des Artikeltitels in der Einleitung verwendet werden, nirgendwo sonst.

Solche Befehle wie den doppelten Apostroph nennt man übrigens Tags. Andere Tags stehen zwischen < >, wie zum Beispiel der Inhalt einer Fußnote:

Fließtext Fließtext Fließtext.<ref>Inhaltstext der Fußnote.</ref> Fließtext Fließtext Fließtext.

Der Inhaltstext der Fußnote steht also zwischen <ref> und </ref>, der Tag zum Aufhören beinhaltet also noch ein / + Leerzeichen. Zu Fußnoten später mehr; hier soll nur das Prinzip der Wikisyntax an sich vorgestellt werden.

Links

Aufgabe

Du möchtest einen Satz wikifizieren: Die Havixbecker Philharmoniker sind die führenden Vertreter des style européen. Dabei sollen die Musiker fett und ihr Stil kursiv sein. Wie sieht der Satz in entsprechender Wikisyntax aus?

Zur Lösung.

Abschnitte[Bearbeiten]

Die einzelnen Teile eines Artikels, die mit Überschriften von einander abgegrenzt sind, nennt man Sektionen oder Abschnitte. Das ist neutraler als „Kapitel“, denn auch eher technische Abschnitte wie die „Belege“ gehören dazu. Ein neuer Abschnitt entsteht dadurch, dass man eine Überschrift macht. Dabei stellt man den Überschriften-Text in doppelte Gleichheitszeichen:

== Mensch und Elefant ==

Die doppelten Gleichheitszeichen schaffen einen Abschnitt bzw. eine Überschrift der obersten Gliederungsebene. Für eine Ebene tiefer verwendet man dreifache Gleichheitszeichen, für eine Ebene noch tiefer vierfache usw. Aus diesen Abschnittsüberschriften erstellt die Software dann automatisch ein Inhaltsverzeichnis (ab mindestens drei Überschriften). Ebenso automatisch erhalten die Überschriften eine Nummerierung.

Mehr als drei Gliederungsebenen solltest du nicht verwenden. Ein neuer Abschnitt nur für einige wenige Sätze lohnt sich nicht, er sollte mindestens drei bis sechs Absätze beinhalten. Wenn ein Abschnitt Unterabschnitte hat, sollten es mindestens zwei sein. Nur ein einzelner Unterabschnitt (also: 6. und 6.1, aber kein 6.2) zeigt in der Regel ein fehlendes Konzept an und gilt dann als schlechter Stil. Allenfalls für Listen oder ähnliche eher technisch-formale Darstellungen sollte man Ausnahmen machen.

Eine Überschrift sollte prägnant und aussagekräftig, aber sachlich sein; der erste Buchstabe wird immer groß geschrieben.

Links

Aufgabe

Es wird eine Überschrift gesucht für denjenigen Abschnitt im Artikel Weimarer Republik, der die Jahre 1924-1929 behandelt. Welche Überschrift gefällt dir am besten?

  • 1924–1929
  • Mittlere Phase
  • Die Republik 1924–1929
  • Phase der relativen Stabilisierung, 1924–1929
  • Goldene Zwanziger: Als es einigermaßen gut ging

Zur Lösung.

Links[Bearbeiten]

Mit den vielleicht wichtigsten Befehlen der Wikisyntax kann man „verlinken“: von einer Internet-Seite auf einen anderen Ort verweisen. Damit öffnet man dem Leser eine Tür zu einem Raum, man bietet ihm an, dorthin zu gehen. Der Leser kann dieses Angebot annehmen oder nicht.

Links sind entweder blau, wenn sie auf eine andere Wikipedia-Seite verweisen, die bereits existiert. Oder sie sind rot, dann verweisen sie auf eine Seite, die es (noch) nicht gibt. Warum erscheint überhaupt ein Link, der auf eine nichtexistierende Seite verweist? Im Artikel „Elefanten“ beispielsweise stehen nur sehr wenige rote Links, zum Beispiel „Barytherien“. Diese ausgestorbene Familie der Rüsseltiere hat noch keinen eigenen Artikel, aber jemand hat gemeint, in Zukunft könnten die Barytherien durchaus einen bekommen. Daher bereits der Link. Wenn in Zukunft der Artikel „Barytherien“ angelegt sein wird, erscheint dieser Link im Elefanten-Artikel folglich blau.

In der Wikipedia teilt man ansonsten vor allem in zwei Arten von Links ein:

  • Die internen Links werden meist einfach Links genannt, sie verweisen auf andere Artikel in der (deutschsprachigen) Wikipedia.
  • Die externen Links heißen Weblinks und verweisen auf Seiten außerhalb der Wikipedia.

Interne Links[Bearbeiten]

Ein interner Link verweist auf einen anderen Artikel in der Wikipedia. Im Artikel „Elefanten“ etwa findet sich der Satz:

Der älteste Elefant lebte im Zoo von Taipeh und wurde 86 Jahre alt.

Der Leser klickt dann einfach auf das blaue Wort „Taipeh“, und die Software geht mit ihm sogleich auf den Wikipedia-Artikel „Taipeh“, die Hauptstadt von Taiwan. Der „Tag“ (der Befehl in der Wikisyntax) ist eine doppelte eckige Klammer, jeweils vor und hinter dem Ausdruck, der genauso wie ein Wikipedia-Artikel lautet: [[Taipeh]].

Nun kommt es allerdings vor, dass der Ausdruck im Satz nicht ganz genauso lautet wie der Artikeltitel, auf den verwiesen werden soll. Beispielsweise spricht der Elefanten-Artikel von „der Mutter Siddhartha Gautamas“. In der Wikisyntax sieht das so aus: der Mutter [[Siddhartha Gautama]]s. Man kann also an das Verlinkte einfach noch Buchstaben anhängen; sie erscheinen ebenso blau wie der Rest.

Sollte dein Ausdruck sich sehr vom Artikeltitel unterscheiden, kannst du einen sogenannten Pipelink legen. Das ist nichts anderes als ein normaler Link, in der Wikisyntax befindet sich allerdings ein senkrechter Strich. Der Satz

Die buddhistische Überlieferung kennt eine Legende...

sieht in der Wikisyntax so aus:

Die [[Buddhismus|buddhistische]] Überlieferung kennt eine Legende...

Was wurde hier gemacht? Es gibt einen Wikipedia-Artikel „Buddhismus“, auf den man auch verweist, wenn man von Buddhisten, buddhistisch usw. schreibt. Der Titel des verlinkten Artikels steht im Pipelink dann links vom senkrechten Strich, und rechts ein Ausdruck, wie du ihn im Satz sehen willst. Den senkrechten Strich findest du auf deutschen Tastaturen übrigens meist links unten, auf der Taste, die ansonsten auch zu < und > gehört. Drücke diese Taste gleichzeitig mit Alt Gr auf der anderen Seite der Tastatur.

Weitere Beispiele:

In [[Volksrepublik China|China]] gelten Elefanten noch heute als Symbol für männliche Potenz.
Auch die Zwergelefanten (beispielsweise der [[Sizilianischer Zwergelefant|Sizilianische Zwergelefant]]), die im [[Pleistozän]] auf einigen Inseln des Mittelmeeres und Südostasiens verbreitet waren, gehören zu dieser Gattung.

Mit Pipelinks kann man regelrecht Schabernack treiben:

Früher gab es im Zirkus auch Dickhäuter wie den Indischen Elefanten, den Afrikanischen Elefanten und den Zwergelefanten.

Wie gesagt, man kann es, man sollte es nicht.

Sei beim Pipelink vorsichtig, damit du den Leser nicht unnötig verwirrst. Der Leser sollte beim Anblick eines Links eine Vorstellung davon haben, wohin er geschickt wird, wenn er daraufklickt. Wenn du schreibst:

In Berlin befindet sich das [[Deutscher Bundestag|politische Machtzentrum der Republik]].

dann wundert sich der Leser, was mit „politischem Machtzentrum der Republik“ gemeint ist. Er klickt auf den Link und stellt fest, dass es einfach der Bundestag ist. Vielleicht ärgert er sich, weil sein Lesefluss unnötig gestört wurde.

Überhaupt solltest du beim Verlinken genau sein. Wenn du über die Weimarer Republik schreibst, dann verlinke nicht zu Reichstag, sondern gleich zu Reichstag (Weimarer Republik). Sonst kommt der Leser zu der Begriffsklärung „Reichstag“ und muss sich dort selbst aussuchen, welchen Reichstag du gemeint hast.

Außerdem kann man in der Wikipedia auch auf einen einzelnen Abschnitt verlinken. Der Abschnitt erhält dann ein # vor ihren Titel:

[[Elefanten#natürliche Feinde]]

oder etwas schöner beispielsweise:

[[Elefanten#natürliche Feinde|die natürlichen Feinde des Elefanten]]

verlinkt auf genau diesen Abschnitt „Natürliche Feinde“ im Elefanten-Artikel.

Der Link auf einen Abschnitt ist allerdings riskant. Wenn ein ganzer Artikel umbenannt („verschoben“) wird, dann funktionieren Links auf ihn weiterhin. Wenn aber eine Abschnittsüberschrift mal geändert werden sollte, dann funktioniert der Link auf diesen Abschnitt nicht mehr. Überhaupt solltest du auf solche Links eher verzichten, denn die Leser erwarten normalerweise einen Link auf einen Artikel, nicht auf einen einzelnen Abschnitt.

Im Fließtext von Artikeln verlinkt man nur auf andere Artikel. Der Leser muss davon ausgehen können, dass er beim Klicken auf Links im Wikipedia-Artikel die (deutschsprachige) Wikipedia nicht verlässt. Nicht im Artikel dürfen stehen:

  • Links auf andere Wikipedia-Namensräume, beispielsweise Benutzerseiten,
  • Interwiki-Links in andere anderssprachige Wikipedias oder andere Wikimedia-Projekte,
  • Weblinks (außer im Abschnitt „Weblinks“).


Links

Aufgabe

Hier wurde recht viel verlinkt. Welche Wörter sollten aber ohne Link auskommen?

Zur Lösung.

Weblinks (externe Links)[Bearbeiten]

Während der interne Link auf andere Seiten in der Wikipedia verweist, so richtet sich ein externer Link auf einen Ort außerhalb der Wikipedia. Man spricht auch von Weblinks, und so heißt der entsprechende Abschnitt gegen Ende eines Artikels. In einem Wikipedia-Artikel sollte ein Weblink wirklich nur in jenem Abschnitt auftauchen, oder in einer Fußnote, aber nie im Artikel selbst.

Technisch funktioniert ein Weblink so: Zwischen einfachen eckigen Klammern steht erst die URL (die Internetadresse) der betreffenden Website und danach, getrennt durch ein Leerzeichen, eine kurze Beschreibung:

[http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]

Das sieht dann so aus:

Bayerische Staatsregierung

Der Abschnitt mit den Weblinks sollte wirklich nur sehr wenige, gut ausgewählte Links beinhalten, höchstens eine Handvoll. Man listet Links mittels eines „Bullet“ auf. Beispielsweise sind die Weblinks des Artikels „Matthias Platzeck“ folgende:

{{Wikiquote|Matthias Platzeck}}

{{Wiktionary|Platzeck}}

* [http://www.matthias-platzeck.de Offizielle Webseite von Matthias Platzeck]

* [http://www.stk.brandenburg.de/cms/detail.php?gsid=lbm1.c.375532.de Offizielle Biographie auf der Webseite der Landesregierung Brandenburg]

Das sieht so aus:

Wikiquote hat einen Artikel zum Thema:
Wiktionary – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen:

Hier wird bereits mit vielen Vorlagen gearbeitet; dazu gleich mehr. Die Seite ist für Biografien recht typisch: Zunächst erfährt der Leser, welche Angebote es in anderen Wikimedia-Projekten wie Wikimedia Commons gibt. Dann folgt die eigene Website der betreffenden Person, außerdem sieht man die Site sozusagen des Arbeitsplatzes. Es gibt also Gepflogenheiten bei den Weblinks, die man sich von den bereits existierenden Seiten abschauen sollte.

Links

Vorlagen[Bearbeiten]

Vorlagen (englisch templates) sind kleine Texte, die nicht in der Seite selbst stehen. Auf sie wird aus der Seite heraus so verwiesen, dass der kleine Text in die Seite eingebunden wird. Beispielsweise gibt es im Artikel „Erster Weltkrieg“ die Vorlage {{exzellent}}. Das Wort zwischen den geschweiften Klammern ist der Titel der Vorlage. Auf diese Weise steht im Artikel „Erster Weltkrieg“ eine Box mit dem Hinweis, dass der Artikel zu den „Exzellenten Artikeln“ zählt.

Die Verwendung von Vorlagen hat Vorteile: Der Quelltext der Seiten wird kürzer, und wenn im Text der Vorlage etwas geändert werden muss, dann muss das nur einmal geschehen und nicht etwa auf allen Seiten, die die Vorlage benutzen.

Dem gegenüber steht der gewaltige Nachteil, dass Vorlagen schwierig zu schreiben und zu verwenden sind – sowohl für Anfänger als auch für viele erfahrene Wikipedianer. Manche Vorlagen sind nämlich äußerst umfangreich und kompliziert und verwenden zahlreiche Parameter. Einen großen Aufschrei hat es gegeben, als manche Vorlagen-Fans sogar die Belege komplett per Vorlage realisieren wollten. Überhaupt ist die Einführung von immer mehr Vorlagen nur mit Streitereien gelungen. Grundsätzlich gilt hier wie so oft: Weniger ist mehr.

Die Vorlagen, die in eine Seite eingebunden wurden, stehen unten auf der Seite mit dem Bearbeitungsfenster. Von dort kann man sie am einfachsten anklicken, wenn man Näheres über ihre Benutzung erfahren oder sie gar bearbeiten will.

Links

Kategorien[Bearbeiten]

Die Wikipedia-Seiten sollen nicht sinnlos nebeneinander existieren, sondern ein zusammengehöriges Ganzes bilden. Dafür sorgen bereits die Verlinkungen. Außerdem gibt es Kategorien, denen eine Seite bzw. ein Artikel zugeordnet sein kann. Eine Kategorie fasst entweder Seiten thematisch zusammen, beispielsweise alle Plätze in Bremen („Kategorie:Platz in Bremen“). Oder sie dient den Wikipedianern, um wartungsbedürftige Seiten besser wiederzufinden, wie alle Artikel, deren Neutralität beanstandet wird (so genannte Wartungskategorien).

Im Quelltext der Seite befinden die Kategorien sich im Anschluss an den Artikeltext (nach den Abschnitten) und sehen wie ein Link aus:

[[Kategorie:Platz in Bremen]]

Auf der Kategorienseite namens Kategorie:Platz in Bremen sieht man dann die Auflistung aller Seiten, die sich in der Kategorie befinden.

Ebenso wie bei den Links kann man das Prinzip des Pipelinks anwenden. Gerade bei Personen möchte man, dass in der Auflistung der in der Kategorie befindlichen Seiten nicht stur dem Artikelnamen gefolgt wird. Die Schweizer Nationalrätin Christine Egerszegi-Obrist soll in der Kategorie:Nationalrat (Schweiz) nicht unter C..., sondern bei E... eingeordnet werden (also mit dem Nachnamen). Darum schreibt man in den Quelltext:

[[Kategorie:Nationalrat (Schweiz)|Egerszegi-Obrist, Christine]]

Damit aber nicht genug. Die Nationalrätin steckt in einer ganzen Reihe von Kategorien, für die dasselbe gilt. Anstatt also bei allen Kategorien mühsam einzeln den Pipelink einzubauen, kann man der Software sagen, dass sie immer „Egerszegi-Obrist, Christine“ für die Einordnung nehmen soll, nicht den Artikeltitel „Christine Egerszegi-Obrist“. Im Quelltext sieht das so aus:

{{SORTIERUNG:Egerszegi-Obrist, Christine}}
[[Kategorie:Ständerat]]
[[Kategorie:Nationalrat (Schweiz)]]
[[Kategorie:Kantonspolitiker (Aargau)]]
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]
[[Kategorie:Schweizer]]
[[Kategorie:Geboren 1948]]
[[Kategorie:Frau]]

(Statt Sortierung findet man auch in der deutschsprachigen Wikipedia oftmals das englische Defaultsort.) Wenn in den Kategorienlinks nichts anderes angegeben ist, wird in diesem Beispiel zum Sortieren oder Einordnen „Egerszegi-Obrist, Christine“ verwendet.

Mittlerweile dürfte das Kategoriensystem der Wikipedia so gut ausgebaut sein, dass du als Anfänger kaum eine neue Kategorie schaffen musst. Wenn ja, dann orientiere dich an den bisherigen, lies dir die entsprechende Hilfe-Seite durch und kündige vorher an, was du machen möchtest.

Links

Von einer Wikipedia zur anderen: Interwiki-Links[Bearbeiten]

Israelisches Wikimedia-Treffen, Herzliya 2006
Isländische Wikipedianer in Reykjavik, April 2008

Neben der deutschsprachigen Wikipedia gibt es noch viele andere. Sie sind unterschiedlich groß und unterschiedlich gut; auch wenn man von „Sprachversionen“ spricht, heißt das nicht, dass es sich um ein einziges Werk in mehreren Sprachen handelt.

Bei den meisten Wikipedia-Artikeln dürftest du am linken Rand unten die Rubrik „Andere Sprachen“ finden, mit einer Liste der Wikipedias, die einen entsprechenden Artikel haben. Du kannst auf den blauen Link mit dem Namen der Sprache klicken und kommst dann – Achtung – in eine anderssprachige Wikipedia, in der teilweise andere Regeln gelten.

Die Verbindung von Wikipedia zu Wikipedia nennt man Interwiki-Link. Die Reihe dieser Links steht immer ganz am Ende des Quelltextes und hat das Muster [[en:Konrad Adenauer]]. Dieser Link führt also zum Artikel über Konrad Adenauer in der englischsprachigen Wikipedia. Dabei müssen die Artikel natürlich nicht immer denselben Titel haben, der Artikel „Elefanten“ ist verknüpft unter anderem mit [[af:Olifant]] in der afrikaanssprachigen und mit [[hu:Elefántfélék]] in der ungarischen Sprachversion.

Die Codierungen bestehen meist aus zwei Buchstaben (selten drei oder mehr), also „de“ für „deutschsprachig“. Sie wurden von einer internationalen Standardisierungsorganisation (ISO) festgelegt. Man listet am Artikelende die Interwiki-Links nach diesem Code alphabetisch auf, nicht etwa nach den Namen der Sprachen im Deutschen.

Wenn du einen neuen Artikel anlegst, musst du glücklicherweise nicht in alle anderen Wikipedias mit dem entsprechenden Artikel gehen und überall den Interwiki-Link in die deutschsprachige Wikipedia einfügen. Wenn es bereits einen Interwiki-Link gibt, kommt irgendwann ein nettes Programm (ein Bot) und fügt die übrigen automatisch hinzu. Am besten gehst du in die englischsprachige Wikipedia (weil die normalerweise die meisten hat) und kopierst schon einmal die Interwiki-Links von dort.

Da die Regeln sich von Sprachversion zu Sprachversion ändern können, ist es gar nicht so einfach, in einer andersprachigen Wikipedia mitzumachen, selbst wenn man sich in der deutschsprachigen schon gut auskennt. Benutze in fremden Wikipedias entweder die betreffende Sprache oder Englisch. Es ist von Nachteil, wenn beispielsweise Diskussionen in einer Sprache geführt werden, die von den anderen Wikipedianern nicht verstanden wird. Administratoren fällt so nicht auf, ob sich ein Wikipedianer etwa im Ton vergreift.

Links


Bilder und andere Medien[Bearbeiten]

Hochladen von Bildern: Wikimedia Commons[Bearbeiten]

Checkliste „Hochladen von Bildern“:

  • Habe ich das Urheberrecht am Bild? Kann ich einen E-Mail-Kontakt zum Urheber angeben?
  • Darf ich das Bild unter eine Freie Lizenz wie CC-BY-SA stellen? Erlaubt der Urheber das?
  • Brauche ich das Einverständnis von Personen, die auf dem Bild erscheinen (und das nicht nur als zufälliges Beiwerk)?
  • Kann das Bild der Wikipedia oder einem anderen Wikimedia-Projekt dienen?

Die Wikipedia ist eines von mehreren Projekten der Wikimedia Foundation. Ein weiteres Projekt heißt Wikimedia Commons, und es ist sehr wichtig für alle, die sich für Bilder interessieren. Das englische Wort Commons bedeutet in diesem Sinne so viel wie Allmende, ein Grundstück, das von allen Dorfbewohnern genutzt werden darf.

Bevor die Commons im Jahre 2004 eingerichtet wurden, konnte man Bilder nur in die einzelnen Wikipedia-Sprachversionen hochladen. Ein Benutzer der deutschsprachigen Wikipedia, der ein Foto vom Kölner Dom gemacht hatte, lud das Foto in die deutschsprachige Wikipedia und verwendete es dann im Artikel über den Kölner Dom oder auch in einem anderen geeigneten Artikel. Wenn aber ein Japaner in der japanischsprachigen Wikipedia ebenfalls das Bild vom Kölner Dom verwenden wollte, dann musste es extra in die japanischsprachige Wikipedia hochgeladen werden.

Dank der Commons reicht es nun, das Foto einmalig in die Commons hochzuladen, und die Benutzer aller Wikipedias können es problemlos verwenden. Auf Commons findet man außer Bild- auch noch Audio- und Video-Dateien, die Bilder sind aber die weitaus meisten. Übrigens funktionieren dein Benutzername und Passwort auf Commons genauso wie in der Wikipedia.

Bevor du Bilder hochlädst, solltest du dich fragen, ob die Bilder für die Wikipedia oder ein anderes Wikimedia-Projekt überhaupt nützlich sein können. Es möge dir nicht so ergehen wie dem Benutzer, der sich auf einer niederländischen Mailinglist bitter darüber beschwerte, dass man die Fotos seiner Enkelkinder unwiederbringlich gelöscht hatte. Außerdem solltest du rechtliche Fragen abgeklärt haben, zum Beispiel, ob der Urheber des Bildes (am einfachsten: du selbst) es erlaubt, das Bild unter eine freie Lizenz zu stellen. Es reicht also nicht aus, dass der Urheber erklärt, dass das Bild (nur) „für die Wikipedia“ verwendet werden darf.

Links

Suche in Wikimedia Commons[Bearbeiten]

Wikimedia Commons, die zentrale Mediensammlung der Wikimedia Foundation. Die meisten Bilder, die du in der Wikipedia siehst, stammen von dort.

Die Commons sind ein internationales Projekt, das nicht weiter nach Sprachen aufgeteilt ist (anders als die Wikipedia). Auch wenn es in den Commons deutschsprachige Erklärungsseiten gibt, ist die hauptsächliche Sprache dort Englisch. Meistens helfen dir englischsprachige Suchbegriffe weiter, aber du kannst auch andere probieren.

Die Dateien (Files) auf Commons haben jeweils eine eigene Internet-Seite. So eine File-Seite beginnt im Namen mit File:. Ein Beispiel ist File:Dresden-Garnisionskirche-gp.jpg. (In der deutschsprachigen Wikipedia heißt es Datei statt File.) Daneben gibt es jedoch noch eine andere Art von „Seite“; man könnte von einer Präsentationsseite sprechen. Eine solche Seite beginnt, wie die Wikipedia-Artikel, ohne vorderen Teil und heißt zum Beispiel Friedrich Ebert. Auf dieser Präsentationsseite werden mehrere Bilder von Ebert gezeigt. Mit den Präsentationsseiten soll den Wikimedianern die Bildersuche erleichtert werden.

In der Praxis jedoch hat es sich gezeigt, dass viele Wikimedianer sich die Mühe sparen, solche Präsentationsseiten anzulegen. Fündig wird man eher mit der Suche über das Kategoriensystem, das hier genauso funktioniert wie in der Wikipedia.

Stell dir vor, der Wikipedia-Artikel Moschee hätte noch keine Bilder und du wolltest ihn illustrieren. Du suchst auf Commons nach Bildern von Moscheen aus unterschiedlichen Ländern. Wie gehst du vor? Es gibt mehrere Suchstrategien:

  • Finde heraus, wie das englische Wort für Moschee heißt und suche damit. Die Suche nach „Mosque“ mit dem Suchknopf „Seite“ liefert dir direkt eine Präsentationsseite.
  • Sollte die Präsentationsseite nicht existieren, oder ist sie sehr kurz und (vermutlich) unvollständig, suche mit dem Suchknopf „Suchen“ (das entspricht in der Wikipedia „Volltext“). Dann wird auf den File-Seiten gesucht und du erhältst eine Liste mit Suchtreffern.
  • Im Kategoriensystem kannst du gezielter suchen. Wenn du eine Moschee in Syrien suchst, gehe zur Category:Syria. Dort gibt es Unterkategorien. Über Architecture in Syria kommst du zur Kategorie Mosques in Syria.

Auswahl von Bildern[Bearbeiten]

Der sogenannte Alexandersarkophag aus Sidon (Rekonstruktion, im Museum von Istanbul). Nicht der Sarkophag von Alexander dem Großen, er ist nur dargestellt. [Siehe: Alexander der Große]

Die Wikipedia ist keine Bildersammlung. Sei daher sparsam und wähle sorgfältig aus. Verwendete Bilder müssen inhaltlich zum Artikel passen und nicht etwa nur als Schmuck dienen. Je mehr man den Artikel mit erstrangig relevanten Bildern ausstatten kann (Porträts einer Person, ihre Kunstwerke), desto eher sollte man auf weitere verzichten.

Ein Artikel über eine Person kann unter anderem versehen werden mit:

  1. Porträts der Artikelperson; Bilder aus unterschiedlichen Lebensphasen sind sinnvoll, nicht aber eine Vielzahl von Bildern, nur weil diese Bilder eben zur Verfügung stehen. Verwende:
    1. Fotos, sofern es diese gibt,
    2. gemalte oder gezeichnete bildliche Darstellungen (zeitgenössische sind späteren vorzuziehen),
    3. Bilder der Totenmaske, Statuen, Abbildungen auf Gedenkmünzen usw.
  2. Bilder von Objekten, die von der Person geschaffen worden sind: Kunstwerke, Erfindungen, Gebäude (eines Architekten), in Ausnahmefällen Buchumschläge oder Titelseiten.
  3. Orte, an denen die Person sich aufgehalten hat; auch hierbei sollte es nicht ausufern. Hat man ein Bild der Universität, an der jemand gelehrt hat, ist dies eher zu vertreten als ein Bild der Stadt, in der er währenddessen gewohnt hat.
  4. Porträts von Personen, die der Artikelperson nahe gestanden haben, wie Familienmitglieder, Förderer, enge Mitarbeiter.
  5. Sonstiges Bildmaterial, das sich inhaltlich auf die Person bezieht, wie Dokumente (Geburtsurkunde, Zeugnisse) oder Bilder von Gebäuden, die nach der Person benannt wurden. Das Willy-Brandt-Haus, die SPD-Zentrale in Berlin (im Artikel Willy Brandt), ist relevanter als eine Lessingschule oder Schillerstraße.

Sei zurückhaltend gegenüber „Historienbildern“. Diese können zur Illustration der Rezeption eines Ereignisses sinnvoll sein, müssen aber mit Angaben zur Einordnung des Bildes beschriftet sein.

Es ist nicht das Ziel der Wikipedia, möglichst viele Propaganda-Bilder oder Symbole von verfassungsfeindlichen Organisationen darzustellen. Scheue dich trotzdem nicht, bei Bedarf solche Bilder zu verwenden, denn dies ist durch den (populär)wissenschaftlichen Charakter der Wikipedia gedeckt. Sei aber bei der Bildlegende besonders sorgfältig. Schreibe etwa die Herkunft hinzu, wie „offizielle Darstellung“ oder „Bild der DDR-Nachrichtenagentur“. Bedenke: Das Foto eines gut ausgestatteten Maschinenparks einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft muss nicht unbedingt repräsentativ sein.

Aufgabe

Du willst einen Artikel über die Stadt Berlin illustrieren. Im Abschnitt zur Geschichte Berlins von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg kannst du vernünftigerweise drei Bilder anbringen, mehr würden einen übervollen Eindruck machen. Welche von den folgenden Bildern wählst du aus, und wovon machst du das abhängig?

  • Merian-Stadtansicht von 1652
  • Eine Landkarte Berlins von 1688
  • Eine gezeichnete Stadtansicht von 1730
  • Ein Porträt von Friedrich II., dem großen Preußenkönig
  • Ein Gemälde von Kreuzberg 1829, damals eine kleine Gemeinde vor den Toren Berlins
  • Eine Szene aus dem Revolutionsjahr 1848: dem König werden die Leichen von Gefallenen der Straßenkämpfe gezeigt
  • Ein Gemälde, das die Straße Unter den Linden von 1852 zeigt
  • Die Ausrufung des Kaiserreichs von 1871, wodurch Berlin deutsche Hauptstadt wurde
  • Ein Foto von der Friedrichsbrücke um 1870
  • Ein Foto, das den Pariser Platz samt Brandenburger Tor um 1900 zeigt
  • Ein Foto, das die Straße Unter den Linden um 1900 zeigt
  • Ein Gemälde von Max Liebermann, das die Straße Unter den Linden um 1900 zeigt

Zur Lösung.

Bilder einbinden[Bearbeiten]

Salzburger Altstadt, heute Weltkulturerbe

Die Wikisyntax hat für das Einbinden einen bestimmten Code, hier derjenige für das nebenstehende Bild: [[Datei:SalzburgerAltstadt02.JPG|thumb|Salzburger Altstadt, heute [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe]]]]

Der gesamte Code steckt also zwischen doppelten eckigen Klammern, wie wir das bereits von Links kennen. Darin steht zunächst der Name der Datei, die eingebunden wird, also Datei:SalzburgerAltstadt02.JPG. Es ist wichtig, dass hinter Datei: der genaue Name erscheint. Am besten kopierst du den Namen von dort, wo du das Bild gefunden hast, also beispielsweise von der Beschreibungsseite auf Wikimedia Commons. Statt Datei: hieß es früher übrigens Bild:, und auch das englischsprachige File: trifft man noch oft in der deutschsprachigen Wikipedia an. Alle drei Wörter funktionieren.

Dann folgt mit thumb eine Angabe darüber, wie das Bild angezeigt werden soll. Fast immer ist dieses „thumb“ erwünscht, damit das Bild als kleine Vorschau (daumennagelgroß) erscheint. (Es gibt übrigens noch die Angabe left, sodass das Bild am linken und nicht am rechten Rand erscheint.)

Schließlich siehst du die Bildunterschrift Salzburger Altstadt, heute Weltkulturerbe. Sie hat in sich einen Teil, der verlinkt ist. So kann der Leser auf „Weltkulturerbe“ klicken und kommt dann zur Seite UNESCO-Welterbe. So ein Link funktioniert hier wie andernorts auch.

Manchmal bekommen Bilder eine feste Bildgröße mit. Beispielsweise ist es bei der Erwähnung von Städtepartnerschaften üblich, die Nationalflagge zu der Stadt zu zeigen, und dieses Flaggenbild bekommt dann eine angemessene kleine Größe (mittlerweile sogar per Vorlage). Mit 50px wäre die Größe beispielsweise 50 Pixel. Ansonsten solltest du Bildern grundsätzlich keine feste Größe mitgeben, denn du kannst nicht wissen, wie der Leser die Bilder angezeigt bekommen möchte. Vielleicht hat er einen kleinen Bildschirm (etwa bei einem PDA oder Netbook) oder er ist sehbehindert. Jeder angemeldete Benutzer kann in seinen Einstellungen bestimmen, in welcher Größe Bilder ihm standardmäßig angezeigt werden sollen. Wenn du eine feste Bildgröße wählst, wird leider jene Größe verwendet und nicht die, die er will.

Bilder benötigen unbedingt eine Bildunterschrift (Bildtitel, Bildlegende), die angibt, was man auf dem Bild sieht und wann es angefertigt wurde. Eventuell ist auch die Angabe der Herkunft sinnvoll, gerade bei älteren Bildern. Die Nennung eines Malers ist üblich, die eines Fotografen nicht. Durch Verweise kannst du Wörter sparen, denn wenn du den (Nach-)Namen eines Malers verlinkst (auf seinen Artikel in der Wikipedia), dann brauchst du meist nichts weiter über ihn in der Bildunterschrift zu schreiben. Trotzdem sollte die Bildunterschrift noch aussagefähig genug sein. Die Bildunterschrift darf auch von der Aussagerichtung im Fließtext etwas abweichen, also andere oder zusätzliche Informationen beinhalten, sodass das Bild mit Bildunterschrift eigenständiger wird. Imitiere aber nicht die manchmal recht schwülstigen Unterschriften in populären Darstellungen, wie „Papst Benedikt XV. – letzte Hoffnung auf einen Verständigungsfrieden“.

In Ausnahmefällen kann man Bilder auch in einer Gallery (meist gegen Ende des Artikels) präsentieren. Das macht man am ehesten, wenn das Artikelthema einer Bebilderung besonders bedarf, aber die vielen nötigen oder sinnvollen Bilder kaum in den Artikel integriert werden können. Technisch macht man es mit dem Befehl „gallery“:

<gallery>
Datei:Toulouse-Lautrec - Adèle de Toulouse-Lautrec.jpg|Madame la Comtesse Adèle de Toulouse-Lautrec au Jardin de Malromé, 1880-1882
Datei:Henri de toulouse-lautrec - woman with an umbrella, 1889.jpg|Frau mit Regenschirm, 1889
Datei:Lautrec jane avril at the jardin de paris (poster) 1893.jpg|Jardin de Paris, 1893
Datei:Henri de Toulouse-Lautrec 050.jpg|Napoléon, 1896
</gallery>

Das Ergebnis sieht so aus:

Wenn du ein Bild geschossen und in die Wikimedia Commons hochgeladen hast, willst du natürlich auch, dass es in einem Artikel sinnvoll verwendet wird. Es ist erwünscht und gilt nicht etwa als Unbescheidenheit, wenn du selbst es in einen Artikel einbindest. Beachte aber, ob an jenem Bild überhaupt noch Bedarf besteht. Mehr als unfein wäre es, wenn du für dein Bild ein bisheriges, qualitativ gleichwertiges Bild entfernen würdest.

Audio und Video[Bearbeiten]

Der Start eines Space-Shuttle, 2005. Beispiel für eine Video-Datei in der Wikipedia.

Audio-Dateien beinhalten Geräusche, wie ein Musikstück oder eine Rede. Video-Dateien zeigen bewegte Bilder und lassen oft auch Ton hören. Von beidem gibt es in der Wikipedia noch wenig, denn solche Dateien verbrauchen viel Speicherplatz und sind schwieriger herzustellen als Bilder. Außerdem ist das Einbinden in einen Artikel nicht so leicht – es sollen schließlich enzyklopädisch sinnvolle Dateien sein.

Die Wikipedia hat am liebsten Dateien, die in einem freien oder offenen Dateiformat abgespeichert sind. Damit geht man rechtlichen Problemen aus dem Weg. Bevorzugt wird also das freie Format ogg gegenüber mp3-Dateien.

Bitte beachte, dass bei Hördateien und bewegten Bildern der Leser immer derjenige sein muss, der Ton oder Bewegung in Gang setzt. Viele Leser finden es sehr störend, wenn plötzlich Geräusche aus dem Lautsprecher kommen oder neben Text ein Video spielt. Verzichte daher auf animierte GIF-Bilder, die von selbst laufen.

Links

Verweise auf Wikimedia-Projekte[Bearbeiten]

Wenn es in den Wikimedia Commons eine Seite oder wenigstens eine Kategorie zu einem Artikel-Thema gibt, kann der Wikipedia-Artikel darauf verweisen. Beispielsweise findet man im Artikel Schildkröten unter „Weblinks“ den Hinweis:

 [{{fullurl:Commons:
Category:Testudines|uselang=de}} Commons: Schildkröten] – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der Code dazu heißt: {{Commons|:Category:Testudines|Schildkröten}}. Der Link steht unter „Weblinks“, weil sich die Commons streng genommen außerhalb der Wikipedia befinden. Es ist also kein interner Link, sondern ein externer.

Ähnlich kann man auf andere Wikimedia-Projekte verweisen. Gelegentlich sieht man Links für Wikisource, Wiktionary und Wikinews. Etwa in Weimarer Verfassung gibt es: {{Wikisource|Verfassung des Deutschen Reiches (1919)} und in Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland {{wiktionary|Grundgesetz}}. Einen großen Unterschied zwischen diesen anderen Projekten und den Commons macht der Umstand aus, dass man Inhalte aus den Commons (zum Beispiel Bilder) direkt im Wikipedia-Artikel verwenden kann. Auf Inhalte der anderen Projekte wird nur verwiesen.


Gemeinschaft der Wikipedianer[Bearbeiten]

Die Wikipedia ist nicht einfach nur eine Enzyklopädie. Sie konnte nur dadurch entstehen und sich weiterentwickeln, dass sich eine Gemeinschaft (Community) gebildet hat, die eigentliche Trägerin der Wikipedia. Der Gemeinschaft gehörst du an, indem du dich anmeldest und an der Wikipedia mitarbeitest; weiter musst du dich nirgendwo registrieren, nirgendwo Mitglied sein und nichts bezahlen.

Hierarchie der Wikipedianer[Bearbeiten]

Die Administratoren sind die Hausmeister in der Wikipedia. Sie haben besondere Rechte und daher bei ihrem Benutzerkonto besondere Funktionen. Hier hat sich jemand im Scherz ausgedacht, wie die berüchtigten „Adminknöpfe“ als Tasten aussehen würden.

In der Wikipedia-Gemeinschaft gibt es auch ein Oben und Unten. Das bezieht sich nicht so sehr auf die inhaltliche Seite: Es kann sein, dass jemand von außerhalb der Wikipedia großes Prestige mitbringt (zum Beispiel als Hochschullehrer), und sein Expertentum wird auch gewürdigt. Allerdings muss zum erfolgreichen Mitarbeiten in der Wikipedia noch etwas anderes hinzukommen, nämlich die Kenntnis und Befolgung der Wikipedia-Richtlinien.

Wer etwas länger mitarbeitet (ohne gesperrt zu werden), der erwirbt sich automatisch einige Rechte, die man anfangs noch nicht hat. Ferner gibt es Rechte, die man erst nach einer Wahl zugesprochen bekommt.

  • Unangemeldeter Benutzer: Grundsätzlich sollen die Bearbeitungen eines unangemeldeten Benutzers (IP-ler) genauso respektvoll behandelt werden wie die erfahrener Benutzer. Allerdings sind letztere naturgemäß misstrauisch gegenüber den Unangemeldeten, von denen man nichts weiß und die nicht durch eine Geschichte an Benutzerbeiträgen nachweisen können, dass sie ernsthaft mitmachen wollen.
  • Angemeldeter Benutzer: Erst ab der Anmeldung kann man sagen, dass jemand zur Wikipedia-Gemeinschaft gehört oder anfängt zu gehören. Allerdings besagt die Anmeldung noch nicht viel, und es werden tatsächlich sehr viele Benutzerkonten angelegt, von denen aus keine einzige Bearbeitung erfolgt.
  • Bestätigter Benutzer: Bereits nach vier Tagen ist man automatisch „bestätigt“, was unter anderem bei der sogenannten Halbsperrung etwas ausmacht. Eine halbgesperrte Seite kann nur von bestätigten Benutzern bearbeitet werden. Damit wird der Vandalismus von Unangemeldeten oder ganz neu Angemeldeten verhindert. Außerdem kann ein bestätigter Benutzer Bilder hochladen und Seiten verschieben.
  • Benutzer mit Stimmberechtigung (Wahlrecht): Ein angemeldeter Benutzer erhält automatisch die Stimmberechtigung, wenn er seit mindestens zwei Monaten aktiv mitmacht und mindestens zweihundert Bearbeitungen an Artikeln (nicht anderen Seiten) vorgenommen hat. Abstimmen darf er dann unter anderem bei Meinungsbildern und Administratorenwahlen.
  • Benutzer mit Sichterstatus: Für den Sichterstatus muss man mindestens seit sechzig Tagen aktiv sein und mindestens 200 Bearbeitungen geleistet haben (auch dies ist hier nur vereinfacht wiedergegeben). Man kann den Sichterstatus ansonsten auch beantragen (siehe Wikipedia:Gesichtete Versionen/Rechtevergabe).

An dieser Stelle könnte man den Status „Erfahrener Benutzer“ einfügen. Das ist eine gänzlich inoffizielle, dennoch weitverbreitete Bezeichnung. Als erfahren gelten Benutzer frühestens mit mehreren tausend Bearbeitungen und einem Jahr aktiven Mitmachens. Außerdem sollten sie auch schon selbst zum Beispiel Artikel angelegt haben und sich nicht nur im eigenen Themengebiet auskennen, sondern auch bei Wikipedia-Seiten, die sich auf das gesamte Projekt beziehen. Erst als erfahrener Benutzer sollte man an die Übernahme eines Wahlamtes denken.

  • Administrator: Das bekannteste dieser Wahlämter ist der Administrator, kurz Admin genannt. Er kann beispielsweise Benutzer sperren („blockieren“, sodass diese in der Wikipedia nichts mehr verändern können) und Seiten sperren (sodass diese nicht mehr bearbeitet werden können). Ebenso wie Polizisten sind Administratoren naturgemäß nicht bei absolut jedem beliebt. Administratoren werden von den stimmberechtigten Benutzern gewählt.
  • Bürokrat, Steward: Oberhalb der Ebene der Administratoren sind weitere Wahlämter angesiedelt. Wenn ein Wikipedianer zum Administrator gewählt worden ist, dann erhält er seine Sonderfunktionen technisch von einem Bürokraten. An der Spitze der Hierarchie befindet sich der Cheftechniker der Wikimedia Foundation.

Außer und neben diesen Rechten und Ämtern kennt die Wikipedia noch weitere, wie die Mitgliedschaft im Wikipedia:Schiedsgericht. Für sie alle gilt: Sie kommen mit Verantwortung und viel Arbeit einher. Sei dir dessen bewusst, wenn du ein Amt übernehmen willst, und umgekehrt überlege dir, wie du mit deinem Verhalten den Amtsträgern die Arbeit nach Möglichkeit erleichtern kannst.

Links

Identität eines Wikipedianers[Bearbeiten]

Zu einer Gemeinschaft gehört, dass ihre Angehörigen einander kennen. Wie aber soll das funktionieren, wenn die meisten Wikipedianer anonym sind? Wer regelmäßig in der Wikipedia mitarbeitet, noch dazu in einem bestimmten Bereich, der wird anderen immer wieder über den Weg laufen. Außerdem kannst du dich sehr gezielt über einen Wikipedianer informieren, um dir ein Bild davon zu machen, wie ernsthaft man mit ihm zusammenarbeiten kann.

Aushängeschild eines Wikipedia-Benutzers ist seine Benutzerseite. Dabei macht es einen guten Eindruck, wenn er sich mit richtigem Namen zu erkennen gibt und sogar ein Foto von sich eingestellt hat. Aber du kannst dir nicht sicher sein, ob das alles der Wahrheit entspricht, und überhaupt bringt es dir für die Einschätzung wenig, wenn du weißt, dass Benutzer:Rapid-Rapid normalerweise Hans-Michael Minac heißt, aus Korneuburg kommt und vierfacher Familienvater und Fußballfan ist (erfundenes Beispiel).

Dennoch: Es ist schon sehr aussagekräftig, wenn jemand beispielsweise seine Benutzerseite vor allem dazu nutzt zu verkünden, was ihm alles an der Wikipedia nicht passt. So jemand scheint ein eher unzufriedener Mensch zu sein, mit dem nicht unbedingt gut Kirschen zu essen ist.

Interessant ist auch die Benutzerdiskussionsseite. Ein sehr aktiver Wikipedianer kommt eher als ein wenig aktiver in die Lage, dass viele Mitwikipedianer ihn anschreiben. Vielleicht führt sein Bearbeitungsverhalten zu vielen Konflikten. Denke aber daran, dass ein wütender Kommentator nicht automatisch recht haben muss. Aussagekräftig ist insbesondere, wie der Benutzer auf Anfragen und Kritik reagiert.

Schaue dir auch die Benutzerbeiträge an. Wenn du dich auf einer Benutzerseite oder Benutzerdiskussionsseite befindest, gibt es am linken Rand einen Link „Benutzerbeiträge“. Du kannst sehen, was für Bearbeitungen (kleine Verbesserungen, große Textbeiträge) jemand normalerweise leistet, und auch, wann er zum ersten Mal beigetragen hat. Als am „ehrenhaftesten“ gilt ein hoher Anteil im Artikelnamensraum. Viele Bearbeitungen auf Diskussionsseiten lässt vermuten, dass sich jemand vor allem herumstreitet, aber auch dass sollte man nicht verallgemeinern.

Sich Auskunft über einen anderen Wikipedianer zu verschaffen, kann für die Kommunikation nützlich sein. Es ist auch sinnvoll, wenn man vor der Frage steht, ob man einen Kandidaten für ein Wahlamt unterstützen möchte. Sei aber nicht zu streng mit anderen, in der Hoffnung, dass auch andere nicht zu streng mit dir sind. Wenn jemand mal vor Jahren etwas falsch gemacht hat, oder in Einzelfragen eine andere Meinung hat als du, dann sollte das kein Grund sein, ihm die Ja-Stimme zu verweigern.

Arbeitsgruppen[Bearbeiten]

Portale informieren über die Artikel, die die Wikipedia zu einem bestimmten Thema hat. Zum Beispiel zu Wuppertal.

Wikipedianer mit gleichen Interessen können sich zu Gruppen zusammenschließen, um gemeinsam mehr zu erreichen.

Das eigentlichste Forum für eine Zusammenarbeit, oft mit konkreten Zielen, ist ein sogenanntes WikiProjekt. Der Name ist wohl nicht sehr glücklich gewählt, da überall schon von „Wiki“ und „Projekt“ die Rede ist. Die meisten WikiProjekte beschäftigen sich mit einem bestimmten Thema wie das WikiProjekt Türkei, das Artikel verbessern will, die mit jenem Land zu tun haben. Ähnlich ist es beim WikiProjekt Politiker, das Artikel zu allen Parlamentsangehörigen erstellt sehen möchte; von Zeit zu Zeit meldet es Erfolgsberichte wie eine vollständige Reihe von Artikeln zu Abgeordneten des Landtages von Soundso. Andere WikiProjekte beschäftigen sich eher mit themenübergreifenden Arbeiten („interne WikiProjekte“) wie das WikiProjekt Barrierefreiheit, das Barrieren für behinderte Leser beseitigen will.

Für größere Themenbereiche gibt es die Wikipedia:Redaktionen, wie die Wikipedia:Redaktion Geschichte oder die Wikipedia:Redaktion Medizin. Sie sind eine Art Anschlagbrett, mit dem man gleichinteressierte Wikipedianer erreichen kann, wenn ein Artikel zu verbessern ist oder es auch um allgemeinere Fragen geht. Man sollte die Redaktionen also nicht als Redaktionen im klassischen Sinne (etwa bei einer Zeitung) missverstehen.

Etwas anderes als WikiProjekte und Redaktionen sind die Portale. Sie beschäftigen sich nur mit der Vorstellung von Artikeln, die zu einem Thema gehören. Ein solches Portal richtet sich direkt an die Leser, nicht so sehr an gleichinteressierte Wikipedianer. In der Praxis bringen sie die Gleichinteressierten jedoch ähnlich zusammen wie die WikiProjekte und Redaktionen.

Links

Verhalten bei Konflikten[Bearbeiten]

Sadat und Begin 1978. Ziel eines Konfliktes muss letztlich die Wiederherstellung des Friedens in der Wikipedia-Gemeinschaft sein.

Wenn du den Eindruck hast, dass ein anderer Benutzer eine fragwürdige Bearbeitung gemacht hat, oder wenn gar schon unschöne Bemerkungen gefallen sind, dann habe immer diese Gedanken im Hinterkopf:

  • Auch wenn ein Verhalten sonderbar ist: Gehe zunächst davon aus, dass der andere wenigstens keine bösen Absichten hat, sondern so wie du die Wikipedia verbessern will.
  • Mache dich kundig: Weißt du wirklich schon, was genau vorgefallen ist und wie die Regeln lauten?
  • Egal, ob ein anderer einen miesen Ton am Leibe hat: Es ist unter deiner Würde, sich auf sein Niveau zu begeben.
  • Schimpfworte bringen sowieso nichts und fallen nur negativ auf dich selbst zurück. Auch wenn du den Kommentar eines anderen als „Gelaber“ empfindest, verkneife es dir, das auch so zu nennen.
  • Verzichte auf Ironie, die wird nämlich oft missverstanden oder wirkt meist schärfer, als du es beabsichtigt hast. Schreibe „Danke für das tolle Aufräumen in der Kategorie Chemische Elemente!“ nur, wenn du es wirklich so meinst. Sonst sei deutlich: „Du wolltest in der Kategorie Chemische Elemente wohl aufräumen, leider haben deine Änderungen eher zu mehr Chaos geführt.“
  • Es soll um die Sache gehen, nicht um die Person eines Benutzers. Es wirft ein schlechtes Licht auf dich, wenn du in der Wikipedia ständig über andere herziehst. Erst recht sind „Prangerseiten“ unerwünscht, etwa eine Benutzerseite, in der ein Benutzer auflistet, welche Wikipedianer seiner Meinung nach besonders unfähig oder bösartig sind. Drohe auch nie mit rechtlichen Schritten, das wird von den Wikipedianern als schwere Aggression abgelehnt.

Praktisch solltest du bei Konflikten so vorgehen:

  • Benutze eine in Frage kommende Diskussionsseite und erkläre, was deiner Auffassung nach passiert ist. Es könnte sein, dass du falsch liegst – schreibe daher so, dass es in diesem Fall für dich nicht später peinlich wird. (Also nicht: „Was soll der Scheiß!“, sondern: „Ich glaube, deine Änderung verstößt gegen folgende Regel.“)
  • Viel Hin und Her auf der Diskussionsseite lohnt sich oft nicht. Es reicht, ein Argument einmal vorzubringen.
  • Frage andere Benutzer um ihre Meinung, hole eine Dritte Meinung ein. Dazu gibt es sogar eine gesonderte Seite, siehe Wikipedia:Dritte Meinung.
  • Es gibt auch Seiten, auf denen man das Fehlverhalten anderer melden kann. Mache aber nur dann eine Meldung, wenn du dir diesbezüglich wirklich sicher bist. Siehe zum Beispiel Wikipedia:Vandalismusmeldung.

Wenn du Anfänger bist und der Andersdenkende weitaus länger bei der Wikipedia mitschreibt: Wahrscheinlich liegst du falsch, nicht er. Lass die Sache zunächst auf sich beruhen und mache erst einmal mit anderen Bearbeitungen weiter. Überhaupt: Der Klügere gibt nach. Es wäre schade, wenn du deine kostbare Zeit vor allem mit Streitereien verschwenden würdest. Sei zufrieden, wenn du achtzig Prozent von dem durchbringst, was du in der Wikipedia erreichen willst.

Störe die Wikipedia nicht, um etwas zu beweisen! Wenn jemand gegen einen Artikel von dir einen Löschantrag wegen mangelnder Relevanz gestellt hat, überziehe nicht andere Artikel ebenso mit Löschanträgen, argumentierend, diese Artikel behandelten noch weniger relevante Themen. Wenn dir eine Regel nicht gefällt, dann wende diese Regel nicht übertrieben an, nur um zu zeigen, wie dumm sie ist.

Links

Erste Aufgabe

Du stellst fest, dass ein Benutzer in den Artikel Füllfederhalter einen Weblink eingefügt hat, der zur Website eines Herstellers mit viel Reklame führt. Du entfernst den Weblink. Was schreibst du in die Zusammenfassungszeile als Kommentar zu deinem Entfernen?

  • Ich hasse diesen Werbescheiß.
  • Siehe Wikipedia:Weblink#Einzelrichtlinien
  • Die Site ist eher kommerziell und daher hier ungeeignet
  • Werbung entfernt
  • Reklamefritz, verpiss dich

Zweite Aufgabe

Ein anderer Benutzer hat in einem Artikel geschrieben, dass Helgoland 1880 deutsch wurde. Du selbst weißt es besser und korrigierst es (zu „1890“). Was wäre ein angemessener Kommentar in der Zusammenfassungszeile, und was nicht?

  • Grmpf!
  • Jahr korrigiert.
  • Das sollte wirklich jeder wissen
  • Nicht in der Schule aufgepasst?
  • Ts ts
  • Der entsprechende Vertrag mit Großbritannien, "Helgoland-Sansibar-Vertrag" genannt, stammt aus dem Jahre 1890.
  • Quark
  • Dat is dat falsche Jährken

Zu den Lösungen.

Bearbeitungskonflikte[Bearbeiten]

Da die Wikipedia ein Wiki ist und man nicht immer der einzige ist, der eine Seite bearbeiten will, kann es zu einem „Bearbeitungskonflikt“ (BK) kommen. Dabei handelt es sich um einen rein technischen Konflikt: Benutzer A will seine Bearbeitung speichern, aber währenddessen hat bereits Benutzer B die Seite bearbeitet und gespeichert. Dann bekommt Benutzer A einen Warnhinweis, dass seine Bearbeitung nicht gespeichert werden kann.

Benutzer A geht dann am besten mit dem Zurück-Knopf seines Internetprogramms (Browsers) zurück auf die Seite, wo er das Bearbeitungsfenster sieht. Er kopiert seine Bearbeitungen, zum Beispiel mit dem Copy-Befehl strg-C, und sieht sich an, wie die Seite mittlerweile verändert wurde. Wahrscheinlich wurde die Seite an einer anderen Textstelle geändert, sodass Benutzer A seine Bearbeitung ganz einfach wiederholen kann. Eventuell ist es sinnvoll, auf die Diskussionsseite zu gehen und dort freundlich den Bearbeitungskonflikt zu melden.

Um Bearbeitungskonflikte zu vermeiden, kann man in die Seite den Baustein {{inuse}} setzen. Andere Benutzer wissen dann, dass jemand an der Seite längerfristig arbeitet, und verzichten vorläufig auf eigene Bearbeitungen. Es gilt allerdings als unfein, wenn ein Benutzer sich stundenlang eine Seite auf diese Weise „reserviert“, ohne Bearbeitungen zu speichern.

Links

Bearbeitungskriege[Bearbeiten]

Ein Bearbeitungskrieg bildlich dargestellt.

Von einer ganz anderen Natur sind „Bearbeitungskriege“, neudeutsch auch Edit-Wars genannt. Angenommen, in einem Artikel über eine strafbare Handlung schreibt Benutzer A, dieser Straftatbestand werde in Paragraf 213 des betreffenden Gesetzbuches behandelt. Benutzer B hingegen glaubt, es sei der Paragraf 220, und ändert den Artikel. Benutzer A sieht die Bearbeitung durch B, hält sie für falsch und macht sie rückgängig. Benutzer B wiederum ärgert sich darüber, dass seine Verbesserung so behandelt wurde, und ändert wieder auf Paragraf 220, begleitet mit einem kräftigen Kommentar in der Zusammenfassungszeile. Das lässt Benutzer A nicht unbeantwortet und setzt wieder die Paragrafennummer 213 ein.

Ein solches Hin und her ist unerfreulich, denn so schwillt die Versionsgeschichte des Artikels unnötig an, Leser werden durch das stete Ändern verwirrt und andere Benutzer können in dem Hick-Hack kaum noch ungestört am Artikel weiterarbeiten. Wahrscheinlich greift bald ein Administrator ein und sperrt den Artikel, sodass ihn niemand mehr bearbeiten kann. Nach einer Weile entsperrt er ihn wieder, wenn die Sache geklärt ist. Die Sperrung eines Artikels ist kein Idealzustand, denn wenn der Artikel nicht bearbeitet werden kann, kann er auch nicht verbessert werden.

Wie kann ein Bearbeitungskrieg inhaltlich gelöst werden? In den meisten Fällen dadurch, dass die Kontrahenten die Herkunft ihres Wissens auf den Tisch legen. Hier stellt sich vielleicht heraus, dass Benutzer A ein veraltetes Lehrbuch verwendet hat und der Paragraf inzwischen eine neue Nummer trägt. Benutzer B hatte durch einen Blick in den aktuellen Gesetzestext die richtige Nummer ermittelt.

Ein fleißiges Belegen der Informationen, die man in einen Artikel stellt, ist also eine gute Vorbeugung. Oftmals lassen sich im Artikel auch unterschiedliche Meinungen aus der Fachliteratur wiedergeben. Und dennoch kommt es immer wieder zu Bearbeitungskriegen und Artikelsperren, nicht zuletzt durch persönliche oder ideologische Konflikte. Denn auch der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Kommunisten, Nationalsozialisten oder Kreationisten nicht gefällt.

Mentorenprogramm[Bearbeiten]

Für Neulinge haben sich Wikipedianer das Mentorenprogramm einfallen lassen. Erfahrene Benutzer erklären sich bereit, Neulingen bei den ersten Schritten zu helfen, ihre Fragen zu beantworten und einzuschreiten, wenn andere Benutzer sich seltsam verhalten. Die Betreuung soll zeitlich begrenzt sein.

Mentoren werden nur auf Anfrage aktiv. Wenn du einen Mentor haben willst, musst du direkt um die Aufnahme des Programms bitten. Bitte tue dies nur, wenn du ernsthaft Interesse hast, denn die Aufnahme an sich ist bereits ein gewisser Verwaltungsaufwand.

Links

Wikimedia-Organisationen[Bearbeiten]

Das Logo der Wikimedia Foundation, umgeben von den Logos der einzelnen Wikimedia-Projekte.
Organisation der weltweiten Wikimedia-Bewegung

Als Benutzer der Wikipedia ist man Gast auf einer Website der Wikimedia Foundation. Die Foundation wurde 2003 gegründet, um der Wikipedia und ähnlichen Projekten einen organisatorischen Rahmen zu geben. Der Vorstand der Foundation wird teilweise von der Wikimedia-Gemeinschaft gewählt, teilweise kooptiert (das heißt, die bisherigen Vorstandsmitglieder wählen weitere hinzu). Der Foundation gehören die Server (Großrechner für das Internet), auf denen die Wikipedia und deren Schwesterprojekte laufen, sowie die Rechte an den Marken Wikimedia, Wikipedia usw. Während der rechtliche Sitz der Foundation in Florida ist, befindet das Büro sich seit Ende 2007 im kalifornischen San Francisco. Dort sind ungefähr zwanzig Angestellte beschäftigt, die aber nicht etwa in der Wikipedia schreiben, sondern für die Technik, das Spendensammeln, Rechtsfragen usw. verantwortlich sind.

In einzelnen Ländern haben sich nationale Vereine („chapters“) gegründet, um die Wikimedia-Arbeit zu unterstützen. In Deutschland ist dies die Wikimedia Deutschland, in Österreich die Wikimedia Österreich und in der Schweiz die Wikimedia CH. Diese Vereine unterstützen die Wikipedia nur, sie sind nicht ihre Betreiber. Die deutschsprachige Wikipedia und die Wikimedia Deutschland (WM-DE) haben also nichts miteinander zu tun, außer dass einige Wikipedia-Autoren auch Mitglied in der WM-DE sind; andere Mitglieder sind „nur“ Leser der Wikipedia. Die WM-DE und die anderen nationalen Vereine sammeln aber Spenden und organisieren Projekte und Workshops, was alles letztlich der Wikipedia zugute kommt (meistens übrigens nicht nur der deutschsprachigen).

Während die Foundation als Stiftung keine Mitglieder hat, sind die nationalen Vereine meist Mitglieder-Organisationen. Bei der Wikimedia Deutschland zahlst du einen Jahresbeitrag und erhältst dafür die Vereinszeitschrift „Wikimedium“ und Rabatte für Treffen, und überhaupt unterstützt du die Arbeit des Vereins.

Unabhängig von den Vereinen gibt es in vielen Städten sogenannte Stammtische, Treffen in Restaurants oder Kneipen.

Links


Schlusswort[Bearbeiten]

„Meine Beiträge“ sollte dich ein ganzes Stück auf deinem Weg zum erfahrenen Wikipedianer weitergebracht haben. Um nicht zu unübersichtlich zu werden, musste das Lehrbuch auf viele Informationen verzichten. Es gibt also auch nach der Lektüre noch eine Menge zu erlernen, und überhaupt macht erst Übung den Meister. Ärger dich nicht, wenn mal ein Foto oder ein Artikel von dir gelöscht wird, das gehört irgendwie zum Wikipedianersein dazu. Wichtig ist, dass wenigstens der Großteil deiner Aktion Bestand hat.

Wie kann es jetzt weiter gehen? Was die Wikipedianer an guten Artikel schätzen, das lernt man vielleicht am besten beim Review. Dort stellen Wikipedianer „ihre“ Artikel vor, die einmal für ein „Lesenswert“ oder „Exzellent“ kandidieren sollen. Andere Wikipedianer schreiben dann, was ihrer Meinung nach noch verbesserungswürdig ist. Der Ton ist dort wesentlich angenehmer und konstruktiver als bei den Löschdiskussionen.

Bei der „Dritten Meinung“ kannst du helfen, Streit gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wenn du dir zutraust, einen eigenen Artikel zu schreiben, dir fällt aber kein Thema ein, dann schau doch mal bei Wikipedia:Artikelwünsche vorbei.

Im Autorenportal findest du Links zu aktuellen Wahlen und Meinungsbildern (wer nicht wählt, darf hinterher nicht meckern).

Je mehr du über die Wikipedia weißt, desto besser kannst du mitreden und mitmachen. Lies dir die Wikipedia-Artikel zur Wikipedia und Wikimedia durch, beobachte den Wikipedia:Kurier. Denke schließlich daran, dass die Wikipedia nur dank Spenden und anderweitiger Unterstützung so groß geworden ist. Vielleicht kannst du spenden oder bei der Spendenkampagne helfen, oder möchtest du mal zu einem Wikipedianer-Treffen gehen? Die Wikimedia-Vereine freuen sich über neue Mitglieder.

Und vor allem: Sei ein wenig stolz auf dich, dass du zur größten Enzyklopädie der Welt beiträgst.

P. S. in eigener Sache: Wenn du Erfahrungen mit dem Wikipedia-Lehrbuch „Meine Beiträge“ gemacht hast, als Lernender oder Lehrender, möchtest du vielleicht darüber auf der Seite Rückmeldungen berichten.


Anhang[Bearbeiten]

Angebote für Neulinge[Bearbeiten]

Aktuelle Informationen[Bearbeiten]

Es ist – auch für erfahrene Wikipedianer – nicht immer ganz leicht, auf dem Laufenden zu bleiben oder überhaupt den Überblick zu bekommen und zu behalten. Die Wikipedia und auch der Wikimedia-Verein verstehen sich zwar als transparent und offen, doch man muss oft nach Informationen regelrecht suchen. Diese sind nicht unbedingt so verständlich, dass man als Nichtexperte etwas damit anfangen kann. Zwar existieren mittlerweile einige Medien und Foren, man muss aber schon ein wenig Geduld mitbringen.

Im deutschsprachigen Raum informiert über die Wikipedia:

  • Der Wikipedia:Kurier, eine Seite in der Wikipedia selbst, ist eine Art Anschlagbrett, auf dem jeder Meldungen verbreiten kann. Siehe Wikipedia:Kurier.
  • Diskutieren kann man im IRC-Chat. Siehe für die verschiedenen Kanäle Wikipedia:Chat.
  • Ferner wurde eine Reihe Mailinglisten eingerichtet. Siehe Wikipedia:Mailinglisten.

Über den engen Tellerrand der Wikipedia schauen, außer einigen Mailinglisten, hinaus:

In englischer Sprache gibt es:

  • Mailinglisten der Wikimedia Foundation. Siehe en:Wikipedia:Mailing lists.
  • Wikipedia Weekly ist ein Podcast, eine Art Radiosendung im Internet, und erscheint unregelmäßig. Die Beiträge kann man unter anderem als mp3 herunterladen. Siehe wikipediaweekly
  • Den Blog der Wikimedia gibt es auch auf Englisch (und in anderen Sprachen). Siehe en.planet.wikimedia.org
  • Überhaupt ist für die internationale Information und Diskussion das Wikimedia-Projekt Meta Wiki gedacht. Siehe Meta Wiki Hauptseite.

Werkzeuge für Wikipedia-Autoren[Bearbeiten]

Artikelinhalt:

Artikel und Benutzer:

Statistik:


Lösungen der Aufgaben[Bearbeiten]

Dies sind die Lösungen zu den Aufgaben in „Meine Beiträge“, dem Wikipedia-Lehrbuch. Zum Gesamtinhaltsverzeichnis des Lehrbuchs.

Jargon[Bearbeiten]

Weniger als drei Ausdrücke bekannt: Du bist mit Computern und dem Internet noch nicht so vertraut und wirst des öfteren etwas nachschlagen müssen. Drei bis fünf Ausdrücke: Dein Vorwissen wird eine gute Grundlage zum Wikipedia-Lernen sein. Fünf und mehr Ausdrücke: Du kennst dich anscheinend bestens aus und wirst umso flotter mit der Wikipedia auf Du und Du sein.

Namensraum[Bearbeiten]

Vor dem Namen der Hilfe-Seite steht Hilfe:, vor dem Namen des Artikels steht nichts.

Suche[Bearbeiten]

Am naheliegendsten dürfte es sein, im Artikel des Schauspielers Dustin Hoffman sich die Liste seiner Filme („Filmografie“) anzuschauen. Allerdings stehen dort nur die Titel der Filme, die in diesem Fall nicht sehr aussagekräftig sind. Ein anderer Weg ist es, im Artikel Autismus nach den Filmen zu schauen, in denen Autismus dargestellt wird (in der Sektion Autismus#Kinofilme). Zum Glück werden dort die Namen der Hauptdarsteller erwähnt. Drittens kannst du eine kombinierte Suche mit „Volltext“ versuchen: Mit „Hoffman Autist“ erscheint als erster Treffer tatsächlich der gesuchte Film.

Name[Bearbeiten]

Wirklich anstößig dürfte vor allem „Negerkumpel“ sein, selbst wenn der Benutzer es „nur“ ironisch meint. „Hooligan08“ ist ein Verweis auf asoziales Verhalten – warum sollte ein Benutzer sich derart darstellen wollen? „Roter Be-Arbeiter“ als eine politische Anspielung passt nicht so gut zum neutralen Charakter der Wikipedia.

„Prof. Dr. von Sprockhövel-Kuhlmann“ ist nicht nur sehr lang, sondern betont außer-Wikipedianische Qualitäten. Verwerflich ist so ein Benutzername aber erst, wenn der Benutzer sich gar nicht Doktor oder Professor nennen darf. „Blonde Power-Barbie“ lässt vermuten, dass der Benutzer (oder die Benutzerin) mit sich selbst unzufrieden ist.

„Der sich nen Wolf tanzt“ ist ein wenig verspielt, aber genauso wenig zu beanstanden wie das sehr neutrale „Achim aus Kurpfalz“.

Neutral[Bearbeiten]

„Jesus Christus ist der Sohn Gottes.“ Das ist die Meinung der Christen. Mit einem Bezug auf diese kann man den Satz leicht neutral machen: „Christen sind der Ansicht, dass Jesus Christus der Sohn Gottes sei.“

„Otto von Bismarck war der größte deutsche Kanzler aller Zeiten.“ Man könnte versuchen, die Aussage genauer zu machen, indem man danach fragt, was unter Größe zu verstehen ist. Das wäre kaum objektivierbar. Man könnte sich auf einen Teilaspekt beziehen und darauf hinweisen, dass Bismarck der am längsten amtierende Kanzler war. Andererseits ist es vielleicht möglich, jemanden zu finden, der die Aussage gemacht hat, zum Beispiel ein angesehener Historiker, oder man verweist auf eine Umfrage. Es sollte aber zu verstehen gegeben werden, dass es sich um eine Wertung, eine Meinung handelt, und auch der Zeitpunkt der Aussage sollte erwähnt werden.

„Max Otto Bruker (* 16. November 1909 in Reutlingen; † 6. Januar 2001 in Lahnstein) war ein deutscher Arzt, der sich für den Schutz des Lebens, eine gesunde Lebensweise, und insbesondere eine gesunde Ernährung einsetzte. In seiner ärztlichen Praxis legte er vorrangig Wert auf die Beseitigung der Krankheitsursachen. Er verwendete die traditionellen Behandlungsmethoden der Naturheilkunde, insbesondere die Kneipp-Medizin, sowie die Homöopathie.“ (Aus Max Otto Bruker, Version vom 27. Mai 2009.)

Der Artikel ist wiederholt wegen mangelnder Neutralität kritisiert worden, unter anderem, weil Bruker unkritisch und als äußerst wirkmächtig dargestellt wurde. Schon die Einleitung wirkt befremdlich: Ist es nicht üblich, dass ein Arzt sich für den „Schutz des Lebens“ usw. einsetzt? Dahinter steckt die unterschwellige Behauptung, dass dies für andere Ärzte (die Schulmedizin?) nicht gelte. Neutral und angemessen wäre die bloße Erwähnung der Methoden, die er eingesetzt hat, Näheres ist später im Artikel zu behandeln. Wünschenswert wäre in der Einleitung übrigens ein Hinweis darauf, warum Bruker überhaupt artikelwürdig ist (also auf seine akademisch-berufliche Karriere und seine weit verbreiteten Veröffentlichungen).

„Sohn Günter führte das Familienunternehmen von Erfolg zu Erfolg, dennoch entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Familiendrama rund um die Patriarchin Ingeburg Herz, das legendären Seifenopern wie "Denver" oder "Dallas" durchaus Ehre machen würde.“ (Aus Ingeborg Herz, Version vom 16. Mai 2009.)

Es sollte völlig ausreichend sein, „Streit in der Familie“ zu erwähnen. Die Ausschmückung hier wirkt polemisch und wie ein fehlgeschlagener Versuch, humoristisch zu schreiben.

„Er war Feminist, bis ihm klar wurde, dass der Feminismus die Geschlechterverhältnisse sehr einseitig zugunsten der Frauen interpretiert.“ (In Anlehnung an Warren Farrell, Version vom 9. März 2009.)

Ob der Feminismus einseitig interpretiert, ist an dieser Stelle nicht zu entscheiden. Wichtig ist hier, dass dies sein Eindruck war. Durch das „sehr“ wird das „einseitig“ nicht deutlicher, es kann wegfallen. Vorschlag: „Er war Feminist, bis er zu der Auffassung gelangte, dass der Feminismus die Geschlechterverhältnisse einseitig zugunsten der Frauen interpretiert.“

Plagiatsfall[Bearbeiten]

Sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, sind die Fälle 1, 3, 4 und wahrscheinlich 5 Plagiate.

Fall 1 (CSU, der linke Text stammt übrigens aus Christlich-Soziale Union in Bayern) ist ein Plagiat. Auch wenn viele (nicht alle) Formulierungen ausgetauscht oder weggekürzt wurden, so kann der rechte Text nicht ohne Kenntnis des linken entstanden sein, denn er folgt der Gedankenführung sehr eng und verwendet dasselbe Grundgerüst an Informationen. Man spricht von einem Ideenplagiat. Eine Herkunftsangabe am Ende des Absatzes würde daraus ein anständiges Zitat machen.

Fall 2 (Erster Weltkrieg) ist kein Plagiat. Die Dauer des Krieges und die (fast schon banale) Aussage über die Situation danach gehört zum allgemeinen Wissen.

Fall 3 (ebenfalls Erster Weltkrieg) ist ein Plagiat. Der Satz wurde genau kopiert. Eine bloße Herkunftsangabe würde den Leser über den Grad der Übernahme täuschen, man müsste den Satz in Anführungszeichen setzen. Allerdings wäre es überhaupt fragwürdig, eine so allgemeine Aussage wörtlich zu zitieren, anstatt sie mit eigenen Worten wiederzugeben (wie in Fall 2).

Fall 4 (Anfänge der Wikipedia) ist ein Plagiat. Trotz geringfügiger Änderungen und einiger Kürzungen sind die ursprünglichen Sätze deutlich erkennbar.

Fall 5 (Western) ist zumindest problematisch. Zwar sind die reinen Informationen recht bekannt (vielleicht nicht in der Gesamtbevölkerung, aber unter Filmfans) und es wurde eine neue Aussage in einem neuen Zusammenhang gebildet. Dennoch verwendet der rechte Text eine unverkennbare Originalformulierung und Beurteilung (über den „Vollender“ John Wayne). Eine Herkunftsangabe wäre nötig.

Fall 6 (Anfänge des Esperanto) ist kein Plagiat. Beide Texte behandeln dasselbe Thema, aber auf einer anderen Ebene, von einem anderen Einstieg aus und mit unterschiedlichen Informationen. Ob der rechte Text eventuell von hier oder anderswo die Information mit den zwei Jahren übernommen hat, lässt sich kaum nachweisen. Außerdem ist dieses Wissen recht allgemein und kann von jedem Forscher anhand der Lebensrohdaten in Biografien leicht ermittelt werden.

Diskussionsstil[Bearbeiten]

@ AmelieTZ: Was du hier als achso "stilistiche Freiheit" verkaufen willst ist einfach nur blumigerumgangston. IMHO krankt die WP überhaupt an einer fehlende beachtung der ganz normalen ausdrucksweise in wissenbezogenen Texten. Nichts kann rechtfertigen aus Mönchen "Kuttenträger" zu machen. Soll der leser dann immer fragen müsen was mit dem Träger der Kutte gemeint ist? schließlich tragen nicht nur mönche kutten. Außerdem heißt es richtig natürlich habit, allein schon kutte ist umgangsspr. Wir sind doch nicht das Fachblatt für Gossenjargon, machdas da! Nehm doch einfach das richtige wort!!! überhaupt neigst du auch in vielen anderen Artikeln zu sowas, ist das eine besondere weiblich-emotionae ausdrucksweise?

Der Diskussionsbeitrag verstößt gegen viele Regeln einer sinnvollen und angemessenen Kommunikation:

  • Prägnanz: Er ist viel länger als nötig, und das eigentlich Wichtige – Mönche sollen im Artikel nicht als "Kuttenträger" bezeichnet werden – kommt recht spät zur Sprache.
  • Jargonfreiheit: IMHO (In My Humble Opinion, meiner bescheidenen Meinung nach) ist ein Ausdruck aus der Internetkultur, den viele Menschen nicht kennen. Dasselbe gilt für die Ansprache mit dem Klammeraffen @.
  • Sprachliche Korrektheit: Natürlich muss ein Diskussionsbeitrag nicht druckreif sein, aber je mehr Fehler sich darin finden, desto häufiger stolpert der Leser.
  • Tonfall: Sarkasmus wie der Hinweis auf die Bild-Zeitung oder die Wendung "verkaufen willst" bringt unnötig Schärfe in die Diskussion.
  • Themenbezug: Meinungen über allgemeine Probleme der Wikipedia lenken ebenfalls vom eigentlich Wichtigen ab.
  • Sachbezug: Ebenso irrelevant ist hier, was AmelieTZ angeblich in anderen Artikeln macht. Außerdem geht der Verweis auf das "weiblich-emotionale" in die Richtung eines persönlichen Angriffs, er besagt nämlich, dass AmelieTZ Wikipedia-untauglich sei, weil sie eine Frau ist.
  • Informationsvorsprung: Der Autor des Beitrags mag vielleicht besser über die Kleidung von Mönchen informiert sein als AmelieTZ, er könnte das aber auch zurückhaltender einbringen.

Neu geschrieben könnte der Beitrag so lauten:

Hallo AmelieTZ, Mönche sollten besser nicht als "Kuttenträger" bezeichnet werden. Erstens ist das nicht so ganz richtig, zweitens könnte der Leser sich fragen, was mit dem Wort wohl gemeint ist. Drittens wirkt es auf manche leicht flapsig.

Wenn Amelie dann immer noch auf „Kuttenträger“ besteht, kann man Details und Verweise auf Regeln liefern.

Verständlicher[Bearbeiten]

Dimension Einfachheit: Zunächst sind es einige Tippfehler (wie edealisiert), die den Leser stolpern lassen. Der Text verwendet recht wenig schwierige Wörter (Attackieren heißt einfacher angreifen). Problematischer sind ungewöhnliche oder unbekannte Zusammensetzungen wie Gegenteil-Krieger oder der Fachausdruck Prärie-Indianer. Ferner sind einige längere Sätze zu kritisieren, die aber meist nicht kompliziert aufgebaut sind (etwa Es gab auch Männer...).

Dimension Gliederung/Ordnung: Der Text ist nur in zwei Absätze unterteilt, die noch dazu sehr ungleich sind. Die äußere Gliederung ist also ziemlich schwach, aber auch die innere Ordnung lässt zu wünschen übrig. Neben den Hundekriegern gab es auch Gegenteil-Krieger, beide müssten deutlicher voneinander getrennt werden. Außerdem sollten die Arten von Kriegern erst einmal gründlich erklärt werden, bevor man ihre Stellung in der Gemeinschaft beschreibt (Allerdings waren diese Männer die Ausnahme... bereits im dritten Satz). Der Hinweis auf den Film sollte nicht eingeschoben, sondern separat gemacht werden. Am Ende wird das Thema ausgeweitet zu Kriegerbünden der Prärie-Indianer, wobei der letzte Satz des ersten Absatzes mit dem Satz des zweiten Absatzes eigentlich zusammengehören.

Dimension Kürze/Prägnanz: Es scheint doppelt erwähnt zu werden, dass die Hundesoldaten bis zum letzten weiterkämpfen; bezüglich der Gegenteil-Krieger dürfte geloben und heilige Verpflichtung auf dasselbe hinauslaufen. Die Bemerkungen zu den Kriegerbünden allgemein sprengen eigentlich das Thema. Manches könnte kürzer formuliert werden.

Dimension Anregende Zusätze: Solche Zusätze fehlen und wären auch eher in einer Gebrauchsanleitung zu erwarten als in einem enzyklopädischen Artikel.

Im Hamburger Verständlichkeitsmodell würde man Plus- und Minuszeichen verwenden, um die Beurteilung konkreter zu machen. Das ist hier nicht nötig, die Schwachstellen dürften auch so sichtbar genug sein. Neu geschrieben könnte der Text über die Hundekrieger so aussehen:

Hundekrieger (auch Hundesoldaten, englisch Dog-Men-Warriors) waren bei den Cheyenne-Indianern die furchtlosesten Krieger. Sie kämpften auch in aussichtslosen Situationen weiter und zogen den Tod im Kampf dem Altwerden vor.
Daneben gab es die "Gegenteil-Krieger". Ein solcher Hohnuhk'e hatte einen persönlichen Verlust erlitten und im Traum oder in einer Vision den Donnervogel gesehen. Diese Krieger sonderten sich von der Gemeinschaft ab, indem sie das Gegenteil von dem sagten oder taten, was sie meinten. Sie gelobten, ihr Leben im Kampf zu opfern.
Solange die anderen Krieger im Kampf erfolgreich schienen, blieben die Gegenteil-Krieger auf Beobachtungsposten. Erlitten diese aber eine Niederlage, war es Aufgabe der Hundesoldaten, den Feind anzugreifen und so lange zu kämpfen, bis sie selbst getötet wurden oder den Widersacher in die Flucht geschlagen hatten.
Ein Beispiel für einen Gegenteil-Krieger zeigt der Film Little Big Man mit Dustin Hoffman.

Vor einer Überarbeitung des schwer verständlichen Textes wäre es allerdings notwendig, sich auch anderweitig über die Hundekrieger zu informieren. Der Leser kann sich nicht sicher sein, alles richtig verstanden zu haben, denn der Text bleibt widersprüchlich. So scheinen die Gegenteil-Krieger abzuwarten, bis ihr Einsatz im Kampf benötigt wird, dann aber greifen nicht sie, sondern die Hundekrieger an.

Fremde Wörter[Bearbeiten]

Wer etwas impliziert, schließt eine weitere Bedeutung oder Aussage mit ein. „Das Abkommen implizierte die Neutralität bei einem eventuellen Angriff Russlands auf Österreich“ kann vereinfacht werden zu: „Das Abkommen schloss unausgesprochen mit ein, dass man neutral bleibe, falls Russland Österreich angreifen sollte.“

Chalkolithikum heißt auch Kupfersteinzeit; beides sind Fachbegriffe, die der Leser nicht kennt, aber unter der deutschen Form kann er sich zumindest etwas vorstellen.

Suizid heißt Selbsttötung; dieser neutrale Begriff ist dem wertenden „Selbstmord“ vorzuziehen.

Eine Intention ist nichts anderes als eine Absicht.

Destruktiv bedeutet zerstörerisch.

Klassisch bezieht sich auf Klassik, zum Beispiel in der deutschen Literatur auf die Epoche Goethes und Schillers. Meint man es im Sinne von gängig, typisch, traditionell, sollte man stattdessen schreiben: „Das typische Fortbewegungmittel des Briefträgers ist das Fahrrad“, „Traditionelles Theater findet nur auf der Bühne statt“.

Wikisyntax[Bearbeiten]

Die '''Havixbecker Philharmoniker''' sind die führenden Vertreter des ''style européen''.

Überschrift[Bearbeiten]

Die Überschrift „Phase der relativen Stabilisierung, 1924–1929“ ist am deutlichsten. Denn sie charakterisiert die Phase und grenzt sie zeitlich ein. Eine bloße Jahresangabe wirkt dahingeworfen, die Aussage „Goldene Zwanziger: Als es einigermaßen gut ging“ macht einen zu saloppen Eindruck.

Linkszuviel[Bearbeiten]

  • Locarno: Wer den Weg zu diesem Artikel gefunden hat, weiß bestimmt, was die „Schweiz“ ist und was er sich unter „London“ vorstellen muss. Es ist unwahrscheinlich, dass jemand hier darauf klicken will.
  • Viborg: Jeder Leser dürfte wissen, was „Vergangenheit“ und „Hauptstadt“ bedeutet. „Verwaltungssitz“ ist ein wenig auf der Kippe, gegen die Verlinkung spricht im vorliegenden Beispiel außerdem, dass das allgemeine Wort verlinkt wird und nicht etwa Verwaltungssitze speziell in Dänemark. Abgesehen vom Verlinken: In dieser Einleitung fehlt das Wort „Dänemark“, obwohl viele Leser nicht wissen, dass Jütland in Dänemark liegt.
  • Kanotix: Umgekehrt fehlt hier ein Link, und zwar der, der „Distribution“ erklärt. Außerdem ist diese Einleitung an sich fragwürdig, zumindest für Nichtexperten fast völlig unverständlich. Vorschlag: Kanotix ist ein Computer-Betriebssystem, das als Grundlage Debian-Linux verwendet. Es bietet eine Live-CD (auf Basis der Knoppix-Technologie), sodass man es auch ohne eigentliche Installation auf dem Computer nutzen kann.

Chronologiekritik[Bearbeiten]

Je nach Kontext wäre der kurze Verweis auf Kirn unterschiedlich zu formulieren. Vorschläge, an die noch die Herkunftsangabe per Fußnote hinzuzufügen wäre:

Paul Kirn hält die Idee des erfundenen Mittelalters für unglaubhaft, weil die angeblichen Fälscher viele Schriftstücke hätten produzieren müssen, um allein schon die Entwicklung der Schrift vorzutäuschen, wie sie sich der heutigen Geschichtswissenschaft darstellt.
Der Historiker Paul Kirn weist darauf hin, dass die angeblichen Erfinder des Mittelalters viele Quellen äußerst raffiniert hätten fälschen müssen. Außerdem hätten sie die Quellenüberlieferung so perfekt kontrollieren müssen, dass heute noch Schriftstücke in Gebäuderesten gefunden werden.
Paul Kirn zufolge ist die Idee unglaubhaft, weil die Erfinder die Schriftentwicklung in alten Quellen perfekt hätten vortäuschen müssen.

Literaturauswahl[Bearbeiten]

Ohne die Werke im einzelnen zu kennen, siehst du sogleich, welche schon älter sind. Da es meist reichlich Literatur der vergangenen zehn bis zwanzig Jahre gibt, sollten Werke von vor den 1990er Jahren in der Regel herausfallen – auch auf die Gefahr hin, dass das ein besonders gutes Werk betrifft. Ein Verteidiger dieses Werkes kann immer noch Argumente dafür anbringen, dass es in die Liste gehört.

Darstellungen sind hier angemessener als Materialsammlungen, das spricht gegen Walter Göddens „Tag für Tag“. Auch sollte Annette von Droste-Hülshoff das zentrale Thema eines Werkes sein, daher können beispielsweise die „Miniaturen“ von Ilse Pohl über mehrere berühmte Frauen des 19. Jahrhunderts gestrichen werden. „Das Testament“ der westfälischen Schriftstellerin, hier behandelt von Alfons Semler, ist zu speziell.

Gründlich durchforstet und viel übersichtlicher sieht die „Literatur“ dann so aus:

  • Walter Gödden: Die andere Annette. Paderborn 1992
  • Doris Maurer: Annette von Droste-Hülshoff. Turm-Verlag 1996, ISBN 3929874016
  • Heiko Postma: „Und darf nur heimlich lösen mein Haar...“ Über die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. jmb-Verlag 2008, ISBN 978-3-940970-08-4
  • Ronald Schneider: Annette von Droste-Hülshoff, 2. Auflage, Stuttgart 1995

Bildauswahl[Bearbeiten]

Zunächst suche aus, welche Bilder mehr mit Berlin als Ganzem zu tun haben als andere. Friedrich II. ist vor allem als Bauherr seines Lieblingschlosses Sans-Souci bei Potsdam bekannt, außerdem dürfte sein Antlitz bereits in vielen anderen Artikeln zu sehen sein. Die Ausrufung des Kaiserreichs fand nicht einmal in Berlin, sondern in Versailles bei Paris statt. Das ländliche Kreuzberg-Bild ist reizvoll wegen des Gegensatzes zum Heute, aber Kreuzberg gehörte 1829 nicht einmal zu Berlin. Die Friedrichsbrücke ist weitaus weniger bekannt als die Prachtstraße Unter den Linden. Die Revolution von 1848 war ein deutschlandweites Ereignis, ist also für Berlin nicht unbedingt sehr typisch. Außerdem handelt es sich nur um einen kurzen historischen Augenblick.

Das Gemälde Liebermanns hat den Nachteil, dass es wegen der Malweise von Unter den Linden nicht sehr viel erkennen lässt, außerdem sollte man auf Gemälde verzichten, wenn es (bereits) gute Fotos gibt, schließlich ist bei einer Enzyklopädie der dokumentarische Wert eines Bildes entscheidend.

Von den übriggebliebenen Bildern lassen sich Kombinationen denken, die die beschriebene Zeit etwas ausgewogen abdecken und für ein wenig Verschiedenheit sorgen:

  • die Landkarte von 1688, die die Umrisse zeigt, die auch durch die Befestigungen bestimmt sind;
  • das Gemälde von 1852 mit Unter den Linden;
  • das Foto, das die Straße Unter den Linden um 1900 zeigt; das gleiche Motiv wie beim vorigen Bild lädt zum Vergleich ein, man sieht, wie der Anblick sich in einem halben Jahrhundert geändert hat.

Oder, mit mehr unterschiedlichen Objekten:

  • die Merian-Ansicht, denn im Gegensatz zur Landkarte sieht man die Gebäude der Stadt;
  • das Gemälde von 1852 mit Unter den Linden;
  • das Foto, das den Pariser Platz samt Brandenburger Tor um 1900 zeigt; allerdings dürfte das Brandenburger Tor sowieso bereits in dem Artikel "Berlin" vorkommen. Das Bild ist auch etwas dunkel, dafür befindet der Betrachter sich mitten in einer Straßenszene.

Konflikte[Bearbeiten]

Werbung: Viele Wikipedianer schreiben nur kurz etwas wie „Werbung entfernt“, was unter Wikipedianern vielleicht angemessen und effizient ist, aber auf Neulinge schroff wirken kann. Besonders sinnvoll ist es, auf Richtlinien zu verweisen, die gerade Neulinge nicht so leicht finden und womit auf allgemeine Regeln verwiesen wird. Die Entfernung erscheint so weniger als Willkür. Überlege dir, so zu formulieren, dass der andere Benutzer am ehesten sein Gesicht wahren kann. Schau dir auch an, was du über den Benutzer in Erfahrung bringen kannst (Unangemeldeter? Hat er eine Benutzerseite? Hat er schon öfter bearbeitet?), dann findest du eher den passenden Ton.

Helgoland: „Jahr korrigiert“ sollte ausreichen, da es sich um ein recht verbreitetes und leicht nachprüfbares Wissen handelt. Der ausführliche Hinweis auf den Helgoland-Sansibar-Vertrag macht das Nachprüfen einfacher; so ein Kommentar wäre vorbildhaft, wenn auch etwas aufwändig. Alle anderen Kommentare sind nicht angemessen.

Rückmeldungen[Bearbeiten]

Auf dieser Seite kannst du von Erfahrungen berichten, die du beim Gebrauch des Wikipedia-Lehrbuchs „Meine Beiträge“ gemacht hast. Was ist gelungen, was sollte besser werden? Wo hat es Missverständnisse gegeben? Was ist zu ausführlich, was ist zu oberflächlich? Welche Links fehlen, welche Beispiele sollten ausgewechselt werden? Welche Lerngruppe hatte welche Probleme?


Erfahrungen als Lernender[Bearbeiten]

Der Sperber:[Bearbeiten]

Um den Umgang mit Wikipedia von Grund auf zu lernen, habe ich dieses schöne Buch zu spät gefunden. Dennoch fand ich es auch nach zwei Monaten täglichen Umgangs mit der Wikipedia noch hilfreich – und ich finde es sehr gelungen. Einige Dinge, die vielleicht auf die schwere Tour gelernt werden müssen, werden hier schon mal angesprochen, so dass man, wenn es soweit ist, nochmal hier um Rat nachschauen kann. Dafür hat es auch genau die richtige Länge, so dass man die passende Stelle leicht wiederfindet. Ich fand durchaus auch Dinge angesprochen, die ich noch lernen kann. (Zum Beispiel hatte ich gerade in der Zusammenfassung „Ts, ts“ geschrieben, allerdings gut gelaunt gemeint. Mach' ich nicht mehr, versprochen.)

Ein Ding, von dem ich zuerst nicht sicher war, ob ich es vermisse, ist eine eindringlichere Erläuterung der Idee hinter der Wikipedia, angesichts solcher Benutzer, denen unangekündigte Bearbeitungen ihres Artikels als Störungen erscheinen. Nach einigem Nachdenken bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dies fast kontraproduktiv wäre.

Ein gutes Buch – und es macht Lust, es doch auch mal in Wikibooks zu versuchen. Was fehlt noch? Grüße, GedSperber 02:56, 8. Jul. 2009 (CEST) Benutzerseite in der Wikipedia

Sehr gutes Buch[Bearbeiten]

Ich habe schon öfter mit dem Gedanken gespielt an Wikipedia mit zu arbeiten, habe es aber nie tatsächlich gewagt, da mir das alles sehr komplex vorkam. Das Buch hat mir dabei doch sehr geholfen, ich fühle mich jetzt doch in der Lage einmal ein bisschen herumzuprobieren, dafür vielen Dank! Stephan89 23:26, 19. Sep. 2009 (CEST)

Erfahrungen als Lehrender[Bearbeiten]

Jetzt fehlt nur noch eine "Technische Starthilfe für Autoren"[Bearbeiten]

Leider bin ich auf das Wikipedia-Lehrbuch zu spät aufmerksam geworden, nachdem ich mich als Neuling stundenlang durch unzählige Hilfeseiten hindurchgeklickt hatte. Hätte ich dieses Buch von Anfang an gekannt, ich hätte mir viele Stunden Recherche in Wikipedia ersparen können. Für einen Neuling ist es das ideale Lehrbuch und Nachschlagewerk, um Wikipedia allgemein kennenzulernen.

Da ich mich auch als Autor in Wikipedia betätigen möchte, musste ich zusätzlich zum Allgemeinen nun auch noch alles Technische zusammensuchen. Nicht das Schreiben und Erstellen des Inhaltes ist das Problem, wenn man fachkundig ist, sondern das ganze technische Drum und Dran, was mit dem "System Wikipedia" zusammenhängt.

Man stellt nicht einfach etwas ins System, wie auf einer eigenen Homepage im Internet. In Wikipedia ist der Weg zu einem fertigen Artikel mit vielen Schwierigkeiten gepflastert. Da gibt es viele Fragen: Wie konvertiere ich den im Textverarbeitungssystem vorhandenen Text in die Wiki-Syntax? Was ist mit Formeln und Bildern? Wie lade ich alles auf eine "Baustellenseite" hoch? Wie bearbeite ich den Artikel auf der Baustellenseite? Wie wird aus einer Baustellenseite ein echter Wikipedia-Artikel? Da waren sehr viele Einzelheiten, die ich falschmachen konnte und die ich auch falsch gemacht habe. Hier ist nicht der richtige Platz, alles aufzuzählen.

Wenn es ein Lehrbuch "Technische Starthilfe für Autoren" gäbe, müsste Wikipedia den angehenden Autoren nicht die Ochsentour durch den Wust der Hilfedateien zuumuten.

Aber wer schreibt eine solche "Technische Starthilfe für Autoren"? Erfahrene Autoren tun das. Ich würde mitschreiben und die Aufzeichnung meiner Anfängerfehler und die offen gebliebenen Fragen beisteuern. Es ist immer gut, wenn ein Betroffener mitschreibt, bevor er die eigenen Anfängerfehler vergisst und sich dann über die neuen Autoren aufregt, die es "immer noch nicht gelernt" haben.

Mit freundlichen Grüßen, Wikipedia-Benutzer Praxelius -- Praxelius 01:51, 17. Dez. 2009 (CET)

Ich denke, dass Hilfe:Textgestaltung eine solche Starthilfe ist. Man könnte diese Seite ins Buch integrieren; allerdings fällt mir auf die Schnelle kein geeigneter Platz ein. Ein Buch des Monats sollte nicht einfach mal so geändert werden. -- Jürgen 15:50, 14. Mär. 2011 (CET)

Warum nicht auch offline vorbereiten ?[Bearbeiten]

Wer etwas veröffentlichen will darf sich die Fragen stellen: Wie kann ich die Veröffentlichung offline gut vorbereiten? Warum ist auf diese - doch reicht einfache Frage - so schwer eine Antwort zu finden ? -- 178.25.125.40 15:27, 14. März 2011 (Signatur nachgetragen von Jürgen 15:50, 14. Mär. 2011 (CET), bitte künftig selbst darauf achten)

Bei der Wikipedia spielt das offensichtlich nicht so eine große Rolle. Es ist vermutlich weit verbreitet, einen Artikel online zu schreiben. Aber für Wikibooks gibt es unter Hilfe:Eingabetext konvertieren eine Reihe von Ratschlägen. -- Jürgen 15:50, 14. Mär. 2011 (CET)