Gitarre: Picking-Basis-Pattern

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\new ChordNames {
\chordmode { d1 }
}
\relative c  {
<<
  \clef "treble_8"
 { d8 d' a fis'
  d,8 d' a fis'}
    \\
  \relative { d4 a' d, a' }
>>
}
\new TabStaff \relative c {
  d8 d' a fis'
  d,8 d' a fis'
}
>>

Ein typisches Merkmal vom Folk-Picking ist der stets gleichbleibende Wechselbass mit dem Daumen (1. Takt im Bild). Den Wechselbass sollte man schon bei den einfachen Zupfmustern gelernt haben. Auch beim 3-Finger-Picking wird der Wechselbass durchgehend mit dem Daumen gespielt. Der Unterschied zu den "einfachen" Zupfmustern, die wir bisher gelernt haben, ist die Geschwindigkeit, mit welcher der Wechselbass gespielt wird. Auf jede Viertel-Note spielt der Daumen eine Bassnote. Diesen ersten Takt sollte man so lange üben, bis dieses ohne Probleme gelingt. (10 mal sollte der Takt mindestens hintereinander fehlerfrei gespielt werden). Diesen Wechselbass sollte man auch bei allen folgenden Pattern (= Muster) immer vorher nochmal auffrischen.

Die Ziffern in der mittleren Tabulatur geben jeweils die Bünde an, welche mit der Greifhand gedrückt werden. Man muss die Ziffern vorerst noch nicht besonders betrachten, zumal unten drunter noch einmal der Fingersatz geschrieben wurde. Die Ziffern ergeben sich automatisch, wenn man einen einfachen D-Dur-Akkord greift. Für die nächste Übung brauchen wir praktisch gesehen nur den D-Dur-Akkord.

Basic-Picking 1a.svg

Wie wir bei dem Fingersatz sehen können, spielt beim 3-Finger-Picking der Ringfinger nicht mit. Zeigefinger und Mittelfinger spielen einen so genannten Wechselschlag. Dieser Anschlag wird besonders in der klassischen Gitarrenliteratur verwendet, um Melodien zu spielen. Später werden wir mit diesem Wechselschlag von Zeige- und Mittelfinger auch Melodien spielen.

Die beiden Finger sollen regelrecht "laufen". Daher ist auch der zweite Takt lange genug zu Üben. (Richtwert: 15 Mal fehlerfrei).

Bei dem 3-Finger-Picking bleibt der Zeigefinger (zumindest in der ersten Zeit) auf der H-Saite und der Mittelfinger auf der hohen E-Saite. Später einmal wandern die Finger je nach Melodieverlauf die Melodie-Saiten rauf oder runter.


Wir zählen bei den Picking-Mustern - genau wie bei den Schlagmustern - immer gleichmäßig "1 und 2 und 3 und 4 und". Dabei werden die Zähl-Zeiten "1 +" und "2 +" sowie "3 +" als auch "4 +" jeweils als eine Einheit betrachten. Man darf eine Zeit lang nur Daumen-Zeigefinger und dann eine Zeit lang Daumen-Ringfinger üben, bevor man beide hintereinander setzt. Man beachte dabei jeweils die zwei Noten bzw. Finger, die im Notensystem bzw. in der Tabulatur durch einen Querbalken verbunden sind. Diese sind als eine Einheit zu betrachten.

Jetzt ist aber Disziplin erforderlich. Jedesmal, wenn der Daumen den tiefen Basston anschlägt, muss der Zeigefinger folgen. Danach darf man (beim ersten Üben) eine kurze Pause einlegen. Wenn aber der etwas höhere Basston erfolg, dann muss der Mittelfinger erfolgen. Daher ist der 3. Takt 50 Mal und öfter zu üben. Der Zeigefinger muss immer auf der H-Saite bleiben, und der Mittelfinger muss immer auf der hohen E-Saite bleiben. Dieses erfordert für Ungeübte am Anfang etwas an Konzentration, und Disziplin, der man auch nicht ausweichen darf. Hier darf man sich keine Unsauberkeiten erlauben.

Ziel ist es, dass ein gleichmäßiges Zupfmuster entsteht, das sich durch nichts unterbrechen lässt. Am Anfang mag es einem steif wie ein Uhrwerk vorkommen, aber wenn es einmal richtig läuft, dann fließt das Zupfmuster nur so vor sich hin.

Man zählt immer
" 1+ 2+ | 3+ 4" gleichmäßig wie ein Urwerk.
bzw.
Daumen-Zeige; Daumen-Mittel; | Daumen-Zeige; Daumen-Mittel;
bzw.
o-ben; un-ten; | o-ben; un-ten;

Gaaaaaaaaaannnnnnnnnnzzzzzzzz langsam anfangen,

und laaaannnnngggggggssssaaaaammmmmm schneller werden.


eine einfache Basis-Picking-Etüde[Bearbeiten]

Als Übung habe ich eine sehr einfache Etüde ( = Übungsstück).

Liederbuch/ Basis-Picking-Etude

Basis-Picking-Etude.mid (info)

Crystal Clear mimetype pdf.png Basis-Picking-Etude.mid (info)


Die Tabulatur mag etwas kurios aussehen, doch man macht eigentlich nichts anderes, als den D-Dur-Akkord in den 7. Bund zu schieben. Als Hilfe gibt es auf den meisten Gitarren auf dem 7., 5. und 3. Bund eine Kennzeichnung. Auf dem 7. Bund spielt man das Basispattern genau zwei Takte lang. Dann schiebt man den D-Dur-Akkord einfach zwei Bünde zurück und spielt wieder 2 Takte. Dann noch 2 zurück in den 3. Bund genau das selbe, bis man dann im 2. Bund (nur einen zurück) wieder auf dem D landet. Man braucht sich also kaum um den Fingersatz zu kümmern.

Vorschau[Bearbeiten]

Später, wenn man sich mit dem Melodienpicking auseinandersetzen möchte, wird man wieder auf das Basispicking zurückgreifen können. Dazu kann es möglich sein, dass man mit dem Zeitpunkt, wann man einen Griff wechselt etwas variiert. Wenn man sich später mit dem Thema weiter auseinandersetzen möchte, kann man diese Lektion noch einmal wiederholen, und bei diesem Zupfmuster kleine Variationen einbauen. Dieses ist aber jetzt für die erste Übung nicht notwendig.

Für spätere Wiederholungen (Vorübung fürs Melodiepicking)

Beispiel: Whiskey in the Jar (wohin das Picking führen könnte.)


hier das "Basis Picking Rhythmus Studie" anhören (info)

Crystal Clear mimetype pdf.png hier das PDF zum "Basis Picking Rhythmus Studie" mit Noten und Tabulatur herunterladen (info)



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