Gitarre: Picking-Basis-Pattern
Das Basis-Picking
[Bearbeiten]Für die ganzen Übungen brauchen wir heute praktisch nur den D-Dur-Akkord.
Typisch ist der stets gleichbleibende Wechselbass mit dem Daumen (= p = pulgar). Den Wechselbass kennst du schon von einfachen Zupfmustern. Wir machen die gleiche Bewegung, nur schneller im Viertel-Feeling. Spiele dieses Pattern (= Muster) mindestens 10 mal fehlerfrei.

Der Ringfinger spielt diesmal nicht mit. Zeige- (= i = index ) und Mittelfinger (= m = medio) spielen einen Wechselschlag. Die beiden Finger sollen regelrecht laufen lernen.
Vorerst bleibt der Zeigefinger immer auf der H-Saite und der Mittelfinger auf der E-Saite. Später wandern die Finger nach Bedarf die Melodie-Saiten rauf oder runter.

Zähle genau wie bei den Schlagmustern. Immer gleichmäßig
- 1 und 2 und 3 und 4 und
Betrachte "1 +" und "2 +" sowie "3 +" als auch "4 +" jeweils als eine Einheit. Übe eine Zeit lang Daumen-Zeigefinger und Daumen-Ringfinger mit einer Pause dazwischen, damit dir der Bewegungsablauf in die Finger kommt. Achte auch darauf, wie die Achtel-Noten miteinander über ein Fähnchen im Notenbild verbunden sind. Der Daumen ist in den Beispielen zusätzlich an dem Notenhals abwärts zu erkennen.

"Basis-Picking" ist übrigens kein offizieller Begriff. Wir nehmen ihn deshalb so, weil wir aus diesem die folgenden Pattern ableiten.
- Jetzt ist Disziplin erforderlich.
- Jedes Mal, wenn der Daumen den tiefen Basston anschlägt, muss der Zeigefinger folgen.
- Wenn dann der Wechselbass kommt, muss der Mittelfinger folgen.
Übe das Pattern 50 Mal und öfter. Das ist ca. 7x das Lied Bruder Jakob (Das lied gibt es übrigens in über 50 Sprachen.)

Wundere dich nicht allzusehr darüber, wenn du mal Picking-Pattern siehst, wo der Daumen nicht durch einen Notenhals nach unten gekennzeichnet ist. Der Autor hat sich dort das Setzen der Tabs etwas vereinfacht, oder er muss wegen den begrenzten Fähigkeiten der Tabulatur-Software Kompromisse eingehen.
- Beachte
Der Zeigefinger muss bei diesem Picking-Pattern immer auf der H-Saite bleiben, und der Mittelfinger muss immer auf der hohen E-Saite bleiben. Dieses mag für Ungeübte anfangs mehr Konzentration, und Disziplin erfordern, als bei den vorhergehenden Zupfmuster. Dem darfst du nicht ausweichen und hier darfst du dir keine Unsauberkeiten erlauben.
Bleib drann, wenn es dir steif wie ein Uhrwerk vorkommen. Es dauert ein wenig, bis das Pattern richtig läuft und nur so vor sich hin.
- Zähle
- " 1+ 2+ | 3+ 4+" gleichmäßig wie ein Uhrwerk.
- bzw.
- Daumen-Zeige; Daumen-Mittel; | Daumen-Zeige; Daumen-Mittel;
- bzw.
- o-ben; un-ten; | o-ben; un-ten;
Gaaaaaaaaaannnnnnnnnnzzzzzzzz langsam,
und laaaannnnngggggggssssaaaaammmmmm schneller werden.
| Merke Wer länger langsam lernt, spielt schneller schnell. |
Basis-Picking Etüde[1]
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(info)
Die Tabulatur mag etwas kurios aussehen, doch du machst eigentlich nichts anderes, als den D-Dur-Akkord in den 7. Bund zu schieben. Als Hilfe gibt es auf den meisten Gitarren auf dem 7., 5. und 3. Bund eine Kennzeichnung.
Auf dem 7. Bund spielt man das Basis-Picking genau zwei Takte lang. Dann schiebt man den D-Dur-Akkord einfach zwei Bünde zurück und spielt wieder 2 Takte. Dann noch 2 zurück in den 3. Bund genau dasselbe, bis man dann im 2. Bund (nur einen zurück) wieder auf dem D landet. Du brauchst dich bei dieser Etüde also nicht um den Fingersatz der Akkorde zu kümmern.
- ↑ Etüde ist ein anderes Wort für Übungsstück.
