Labormedizin: Blut-Untersuchungen - Stoffwechsel

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Übersicht[Bearbeiten]

Diagnose                 Sinnvolle Laboruntersuchungen
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Hyperlipidämie           Gesamtcholesterin, Triglyceride, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Lipoprotein (a)
                         Lipidelektrophorese, Apolipoprotein A1, Apolipoprotein B, Leptin, Adiponectin, 
                         BZ, HbA1c, TSH, 
                         Apolipoprotein-B100-Genotypisierung, Apolipoprotein-E-Genotypisierung 
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Diabetes mellitus 2      Glukose (nüchtern und postprandial), Glukose-Tagesprofil, oraler Glukosetoleranztest  
                         HbA1c, Insulin, C-Peptid, Proinsulin
                         GAD-Ak, Insulin-Ak, IA2-Ak, Inselzell-Ak, 
                         Harnsäure, Cholesterin,  LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceride, HLA-DR3-DR4 
                         Urin: Glukose, Mikroalbumin, Ketonkörper, Urinkultur (Erreger & Resistenz) 
                         Wunden: Wundabstrich (Erreger und Resistenz, Pilze); Wundabstrich/Nasenabstrich (MRSA) 
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Gicht                    Harnsäure, CRP, Eiweiß-Elektrophorese, Kreatinin, Harnstoff, Großes Blutbild 
                         Urin: Urinstatus, Harnsäure 
                         Gelenkpunktat: Kristalle, Erreger & Resistenz 
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Adipositas               Triglyceride, Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Glukose, TSH,
                         Lipidelektrophorese, Cortisol, Adiponectin 
                         HbA1c, Leberwerte
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Leberfunktionsstörung    GPT, GOT, GammaGT, AP, GLDH, Cholinesterase, Gesamteiweiß, Albumin, BZ, 
                         Quick, Antithrombin, IgG, IgM, IgA, Bilirubin  
                         Hepatitisserologie , EBV 
                         Leberautoantikörper ANA, SMA, SLA , LKM, pANCA, cANCA, AMA 
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Osteoporose              Calcium, Phosphat, Kreatinin, AP, γ-GT, CRP, 
                         Serum-Eiweißelektrophorese, TSH, ß-Crosslaps, Vitamin D3 (25-OH) 
                         Calcitonin, Parathormonspiegel 
                         Urin: Calcium, Phosphat, Pyridinoline, Desoxypyridinoline

Lactat[Bearbeiten]

Fischer-Formel von L-Lactat.

Biologische und medizinische Bedeutung: Lactat ist das primäre Endprodukt der anaeroben Glycolyse.

Halbwertszeit:

Medium: Vollblut

Messmethode:

Störgrößen: Zu langes Stauen. Lactat wird idealerweise ohne Stauung abgenommen.

Parameter w m
Lactat 5-20 mg/dl

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Starke muskuläre Beanspruchung, lokale (Ischämien) und systemische Sauerstoffmangelzustände (Schock, Herzinsuffizienz, Sepsis), metabolische Störungen (Metformin, Methanol-Intoxikation). Bei hoher Lactat-Produktion kommt es wegen des niedrigen pKs-Wertes des Lactates von 3,86 auch zu einer (Lactat-)Azidose.

Indikation: V.a. metabolische Störungen, schwere Allgemeinerkrankung, unklare intraabdominelle Prozesse.

Zuckerstoffwechsel[Bearbeiten]

Glucose[Bearbeiten]

Glucose, Strukturformel.

Biologische und medizinische Bedeutung: Wichtigste Energiequelle, insbesondere für das Gehirn. Bei gestörter Aufnahme in die Zelle durch Insulinsekretionsstörung und/oder periphere Insulinresistenz kommt es zu chronisch erhöhten Blutzucker-Spiegeln. Dies führt zu einer vermehrten Glycosylierung von Proteinen und in der Folge zu Gefäß- und Nervenschäden. Akute Komplikationen eines Diabetes mellitus sind das hyperosmolare Koma (v.a. bei Typ 2 Diabetes und exorbitanten Blutzuckerwerten) und die Ketoazidose (v.a bei Typ 1 Diabetes durch starken intrazellulären Energiemangel bei absolutem Insulindefizit mit Stimulation der Ketonkörper-Synthese).

Medium: Serum, Vollblut

Messmethode:

Störgrößen: Bei BZ-Messung am Finger aus Kapillarblut: Reste von Marmelade, Zucker usw. führen zu falsch hohen Werten. BZ-Messgeräte zur Selbstmessung sind relativ ungenau (bis zu 10 % Abweichung nach oben und unten vom realen Wert sind erlaubt), sie eignen sich zum Screening und zur Therapiekontrolle, aber nicht zur sicheren Erstdiagnose eines Diabetes. Die Erstdiagnose muss durch eine Laboranalyse erfolgen.

Referenzwerte:

Parameter w m
BZ nüchtern Serum: 70-115 mg/dl. Vollblut: 55-100 mg/dl
BZ postprandial Serum: < 130 mg/dl. Vollblut: < 130 mg/dl

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyperglykämie: Pathologische Glucosetoleranz, Diabetes mellitus, Kortikosteroid-Therapie.

Hypoglykämie: Diabetes mellitus, UAW von Diabetes-Medikamenten (Insulin, Sulfonylharnstoffe), Insulinom.

Indikation: Diabetes mellitus, Routine-Messung (Screening), unklare Bewusstseinsstörung.

HbA1c[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Erhöhte Blutglucosespiegel korrelieren mit einer vermehrten Glycosylierung des Hämoglobins, aus HbA1 wird HbA1c. HbA1c kann wegen der langen Lebensdauer der Erythrozyten (ca. 120 Tage) als „Blutzuckergedächtnis“ angesehen werden.

Medium: EDTA

Messmethode:

Störgrößen: Nach Transfusionen, Blutung, Hämolyse falsch niedrige Werte.

Referenzwerte:

Parameter w m
HbA1c 4,4-6,0 %

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Je höher der HbA1c-Wert, desto schlechter ist der Diabetes eingestellt.

Indikation: Kontrolle der mittelfristigen Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus.

Lipide[Bearbeiten]

Triglyceride[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung:

Halbwertszeit:

Medium: Serum/Plasma

Messmethode: Triglyceridbestimmung GPO-PAP (enzymatischer Farbtest)

Triglyceride im Serum werden durch LPL (Lipoprotein-Lipase) in Glycerin und Fettsäuren gespalten. Dieses Glycerin wird durch GK (Glycerinkinase) phosphoryliert (Glycerol-3-Phosphat), das durch Glycerol-3-Phosphat-Oxidase in Dihydroxyacetonphosphat und Wasserstoffperoxid umgesetzt wird. Das Wasserstoffperoxid bildet mit Aminophenazon und Phenol unter katalytischer Wirkung der Peroxidase Chinonimin - einen roten Farbstoff, der photometrisch bei 546nm gemessen wird. Die Farbintensität ist direkt proportional der Triglycerid-Konzentration.

Enzyme: LPL, GK, GPO, POD

Störgrößen:

Referenzwerte: <200 mg/dl (<2,3 mmol/l)

Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyper: bei der Hyperlipidämie Fredrickson Typ V findet man sehr stark erhöhte Werte, meistens über 1000 mg/dl.

Hypo: keine wesentliche diagnostische Bedeutung

Indikation: Abschätzung des Risikos für die Entwicklung einer Arteriosklerose

Gesamt-Cholesterin[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung:

  • Bestandteil der Zellmembran,
  • Bestandteil von Lipoproteinen,
  • Synthese von Steroidhormonen, Gallensäure, Vitamin D.

Halbwertszeit:

Medium: Serum, Plasma

Messmethode: CHOD PAP (enzymatischer photometrischer Test)
Enzyme: CHE, CHO, POD
Cholesterinester werden durch Cholesterinesterase in freies Cholesterin und Fettsäuren gespalten.
Cholesterin wird unter Mitwirkung von Cholesterinoxidase zu Cholesten-3-on und Wasserstoffperoxid umgesetzt.
Wasserstoffperoxid + Phenol + 4-Aminoantipyrin (unter Mitwirkung von Peroxidase) Chinonimin (einen roten Farbstoff), dessen Farbintensität direkt proportional der Cholesterinkonzentration ist und photometrisch bei 546nm gemessen wird.

Störgrößen:
eine längere Venenstauung

Referenzwerte:

<200 mg/dl (5,2 mmol/l)
Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyper:

Hypo:

Indikation:
Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos.

High density lipoproteins (HDL)[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: HDLs transportieren Cholesterin von der Peripherie zur Leber und sind damit günstig für das vaskuläre Risiko.

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode: Fällungsreaktion

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
HDL >65 mg/dl (>1,42 mmol/l) >55 mg/dl (>1,68 mmol/l)

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyper:

Hypo:

Indikation: Risikoabschätzung für die Entstehung einer Atherosklerose.

  1. WEITERLEITUNG Name der Zielseite

Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos.

Low density lipoproteins (LDL)[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: HDLs transportieren Cholesterin von der Leber in die Peripherie und sind damit ungünstig für das vaskuläre Risiko (Förderung der Atherosklerose).

Halbwertszeit:

Medium:

Messmethode:

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyper:

Hypo:

Indikation:

Plasma-Eiweiß[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Die Plasmaproteine werden überwiegend von der Leber produziert (Albumin, α1-, α2- und β-Globuline, darin sind z.B. enthalten viele Transportproteine, die Gerinnungsfaktoren und die Akute-Phase-Proteine). Albumin bildet mit ca. 60 % die größte Fraktion. Ein weiterer Teil der Bluteiweiße wird von B-Lymphozyten gebildet (γ-Globulin-Fraktion).

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode: Biuret-Reaktion. Das Prinzip: Eiweiß bildet mit Kupfer-Ionen im alkalischen Milieu einen Farbkomplex, dessen Intensität direkt proportional der Eiweißkonzentraion bei 546nm photometrisch gemessen wird.

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
Eiweiß 6,1-8,1 g/dl

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyperproteinämie: Dehydratation.

Hypoproteinämie:

  • Alimentär: Starke Unterernährung mit Eiweißmangel (Marasmus), Maldigestion, Malabsorption.
  • Synthese-Störung: Leberversagen (z.B. bei dekompensierter Leberzirrhose)
  • Erhöhter Verlust: Nephrotisches Syndrom, große Wundflächen, Verbrennungen, exsudative Darmerkrankungen.

Indikation: Routine-Bestimmung. Lebererkrankungen. V.a. Eiweißmangel.

Albumin[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Albumin wird in der Leber synthetisiert und stellt ca. 60 % des Plasmaeiweißgehalts, das sind etwa 140 g. Weitere 180 g befinden sich im Interzellulärraum. Albumin ist verantwortlich für den kolloid-osmotischen Druck im Kapillarbett und dient vielen gering wasserlöslichen Stoffen im Blut als Transportmolekül. Albuminmangel führt zu Hypotonie und Ödemen (Lidödeme, Azites).

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode:

Parameter w m
Albumin 3,5-5,5 g/dl

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyperalbuminämie: Dehydratation.

Hypalbuminämie:

  • Alimentär: Starke Unterernährung mit Eiweißmangel (Marasmus), Maldigestion, Malabsorption.
  • Synthese-Störung: Leberversagen (z.B. bei dekompensierter Leberzirrhose)
  • Erhöhter Verlust: Nephrotisches Syndrom

Indikation: Lebererkrankungen. V.a. Eiweißmangel.

Eiweiß-Elektrophorese[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Die Serumweiße können mittels Gelelektrophorese in verschiedene Fraktionen aufgetrennt werden.

Halbwertszeit:

Medium:

Messmethode:

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
Albumin
α1-Globulin
α2-Globulin
β-Globulin
γ-Globulin

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Störungen:

  • Erhöhtes γ-Globulin mit breiter Bande: Chronische Entzündung
  • Erhöhtes γ-Globulin mit schmalem Peak (M-Gradient): Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS), Plasmozytom.

Indikation: V.a. Plasmozytom.

Purinstoffwechsel[Bearbeiten]

Harnsäure[Bearbeiten]

Harnsäure, Enolform, Strukturformel.

Biologische und medizinische Bedeutung: Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels.

Halbwertszeit:

Medium:

Messmethode:

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
Harnsäure 2,4-5,7 mg/dl 3,4-7,0 mg/d

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Hyperurikämie: Hyperurikämie, Gicht, Tumorlyse, Zellzerfall.

Indikation: Routine-Messung, Chemotherapie, v.a. Gicht.

Eisenstoffwechsel[Bearbeiten]

Zur Bestimmung des Eisen-Status gehören Ferritin, Transferrin und Transferrin-Sättigung, ggf. auch das S-Eisen. Indikationen: Anämie-Abklärung, V.a. Siderose (z.B. Hämochromatose).

Eisen[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung:

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode: Ferro Zine-Methode ohne Enteiweißung

  • Freisetzen der Fe(3+)-Ionen aus dem Transferrin-Komplex (durch Säure oder Detergenz)
  • Reduktion der Fe(3+) zu Fe(2+)-Ionen;
  • Reaktion der Fe(2+) zu einem Farbkomplex, der photometrisch bei 578nm gemessen werden kann.

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
Eisen Alters- und geschlechtsspezifisch, große Tagesschwankung

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Eisenüberladung, Hämochromatose, Blutbildungsstörungen, Porphyrien.

Verminderung: Eisenmangel

Indikation: Wird evtl. der Vollständigkeit halber mitgemessen, aber geringe Aussagekraft.

Ferritin[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Parameter für das Speichereisen-Depot. Ferritin ist weiterhin ein Akute-Phase-Protein.

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode:

Störgrößen: Eine Akute-Phase-Reaktion (Entzündung, Trauma, Tumor) kann trotz Eisenmangel zu normalen Ferritin-Spiegeln führen (falsch hohe Werte) und so einen Eisenmangel laborchemisch kaschieren.

Referenzwerte:

Parameter Altersgruppe w m
Ferritin < 50. Lj. 22-112 µg/l 34-310 µg/l
> 65. Lj. 13-651 µg/l 4-665 µg/l

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Eisenüberladung, Hämochromatose. Eisenverteilungsstörungen (chronische Entzündung, Infektion, Tumor). Eisenverwertungsstörungen (alle Störungen der Häm- und Hb-Synthese sowie der Erythropoese steigern die Eisenresorption).

Verminderung: Eisenmangel (Fehlernährung, Malabsorption, erhöhter Bedarf (SS + SZ), chronische Blutverluste). Hypoproteinämie.

Indikation: Anämie-Abklärung, V.a. Hämochromatose.

Transferrin[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Transferrin ist für den Eisentransport zuständig. Bei Eisenmangel steigt seine Konzentration kompensatorisch an, die Transferrinsättigung (Eisenbeladung des Transferrins) ist jedoch vermindert. Bei Akute-Phase-Reaktionen fällt es ab.

Halbwertszeit:

Medium: Serum

Messmethode:

Störgrößen: Eine Akute-Phase-Reaktion (Entzündung, Tumor, Trauma) führt zu falsch niedrigen Werten, ein Eisenmangel kann so laborchemisch kaschiert werden.

Referenzwerte:

Parameter Messmethode w m
Transferrin Turbidimetrie 200-400 mg/dl
Nephelometrie 212-360 mg/dl

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Eisenmangel (Fehlernährung, Malabsorption, erhöhter Bedarf (SS + SZ), chronische Blutverluste).

Verminderung: Eisenüberladung z.B. bei Hämochromatose oder Eisenverwertungsstörungen (alle Störungen der Häm- und Hb-Synthese sowie der Erythropoese). Hypoproteinämie, Akute-Phase-Reaktion (gegenläufig zum Ferritin).

Indikation: Anämie-Abklärung, V.a. Siderose.

Transferrinsättigung[Bearbeiten]

Biologische und medizinische Bedeutung: Transferrin ist für den Eisentransport zuständig. Bei Eisenmangel steigt seine Konzentration kompensatorisch an, die Transferrinsättigung (Eisenbeladung des Transferrins) ist jedoch vermindert.

Halbwertszeit:

Medium:

Messmethode:

Störgrößen:

Referenzwerte:

Parameter w m
Tranferrinsättigung 16-45 %

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung: Eisenüberladung z.B. bei Hämochromatose oder Eisenverwertungsstörungen (alle Störungen der Häm- und Hb-Synthese sowie der Erythropoese).

Verminderung: Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen (chronische Entzündung, Infektion, Tumor).

Indikation: Anämie-Diagnostik, V.a. Siderose.

 Hepcidin[Bearbeiten]

Vitamin-Stoffwechsel[Bearbeiten]

Vitamin B1 (Thiamin)[Bearbeiten]

Thiamin, Strukturformel.

Biologische und medizinische Bedeutung: Siehe Thiamin-Stoffwechsel.

Messmethode:

Referenzwert:

Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung:

Verminderung:

Indikation:

Folsäure (Vitamin B9)[Bearbeiten]

Folsäure, Strukturformel.

Biologische und medizinische Bedeutung: Siehe Folat-Stoffwechsel.

Messmethode:

Referenzwert:

Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung:

Verminderung:

Indikation:

Vitamin B12 (Cobalamin)[Bearbeiten]

Cobalamin, Strukturformel.

Biologische und medizinische Bedeutung: Siehe Cobalamin-Stoffwechsel.

Messmethode:

Referenzwert:

Parameter w m

Quelle: http://www.laborlexikon.de. Beachten Sie, dass die Referenzwerte je nach Quelle und von Labor zu Labor variieren können.

Erhöhung:

Verminderung:

Indikation:


Hinweis: Soweit nicht anders angegeben gelten die angegebenen Referenzwerte (Normalwerte) für Erwachsene.



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