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Wikijunior Südamerika: Südamerikanische Länder: Peru

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Unterkapitel zu Wikijunior Südamerika - Südamerikanische Länder

Lage Perus in Südamerika

Geographie

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Peru (amtlich Republik Peru) grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile.

Klima

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In Peru gibt es drei völlig unterschiedliche Klimaregionen:

  • Costa (Küste)
  • Sierra (Anden) und
  • Selva (Regenwald).

Die Costa steht unter dem Einfluss einer kalten Meeresströmung (des Humboldtstroms) und ist weitgehend ein Wüstengebiet, in dem nur entlang der Flüsse Landwirtschaft möglich ist. Im Süden Perus, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacama.

Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus mehreren Bergzügen der Anden. Von West nach Ost sind das die Schwarzen Kordilleren (cordillera negra, bis ca. 5000 m), gefolgt vom callejón de huaylas (um 3000 m). Der nächste Bergzug sind die Weißen Kordilleren (cordillera blanca), hier befindet sich der höchste Berg Perus, der Huascaran (6768 m). Weiter Richtung Osten erstreckt sich das callejón de conchucos (mit dem Fluss Marañón, einem Quellfluss des Amazonas), abgelöst von weiteren Bergketten. Größere Städte in dieser Region sind Huaraz (ein Paradies für Bergkletterer) und Cuzco. In der Nähe Cuzcos liegt auch die legendäre Inka-Stadt Machu Picchu.

Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion (Selva). Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt, in dem ein milderes Klima herrscht. Hier entspringen einige Quellflüsse des Amazonas, der durch das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt. Die einzige größere und auch für den Tourismus wichtige Stadt in dieser Region ist Iquitos. Sie ist von Lima aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot.

Geschichte

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Die ersten Einwanderer kamen etwa 20.000 bis 10.000 v. Chr nach Peru. Etwa 4.000 v. Chr. begannen sie mit Ackerbau und Viehzucht. Die früheste heute noch erkennbare Hochkultur war die der Chavin (800 bis 300 v. Chr.). Um den Titicacasee entwickelte sich ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. bis etwa 1000 n. Chr. die Tiahuanaco-Kultur.

Das Reich der Inka entstand um 1200 und umspannte bis 1532 große Teile der heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile. Die auf den Hochebenen Perus gelegene Stadt Cuzco war die Hauptstadt des Inka-Reiches.

Die Spanier eroberten Peru ab 1532 und gründeten für die spanische Krone das Vizekönigreich Peru, das auf seinem Höhepunkt vom heutigen Panama bis zum äußersten Süden des Kontinents reichte.

1821 wurde das Land durch José de San Martín und Simón Bolívar befreit und erhielt seine Unabhängigkeit. Rebellionen und Bürgerkriege verhinderten jedoch die Entwicklung eines modernen Staates.

Zwischen 1968 und 1980 regierte eine Militärjunta das Land und versuchte, durch Boden- und Wirtschaftreformen ein sozialistisches System zu etablieren. 1980 übernahm der 1968 gestürzte Belaúnde Terry als gewählter Präsident erneut die Macht und übergab die verstaatlichten Unternehmen wieder in Privatbesitz.