Wikis in Organisationen: Wiki als CMS

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Wikis sind nicht nur in Organisationen sinnvoll, sie sind auch eine einfache Möglichkeit nach außen zu kommunizieren. Streng genommen sind Wikis Content Management Systeme aber werden meist nicht unter diesen eingeordnet.

Zugriffsrechte und Benutzerrollen[Bearbeiten]

Wikis legen meistens keinen großen Wert auf differenzierte Benutzerrollen und Gruppen einzelner Nutzer. Viele CMS legen auf Zugriffsrechte großen Wert, um über Redaktionssysteme die restriktive Informationsfreigabe steuern zu können und Nutzern genau definierte Bereiche, in denen Sie Änderungen durchführen können, zuzuweisen. Ein Einsatz eines Wikis als CMS muss daher mit einer relativ schwachen restriktiven Rechteverwaltung leben.

Aufgrund dieser Liberalität haben Wikis von Natur aus ein starkes gegenseitiges Kontrollsystem. Dieses Vier-Augen-Prinzip ist das wichtigste Qualitätskonzept von Wikis. Meist ermöglichen Wikis mehr Kontrolle als klassische CMS, da die geplanten Freigabeabläufe oft unterwandert werden, dann aber eine nachfolgende Kontrolle ausbleibt.

Abgrenzung[Bearbeiten]

Ein Wiki bedarf einer flacheren Organisationskultur. Konflikte können in Wikis ausschließlich durch Diskussion und Konsensbildung gelöst werden. Sollten jedoch bei einer starren Hierarchie die jeweils übergeordneten Mitglieder zu diesem Weg nicht bereit sein und jede Art von Diskussion unterbinden, würde der wesentliche Effekt von Wikis verloren gehen. Abgesehen davon können Diskussionen einen erheblichen Zeitaufwand verursachen und womöglich zu einem Ergebnis kommen, das für alle Seiten der Diskussionsteilnehmer kein zufrieden stellendes Ergebnis darstellt.

  • Die meisten CMS fordern eine Freigabe von Inhalten durch festgelegte Inhaltsverantwortliche (Redakteure). Ein Wiki arbeitet mit der nacheilenden Freigabe durch den Peer-Review Prozess, welcher sich im wissenschaftlichen Umfeld längst als effizient durchgesetzt hat.
  • In Wikis gibt es keine festen Inhaltsstrukturen und Metainformationen. Diese werden durch Links generiert.
  • Wikis folgen nicht zwingend dem Modell des Content Life Cycle, sondern sind ein evolutionäres Gebilde. Wikis können aber auch relevantere und neuere Inhalte betonter darstellen.
  • Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass CMS versuchen, die Erfahrung der Vergangenheit auf die heutige Technik abzubilden. Im Vergleich dazu versucht ein Wiki, die wichtigsten Funktionen zu finden, um ein kollaboratives Tool zu bilden und diese Funktionen auf einfachste Weise zur Verfügung zu stellen.

Pflichten[Bearbeiten]

Viele Anforderungen an ein Content-Management-System können durch ein Wiki erfüllt werden, aber nicht zwingend alle. Die Anforderungen an die Auswahl eines klassischen CMS kann man auch gegen ein Wiki prüfen.

statischer Inhalt
Statische Inhalte wie man sie von vielen Corporate Webseiten kennt, die eine Organisation (Firma, Verein) darstellen, können mit einem Wiki recht einfach dargestellt werden.
Navigation
Da die Ordnung einzelner Seiten matrizenförmig ist, hat man keine gegebene Hierarchie, an die man ein Menü koppeln könnte. Jedoch haben alle Wikis die Möglichkeit ein statisches Menü einzurichten oder mit Plugins eine erweitertes Menü (z.B. kaskadierend) einzurichten.
Layout
Zwar haben bestimmte CMS spezielle Formatmöglichkeiten, dennoch können Wikis genauso wie normale CMS per CSS an das Layout angepasst werden.
Benutzerrechte
Man kann Wiki-Editoren sehr einfach zu Redakteuren der Website machen, ohne dass diese noch viel dabei lernen müßten.
Changeflow
Änderungen an der Website sind transparent dokumentiert.
Fremdinhalte einbinden
Fremde Inhalte wie Videos, RSS-feeds, Widgets oder Karten können meist direkt als HTML oder mit Plugins eingebunden werden.
Spezielle Elemente
Kontaktformulare, Kalender können nicht standardmäßig aktiviert werden, sind aber meist per Plugin oder HTML einbaubar.
regelmäßige Veröffentlichung
Ein Wiki ist kein Blog. Will man öfter artikelartige Inhalte veröffentlichen, bieten spezielle Systeme hier bessere Möglichkeiten. (RSS-Feeds über neue Artikel etc)
weitere Userinteraktion
Zwar ermöglicht ein Wiki generell eine sehr hohe Userintegration, nämlich, dass der User den Inhalt ändern kann. Aber andere Formen der Interaktion sind schwieriger. Klassische, auch anonyme oder geschützte, unveränderbare, dedizierte Kommentare, wie man sie aus jedem Blog kennt, sind schwer über Wikiseiten abzubilden
definierte Workflows
Soll der User einen definierten Workflow auf der Seite folgen können? (Webshopfunktion mit Warenkorb und Warenwirtschaft, Umfrage, Spiel)

Diese Anforderungen müssen in die Auswahl der Software einfließen.

Beispiele[Bearbeiten]

Im folgenden sind Websites aufgeführt die als "normale" Website geführt werden, aber ein Wiki als CMS haben. Das Design ist so veränderbar, das dies nicht unbedingt als ein solches erkannt wird.

Mediawiki[Bearbeiten]

MediaWiki ist eine Wiki-Software (eine sogenannte Wiki-Engine), die ursprünglich für die freie Enzyklopädie Wikipedia entwickelt wurde. Durch eine sehr hohe Ausrichtung auf Änderungsmöglichkeiten durch Nutzer auch für andere Projekte gut geeignet:

allgmeine Nutzerstatistik

Confluence[Bearbeiten]

Confluence

TikiWiki[Bearbeiten]

TikiWiki ist ein Wiki, das neben der normalen Wikifunktion durch Artikel, Blog, Worklflow etc. erweitert ist.

allgmeine Nutzerstatistik

PmWiki[Bearbeiten]

Dokuwiki[Bearbeiten]

DokuWiki eignet sich vor allem für dokumentenorientierte Webseiten die den Gesamtinhalt auf einzelnen konkreten Seiten darstellen. Abteilungen, Leistungen, Angebote, Mitglieder, Referenz etc.

Dokuwiki hat für CMS eigene Tips. Und die allgmeine Nutzerstatistik

Weblinks[Bearbeiten]