Gitarre: G Em C D

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Lektion 4: Griffwechsel G-Em-C-D[Bearbeiten]

Die Mollparallele[Bearbeiten]

Der Wechsel von G-Dur nach E-moll (und umgekehrt) ist besonders einfach. Mit dieser Lektion präge man sich gleichzeitig ein, dass E-Moll (kurz "Em" geschrieben) die Mollparallele von G-Dur ist.

In vielen Liedern muss man nicht unbedingt zur Mollparallele wechseln, sondern man kann auch den Dur-Akkord einfach weiterspielen. Der etwas weicher klingende Moll-Akkord kann aber auch den Dur-Akkord ersetzen. Moll-Akkorde dienen häufig dazu, bestimmte Takte etwas weicher klingen zu lassen. Landläufig sagt man, dass ein Moll-Akkord traurig klingt. Es stimmt zwar, dass man mit Moll-Akkorden relativ leicht traurig klingende Lieder schreiben kann, aber es gibt auch traurig klingende Lieder die überwiegend aus Dur-Akkorden bestehen. Hier bei den meisten unserer Liedbeispiele dient der Moll-Akkord vielmehr dazu, Schwung zu holen, für den nächsten Dur-Akkord. Dadurch kann das Lied viel temperamentvoller gestaltet werden. Später im Folkdiplom wirst du noch Lieder kennenlernen, die ganz in Moll geschrieben sind. Merke dir aber, dass Em die Mollparallele von G-Dur ist.

Spacer.gif Kreisxx.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
Kreisxx.svg Tonart G-Dur
mit Mollparallele
KreisD.svg
Kreisxx.svg KreisX2.svg
Kreisxx.svg KreisEm.svg
Spacer.gif Kreisxx.svg Kreisxx.svg KreisX2.svg Spacer.gif

Griffwechsel G - Em - G und Em - C - Em im Schaubild[Bearbeiten]

Auch wenn hier die einzelnen Griffwechsel recht dicht beieinander stehen, sollte man immer zuerst nur den Wechsel zwischen zwei Akkorden üben. Sobald die obere Hälfte des Schaubildes funktioniert, kann man sich an den unteren Wechsel begeben. Die Pfeile zeichnen also zwei Kreisläufe vor, die zuerst getrennt, dann später hintereinander geübt werden.

Pfeil OS.svg Crd G.svg Chord G.jpg Pfeil SW.svg
von G-Dur nach E-Moll
  1. Mittelfinger bleibt an seinem Platz
  2. Kleiner Finger weg
  3. Ringfinger unter den Mittelfinger
Fertig!
G Em G.svg Von E-Moll nach G-Dur
  1. Mittelfinger bleibt am Platz
  2. Ringfinger schräg nach oben
  3. Kleiner Finger “rollt” sich auf seinen Platz
Pfeil NO.svg Crd Em.svg Chord Em.jpg Pfeil WN.svg
von E-Moll nach C-Dur: von C-Dur nach E-Moll:
Pfeil OS.svg Pfeil SW.svg
  1. Ring- und Mittelfinger anheben
  2. Mittelfinger geht eine Seite nach
    unten und nimmt den Ringfinger mit.
    Dieser wartet aber hier in
    Lauerstellung, bis...
  3. ...der Ringfinger (wie vorher bei G-Dur)
    auf seinen Platz geht.
  4. Zeigefinger auf seinen Platz
Konzentriere dich hier auf den Mittelfinger
C Em C.svg
  1. Zeigefinger weg
  2. Ring- und Mittelfinger anheben
  3. Mittelfinger eins höher
  4. Ringfinger unter den Mittelfinger
Konzentriere dich auch hier auf den Mittelfinger
Pfeil NO.svg Crd C.svg Chord C.jpg Pfeil WN.svg

Erläuterungen[Bearbeiten]

Dieses ist keine richtige Übung, sondern es dient nur der Veranschaulichung.

Es dient also nicht dem Nachspielen, sondern einzig dem Verständnis, welches gedruckt leider nicht so leicht aufzuschreiben ist, als wenn ein Gitarrenlehrer dem Schüler gegenüber sitzt und es mal eben vormacht. Trotz der "umständlichen" Zeichnung bleibt zu hoffen, dass dadurch der Bewegungsablauf deutlicher wird, und die Gemeinsamkeiten der Griffwechsel zwischen G-Dur und E-Moll sowie C-Dur und E-Moll deutlicher hervorgehoben werden.

Wenn man den Wechsel zwischen E-Moll und C-Dur mit dem Wechsel von E-Moll nach G-Dur vergleicht, stellt man vielleicht fest, dass beide Fingerwechsel sehr ähnlich ablaufen.
Eigentlich muss man dafür den Mittelfinger (nebst Ringfinger) zuerst nur eine Saitenlage tiefer verschieben.

Um von E-Moll nach C-Dur zu wechseln, verschiebt man zuerst den Mittelfinger (nebst Ringfinger) eine Saitenlage tiefer (dass dabei schon etwas vom Wechsel zum Akkord A-Moll vorweggenommen wird, interessiert nur am Rande). Daraufhin wird der Ringfinger (wie vorher bei G-Dur geübt) schräg nach oben gebracht.

Crd Em.svg 1.)Em-Am-Em-MR.svg 2.)C-Am-C-MR.svg 3.)Crd C.svg

Um wieder zurück nach E-Moll zu wechseln, verschiebt man Mittel- und Ringfinger gleichzeitig nach oben, um dann wie von G-Dur nach Em den Ringfinger unter den Mittelfinger zu bringen.

Crd C.svg 1.)C-G-C MR.svg 2.)G-Em-G MR.svg 3.)Crd Em.svg

Rein theoretisch könnte man also zuerst nach G-Dur wechseln (sei es auch nur mit Ring- und Mittelfinger) und erst dann nach E-Moll. In der Praxis kürzt man das natürlich etwas ab, wie oben gezeigt.

Wichtig bei dieser Darstellung ist, dass man beim ganzen Wechsel auf die Stellung von Mittel- und Ringfinger achtet und sich darauf konzentriert. Durch die vielen Gemeinsamkeiten werden hinterher die Griffwechsel wesentlich flüssiger und "automatisieren" sich.

Auch wenn die Bezeichnung nicht ganz korrekt ist, kann man folgende Fingerstellung die Dur-Stellung nennen.

MR Durstellung.gif

Und diese Stellung ist die Moll-Stellung.[1]

MR Mollstellung.gif

Akkordwechsel G-Em-C-D[Bearbeiten]

Ein richtiger Schu-bi-du-ba

Akkordfolge G-Em-C-D ist ein "16-45er" in G-Dur. Um die Akkordstufen in einer Tonart zu bezeichnen zählt man einfach die Töne der entsprechenden Tonleiter durch.

  • G=1, Am=2, Hm=3, C=4, D=5, Em=6, (F#m7/b5=7)

Die Akkordfolge wird auch "50s Progression" oder "Ice Cream Changes" genannt.

Es empfiehlt sich, den Wechsel G - Em - G getrennt zu üben, bis dieser flüssig klappt. Erst etwas später übt man C - Em - C, bis auch dieser fehlerlos klappt. Und erst wenn beide Griffwechsel einwandfrei klappen, übt man die Kombination G-Em-C-D (jedoch braucht man für alle drei Übungen inkl. ein oder zwei Übungslieder erfahrungsgemäß nur eine Unterrichtsstunde).

Crd G.svgCrd Em.svgCrd C.svgCrd D.svg
Chord G.jpg Chord Em.jpg Chord C.jpg Chord D.jpg

Auch hier ist es wieder sinnvoll, sich Ring- und Mittelfinger als "Schwerpunkt" des Akkords vorzustellen. Somit hat der Lehrer keine Probleme, die Akkorde einfach anzuzeigen, ohne sie extra ansagen zu müssen (da bleibt mehr Zeit für das Singen oder andere Korrekturen). G ist oben, D ist unten, Em ist rechts oben (vom Spieler aus gesehen) und C ist irgendwo in der Mitte (da es für C mal sinnvoll ist, etwas links oder etwas rechts von der Mitte angezeigt zu werden; vgl. D C G).

Die Akkordkombination ist ein regelrechter Kreislauf, der sehr leicht einzuprägen und damit sehr leicht zu lernen ist.

GEmCDanimiert.gif

Hörbeispiel:

Liedervorschläge[Bearbeiten]

Es empfiehlt sich, nur Lieder auszuwählen, welche die Akkordkombination G-Em-C-D haben. Und am besten sollte jeder Akkord zwei Takte lang ausgehalten werden. Nach sehr kurzer Zeit automatisiert sich dann der Wechsel und man kann sich mehr dem Spaß am Singen zuwenden. Die gleichmäßige Grifffolge erleichtert (sobald sie automatisiert ist) das Erlernen des schnellen Griffwechsels


Griffwechsel G Em C D[Bearbeiten]

Reihenfolge der Akkorde bleibt gleich, aber die Dauer variiert.
Die Popformel G D Em C oder Em C G D
Zusammengesetzte Akkordfolgen mit G Em C D und/oder G D Em C
andere mit Em
1 . 2 . 3 . 4 . | 1 . 2 + . + 4 .
A - A - A - A - | A - A V - V A -
Original
1 . 2 . 3 . 4 + | . + . + 3 . 4 .
A - A - A - A V | - V - V A - A -



  1. Die Bezeichnung leitet sich von der Dur- und der Moll-Terz ab. Leider taucht diese Fingerstellung aber auch beim A-Dur-Akkord auf. Um diese Ungenauigkeit zu verstehen, müsste man sich mit der Stimmung der Gitarre befassen. Zwischen der G- und der H-Saite ist das Intervall um einen Halbton kleiner als bei allen anderen Saitennachbarn. Dennoch reicht es fürs Erste sich zu merken, dass die Durstellung meist bei Dur-Akkorden auftaucht und die Mollstellung meist bei Moll-Akkorden. Die Fingerstellungen werden einem später einmal das Lernen und Begreifen der Intervalle erleichtern. Die Ausnahme beim A-Dur-Akkord (bzw. die Besonderheit des Intervalls zwischen der G- und H-Saite) lassen wir vorerst einfach unter den Tisch fallen.
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