Gitarre: Griffwechsel C-Am

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Lektion 6: Mollparallele A-Moll[Bearbeiten]

Der Wechsel zwischen C-Dur und A-Moll (kurz Am) ist sogar einfacher als der zwischen G-Dur und E-Moll.
Diesen kann man sich vorher noch einmal ins Gedächtnis und in die Finger rufen.
Zwischen C-Dur und A-Moll wird bloß ein Finger bewegt.
Somit kann man sich auch hier sehr einfach merken, dass A-Moll die Mollparallele von C-Dur ist.

Spacer.gif Kreisxx.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
Kreisxx.svg Tonart G-Dur
mit Mollparallelen
KreisD.svg
Kreisxx.svg KreisAm.svg
Kreisxx.svg KreisEm.svg
Spacer.gif Kreisxx.svg Kreisxx.svg KreisX2.svg Spacer.gif

Von C-Dur nach A-Moll und zurück[Bearbeiten]

Pfeil OS.svg Crd C.svg Chord C.jpg Pfeil SW.svg
von C-Dur nach A-Moll
  1. Zeige- und Mittelfinger
    bleiben am Platz
  2. Ring- unter Mittelfinger
  3. Fertig!
C-Am-C.svg Von A-Moll nach C-Dur
  1. Zeige- und Mittelfinger
    bleiben am Platz
  2. Ringfinger schräg nach oben
  3. Fertig!
Pfeil NO.svg Crd Am.svg Chord Am.jpg Pfeil WN.svg

Weiteres über die Mollparallele[Bearbeiten]

Du wirst noch einige weitere Tonarten kennenlernen. Einige Akkorde tauchen gerne zusammen auf, andere Akkorde tauchen äußerst selten miteinander auf. In einer bestimmten Tonart gehören einige Akkorde zusammen. In D-Dur sind es die Akkorde D G und A und in der Tonart G-Dur sind es die Akkorde G C und D. Andere Dur-Akkorde kommen nur in Ausnahmefällen in der Tonart vor. In der Tonart D-Dur passt der A-Dur Akkord zu den D und G, aber in der nächsten Tonart G-Dur passt der A-Dur-Akkord nicht (oder nur in Ausnahmefällen) dazu. Es gibt dazu gewisse Regelmäßigkeiten, welche Akkorde gut zusammenpassen, und welche eher weniger. Es gibt aber Akkordpaare, die passen in jeder Tonart gut zusammen. Ein solches Akkordpaar haben wir schon kennengelernt. G-Dur und Em (die Mollparallele von G-Dur) passen in jeder Tonart zusammen. Und ebenso passen auch C-Dur und Am in jeder Tonart zusammen.

  • G-Dur ist die Durparallele von E-Moll, und E-Moll ist die Mollparallele von G-Dur.
  • C-Dur ist die Durparallele von A-Moll, und A-Moll ist die Mollparallele von C-Dur.

Akkordfolgen vereinfachen[Bearbeiten]

Rein praktisch gesehen, kann man oftmals eine Dur- oder Moll-Parallele gegeneinander austauschen. Bei den Parallelen C-Dur und A-Moll lohnt es sich allerdings kaum, da diese doch sehr einfach zu greifen sind. Manchmal, wenn nur ein Dur-Akkord da steht, erhält man durch den Austausch mit der Moll-Parallele eine geschmeidigere Akkordfolge, die sich leichter lernen lässt.

Bei anderen Parallelen liegt die Sache aber schon ganz anders. H-Moll (kurz Hm) ist die Mollparallele von D-Dur. (Hm ist einen Ton höher als Am und D ist einen Ton höher als C.) Der H-Moll-Akkord ist allerdings ein Barré-Griff ( siehe Grifftabelle). Barré-Akkkorde sind für Anfänger nicht ganz so einfach zu greifen wie die Akkorde, die wir bis zum Lagerfeuerdiplom und bis zum Folkdiplom lernen werden.

Nun gut, auch die Hürde mit den Barré-Akkorden lässt sich früher oder später meistern; aber bis es so weit ist, reicht es oft aus, den Barré-Akkord H-Moll (in englischen Liederbüchern auch Bm genannt) durch seine Durparallele D-Dur zu ersetzen. Das klappt zwar nicht immer, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.

Ebenso gelingt es zum Beispiel oft, den Barré-Griff Fis-Moll (F#m) durch A-Dur auszutauschen (A-Dur und Fis-Moll sind ebenfalls Parallelen). Das Ergebnis mag vielleicht nicht ganz so gut klingen, wie mit dem Moll-Akkord, aber oft ist das Ergebnis gut genug, um ein Lied doch noch mit in sein Anfänger-Repertoire zu übernehmen.

Die 2-5-1-Verbindung[Bearbeiten]

In der Tonart G-Dur ist der Akkord C-Dur die Subdominante. Am ist die Mollparallele von C-Dur, also ist Am die Subdominantenparallele.

Die Subdominantenparallele kann sehr gut als Ankündiger ("Herold") der spannungsreichen Dominante eingesetzt werden.

Angenommen in einem Lied kommt die Akkordfolge D(7) G (Dominante - Tonika) vor. Sehr oft kündigt in so einem Fall die Subdominantenparallele Am die Dominante D(7) an. Man holt sozusagen mit dem Am Schwung zum D(7), um dann wieder bei G zu landen. Also Am D(7) G.

Wenn man die G-Dur-Tonleiter durchzählt

1 2 3 4 5 6 7  8(=1)
G A H C D E F# G

dann sieht man, dass G auf der ersten Stufe, A (bzw. Am) auf der zweiten und D auf der fünften Stufe steht. Die Akkordfolge Am D(7) G ist also eine II-V-I-Akkordverbindung (2-5-1 in römischen Ziffern). Diese Akkordverbindung kommt sehr häufig vor. Sie wird auch besonders gerne als Schlusswendung am Ende eines Verses, einer Strophe oder am Ende eines Liedes verwendet, oder als Übergang vom Ende eines Verses mit Am D zum Anfang des nächsten Verses wieder mit der Tonika G. So eine Wendung, die durch die Akkordfolge wieder zurück zur Tonika leitet wird auch gerne als "Turnaround" bezeichnet. Du siehst, es lohnt sich darauf zu achten. Es ist immer einfacher sich eine ganze Standard-Akkordverbindung zu merken, als drei einzelne scheinbar voneinander unabhängige Akkorde. Nach einiger Zeit wirst du diese II-V-I-Verbindung auch alleine erkennen und heraushören.

Aber hier mal ein paar Beispiele:

  • Killed Am poor Laura D Foster. - You know you're bound to G die. (Tom Dooley)
  • G Auf der schwäbschen Eisenbahne C gibt’s gar viele Am Haltstatione D Schtuegart, Ulm und G Biberach...
  • Am harum di D dscharum di G schrum,(Die Leinweber)
  • And I G never will Am play THE WILD D ROVER no G more
  • ' Stiefel Am tragen oder D Schuh; ' Oder G ob... (Das Bürgerlied)
  • Am Ich will zu- D rück nach WESTER- G LAND
  • Am saying SOMETHING D STUPID like I G love you
  • and I Am mean it from the D bottom of my G heart (I just call to say I love you)
  • DON'T Am WORRY, D BE G HAPPY
  • G Wind Nordost Startbahn 0- Am 3 - D - bis hier hin hör ich die Mo- G toren (Über den Wolken)

In den letzten Lektionen hast du doch die Akkordfolge G-Em-C-D kennengelernt. Du hast hier weiterhin gelernt, dass man C-Dur manchmal durch Am austauschen kann. Und du hast gelernt, das Am die Dominante D ankündigen kann. Also versuche einfach mal die Akkordfolge G-Em-C-D durch die Akkordfolge G-Em-Am-D auszutauschen. Du wirst feststellen, es klappt in den meisten Fällen problemlos, so dass es später mal eine reine Geschmackssache sein wird, ob du die eine oder andere Variante nimmst.

auch wenn der Griffwechsel Em Am nicht extra geübt worden ist, sollte dieser Wechsel dennoch keine nennenswerten Probleme machen. Zur Not vorher 2 bis 3 mal isoliert üben:

  1. Alle Finger anheben
  2. Beide Finger gleichzeitig einen Bund runter
  3. Zeigefinger an die richtige Position (wie beim C-Dur)

Liedervorschläge[Bearbeiten]

Griffwechsel C-Am[Bearbeiten]


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