Gitarre: Sprung Em D und Am G

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Lektion 7: Größere Sprünge zwischen Akkorden[Bearbeiten]

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde möglichst darauf verzichtet, dass die Finger größere Sprünge machen mussten. Bei solchen Sprüngen besteht für einen Anfänger (der du ja langsam nicht mehr bist) immer ein wenig die Gefahr, dass man nicht mehr genau weiß, wo man auf dem Griffbrett ist, und wertvolle Zeit mit dem Sortieren der Finger verbraucht. Darum ist es immer gut, wenn man neue Akkorde zuerst mit Griffwechseln ohne größere Sprünge übt.

Jetzt, nachdem man mit den Griffen einigermaßen vertraut ist, dürfte der Wechsel zwischen den Akkorden G-Dur und A-Moll, sowie der Wechsel zwischen E-Moll und D-Dur eigentlich keine größeren Problem mehr bereiten. Es hat sich jedoch als günstig erwiesen, diese "Sprünge" vor dem ersten Einsatz bei Liedern vorher einmal einzeln zu üben. Dabei können Lieder hilfreich sein, die gehäuft den etwas schwierigeren Griffwechsel aufweisen. Dadurch werden dann solche Akkordkombinationen schnell zu geläufigen Standard-Griffwechseln, die einem später keine Kopfschmerzen mehr bereiten.

Dennoch wird es immer wieder Griffwechsel geben, die man bei einem neuen Lied lieber einmal isoliert üben sollte, bis sie einem flüssig von der Hand gehen.

Es kann durchaus sein, dass du die folgenden Akkordwechsel schon gelernt hast. In dem Fall wird die 7. Unterrichtseinheit gerne genutzt, um Lieder mit aufwendigeren Akkordfolgen zu üben.

Sprung zwischen G und Am[Bearbeiten]

Von G-Dur nach A-moll: - Kleiner Finger weg - Ring- und Mittelfinger anheben - Mittelfinger eins tiefer - Ringfinger unter den Mittelfinger - Zeigefinger wie bei C-Dur
Pfeil OS.svg Crd G.svg Chord G.jpg Pfeil SW.svg
von G-Dur nach A-Moll
  1. Kleiner Finger weg
  2. Ring- und Mittel-
    finger anheben
  3. Mittelfinger eine
    Saitenlage tiefer.
  4. Der Ringfinger kommt
    genau wie bei C-Dur
    unter den Mittelfinger
  5. Zeigefinger aufsetzen
G Am G.svg Von A-Moll nach G-Dur
  1. Zeigefinger anheben
  2. Ring- und Mittelfinger anheben
  3. Mittelfinger eins nach oben
  4. wie vorher bei E-moll geht der
    Ringfinger auf seinen Platz
  5. Der kleine Finger “rollt” sich ein
Pfeil NO.svg Crd Am.svg Chord Am.jpg Pfeil WN.svg

Wenn man nur einzelne Griffe üben würde, dann läuft man schnell Gefahr, dass man einen Griff immer nach der gleichen Methode aufbaut, obwohl bei einem anderen Griffwechsel eine andere Reihenfolge angebrachter wäre.

Der Akkord ist nicht das Wichtigste, was es zu lernen gibt, sondern der Wechsel von einem Akkord zum nächsten. Dort gilt es die Gemeinsamkeiten zu suchen. Das lässt sich gut im nächsten Griffwechsel veranschaulichen

Sprung zwischen Em und D[Bearbeiten]

Pfeil OS.svg Crd Em.svg Chord Em.jpg Pfeil SW.svg
Von E-Moll nach D-Dur
  1. Mittel- und Ringfinger anheben
  2. Mittelfinger ganz nach unten
  3. Ringfinger auf seinen Platz
  4. Zeigefinger auf seinen Platz
Dur-Moll-Dur.svg Von D-Dur nach e-moll
  1. Zeigefinger weg
  2. Mittel- und Ringfinger anheben
  3. Mittelfinger rauf bis zur A-Saite
  4. Ringfinger unter den Mittelfinger
Pfeil NO.svg Crd D.svg Chord D.jpg Pfeil WN.svg

Wenn man erkennt, dass dieser Griffwechsel ähnlich abläuft wie der Griffwechsel von A-Dur nach D-Dur, mit dem wir den Kurs gestartet haben, sich aber alles nur ein paar Saiten höher abspielt, dann ist schon sehr viel gewonnen.

Bei allen 6 Akkorden aus diesem Lagerfeuerdiplom gibt es für Ring- und Mittelfinger praktisch nur zwei Stellungen.

"Bei D-Dur: MR Durstellung.gif "Bei A-Dur: MR Mollstellung.gif

Ring- und Mittelfinger bilden eine Einheit. Diese Fingerstellung werden wir noch bei drei weiteren Akkorden aus dem Folkdiplom wiederentdecken. Lediglich die Höhe variiert.

Nach dieser Lektion dürfte auch der Wechsel zwischen A-Dur und G-Dur keine Probleme mehr bereiten.

Die Pop-Kadenz[Bearbeiten]

Bei den nachfolgenden Liedvorschlägen wird dir vielleicht des öfteren die Akkordfolge G D Em C auffallen. Dieses ist eine I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4). In Bands ruft man sich manchmal die Akkordfolge als "ein 15-64er in G" zu, was aber auch nichts anderes als "eine 1-5-6-4-Akkordverbindung in der Tonart G-Dur" heißt.

Die G-Dur Tonleiter besteht aus folgenden Tönen:

  • G A H C D E F# G

Bei einer I V VI IV-Verbindung (1-5-6-4) in G-Dur ist
I - G der 1. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist G-Dur die 1. Akkordstufe.
V - D der 5. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist D-Dur die 5. Akkordstufe.
VI- E der 6. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist E-Moll die 6. Akkordstufe.
IV- C der 4. Ton in der G-Dur-Tonleiter und damit ist C-Dur die 4. Akkordstufe.

Diese Akkordfolge taucht bei extrem vielen Popsongs auf, so dass man sie auch "Pop-Formeln", "Pop-Progression" oder "Pop-Kadenz" nennt. Dieses ist also eine Akkordfolge, die du dir merken solltest.

Ein paar Beispiele:

  • Its not G time to make a D change, just re- Em lax and take it C easy
  • When G I find myself in D times of trouble, Em mother Mary C comes to me (Let it be)
  • COUNTRY G ROADS, take me D home to the Em place I be- C long
  • G Oh ich D hab solche Em Sehnsucht C (Westerland)
  • G I won't hesi- D tate no more No Em more, it cannot C wait I’M YOURS
  • And G I D - Em Will C Always Love G You

Wenn dir ein Lied zu tief zum singen ist, kannst du einen Kapodaster benutzen. Dieser wird näher im Folkdiplom erläutert.

Höre dir für die Pop-Formel unbedingt mal Own YouTube logo.svg   Axis of Awesome - 4 Four Chord Song an!

Liedervorschläge[Bearbeiten]

Sprung Em-D und Am-G[Bearbeiten]

Wer Probleme beim Sprung von Em nach D oder von Am nach G hat, kann das hier nochmal üben.

Vermehrt "Sprünge" und nicht mehr so gleichmäßige Akkordfolgen


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