Gitarre: Mollparallelen

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Lektion 3b
Molltonarten
[Bearbeiten]

Spacer.gif KreisF.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
Kreisxx.svg Tonart C-Dur
im Quintenzirkel
KreisDm.svg
Kreisxx.svg KreisAm.svg
Kreisxx.svg KreisEm.svg
Spacer.gif Kreisxx.svg Kreisxx.svg Kreisxx.svg Spacer.gif

Diesmal haben wir eine vollständige Tonart,
mit allen üblichen Dur- und Moll-Akkorden.

Drei Dur-Akkorde
Subdominante Tonika Dominante
KreisF.svg KreisC.svg KreisG.svg
Drei Moll-Akkorde
Subdominanten-
parallele
Tonika-
parallele
Dominanten-
parallele
KreisDm.svg KreisAm.svg KreisEm.svg

Das Schema 2 x 3 Akkorde[Bearbeiten]

Wenn man für ein Lied in einer bestimmten Tonart (hier in C-Dur) Akkorde sucht, dann erwartet man üblicherweise die 6 Akkorde, die im Quintenzirkel direkt nebeneinander stehen.

Natürlich müssen nicht all diese 6 Akkorde vorkommen, und natürlich können auch noch Ausnahmen mit dabei sein, aber es ist schon mal eine große Hilfe, wenn man weiß, welche Akkorde am wahrscheinlichsten bei einer bestimmten Tonart zu erwarten sind.

Da schon bei den letzten Lektionen immer darauf geachtet wurde, dass die entsprechenden Moll-Akkorde immer mit den dazugehörigen Dur-Parallelen zusammen gelehrt wurden, sollte es dir leicht fallen, die Tabelle einzuprägen.

Oben im Quintenzirkel fällt auf, dass die Töne in einer besonderen Reihenfolge auftauchen. Vergleicht man die Töne mit den Akkorden, so kommen zuerst die drei Dur-Akkorde und anschließend folgen die drei Moll-Akkorde. Der Grundakkord der Dur-Tonart (Tonika) steht zwischen den beiden anderen Dur-Akkorden. Ebenso steht der Grundakkord der Moll-Tonart (Tonika-Parallele) zwischen den beiden anderen Moll-Akkorden (mehr darüber bei den Molltonarten).

Harmonielehre in den Fingern[Bearbeiten]

Ordnet man sich praktischerweise die Akkorde in zwei Reihen, dann stehen die zusammengehörenden Dur- und Moll-Parallelen genau untereinander. Du erinnerst dich doch noch daran, dass man beim Wechseln der zusammengehörenden Dur- und Moll-Parallelen (F-Dm; C-Am; G-Em) fast nur den Ringfinger bewegen musste.

Crd F ZMR.svgCrd C.svgCrd G.svg
F-Dm zz.svgC-Am-C.svgG Em G.svg
Crd Dm.svgCrd Am.svg Crd Em.svg

Durch den leichten Griffwechsel hast du schon einen Teil der Harmonielehre "in den Fingern".

Es lohnt sich früher oder später den ganzen Quintenzirkel einzuprägen, denn dieses wirst du noch öfter benötigen.

Charakter der Akkordfunktionen[Bearbeiten]

am Beispiel der C-Dur-Tonleiter

Man kann den 6 Akkorden einer Tonleiter bestimmte Funktionen zuordnen, die ihr Verhältnis zum Grundakkord (der Tonika) beschreiben. Drei von denen hast du ja schon im Lagerfeuerdiplom kennengelernt. Wenn man sich näher mit den Funktionen beschäftigt und auf den Höreindruck achtet, dann bekommen die einzelnen Akkorde einen bestimmten Charakter. Diesen subjektiven Höreindruck sprachlich wiederzugeben ist nicht ganz einfach, da jedes Beispiel hinkt und viel zu kurz greift. Die Beschreibungen der einzelnen Funktionen darf man also nur als einen groben Versuch werten, sich dem Höreindruck vergleichend anzunähern.

Wiederholung der Dur-Funktionen
Die drei Dur-Akkorde und deren Funktionen haben wir schon kennengelernt.
  • die Tonika (C), die oft Start und Ziel einer Musikphrase ist, stellt so was wie einen Ruhepol dar.
  • Die Subdominante(F), welche die Tonika mit der Dominanten verbindet hat einen eher fließenden, schwebenden Charakter
  • Die Dominante (G) hat einen spannungsreichen, dynamischen Charakter, den man mit einer Septime (G7) noch verstärken kann. Die Spannung der Dominante hat meist das Bestreben wieder zur Tonika (C) aufgelöst zu werden.

Spiele die Durkadenz C F G(7) C und präge dir damit die "Funktionen" der drei Akkorde ein.

Die Mollparallelen

Jeden der drei Moll-Akkorde kann man sich als den gemütlicheren Vertreter der Dur-Akkorde vorstellen.

  • Die Tonikaparallele (Am) haben wir schon als Vertreter der Tonika(C) kennengelernt. Sie kann ebenfalls einen Ruhepol darstellen, und der Melodie einen etwas traurigeren Verlauf nehmen lassen. Sie kann das Musikstück klanglich etwas ausbremsen. Aber wie wir schon gehört haben klingen Mollakkorde nicht immer traurig. Sie können auch zum "Schwungholen" für die lebhafteren Dur-Akkorde verwendet werden.
  • Die Subdominantenparallele (Dm) hat ebenfalls wie die Subdominante (F) einen weiterleitenden Charakter. Sie bereitet gerne die Dominante (G) vor. Oftmals ersetzt man die Dominante durch die Kombination Subdominantenparallele - Dominante. Also aus einem G C wird oft ein (Dm G) C.
  • Auch die Dominantenparallele (Em) hat ebenfalls spannungsreichen Charakter wie die Dominante. Der Moll-Akkord kann etwas energisch und sogar quängelnd klingen. So wie die Dominante G nach C weiterleitet, leitet Em gerne zur Tonikaparallele Am weiter. Nicht selten plustert sie sich zu einem Dur(7)-Akkord auf, und wird zu einer Art Zwischendominante. Doch darüber wirst du mehr bei den Molltonarten hören.

Das 2 x 3 Schema in G-Dur[Bearbeiten]

Die Grundaufteilung Subdominante-Tonika-Dominante und ihre Parallelen findet man übrigens in allen Tonarten wieder. Leider muss man bei einigen Tonarten Barré-Akkorde verwenden. Trotzdem wollen wir mal schauen, wie das ganze in der Tonart G-Dur aussehen müsste:

Spacer.gif Kreisxx.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
KreisX2.svg

Tonart G-Dur
mit Mollparallelen

KreisD.svg
KreisX2.svg KreisAm.svg
KreisX2.svg KreisEm.svg
Spacer.gif KreisX2.svg KreisX2.svg Kreis Hm.svg Spacer.gif
Drei Dur-Akkorde
Subdominante Tonika Dominante
KreisC.svg KreisG.svg KreisD.svg
Drei Moll-Akkorde
Subdominanten-
parallele
Tonika-
parallele
Dominanten-
parallele
KreisAm.svg KreisEm.svg Kreis Hm.svg

Das Problem ist der Hm-Akkord, auf den wir noch etwas warten müssen, bis du die Barré-Akkorde im Folkdiplom durchgenommen hast. Bis dahin wendest du einfach weiter den Tipp aus dem Lagerfeuerdiplom an und versuchst den Hm durch dessen Dur-Parallele zu umgehen. Mitunter lässt er sich auch durch eine Zwischendominante (H7, die wir etwas später kennenlernen werden) substituieren (ersetzen). Oder man spielt als etwas einfacher zu greifende Form den Hm7 (den du auch zusammen mit dem H7 kennen lernen wirst.) Er klingt nicht ganz so gut wie der Barré-Akkord, aber zur Not tut er es.

Wichtig ist erstmal nur, dass du das Grundprinzip verstehst, welche Akkorde man am häufigsten in einer Tonart zusammen antrifft.

Auffallend ist, dass die Akkorde F und Dm aus der Tonart C-Dur zusammen verschwunden sind. Dafür tauchen die Akkorde D und Hm zusammen in der Tonart G-Dur auf. Das ist noch ein Grund, warum man von parallelen Akkorden spricht.

Liedervorschlag[Bearbeiten]

Lieder in C-Dur mit allen Mollparallelen[Bearbeiten]

  • Dreamer (Ozzy Osbourne) ||: C- Am- C- Am- F- Dm- G G7 :|| ||: C- Am- Em- G G7 :||
  • Streets of London (Ralph Mctell) C G Am Em F; C Dm7 G7; C G Am Em; F C G C - F Em G C; D D7 G G7; C G Am Em; F C G C
  • Own YouTube logo.svg   Wind of Change (Scorpions) Refrain: C G Dm G C G Dm G Am F G
Qsicon inArbeit.png
To-Do:

Weitere Lieder (insbesondere ohne Copyright) in C-Dur finden, die möglichst alle Akkordfunktionen haben.

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