Gitarre: Griffwechsel C-F-G

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Lektion 1a
Griffwechsel C-F-G
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Beim Lagerfeuerdiplom wurde schon in der zweiten Unterrichtsstunde der Akkord G-Dur und damit der schwerste Akkord aus dem Kurs beigebracht. Da aber für Anfänger alle Akkorde schwierig sind, ist das niemandem richtig aufgefallen. Wer diese Hürde geschafft hat, dem konnte man versichern, dass er sowohl das Lagerfeuerdiplom als auch das Folkdiplom meistern wird. Die größte grifftechnische Hürde, die es im Folkdiplom zu meistern gibt, ist das Umlegen des Zeigefingers, beim F-Dur-Akkord. Es ist nicht wesentlich schwerer als der kleine Finger beim G-Dur-Akkord, benötigt aber auch am Anfang seine Gewöhnungszeit. Bei allen folgenden Griffen geht es dann nur noch um das Sortieren der Finger und die günstigste Art zu wechseln.

Wir verlassen die Tonart G-Dur und wenden uns der Tonart C-Dur zu. Der D-Dur-Akkord taucht nur noch gelegentlich als Besuch auf, dafür kommt F-Dur und in der nächsten Lektion D-Moll hinzu. Damit wird C-Dur die erste Tonart sein, von der wir alle Dur und Moll-Akkorde können.

Spacer.gif KreisF.svg KreisC.svg KreisG.svg Spacer.gif
Kreisxx.svg Tonart C-Dur
mit Mollparallelen
KreisX2.svg
Kreisxx.svg KreisAm.svg
Kreisxx.svg KreisEm.svg
Spacer.gif Kreisxx.svg Kreisxx.svg KreisX2.svg Spacer.gif

Griffwechsel C-F-C und G-F-G im Schaubild[Bearbeiten]

Auch wenn hier die einzelnen Griffwechsel recht dicht beieinander stehen, sollte man immer zuerst nur den Wechsel zwischen zwei Akkorden üben. Sobald die obere Hälfte des Schaubildes funktioniert, kann man sich an den unteren Wechsel begeben. Die Pfeile zeichnen also zwei Kreisläufe vor, die zuerst getrennt, dann später hintereinander geübt werden.

Pfeil OS.svg Crd C.svg Pfeil SW.svg
von C-Dur nach F-Dur
  1. Zeigefinger bleibt auf seinem Platz
  2. Ring- und Mittelfinger eine Saitenlage tiefer
  3. der Zeigefinger legt sich um
C-F-C.svgVon F-Dur nach C-Dur
  1. Mittel- und Ringfinger gehen eine Saitenlage höher
  2. Zeigefinger richtet sich auf
Pfeil NO.svg Crd F Visuel.svg
Chord F X03211.jpg Chord F to boddy.jpg
Pfeil WN.svg
von F-Dur nach G-Dur: von G-Dur nach F-Dur:
Pfeil OS.svg Pfeil SW.svg
  1. Zeigefinger weg
  2. Ring- und Mittelfinger ganz nach oben
  3. kleiner Finger rollt sich auf seinen Platz
G-F-G.svg
  1. Kleiner Finger weg
  2. Ring- und Mittelfinger zwei Saiten tiefer
  3. Zeigefinger auf den "C-Dur-Platz"
  4. Zeigefinger umlegen
Pfeil NO.svg Crd G.svg Pfeil WN.svg

Erläuterungen[Bearbeiten]

Dass Mittel- und Ringfinger immer gleichzeitig gewechselt werden, habe ich in der Übersicht nicht extra erwähnt, aber es darf auf gar keinen Fall vergessen werden. Das gleichzeitige Aufsetzen der beiden Finger ist sogar noch wichtiger als das richtige Umlegen des Zeigefingers hinzubekommen.

Beim Akkorddiagramm von F-Dur ist vielleicht schon aufgefallen, dass die oberste E-Saite (genau wie bei D-Dur) nicht angeschlagen werden darf (X).

Zugegeben, der Griff des Zeigefingers über zwei Saiten ist nicht ganz einfach. Zum einen muss man aufpassen, dass man mit dem Mittelfinger nicht versehentlich die H-Saite abdämpft, und gleichzeitig muss man mit dem Zeigefinger genug Kraft für die beiden Saiten aufbringen. Da muss man einiges ausprobieren, bis man eine Fingerlage hat, die alles gleichzeitig bewältigt. Wenn es Anfangs nicht gleich klappt, bloß nicht aufgeben. Dass sich der F-Dur-Akkord am Anfang etwas dumpf anhört, weil man noch nicht richtig den Dreh raus hat, macht nahezu jeder Gitarrist durch. Mutig weiterspielen; und über die kleinen Unsauberkeiten ruhig mal hinweghören. Das gibt sich mit der Zeit. Das war beim G-Dur mit dem kleinen Finger auch nicht viel anders. Und ich wette, der macht jetzt keine Probleme mehr.

Auch hier noch einmal zur Wiederholung: Der Kleine Finger beim G-Dur und der Zeigefinger beim F-Dur darf ruhig ein wenig zögern, bevor er seinen Platz verlässt. Als Stützfinger zur Orientierung, bis Mittel- und Ringfinger ihren Platz gefunden haben. Jedoch darf sich der kleine Finger bzw. der Zeigefinger des neuen Akkordes erst aufsetzen, wenn Mittel- und Ringfinger ihren Platz erreicht haben. Sonst besteht wieder die Gefahr, dass man einen Akkord von hinten aufbaut und die schon bestehende Fingerstellung zwischen Ring- und Mittelfinger auseinander reißt.

Häufig passiert es den Anfängern, dass sie das Griffbrett zu fest umgreifen. Aber es gilt auch bei dem kleinen F, dass der Handteller nicht das Griffbrett berühren soll. Tut man es dennoch, so verkrampfen die Finger viel leichter, und die Beweglichkeit wird sehr eingeschränkt, so dass man dadurch Probleme hat, alle Saiten sauber zu drücken, und die Nachbarsaiten nicht abzudämpfen.

Randbemerkung[Bearbeiten]

Sollte euch jemand, der das F schon als Barré-Akkord greifen kann, weismachen wollen, der so genannte kleine F sei nicht so gut wie die Barré-Variante, dann zeigt ihm mal folgenden Artikel: Randbemerkung zum F-Dur-Griff

Liedvorschläge[Bearbeiten]

F-Dur-Akkord[Bearbeiten]

Pro Akkord = 1 Takt; Bindestrich = noch ein Takt; runde Klammer = schneller Griffwechsel (2 Akkorde pro Takt); geschweifte Klammern: alles x-Mal wiederholen
Akkordfolgen wurden gegenüber dem Originalen teilweise vereinfacht.


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