Gitarre: Die Mollkadenz

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Die Molltonarten[Bearbeiten]

In der Lektion über die Mollparallelen hast du gehört, dass man in einer Tonart üblicherweise 6 Akkorde erwartet. Drei Dur-Akkorde und drei Moll-Parallelen.

Du hast die 6 üblichen Akkorde in zwei Tonarten kennengelernt, und du hast mitbekommen, dass man sie sich sinnvollerweise in der Reihenfolge des Quintenzirkels aufschreibt.

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Kreisxx.svg Tonart C-Dur
im Quintenzirkel
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C-Dur: F C G Dm Am Em
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Kreisxx.svg Tonart G-Dur
im Quintenzirkel
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G-Dur: C G D Am Em Hm (engl. Bm)

Du hast gesehen, dass es oft praktischer ist, die Akkorde untereinander zu schreiben, damit die Dur- und Mollparallelen gleich untereinander stehen.

Du weißt auch, dass der Hm ein Barré-Akkord ist, den wir bis jetzt noch nicht gelernt haben, aber den man oftmals durch die Dur-Parallele D-Dur austauschen kann. Vielleicht weißt du auch schon, dass er im englischen Bm genannt wird.

C-Dur G-Dur
F C G
Dm Am Em
C G D
Am Em Hm

Bis jetzt hast du hauptsächlich Lieder in Dur kennengelernt.

Die A-Mollkadenz[Bearbeiten]

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Kreisxx.svg Tonart A-Moll
ohne Dominante
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Kreisxx.svg KreisEm.svg
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Kreisxx.svg Tonart A-Moll
mit Dominante
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Kreisxx.svg Tonart A-Dur
im Quintenzirkel
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Es gibt aber auch Lieder, die verwenden fast nur die Moll-Akkorde. Allerdings gibt es bei den Molltonarten etwas zu beachten. Erinnerst du dich noch an die Zwischendominante? Das war die letzte Lektion bei dem Lagerfeuerdiplom. Für die Molltonarten brauchen wir auch so was ähnliches wie eine Zwischendominante.

Spiele einfach mal die Akkordfolge Am Dm Em Am. Es scheint alles soweit zu stimmen, und es hört sich nicht unbedingt schlecht an. Allerdings ist es etwas lasch. Am ist hier die Tonika (Grundakkord) der Molltonart. Dm ist die Subdominante der Molltonart. Em ist die Dominante der Molltonart. Von den Dur-Tonarten sind wir es inzwischen gewohnt, dass die Dominante eine Spannung aufbaut, die sich in der Tonika wieder auflöst. Allerdings hört sich der Em-Akkord für eine Dominante ziemlich schwach an. Em leitet lange nicht so gut nach Am weiter, wie es die Dur-Dominante G nach C getan hat. Unserem Ohr fehlt die gewohnte Schlusswendung mit einem Spannungsaufbau und einer Auflösung.

Damit Em besser nach Am weiterleiten kann, plustert sich der Moll-Akkord mal eben zu einem Dur-Akkord auf. E-Dur kann sehr gut zur Tonika A-Dur weiterleiten. Die entsprechende Kadenz wäre A D E A. Der Em tut also mal einen Moment lang so, als wäre es die Dominante der A-Dur-Tonleiter, die sich zur Tonika A-Dur auflösen will. Aber wie bei der Zwischendominante ist dieser Höreindruck nur ganz kurz. Da wir immer noch das Am und das Dm im Ohr haben, stört es uns nicht, wenn der E-Dur-Akkord sich nicht zum A-Dur-Akkord sondern nach Am hin auflöst.

Spiele mal nacheinander folgende Akkordfolgen nach

Am Dm Em Am
Am Dm E Am
A D E A

Die Dominante einer Moll-Tonart wird meist als ein Dur-Akkord gespielt, da sich damit eine bessere Schlusswirkung erzielen lässt. Das E-Dur aus unserem Beispiel hat sich dazu noch ein paar Töne von der A-Dur-Tonleiter geklaut, die nicht in der Tonleiter C-Dur (von der wir ja die Mollakkorde übernommen haben) vorkommen. Mehr wirst du darüber erfahren, wenn du dich näher mit den Tonleitern auseinandersetzt.

Die typische A-Moll-Kadenz besteht also aus den Akkorden

Crd Am.svg Crd Dm.svg Crd E.svg Crd Am.svg

Die Moll-Dominante kann übrigens genau wie eine Dur-Dominante als ein 7er-Akkord gespielt werden. Aber bis du alle 7er-Akkorde lernst, kannst du sie genau wie bei den Dur-Akkorden vorerst einfach ignorieren.

Beispiel
Qsicon inArbeit.png
To-Do:

Weitere Beispiele für die reine Am-Kadenz finden

Erweiterung der Mollkadenz[Bearbeiten]

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Kreisxx.svg Tonart C-Dur
mit Moll-Parallelen
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Kreisxx.svg Tonart A-Moll
mit Dur-Parallelen
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Kreisxx.svg KreisE.svg
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Genau so, wie die Durkadenz durch einige Moll-Akkorde erweitert wurden, so kann auch eine Moll-Tonart durch ein paar Dur-Akkorde erweitert werden. Es sind genau die Dur-Parallelen, die du schon kennengelernt hast.

Also Lieder in Am enthalten hauptsächlich die Akkorde

Dm Am E

gelegentlich können sie durch folgende Durparallelen erweitert werden

F C G

Also es sind wieder die Akkorde, die du schon vom C-Dur her kennst. Nur dass statt eines Em ein E gespielt wird.

F C G Dm Am Em (E)

Die Lieder unterscheiden sich von den Akkorden her fast gar nicht, nur dass jetzt Am der Grundakkord ist, um den sich alles dreht, und die Dominante der Molltonart oft (aber nicht immer) als Dur(7)-Akkord gespielt wird. Da die Dominante in Moll nicht immer als Dur-Akkord, vorkommt habe ich sie einfach in Klammern nochmal mit dazu geschrieben.

Beispiel

Bei einigen Liedern kann es sogar sein, dass die Verse in Moll gesetzt sind, und der Refrain in Dur. Seltener ist es umgekehrt.

Liedvorschläge[Bearbeiten]

Einfache Lieder in Moll[Bearbeiten]

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