Suchmaschinenoptimierung: Redaktionell

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Eine Suchmaschine ist in erster Hinsicht eine Maschine, die optimal bedient werden will. Die Suchmaschinenoptimierung hat nun aber keinen direkten Zugriff auf die Suchmaschine, sondern nur den Rohstoff aus welchem diese ihre Ergebnisse erzeugt. So bedient man diese in einem anderen Sinne, aber hat, je nach Suchmaschine unterschiedlich, Einfluss darauf.

Dieser Rohstoffe sind nichts anderes als Internetseiten, Dokumente hauptsächlich im Dateiformat html, aber auch pdf und auch Textdateien. Die Kunst in der technischen SEO ist es nun diese Dateien so auszuliefern das die Suchmaschine ein möglichst hohe Relevanz attestiert.

Das Material und das Produkt mit welchem diese Maschine aber arbeitet ist, bis auf ein paar Exoten, Text. In Suchanfragen werden nach einer bestimmten oder kombinierten Textstelle gesucht. Auch jemand der online shoppen will sucht im theoretischen Prinzip nach dem Text "Online Shop" (der im SEO sogar eine gar nicht unwichtige Rolle spielt ). Praktisch sucht der User nach einer neuen Hose oder einer bestimmten Digitalkamera, aber das tut er in der Suchmaschine dem er die alle indizierten Seiten und damit auch Beschreibungsseiten von Produkten nach 'hose' durchsuchen lässt.

Natürlich gibt es im Internet eine riesen Anzahl an Menschen, die diese Hose direkt feil bieten, manche verkaufen diese gar nicht direkt im Internet, sondern Werben nur dafür, wieder andere verkaufen gar keine Hosen, sondern beschreiben nur die niederträchtige patriarchische Symbolkraft von Hosen, wieder andere beschreiben einfach nur lexikalisch Hosen.

Jetzt ist es die Aufgabe der redaktionellen Suchmaschinenoptimierung den Text über diese Hose so zu schreiben das die Suchmaschine die Information so interpretiert, das sie eine an sie gestellt Suchanfrage mit der richtigen Seite über das Thema Hosen auf die Seite hinweist die die relevanteste Information gibt. Rein theoretisch.

Der Weg geht eigentlich anderes herum, die Suchmaschine bedient sich aufwändiger mathematischer Formeln bestehende Texte so einzuordnen das die Suchanfrage möglichst genau bedient werden kann. Die Optimierung versucht nun eigentlich die Suchmaschine zu überzeugen das hier ein besonderes relevanter Text steht oder stehen würde.

Keyword[Bearbeiten]

Keyword ist der Begriff, den Internet-Nutzer in das Suchfeld einer Suchmaschine eintippen, um Websites zu einem bestimmten Thema zu finden. Weiter differenziert man zwischen Searchterm, alles was der User wirklich eintippt und den eigentlichen Keywords welche die Suchmaschine aus dem Searchterm interpretiert und darauf ihren Index abfragt.

Suchmaschinen werden noch nicht semantisch abgefragt. Der User sucht nach Hose und nicht wie vielleicht auf einem realen Marktplatz: Ich möchte gern eine Hose kaufen. Wenn man nun über Hosen informieren will, welche verkaufen will, lustige Hosengeschichten veröffentlicht oder gar eine Musikband mit dem Namen Hosen hat, so versucht man seine Information bei der Anfrage auf das Keyword Hose möglichst hoch zu ranken.

Die klassische Suchmaschinenoptimierung erfolgt zielgerichtet auf einzelne dieser Keywords. Durch die Suchwortdichte versucht man das Keyword quantitativ oft genug (aber nicht zu viel) im Text erscheinen zu lassen und qualitativ durch prominente Auszeichnung (z.B. in Überschift, fett) intern und extern durch links und inzwischen auch durch wertvolle (hoher Pagerank), logische (Keyword als Linktext) und gutnachbarschaftliche links.

Dennoch suchen User trotzdem differenzierter. So wird inzwischen oft spezieller ("braune Herren Hose Nadelstreifen") oder semantischer ("Hose München Visa") gesucht. Im letztern will der Kunde eine Hose in München mit einer Visacard kaufen.

Statistiken zeigen das meisten zwei Searchterms eingeben werden und die Anzahle der eingegebenen Searchterms langsam steigt [1]. Hier kann man als Nischenabieter (also alle auf der 2. Seite) versuchen seine Alleinstellungsmerkmale (Nadelstreifen) einzubringen. Oder die semantische Anfrage richtig Nutzen und auch auf logische Kombinationen optimieren (München).

Keywordanalyse[Bearbeiten]

Die Keywordanalyse dient dafür die meistgesuchten Keywords in Suchmaschinen zum Thema der eigenen Homepage zu finden.[2]. Um Keywords überhaupt nun in gute und schlechte zu unterteilen braucht man erst einmal welche.

Keywordauswahl[Bearbeiten]

Erstellen Sie sich für eine Liste der möglichen Keywords, seien Sie hier gern kreativ und gehen sie jedem Gedanken nach. Diese Liste wird später qualifiziert in der Keywordauswertung qualifiziert werden und es werden nicht auf alle Keywords optimiert, aber orientieren sie sich an dieser ständig um die Struktur bei der Verbesserung nicht zu verlieren. So können später unwichtige Keywords relevant werden, weil sich die Seite verbessert und spezieller Anfragen benatworten kann, die Seite bei umkämpftereren Keywords eine Chance hat, sich die Suchanfragen verändern.

  • Was würden Sie selbst Suchen wenn sie Ihr eigenes Angebot finden wollten. Wer eine Hose kaufen will sucht sicherlich nach tollem Aussehen, aber würde das nicht in eine Suchmaschine eingeben. Wahrscheinlich würden Sie selbst nach hose suchen. Und schon hat man sein erstes Keyword.
  • Beschreibung wie Kataloge oder die eigene Erfahrung aus der Branchensprache
  • zu vorhandenen Keywords Vorschläge aus der Google Suggest
  • Synonyme kann man selber herausfinden und zahlreiche Datenbanken bemühen (z.B. openthesaurus.de) oft gibt es regionale Unterschiede
  • sinnvolle und genauer beschreibende Keywordkombinationen (hose blau) sind wichtig und sinnvoll.
    • regionaler Bezug[3]
    • spezifischer
  • schauen Sie sich die Seiten von Mitbewerbern an und versuchen zu erkenne auf was diese optimiert haben; keine falsche Scheu, das Netz ist ein offenes Medium und voneinander lernen gehört dazu.

Eine wichtige, bereits qualifizierte, Quelle ist der Keywordpool aus dem Suchmaschinenmarketing, da man hier Keywords aktiv buchen kann und sofort Suchnachfrage (Impressions) und Leistung (Abschlüsse, Kunden, Warenkorbwerte etc) messen kann.

Bewertung[Bearbeiten]

Von dieser oben genannten kreativen Liste müssne nun die besten Keywords ausgewählt werden, dabei ist auf folgendes zu achten

Mitbewerber
Auch wenn Sie Hosen anbieten, es gibt sehr große Mitbewerber da draussen.
Sinn
Wenn sie Hosen in München (z.B. in einem Ladenlokal) anbieten, dann macht 'hose münchen' sinn, 'hose hamburg' nicht.
Spezifikation
Beschreiben sie möglichst genau ihr Angebot was ihr Konkurrentenfeld (kaufmännsiches und in der Suchmaschine) möglichst verschmälert. 'handgefertigte lederhosen' bieten die oben genannten Mitbewerber gar nicht an, Sie könne eine Seite darauf optimieren. Allerdings ist hier die Frage ob der Kunde sowas überhaupt sucht.
Fachbegriffe
können abgrenzend wirken. Ein Handwerker sucht nach einer 'zunfthose' ein fashionvictim eher nicht. Wenn sie ein Arbeitsbekelidungsanbieter sind funktioner das Beispiel. Aber Fachbegriffe können auch ausgrenzend wirken, Begriffe nach denen keiner sucht, findet keiner.
Einzahl oder Mehrzahl
Suchaufkommen
Wie hoch das Suchaufkommen für die verschiedenen Begriffe ist kann man Tools abschätzen.

Anaylse[Bearbeiten]

Läuft die Kampagen nun kann jedes Keyword und die dazu passende Seite auf Ihre Leistung bewertet werden. Wieviel Ziele (z.B. Seitenabrufe, Verkäufe Registrierungen etc) hat ein Keyword erbracht und dementsprechend bewerten.

Tools[Bearbeiten]

Gängige tools sind:

Suchwortdichte[Bearbeiten]

Der Wert Suchwortdichte, oft auch Keyword Density, stellt das Verhältnis zwischen dem relevanten Keyword und dem restlichen Inhalt dar.

In erste Hinsicht sollte man denken das dieser möglichst hoch sein sollte, da Seite mehr mit dem Suchbegriff zu tun hat. Allerdings liegt der natürliche und damit ideale Wert weit darunter

Eine Seite mit einer Keyworddensity von 100% ist eine Seite die ausschließlich den Suchbegriff enthält. Eine Seite die aber nur aus einem Wort besteht hat keinen semantischen Zusammenhang mehr, würde aber als die beste bewertet werden. Rein maschinenorientierter Conten würde aber trotzdem versuchen ein hohe Suchwortdichte zu erreichen, was teilweise auch funktioniert hat. Da aber dieser aber nicht zwingend eine echte informative höhere Relevanz hat, bewerten Suchmaschinen inzwischen nicht mehr eine maximal hohe, sondern ein natürliche Suchwortdichte als ideal.

Ob und wie diese ideale Suchwortdichte genau in einem Algorithmus einfließt ist Firmengeheimnis. In der Literatur und im Internet werden unterschiedliche optimale Bereiche angegeben:

Allerdings gilt der Wert für alle Arten von Websiten. Naturgemäß hat ein Lexikonartikel oder ein Forenthread eine wesentlich höherer Dichte, ist aber oft von besserer Qualität.

Man kann und soll sich nicht auf die Suchwortdichte konzentrieren. Eventuell wird man irgendwann für seine Seite, Keyword und Thema die richtige finden. Man sollte nur beachten das die Suchwortdichte nicht zu hoch ist, (über 20%) denn das kann einerseits kein guter Text mehr sein und wird abgestraft. Allerdings darf sie auch nicht zu gering sein oder gar bei Null liegen. Man muss sein Produkt, Lemma, Inhalt oder das um was es geht auch direkt nennen und nicht nur umschreiben. Um eine quantitative Vorstellung der Suchwortdichte zu erhalten gibt es viele freie Tools im Netz (z.B. Keyword Analyse oder ranks.nl - Keyword Density & Prominence Tool v1.5b)

Das man mit unnatürlichen Suchwortdichte in dem in fast jedem Satz die Wörter Hotel und Venedig vorkommen[7] immer noch zweifelhaften Erfolg habe kann ist wahrscheinlich noch möglich.

Sprache[Bearbeiten]

Verwendet man zu spezielle Fachbegriffe werden diese aus Unkenntnis der Suchenden nicht gesucht. Dennoch kann man sich in einem großen Angebot mit einer etwaigen Spezialisierung gut hervortun und genau dieses spezielle Zielgruppe ansprechen.

Aktualisierung[Bearbeiten]

Natürliche Inhalte verändern sich von selbst. Ein Blog bekommt jeden Tag, Woche, Monat einen neuen Artikel. Ein Webshop nimmt neue Produkte auf oder bietet andere nicht mehr an. Ist die Aktualisierungsfrequenz wichtig? Das Suchmaschinen wechselnden Content belohnen ist hinlänglich bekannt. Aber das darf nicht im Vordergrund stehen, wichtig ist der Besucher der aktuellen Inhalt erwartete. Bei direkten Onlinenangeborten wie Webshop wäre ein veralteter Content wie der Ladenhüter in einem echten Laden. Aber auch allgemeine Unternehmenspräsentationen leben davon das Objekt, in dem Fall eine Firma oder Organisation abzubilden. Ein z.B. metallverarbeitender Betrieb kann seine neuesten Projekte oder Investitionen darstellen, das hat nicht primär einen Marketingwert, sondern ein (potentieller) Kunde weiss auch über das verbesserte Angebot bescheid. Ein Steuerberater kann über neue Steuergesetzgebungen aufklären, vielleicht allgemeine Ratschläge geben, dazu sogar seine eigene Meinung formulieren und natürlich auf sein dazu passendes Angebot hinweisen.

Allerdings gilt für neue Inhalte der gleiche Qualitätsanspruch, ein Verlegenheitspost der nur das eigene Angebot hochjubelt oder unkritsich Binsenweisheiten übernimmt wirk nicht auf den Leser, wird nie von extern verlinkt und ist daher wertlos.

Spezielle aktuelle Formen

Blog
Ein Blog ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umgebrochen wird. Würde man ein klassische Webseite mit einem Buch oder Broschüre vergleichen, so ist ein Blog eine Zeitung. Ein Blog ist aber nicht hauptsächlich eine etwas anderer Technik, sondern ein anderer Umgang mit Information. Bloggen muss man können, ein funktionierender Blog beschreibt keine Organisation oder Produkt mehr, sondern dient als Sprachrohr einer oder mehrere Personen; in einem werden Themen behandelt. Dazu gehört Regelmäßigkeit, aber auch das zulassen von (kritische) Kommentare und die Auseinandersetzung mit diesen. Wer nur zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung zum bloggen beginnen will, kann das auch lassen.
Viele CMS-Systeme bieten integrierte Blogs an. Klassische Blogs in bestehende Webseiten integrieren ist zwar schwieriger, man kann aber dann ein spezialisierte Software mit allen Vorteilen (Plugins, Zusatzsoftware etc) nutzen. Meist wird, das eine blog 'freistehend' und zur eigentlichen Webseite stark verlinkt, oder die gesamte Webseite gleich als Blog konzipiert wird. Bei 'freistehnden' blogs ist eine Subdomain zu empfehlen.
Twitter
Twitter oder andere Mikroblogs sind vom System ähnlich wie blogs, also auch auf Themen bezogen, nur wesentlich schneller und viel kürzer. Im Prinzip gilt hier das gleiche, wer bereits fachlich passend Twittert sollte das auf seine Webseite einfügen. Wer den Hype um Twitter der Suchmaschine zuliebe verstehen will soll gar nicht erst daran denken.
RSS
RSS ist nur ein Dienst, der die Änderungen aus einem CMS, einem Blog oder sogar Twitter an seine Abbonenten verteilt. Es ist nicht mal bekannt ob ein rss Angebot in der Suchmaschine hilft, aber dem User.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Less people use 1 word phrase in search engines
  2. Keyword Analyse für SEO
  3. Keyword-Analyse
  4. themenrelevant.de - Tools zur Analyse der Keyworddichte
  5. seo-konkret.de - Definition: Keyword Density (Keyword Dichte)
  6. seo-suchmaschinen-marketing.de - SEO-Lexikon
  7. http://medienjunkieblog.wordpress.com/2009/10/17/wie-man-aus-nichts-geld-machen-kann-die-wundersame-welt-der-suchmaschinenoptimierung/