Traktorenlexikon: Claas

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Claas-Zentrale im westfälischen Harsewinkel
Luftbild des Firmengeländes in Harsewinkel

Die Claas KGaA ist ein deutscher Landmaschinenkonzern mit Hauptsitz im ostwestfälischen Harsewinkel (Kreis Gütersloh) und Weltmarktführer bei selbstfahrenden Feldhäckslern (Claas Jaguar).

Frontansicht eines Claas Ares

Der 1913 gegründete und weltweit agierende Traditionsbetrieb ist Marktführer bei Erntemaschinen (Feldhäcksler, Mähdrescher) und stellt neben Traktoren auch Mähwerke, Schwader, Heuwender, Ballenpressen und Ladewagen her.

Laut Konzerngeschäftsbericht setzte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 3.825 Mio. Euro (+11,3 Prozent) um. Rund 78 Prozent des Umsatzes werden außerhalb von Deutschland generiert. Der Gewinn vor Steuern lag bei 295 Mio. Euro. Im gleichen Jahr beschäftigte das Unternehmen 9697 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1913 - Firmengründung durch August Claas in Clarholz (Westfalen)
  • 1914 - August, Bernhard und Franz Claas gründen die Firma Gebr. Claas.
  • 1956 - Mit dem 'Huckepack' wird ein Geräteträger vorgestellt, auf den ein Mähdrescher montiert werden kann.
  • 1969 - Der Landmaschinenhersteller Bautz, der bis Anfang der 1960er Jahre auch Traktoren baute, wurde aufgekauft.
  • 1970 - Der Maschinenhersteller Speiser verkauft seine Landmaschinensparte mit dem Häcksler Jaguar an Claas[1]
  • 1997 - Mit dem Xerion wird ein erster eigener Traktor vorgestellt.
  • 1999 - Erste Zusammenarbeit mit Caterpillar, man vermarktet die Caterpillar Challenger Traktoren in Europa unter dem Markennamen Claas.
  • 2000 - Claas gründet die erste eigene Vertriebsgesellschaft in Südamerika, in der argentinischen Provinz Santa Fé.
  • 2003 - Durch die Übernahme von 51% der Aktien des französischen Traktorenherstellers Renault Agriculture kann Claas erstmals vollständiges Traktorenprogramm anbieten.
  • 2005 - Claas bringt in Zusammenarbeit mit der Firma Kramer Allrad-Teleskoplader auf den Markt.
  • 2008 - Vollständige Übernahme von Renault Agriculture (Traktorenwerk).
  • 2017 - Class kündigt einen Wechsel bei der Zusammenarbeit mit den Teleskopladern an - in Zukunft wird mit Liebherr zusammen gearbeitet.

Typen[Bearbeiten]

Es wurden bzw. werden Schlepper mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:

Challenger[Bearbeiten]

Claas Challenger

1997 geht CLAAS ein Joint Venture mit dem amerikanischen Caterpillar-Konzern ein. Die CAT Challenger-Raupen wird daraufhin in Europa als CLAAS Challenger-Raupen von CLAAS vermarktet. 2002 endet die Zusammenarbeit und Caterpillar verkauft die Marke Challenger an den AGCO-Konzern.

1997-2002 1998-2002

Celtis[Bearbeiten]

Die Baureihe CELTIS ist gemeinsam von John Deere und Renault entwickelt worden und deckt den unteren Leistungsbereich zwischen 75 und 102 PS ab. Ab 2003 wird diese Baureihe mit CLAAS-Lackierung vermarktet.

Das Nachfolgemodell, nun von Claas entwickelt, ist ab 2009 der Axos.

Celtis 436 RX
Celtis (2003-2004) & (2004-2008)

Ares[Bearbeiten]

Die Baureihen ARES 500, 600 und 800 sind von Renault entwickelt worden. Nach der Übernahme durch CLAAS 2003, werden diese Schlepper unverändert aber mit CLAAS-Lackierung vermarktet. 2005 werden dann die überarbeiteten Baureihen ARES 500 und 600 erstmals mit eigenen technischen Entwicklungen von CLAAS auf den Markt gebracht.

Ares 500[Bearbeiten]

Ares 500 RX/RZ (2003-2005) Ares 500 ATX/ATZ (2005-2007/2009)

Ares 600[Bearbeiten]

Ares 657 ATZ
Ares 600 RX/RZ (2003-2005) Ares 600 ATZ (2005-2007)

Ares 800[Bearbeiten]

Ares 800 RZ (2003-2007)

Atles[Bearbeiten]

Die Großschlepper Baureihe ATLES ist ebenfalls von Renault entwickelt worden und wird 2003 in das CLAAS-Programm übernommen.

Atles 946
Atles (2003/2005-2007)

Nectis[Bearbeiten]

Nectis (2004-2009)

Arion[Bearbeiten]

Mit der Baureihe ARION 500 und ARION 600 wird 2007 die Baureihe ARES abgelöst. 2008 kommt zusätzlich die ARION 600 C-Baureihe auf den Markt. Mit weniger Ausstattung ist sie eine günstigere Alternative zum normalen ARION 600. D 2010 wird das Schlepper-Programm mit der Baureihe ARION 400 nach unten erweitert.

Arion 400[Bearbeiten]

Der ARION 400 kommt 2010 mit 3 Modellen auf den Markt. Die Schlepper werden in den Versionen "Standard" und "CIS" angeboten. Die "CIS"-Modelle sind mit dem CPM (Claas Power Management) ausgestattet und haben 10 PS mehr Leistung zur Verfügung als die Standard-Versionen.

Im Herbst 2014 wird dann die neue ARION 400-Reihe im neuen Design und mit 6 Modellen vorgestellt. Ab 2016 wird diese Reihe mit einigen technischen Neuerungen angeboten, wie z.B. dem optionalen HEXASHIFT-Getriebe.

Arion 400 (2010-2014) Arion 400 (2014-)

Arion 500[Bearbeiten]

Die neue Baureihe ARION löst 2007 die ARES-Baureihe ab. Technisch gibt es einige Veränderungen, optisch bleibt der ARION zunächst ein ARES.

2012 wird dann die 2. Generation ARION 500 mit neuem Design vorgstellt. Ab 2013 sind die 3 neuen Modelle erhältlich.

2017 wird die nächste Generation ARION 500 eingeführt. Das Design bleibt bis auf kleine Veränderungen gleich. Bei dieser Generation setzt man auf viele technische Veränderungen, die die Schlepper effektiver und umweltfreundlicher machen und den Fahrern mehr Komfort und eine einfachere Bedienung bietet.

Arion 500 (2007-2013) Arion 500 (2013-2017) Arion 500 (2017-)
  • Arion 530 (2013) (anlegen) 107 kW (145 PS)
  • Arion 540 (2013) (anlegen) 114 kW (155 PS)
  • Arion 550 (2013) (anlegen) 120 kW (163 PS)
  • Arion 510 (2017) (anlegen) 92 kW (125 PS)
  • Arion 530 (2017) (anlegen) 107 kW (145 PS)
  • Arion 550 (2017) (anlegen) 121 kW (165 PS)

Arion 600[Bearbeiten]

Arion 640 (Modell 2007)
Arion 600 (2007-2013) Arion 600 (2013-2017) Arion 600 (2017-)
  • Arion 620 (2013) (anlegen) 116 kW (158 PS)
  • Arion 630 (2013) (anlegen) 121 kW (165 PS)
  • Arion 640 (2013) (anlegen) 130 kW (177 PS)
  • Arion 650 (2013) (anlegen) 135 kW (184 PS)
  • Arion 610 (2017) (anlegen) 107 kW (145 PS)
  • Arion 630 (2017) (anlegen) 121 kW (165 PS)
  • Arion 650 (2017) (anlegen) 136 kW (185 PS)
  • Arion 660 (2017) (anlegen) 151 kW (205 PS)
Arion 600 C (2008-2013)

Axion[Bearbeiten]

2007 wird die neue Baureihe AXION vorgestellt. Der AXION 800 ersetzt die ARES 800- und ATLES-Schlepper. 2011 wird ergänzend zur AXION 800-Reihe die neue AXION 900-Reihe auf der Agritechnica vorgestellt. Mit dem Spitzen-Modell AXION 950 bringt CLAAS seinen ersten Standard-Schlepper der 400-PS-Klasse auf den Markt. Die Baureihe ist ab 2012 erhältlich.

2013 wird die Markteinführung der neuen Generation AXION 800 angekündigt. In diesem Zug werden die Motoren für die Axion 800 ab 2014 von FPT verbaut. 2015 wird diese Reihe um das Spitzen-Modell AXION 870 erweitert. 2017 wird eine neue Generation der AXION 900-Baureihe mit einem neuen Spitzen-Modell AXION 960 auf den Markt gebracht.

Axion 800[Bearbeiten]

Axion 810 (Modell 2007)
Axion 800 (2007-2013) Axion 800 (2013-)
Motoren: DPS Motoren: FPT
  • Axion 800 (2016) (anlegen) 150 kW (205 PS)
  • Axion 810 (2013) (anlegen) 158 kW (215 PS)
  • Axion 820 (2016) (anlegen) 165 kW (225 PS)
  • Axion 830 (2013) (anlegen) 173 kW (235 PS)
  • Axion 840 (2016) (anlegen) 184 kW (250 PS)
  • Axion 850 (2013) (anlegen) 194 kW (264 PS)
  • Axion 870 (2015) (anlegen) 217 kW (295 PS)

Axion 900[Bearbeiten]

Optisch gibt es zwischen dem Modell 2012 und dem Modell 2017 nur geringfügige Unterschiede. Man hat hier das Hauptaugenmerk auf zahlreiche technische Neuerungen gelegt, um mehr Leistung, einen geringeren Verbrauch, einen geringeren Schadstoff-Ausstoß, einen besseren Bedienungs- und Fahr-Komfort zu erlangen. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist die Auspuffanlage: Beim 2017er Modell ist der untere Teil vom Endrohr der Abgasanlage deutlich dicker, da hier jetzt das SCR-System verbaut ist.

Axion 920 (Modell 2012)
Axion 900 (2012-2017) Axion 900 (2017-)
  • Axion 920 (2017) (anlegen) 235 kW (325 PS)
  • Axion 930 (2017) (anlegen) 257 kW (355 PS)
  • Axion 940 (2017) (anlegen) 279 kW (385 PS)
  • Axion 950 (2017) (anlegen) 302 kW (410 PS)
  • Axion 960 (2017) (anlegen) 302 kW (445 PS)

Axos[Bearbeiten]

Die Axos haben Perkins Motoren verbaut, sind Nachfolgemodelle des Celtis und später wurde dann zu einenJohn Deere Motor gewechselt. (Bitte Quellen für den John Deere Motor bei dieser Baureihe zeigen.)

Claas Axos 320
Axos (2009-2015)

Atos[Bearbeiten]

Die Atos Baureihe löst die Axos ab. Die Modelle sind teilweise mit ähnlicher Motorleistung als 3 oder 4 Zylinder erhältlich. Der Motorenlieferant ist nun Deutz. Auch andere Daten zeigen eine Ähnlichkeit zu z.B. mit folgenden Modellen: Deutz-Fahr 5G-Serie, Lamborghini Strike oder SAME Explorer Stage 4.

Atos (2015-20??)

Elios[Bearbeiten]

Elios deckt für Claas die Leistungsklasse unter 100PS ab und ist damit für Gemüsebau-, Vieh- und Grünlandbetriebe gedacht, die wendige und kompakte Schlepper bevorzugen.

Wegen der Abgasnormen wurde der Hubraum des Motors von 3,2 auf 3,4 l erhöht.

Elios (2009- ) Elios (Stand: 2018)

Nexos[Bearbeiten]

Schmalspurtraktoren mit je nach Einsatzziel unterschiedlichen Gesamtbreiten: 1 m, 1,26 m oder 1,45 m.

Nexos

Xerion[Bearbeiten]

Auch bei den Xerion fanden Wechsel der Motorenlieferanten statt. Hab nicht verfolgt wann der Wechsel erfolgte - Stand 2018 werden Mercedes-Benz Motoren verbaut.

Xerion 3300
Xerion 2500/3000 (1997-1999) & (1999-2004) Xerion 3300/3800 (2004-2013) & (2007-2013) Xerion 5000/4500 (2011-) Xerion 4000 (2013-) Xerion 4000/4500/5000 (Stand 2018)
Perkins CAT CAT CAT MB
  • Xerion 4000 (anlegen) 320 kW (435 PS)

Talos[Bearbeiten]

Eine "einfache" Bauweise für Regionen, die robuste, einfach zu fahrende und zu wartende Traktoren benötigen.

Talos

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Claas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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  1. http://www.landtechnik-historisch.de/historische-landmaschinen/speiser-wilhelm/