Akrobatik-Figuren/Übergänge für Akrobatik-Anfänger

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Was lernen zum Einstieg ?[Bearbeiten]

Was kann und sollte alles in einem Semester-Kurs "Akrobatik-Anfänger" an einer Uni vermittelt werden ? In welcher Tiefe muss das Können am Ende des Kurses verankert sein ? Viele Anfänger kennen bereits eine relativ große Anzahl von Figuren aus Büchern, oder von den derzeit beliebten Akro-Yoga-Videos oder -Kursen. Hier muss zuerst klargestellt werden, dass im Anfängerkurs die Grundlagen geschaffen werden, auf denen aufbauend, später viele weitere Figuren, Folgen und Übergänge erweitert werden sollen.

Primär werden im Anfänger-Kurs die grundlegenden Positionen und die zugehörige Körperspannung eingeübt. Es werden zusätzlich erste Übergänge und die daran angelegten qualitätiven Anforderungen gezeigt. Man kann den Eingang in eine Figur auf verschiedenste Arten durchführen und hierbei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade (den Como-Leveln entsprechend) auswählen. Für jede Figur existiert eine Vielfalt verschiedener Übergänge. Als Beispiel kann man ohne Akrobatik-Kenntnisse, mittels einer Leiter so hoch klettern, dass man sich auf die Schultern einer Person stellen kann. Der Anfänger wäre, wenn er diese Position ein paar Momente ausgehalten hätte, der Meinung der könne jetzt diese Figur und schlägt daher die nächste Seite im Buch auf.... Akrobaten würden für den Übergang vom "Stehen auf dem Boden" in das "Stehen auf der Schulter" üblicherweise keine Hilfsmittel benötigen und könnten dies entweder mittels kletten (Level A), oder mit einem Tempo- oder Sprung-Aufgang (Level B) oder mit "Hinauflaufen ohne Festhalten" (Level C) erreichen. Völlig abgesehen davon, dass die Endposition, oder Figur selbst einiger Erläuterungen bedarf, damit sie stabil und verletzungsfrei ausgeführt werden kann.

Man kann leicht erkennen, dass hier die Anfänger gleichzeitig gebremst werden müssen, nicht alle Positionen aus einem Buch im Minutentakt ausprobieren zu wollen und dass man sie andererseits motivieren muss, so viel Zeit zu investieren, die einzelnen Übergänge und Figuren exakt und sicher zu trainiern. Viele Akrobatik-Figuren (und -Übergänge) besitzen ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko. Ein sehr großer Teil des Trainigs beschäftigt sich daher mit diesen Risiken und den vielfältigen Möglichkeiten sie weitestgehend zu eliminierten. Insbesondere kommt hier hinzu, dass Akrobaten fast alles gemeinsam zu mehreren Personen erledigen und damit bei fehlerhafter Ausführung andere verletzt werden können. Bei den üblichen sonstige Funsportarten werden (glücklicherweise) meisten nur die Akteure selbst durch ihren Übermut in Mitleidenschaft gezogen.

Aus diesen Überlegungen heraus, erklärt sich die Anforderung an einen Akrobatik-Anfängerkurs, die Anfänger in die sichere und stabile Körperhaltung in den grundlegenden Positionen und die ebenso sicheren, wie auch eleganten Übergänge einzuweisen. Also Qualität vor Menge. Später unter den Fortgeschrittenen, kann der ehemalige Kursteilnehmer dann ohne Hemmungen gerne möglichst viele Figuren und Übergänge sammeln, ohne sich selbst und andere zu gefährden.

Figuren in einem Anfängerkurs[Bearbeiten]

U (die Unterperson) liegt:

U steht:

Dreier Figuren

Übergänge:

Minifolge (Stufe 1): Übergang Brett in Gegen-Schulterstand, Fledermaus, Dreieck in den Händen, abstellen Stehen auf dem Boden Minifolge (Stufe 2): Übergang Brett in Gegen-Schulterstand, Fledermaus, Dreieck in den Händen, Schulterstand auf den Füßen Minifolge (Stufe 3): Aus dem Stehen, Hinsetzten mit Aufrollen in den Gegen-Schulterstand auf den Händen, Fledermaus, Dreieck in den Händen, Schulterstand auf den Füßen