Computerhardware: CD: Montage

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Einbaulage[Bearbeiten]

Die waagerechte Einbaulage ist vorzuziehen, weil das Einlegen der Scheibe einfacher ist. Fast in jedes Laufwerk kann man auch in senkrechter Lage eine normalgroße Scheibe einlegen. Scheiben mit 60 mm Durchmesser sowie im Scheckkartenformat finden jedoch keinen Halt.

Einbauposition[Bearbeiten]

Die meisten Computergehäuse haben mehrere Einbauschächte für Laufwerke. Berücksichtigen Sie

  • ob das Anschlusskabel lang genug ist
  • ob über dem Laufwerk ein paar Zentimeter Platz sind, damit die beim Brennen entstehende Wärme abströmen kann
  • ob das Laufwerk gut erreichbar ist. Wenn der PC auf dem Tisch steht, ist der Einbau im untersten Fach ratsam, damit man DVDs leicht einlegen kann

Konfigurieren von S-ATA Laufwerken[Bearbeiten]

Jedes Laufwerk hat seinen eigenen Anschluss. Üblich sind vier Anschlüsse auf der Hauptplatine, die meist mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind. Die Auswahl des richtigen Anschlusses auf der Hauptplatine könnte ein kleines Problem sein. Meist sind die Anschlüsse nummeriert. An den Anschluss mit der niedrigsten Nummer sollte die Festplatte angeschlossen sein. Benutzen Sie den nächsten freien Anschluss und stecken Sie das Datenkabel hinein. Die SATA-Stecker und -Buchsen für Strom und Daten sind 'narrensicher' gestaltet. Wenn man beim Einbau die Augen geöffnet hat, ist eine fehlerhafte Montage praktisch ausgeschlossen.

Konfigurieren von P-ATA Laufwerken[Bearbeiten]

Das Kabel[Bearbeiten]

Ältere (P-ATA) optische Laufwerke werden mit einem 40- oder 80-poligen Flachbandkabel angeschlossen. Ein Flachbandkabel besteht aus einzelnen dünnen kunststoffisolierten Drähten, die seitlich zusammengeklebt sind. Die Stecker an den Enden des Kabels nennt man „Flachsteckverbinder“. Diese Flachsteckverbinder haben zwei Reihen mit je 20 Kontakten.

Dieses Ende wird an das Laufwerk gesteckt, das entgegengesetzte Ende an die Hauptplatine. Viele Kabel haben in der Mitte einen weiteren Stecker, an den man ein zweites Laufwerk anschließen könnte.

Master und Slave[Bearbeiten]

Steckerseite einer Festplatte (als Master gejumpert)
zugehörige Pinbelegung Master-Slave

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf den komplizierteren Fall: Sie haben das ältere P-ATA Interface mit 40poligen Flachbandkabeln. An jedes dieser Kabel können maximal zwei Geräte angeschlossen werden. In den meisten PC ist an beiden Kabeln je ein Gerät angeschlossen, eine zusätzliche Festplatte oder ein zusätzliches optisches Laufwerk muss sich das Kabel mit dem vorhandenen Gerät teilen. Damit das funktioniert, muss eins der Geräte als Master und das zweite als Slave geschaltet werden. Das geschieht mit Steckbrücken, Jumper genannt. Die Jumper befinden sich fast ausnahmslos zwischen Stromanschluss (im Foto links) und dem Anschluss für das Flachbandkabel.

Auf jedem Gerät sollte eine Skizze vorhanden sein, wie die Jumper zu stecken sind. Auf den Fotos sehen Sie die Anschlüsse einer Festplatte, die als „Master“ geschaltet ist.

Die Markierungen am Kabel[Bearbeiten]

Damit das Kabel richtig herum aufgesteckt wird, haben die Hersteller drei Möglichkeiten für die Markierung gefunden:

  1. Die Ader Nummer eins ist rot gefärbt. Das Kabel auf dem Foto hat auf der linken Seite nur wenige rote Sprenkler abbekommen. Manchmal wird auch eine andere als die rote Farbe zum Markieren verwendet.
  2. Der Stecker kann in der Mitte eine Nase haben, dementsprechend muss am Laufwerk eine Aussparung sein. In diesem Bild hat das Kabel keine Nase. Wenn es eine hätte, wäre sie auf der Unterseite in der Mitte und im Foto nicht sichtbar. In diesem Fall müsste man aus der Leiterplatte das vorgestanzte Teil herausbrechen, weil man sonst der Stecker nicht ohne Gewalt an das Laufwerk stecken könnte.
  3. Im Stecker auf der Laufwerks-Seite ist manchmal das "Loch Nr. 3" zugegossen. Am Diskettenlaufwerk darf dann an der entsprechenden Stelle kein Stift sein. Sehen Sie mal genau hin: In der unteren Reihe an der zweiten Position von links fehlt der Stift!


Nur selten sind von diesen drei Markierungsmöglichkeiten alle vorhanden. 1. ist fast immer vorhanden, 2. oft, 3. nur noch selten. Es gibt auch Fälle, wo durch Fertigungsfehler eine der Markierungen falsch angebracht ist. Dann müssen Sie versuchen, durch genaues Hinschauen und logisches Denken die richtige Polung herauszufinden. Als Orientierung kann die Position der gedrehten Adern dienen: Sie sind nicht in der Mitte des Kabels, sondern näher zur "1". Keine Panik! Eine Fehlpolung des Flachbandkabels, die nur wenige Minuten dauert, beschädigt weder den Computer noch das Diskettenlaufwerk. Trotzdem sollten Sie nicht nach der "Versuch-und-Irrtum-Methode" vorgehen, denn die Kontakte sind mit einer sehr dünnen Goldauflage beschichtet. Nach etwa zwanzig Steckungen ist die Goldschicht abgeschabt und der Kontakt beginnt sich zu verschlechtern.

Die Markierungen am Laufwerk[Bearbeiten]

Am Laufwerk ist manchmal eine "1" aufgedruckt. Manchmal ist ein Pfeil, ein Punkt oder ein Dreieck aufgemalt oder ins Blech gestanzt. Mitunter kann man eine "39" oder "40" entdecken. Falls man sowohl eine "1" als auch eine Kerbe findet und sich beide widersprechen, ist meist die "1" richtig und die Nase falsch.

Die Markierungen auf der Hauptplatine[Bearbeiten]

Im Handbuch zur Hauptplatine muss eine Skizze zu finden sein. Wenn man kein Handbuch hat oder sich darin nicht zurecht findet, gibt es fast immer Markierungen auf der Hauptplatine. Oft ist rund um die Fassung ein Rechteck aufgemalt, an dem neben der "1" eine Ecke abgeschrägt ist. Auf der Hauptplatine kann man nach einer "1" oder "39" bzw. "40" suchen. Früher fehlte oft der Steckerstift "3". Seit einiger Zeit lassen die Hauptplatinen-Hersteller den Stift "5" weg. Sie können es auf dem nebenstehenden Foto gut sehen. Wenn an der Hauptplatinen-Seite des Kabels das Loch Nr. 5 zugegossen wäre, wäre ein Vertauschen der Kabelenden unmöglich.

Was sollte man vermeiden[Bearbeiten]

  • Wenn sich das Kabel nicht mit mäßigem Druck aufstecken lässt, ist vielleicht ein Loch am Kabelstecker zugegossen. Keine rohe Gewalt anwenden! (Vorher hinzugucken ist immer eine gute Idee!) Das Kabel austauschen oder mit einem kleinen Seitenschneider das überflüssige Pin herausschneiden! Achten Sie darauf, dass das abgeschnittene Stück nicht im Computer liegenbleibt und Kurzschlüsse verursacht.
  • Wenn sich das Stromversorgungskabel nicht mit mäßigem Druck aufstecken lässt, haben Sie es verpolt oder seitlich versetzt. Sehen Sie genau hin, dann wird alles ganz klar. Wer das nicht hinkriegt, sollte zukünftig die Finger nicht nur vom Computer lassen, sondern nie wieder irgend ein Werkzeug anfassen!

Achtung! Fehlpolung der Stromversorgung zerstört das Laufwerk immer sofort!

  • Wenn Sie ein Kabel aus dem Gerät herausziehen, nicht zu stark am Kabel ziehen, sondern mit der Hand am Stecker ziehen. Wenn Sie das Kabel aus dem Steckplatz der Hauptplatine herausziehen, drücken Sie mit der zweiten Hand leicht gegen die Platine, damit sie sich unter der Zugbelastung nicht durchbiegt.

Anschrauben[Bearbeiten]

Vier Schrauben genügen. Die Schrauben sollten nicht zu lang sein. Zu lange Schrauben in den oberen Befestigungsbohrungen haben mitunter die Schublade festgeklemmt.

Einstellungen am PC[Bearbeiten]

Wenn man ein DVD-Laufwerk wechselt oder neu einbaut, braucht am PC nichts eingestellt werden.