Musiklehre: Noten

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Eine Achtelnote:
1 = Fähnchen,
2 = Notenhals,
3 = Notenkopf

Noten sind Symbole, mit denen man Musik notiert. Ihre äußere Gestalt bezeichnet die Tondauer bzw. den Notenwert. Noten werden auf eine Notenzeile platziert, wobei die Höhe auf der Notenzeile (zusammen mit einem Schlüssel und Vorzeichen) bestimmt, wie die Höhe des zu spielenden Tons und dessen Name ist. Außer Noten gibt es noch andere Symbole in der Notenschrift, um das Festlegen von Musik zu ermöglichen.

Note und Ton[Bearbeiten]

Obwohl eine Note eigentlich nur ein grafisches Symbol auf dem Notenpapier ist, das man lesen kann, wird oft der Ton, den man auf einem Instrument spielt oder den man singt, und den man hören kann ebenfalls als Note bezeichnet.

Dauer der Töne[Bearbeiten]

So wie es im Morsealphabet lange und kurze Zeichen gibt, so gibt es auch in der Musik lange und kurze Töne. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es in der Musik auch ganz kurze, mittellange oder ganz lange Töne gibt. Während die Tonhöhe, wie wir später besprechen werden, bestimmt wird durch die Plazierung der Noten auf den unterschiedlichen Notenlinien, wird die Tondauer durch die Note selbst, durch ihre Länge, bestimmt. Die Länge der Noten aber wird relativ angegeben, relativ zur Länge eines Schlages. D. h. wenn man weiß, wie lange ein Schlag dauert, dann weiß man, wie lange eine Viertelnote dauert. Schlag ist das, was man hört, wenn ein Schlagzeuger ganz einfach den Taktschlag spielt, ohne irgendwelche Verzierungen. Genaueres dazu folgt später im Kapitel über den Takt. Fürs Erste soll als Definition folgendes herhalten:

Ein Schlag dauert so lang, wie man braucht, um in die Hände zu klatschen. ohne sich besonders anzustrengen, wenn zu Anfang die Arme links und rechts vom Körper weggestreckt sind ("Verkehrspolizisten-Stop-Position").

Eine Note, die genau einen Schlag lang dauert, nennt man "Viertel-Note" (gilt nur für Musik im Vierteltakt). Music-quarternote.png
Wenn man die Zeitdauer verdoppelt, dann dauert eine Note präzise zwei Schläge. Diese Note nennt man dann folgerichtig "Halbe Note". (s.o.) Music-halfnote.png
Eine Note, die vier Schläge dauert und damit doppelt so lang wie die halbe Note ist, heißt "Ganze Note". (s.o.)
(Warum sie als ganze Note bezeichnet wird, werden wir später feststellen.)
Music-wholenote.png

Natürlich gibt es auch kürzere Noten als die Viertel-Note!

Wenn man die Viertel-Note halbiert, dann erhält man die "Achtel-Note". Sie dauert nur einen halben Schlag lang. Music-eighthnote.png
Die Zeitdauer kann man nochmals halbieren. Diese Note wird dann "Sechzehntel-Note" genannt und dauert einen viertel Schlag lang. Music-sixteenthnote.png
Halbieren wir nun die Zeit nochmals, erhalten wir die "Zweiunddreißigstel-Note". Music-thirtysecondnote.png
Wenn wir die Dauer nochmals halbieren, dann stoßen wir mit der "Vierundsechzigstel-Note" an die Grenze. Music-sixtyfourthnote.png
Notenpyramide

Eine gute Übersicht über die Verhältnisse der Notenlängen erhält man, wenn man sich die sog. Notenpyramide anschaut (siehe Bild). Jede der Zeilen dauert gleich lang. Dort ist auch eine weitere Besonderheit zu sehen, die die Achtel-Note und kürzere Noten betrifft: Hier können die Notenhälse (das sind die Striche, die von dem runden Teil der Note weggehen) über die Fahnen (das sind die komischen Haken) miteinander verbunden werden.

Außerdem gibt es noch eine weitere Möglichkeit, Noten zu verlängern, die sog. punktierten Noten. Dabei wird hinter den Notenkopf (der runde Teil der Note) ein Punkt gemacht. Ein Punkt verlängert eine Note um die Hälfte ihres Wertes, also ist eine punktierte halbe Note so lang wie drei Viertel-Noten. Ganz selten sieht man auch doppelt punktierte Noten. Mit dem zweiten Punkt wird die Note noch einmal um ein Viertel ihres (ursprünglichen) Wertes verlängert.

Dauer der Pausen[Bearbeiten]

Nicht an jeder Stelle eines Stückes soll das Instrument einen Ton von sich geben. Um dies erkennbar zu machen, wurden parallel zu den Notensymbolen die Pausensymbole erfunden. Die Einteilung der Pausen wird dabei nach dem selben System vorgenommen, wie es bei den Noten der Fall ist. Somit gibt es parallel zu jeder Note auch die entsprechende Pause.

Die "Ganze Note" Music-wholenote.png Die "Ganze Pause" Music-wholerest.png
Die "Halbe Note" Music-halfnote.png Die "Halbe Pause" Music-halfrest.png
Die "Viertel-Note" Music-quarternote.png Die "Viertel-Pause" Music-quarterrest.png
Die "Achtel-Note" Music-eighthnote.png Die "Achtel-Pause" Music-eighthrest.png
Die "Sechzehntel-Note" Music-sixteenthnote.png Die "Sechzehntel-Pause" Music-sixteenthrest.png
Die "Zweiunddreißigstel-Note". Music-thirtysecondnote.png Die "Zweiunddreißigstel-Pause" Music-thirtysecondrest.png
Die "Vierundsechzigstel-Note" Music-sixtyfourthnote.png Die "Vierundsechzigstel-Pause" Music-sixtyfourthrest.png

Tonhöhe der Noten[Bearbeiten]

Das 5-Linien-System[Bearbeiten]

All das würde aber noch relativ wenig bringen, denn was haben wir von Musik ohne unterschiedliche Tonhöhen? Deshalb werden die Noten nicht einfach auf Karopapier notiert, sondern in sogenannte Notenzeilen. Das sind Liniensysteme mit mehreren Linien. Das für die allermeisten Instrumente verwendete Liniensystem ist das 5-Linien-System (Ausnahmen bilden meines Wissens nur noch das 1-Linien-System für Schlaginstrumente und eines mit mehr Linien für Harfe). Die Linien dienen dem Zweck, die Tonhöhe der Noten genau einordnen zu können. Grundsätzlich gilt:

  • Je weiter eine Note oben steht, desto höher ist der zu spielende Ton.
  • Je weiter eine Note unten steht, desto tiefer ist der zu spielende Ton.
Das 5-Linien System

Noten können dabei entweder zwischen zwei Linien oder genau auf einer Linie (so dass der Kopf quasi durchgestrichen ist) notiert werden. Notensysteme werden von links nach rechts und von oben nach unten gelesen, genau wie unsere Schrift. Die Notenschrift ist nichts weiter als eine andere Art des Schreibens, in der es nicht um das Festhalten von Sprache geht, sondern um die Niederschrift von Musik. Dementsprechend ist auch das Aneignen der Notenschrift sehr gut vergleichbar mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben. Hier macht ganz klar nur Übung den Meister!


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