Natur: Geist

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Übersicht Inhaltsverzeichnis Am Anfang:   Vorwort | Einleitung | 10 Sätze zum naturwissenschaftlichen Weltbild

Die Grundlagen:   Was ist die Natur? | Materie, Energie und Information | Atome, Moleküle, Elementarteilchen, Photonen | Die vier Kräfte | Raum und Zeit |

Die Geschichte der Natur   Die Geschichte der unbelebten Natur | Was ist das Leben? | Die Entwicklung des Lebens | Die Entwicklung des Menschen |

Der menschliche Geist und seine Leistungen   Wie erkennen wir die Welt? | Geist, Seele, Bewusstsein, freier Wille | Gut und Böse in der Natur, das Gewissen | Grundlagen einer Naturethik | Leistungen des Menschen, Transzendenz der Natur |

Die Naturwissenschaften   Was sind und wie arbeiten die Naturwissenschaften? | Was sind Naturgesetze? | Grenzen des naturwissenschaftlichen Weltbildes und Grenzen der Natur | Große Irrtümer der Naturwissenschaften | Offene Fragen der Naturwissenschaften | Naturwissenschaftliche Kritik an anderen Weltbildern | Kritik an den Naturwissenschaften und ihrem Weltbild |

Die Zukunft   Wie schaut die Zukunft aus? 

Anhang:   Allgemeine Literatur zum Thema | Literatur zu den einzelnen Kapiteln | Links zum Thema | Abstellraum


Das Gehirn und Geist sind eng verbunden

Einleitung[Bearbeiten]

 Bertrand Russell
„Was charakterisiert den Geist im Gegensatz zur Materie? Wodurch unterscheidet sich die Psychologie von der Physik? "Ich werde Sie im Verlaufe dieser Vorlesungen zu überzeugen versuchen, dass der Geist nicht so geistig und die Materie nicht so materiell ist, wie man für gewöhnlich glaubt.“
Quelle: Die Analyse des Geistes, Philosophische Bibliothek, Bd.527

Geist und Seele sind kein Thema der Naturwissenschaften, so könnte man meinen. Sie sind vielleicht eher ein Thema der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Hier wird ein naturwissenschaftlich denkender Mensch Einspruch einlegen. Zu sehr haben die Naturwissenschaften begonnen, sich in der Erforschung von Gehirn und Geist vorzuwagen. Die Neurowissenschaften haben eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Naturwissenschaftlern begonnen.

Was ist Geist in naturwissenschaftlicher Sicht ?[Bearbeiten]

Geist in naturwissenschaftlicher Hinsicht ist die Software im menschlichen Gehirn. Dies mag manchen allzu einfach klingen. Trotzdem enthält der Satz zwei ganz wesentliche Aussagen. Software sind die Programme, die zur Informationsverarbeitung in einem Computer dienen. Software sind aber auch die Inhalte, die Fakten im Speicher. Auf unser Gehirn bezogen gehören zu unserer geistigen Software

  • nervale Verarbeitungssalgorithmen
  • abgespeicherte Gedächtnisinhalte.

Grundlegend für unseren Geist sind also alle Strukturen in unserem Gehirn, die zur

  • Aufnahme
  • Speicherung
  • Verarbeitung und
  • Anwendung

von Informationen dienen.

Die Nervenzellen sind Grundlage unseres Geistes

An einer Definition des Begriffes Geist haben sich schon viele versucht. Es wurden viele Bücher über den Begriff Geist geschrieben. Da der Begriff Geist durch diese Vordiskussionen erheblich belastet ist, spricht man heute etwas neutraler von den gespeicherten Informationen und der Informationsverarbeitung im Gehirn. Wenn man die Definitionen der Informationstheorie als banal oder als rein quantitativ abtun möchte und meint, diese hätten keinen Einfluss auf das, was man bisher als "geistig" eingeordnet hat, so läuft man Gefahr, von den vermeintlich exakten, weil Zahlen und Formeln gebrauchenden Wissenschaften eines wichtigen Feldes beraubt zu werden.

Man hat die Wissenschaftszweige, die sich mit der Informationstheorie, mit der Verarbeitung und Speicherung von Information befassen, als Strukturwissenschaften zusammengefasst. Zu diesen Strukturwissenschaften zählen beispielsweise die Mathematik, die Kybernetik, die Computerwissenschaften, Teile der Physik z.B. die Thermodynamik und Teile der Biologie z.B. die Evolutionsforschung oder die theoretische Genetik. Es zählen ferner dazu die Neurowissenschaften, zum Beispiel die Neurophysiologie, die Psychologie und die Sprachwissenschaften, insbesondere die Linguistik.

All diese Fachrichtungen befassen sich sehr pragmatisch mit dem, was man früher als Geist bezeichnet hat, und sie kümmern sich zunächst auch gar nicht um irgendwelche Definitionsprobleme, sondern versuchen interessante Tatbestände aufzuklären und neue Zusammenhänge zu ergründen.

Längst wurden beispielsweise die Nervengeister, die sich nach Meinung des griechischen Philosophen Aristoteles entlang der menschlichen Nerven bewegten, als Nervenimpulse und elektrische Entladungen von Nervenzellen identifiziert. Diese Entladungen laufen nach dem Alles-oder-Nichts Prinzip ab. Auch wenn sie nicht digital sondern analog-diskret codiert sind, sind sie informationstheoretischen Betrachtungen recht gut zugänglich.

Man muss die Forderung aufstellen, dass man lieber den neutraleren und breiteren Begriff "Information" benutzen sollte, wo immer man bisher von Geist oder geistig gesprochen hat. Nur wenn Bereiche übrig bleiben, die mit den Mitteln und dem Vokabular der Informationsverarbeitung nicht mehr unmittelbar beschrieben werden können, wie z.B. das menschliche Bewusstsein, erst dann sollte man eine neue Bedeutungsebene einführen und eine neue Definition versuchen.

In diesem Sinne kann man aus naturwissenschaftlicher Sicht also das Wort Geist in einem sehr weiten Sinne zunächst synonym d.h. austauschbar mit dem Begriff Information verwenden.

Im Gegensatz zur reinen Informationsmenge werden die meisten Menschen unter Geist aber immer nur sinnvolle Information verstehen. Geist hat also immer etwas mit Informationsqualität, mit Sinn und Bedeutung zu tun.

Reine Unsinns- oder Zufallsinformation ist geistlos.

Eine allgemeine Definition von Geist und Information kann folgendermaßen lauten:

Geist ist strukturierte Materie oder Energie. 

Man kann auch sagen: Geist ist geformte, gefaltete oder auch kompliziert angeordnete Materie oder Energie. Außerdem kommt oft noch der Faktor Zeit dazu . Denn die Struktur von Materie und Energie befindet sich ja oft in Bewegung von einer Form in die andere.

Für den Begriff Geist lassen sich darüber hinaus vier Bedeutungsebenen angeben, die teilweise ineinander übergehen :

  • Geist im weitesten Sinne = unbelebter Geist = geordnete Information
    • als Struktur der Materie oder der Energie
    • als Gesamtheit der Naturgesetze und Ordnungen, wie sie sich hinter den Abläufen der unbelebten Natur verbergen.
  • Geist im engeren Sinne = belebter Geist
    • als biologische Information, wie sie im Erbgut oder in den Eiweißmolekülen verborgen ist
    • als die Fähigkeit eines Lebewesens auf niedriger Ebene ohne Nervensystem auf Umweltreize zu reagieren.
  • Geist im menschlich-tierischen Sinne = Geist in Nervensystemen
    • als Gesamtheit aller Informationen und Funktionen unseres Nervensystems, teilweise auch des Hormonsystems.
Geist ist die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn
  • Geist im kulturellen Sinne = Geist aller Menschen
    • als Gesamtheit aller Informationen, die in unseren Köpfen und in all unseren Kulturspeichern existiert ( Bücher etc )

Vielen wird diese Definition zu breit angelegt sein. Sie werden sagen: Geist ist nur die Information, die in Nervensystemen steckt oder verarbeitet wird.

Auf den Menschen konzentriert heißt es dann bei Vielen noch enger: Geist ist nur die Information, die in einem menschlichen Nervensystem steckt oder verarbeitet wird.

Oder man kann die Grenze noch enger ziehen und sagen: Geist ist nur die Information, die von einem menschlichen Nervensystem bewusst verarbeitet wird.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht kommt man aber mit diesen engen Definitionen schnell in Widersprüche. Denn der allgemeine Sprachgebrauch erkennt durchaus an, dass in einem gesprochenen Satz oder in einem Buch Geist stecken kann. Auch gibt es einen Zeitgeist.

Hier sind also mindestens die Ebenen 3 ( = Nervengeist) und die Ebene 4 ( = Leistungen und Produkte des menschlichen Geistes ) als zutreffend anerkannt.

Der Geist schaut nach draußen

Menschlicher Geist äußert sich unter anderem in zielgerichtetem Handeln, in der Sprache und in der nichtsprachlichen Kommunikation ( z.B. Gesichtsmimik )

Menschlicher Geist kann krank sein und teilweise ausfallen. Er kann wieder gesunden. Er kann durch chemische Stoffe beeinflusst werden.

Begriffe wie Vernunft ( = folgerichtiges Denken, abgewogenes Denken ), Verstand, Intelligenz, Gedächtnis etc. sind entweder Teilbereiche des menschlichen Geistes oder es sind Instrumente des menschlichen Geistes.

Es verfließen manchmal die Unterschiede zwischen dem verarbeitenden Organ ( z.B. unserem Gehirn ) und dem verarbeiteten Inhalt ( der Information ), da ja auch in der Struktur des Verarbeitungsorganes, d.h. der Nervenvernetzung im Gehirn, viel Information steckt. Software verfestigt sich zu Hardware und Hardware bringt wieder Software hervor, die Unterschiede von Soft- und Hardware verwischen sich im Gehirn. Auch in Computern kann Hardware teilweise durch Software ersetzt werden. Vollständig ist das aber nie möglich, d.h. ein reiner Softwarecomputer ist undenkbar.

Denken existiert nur auf der dritten Ebene des Geistbegriffes. Unter Denken versteht man hier die Umstrukturierung, die Änderung der Anordnung von Informationsinhalten in einem Nervensystem. Manche verstehen unter Denken nur bewusstes Denken. Dies ist aus naturwissenschaftlicher Sicht zu eng definiert.

Diagramm[Bearbeiten]

Materie ------------  Energie 
   \                     /
    \                   /
     \                 /
      \               /
         Information 
              /\
             /  \
            /    \
           /      \
          /        \
 Zufalls-          geordnete Information
 Information         \
                      \
                      geordnete Strukturen in Lebewesen
                       \
                        \
                        Informationsverarbeitung in Lebewesen 
                         \
                          \
                           Geist ist die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn
                           (nervale Algorithmen und Inhalte )
                            \
                             \
                              Geist steckt auch in manchen Produkten des Menschen zb in Büchern

Wie erforscht man den Geist ?[Bearbeiten]

Zum Gedenken[Bearbeiten]

Der herausragende spanische Neuroanatom Cajal in seinem Labor in Valenzia.

Zitat von  Santiago_Ramón_y_Cajal

Warum wenden wir uns nicht, da sich der gänzlich ausgewachsene Wald als undurchdringlich und undefinierbar erweist, dem Studium des jungen Waldes zu, gewissermaßen im Baumschulenstadium ?


Siehe auch Nobelpreisrede von Santiago_Ramón_y_Cajal

Einleitung[Bearbeiten]

Es wird den Naturwissenschaftlern immer ein reduktionistisches Weltbild vorgeworfen, wenn sie anfangen ein Problem in seine Einzelteile zu zerlegen und zu untersuchen.

Dabei sollte man allerdings erkennen, daß es genau diese Vorgehensweise ist, die ungelöste jahrhundertealte Fragestellungen zumindest partiell beantworten kann.

Ein so komplexes Gebilde wie der menschliche Geist und sein biologisches Substrat, das Gehirn, kann man zwar auch ganzheitlich betrachten. Dieser Ansatz, über den Geist eines Erwachsenen zu philosophieren, kommt irgendwann an eine Grenze, die mit rein philosophischen Mitteln nicht mehr zu überwinden ist. Will man Geist und Gehirn wirklich verstehen, muß man darüber hinaus alle denkbaren Wege nutzen, um hinter ihre Geheimnisse zu kommen.

Einige der Wege sind im folgenden aufgeführt:

Jean Piaget oder wie denkt ein Kind ?[Bearbeiten]

Will man den Geist eines Erwachsenen verstehen, kann man den Weg von  Jean Piaget einschlagen. Er hat die Reifung unseres Geistes bei Kindern untersucht. Vor allem durch die Fehler, die den Kindern in gewißen Altersstufen immer wieder unterlaufen, kann man erkennen wie sich geistige Strukturen entwickeln und wie sie verbessert werden.

Kandels Lieblingstier Aplysia californica

Eric Kandel oder wie denkt eine Schnecke ?[Bearbeiten]

Was hat das einfache Nervensystem einer Schnecke mit unserem viel komplizierteren menschlichen Gehirn zu tun ? Dieser Frage ging  Eric Kandel nach und er wurde fündig. Denn auch Schnecken können in ihrem Nervensystem schon Informationen speichern und Kandel hat ihnen dabei zugeschaut. Er hat dabei wichtige Prinzipien des Gedächtnisses entdeckt. Zu Recht wurde er dafür mit dem Nobelpreis belohnt.

Damasio oder Was ist verloren gegangen ?[Bearbeiten]

In der Medizin gibt es zwei wichtige Grundsätze:

  1. Jede gesunde Funktion unseres Körpers kann auch krank werden.
  1. Das Kranke läßt uns oft das Gesunde besser erkennen.

Auf dieser Grundlage untersucht der Neurologe Damasio Patienten mit akutem Schlaganfall. Er beschreibt möglichst genau den plötzlichen neurologischen Ausfall. Dann versucht er eine Verbindung zwischen dem funktionellen Ausfall und dem morphologischen Bild , dem Defekt im Computertomogramm oder Kernspin , herzustellen. In jahrzehntelanger akribischer Arbeit gelang ihm und anderen Neurologen auf diese Weise eine sehr genaue Kartierung des menschlichen Gehirns.

So bestätigt sich immer mehr der bereits 200 Jahre alten Satz in der Medizin:

Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten.

Und daraus folgend:

Das Gehirn ist der Sitz des menschlichen Geistes.

Darold Treffert und seine Vorliebe für Inselbegabungen[Bearbeiten]

Darold Treffert ein berühmter amerikanischer Arzt aus Wisconsin hat sein Leben der Erforschung von  Inselbegabungen gewidmet. Durch die Untersuchung solcher herausragenden geistigen Fähigkeiten kann man auch viel über die normale Funktion unseres Gehirnes lernen. Die Inselbegabung – auch Savant-Syndrom genannt – ist ein Phänomen, bei dem Menschen, oft mit geistiger Behinderung, in einem kleinen Teilbereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen. 50 Prozent der bekannten Inselbegabten sind  Autisten. Sechs von sieben Inselbegabten sind männlich. Zurzeit sind weltweit etwa 100 Menschen bekannt, die man als Savants bezeichnen kann. Populär wurde das Savant-Syndrom unter anderem durch den Film Rain Man mit Dustin Hoffman.

Literatur[Bearbeiten]

  • Darold A. Treffert, Gregory L. Wallace: Inselbegabung. Spektrum der Wissenschaft, Sep. 2002.
  • Darold A. Treffert and Gregory L. Wallace. Islands of Genius. Artistic brilliance and a dazzling memory can sometimes accompany autism and other developmental disorders. Scientific American June 2002.
  • Bas Kast: Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft. Die Kraft der Intuition. Fischer Verlag 2007.
  • Daniel Tammet: Elf ist freundlich und Fünf ist laut. Ein genialer Autist erklärt seine Welt. Patmos Verlag 2007.
  • Douwe Draaisma: „Der Profit eines Defekts: das Savantsyndrom“ in: „Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird - Von den Rätseln unserer Erinnerung“, Piper 2006, ISBN 3-492-24492-0 (mit weiteren Quellenangaben).

KI oder wie denkt ein Computer ?[Bearbeiten]

Ein bißchen haben die KI Forscher am Anfang den Mund zu voll genommen. Vielleicht haben sie auch zu viel Science Fiction gelesen. Jedenfalls mußten sich die Informatiker, die sich mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz beschäftigen , viel Kritik und Spott anhören über die mühseligen und eher kläglichen Ergebnisse, die bei ihrer Arbeit anfangs herauskamen. Die ganze Diskussion ist abgeflaut. Die KI Forscher sind bescheidender und anwendungsorientierter geworden. Ihre Arbeit läßt aber zunehmende Fortschritte erkennen. Diese Arbeit liefert wertvolle Hinweise wie ein intelligentes System Informationen verarbeitet, speichert und wieder ausgibt. Sie zeigt wie Geist funktioniert.

Die prinzipielle Frage , wann man einem Computer eigenes Denken attestieren kann und ob man so etwas überhaupt entwickeln soll, ist bisher nicht beantwortet. Aus Sicht der Naturwissenschaften gibt es allerdings kein prinzipielles Hindernis auf dem Weg zu einer echten künstlichen Intelligenz in Computern oder Robotern.

Zitate[Bearbeiten]

  • Ist es das Blut, mit dem wir denken, oder die Luft, oder das Feuer? Oder ist es keines von diesen, sondern vielmehr das Gehirn, das die Tätigkeit des Hörens, Sehens und Riechens verleiht ? Und daraus entsteht dann Gedächtnis und Meinung, und aus Gedächtnis und Meinung .. das Wissen ... Solange das Gehirn unversehrt ist, solange hat auch der Mensch seinen Verstand .. Daher behaupte ich, dass das Gehirn es ist, das den Verstand sprechen lässt. Alkmaion lebte um 500 v. Chr.. Er war ein griechischer Arzt und Philosoph aus Kroton. Alkmaion war einer der ersten, der im Gehirn das zentrales Organ der menschlichen Wahrnehmung und die stoffliche Grundlage des Denkens vermutete. Von Alkmaion ist selbst nichts überliefert. Obiges Zitat wurde ihm von Platon und Hippokrates zugeschrieben. nach W.Capelle, Die Vorsokratiker, Kröner Verlag Stuttgart 1963, Seite 111
  • Tatsächlich würde ich behaupten, das die psychotherapeutische Intervention nur insoweit Veränderungen im Geist der Patienten hervorruft, insofern unsere Worte Veränderungen in den Gehirnen der anderen erzeugen.Eric Kandel, Psychotherapie und die einzelne Synapse , 1979
Kernspinaufnahme des Gehirns

Literatur[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

Was ist die Seele in naturwissenschaftlicher Sicht ?[Bearbeiten]

Haben Tiere keine Seele ?

Die Begriffe Geist und Seele werden oft als austauschbar benutzt. Zumindest kommt es zu großen Überschneidungen im Gebrauch. So spricht man vom Geist-Körper-Gegensatz und vom Leib-Seele-Dualismus und meint wohl im wesentlichen dasselbe damit. Man könnte also sagen Geist = Seele und diese Aussage ist im wesentlichen auch richtig. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird aber die Seele als der gefühlsmäßige Anteil unseres Geistes abgegrenzt.

Unter der Seele kann man drei Aspekte verstehen:

  • die Gesamtheit aller Gefühle und Gefühlsäußerungen eines Menschen oder eines Tieres. Die Seele ist somit ein Teilbereich des Geistes, wenn man die emotionslose Informationsverarbeitung in einem menschlichen Gehirn ausklammern will, was in der Realität kaum möglich ist. Tiere haben auch Gefühle und demnach auch eine Seele.
  • die individuelle Erlebnisgeschichte eines Menschen oder eines Tieres d.h. die persönliche Identität, die Gesamtheit aller Erlebnisse. Somit überlappt sich die Seele mit unserem Gedächtnis.
  • die Gesamtheit aller vererbten Charakterzüge eines Individuums.

Die Seele spiegelt sich teilweise im Verhalten eines Menschen wider. Zur Seele gehört auch der Begriff der Einmaligkeit als individuelles Lebewesen. Beim Menschen wird das auch Persönlichkeit genannt.

So wie wir akzeptiert haben, dass die Schönheit einer Musik, die ja unsere Seele sehr direkt und averbal beeinflussen kann, in der Informationsabfolge von Noten oder von 0 und 1 auf einer CD steckt, so muss der Mensch nach Ansicht der Naturwissenschaften akzeptieren, dass die Vielfalt und Einmaligkeit jedes einzelnen Menschen, seine Persönlichkeit und damit seine Seele in der Struktur unseres Nervensystems verborgen ist. Diese Struktur ist allerdings nicht ein für alle mal festgelegt, sondern wandelt sich von Tag zu Tag.

Naturwissenschaftlich gesehen sind die Seele und die Psyche dasselbe. Dabei benutzen die Naturwissenschaften den neutralen Begriff Psyche lieber als das Wort Seele, da letzteres durch zu viele verschiedene Meinungen geprägt ist.

Psychologie[Bearbeiten]

Eine interessante Frage ist, ob die Psychologie eine Naturwissenschaft oder eine Geisteswissenschaft ist. Der praktisch tätige Psychologe wird sich um diese Diskussion nicht kümmern, denn sie hat für die einzelnen psychologischen Fragestellungen keine allzugroße Auswirkung.

Die Arbeitsfelder der Psychologie (der Seelenforschung) sind:

  • Lernen, Gedächtnis, Vergessen, Wahrnehmung, Sprache, Intelligenz, Motivation, Wille, Emotion
  • Triebe wie Hunger, Durst und Sexualität, Stressforschung, Gruppendynamik,
  • Liebe und Sympathie, Aggression, Bewusstsein, Kreativität,
  • Psychopathologie wie Neurosen und Psychosen

Neben der Psychologie beschäftigen sich noch andere Wissenschaften mit der Seele: Darunter die Psychiatrie, die Verhaltensforschung, die Kognitionsforschung, die Neurowissenschaften, die Anthropologie und die Hormonforschung = Endokrinologie.

Theologie kontra Naturwissenschaften[Bearbeiten]

Die theologische Ansicht, dass die Seele der innerste Kern einer menschlichen Person ist, wird von den Naturwissenschaft kritisch hinterfragt. Was ist das Innerste ? Gehören Sexualität, Hunger und Durst auch zur Seele? Nach naturwissenschaftlicher Ansicht gehören Sie auch zum Kern einer Persönlichkeit dazu. Grenzen von Innen nach Außen sind hier schwer zu ziehen.

Die Ansicht der Theologie, die Seele sei die von Gott geschaffene geistige und unsterbliche Wesensform des Menschen, die seine unverwechselbare Individualität bestimmt wird von den Naturwissenschaften nicht oder nur teilweise akzeptiert.

Die Naturwissenschaften gehen davon aus, dass sich die Entwicklung der Psyche aus

  • dem Erbgut
  • der Erziehung
  • anderen Einflüssen der Umwelt und
  • der Tätigkeit des Gehirnes selbst erklären lassen.

Sie lehnen einen Einfluss Gottes oder einer sonstigen überirdischen Macht auf unsere Seele eher ab. Auch die Unsterblichkeit der Seele wird hinterfragt. Beide Aussagen sind derzeit nicht beweisbar noch widerlegbar.

Zitat[Bearbeiten]

Wesen der Seele: 
Denn man weiß ja doch nichts von dem Wesen der Seele; man weiß nicht,
Ob sie schon mit der Geburt in uns eingeht 
oder ob dann erst Sie entsteht und im Tod mit dem Leibe zusammen sich auflöst;
Ob sie im Orkus verschwindet und seinen geräumigen Schlüften 
Oder ob Götterbefehl sie in andre Geschöpfe verbannet.

 Lukrez , Über die Natur der Dinge


Verzichten wir auf die Illusion, in der Seele eine immaterielle "Substanz" zu sehen, 
dann leugnen wir nicht deren Existenz, sondern wir beginnen im Gegenteil, 
die Komplexität, den Reichtum und die unergründliche Tiefe des genetischen 
und des kulturellen Erbes wie auch 
der bewussten und unbewussten persönlichen Erfahrung zu erkennen, 
die zusammen das Wesen ausmachen, das sich in uns einmalig und unwiederbringlich bezeugt.

 Jaques Monod "Zufall und Notwendigkeit, Philosophische Fragen der modernen Biologie"

Wenn ich eines Tages wieder sehen kann, 
werde ich in die Augen der Menschen schauen und ihre Seele darin sehen. 
Seele ? 
Ja, in jedem von uns ist etwas, was keinen Namen trägt, und dieses Etwas ist das,
was wir sind. 
Die Seele, glaube ich, ist unsere Individualität.

Dialog zwischen einem Mädchen und einem alten Mann in dem Roman  Stadt der Blinden von  José Saramago

Zitat:

Wir sollten niemals Fragen, wie die nach der Unsterblichkeit,  
allein vom eindimensionalen tendenziell kalten und verdinglichenden Denken 
des modernen Naturtechnikers beantworten lassen
Quelle: Was von uns bleibt: Über die Unsterblichkeit der Seele, von Mathias Schreiber 

Aus naturwissenschaftlicher Sicht kann man darauf antworten:

Die Ansicht des Naturwissenschaftlers über die Seele 
ist vielleicht nicht so eindimensional und kalt, 
wie es der Autor zu verspüren meint. 
Die Ansicht der Naturwissenschaften  muß aber vor allem ehrlich sein.

Goethe meinte am 4. Februar 1829 gegenüber Eckermann über die Zielgruppe für philosophische Diskussionen zum Thema "Unsterblichkeit der Seele". Es sei nur geeignet für "vornehme Stände und besonders Frauenzimmer, die nichts zu tun haben"

Links[Bearbeiten]

Was ist das Bewusstsein ?[Bearbeiten]

Eine frühe Vorstellung vom Bewußtsein

Das menschliche Bewusstsein ist eine Funktion des Gehirns, bei der sich die Natur- und Geisteswissenschaften bisher sehr schwer tun , sie plausibel zu erklären. Es gab sogar Zeiten, da hat ein Teil der Psychologen mit allem Ernst erklärt: Bewusstsein gibt es nicht, es gibt nur Verhalten. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei und die Wissenschaftler besinnen sich auf ihre alten Tugenden: Zergliedern und in Teilfunktionen auflösen, wieder neu zusammensetzen und Modelle konstruieren, Experimente anstellen, Extremfälle suchen und krankhafte Zustände definieren. Und so kann man auch einer sehr komplexen Funktion, wie es das menschliche Bewusstsein darstellt, langsam näher kommen.

5 naturwissenschaftliche Basisaussagen über das Bewusstsein[Bearbeiten]

Das menschliche Bewusstsein ist weit davon entfernt, auch nur einigermaßen durchschaut und verstanden zu sein. Dennoch kann man ein paar sichere Aussagen über das Bewusstsein treffen, die es ganz klar als Funktion unseres Gehirnes definieren:

  • 1.Unser Bewusstsein erlischt jeden Tag im Schlaf und schaltet wieder an, wenn wir aufwachen.
  • 2.Unser Bewusstsein lässt sich sehr leicht durch Medikamente innerhalb von Minuten abschalten. Dies funktioniert beispielsweise ohne Probleme beim wachen gesunden Menschen mit dem Stoff Midazolam ( = Dormicum). Gibt man diesen Stoff in ausreichender Dosis - natürlich nur, wenn dies medizinisch notwendig ist - dann wird das Bewusstsein innerhalb kürzester Zeit ausgeschaltet. Auch der umgekehrte Weg funktioniert problemlos. Die Wirkung des Schlafmittels kann innerhalb von wenigen Minuten durch ein Gegenmittel wie z.B. Flumazenil ( = Anexate) wieder aufgehoben werden. Das Bewusstsein ist dann wieder angeschaltet.
  • 3.Unser Bewusstsein ist sicher noch nicht in der befruchteten menschlichen Eizelle vorhanden. Es ist aber in einem gesunden, wachen erwachsenen Menschen zu finden. Irgendwo dazwischen muss es sich gebildet haben.
  • 4.Das Bewusstsein ist sicher noch nicht in den Anfängen des Lebens, in den Einzellern, vorhanden. Es ist aber bei höheren Lebewesen wie den Menschen zu finden. Es muss sich also irgendwo dazwischen im Laufe der Evolution entwickelt haben. Das unbewusste Denken ist älter als das bewusste Denken.
  • 5.Das Bewusstsein erlischt mit dem Tod des menschlichen Gehirns.

Diese 5 Basisaussagen lassen nach naturwissenschaftlicher Meinung erkennen, dass das Bewusstsein eine Funktion des Gehirnes ist.

Wer bin ich ?

Es gibt einige einfache Kennzeichen des wachen Bewusstseins beim gesunden Menschen:

  • Bewusstseinsklarheit ( klare geistige Verfassung):
  • der Mensch ist ansprechbar
  • zeitlich orientiert
  • räumlich orientiert
  • zur eigenen Person orientiert
  • er reagiert normal
  • er zeigt eine normale Merkfähigkeit
  • er zeigt ein normales Handlungsvermögen
  • er zeigt eine normale Denkfähigkeit
  • er zeigt eine normale Vorstellungskraft

Bewusstsein ist leises Sprechen mit sich selbst[Bearbeiten]

Wenn man selber über das eigene Bewusstsein nachdenkt, dann merkt man, dass ein wesentlicher Teil des Bewusstseins ein leises, unhörbares Sprechen mit sich selbst ist. So hat sich vielleicht unser Bewusstsein entwickelt.

Der Mensch hat vorwiegend ein Sprechbewusstsein: Warum ist das so? Beim Sprechen wird ein Informationskreis geschlossen: Alles, was der Mensch zu anderen Menschen sagt, hört er ja sofort wieder mit den eigenen Ohren, d.h. er hört sich ständig selbst und bekommt über die Ohren eine Rückmeldung darüber. Er produziert akustische Information, die sofort wieder ins Gehirn zurückläuft.

Gehirn ---motorisches --- Kehlkopf ----> Schallwellen  ------> Andere Person
  A      Sprachzentrum   |               der Sprache       |  
  |                      | Silent pathway                  |
  |                      V                                 V
sensorisches-----------------------------eigenes-Gehör <------- Andere Person  
Sprachzentrum

Erstaunlich ist es zum Beispiel, dass Kinder beim Lesen lernen, wenn sie ein Buch lesen, zunächst noch eine ganze Weile sich selbst laut vorlesen und dann erst auf unhörbares Lesen umschalten. Wie häufig ertappt man sich selbst auch dabei, dass man eigene Gedanken, wenn man allein ist, eben doch laut ausspricht.

Dieser Informationskreis ist bei den anderen Sinnen bei weitem nicht so direkt geschlossen. So produzieren wir nicht ständig Bilder für andere Menschen, die wir auch sofort selbst wieder sehen. Wir produzieren nicht ständig Gerüche, die wir auch sofort selbst wieder riechen. Wir produzieren nicht ständig Geschmacksreize für andere, die wir selbst auch sofort wieder schmecken.

Wenn kein anderer Mensch in unserer Nähe ist, dann kann es passieren, dass wir uns trotzdem mit jemandem laut unterhalten. Wir erproben dann verschiedene Kommunikationsvarianten. Was wäre passiert, wenn ich etwas anderes gesagt hätte, als das, was ich wirklich gesagt habe? Was würde passieren, wenn ich in einer wiederkehrenden Situation so etwas sagen würde?

Ist ein anderer Mensch anwesend, kann diese Erprobung von Kommunikationsverhaltensweisen ebenfalls erfolgen. Man will etwas sagen. Kurz bevor man etwas sagt, zieht man aber die Bremse und sagt es doch nicht. Der Befehl an die Ausgabemuskulatur ist noch nicht frei gegeben, obwohl der Satz schon formuliert war. Man hört den Satz vielleicht auch schon leise vor sich hingesprochen, aber der Kommunikationspartner hört ihn noch nicht. Erst wenn der Gedanke mehrfach herumgedreht wurde, richtig formuliert ist oder die Situation passend ist, gibt man die Bahn frei an den Kehlkopf, und dann kommt er wirklich aus dem Mund. Bei den meisten Menschen wird allerdings nicht allzu lange oder gar nicht abgewogen, was sie sagen. Oft kommt es dem Sprecher selbst erst zum Bewusstsein, was er gesagt hat, wenn er sich selbst laut hat reden hören. Es muss also in unserem Kopf eine unbewusste Vorformulierungsinstanz geben.

Der Gehirnforscher Ernst Pöppel meint: Als bewusst sollen nur jene psychischen Ereignisse angesehen werden, die kommuniziert werden können. Bewusstsein steht also immer in einem sozialen Rahmen. Ohne andere gibt es kein Bewusstsein. ( E.Pöppel: Gehirn und Bewusstsein VCH Verlag Weinheim S.2 )

Erstaunlich ist hier auch die Tatsache, dass das Bewusstsein sprachenabhängig ist. Ist man zum Beispiel ein Jahr lang in einem anderen Land und hat wenig Kontakt mit der eigenen Muttersprache, so schaltet man fast komplett auf die neue Sprache um. Man denkt in der neuen Sprache, ja man träumt sogar in ihr.

Bilder und Melodien und vieles andere mehr können auch Teil unseres Bewusstseins sein. Hier zeigen sich auch wichtige Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen. Leute, die viel sprechen, lesen und schreiben, haben vielleicht ein blasses Bilderbewusstsein und ein reiches Sprachbewusstsein. Versucht man sich bestimmte Bilder oder Landschaften vorzustellen, dann bleiben diese im Vergleich zur Realität ziemlich farblos, dunkel und begrenzt auf subjektiv als wichtig Empfundenes, vor allem dann, wenn man die Augen schließt. Das Sprechbewusstsein ist aber davon unabhängig, ob wir die Augen offen oder zu haben, ob wir unseren Mund benutzen oder nicht und ob wir unsere Ohren zuhalten oder nicht. Hier liegt meines Erachtens ein wichtiger Unterschied zwischen akustischen und optischen Bewusstsein. Vielleicht geht das optisch veranlagten Menschen aber ganz anders.

Etwas eingeschränkt, aber doch vergleichbar mit der Sprache, sind die Bewegungen der Hände. Sie machen ständig etwas, stehen zum Teil auch im Dienste der Kommunikation und wir sehen auch selbst sofort wieder, was wir machen.

Wir sollten also von unseren Fingern ein sehr plastisches Bewusstsein haben, da wir sie ständig sehen und ihre Tastinformationen bekommen, sie gleichzeitig auch jederzeit bewegen können. Allerdings dienen die Finger erst in zweiter Linie zur Kommunikation mit anderen Menschen. Wohingegen die Sprache und das Gehör außerordentlich wichtig für die Kommunikation mit anderen sind.

Seh- und Riechbewußtsein als denkbare Alternative zum Sprechbewußtsein[Bearbeiten]

Wenn man sich vorstellt, wie ein kurzgeschlossenes Bewußtsein des optischen Bereiches aussehen könnte , dann merkt man, daß beim Menschen eine Lücke klafft. Er hat kein bilderzeugendes Organ für seine Gedanken, das auch andere Personen sehen können, das er aber auch selber sehen kann. Eine rudimentäre Form dieses optischen Zeigeinstrumentes stellen unsere Hände dar. Sie haben eine optische Kommunikationsfunktion und wir sehen sie auch immer selbst in Aktion.

Hypothetisches kurzgeschlossenes optisches Bewußtsein[Bearbeiten]

Gehirn ------(optisches Kommunikationszentrum)-----(Monitor) ----> Lichtwellen ----> Andere Person
  A                         fehlt                   fehlt          fehlt  
  |                           # dark pathway                        #
  |                           V                                     V
Sehzentrum-------------------------------------------------eigene-Augen <----------- Andere Person  
Fiktives Sehbewußtsein beim Tintenfisch

Zwei kommunikative Tintenfische. Ihr Bildschirm kann von beiden Seiten gesehen werden:

  1. Vom Bilderzeuger selbst
  2. Vom Kommunikationspartner.

Dieses Bild zeigt die fiktive Möglichkeit eines optischen Kommunikationskanales. In Abwesenheit eines Kommunikationspartners kann der fiktive Tintenfisch dann auch in der Dunkelheit mit sich selbst "bildern", ohne das Zeigeinstrument überhaupt anzuschalten.

Wenn man sich vorstellen will, wie ein kurzgeschlossenes Bewußtsein des Geruches aussehen könnte , dann merkt man, daß auch hier beim Menschen eine Lücke klafft. Er hat kein dufterzeugendes Organ ( zb eine Duftdrüse ), mit schnell wechselnden Düften die andere Personen riechen können , die er aber auch selber riechen kann.

Hypothetisches kurzgeschlossenes Geruchsbewußtsein[Bearbeiten]

Gehirn ------(Geruchs Outputzentrum)-----(Drüse) ----> Duftwelle--------> Andere Person
  A                          fehlt        fehlt            fehlt  
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Riechzentrum-----------------------------------------eigene-Nase <------- Andere Person  

Unser Gehör und unser Kehlkopf mit der Sprache als Medium sind als In- und Outputkanäle des Bewußtsein mit einer höheren kommunikativen Potenz zu beurteilen, als die eher objektiven Sinneskanäle Sehen und Riechen, denen ein echter, differenzierter Outputkanal fehlt und die deswegen zur sozialen Kommunikation zumindest beim Menschen nicht so sehr genutzt werden können wie die Sprache.

Weitere Charakterisierungen des Wortes Bewusstsein[Bearbeiten]

  • Bewusstsein ist das Jetzt des Denkens.
  • Bewusstsein ist die Gewissheit der eigenen Person.
  • Bewusstsein ist die Einordnung in ein örtliches, zeitliches und soziales Gefüge.
  • Bewusstsein ist eine Lupe für unser Gedächtnis.
  • Bewusstsein ist kein Ding, sondern ein Prozess.
  • Zum Bewusstsein gehört sowohl die Aufmerksamkeit, als auch das Kurzzeitgedächtnis.
  • Wachheit ist eine Voraussetzung von Bewusstsein.
  • Bewusstsein verändert sich fortwährend.
  • Bewusstsein ist nur ein kleiner Teil der Informationsverarbeitung im Gehirn.
  • Bewusstsein ist eine Funktion des Unterbewusstseins.
  • Das Unbewusste ist älter als das Bewusstsein.
  • Bewusstsein ist nicht einem einzelnen Gehirnteil zuzuordnen, spielt sich aber wahrscheinlich in der Großhirnrinde ab. Die ungezielte Aktivierung des Bewusstseins erfolgt durch die Formatio reticularis des Hirnstammes.
  • Bei einer Bewusstlosigkeit ist das Gehirn nicht komplett abgeschaltet.
  • Bewusstsein ist chemisch beeinflussbar.
  • Bewusstsein kann gestört sein.
  • das Bewusstwerden, der „Geist“, gilt uns gerade als Symptom einer relativen Unvollkommenheit des Organismus, als ein Versuchen, Tasten, Fehlgreifen, als eine Mühsal, bei der unnöthig viel Nervenkraft verbraucht wird, — wir leugnen, dass irgend Etwas vollkommen gemacht werden kann, so lange es noch bewusst gemacht wird. Friedrich Nietzsche
    • wissenschaftlich ausgedrückt: subcortikales Handeln funktioniert besser als cortikales

Links[Bearbeiten]

Was ist der freie Wille ?[Bearbeiten]

Links oder Rechts ? Wie soll ich mich entscheiden

Zitat : In jeder Ecke lauern ein paar Richtungen von  Stanisław Jerzy Lec

Der freie Wille als ein Teil des menschlichen Geistes ist eine Thema, das vor allem in der Psychologie, in der Rechtssprechung, in der Philosophie und in der Theologie diskutiert wird. Die Naturwissenschaften hatten zunächst wenig zur Diskussion beizutragen.

Wichtige Fragen in diesem Zusammenhang sind:

  • Gibt es überhaupt einen freien Willen?
  • Wenn ja, wo sitzt der freie Wille im Gehirn?
  • Wie kann man den freien Willen untersuchen?
  • Wie hat sich der freie Wille in der Evolution entwickelt?
  • Welchen evolutionären Vorteil bringt das Konzept des freien Willens?
  • Gibt es einen Zufallsgenerator für Entscheidungskonflikte im Gehirn?
  • Ist unser Verhalten mehr durch die Gene oder durch den Einfluss der Umwelt bestimmt?

Die meisten menschlichen Handlungen sind kein Zufall, sondern teilweise bewusstes teilweise unterbewusstes Abwägen von Alternativen. Die vorteilhafteste Lösung wird dann ausgewählt. (Ökonomie des Alltagslebens). Das ist zumindest die Meinung der meisten wissenschaftlich tätigen Psychologen. Wahrscheinlich war ein im wesentlichen zweckorientiert arbeitendes Gehirn in der Evolution erfolgreicher als ein häufig zufallsgesteuertes Gehirn.


Wo bleibt in dieser Betrachtungsweise dann Platz für den freien Willen? Manche Neurobiologen bestreiten auch das ganze Konzept vom freien Willen.

Auch wenn man nicht an den freien Willen glaubt, so ist doch die Entscheidungsfindung in unserem Gehirn ein wichtiges Forschungsgebiet. Ständig werden mehr oder minder wichtige Entscheidungen in unserem Gehirn getroffen. Vieles davon läuft auch unbewußt ab.

Was versteht dann aber das Gehirn unter dem Begriff vorteilhaft. Eine Lösung kann kurzfristig vorteilhaft, langfristig aber nachteilig sein. Wie entscheidet sich in solchen Situationen unser Gehirn?

Dies sind spannende Fragen über unser Gehirn. Diese Fragen werden vor allem in der Psychologie untersucht. Zunehmend beteiligen sich aber auch die anderen Neurowissenschaften an der Untersuchung der Gehirnvorgänge, die man gemeinhin als freien Willen bezeichnet.

Typisch für den naturwissenschaftlichen Ansatz sind dabei nicht die großen Grundsatzdiskussionen, sondern nachprüfbare Experimente, die der Entscheidungsfindung im Gehirn und damit dem Konzept des freien Willens auf die Spur kommen sollen.

Naturwissenschaftliche Positionen[Bearbeiten]

Im Verlauf der Geschichte der Naturwissenschaften wurden viele Versuche gemacht, die Frage des freien Willens unter Verwendung naturwissenschaftlicher Prinzipien zu beantworten. Frühe wissenschaftliche Vorstellungen sahen die Welt oft als deterministisch an, und es gab die Auffassung, dass bei genügend genauer Information die Zukunft beliebig genau vorhergesagt werden kann. Erst langsam hat sich die Meinung durchgesetzt, das auch der Zufall in der Physik eine wesentliche Rolle spielt.

Ähnlich wie Physiker haben auch Biologen häufig versucht, die Frage des freien Willens zu erhellen. Eine der hitzigsten Debatten der Biologie ist die Frage Erbgut versus Umwelt. Wie wichtig sind Genetik und biologische Grundlagen für das menschliche Verhalten im Gegensatz zu Einflüssen der Kultur und Erziehung? Genetische Studien haben viele spezifische genetische Faktoren identifiziert, die die Persönlichkeit eines Individuums beeinflussen, von offensichtlichen Fällen wie dem Down-Syndrom bis hin zu eher subtilen Effekten wie der statistischen Disposition für Schizophrenie.

Es wurde in den letzten Jahren auch möglich, das lebende Gehirn zu untersuchen, und es gibt verschiedene Methoden, den Prozess der Entscheidungsfindung zu beobachten, den man gemeinhin mit dem freien Willen identifiziert.

Stimmen die Nervenzellen ab, wenn das Gehirn eine Entscheidung trifft ?

Ein richtungsweisendes Experiment ( Libet-Experiment) auf diesem Gebiet wurde von Benjamin  Libet in den 1980er Jahren durchgeführt. Die Probanden wurden gebeten, zu einem beliebigen Moment das Handgelenk zu bewegen, während gleichzeitig die Gehirnaktivitäten aufgezeichnet wurden.

Libet fand heraus, dass die Gehirnaktivität, die dazu führte, dass die Person ihr Handgelenk bewegt, etwa eine halbe Sekunde vor dem Moment einsetzte, in dem die Person sich bewusst dazu entschloss, was darauf hinweist, dass die Entscheidung in Wirklichkeit auf einer unbewussten Ebene stattfindet und erst später in eine bewusste Entscheidung übersetzt wird. Ein damit zusammenhängendes Experiment wurde später von Alvaro Pascual-Leone durchgeführt, bei dem die Probanden gebeten wurden, zufällig die rechte oder die linke Hand zu bewegen. Er fand heraus, dass durch die Stimulation der verschiedenen Hirnhälften mittels magnetischer Felder die Wahl der Person stark beeinflusst werden konnte.

Genaugenommen zeigen diese Experimente aber nicht, dass es keinen freien Willen gibt. Das wäre nur dann der Fall, wenn Entscheidungen singuläre, zeitlich genau bestimmbare Ereignisse wären. Aber auch aus der alltäglichen Erfahrung weiß man, dass Entscheidungsprozesse durchaus komplex und langwierig sein können. Die "bewusste Entscheidung" könnte einfach als die letzte Stufe eines Entscheidungsprozesses gesehen werden, der wesentlich früher begonnen hat. Genauso zeigen die Experimente von Alvaro Pascual-Leone lediglich, dass eine Beeinflussung möglich ist.

Es scheint im Gehirn bei der Entscheidungsfindung eine Art Abstimmungsmodus zwischen verschiedenen Nervenzellen oder -systemen zu geben. Wie dann zwischen den widerstreitenden Einflüssen im Parlament des Gehirns entschieden wird, ist die interessante Frage.

Ich widerspreche mir selbst ?
Nun gut, ich widerspreche mir selbst
(Ich bin ja weiträumig, ich enthalte Vielheiten.)

 Walt Whitman, Gesang von mir selbst

Wiederholung des Libetexperiments[Bearbeiten]

Da das Libetexperiment sehr wichtig in der Diskussion des freien Willens ist, wurde es kürzlich von John-Dylan Haynes in abgewandelter Form wiederholt.

Haynes meint zum Thema freier Wille:

»Mein Gehirn, das bin ja ich«, sagt er 
und holt noch einmal aus. 
Unsere Gedankentätigkeit sei mit einem Eisberg vergleichbar. 
»Was uns bewusst wird, ist nur dessen Spitze. 
Neunzig Prozent liegen unter Wasser – 
das sind die unbewussten Prozesse in unserem Gehirn. 
Aber die Spitze gehört ja zum Eisberg dazu, beide bilden eine Einheit.« 
Es sei ein Missverständnis, zu meinen, nur weil etwas unbewusst ablaufe, 
sei es zufällig und nicht begründbar. 
»Alle unsere Handlungen sind die Überlagerung von Tausenden von kleinen Ursachen – 
Erfahrungen in Kindheit und Beruf, unsere Kultur, 
die Menschen, mit denen wir uns umgeben, 
die Medien, die wir zurate ziehen, und so weiter«, argumentiert Haynes. 
So gesehen sei keine Entscheidung zufällig. 
»Auch unbewusste Prozesse folgen einer Logik. 
Doch diese können wir in uns selbst nicht beobachten. 
Und die bewussten Gründe, die wir dafür angeben, stimmen oft nicht.« 

Quelle:



Texte von Prof. Wolf Singer und Prof. Gerhard Roth zum Ich/Willen:

Der Willensakt geht den neuronalen Prozessen nicht voraus, sondern ergibt sich aus ihnen. In entsprechender Weise folgt das Gefühl, eine Handlung intendiert zu haben - also der »Willensakt« - den für eine Willkürhandlung notwendigen corticalen und subcorticalen Prozessen und tritt zusammen mit den nachfolgenden Handlungen auf.

Einige Philosophen haben dagegen eingewandt, es könne ja sein, dass der Willensakt selbst zusammen mit den Hirnprozessen gestartet werde, aber Zeit brauche, um bewusst zu werden. Diese Annahme, es gebe einen unbewussten Willensakt, erscheint aber als ein Widerspruch in sich selbst, wenn man die traditionelle Sicht des Willensaktes zugrunde legt. Der amerikanische Neurobiologe Benjamin Libet hat vor einer Reihe von Jahren aufsehenerregende Versuche zur Beziehung zwischen Bereitschaftspotential und Willensakt durchgeführt (Libet et al., 1983; vgl. auch Libet, 1985). Die Versuchspersonen wurden trainiert, innerhalb einer gegebenen Zeit (1 bis 3 s) spontan den Entschluss zu fassen, einen Finger der rechten Hand oder die ganze rechte Hand zu beugen. Dabei blickten sie auf eine Art Oszilloskop - Uhr, auf der ein Punkt mit einer Periode von knapp drei Sekunden rotierte. Zu genau dem Zeitpunkt, an dem die VPs den Entschluss zur Bewegung fassten, mussten sie sich die Position des rotierenden Punktes auf der »Uhr« merken. In einer anderen Serie genügte es, sich zu merken, ob der Entschluss vor oder nach einem Stop der Punktrotation gefasst wurde, was für die Versuchspersonen erheblich einfacher ist. Bei allen Versuchspersonen wurde während der Experimente das Bereitschaftspotential gemessen, d. h. aus dem EEG herausgefiltert. Es zeigte sich, dass der Willensakt immer (durchschnittlich 200 ms) der Motorreaktion vorausging und dass der Beginn des Bereitschaftspotentials im Durchschnitt 550 - 300 ms, mit einem Minimum bei 150 ms und Maximum bei 1025 ms, dem »Willensentschluss« vorausging. In keinem Fall fiel das Bereitschaftspotential mit dem »Willensentschluss« zeitlich zusammen oder folgte diesem gar. Dieser Befund wird von manchen Neurobiologen und Philosophen dahingehend interpretiert, dass der Willensentschluss nicht die Ursache der Bewegung ist, sondern ein Begleitgefühl für die Handlung selber. Libet selbst hat die Bedeutung dieser Befunde hinsichtlich der Frage der Willensfreiheit sehr vorsichtig interpretiert. Er glaubte im Anschluss an seine Untersuchungen, dass die Antriebe unseres Handelns subcortical - unbewusst zustande kommen und dann infolge des Bereitschaftspotentials bewusst werden. Er stellte aber fest, dass Versuchspersonen manchmal, nachdem sie einen Entschluss fassten, ein »Veto« gegen das Ausführen der bestimmten Reaktion verspürten, und dass die Bewegung in der Tat dann nicht folgte. Daraus schloss Libet, dass es einen corticalen Willen gibt, der die subcortical aufkommende Bereitschaft zu einer bestimmten Handlung lenken und sogar blockieren kann. Hierdurch sieht er den freien Willen gerettet.

An der subcorticalen unbewussten Steuerung des Verhaltens lässt er aber keinen Zweifel, ebenso wenig daran, dass das Gefühl, etwas zu wollen, nach dem Bereitschaftspotential auftritt (Libet, 1985). Diese Versuche haben bis heute großes Aufsehen erregt, und man ist sich nach wie vor uneins, wie sie zu interpretieren sind. Die geschilderten Resultate stimmen aber mit dem überein, was man auch aus unserer Kenntnis über die Steuerung von Willkürmotorik ableiten kann, nämlich dass die eigentlichen Antriebe für unser Verhalten subcorticalen Ursprungs sind, also aus dem limbischen Bewertungs- und Gedächtnissystem kommen. Dieses aktiviert die Basalkerne und das Kleinhirn, die wiederum die corticalen Prozesse in Gang setzen. Dann erst setzt das Gefühl, etwas zu wollen, ein. Damit stimmt überein, dass bei Willkürhandlungen zuerst in den Basalkernen und im Kleinhirn neuronale Aktivität auftritt und dann im Cortex. Außerdem hat Libet in anderen aufsehenerregenden Experimenten gezeigt, daß Bewusstsein im Gehirn mit einer charakteristischen und deutlichen »Entstehungszeit« auftritt, die im Bereich von ca. 300 bis 1000 Millisekunden liegt. Der Willensakt geht also den neuronalen Prozessen nicht voraus, sondern ergibt sich aus ihnen. In entsprechender Weise folgt das Gefühl, eine Handlung intendiert zu haben - also der »Willensakt« - den für eine Willkürhandlung notwendigen corticalen und subcorticalen Prozessen und tritt zusammen mit den nachfolgenden Handlungen auf. Die Libet'schen Versuche zeigen deutlich: Das Gefühl des Willensentschlusses ist nicht die eigentliche Ursache für eine Handlung, sondern eine Begleitempfindung, die auftritt, nachdem corticale Prozesse begonnen haben. Andererseits ist es durchaus möglich, dass corticale Prozesse, die wiederum von Bewusstsein begleitet sind, mit diesen ersteren Prozessen interferieren, sie beeinflussen oder blockieren, wie es Libet beschrieben hat. Allerdings müsste man für diese letzteren Prozesse genauso vorhergehende Gehirnprozesse fordern wie für die ersteren, denn auch ein derartiges Blockieren kann ja nicht aus heiterem Himmel kommen. Bewusste corticale Handlungsplanungsprozesse, wie sie etwa im präfrontalen Cortex ablaufen, können aber durchaus die subcorticalen Prozesse beeinflussen. Allerdings führen derartige bewusste Planungen keineswegs automatisch zu Handlungen. Wir können uns nämlich bewusst etwas stark vornehmen, ohne dass eine entsprechende Handlung folgt. Der unmittelbare Anstoß, etwas zu tun, kommt nicht von diesem bewussten Vorsatz, sondern aus den »Abgründen« des limbischen Systems. Unsere bewussten Planungen gehen also nur als eine von vielen Determinanten in unsere Handlungssteuerung ein, und oft sind sie keineswegs entscheidend. Ein Fazit aus diesen Untersuchungen und Erkenntnissen könnte lauten: Die Autonomie menschlichen Handelns ist nicht im subjektiv empfundenen Willensakt begründet, sondern in der Fähigkeit des Gehirns, aus innerem Antrieb Handlungen durchzuführen. Das Gehirn oder besser: Der ganze Mensch ist also das autonome System, nicht das empfindende Ich.


Normalerweise wählen Rechtshänder die rechte Hand in ca. 60% aller Fälle. Wurde jedoch die rechte Hirnhälfte stimuliert, wurde die linke Hand in 80% aller Fälle ausgewählt (die rechte Hemisphäre des Hirns ist im wesentlichen für die linke Körperhälfte zuständig und umgekehrt). Trotz dieses nachweislichen Einflusses von außen berichteten die Probanden weiterhin, dass sie der Überzeugung waren, die Wahl frei getroffen zu haben.

Ein Teil der Vertreter der modernen Neurobiologie, so etwa Gerhard Roth, ist zunehmend der Auffassung, dass der freie Wille eine Illusion sei. (Beachte dazu die Kritik am Manifest der 11 Neurowissenschaftler in Gehirn&Geist (Roth e.a., Juni 2004 [1]) unter dem Titel "Nur ein Scheinproblem - Zu den erkenntnistheoretischen Prämissen der Neurowissenschaften". Darin Hinweise auf Max Plancks Abschiedsvorlesung 1947, Bertrand Russell, Kurt Gödel usw. mit dem Schluss, dass die Phänomenbereiche der Erlebnisphänomenologie (mind language) und der Hirnphysiologie (brain language) strikter auseinander zu halten sind.)

Der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer betrachtet den freien Willen u.a. unter neuropsychologischen Aspekten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]