Gitarre: Fixierte Finger
Bordun-Effekt mit fixierten Finger
[Bearbeiten]- auch bekannt als Wonderwall-Akkorde
Auch gegriffene Töne können als Bordun genutzt werden. Dabei bleiben einige Töne über mehrere Akkordwechsel hinweg konstant und erzeugen so den charakteristischen offen Klang.
Akkordbezeichnungen werden oft vereinfacht, denn sie sind für die Spielpraxis nicht entscheidend. In Chord-Sheets, Tabulaturportalen, sowie Liederbüchern werden häufig nur die vereinfachten Akkorde angegeben.
- Voicing
Durch hinzufügen eines weiteren Akkordtons ändert sich nichts an der Funktion eines Akkordes, sofern kein anderer wichtiger Ton dadurch unter den Tisch fällt. Wenn der Akkordton nicht gerade in den Bass kommt, ändert sich an der Beziehung nichts. Bei solchen Varianten spricht man dann von Voicing.
- Merke
Wechsle zwischen den Akkorden G, C, D, Em, Am (oder A) und Bm7, während
- der kleine Finger auf dem hohen G liegen bleibt
- und der Ringfinger auf dem Ton D.
Achte dabei besonders auf den angepassten Fingersatz.
- Beim G wurde die Quinte (D) verdoppelt.
Beachte:: Solltest du zudem die A-Saite abdämpfen oder beim zupfen überspringen, dann fehlt die Dur-Terz (H). Du spielst dann einen G5 (Powerchord). Dennoch wird dieser G5 meist wie ein normaler G-Dur verwendet.
- Beim Em7 wird die Mollterz (G) verdoppelt.
- Beim Cadd9 wird die Quinte (G) verdoppelt. Der Ton D ergibt die None (9).
- Wir haben den D-sus4 schon kennengelernt. Wenn du den Dsus4 nicht zum D aufzulösen willst (D4-3), dann kann man den Ton A auch mit dem Mittel- statt mit dem Zeigefinger greifen. Entscheide selbst, ob es ein einfacher Quartvorhalt (D4) ist, oder sich zum D auflöst.
- Der A7sus4 ist eine Kombination aus dem Asus4 und dem Am7 oder dem A7. Durch den sus4 ist die Terz verschwunden, die in der Tonart D-Dur über Dur oder in der Tonart G-Dur über Moll entscheidet. (In der Tonart A-Dur würden wir jedoch ein G# erwarten, weswegen Asus4add9 dort nicht hinein passt.)
- Der Bm7add13b kann in der Tonart G- und D-Dur ein Bm oder Bm7 vertreten.
Die 13b ist übrigens die Oktave der kleinen Sexten (6b).
Wundere dich nicht, wenn Bm7add13b aus Platzgründen zu Bm13b abkürzt wird.[1]
- Dadd11/F# hat im Gegensatz zu Dsus4 mehr Töne im Bass und hört sich daher voller an. Es ist kein Dsus4, den die Dur-Terz (F#) bleibt im Bass erhalten. Die 11 ist die Oktave der Quarte (4).
Die Akkorde passen bestens zur Tonart G-Dur und teilweise zu D-Dur. Die Gruppe Oasis setzt die Akkorde (mit Capo) recht effektvoll für ihr Lied "Wonderwall" ein, wesswegen diese auch manchmal "Wonderwall-Akkorde" genannt werden.
Pachelbel-Akkordfolge
[Bearbeiten]Versuche mal:
- G D Em Bm | C G Am D
bzw. korrekt benannt
- G Dsus4/F# Em7 Bm7add13b | Cadd9 G A7sus4 D7/F#

- Tipp
Tauschte in Pachelbels Akkordfolge (hier in G-Dur) das zweite C durch ein Am, so hast du alle typischen Akkorde der G-Dur-Tonleiter in einer gefälligen Akkordfolge beisammen.
- Original
- G D Em Bm • C G D D
- Variante
- G D Em Bm • C G Am D7
Es müssen noch Copyright-freie Lieder gefunden werden.
- ↑ Bm13b wäre eigentlich ein Bm7/9/11/13b, da die Terzen (bzw. die ungeraden Intervalle) bis zum höchsten Intervall aufgefüllt werden. Dieses ist aber Stoff für Jazz, das heute noch nicht dran ist.
