Traktorenlexikon: Lindner

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht

Geschichte[Bearbeiten]

1948 rollte erstmals ein handwerksmäßig erzeugter Traktor aus der LINDNER´schen Werkshalle, der im gleichen Jahr bereits auf der Wiener Herbstmesse der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das 14 PS Modell stieß auf große Nachfrage, obgleich mancher „Kenner" der Landwirtschaft nach der damaligen Marktlage es „für einen Unsinn hielt, in Tirol Traktoren produzieren zu wollen". Baute Lindner seinen ersten Traktor mit einem Einzylinder Warchalowski-Dieselmotor.


1953 Legte Lindner den Grundstein für den heutigen Erfolg des Unternehmens mit der Entwicklung des ersten Traktors mit 4-Radantrieb in Österreich. Die Vorteile: Schonung des Bodens, mehr Sicherheit durch 4 gebremste Antriebsräder und Vorteile bei Frontladerarbeiten haben sich bis heute durchgesetzt und bestätigt. (Prototyp HL 1953).


1954 Einführung der Bezeichnung Bauernfreund (BF in der Typenbezeichnung).


1956 wurde eine neue modernst eingerichtete Fertigungshalle errichtet. Das Traktorenwerk zählt bereits 150 Beschäftigte. Monatlich verlassen rund 70 Traktoren vor allem für österreichische Kunden, aber auch für den Export nach Spanien, Frankreich und Italien das Werk in Kundl.


1957 wurde auf Anregung der Bundesversuchs- u. Prüfanstalt Wieselburg ein Kleintraktor mit 9 PS entwickelt. Den Motor für den Lindner junior HRL 9 konstruierte Rudolf Lindner sen., der damit den Grundstein für die eigene Motorenproduktion in Kundl legte. Der Junior Motor der im Zweitakt-System arbeitet, ist äußerst robust gebaut und bürgt durch seine Frischölschmierung für besonders lange Lebensdauer. Im Sommer 1957 vernichtete ein Großbrand den 1. Stock und den Dachboden der Werkshalle. Nach dem tragischen Verkehrsunfall des Firmengründers im Oktober 1957 führen seine Söhne Hermann und Rudolf Lindner sowie die Gattin des Firmengründers Stefanie und Tochter Loisi Sappl den Betrieb weiter.


1958 Die Fertigungshalle wird auf die doppelte Fläche vergrößert. Bei einem Personalstand von 200 Mitarbeitern verlassen ca. 200 Traktoren monatlich das Werk.


1959 BF 22 N und A wurden vorgestellt. Dieser Traktor war in Normal- und Allradausführung mit dem Lindner luftgekühltem 2-Zylinder 4-Takter Reihenmotor erhältlich. Einführung der Marke „Bauernfreund". Gleichzeitig wurden die Traktoren mit einer neueren moderneren Verkleidung ausgestattet.


1963 Als erstes Modell ist der BF 45 mit einem wassergekühlten Perkins-Motor ausgestattet.


1967 Einführung der neuen 50-er Traktorenserie, die Modelle 350 und 450 N oder A mit Perkins-Motoren, 250 und 320 N oder A mit eigenen Lindner-Motoren.


1968 Erste Transportmodelle werden entwickelt.


1970 ZF Getriebe A205 und A210 von ZF Passau werden unter Lizenz in Kundl produziert.


1971 Die S-Serie kommt zunächst mit den Modellen 350, 450 und 650 SN oder SA zu den Händlern (1973 folgt der 550 SN oder SA).


1976 Die 20-er-Serie mit den Modellen 420, 520 und 620 SN oder SA kommt auf den Markt (ab 1979 zusätzlich Modell 320 SN oder SA).


1982 Im Frühjahr dieses Jahres kommen mit dem 1048, 1055 und 1065 N oder A die ersten Lindner Komforttraktoren auf den Markt.


1985 Einführung der Traktoren-Erfolgsserie 1450 - 1700 mit Steyr-Getrieben.


1992 Vorstellung der neuen Traktorenreihe Unitrac.


1996 Vorstellung der neuen Traktorengeneration Geotrac.


1998 Unitrac 95 ist der stärkste Transporter am Markt.


1999 Das stärkste Modell Geotrac 100 wird vorgestellt.


2000 Lindner vertreibt exclusiv Steyr 948 und 958 in Österreich. Dies kam aufgrund der Kartellbehörden aufgrund der Fusion von New Holland und Case-Steyr zu CNH zustande. Die Traktoren konnten als Lindner oder Steyr geordert werden.


2001 Unitrac-Vertrieb in Deutschland durch Daimler-Chrysler.


2002 Einführung erster Modelle der Serie3 mit ZF-Lastschaltgetriebe.


2003 Verleihung des österreichischen Innovationspreises für die EHR.


2004 3 Mio. € werden in die Erweiterung der Montagehalle und ein neues Zentrallager investiert.


2008 wurde der Geotrac 124 vogestellt, mit dem Lindner erstmal einen Traktor mit mehr als 100 PS im Programm hat.


2009 wurde der neue Unitrac 82 wird vorgestellt. Mit dem Start des Lindner-epp (efficent power program) arbeitet Lindner intensiv an der laufenden Optimierung von Verbrauch und Effizienz seiner Produkte.


2010 Die Serie 4 Alpin wird mit dem Geotrac 64, 74 und 84 komplettiert. Durch die thermische Sanierung des Produktionsgebäudes erhält Lindner als erste Firma in Österreich den Niedrig-Energieausweis für ein Betriebsgebäude.


2013 wurde der neue Lintrac 90 mit 4 Rad-Lenkung vorgestellt. Der Lintrac vereint die Merkmale von Traktor, Hangmäher und Hoflader in einem Fahrzeug.

Typen[Bearbeiten]

Es wurden bzw. werden Schlepper mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:

Lindner LW20
Lindner geoTrac 65

HL[Bearbeiten]

JW[Bearbeiten]

S[Bearbeiten]

LW[Bearbeiten]

Bauernfreund-Serie (1955-1967)[Bearbeiten]

50-er Serie (1967-1972)[Bearbeiten]

S-Serie (1971-1976, BF 650 bis 1983)[Bearbeiten]

20-er-Serie (1976-1985)[Bearbeiten]

Alte 1000-er-Serie (1982-1985)[Bearbeiten]

Neue 1000-er-Serie (1985-1996)[Bearbeiten]

Geotrac (ab 1996)[Bearbeiten]

Geotrac Serie 2 (2001 -[Bearbeiten]

Geotrac Serie 3 ( 2002 - 2008 )[Bearbeiten]

Geotrac Serie 4 (2008 - )[Bearbeiten]

Lindner GeoTrac 100

Unitrac (ab 1992)[Bearbeiten]

Lindner Unitrac 102L
Lindner Lintrac 110

Lintrac (seit 2013)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lindner-Traktoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikipedia: Lindner (Landmaschinenhersteller) – enzyklopädische Informationen
Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht