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Inkscape/ Schachbrett

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Die folgende sechsteilige Übung ist an Benutzer adressiert, die mit Inkscape noch keine oder nur wenig Erfahrung haben. Die Übungen sind so designt, dass durch direktes Nacharbeiten der detaillierten Anleitungen viel Inkscape-Verständnis in kurzer Zeit erworben werden kann.

Die Übung hat eine steile Schwierigkeitsprogression und eignet sich damit nicht nur für motivierte Anfänger, sondern auch für Benutzer, für die das Arbeiten mit Vektorgrafiken nicht vollkommen neu ist.

Aufgabe Voraussetzungen Gegenstand der Übung Fertige Zeichnung
Zeichne ein Schachbrett mit Rahmen und 8×8 Feldern. Es wird Grundwissen über moderne Software (Speichern und Öffnen von Dateien, Funktion Rückgängig, Funktion Kopieren + Einfügen) vorausgesetzt. Kein Wissen über Inkscape und generell über die Arbeit mit Vektorgrafiken erforderlich.

Übung 1

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…in der du einige grundlegende Funktionen von Inkscape ausprobierst. Unter anderem lernst du, Rechtecke zu zeichnen und mit einer Füllfarbe zu versehen.

  • Inkscape starten. Das Programm kommt voreinstellungsmäßig mit einem neuen, leeren Dokument hoch, das du für diese Übung verwenden wirst und das du jederzeit unter einem Namen deiner Wahl speichern kannst. Inkscape speichert nicht automatisch; was du nicht ausdrücklich speicherst, geht nach der Sitzung verloren.
  • Studier die Abbildung links. Sie enthält Grundbegriffe, die in diesem Kapitel und generell in diesem Buch immer wieder verwendet werden. Falls auf deinem Bildschirm Elemente fehlen, kannst du sie über den Menüpunkt Ansicht > Anzeigen/Ausblenden einblenden.
  • Im Bearbeitungsfenster ist voreinstellungsmäßig die Seite zu sehen, ein virtuelles Blatt Papier. Die Seite ist für diese Übung nicht wirklich notwendig, theoretisch kann sie problemlos auch ausgeblendet werden. Damit du dich im Bearbeitungsfenster leichter orientieren kannst, lassen wir sie für diese Übung aber einmal stehen. Zeichne diesmal also bitte nur auf der Seite.
  • Mit dem Schalter Seite in das Fenster einpassen (1), der zur Befehlsleiste gehört, kannst du die Seite, falls sie mal „verrutscht“, groß wieder ins Bild holen.
  • Mit dem Eingabefeld Zoomfaktor (2), das zur Statuszeile gehört, kannst du ein- und auszoomen. Alternativ ist Zoomen unter anderem auch mit dem Mausrad möglich. Probier Zoomen und den Schalter ein paarmal aus.
  • Durch Mausklick auf den zur Werkzeugleiste gehörigen Schalter das Rechteckwerkzeug (1) aufrufen.

Mit dem Rechteckwerkzeug kannst du jetzt Rechtecke und Quadrate zeichnen. Die erzeugst du durch einen Mauszug von einer Ecke des Rechtecks zur gegenüberliegenden. Rechthänder machen es gern so, wie es in der Abbildung gezeigt wird, du kannst aber in jeder der vier Ecken starten.

  • Probier es aus.

Für Übung 1 wirst du ausschließlich das Rechteckwerkzeug benötigen; lass es bis zum Ende dieser Übung eingeschaltet.

Deine Aufgabe in dieser Übung besteht darin, Rechteckobjekte zu zeichnen.

Rechteckobjekte können folgende Merkmale haben:

  • Eine Füllung (1): Eine Füllung bedeckt die gesamte Fläche eines Objekts.
  • Eine Kontur (2): Eine Kontur ist eine mehr oder weniger breite Linie, die das Objekt meist ganz umschließt und typischerweise, aber nicht zwingend eine andere Farbe hat als die Füllung.
  • Eine Füllung und eine Kontur.
  • Weder Füllung noch Kontur (ist tatsächlich möglich, macht aber nicht viel Sinn, weil man das Objekt dann nicht sieht).

Jedem Rechteck, das du mit dem Rechteckwerkzeug zeichnest, werden die aktiven Füllungs- und Konturmerkmale zugewiesen, die in der Werkzeugeinstellungsleiste ganz rechts (3) angezeigt werden (die Zahl bezeichnet die Breite der Kontur in Pixel).

  • Die Füllungs- und Konturmerkmale nachträglich zu ändern, ist sehr einfach, darum zeichne erst einmal drauflos.

Um begonnene, aber nicht abgeschlossene Operationen abzubrechen, kannst du Esc drücken; um abgeschlossene Operationen rückgängig zu machen, drückst du wie immer in moderner Software Strg + Z.

In dieser Übung sollen nur Füllungen verwendet werden.

Falls dein erstes Rechteckobjekt eine Kontur hat, musst du diese jetzt entfernen. Du musst das Objekt bearbeiten.

Damit Inkscape weiß, welches Objekt du bearbeiten willst, musst du das Objekt zunächst auswählen (es sei denn, es ist bereits ausgewählt). Auswählen kann man auf vielerlei Weise, die einfachste besteht in einem auf das Objekt. (Wechsle in dieser Übung nicht zum Auswahlwerkzeug, sondern bleib stur beim Rechteckwerkzeug. Auch das Rechteckwerkzeug kann auswählen.)

An einigen Ecken sowie in der Mitte des Objekts werden dadurch bestimmte Anfasser eingeblendet. Die Anfasser haben noch andere Funktionen, unter anderem zeigen sie aber an, dass das Objekt ausgewählt ist.

Aus der Farbpalette am unteren Bildschirmrand kann dem ausgewählten Objekt jetzt eine neue Füll- und/oder Konturfarbe zugewiesen werden. Dafür klickt man entweder in ein Farbfeld (2) oder in das Farbfeld „X“ (1) am linken Rand der Palette. „X“ steht für „keine Farbe“.

Eine Füllfarbe wird durch auf ein Farbfeld zugewiesen.

Eine Konturfarbe wird durch Umschalt + auf ein Farbfeld zugewiesen.

  • Entferne, falls nötig, die Konturfarbe von Objekten, die du bereits gezeichnet hast (Umschalt + auf das Farbfeld X).
  • Zeichne weitere Rechteckobjekte und gib ihnen unterschiedliche Füllfarben.
  • Datei speichern.

Übung 2

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…in der du herausfindest, was es beim Rechteckwerkzeug mit den Anfassern auf sich hat und wie mühsam es ist, ohne gutes Inkscape-Know-how ein exaktes Quadrat zu zeichnen.

  • Die Datei von Übung 1 öffnen.
  • Rechteckwerkzeug aufrufen.

Verwende für diese Übung kein anderes Werkzeug als das Rechteckwerkzeug.

  • Wähl die Rechteckobjekte, die du für die letzte Übung erzeugt hast, nacheinander aus und spiel so viel mit ihren Anfassern herum, bist du die folgenden Fragen beantworten kannst:
  • Wie viele Anfasser hat jedes Objekt? (Die Antwort „4“ ist falsch.)
  • Wie viele verschiedene Typen von Anfassern findest du? (Die Antwort „2“ ist falsch.)
  • Was leisten die unterschiedlichen Anfassertypen?
  • Falls du an einigen Objekten die Ecken rund gemacht hast: Wähl diese Rechteckobjekte nacheinander aus und klick bei jedem auf den Schalter (Werkzeugeinstellungsleiste). Was macht dieser Schalter?
  • Versuch, an einigen Objekten die quadratischen Eckanfasser genau waagerecht oder senkrecht zu bewegen, sodass die Breite der Objekte, nicht aber ihre Höhe (oder die Höhe, nicht aber die Breite) verändert wird.
+ Strg = ?
  • Versuch dasselbe jetzt noch einmal, halt dabei aber Strg gedrückt. Was ist jetzt anders?
  • Verwandle alle Objekte in Quadrate.

Verwende dafür nicht die Anfasser, sondern wähl die Objekte nacheinander aus und setz für jedes in den beiden Eingabefenstern B (Breite) und H (Höhe) gleiche Werte ein. Du kannst mit Kopieren + Einfügen (Strg + C, Strg + V) arbeiten.

  • Datei speichern.

In allen folgenden Übungen versteht Speichern und Öffnen sich von selber.

Übung 3

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…in der du nicht nur lernst, mühelos ordentliche Quadrate zu zeichnen, sondern auch die Macht der Tasten Umschalt und Strg entdeckst.

Entf
  • Rechteckwerkzeug aufrufen.

Für Übung 3 wird eine leere Leinwand benötigt. Die Objekte der Zeichnung müssen gelöscht werden.

  • Wähl mit dem Rechteckwerkzeug nacheinander einige Objekte aus und lösch sie mit Entf. Lass wenigstens die Hälfte der Objekte ungelöscht.

Da mit dem Rechteckwerkzeug immer nur 1 Objekt zur Zeit ausgewählt werden kann, kann diese Methode mühsam sein. Einfacher geht es so:

  • Auswahlwerkzeug aufrufen. Damit wird Inkscape in den Auswahlmodus versetzt.

Bisher hast du mit dem Rechteckwerkzeug durch Rechteckobjekte gezeichnet. Im Auswahlmodus kann verwendet werden, um einzelne oder mehrere Objekte auszuwählen. Dafür zieht man über die auszuwählenden Objekte einen „Gummibandrahmen“.

Beachte, wie die Objekte durch Auswählen a. individuelle Auswahlrahmen und b. als Gesamtheit Pfeilanfasser erhalten. Im Auswahlmodus sind dies die beiden Kennzeichen, an denen man erkennt, dass Objekte ausgewählt sind.

  • Wähl alle Objekte in deinem Dokument aus.
  • Drück Entf, um sie alle zu löschen.
+ Umschalt
  • Rechteckwerkzeug aufrufen.

Bisher hast du Rechtobjekte einfach per gezeichnet.

  • Zeichne ein paar neue Rechteckobjekte, mal mit und mal mit + Umschalt. Welche Wirkung hat Umschalt?
+ Strg
  • Zeichne noch ein paar neue Rechteckobjekte, mal mit und mal mit + Strg. Welche Wirkung hat Strg?
+ Umschalt + Strg
  • Probier aus, was passiert, wenn du Umschalt + Strg gleichzeitig gedrückt hältst.
Da du jetzt alles weißt, was nötig ist, um Quadrate präzise zu zeichnen, wenden wir uns jetzt endlich der eigentliche Aufgabe in diesem Kapitel zu: ein Schachbrett zeichnen.
  • Alle Objekte, die sich eventuell noch auf der Leinwand befinden, löschen.
  • Zeichne mit + Strg ein Quadrat von 20 mm Kantenlänge (oder irgendeinem anderen runden Maß) und weis ihm die Füllfarbe Schwarz zu.

Übung 4

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…in der du nicht nur lernst, Objekte zu vervielfachen, sondern auch entdeckst, wie mühsam es ist, Objekte ohne gutes Inkscape-Know-how sauber anzuordnen.

  • Auswahlwerkzeug aufrufen, um den Auswahlmodus zu aktivieren.

Das Auswahlwerkzeug ist das einzige Werkzeug, das du für diese Übung brauchen wirst.

  • Das schwarze Quadrat auswählen.

Im Auswahlmodus können Objekte auf vielerlei Weise ausgewählt werden. Die Gummibandrahmen-Methode aus Übung 3 eignet sich gut, wenn mehrere Objekte gleichzeitig ausgewählt werden sollen. Um nur ein einziges Objekt auszuwählen, kannst du es auch einfach anklicken.

  • Objekt mit Kopieren + Einfügen duplizieren.

Dafür kannst du die nicht nur in Inkscape, sondern allgemeingültigen Befehle Strg + C und Strg + V verwenden. Falls du mit diesen Tastenkombinationen nicht vertraut bist, findest du diese Befehle auch im Inkscape-Menü unter Bearbeiten.

  • Gib der Kopie eine helle Füllfarbe. Reines Weiß eignet sich nicht, weil das Objekt auf der weißen Leinwand nicht gut sichtbar wäre.

Da das obere linke Feld eines Schachbretts immer weiß ist, soll das weiße Quadrat jetzt an die linke Seite des schwarzen Quadrats verschoben werden.

Um ein Objekt im Auswahlmodus zu verschieben, braucht man es nur auszuwählen, irgendwo auf seiner Füllung oder Kontur zu greifen und per an die gewünschte Position zu ziehen.

  • Verschieb das weiße Quadrat an die linke Seite des schwarzen Quadrats.

Dabei ergibt sich ein Problem: Gelingt es dir, die beiden Quadrate tatsächlich 100% präzise nebeneinander hinzustellen? Wenn du stark einzoomst (etwa mit dem Mausrad oder mit dem Zoomfaktor-Eingabefeld in der Statusleiste), wirst du entdecken, dass du das per Augenmaß nicht hinbekommst.

Inkscape bietet verschiedene Methoden, Objekte präzise auszurichten. Hier die grundlegendste (und schwerfälligste):
  • Wähl das weiße Quadrat aus.

In den Eingabefeldern X und Y der Werkzeugeinstellungsleiste des Auswahlwerkzeugs erscheinen die Koordinaten der oberen linken Ecke des ausgewählten Objekts (B und H bezeichnen die Breite und Höhe des Objekts). Die Nullkoordinaten liegen auf der Leinwand übrigens an der oberen linken Ecke der Seite.

  • Runde die „krummen“ Dezimalzahlen, die in X und Y zweifellos erscheinen, auf gut merkbare Zahlen ohne Nachkommastellen auf oder ab (10, 20, 30, …).
  • Wähl das schwarze Quadrat aus und verschieb es durch Eingabe geeigneter X- und Y-Werte an die rechte Seite des weißen Quadrats.
  • Erzeug mit Kopieren + Einfügen mehr weiße und schwarze Quadrate und versetz diese mit derselben Methode auf die Koordinaten, auf die sie hingehören.
  • Fahr damit fort, bis es langweilig wird. (In den nächsten Übungen wirst du Methoden kennenlernen, die unvergleichlich viel eleganter sind.)

Übung 5

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…in der du unter anderem lernst, Objekte zu gruppieren und aneinander einrasten zu lassen.

  • Auswahlmodus aktivieren (ein anderes Werkzeug wirst du für diese Übung nicht brauchen).

Anstatt 64 Einzelquadrate zu einem Schachbrett zusammenzusetzen, kannst du – halb so aufwendig – auch 32 Quadratpärchen zusammensetzen. Das temporäre Zusammenfügen von zwei oder mehr Objekten heißt in Inkscape „Gruppieren“. Um Objekte zu gruppieren, wählt man sie aus und wählt dann (Befehlsleiste). Gruppierte Objekte erkennt man daran, dass sie, wenn sie ausgewählt sind, statt individueller Auswahlrahmen einen gemeinsamen Auswahlrahmen haben.

Wenn zwei oder mehr Objekte gruppiert sind, kann man die ganze Gruppe auswählen, indem man eines der Objekte anklickt. Wenn eines der Objekte verschoben wird, werden alle anderen ebenfalls verschoben.

  • Gruppier ein weißes und ein schwarzes Quadrat.
Bisher hast du Objektkopien mit Kopieren + Einfügen erzeugt. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass du mit ihr aus anderen Softwares schon vertraut bist.

Inkscape bietet aber mehr Möglichkeiten, darunter das Duplizieren, das gegenüber Kopieren + Einfügen zwei Vorteile hat: 1. Es ist nur 1 Schritt erforderlich. 2. Die Kopie wird nicht irgendwo im Bildausschnitt eingefügt, sondern direkt auf das Original gelegt.

Um ein Objekt zu duplizieren, wählt man es aus und klickt den Schalter (Befehlsleiste).

  • Duplizier das gruppierte Quadratpärchen und prüf, ob das Duplizieren geklappt hat (zieh das Duplikat vom Original herunter).
Eines der nützlichsten Hilfsmittel, die in Inkscape das saubere Ausrichten von Objekten unterstützen, ist die Einrastfunktion. Die Einrasten-Kontrollleiste wird voreinstellungsmäßig als senkrechte Schalterleiste am rechten Bildschirmrand angezeigt. Falls sie bei dir ausgeblendet ist, kannst du sie über folgenden Menübefehl einblenden:
  • Ansicht > Anzeigen/Ausblenden > Einrasten-Kontrollleiste.

Die Einrasten-Kontrollleiste umfasst mehrere Schaltergruppen, die durch horizontale Linien getrennt sind und die zum Teil als Gruppen aktiviert und deaktiviert werden können. Für den Zweck dieser Übung brauchst du Zugriff auf die erste Gruppe ( ), und in dieser eigentlich nur auf die Funktion Ecken des Objektrahmens einrasten.

  • Damit diese Funktion zur Verfügung steht, müssen die drei in der Abbildung gekennzeichneten Schalter (1, aktiviert die Einrastfunktion insgesamt), (2, aktiviert die erste Schaltergruppe) und (3) aktiv sein.
  • Erzeug durch Duplizieren so viele Quadratpärchen, wie du brauchst, um die erste Felderreihe zu vervollständigen, und probier aus, wie sich das Zusammenfügen durch die Einrastfunktion verändert hat.
Für die zweite Felderzeile brauchst du Quadratpärchen, bei denen das schwarze Feld links und das weiße rechts liegt.
  • Erzeug dafür durch Duplizieren ein weiteres Felderpärchen.
  • Wähl das neue Pärchen aus und entgruppier es durch (Befehlsleiste).
  • Vertausch das schwarze und das weiße Feld.
  • Wähl beide Felder aus und gruppier sie durch erneut.
  • Lösch das Pärchen, das du gerade umgekehrt hast, ohne es zu verwenden.

Man kann das nämlich so machen, wie du es gerade getan hast, und nachdem du am Anfang von Übung 5 gelernt hast, Objekte zu gruppieren, solltest du auch Entgruppieren einmal kennenlernen und ausprobieren.

Umkehren geht aber auch viel eleganter:

  • Erzeug durch Duplizieren ein weiteres Felderpärchen.
  • Wähl das neue Pärchen aus und kehr es, ohne es zu entgruppieren, durch Anklicken des Schalters (Werkzeugeinstellungsleiste) um.
  • Vervollständige die zweite Felderreihe.
  • Wenn du Spaß daran hast, vervollständige pärchenweise auch die dritte und vierte Felderreihe.
Wenn du möchtest, kannst du die dritte und vierte Reihe auch erstellen, indem du die erste und zweite Reihen mit Gummibandrahmen auswählst, duplizierst und an ihre vorgesehene Position ziehst.
  • Erstell die fünfte bis achte Reihe auf jeden Fall, indem du die erste bis vierte Reihe mit Gummibandrahmen auswählst, duplizierst und an ihre vorgesehene Position ziehst.
  • Falls dein Schönheits- oder Ordnungssinn dies gebietet, kannst du die Zeichnung per Hand auf die Mitte der Seite ziehen. (Wirklich notwendig ist das nicht.)

Übung 6

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…in der das Schachbrett einen Rahmen bekommt und du noch einmal die Macht der Tasten Umschalt und Strg erfährst.

Der Rahmen, den du für das Schachbrett jetzt erstellst, wird aus zwei verschiedenfarbigen großen Quadraten bestehen, die du über den 64 Feldern zeichnest, später aber darunter positionieren wirst.
  • In Übung 3 hast du, als du Rechtecke gezeichnet hast, mit den Tasten Umschalt und Strg herumgespielt. Vergegenwärtige dir noch einmal, was diese beiden Tasten leisten.
  • Rechteckwerkzeug aufrufen.
  • Zeichne über deinem Schachbrett ein großes Quadrat, indem du bei festgehaltenem Umschalt + Strg einen durchführst, der genau in der Mitte der 64 Felder beginnt und grob 1 Bildschirmzentimeter hinter einem der Eckfelder endet.
Das Ergebnis sollte etwa so aussehen wie hier in der Abbildung.

Falls die Farbe nicht dieselbe ist wie die der weißen Felder, ignorier das im Moment; die Korrektur wird, wenn nötig, im nächsten Schritt folgen.

  • Auswahlwerkzeug aufrufen.
  • Um das neue große Quadrat ganz nach unten, unter die 64 Felder zu befördern, wählst du es aus und klickst Die gewählten Objekte ganz nach unten absenken (Werkzeugeinstellungsleiste).
Falls dein großes Quadrat farblich mit den weißen Felder übereinstimmt, kannst du direkt zum nächsten Schritt gehen.

Falls die Farbe dagegen abweicht, kannst du so vorgehen:

  • Großes Quadrat auswählen.
  • Farbpipette auswählen.
  • auf ein beliebiges der weißen Felder.

Durch Verwendung der Farbpipette kann man einem ausgewählten Objekt die Füllfarbe zuweisen, die unter der Spitze der Pipette liegt, und zwar unabhängig davon, ob die Pipette in eine Objektfüllung, eine Objektkontur, eine Rastergrafik oder auch bloß auf die leere Leinwand getunkt wird.

  • Erneut das Rechteckwerkzeug aufrufen.
  • Nach derselben Methode ein zweites großes Quadrat erzeugen, das noch etwas größer ist als das vorherige.
  • Dem neuen Quadrat die Füllfarbe Schwarz zuweisen.
  • Auswahlwerkzeug aufrufen.
  • Das schwarze Quadrat ganz nach unten absenken.
  • Beide großen Quadrate nacheinander durch auswählen und – bei festgehaltenem Umschalt + Strg – durch Verschieben eines ihrer Eck-Pfeilanfasser so vergrößern oder verkleinern, bis das Ergebnis gefällt.

Fertig.