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Inkscape/ Mensch ärgere Dich nicht

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Die folgende vierteilige Übung setzt den Crashkurs fort, der mit dem vorausgegangenen Kapitel Schachbrett begonnen wurde.

Aufgabe Voraussetzungen Gegenstand der Übung Fertige Zeichnung
Zeichne ein „Mensch-ärgere-Dich-nicht“-Spielfeld. Abschluss der vorausgegangenen Übung Schachbrett.

Übung 1

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…in der du mit dem Ellipsenwerkzeug anwendest, was du über das Rechteckwerkzeug gelernt hast, und über beide noch etwas dazulernst.

  • Neues Dokument anlegen.

Zum Nachschlagen hier noch einmal die Bezeichnungen der Teile der Inkscape-Benutzeroberfläche.

Obwohl eine quadratische Zeichnung geplant war, hast du in der letzten Übung eine rechteckige Seite verwendet. Diesmal verwendest du eine quadratische Seite:
  • Klick auf Einstellungen bearbeiten (Befehlsleiste), um den Dialog Dokumenteinstellungen zu öffnen.

In diesem Dialog können allgemeine Einstellungen vorgenommen werden, die allerdings nur für dieses Dokument gelten. Die Parameter für die Seite finden sich unter dem gleichnamigen Karteireiter. Voreinstellungsmäßig wird eine rechteckige Seite angezeigt (in deinem Falle wahrscheinlich A4, Hochformat).

  • Mach die Seite quadratisch, indem du ins Eingabefeld Höhe (1) denselben Wert einträgst, der auch im Feld Breite erscheint.

Beachte weiter unten im Dialog das Kontrollkästchen Rand der Seite anzeigen (2). Falls du die Seite, später einmal, ausblenden möchtest, brauchst du nur dieses Kästchen zu demarkieren. Diesmal soll das Kästchen aber markiert und die Seite sichtbar bleiben.

  • Schließ den Dialog durch auf das X in der oberen rechten Ecke des Dialogs. Deine Änderungen werden dadurch automatisch übernommen.
  • Rechteckwerkzeug aufrufen.

Die Füll- und Konturfarben, die bei Formwerkzeugen wie dem Rechteck- und dem Ellipsenwerkzeug voreinstellungsmäßig verwendet werden, können gewählt werden, bevor man mit dem Zeichnen beginnt. Dafür ruft man das Werkzeug auf und wählt die Farben durch (Füllfarbe) bzw. Umschalt + (Konturfarbe) in Farbfelder der Farbpalette aus.

  • Wähl als aktive Farbe für die Füllung einen Farbton deiner Wahl aus.
  • Wähl als aktive Farbe für die Kontur die Farbe „X“ (= keine Kontur) aus.
  • Zeichne zur Gedächtnisauffrischung noch einmal ein Rechteck (ohne dabei zusätzliche Tasten gedrückt zu halten).

Beachte, wie das Rechteck durch von einer Ecke zur gegenüberliegenden erzeugt wird (0).

  • Ellipsenwerkzeug aufrufen.
  • Zeichne ein paar Ellipsen oder Kreise (1) und beachte dabei a. die Ähnlichkeit des Gebrauchs beider Werkzeuge und b. den Unterschied ( spannt nicht die Ellipse selbst, sondern den Objektrahmen der Ellipse auf).
  • Zeichne Ellipsen auch mit festgehaltenem Umschalt (2), Strg (3) und Umschalt + Strg (4). Das Gedrückthalten dieser Tasten hat beim Ellipsenwerkzeug dieselben Wirkungen wie beim Rechteckwerkzeug.
  • Untersuch eines der Ellipsenobjekte, die du gezeichnet hast, genauer und spiel mit ihren Anfassern herum:
  • Wie viele Anfasser findest du?
  • Wie viele verschiedene Typen von Anfassern findest du?
  • Was leisten die einzelnen Typen?
  • Was passiert, wenn du die Anfasser bei festgehaltenem Strg verschiebst?
  • Vergleich die Anfasser mit denen eines Rechteckobjekts.
Jetzt aber endlich zu unserem Spielbrett: Das grundlegende Element darauf sind die 72 runden Spielfelder, in welche die Spielfiguren gesetzt werden können. Als Prototyp brauchst du einen Kreis, der folgende Merkmale haben muss: Füllfarbe Weiß, Konturfarbe Schwarz, Konturbreite 1 mm, Radius 6 mm. Vorgehensweise:
  • Ellipsenwerkzeug aufrufen.
  • Durch Anklicken der entsprechenden Farbfelder in der Farbpalette die aktiven Farben festlegen: in Weiß (Füllfarbe) und + Umschalt in Schwarz (Konturfarbe).

Die aktiven Farben werden dann ganz rechts in der Werkzeugeinstellungsleiste angezeigt.

Auch die Breite der Kontur kann, sobald das Ellipsenwerkzeug aufgerufen ist, vorab eingestellt werden:

  • Mit (Befehlsleiste) den Dialog Füllung und Kontur aufrufen (1).
  • Karteireiter Muster der Kontur auswählen (2).

Die Parameter, die unter diesem Karteireiter zu finden sind, bestimmen alle Gesichtspunkte der Kontur eines Objekts mit Ausnahme seiner Farbe (letztere wird, wenn nötig, unter dem Karteireiter Farbe der Kontur gesteuert).

  • Breite der Kontur auf 1 mm einstellen (3).

Die Konturbreite wird auch in der Einstellungsleiste des Ellipsenwerkzeugs dargestellt (bei Füll- und Konturfarbe, rechts in der Leiste), allerdings in Pixel, sodass der Wert von der Millimeterzahl im Dialog Füllung und Kontur abweichen kann.

  • Du gewinnst auf dem Bildschirm mehr Platz zum Zeichnen, wenn du den Dialog Füllung und Kontur jetzt entweder ganz schließt (durch auf den kleinen Schalter „x“) oder zumindest ausblendest (durch auf „◄“; Abbildung, 1).
  • Einen ersten Kreis zeichnen ( + Strg).

Jedes Ellipsenobjekt hat zwei Radien – einen horizontalen Radius x und einen vertikalen Radius y –, die über die Eingabefelder Rx und Ry (2) der Werkzeugseinstellungsleiste gesteuert werden können.

  • Stell beide Radien auf den Wert „6 mm“ ein.

Übung 2

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…in der du lernst, Objekte mit „Anordnen“ ganz einfach in Matrixform auszurichten, und in der du auch einen Strich ziehst (samt Pfeilspitze).

  • Auswahlwerkzeug aufrufen.
  • Vom Kreisobjekt 14 Duplikate erzeugen und die insgesamt 15 Kreise grob als 3×5-Matrix anordnen.
  • Die 15 Kreise auswählen.
  • Mit dem Menübefehl Objekt > Anordnen… den Dialog Anordnen aufrufen.
  • Im Dialog genau die Einstellungen vornehmen, die in der Abbildung zu sehen sind.
  • Anordnen klicken.

Die Kreise werden dadurch sauber in Matrixform angeordnet. Falls du Einstellungen fehlerhaft vorgenommen hast, kannst du diese, ohne den Dialog zu verlassen, korrigieren und erneut Anordnen klicken.

Übrigens ist es keineswegs notwendig, Objekte, die angeordnet werden sollen, bereits vorab halbwegs anzuordnen. Inkscape führt die Anordnung auf jeden Fall durch. Das manuelle Anordnen vorab hat lediglich den Vorteil, dir bereits eine Vorstellung zu geben, wie die Matrix aussehen und wo sie sich befinden wird.

  • Dem rechten Kreis in der ersten Reihe und den mittleren Kreisen aller folgenden Reihen eine abweichende Füllfarbe zuweisen.

Mit dem Malwerkzeug kann man unter anderem Folgendes anfangen:

  1. Strg + erzeugt einen Punkt.
  2. erzeugt eine beliebig gestaltbare Freihandlinie.
  3. Durch auf einen Startpunkt und auf einen Endpunkt kann ein gerader Strich gezeichnet werden.
  • Zeichne einen geraden Strich, wie in der Abbildung, direkt rechts neben die oberen beiden Kreisreihen. Zeichne den Strich von oben nach unten und halt, während du den Endpunkt setzt, Strg gedrückt (was Strg leistet, weißt du inzwischen).

Linien (im Inkscape-Jargon: „Pfade“), die mit dem Malwerkzeug gezeichnet werden, können verschiedene Merkmale haben, darunter eine Füllung und eine Kontur. Bei einfachen geraden Pfaden, wie gerade einen gezeichnet hast, sieht man normalerweise nur die Kontur, während die Füllung wegen der geraden Form verborgen bleibt.

  • Um die Füllung brauchst du dich hier nicht zu kümmern, setz aber die Konturbreite auf 1 mm. Dies geschieht, wie in Übung 1, im Dialog Füllung und Kontur (Karteireiter Muster der Kontur).

Die Linie soll jetzt noch eine Pfeilspitze bekommen. Auch diese findest du im Dialog Füllung und Kontur, nämlich als „Knotenmarkierung“. Knotenmarkierungen sind kleine vordefinierte grafische Elemente, die an bestimmte Punkte eines Pfades angeheftet werden können. Um dem Endpunkt deines Pfades eine Pfeilspitze anzuheften, gehst du so vor:

  • Pfad auswählen.
  • Im Dialog Füllung und Kontur (Karteireiter Muster der Kontur) im dritten (rechten) Auswahlfeld „Knotenmarkierung:“ aus der Liste eine geeignete Pfeilspitze aussuchen. Die angebotenen Pfeilspitzen sind unterschiedlich groß; bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist, musst du vielleicht mehrere ausprobieren.

(Falls dir die Liste unübersichtlich erscheint, so ist das nicht dein Fehler, sondern ein Mangel von Inkscape, der in künftigen Versionen hoffentlich einmal behoben sein wird.)

  • Gruppe 1-mal duplizieren, das Duplikat mit (Werkzeugeinstellungsleiste) um 90° im Uhrzeigersinn drehen und per Hand so am Original ausrichten, wie die Abbildung zeigt.

Die Nahtstelle beider Gruppen wird durch zwei Kreise gebildet, die genau aufeinanderliegen sollen. Um die Deckungsgleichheit zu verbessern, zoomt man am besten möglichst groß auf die kritische Stelle heran (Mausrad).

  • Mit derselben Methode zwei weitere Duplikate erzeugen, drehen und richtig platzieren.

Du kannst dies wahlweise in zwei Einzelschritten („Flügel“ für „Flügel“) oder in einem einzigen Schritt tun, letzteres durch Gruppieren beider „Flügel“.

  • Sämtliche Gruppen entgruppieren.
  • Falls du möchtest, kannst du die vier überzähligen Kreise (an den Nahtstellen der vier „Flügel“) löschen.
  • Den farbigen Feldern im Ost-, Süd- und West-„Flügel“ jeweils eigene Füllfarben zuweisen.

Übung 3

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…in der du Objekte mit „Ausrichten und verteilen“ ausrichtest.

  • Nacheinander aus jedem der vier Flügel ein Grüppchen von 2×2 Kreisen duplizieren, gruppieren und (ohne Versuch einer genauen Ausrichtung) in die im Uhrzeigersinne folgende Ecke des Spielfelds stellen.

Mit den Schaltern im Bereich Ausrichten können Objekte an anderen Objekten ausgerichtet werden.

  • Im Auswahlfeld Relativ zu: die Option „Zuletzt gewählt“ auswählen.

Mit dieser Option wird festgelegt, dass alle ausgewählten Objekte an demjenigen Objekt ausrichtet werden, das zuletzt ausgewählt wurde.

  • Als nächstes müssen alle Vierergrüppchen an geeigneten anderen Kreisen ausgerichtet werden. Vorgehensweise (am Beispiel des rechten oberen Grüppchens):
  • Grüppchen auswählen.
  • Um den oberen Rand des Grüppchens am oberen Rand des Nordflügels auszurichten, zusätzlich zum Vierergrüppchen einen der obersten Kreise des Nordflügels auswählen.
Um eine bestehende Auswahl zu erweitern, musst du beim Anklicken jedes weiteren Objekts, das in die Auswahl aufgenommen werden soll, Umschalt gedrückt halten (Abbildung).
  • Im Dialog Ausrichten und verteilen den Schalter klicken.
  • Um den rechten Rand des Vierergrüppchens am rechten Rand des Ostflügels auszurichten, erst das Grüppchen und dann zusätzlich einen der östlichsten Kreise des Ostflügels auswählen.
  • Schalter klicken.

Mit den übrigen Vierergrüppchen entsprechend verfahren.

  • Den Vierergrüppchen einheitliche Füllfarben zuweisen.

Dafür brauchst du sie nicht zu entgruppieren. Wähl das Grüppchen nur aus und weis ihm – als Gruppe – die Füllfarbe zu, die du auch bisher verwendet hast.

Wenn du möchtest oder falls du nicht mehr zweifellos bestimmen kannst, welches Farbfeld in der Palette du verwendet hast, kannst du, statt die Farbpalette zu verwenden, das Farbpipettenwerkzeug aufrufen und mit der Pipettenspitze in ein beliebiges Objekt im Bearbeitungsfenster klicken, das die Zielfarbe enthält. Nicht vergessen, die einzufärbenden Objekte vorher auszuwählen.

Übung 4

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…in der du Text schreibst, formatierst und ausrichtest und dem Spielfeld noch einen Hintergrund gibst.

Nun fehlt noch der vierteilige Schriftzug „Mensch ärgere dich nicht“.

  • Textwerkzeug aufrufen.
  • auf die Stelle, wo das erste Wort eingefügt werden soll. Dadurch wird ein simpler Texteditor mit Strichcursor aufgerufen, der bereit ist, Text anzunehmen (Abbildung).
  • Das erste der vier Wörter („Mensch“) eintippen.
  • Wie in jedem anderen Texteditor auch kannst du alle Zeichen deines Textes markieren und – in der Werkzeugeinstellungsleiste des Textwerkzeugs – eine Schriftart und Schriftgröße für sie wählen.
  • Auswahlwerkzeug aufrufen, Textobjekt (wenn nötig) besser positionieren.
  • Um weitere Textobjekte zu erzeugen, kannst du nun entweder genauso vorgehen wie beim ersten Textobjekt, oder du kannst dein Textobjekt duplizieren. Um den Text eines vorhandenen Textobjekts zu bearbeiten, brauchst du nur erneut das Textwerkzeug aufzurufen und in das Wort hineinzuklicken; dann erscheint wieder der Cursor.

Um die ersten beiden Textobjekte aneinander auszurichten, kannst du im Dialog Ausrichten und verteilen nicht den Schalter verwenden, denn das Wort „ärgere“ hat eine Unterlänge (g). Inkscape bietet eine smarte Alternative:

  • Richte die Textobjektpaare, die auf derselben Grundlinie liegen sollen, im Dialog Ausrichten und verteilen mit dem Spezialschalter aneinander aus.
  • Alle Objekte der Zeichnung auswählen.

Beachte, dass in der Abbildung das Textobjekt „Mensch“ (bzw. ein Teil des Buchstaben M) über den linken Rand der Kreise hinausragt.

  • Nimm jedes Textobjekt, das über die Kreise hinausragt, aus der Auswahl heraus.

In Übung 3 hast du mit Umschalt + zu einer Auswahl ein weiteres Objekt hinzugefügt. Mit derselben Tastenkombination kann auch ein Objekt aus einer Auswahl entfernt werden.

  • Alle ausgewählten Objekte gruppieren.

Die Gruppe wird gebraucht, um den Spielfeldhintergrund, der im nächsten Schritt erzeugt werden soll, an der Zeichnung ausrichten zu können. (Der Schriftzug wird aus der Gruppe nur herausgenommen, weil er die Symmetrie beeinträchtigt.)

  • Rechteckwerkzeug aufrufen.
  • Mit Strg + ein Quadrat zeichnen, das etwas größer als die Zeichnung ist.
  • Auswahlwerkzeug aufrufen.
  • Hintergrundquadrat mit (Werkzeugeinstellungsleiste) ganz nach unten senken.
  • Falls die Größe korrigiert werden muss, eventuell das Rechteckwerkzeug noch einmal aufrufen und beim Bewegen der Anfasser Strg gedrückt halten, damit das Quadrat ein Quadrat bleibt. Danach in den Auswahlmodus zurückschalten.
  • Dem Hintergrundquadrat eine schwarze Kontur und eine beliebige Füllfarbe zuweisen.
  • (Falls er nicht mehr geöffnet ist:) Dialog Ausrichten und verteilen aufrufen.
  • Hintergrundquadrat auswählen, danach mit festgehaltenem Strg die gruppierte Zeichnung zur Auswahl hinzufügen.
  • Im Dialog Ausrichten und verteilen nacheinander die Schalter anklicken (Reihenfolge gleichgültig), um den Hintergrund relativ zur übrigen Zeichnung zu zentrieren.

Falls der Wunsch besteht, jetzt auch noch die Gesamtzeichnung auf der Seite genau zu zentrieren, so geht man folgendermaßen vor:

  • Die gesamte Zeichnung gruppieren.
  • Im Dialog Ausrichten und verteilen im Auswahlfeld Relativ zu: die Option Seite auswählen.
  • Nacheinander anklicken (Reihenfolge gleichgültig).

Fertig.