1020-2020: Tausend Jahre Dresdner Frauenkirche

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Zusammenfassung des Projekts[Bearbeiten]

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Zielgruppe[Bearbeiten]

Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Dresdner und an Dresden-Reisende, aber auch an alle historisch Interessierte. Vorkenntnisse zum Thema sind nicht notwendig.

Kurzbeschreibung[Bearbeiten]

Frauenkirche Dresden, gotischer Vorgängerbau
Herzog Oldřich, seine zweite Frau Božena und der trauende Priester, wahrscheinlich der Hofkaplan Přibislav (Miniatur aus der Dalimil chronik)

Am 8. September 2020 begeht die Dresdner Frauenkirche das Millenium ihrer ersten Kirchweihe. Genau tausend Jahre zuvor wurde diese durch den Priester Přibislav am Festtag Mariä Geburt vorgenommen. Přibislav war der Hofkaplan des böhmischen Herzogs Oldřich. Der Bau und die Weihe der Frauenkirche erfolgten zwei Jahre nach dem Frieden (von Bautzen) vom 30. Januar 1018 zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. und dem polnischen König Bolesław I. Chrobry. Noch im September 1017 war die Burg Bresnice im Gau Nisan mit der dort seit 990 angesiedelten kirchenslawischen Böhmischen Akademie von durchziehenden Truppen des römisch-deutschen Kaisers zerstört worden. Im Gegenzug und im Anschluß daran verwüstete das polnische Heer den benachbarten Gau Daleminzien. Die Akademie wurde daraufhin an den wichtigen Hafen von Nisan verlegt, der auch böhmische Zollstelle war. Die erste Frauenkirche entstand 1020 als Katholikon der Akademie Nisan.

Aus diesem Anlaß heraus soll mit diesem Buch die Situation vor tausend Jahren in und um Dresden gewürdigt werden, welche zur Entstehung des mittlerweile weltweit bekannten Gotteshauses führte. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau dieses Mahnmals nach der politischen Wende 1989/90 wurde die Dresdner Frauenkirche am 30. Oktober 2005 erneut geweiht.

Einleitung[Bearbeiten]

Es gehört zu den üblichen Gedankenlosigkeiten, die heute sächsische Festung Königstein den sächsischen Königen zuzuschreiben. Tatsächlich aber ist des Königs Stein eine böhmische Gründung. Sächsische Könige gab es nämlich erst ab 1806, während erste urkundliche Erwähnungen des Königsteins (1233 und 1241) auf die Zeit des Böhmenkönigs Wenzel I. zurückgehen, der dort die Oberlausitzer Grenzurkunde siegelte. Die ältesten steinernen Zeugnisse auf der Burg werden auf die Jahre um 1200 datiert, eine hölzerne Vorgängerburg bestand wahrscheinlich bereits in der Zeit des böhmischen Königs Vladislav II., der von 1140 bis 1172 regierte und 1142 die nahe gelegene Burg Dohna an den deutschen König Konrad III. abtreten mußte.

Wenzel I. war der Vater von Ottokar II. Přemysl, dem Gründer von Königsberg in Ostpreußen. Somit gibt es eher einen Zusammenhang zwischen Königstein und Königsberg als einen mit Moritzburg oder Augustusburg. Der Königstein wie auch die Pflege Pirna und andere benachbarte Landschaften gingen dem Königreich Böhmen erst nach 1400 durch militärische Eroberung seitens der Markgrafen von Meißen als Besitz verloren, blieben aber auch Jahrhunderte danach noch böhmische Lehen und damit böhmisches Eigentum.

Eine genauso weit verbreitete Gedankenlosigkeit und auch deutsche Überheblichkeit ist die Annahme, der Dresdner Elbtalkessel sei bereits 929 durch den "ersten" ostfränkischen König Heinrich I. "erobert" worden. Tatsächlich wurde diese Landschaft, der damalige Gau Nisan, erst 1142 von dem böhmischen König Vladislav II. gegen militärischen Beistand dem deutschen König Konrad III. abgetreten. Hinzu kommt, dass die Burg Meißen wie die Liudolfinger-Burgen Magdeburg und Merseburg eine vorgelagerte Grenzburg war und demzufolge den Elbtalkessel strategisch nicht erfaßte. Des Weiteren ging die Burg Meißen nach dem Tod König Heinrichs I. im Jahre 936 gleich wieder verloren und fand erst ab 965 wieder Erwähnung, um dann 984 wieder verlorenzugehen. Und obendrein wurden selbst die Gebiete westlich von Meißen nicht territoriell "erobert", sondern lediglich einer losen Tributherrschaft unterworfen, welche sich danach noch mehrfach lockerte. Selbst in Anhalt, den askanischen Stammlanden, gab es noch bis 1115 Slawenaufstände.

Siehe auch: Vladislav II. von Böhmen 1158–1173, Brakteat Münzstätte Bautzen oder Görlitz.

Noch zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren die Markgrafen von Meißen als Vasallen der mächtigen böhmischen Krone zu finden. Und ab dem 13. Juli 1346 bis zum 9. Dezember 1437 stellten die böhmischen Könige aus dem Haus Limburg-Luxemburg für fast ein Jahrhundert auch die deutschen Könige und Kaiser. Die Geschichte der Dresdner Elbtalweitung vor 1142 ist demnach in erster Linie eine böhmische, also slawische Geschichte, und selbst danach kommen über Jahrhunderte noch wesentliche Impulse aus Böhmen in den Elbtalkessel, ein Umstand, den der deutsche Germanozentrismus bislang beflissentlich ignoriert hat und auch noch weiterhin ignoriert. Nur so konnte es kommen, dass 1990 das Millenium der Böhmischen Akademie Nisan, einer der ältesten Hochschulen Europas, am Ort des ehemaligen Bestehens völlig ignoriert wurde. Und nur so kann es sein, dass die Verantwortung für das Millenium der Dresdner Frauenkirche im Jahre 2020 nur wegschoben wird: von der örtlich zuständigen evangelischen Kirche, seit 1539 Eigentümerin der Frauenkirche, an die angeblich zeitlich zuständige römisch-katholische Kirche, von dort wegen örtlicher Unzuständigkeit und größerer Bedeutung an die Stadt Dresden und von dort aus Haushaltsgründen an das Land Sachsen und von dort wieder zurück in die kirchliche Zuständigkeit. Es ist ja bekannt, dass die beiden großen Volks-Kirchen oft nur Aktivitäten entfalten, wenn diese mit Steuermitteln großzügig finanziert werden - demzufolge verwundert dieses Verhalten nicht wirklich, zumal mit dem Jubiläum ja auch noch die Richtigkeit des eigenen Geschichtsbildes hinterfragt würde. Hinzu kommen natürlich auch die immer ungünstiger werdenden Globalfaktoren. In Zeiten des Globalismus, wo auch Bildung und Forschung immer mehr der Profitmaximierung zu dienen haben, ist das Interesse an einem Kirchweih-Millenium natürlich entsprechend geringer als an einem Stadtjubiläum mit Eventcharakter wie die 800-Jahr-Feier Dresdens im Jahre 2006, zu welcher auch eine dreibändige neue Geschichte der Stadt Dresden veröffentlicht wurde.[1]

Mit diesem Buch soll wenigstens in bescheidenem Rahmen des Kirchweih-Milleniums der Dresdner Frauenkirche gedacht werden.

Dresden war Nisan[Bearbeiten]

Im Jahre 2006 feierte die Stadt Dresden ihr 800-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem Festumzug in 81 Bildern von der Einwanderung der Sorben beginnend bis in die Gegenwart. Anlaß damals war die erste urkundliche Erwähnung von Dresden am 31. März 1206.

Die historisch faßbare Geschichte des Dresdner Elbtalkessels ist natürlich noch weitaus älter, allerdings unter dem damaligen Gaunamen Nisan, der aus dem Altsorbischen stammt und soviel wie niedrig (gelegenes Land) bedeutet. Ein Gau war in damaliger Zeit eine Verwaltungseinheit, welche aus einer Landschaft entstanden war.

Während die benachbarten Gaue Lutomerici[2] (im Süden), Milsca[3] (im Norden und Osten) und Daleminzi[4] (im Westen) nach den eingewanderten Stämmen benannt wurden, waren der Gau Nisan wie zuvor bereits die böhmische Szupanie Nisan als das gegenüber Böhmen niedrig liegende Land bezeichnet wurden. Die um das Jahr 1000 geschätzt etwa 4.200 elbsorbischen Bewohner wurden somit nach ihrer Landschaft Nisaner genannt. Ihre Vorfahren kamen über die Erzgebirgspässe aus der böhmischen Szupanie Lutomerici.

Die Welt des Jahres 1020[Bearbeiten]

Vor tausend Jahren teilte sich Europa in eine westliche und in eine östliche Hemisphäre: in die des spätottonischen Reiches unter dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. mit seinen Zentren in Aachen, Magdeburg und Bamberg - sowie in die des byzantinischen Reiches unter dem byzantinischen Kaiser Basileios II. Vulgaroktónos (Bulgarentöter) mit seiner Hauptstadt Konstantinopel, die östliche Hälfte des ehemaligen Römischen Reiches.

Diese Reiche kollidierten damals nicht nur wie seit der Langobardenzeit in Italien, sondern seit der Implosion des Ersten Bulgarischen Zarenreiches auch auf dem Balkan. Nach dem Tod von Zar Iwan Wladislaw im Jahr 1018 fiel Bulgarien unter byzantinische Herrschaft, und die beiden kroatischen Könige Krešimir III. und Gojslav aus der Trpimirović-Dynastie unterwarfen sich, wurden byzantinische Vasallen und zahlten Tribut.[5] Damit erhielt die Grenze zwischen der Krain und dem Königreich Kroatien den Status einer Imperiengrenze. Bezeichnenderweise verlief noch bis zum Jahre 2013 an dieser Nahtstelle zwischen Slowenien und Kroatien die Außengrenze der Europäischen Union, die mittlerweile immer weiter nach Südosten ausgreift (dafür allerdings im Begriff ist, im Nordwesten das Königreich Großbritannien zu verlieren). Bis 1018 hatte über zweihundert Jahre lang nach dem Untergang des einstmals übermächtigen Awarenreiches die Theiß die Imperiengrenze zwischen dem bulgarischen Zarenreich und dem fränkischen/frühdeutschen Kaiserreich gebildet.

Ebenfalls 1018 war es dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. gelungen, am 30. Januar auf der Ortenburg den Frieden von Bautzen mit dem Großpolnischen Reich unter König Bolesław I. Chrobry (dem Tapferen) auszuhandeln, der auf Jahre hinaus für stabile Grenzen und Frieden in Mitteleuropa sorgen sollte. Daraufhin gewann Bolesław im Sommer 1018 mit deutschen und ungarischen Hilfstruppen für kurze Zeit die Herrschaft über Kiew, das Zentrum der Kiewer Rus, und bedrohte nun von dort als Partner des deutsch-römischen Kaisers Heinrich II. den byzantinischen Kaiser Basileios II. Allerdings mußte sich Bolesław nach nur wenigen Monaten infolge von Aufständen der orthodoxen Bevölkerung wieder zurückziehen. Im Ergebnis verblieb das Tscherwener Land, auch Rotburgenland genannt, bis zur Rückeroberung durch den Kiewer Großfürsten Jaroslaw der Weise im Jahre 1031 in polnischem Besitz.

Diese staatlich-politische Bipolarität fand in der kirchlichen Zweiteilung zwischen der lateinischen Römisch-katholischen Kirche einerseits sowie der griechischen und kirchenslawischen Byzantinischen Kirche andererseits ihre Entsprechung, welche im Jahre 1054 durch das Morgenländische Schisma offensichtlich wurde. Nisan kam vor tausend Jahren als Standort der kirchenslawischen Böhmischen Akademie eine herausragende Bedeutung in dieser kirchlichen Bipolarität zu.

Nisan im Spannungsfeld zwischen Böhmen, Sachsen und Polen[Bearbeiten]

Der Elbtalkessel (auf der Karte rechts oberhalb des letzten R von Thüringer) war etwa von der Mitte des 1. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung bis in die Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. germanisch besiedelt. Zunächst ließen sich in vorgeschichtlicher Zeit die Träger der Jastorf-Kultur hier nieder, eine Vorgängerkultur der archäologischen elbgermanischen Kultur. Historisch werden die Elbgermanen unter Vorbehalt am ehesten mit den suebischen Stämmen gleichgesetzt. Das Stammvolk der Sueben waren die Semnonen, welche auch den Elbtalkessel besiedelten. Nach deren Abzug nach Süddeutschland zu Beginn des 3. Jahrhunderts folgten wohl die suebischen Hermunduren, was in der neueren Forschung allerdings wieder strittig ist. Der Elbtalkesssel war um das Jahr 500 wahrscheinlich Teil des Königreiches der Thüringer und auch Durchzugsgebiet der Langobarden von der Unterelbe nach Pannonien, wie die Langobardengräber von Dresden-Nickern zeigen.

In den Jahren von 529 bis 534 wurde das Thüringer Königreich von den Franken zerschlagen. Ob die Sachsen dabei eine aktive Rolle spielten oder ob sie lediglich Nutznießer waren und sich dabei die Gunst der Stunde nutzend lediglich in den Besitz des Nordthüringgaues und weiterer Gebiete des ehemaligen Thüringerreiches brachten, ist strittig.

Nach rund einem Jahrtausend ausschließlich germanischer Besiedlung drangen im 6. Jahrhundert Verbände der Weißen Sorben entweder als Flüchtlinge vor den Awaren oder im Gefolge der Awaren in den Elbtalkessel vor.

Die Karte zeigt zentral (dunkelgrün) die Ursprungsgebiete der Slawen. Innerhalb kurzer Zeit besiedelten diese den größten Teil des ehemaligen germanischen Gebietes auf dem Kontinent, auf der Karte in der linken oberen Ecke hellgrün dargestellt. Das graue Gebiet darunter stellt die ehemals keltische Besiedlung dar.

Als zeitlicher Anhaltspunkt dient ein awarischer Vorstoß an die Mittelelbe im Jahre 562. Sigibert I., fränkischer König im östlichen Teilreich Austrasien mußte zur deren Abwehr den Heerbann aufbieten. Bei der Schlacht in Thüringen an der Elbe (entweder bei Riesa/Strehla oder an der Saalemündung) waren die Awaren und ihre slawischen Hilfsvölker siegreich. Dennoch wird diese militärische Auseinandersetzung des Öfteren so interpretiert, Sigibert I. habe die Awaren "abgewehrt". Diese hatten als Reitervolk hingegen ohnehin kein Interesse an einem Siedelraum außerhalb des Eurasischen Steppengürtels. Dieser endet im Westen in der Puszta. Hingegen wurde mit dieser Aktion seitens der Awaren der Zweck erreicht, Siedelland für ihr Hilfsvolk der weißserbischen Slawen zu erlangen. Nach dieser Schlacht kam es zur Rücknahme der fränkischen Herrschaftsgrenze an die Elbe-Saale-Linie. Noch 555/556 war ein Aufstand der Thüringer und Warnen gegen die Tributpflicht und militärische Hilfspficht in diesem Raum von den Franken niedergeschlagen worden. Das Warnenfeld lag östlich der unteren wie auch mittleren Saale.

Die Awaren besiegten 566 im Kampf um Pannonien (das heutige Ungarn) den fränkischen Heerbann unter dem austrasischen König Sigibert I. und stießen abermals an die Mittelelbe vor. Sigibert erlitt dabei eine so schwere Niederlage, daß ihm die Gefangennahme drohte. Nur mit großzügigen „Geschenken“ und einem Friedensvertrag, in welchem sich die Franken zu hohen Tributzahlungen verpflichteten, konnte er freien Abzug erkaufen. Abermals wurde auch diese Niederlage des Öfteren als "Abwehr" der Awaren interpretiert und Sigibert I. lange Zeit als Vorbild für Siegfried den Drachentöter des Nibelungenlieds angesehen.

Bereits im Januar 558 war das Byzantinische Reich unter Kaiser Justinian I. den Awaren tributpflichtig geworden - die Byzantiner entwickelten die Lesart des Vertrages, daß die Awaren ihre Foederaten wären. Mit dem Sieg über die Franken begann die Vormachtstellung der Awaren auch im Westen Europas.

In der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts drangen [[w:de:Slawen|Slawen] aus dem oberen Weichselgebiet durch die Mährische Pforte die Morava (March) entlang nach Südmähren und in die Westslowakei und danach bis nach Ostböhmen vor.

Die Weißen Serben überquerten anschließend die Erzgebirgspässe und kamen in den Raum Nisan und von dort weiter elbabwärts nach Westen. Sie brachten die slawische Kultur der Prager Gruppe mit, dem westlichen Teil der Prag-Kortschak-Kultur. Dieser Besiedelungszug stand wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem awarischen Vordringen in den Jahren 562 und 566. Das Awarengrab von Dresden-Stetzsch zeugt von dieser Zeit.

Im Jahre 567 drängten die Awaren mit Macht donauaufwärts und trieben dabei Slawen vor sich her oder rissen sie mit sich. Im Verbund mit den Langobarden besiegten sie das Reich der Gepiden und ließen sich anschließend in der Pannonischen Tiefebene nieder, dem westlichsten Teil der Eurasischen Steppe. Die ungarische Puszta war bereits Jahrhunderte zuvor Lebensraum für andere asiatische Reitervölker wie die Jazygen oder die Hunnen.

Im gleichen Jahr zogen Teile der Sachsen zu den Langobarden nach Pannonien. Wohl bereits unter dem Druck der Awaren/Slawen bezogen daraufhin Teile der Nordsueben aus dem Bereich nordöstlich der mittleren Elbe die freigewordenen Räume westlich der Elbe-Saale-Linie und begründen den Schwabengau.

Nach anderer Meinung wurden im Jahre 569 unter König Siegbert I. neben Franken auch Sueben angesiedelt. Die Ansiedler behaupteten sich gegenüber den Sachsen, die 573 von dem gemeinsam mit Langobarden unternommenen Italienzug heimkehrten. Die Langobarden waren 568 von ihren "verbündeten" Awaren aus Pannonien nach Italien verdrängt worden. Für einige Historiker endete damit die Völkerwanderung, es traten stabilere Verhältnisse in Europa ein. Die Awaren unterwarfen nach den Gepiden alle Slawen in Südeuropa, Böhmen, Mähren und der Slowakei. Nisan ist damals eng mit Böhmen verbunden, wie an dem gemeinsamen Kulturraum der Prager Gruppe zu erkennen ist.

571 fielen Awaren auch in Thüringen ein und unterwarfen auch noch den Rest der slawischen Bevölkerung selbst noch westlich der Saale. Bis dahin hatten diese Slawen den Franken Tribut geleistet, nach einer Mindermeinung den östlichen Sachsen, zumindest bis zu deren Italienzug.

Mindestens um 623/631 war der Slawe Derwan (Dervanus) vom Stamm der Weißen Serben/Sorben (Surborum) Fürst im Bereich der Saale bis hin zum heutigen Bautzen und Cottbus, also Grenznachbar des Merowingerreiches der Franken. Gestützt auf die überlegene militärische Macht der Awaren beherrschte er auch die sorbischen Siedlungsgebiete westlich der Saale.

In den frühen 620er Jahren versuchten die Awaren mit ihren südslawischen Hilfsvölkern und im Bündnis mit den persischen Sassaniden, Konstantinopel zu erobern. Nach der schweren Niederlage der Awaren 626 befreite sich das Großbulgarische Reich unter dem Khan Kubrat von der awarischen Vorherrschaft. Aber auch die Serben und Kroaten strebten, unterstützt von Byzanz, nach Unabhängigkeit. Die Awaren verloren selbst ihre Bündnispartner, die persischen Sassaniden, welche nach einer weiteren Niederlage gegen Ostrom in der Schlacht bei Ninive 627 ihre Römisch-Persischen Kriege nach rund 400 Jahren einstellen mußten und wegen ihrer Schwäche kurz darauf von den moslemischen Arabern überrannt wurden.

Derwan nutzte die Schwäche der Awaren, um sich 628 oder 629 dem Reich des Samo anzuschließen. Damit gehörte der Elbtalkessel erstmals zu einem slawischen Staatsgebiet, nachdem er um 500 vermutlich bereits das östliche Ende des Königreichs der Thüringer gebildet hatte.


Bereits 623 hatten sich die Slawen auf dem Gebiet des heutigen Böhmens und der Slowakei von der Herrschaft der Awaren befreit. Die Slawen waren gezwungen, in den ersten Reihen in der awarischen Armee zu kämpfen und sie mußten den Awaren hohen Tribut leisten. Zusätzlich verbrachten die Awaren bei den Slawen alljährlich den Winter und zeugten mit ihren slawischen Frauen Kinder zeugten. Den Quellen zufolge waren die Aufständischen Kinder awarischer Väter und slawischer Mütter.

Möglicherweise war der Aufstand von dem damaligen fränkischen Unterkönig Dagobert I. initiert worden. Dagobert I. war der Sohn von Chlothar II., König der Franken von 584 bis 629 und von seinem Vater 623 als Unterkönig in w:de:Austrasien eingesetzt worden, dem östlichen Teil des Frankenreiches.

Mit dem Aufstand der Slawen und dem Reich des Samo war eine dritte Macht zwischen den Awaren und dem fränkischen Reich aufgebaut worden und letzteres vor weiteren awarischen Angriffen geschützt.

Samo war fränkischer Abstammung und kam aus dem Gau „Senonago“[6]

Im 40. Regierungsjahr von Chlothar II. (also 623/624) begab sich der negucians (vielleicht Unterhändler) Samo mit seinen Gefährten auf eine Handelsreise zu den „auch als Wenden bezeichneten Slawen“ und lieferte wohl trotz eines fränkischen Verbotes mit einer militärisch gut ausgerüsteten Karawane. Samo und seine Krieger beteiligten sich nicht nur aktiv am Kampf der Slawen gegen die Awaren, sondern Samos „militärische Fähigkeit“ verhalf nach der Fredegar-Chronik den Slawen sogar zum Sieg. Nach der entscheidenden siegreichen Schlacht wurde Samo deshalb von den Slawen zum rex („König“) gewählt. Dieser Titel lehnte sich an den fränkischen Königstitel an. Auffallend ist die zeitliche Übereinstimmung zwischen der Königserhebung des Dagobert I. und der des rex Samo.

Die Vorläufer der Böhmischen Akademie Nisan[Bearbeiten]

Die Böhmische Akademie Nisan reiht sich ein in eine Kette ganz ähnlicher kirchenslawischer Einrichtungen des 9. bis 11. Jahrhunderts.

Hierbei ist zu beachten, dass die Bezeichnungen dieser Akademien modern sind. Die Geistliche Akademie Krakau als direkter Vorläufer der Böhmischen Akademie Nisan macht in der Bezeichnung einerseits den überwiegend geistlichen Charakter der Einrichtung deutlich, grenzt diese aber auch deutlich genug von der viel späteren Akademie Krakau ab. Hinzu kommt in Krakau noch eine weitere kirchenslawische Schule an einem Slawenkloster, welches in Anlehnung an das Slawenkloster in Prag (1348) und das in Öls (1380) im Jahre 1390 durch den polnisch-litauischen König Władysław II. Jagiełło in Krakau-Kleparz gegründet worden war.

Die Geistlichen Akademien Dupzk, Posa und Pratau, zeitgenösisch nur als Akademien überliefert, werden hier aber aus Gründen der Einheitlichkeit und der Klarheit auch als Geistliche Akademie Dupzk etc. bezeichnet.

Die Schulen von Pliska, Preslaw, Devol und Ochrid wurden zeitgenössisch ebenfalls mit voller Berechtigung Akademien genannt. Hier hat westlicher Geist eine bewußte Abwertung vorgenommen. Es scheint aber schlecht möglich, diese eingedeutschte stehende Bezeichnung in diesem Buch einfach abzuändern. Für die anderen Geistlichen Akademien, welche durch die römisch-katholische Schriftlichkeit des mitteleuropäischen Mittelalters natürlich nicht tradiert wurden, bleibt zum Glück die korrekte Bezeichnung Akademie offen.

Die Großmährische Akademie[Bearbeiten]

Die Böhmische Akademie war eine der Nachfolgeeinrichtungen der kurz nach dem Tod von Method (6. April 885) zerschlagenen Großmährischen Akademie mit ihrem vermuteten Standort in der Burg Devín[8] bei Bratislava, auf dem Felsmassiv am Zusammenfluss von March und Donau hoch über dem davorliegenden Marchfeld. Die March (tschechisch und slowakisch Morava) ist namensgebend für Mähren (tschechisch und slowakisch ebenfalls Morava). Die kirchenslawische Geistliche Akademie in (Groß)Mähren wurde von dem ehemaligen Benediktinermönch und Bischof von Nitra Wiching in seiner Funktion als „Verwalter“ der Pannonisch-Mährischen Diözese zugunsten der Latinisierung und Römifizierung der großmährischen Kirche aufgelöst. Alle, die an der slawischen Liturgie festhielten, wurden gefangengenommen, gefoltert, getötet, verbannt, anderweitig zur Flucht gezwungen oder in die Sklaverei verkauft, darunter allein 200 Geistliche wie Priester, Diakone und Hypodiakone. Svatopluk I. lieferte alle kirchenslawischen Christen dem lateinischen Klerus aus und ermächtigte diesen, nach Belieben mit ihren Gegnern zu verfahren. Jüngere Menschen wurden in die Sklaverei verkauft, ältere zu Tode gefoltert. Von einigen wenigen bekannten südslawischen Schülern des Method ist bekannt, dass sie unter unmenschlichen Bedingungen verbannt wurden. Über das Schicksal des noch von Method nominierten Nachfolgers Gorazd besteht außer dessen Gefangennahme weder Klarheit noch Einigkeit. Die Quellen schweigen. Als mährischer Adliger wurde er möglicherweise nicht verbannt wie die ausländischen Südslawen Kliment, Naum und Gefährten. Selbst darüber, ob die Reliquien von Gorazd vor oder nach seinem Tod nach Berat (damals zum Bulgarischen Reich gehörend) in Südalbanien gelangten, besteht Uneinigkeit.

Die (Groß)Mährische Akademie war 862 oder 863 kurz nach dem Eintreffen der Slawenapostel Kyrill und Method im mährischen Reich gegründet worden.

869 hatte Papst Hadrian II. mit seinem Schreiben Gloria in excelsis Deo das Kirchenslawische den Liturgiensprachen Hebräisch, Griechisch und Latein gleichgestellt, 873 ließ dessen Nachfolger Johannes VIII. die Verwendung des Altkirchenslawischen in der Liturgie (bis auf das Vorlesen aus der Bibel) verbieten. 880 wiederum schwenkte Johannes VIII. in seinem Brief Industriae tuae an den Mährerfürsten Svatopluk um, ließ die slawische Schrift zu und ordnete an, dass die Liturgien in der slawischen Sprache gehalten werden (bis auf das Evangelium, das zuerst auf Lateinisch und erst dann auf Slawisch gelesen werden soll). Der übernächste Papst Hadrian III. verbot auf Betreiben Wichings die slawische Liturgie im Jahre 885 wieder völlig und löste damit die Verfolgung kirchenslawischer Priester, Diakone und Studenten aus.[9][10]

Somit bestand die (Groß)Mährische Akademie nur von 862/863 bis 886.

Gebäude der ehemaligen Universitas Istropolitana (beflaggt) in Bratislava

Ähnlich kurz war die Geschichte der zweiten Bratislawer Hochschule, der Universitas Istropolitana, welche nur von 1465 bis 1490 durch die Gnade des ungarischen Königs Matthias Corvinus existierte (geb. 1443, König ab 1458, gest. 1490), dem Schöpfer der Bibliotheca Corviniana, eine der größten und wertvollsten Bibliotheken im Zeitalter der Renaissance.

Die kirchenslawische Liturgie in (Groß)Mähren - Method zelebriert vor Svatopluk, Kyrill und Rostislaw nehmen bereits als Heilige im Himmel an der Göttlichen Liturgie teil

Während die Universitas Istropolitana kaum Spuren in der Geschichte hinterließ, wurde die (Groß)Mährische Akademie zur Keimzelle slawischer Schriftkultur mit Nachfolgeeinrichtungen in vielen Ländern und Jahrhunderten - eine Entwicklung, die bereits Kaiser Michael III. zu Beginn der Slawenmission in einem Brief an Rastislav von Mähren vorausgesehen hatte:

Kiewer Blätter, Blatt 7r
Gott, der will, dass alle zu Erkenntnis der Wahrheit kommen, hat deinen Glauben gesehen und hat eine Schrift für eure Sprache geoffenbart, damit auch ihr zu den großen Völkern hinzugefügt werdet, die Gott in ihrer eigener Sprache preisen. So senden wir dir den, dem es (d. h. die slawische Schrift) Gott geoffenbart hat, einen ehrbaren, rechtgläubigen und gelehrten Mann, einen Philosophen. Nimm diese Gabe an, die größer und ehrbarer ist als Gold, Silber und Edelsteine.

Die Geistliche Akademie Dupzk[Bearbeiten]

Eine Gruppe kirchenslawischer Christen aus Böhmen und Sorabien flüchtete 886 vor den römisch-katholischen Verfolgungen im Großmährischen Reich an die damals westliche Peripherie des slawischen Sprachgebietes, an die Saale, und fand Aufnahme und großzügige Unterstützung durch den elbsorbischen Fürsten von Dupzk, der 927 zerstörten (verbrannten) und danach benannten brandanburg (Bernburg[11]). Dupzk ist benannt nach dem slawischen Namen der Eiche, welche noch heute im Krumbholz in der Saaleaue bei Bernburg zu finden ist.

Auf der Karte "Der Limes Sorabicus im 9. Jh." liegt die exponierte Burg Dupzk etwa 40 km nördlich von Halle in der westlichen Ausbuchtung der Saale 20 km vor deren Mündung. Hier befand sich mit Luppia zur Zeit des Claudius Ptolemäus um das Jahr 150 [12] einer der drei besonders wichtigen Orte Germaniens. Bereits in der Jungsteinzeit war dieser ganz besonders offene und fruchtbare Raum um das Jahr 3000 v. Chr. als Träger der Bernburger Kultur von europäischer Bedeutung.

Auf dem "Luftbild der Bernburg" erkennt man den ehemaligen Standort des Katholikons (Klosterkirche) von Dupzk an der heutigen Schlosskirche. Diese ist das linke der beiden gelben Gebäude am rechten oberen Bildrand. Das helle Gebäude mit dem roten Dach links davon ist das Kügelgenhaus am Standort des ehemaligen Klosters mit der Geistlichen Akademie. Auch das Katholikon wurde für den Lehrbetrieb mit verwendet.

Schloss Bernburg über der Saale wird auch als die Krone Anhalts bezeichnet.

Die Grenzburg Dupzk gehörte damals zu einer ganzen Kette von mächtigen slawischen Grenzbefestigungen am Ostufer der Saale wie Burg Budizco (Grimschleben) und die Rosburg (sorbisch Rosburg=von Schilf umgebene Burg) im Gau Serimunt[13] sowie Burg Spuitni (Rothenburg) und Burg Vitin (von Vit=Willkommen, deutsch: Wettin) im Gau Nudzici.

Die heute als Bernburg bekannte Befestigung war bereits in der Frühgeschichte Fluchtpunkt, so beim Untergang des Königreichs der Thüringer um 531/534.[14]

927 flüchtete eine suebische Adelspartei aus dem Schwabengau in die Burg Dupzk, wo sie am 10. Mai von dem liudolfingischen Heerführer Thietmar niedergemacht wurde.

1138 war die Berneburch Witwensitz der Gräfin Eilika, der Mutter des Markgrafen Albrechts des Bären aus dem Hause der Askanier und wurde durch die Truppen des Welfen Heinrich des Stolze erneut abgebrannt.[15]

Die Bernburg erscheint am 29. Juli 961 in einer Schenkungsurkunde Ottos I. an das Magdeburger Mauritiuskloster) als civitas Brandanburg. Demnach wurde der Ort der 927 abgebrannten slawischen Grenzburg nun als Burgwardort für den Norden des Gaues Nudzici nachverwendet. Die weiteren in dieser Urkunde erwähnten ottonischen Burgen dieses Gaues waren Vitin (Wettin), Liubuhun (Löbejün), Zputinesburg = Suptinesburch (Rothenburg), Loponoh (Laublingen, heute zu Beesenlaublingen) und Trebonizi (Trebnitz). Der sich zwischen der Saale und den Flüssen Fuhne (bis Plötz) und Götsche von der Fuhnemündung bei Bernburg bis zur Götschemündung bei Halle über sorbisch besiedeltes erstreckende Gau verfügte demnach über sechs ottonische Burgwardbezirke.

Der (ältere) germanische Name für Dupzk war Salfurt nach der "eisernen Furt" über die Saale. Neben dieser "eisernen Furt" in Dupzk existierte damals noch die "Steinforth" Plezege über den Altarm Bläs im heutigen Ortsteil Altenburg der Stadt Nienburg an der Saale. Brücken über die Saale entstanden erst im Hochmittelalter.

Diese Gruppe kirchenslawischer Flüchtlinge aus dem Großmährischen Reich gründete im Schutze der Grenzburg Dupzk[16] unter ihrem Abt Kliment etwa am Standort des heutigen Kügelgenhauses (Pfarrhaus) das Kloster "Sveti Pantelejmon" (Heiliger Pantaleon) und erbauten sogleich am Standort der heutigen Schlosskirche St. Aegidien das Katholikon (die Klosterkirche). Zugleich entstand nach dem Muster der durch die Lateiner zerstörten Großmährischen Akademie mit diesem Kloster eine neue Geistliche Akademie als Priesterschule, die Akademie Dupzk.

Kloster Liezkau[Bearbeiten]

Nach dem Tod des böhmischen Herzogs Bořivoj I. ließ sich der Mährerfürst Svatopluk I. im Jahre 890 vom ostfränkischen König Arnolf von Kärnten auf dem Omuntesperch die Vormundschaft über Bořivojs minderjährige Söhne Spytihněv I. und Vratislav I. und damit die Vorherrschaft über Böhmen legitimieren. Nun unterwarfen sich auch große Teile der Elbsorben einschließlich dem Gau Nudzici (mit der Burg Dupzk) dem Mährerfürsten und damit dessen Kirchenpolitik. Sofort setzte eine erneute Verfolgung und Vertreibung der orthodox gebliebenen Slawen ein. Viele Mönche und auch Priester verließen daraufhin das Kloster des Heiligen Pantaleon, vor allem die Flüchtlinge aus Böhmen, und gründeten in liezkau (dem heutigen Leitzkau) das Kloster "nowe dupzk" ("Neu-Salfurt").

Priester für die Sorbengaue[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Svatupluk I. im Jahre 894 setzten innerdynastische Streitigkeiten im Großmährischen Reich ein, und die Verfolgung orthodoxer Slawen in den sorbischen Gebieten endete. Es folgte ein Zustrom von Sorben in das Kloster Dupzk und eine Blütezeit desselben mit zeitweise mehr als 60 Mönchen.

Um die Klosterkirche wurde ein Friedhof angelegt, der bei Bauarbeiten östlich der romanischen Apsis der späteren Schlosskirche St. Aegidien im Jahre 2011 angeschnitten wurde (im mittleren Photo am rechten Bildrand gelegen). Dieser frühmittelalterliche Friedhof wurde auch nach der Zerstörung des orthodoxen Klosters im Jahre 927 nachgenutzt, wie die Fundsituation nachweist. Selbst in der frühen Neuzeit fanden hier noch Bestattungen statt. Einige Grabsteine sind an der Kirchenmauer erhalten. Das Kloster befand sich zwischen dem zweiten und dem erst 2014 jenseits der Schlosskirche archäologisch entdeckten dritten Burgwall.

Damit ähnelte die elbsorbische Burg Dupzk der seit der Bronzezeit strategisch wichtigen Burg Budizco (Grimschleben) gegenüber der Bodemündung, welche im 9. Jahrhundert ebenfalls über drei Wälle verfügte. Nach der sorbisch-orthodoxen Hagiographie existierte in Budizco eine Kirche. Hier zelebrierten in Dupzk ausgebildete Priester die Göttliche Liturgie, genauso wie in Rosburg (Burg Rosenburg)

[17], Vitin (Burg Wettin)[18], Spuitni (Burg Rothenburg)[19], Burg Kühnau[20] und weiteren Orten.

Neben der Klosterkirche betreuten die Mönchspriester auch die Burgkapelle. Archäologische Reste der späteren romanischen Burgkapelle sind am Platz der früheren sorbisch-orthodoxen Burgkapelle ausgegraben wurden (linkes Photo). Die Burgkapelle lag auf dem inneren Burghof unweit des Einganges, auf dem mittleren Photo hinter dem rechten Gebäude. Das Krumme Haus (mit dem Erker) wurde erst im Spätmittelalter unter der Verwendung zweier Mauern der romanischen Burgkapelle gebaut. Bis dahin bildete die Burgkapelle die Sichtfront der Burg hoch über dem Saaletal.

Siehe auch: Rekonstruktion der romanischen Burgkapelle im Schloss Bernburg, am Ort der ehemaligen orthodoxen Kapelle

Im Jahre 895 huldigte eine Abordnung aller böhmischen Großen unter der Führung des Přemysliden Spytihněv I. und des Slavnikiden Vitislav Arnolf von Kärnten in Regensburg und zahlte Tribut für militärischen Schutz. Zwei Jahre später, 897, unterwarfen sich auch die Sorben dem Ostfrankenkönig, der aber schon 899 starb. Eine Rückkehr zum lateinischen Gottesdienst war damit nicht verbunden gewesen, das Ostfrankenreich befand sich in einer Phase der Schwäche und nach dem Tod des Kaisers in einem Zerfallsprozeß.

Exkurs: Saeculum obscurum der Päpste[Bearbeiten]

Die Leichensynode in Rom im Januar 897

Zudem schreckten die Ereignisse in Rom wie die Leichensynode vom Januar 897 und der Kampf um den Petrusstuhl mit einer Vielzahl an ermordeten Päpsten nur noch ab. Am 4. April 896 starb Papst Formosus, sein Nachfolger Bonifatius VI. war nur 15 Tage im Amt. Stephan VI. wurde nach seiner Leichensynode gegen Formosus eingekerkert und im folgenden Sommer stranguliert, dessen Nachfolger Romanus regierte nur bis November 897 und wurde möglicherweise vergiftet, dessen Nachfolger Theodor II. war nur 20 Tage im Amt, Johannes IX. (Papst) starb überraschend bereits 900, der Formosianer Benedikt IV. nach nur drei Jahren im August 903. Dessen Nachfolger Leo V. wurde im September 903 bereits nach einer Amtszeit von etwa 30 Tagen von dem Kardinalpriester Christophorus von St. Damasus gestürzt und inhaftiert. Christophorus machte sich zum (Gegen)Papst, wurde aber seinerseits im Januar 904 von Sergius III., einem Gegenpapst von 898, gewaltsam gestürzt.

Das Papsttum hatte während des Saeculum obscurum kaum noch eine moralische Legitimation. Auch waren die gegensätzlichen Anweisungen verschiedenster Päpste zur kirchenslawischen Liturgie von 869, 873, 880 und 885 nicht dazu angetan, dem Verbot dieser Liturgie von 885 Folge zu leisten.

Kirchenslawisch im Schwabengau[Bearbeiten]

Unter diesen zeitbedingten Umständen wurde dem Kloster von Dupzk oder dort ausgebildeten Priestern auch die geistliche Versorgung von Kirchgemeinden westlich der Saale übertragen, beispielsweise in Plötzkau und Großwirschleben. Die Fürsten des benachbarten Suebengaus regierten damals eine deutsch-slawische Mischbevölkerung und förderten angesichts der Verhältnisse im päpstlichen Rom den volkssprachlichen Gottesdienst in althochdeutsch und altkirchenslawisch. Diese kirchliche Unabhängigkeit war auch Ausdruck der Unabhängigkeitsbestrebungen des schwäbischen Adels vom kriselnden und schwächelnden Ostfrankenreich. Die Sueben, nach dem Mare Suebicum (der Ostsee) benannt, saßen als Elbgermanen zwischen Ostsee und den Mittelgebirgen in etwa auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Die heutigen Schwaben, aus den Südsueben hervorgegangen, sind durch die Völkerwanderung dorthin gelangt, andere Teile der des Volksstammes gründeten 409 das Königreich der Sueben auf der iberischen Halbinsel, eines der frühesten selbständigen Reiche auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Imperiums. Für ihre Unabhängigkeitsbestrebungen waren die Suebengaufürsten Bündnisse mit elbslawischen Völkern und damit indirekt auch mit den Ungarn eingegangen, ein Umstand, der zum Eingreifen der Liudolfinger führen sollte.

Kloster Frose[Bearbeiten]

Noch kurz vor dem Jahre 900 wurde die unter dem Karolinger Ludwig dem Deutschen um 869/70[21] in Schwabengau gegründete Reichsabtei St. Cyriakus (Frose) durch zweisprachige Dupzker/Salfurter Mönche reformiert. Vereinzelt waren deutsch sprechende Novizen aufgenommen worden, und in der Regel beherrschten die sorbischen Mönche - im Gegensatz zu denen aus Böhmen - auch beide Sprachen der Grenzregion an der Saale.

Marienkirche Dupzk[Bearbeiten]

Die Marienkirche mit dem Altmarkt in Bernburg, heute ein gotischer Bau - das Geländer rechts führt zur Marktbrücke über die neue Saale.
Die Brücke über die neue Saale, rund einen Kilometer von dem alten Flußbett der Röße entfernt.
Die Saale in ihrem alten Bett der Röße beim Hochwasser von 2011 - links Waldau (das [ost]fränkische Waladala, rechts die Stadt Bernburg (Altstadt und Neustadt), das ehemals elbsorbische Dupzk.

Die Klostergemeinschaft auf dem Schlossberg baute um 900 direkt am Fernhandelsweg in Dupzk eine hölzerne Kirche mit dem Marienpatrozinium, die heutige Marienkirche in der Altstädter Talstadt. Die Saale mäanderte in der Frühgeschichte in ihrem Unterlauf wegen des geringen Gefälles sehr stark. Ihr Hauptarm verlief durch den heutigen Altarm der Röße am Fuße des seit 782 nachweislich fränkisch besiedelten Waldauer Berges. Hierdurch lag das Gebiet der heutigen Bernburger Berg- und Talstadt östlich der Saale im damals slawischen Territorium. Sorbische Siedlung und Burg wurden wegen des starken Eichenbestandes in diesem Bereich der Saaleaue Dupzk genannt. Auch die slawische Burg mit dem fränkischen Namen Salfurt hatte vermutlich aus Eichenstämmen bestanden. Die Sorben hatten an diesem wichtigen Wegekreuz eines Fernhandelsweges und der Wasserstraße der Saale die Handelsniederlassung Dupzk gegründet und dort auch eine Wegekapelle errichtet. Diese wurde mit der Marienkirche überbaut.

Exkurs: Die Liudolfinger[Bearbeiten]

Spätestens im Frühjahr 906 übertrug der Liudolfinger Otto der Erlauchte die Kriegszüge gegen die schon lange bekämpfte Völkerschaft der elbsorbischen Daleminzier seinem Sohn Heinrich (ab 919 erster nichtfränkischer König des Ostfrankenreiches).[22] Die Daleminzier schlossen daraufhin wie bereits der Böhmenherzog Spytihněv I. gleichen Jahres ein Bündnis mit den Ungarn, zahlten Tribut und erlaubten die Bewegung der Ungarn in ihrem Land. Heinrich erlitt eine empfindliche Niederlage und erreichte nur mit fremder Hilfe lebend wieder die rettende Saale.

Da er mit Waffengewalt seinen Besitz nicht zu vermehren vermochte, verlegte er sich auf eine für ihn lukrative Heirat und vermählte sich noch 906 mit Hatheburg von Merseburg, der Erbtochter des söhnelosen Erwins des Alten von Merseburg.[23] Um die reichen Güter entspann sich ein handfester Streit mit Sigimund, dem Bischof von Halberstadt.[24] Die Güter wären bei Hatheburgs Tod dem Bistum zugefallen, da diese nach dem Tod ihres ersten Mannes bereits Nonne geworden war. Besonders bedrohlich für den mächtigen Halberstädter Bischof war die Vereinigung der reichen liudolfingischen Besitzungen westlich des Harzes mit den umfanreichen Erwinschen Gütern an der Saale. Die Liudolfinger waren schon als Parteigänger Karls des Großen zu zahlreichen Gütern an Leine und Nette gekommen, auf deren Grundlage sie u.a. das fürstliche Familienstift Stift Gandersheim aufbauten. Am 5. Oktober 908 schloss der für Merseburg zuständige Erzbischof Hatto I. von Mainz, der damalige Reichskanzler, in Trebur einen Vergleich über die Güter der Hatheburg mit Heinrichs Vater Otto dem Erlauchten. Herzog Otto von Sachsen verzichtete darauf, seine Funktion als Laienabt der Reichsabtei Hersfeld weiter zu vererben, und die Kirche bestritt dafür im Gegenzug nicht mehr die Legitimität der Ehe von Heinrich und Hatheburg, was einen Verzicht auf die Güter des senior Erwin bedeutete. Der Anspruch des Halberstädter Bischofs mußte übergeordneten Reichsinteressen weichen. Das Kloster Hersfeld war bereits 775 von Karl dem Großen zur abbatia regalis (Reichsabtei) erhoben worden. Die Zwietracht zwischen dem Bistum Halberstadt (das Erzbistum Magdeburg wurde erst ein halbes Jahrhundert später im Jahre 968 gegründet) und dem mächtigsten sächsischen Adelsgeschlecht kam den suebischen Fürsten zugute.

Schon ein Jahr nach diesem Vergleich wurde Hatheburg gezwungen, erneut den Schleier zu nehmen, diesmal als Äbtissin, wobei der Ort ihres Klosters nicht überliefert ist, genausowenig wie ihr Sterbejahr. Sie verstarb an irgendeinem 21. Juni und verschwand aus den Geschichtsquellen. Ihre reichen Besitzungen verblieben bei Heinrich, der 909 die wohl erst 13-jährige Mathilde heiratete, eine Nachfahrin des Sachsenherzogs Widukind. Damit dehnten die Liudolfinger ihre Einfluss auch auf die westlichen Landesteilen des damaligen Sachsen aus und entschieden den Kampf mit dem Bistum Halberstadt endgültig für sich.

Tod des Gründungsabtes Kliment 909[Bearbeiten]

Ebenfalls im Jahre 909, am 3. Oktober, starb der Gründungsabt Kliment von Dupzk und wurde mit einem imposanten Begräbnis in der Nähe des Altares der Klosterkirche beigesetzt. Er galt den Elbsorben als Lichtbringer und Apostel. Zu seinem Nachfolger wurde der Mönch Ioannis gewählt, wie Kliment ein Elbsorbe, der 886 aus Mähren in seine Heimat zurückgekehrt war.

Als Abt förderte Ioannis von Dupzk insbesondere den Weiterbau des Klosters für die stark gewachsene Mönchsgemeinschaft und die den Bau zwei neuer Häuser für die Geistliche Akademie, womit der Akademie dann ebenso viele Gebäude zur Verfügung standen wie durch fürstliche Unterstützung zur Zeit der Gründung der bulgarischen Akademie in Devoll. Kloster und Geistliche Akademie befanden sich ungefähr am Standort des heutigen Kügelgenhauses, bekannt durch den Aufenthalt von Wilhelm von Kügelgen als Gymnasiast beim damaligen herzoglichen Anhalt-Bernburger Landessuperintendenten Friedrich Adolf Krummacher.

Nach 23 Jahren der Existenz hatte die Geistliche Akademie Dupzk bereits 450 Absolventen, wobei die Stärke der Ausbildungsjahrgänge regelmäßig angestiegen war.

Vernichtung des Klosters 927[Bearbeiten]

Nach dem Frieden mit den Ungarn 924 schürten die sächsischen Liudolfinger unter König Heinrich I. im Verbund mit der römischen Kirche, allen voran der streitbare Bischof Bernhard von Halberstadt, eine Adelsfehde im Suebengau und unterstützten dabei massiv ihre Parteigänger um den Grafen Thietmar von Ostfalen und dessen Sohn Siegfried. Im Verlaufe dieser Kämpfe erlitten die sieben Mönche des Klosters Frose unter ihrem Abt Michail am 5. Mai 927 das Martyrium. Burg Dupzk als Fluchtort des suebischen Fürsten und seines treu gebliebenen Adels wurde am 10. Mai 927 von den Truppen Thietmars zerstört. Dabei wurde auch das Kloster Pantaleon verbrannt und die zwölf nicht geflohenen Mönche und ihr Abt Ioannis getötet. Eine Datierung von Einzelfunden aus den 2011 entdeckten Grabenverfüllungen der frühmittelalterlichen Wallburg ergab das 9. und 10. Jahrhundert und korrespondiert demzufolge mit der Burg vor 927.

Mit der Zerstörung des Klosters Dupzk und dem Martyrium des letzten Abtes und seiner getreuesten Mönche endete auch die Geschichte der Geistlichen Akademie Dupzk nach 41 Jahren.

Eine Vielzahl an in Dupzk ausgebildeten Priestern und Diakonen wurde vor und insbesondere nach 927 an Kirchen im slawischen Raum tätig. Für den Dresdner Raum wurde der Priester Diepold wichtig, auf den mehrere Sagen zurückzuführen sind. Diepold war 927 als Student von Dupzk nach Pratau geflüchtet - mitten in die damals noch neutrale Zone zwischen ostfränkischem und böhmischem Einfluß - und kurz nach 936 an die Kirche in der Burg Bresnice an der Eisernen Furt in Nisan gekommen.

Eine römisch-katholische Klostergründung (vom Serviten-Orden der Marienknechte) erfolgte erst wieder zum Ende des 13. Jahrhunderts zwischen der Altstadt und der Neustadt Bernburg und wurde 1308 ersterwähnt. Die 1233[25] in Florenz gegründeten Serviten hatten um 1257 mit dem Kloster "Klausberg" auf dem Giebichenstein bei Halle an der Saale die erste Niederlassung in Deutschland ins Leben gerufen, welche 1275 in die Salzstadt Halle an die Kirche St. Ulrich verlegt wurde. 1297/98 entstand etwa zeitgleich wie in Bernburg das Servitenkloster Halberstadt (legendär bereits 1277).

Eine benediktinische Klostergründung des 11. oder 12. Jahrhunderts am Ort des ehemaligen Wolfgangstiftes im Schutze der Berneburch wurde vermutet, blieb aber unbewiesen. Durch die Bipolarität von Bergstadt um die Bernburg und den beiden deutschen Stadtgründungen in der Talstadt ist Bernburg die einzige mitteldeutsche Städten mit drei städtischen Kernen, wohingegen in den dreiteiligen frühen Städten Magdeburg, Halle, Brandenburg und Dresden neben Alt- und Neustadt noch ein dörflicher Kern zeitig eingemeindet wurde. Hierdurch wird die inzwischen verlorene Bedeutung von Berneburch für den mitteldeutschen Raum auch im Mittelalter ersichtlich, welche für die Vorgeschichte durch die Bernburger Kultur und die herausragende Rolle von Luppia am Ort von Bernburg im germanischen Raum viel deutlicher ist. Hintergrund dieser herausragenden Bedeutung war die zentrale Lage von Bernburg inmitten der größten und fruchtbarsten deutschen vor- und frühgeschichtlichen Offenlandschaft mit erstklassigen Siedlungsbedingungen infolge zusätzlicher klimatischer Vorteile im Regenschatten des Harzes.

Die Geistliche Akademie Posa[Bearbeiten]

Kloster Posa mit Taubenturm am Ort der Hauptburg der Puonzowa, welche von 927 bis 930/935 der Geistlichen Akademie Posa Schutz gab

Mit der Zerstörung des Klosters Dupzk und dem Martyrium des letzten Abtes und seiner getreuesten Mönche endete auch die Geschichte der Geistlichen Akademie Dupzk nach 41 Jahren. Etliche der Priester und Mönche flohen vor der drohenden Zerstörung in den Tagen vom 6. bis 9. Mai 927 in Richtung Osten oder Südosten. Eine Gruppe von etwa vierzig Mönchen unter ihrem neuen Abt Nikolaos gründete ein Kloster in Pratau, eine weitere kleinere Gruppe von etwa zwölf Mönchen unter ihrem neuen Abt Euthymios das Kloster Posa bei Zeitz. Posa war vermutlich die Hauptburg der namensgebenden elbsorbischen Puonzowa.

Sowohl in Pratau als auch in Posa kam es noch 927 zu Gründungen Geistlicher Akademien. Hier zeigte sich ein bekanntes Prinzip der Christenverfolgung: durch das Martyrium der Gläubigen sowie deren Verfolgung breitete sich der Glaube eher noch aus. Im Laufe der Geschichte wurden die ehedem heidnischen Slawen christlich und mittlerweile sogar zum Hauptträger des orthodoxen (rechtgläubigen) Christentums.

Mit Posa wurde ganz bewußt ein Raum fränkisch-slawischer Zweisprachigkeit ausgewählt, um die Erfahrungen sowohl mit kirchenslawischer als auch mit ostfränkischer Liturgiesprache aus Dupzk und vor allem Frose nachverwenden zu können. Zu diesem Zweck schuf Abt Euthymios innerhalb eines Jahres bis 928 ein kirchenslawisch-ostfränkisches Liturgiebuch, wobei er auf die umfangreichen Vorarbeiten der Äbte Kliment von Dupzk und Michael von Frose zurückgreifen konnte. In der Folge traten vermehrt auch Novizen mit germanischer Muttersprache in dieses neue Kloster ein. Um 940 bildeten Mönche germanischer Zunge bereits die Mehrheit der rund dreißig Klosterbewohner. Zeitz entwickelte sich so zu einem bedeutenden Zentrum christlichen Glaubens im ostfränkisch-sorbischen Übergangsbereich. Hier wurde auch das Menologion in kirchenslawischer Sprache in Glagoliza weitergepflegt.

Deutsches Sprachgebiet zur Zeit der Entstehung des römisch-deutschen Kaiserreiches 962

962 ließ sich Otto I. unter Rückgriff auf die Kaiseridee Karls des Großen (747-814) von Papst Johannes XII. (937-964) in Rom zum Kaiser krönen und erneuerte dabei auch die Constitutio Romana von 824. Zu dieser Zeit erstreckte sich das deutsche Siedelgebiet bereits bis in den Zeitzer Raum, wie nebenstehende Karte zeigt.

Nachdem Ottos Vater Heinrich I. (876 bis 936) die ostfränkischen Herzogskirchen (mit Ausnahme Bayerns) bereits eine Königskirche verwandelt hatte, ging nun Otto I. an den weiteren Ausbau der Kirche zum sogenannten Ottonisch-salischen Reichskirchensystem

Am Ort des heutigen Zeitzer Schlosses Moritzburg befand sich gegenüber der Puonzawenburg eine 976 ersterwähnte königliche Grenzburg[26] im Slawenland mit der Doppelfunktion als militärischer Stützpunkt und Verwaltungszentrum. Diese königliche Burg war damals noch von ausgedehnten Waldgebieten umgeben, in denen slawische Wohngebiete wie Inseln lagen. Der Ortsname Zeitz (citice, cica, cice) stammt vermutlich vom altsorbischen sit „Binse, Gelände mit viel Binsen oder Riedgras“.[27]

Weihnachten 968 wurde in Magdeburg der ehemalige Benediktinermönch Hugo I.[28] von Erzbischof Adalbert zum ersten Bischof von Zeitz geweiht, zusammen mit den neuen Bischöfen von Merseburg und Meißen. Sein Bistum umfaßte die Gebiete an der Pleiße und Elster bis Naumburg, im Süden griff es bis nach Böhmen aus, wodurch sich bereits die künftigen Konflikte abzeichneten.[29] Bischöflicher Sitz wurde die Königsburg Zeitz.[30] Vermutlich bereits unter Bischof Hugo I. wurde hier ein kleiner Vorgängerbau als erste Domkirche errichtet, womöglich am Ort der romanischen Krypta der heutigen Schloßkirche (der ehemalige Peter-und-Pauls-Dom).

976 wurde Hugo I. bereits wieder aus seinem Amtsbereich vertrieben. Ein böhmisches Heer unter der Führung des Grafen Dedo I. von Wettin nahm in der Fehde zwischen Heinrich dem Zänker und Kaiser Otto II. Zeitz ein und plünderte den Ort und die Bischofskirche. Dedo, ein Sohn des ältesten nachweisbaren Ahnherrn der Wettiner, Dietrich I., führte auch seine Mutter als Kriegsgefangene mit sich nach Böhmen, damit sie ihre Ländereien im Bistum nicht demselben übereignen konnte.

Hugo I. starb an einem 29. August vor 981[31], dem Jahr einzigen Erwähnung seines Nachfolgers Friedrich von Zeitz durch Thietmar von Merseburg[32]. Er wurde im Zeitzer Dom beigesetzt, wobei es strittig ist, ob seine Gebeine erst nach seinem Tode dorthin kamen oder ob er bereits zu Lebzeiten wieder nach Zeitz zurückgekehrt war. Sein romanischer Gedenkstein aus Kalkstein in der heutigen Zeitzer Schlosskirche (am Ort des ehemaligen Zeitzer Domes) wurde Jahre später vom Domkapitel gestiftet, um die Bedeutung des Ortes Zeitz für das Bistum hervorzuheben. Er befindet sich an der Nordwand unter der Empore. Brinkmann[33] hält die Kirchenwand für jünger als den Stein, der ursprüngliche Standort konnte allerdings nicht ermittelt werden. Die in Zeilen eingehauene Inschrift[34] lautet: Hug, der erste Bischof, Apostel der Slawen; Hug, arm an irdischen Gütern, aber bereichert in Bezug auf die ewige Heimat.[35] Möglicherweise wurde die Inschrift nach der Verlegung des Bistums von Zeitz nach Naumburg (1028/1030) angebracht, als es zu fortdauernden Auseinandersetzungen des Zeitzer Stiftskapitels mit dem Naumburger Domkapitel kam. Da Teile des Kalksteins offenbar verlorengingen, lautet eine rekonstruierte Übersetzung: „Hugo, ein berühmter Bischof, ein Apostel. Der heilige Hugo, eine Stütze der Armen, ein gütiger Geistlicher ist gestorben, eine fromme Seele. Im fünfzigsten Jahr [1050] hat das Domkapitel dir ein(en) Grab(stein) gesetzt.[36]

Aus diesem kurzen Text wird schon deutlich, daß die Slawen mit der lateinischen Liturgie des Ottonischen Reichskirchensystem christianisiert werden sollten. Dahinter steckte offenbar die Idee, daß das Lateinische auch für die Deutschen fremd war und eine kleine lateinisch gebildete Elite hervorbrachte, welche so die Macht leichter ausüben konnte. Vor allem die Bischöfe erhielten vermehrt weltliche Macht. Ihnen wurden seit Otto I. Regalien übertragen und die Grafenrechte in ihrer Residenz und in sonstigem abhängigen Gebiet zugestanden. Für solche Vorteile überzog ein Bischof die Slawen auch gegen deren Willen und notfalls mit Gewalt mit einer fremdsprachigen, unverständlichen Liturgie.

Der Raum Zeitz war ein besonders umkämpfter. 1029 mußte der 968 dort gegründete Bischofssitz nach Zerstörungen bei mehreren Aufständen der slawischen Bevölkerung in den Jahren 983, 1002 und 1028 an die Saale nach Naumburg zurückverlegt und im September 1124 der Hauptaltar des 1114 an slawischer Stelle gegründete Benediktinerkloster Posa neu geweiht werden, nachdem der Naumburger Bischof Dietrich I. am 24. September 1123 von dem slawischen Laienbruder Benno am Alter niedergestochen worden war.

Die Vertreter der kirchenslawischen Liturgie wurden mehrfach verfolgt, vertrieben oder getötet, nicht nur um 930, sondern auch um 968, um 1002, um 1028 und insbesondere nach der Gründung des Benediktinerklosters 1114. Zwar konnte sich nach 936 keine weitere Akademie mehr etablieren, jedoch blieb auch das Kirchenslawische Liturgiesprache bis nach 1115.

1115 lieferten sich die Sorben in einem Aufstand nach der Schlacht am Welfesholz (11. Februar 1115) sogar noch eine militärische Auseinandersetzung mit den Deutschen im Raum des heutigen Dessaus, wobei sie allerdings unterlagen. Doch auch danach feierten kirchenslawische Preister die Göttliche Liturgie in der slawischen Sprache der Bewohner des Bistums Zeitz, wie die altsorbische Hagiographie zeigt. Mehrfach wurden Kinder oder Jugendliche kirchenslawischen Priestern von Posa zum Erlernen von Lesen und Schreiben übergeben. Einer Geistlichen Akademie Posa folgte eine Schule Posa nach. Die gleiche Entwicklung nahm die Geistliche Akademie Pratau.

Die Geistliche Akademie Pratau[Bearbeiten]

Pratau 1916

Mit der Zerstörung des Klosters Dupzk und dem Martyrium des letzten Abtes und seiner getreuesten Mönche endete auch die Geschichte der Geistlichen Akademie Dupzk nach 41 Jahren. Etliche der Priester und Mönche flohen vor der drohenden Zerstörung in den Tagen vom 6. bis 9. Mai 927 in Richtung Osten oder Südosten. Eine Gruppe von etwa vierzig Mönchen unter ihrem neuen Abt Nikolaos gründete ein Kloster in Pratau, eine weitere kleinere Gruppe von etwa zwölf Mönchen unter ihrem neuen Abt Euthymios das Kloster Posa bei Zeitz. Posa war vermutlich die Hauptburg der namensgebenden elbsorbischen Puonzowa.

Sowohl in Pratau als auch in Posa kam es noch 927 zu Gründungen Geistlicher Akademien. Hier zeigte sich ein bekanntes Prinzip der Christenverfolgung: durch das Martyrium der Gläubigen sowie deren Verfolgung breitete sich der Glaube eher noch aus. Im Laufe der Geschichte wurden die ehedem heidnischen Slawen christlich und mittlerweile sogar zum Hauptträger des orthodoxen (rechtgläubigen) Christentums.

Die Schule von Pliska[Bearbeiten]

Zeitgleich mit dem Exodus der kirchenslawischen Westslawen nach Dupzk und in andere Gebiete außerhalb oder am Rande des Großmährischen Reiches begann 885/886 auch ein Exodus südslawischer Christen, welche ihrer Mission treu geblieben waren.

Auffangort für diese Flüchtlinge war das Erste Bulgarische Reich unter seinem ersten christlichen Herrscher Boris I.

Exkurs: Die Bulgaren[Bearbeiten]

Infolge der Bedeutung Bulgariens für die Entwicklung der slawischen Schriftlichkeit und der Vielzahl an frühen kirchenslawischen Akademien soll an dieser Stelle eine kurze Einführung gegeben werden.

Die Bulgaren gehörten zu den Reitervölkern der Eurasischen Steppe. Ihr Name leitet sich aus protobulgarisch „bulganmış“ ab, was „vermischt“ bedeutet und sich auf ein gemischtes Volk bezieht, das aus verschiedenen turksprachigen Stammesverbände bestand.

Diese noch als Protobulgaren oder auch Hunno-Bulgaren bezeichneten Stammesverbände gehörten ihrerseits zumindest zweitweilig zu dem noch größeren Verband der Onoguren, dessen Name sich von türkisch ogur/oguz als Bezeichnung für „zehn Stämme“ ableitet. Diese Stämme mußten nicht der gleichen Ethnie angehören, sie waren aber offenbar bei ihrer Wanderung nach Westen in nachbarschaftliche Beziehungen geraten. Den Hunno-Bulgaren folgten in Richtung Osten die Alanen und die Oguren, noch weiter östlich die Magyaren. Die deutsche Bezeichnung der Ungarn für die Magyaren ist vom Namen der Onoguren abgeleitet, obwohl zwischen diesen beiden Völkern keine ethnische Verwandtschaft besteht.

Nach dem Tod des Hunnenführers Attilas im Jahre 453 entstand der Überlieferung der Bulgarischen Fürstenliste nach ein Siedlungsgebiet der Hunno-Bulgaren und weiterer Turkvölker in der Pontischen Steppe unter der Führung des Attila-Sohnes Irnik (Ernak). Kurz vor 558 wurde das Reitervolk der Hunnobulgaren von dem Reitervolk der Awaren im westlichen Teil der Pontischen Steppe besiegt, worauf sich ein Teil von ihnen den Awaren auf deren Zug nach Westen anschloss und so zu deren großen militärischen Erfolgen in Europa beitrug. Bereits Ende des 6. Jahrhunderts entstand unter Orchan ein zunächst noch abhängiges Großbulgarisches Reich. Als 623 der Aufstand der Slawen unter Samo gegen die Awaren ausbrach, konnten sich in der Folge auch die Bulgaren unter ihrem Khan Kubrat aus der Dynastie der Dulo von der Oberherrschaft der Awaren befreien. 634 leistete Kubrat dem benachbarten oströmischen Reich Militärhilfe gegen die persischen Sassaniden. Dafür wurde er 635 von dem byzantinischen Kaiser Herakleios zum römischen Patricius (Patrikios) ernannt. Kubrat war durch diesen Titel symbolisch mit den Verwandten des Kaisers gleichgestellt und konnte in seinem Territorium wie ein Vizekaiser agieren.

Kubrat starb nach 60jähriger Regierung im Jahre 665, sein Volk wurde unter seinen fünf Söhnen aufgeteilt. Nur sein ältester Sohn Batbajan blieb in seiner Residenz Phanagoria am Kimmerischen Bosporus, mußte sich aber den Chasaren unterwerfen. Die anderen vier Söhne wanderten nach Westen und begründeten neue Reiche. Kubrats drittältester Sohn Asparuch begründete das noch heute als Bulgarien bestehende Donaubulgarische Reich. Asparuch wich dem Druck der Chasaren auf die russische Steppe in der heutigen Ukraine und begründete nach Eroberung der damals byzantinischen Dobrudscha 679 das Erste Bulgarisches Reich (auf dem Territorium Ostroms) mit der neuen Hauptstadt in der slawischen Gründung Pliska (griechisch: ΠΛСΚΑ in einer Inschrift des Khans Omurtag). Die seit 548 in die oströmische Provinz Moesia eingefallenen und bis dahin staatenlos siedelnden Slawen wurden unterworfen und tributpflichtig gemacht und die bereits schwächelnde byzantinische Herrschaft in diesem Gebiet damit beendet. Schon 680 führte der byzantinische Kaiser Konstantin IV Pogonatos einen erfolglosen Feldzug gegen dieses sogenannte Reich der Blauen Bulgaren, so daß er sich 681 zu einem Friedensvertrag über die neuen Staatsgrenzen einschließlich einer Tributpflicht Konstantinopels gezwungen sah. Obwohl dieser Vertrag nicht auf Dauer angelegt war, kam es in der Folge dennoch zu einem Festsetzen der Bulgaren in diesem Raum. Der weitaus größte Teil des Ersten Bulgarischen Reiches bestand aus den slawischstämmigen Khaganaten der Sieben Stämme und der Seweren, allerdings mit einer dünnen bulgarischen Oberschicht. Asparuch starb um das Jahr 700. Sein unehelicher Sohn und Nachfolger Terwel verhalf dem 695 verbannten byzantinischen Kaiser Justinian II. Rhinotmetos („mit der abgeschnittenen Nase“) im Jahre 705 erneut zu seinem Thron und erhielt dafür den Titel Caesar, welcher eigentlich dem Thronfolger vorbehalten war. Hierdurch wurde Terwel formell der zweite Mann im Staate. Auf diese Rangerhöhung basieren alle späteren Ansprüche der Bulgarenkhane auf den Titel eines Kaisers.

Exkurs: Die Vertreibung der Orthodoxen[Bearbeiten]

Die Taufe Bulgariens lag damals gerade einmal zwei Jahrzehnte zurück und hatte eine heidnische Gegenreaktion unter den Bulgaren ausgelöst, welche ausgerechnet durch den Ostfrankenkönig Ludwig den Deutschen, den christlichsten aller Könige, geschürt und unterstützt wurde. Hiermit wurde einmal mehr wieder deutlich unter Beweis gestellt, dass es weniger um die Verbreitung des Glaubens, sondern mehr um ganz banale irdische Angelegenheiten wie Macht und Geld und Einfluß ging.

Kliment, Naum und Angelarios flüchteten über Belgrad, der damaligen Hauptstadt des nordwestlichen Grenzkomitats, nach Bulgarien. Dort wurden sie vom bulgarischen Festungskommandanten freundlich aufgenommen und zu Boris I. geschickt. Dieser residierte in der damaligen bulgarischen Hauptstadt Pliska. Er nahm die von der römisch-katholischen Kirche vertriebenen kirchenslawischen Christen mit Freuden bei sich auf und unterstützte sie nach Kräften.

Exkurs: Pliska[Bearbeiten]

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Pliska 886[Bearbeiten]

Nach einer Phase der geheimen Vorbereitung und Absprachen mit Klerus und Adel gründete er 886 in Pliska die erste Akademie im mittelalterlichen Bulgarien.

Ebenfalls 886 (im Frühjahr) ließ Kaiser Basileios I. slawische Diakone, Schüler des Method, von jüdischen Händlern auf dem Sklavenmarkt in Venedig auslösen und für das Missionswerk in Oberdalmatien und im serbischen Küstenland einsetzen, speziell in Cres und Krk. Bereits 879 hatte der Kaiser einen Tauferlass für dieses Gebiet befohlen. Diese Method-Schüler brachten die Glagoliza nach Kaiserlich Dalmatien, Dioclea, Chlum, Tribinien und das weitere südadriatische Sklavinien. Die ältesten glagolitischen Inschriften befinden sich auf den Insel nahe Venedig und nahe der Küste, von dort aus verbreitete sich die Mission offenbar.

Siehe auch: Modell der Basilika in Pliska

Die Schule von Devol[Bearbeiten]

Ebenfalls 886 und etwa zeitgleich mit den Priesterseminaren in Pliska und Dupzk wurde die wohl erfolgreichste slawische Schule dieser Zeit gegründet, die Schule Devol, aus welcher die Schule von Ochrid hervorging.

886 schickte Boris I. von Bulgarien Kliment von Ochrid nach Kutmichevitsa, das er möglicherweise von Kotoki abgetrennt hatte. Gleichzeitig gab er ihm den neu ernannten Gouverneur von Kutmichevitsa mit zur Seite, der ihn in allem unterstützen sollte. Insbesondere wurden Kliment drei besonders luxeriöse Häuser übertragen, welche er als Schulgebäude einrichten konnte.

893 wurde die pädagogische Tätigkeit von Kliment in Devol von einem anderen Schüler von Cyril und Methodius übernommen - Naum Ohridski. Im selben Jahr wurde die Diözese gegründet.

Der genaue Standort von Devol ist umstritten. Nach der einen Version wurde die Stadt im Dorf Gostima [39] am Fluss Devoll am Nordhang des Monte Tomorr[40] lokalisiert.[41] Andere Studien deuten darauf hin, dass sich die Stadt am Oberlauf des Devoll nordöstlich von Korça in der Nähe des Dorfes Zvezda[42] in der Gemeinde Pojan (Bashkia[43] Maliq) befand[44]. In Voskopoja im Kreis Korça wurde 1744 mit der Neuen Akademie die einzige christliche Hochschule im Osmanischen Reich begründet. Bereits 1720 war hier eine der ersten Druckereien des Balkans eingerichtet worden. Voskopoja war bereits seit dem 17. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum der Ikonenmalerei. Es soll hier zeitweise bis zu 26 orthodoxe Kirchen und Klöster gegeben haben.

  • Aus kirchlichen und wie auch politischen Erwägungen heraus schickte Boris Kliment als Lehrer und Mentor für die örtliche Bevölkerung nach Kutmichevitsa und ernannte gleichzeitig den Adligen Dometa zum Gouverneur dieses Gebietes, welcher ihm gehorsam dienen sollte - Boris gab ihm den Befehl, den Lehrer mit aller Kraft in seiner edlen pädagogischen und christianisierenden Mission zu unterstützen und ihm jede Hilfe bei seiner Arbeit zu geben. Boris befahl außerdem dem Gouverneur Dometa, drei außergewöhnlich prächtige Gebäude an Kliment zu übergeben, um sie als Schulen zu nutzen. Die Häuser wurde von der slawischen Familie (Župan) Komitsko zur Verfügung gestellt. In ihnen wurde noch 886 die erste bulgarische Schule in Kirchenslawisch eingerichtet. Das Zentrum des Gebiets Kutmichevitsa befand sich in der Stadt Devol im heutigen Südalbanien.
    • Boris gab allen Bewohnern dieses Landes den Befehl, "den Heiligen mit Ehren zu empfangen und ihm in Fülle alles, auch Unnötiges, zu überreichen, um ihn mit Geschenken zu ehren und durch sichtbare Zeichen allen zu zeigen, was in der Seele gespeichert ist." ... Boris selbst schenkte dem Kliment drei Häuser in Devol, die sich durch ihren Luxus auszeichneten. Er gab ihm auch ruhige Orte [zum Klosteraufbau] um Ohrid und Glavinitsa (wohl Ballsh) Theophylakt von Ohrid: житие на Климент (Leben des Kliment), XVII 53[45][46][47]

Die Schule von Ochrid[Bearbeiten]

Ochrid

Die Schule von Preslaw[Bearbeiten]

Bereits sieben Jahre nach der Gründung der Schule in Pliska wurde die Hauptstadt des Bulgarischen Reiches nach Preslaw verlegt - und dort die Преславска книжовна школа (Preslawska Knischowna Schkola, deutsch: Literarische Schule von Preslaw) aufgebaut.

Die Geistliche Akademie Krakau[Bearbeiten]

So bedeutend die Geistliche Akademie Krakau als direkte Vorläuferin für die Geistliche Akademie Nisan auch ist, so schwierig ist aber auch eine ihr entsprechende Würdigung. Die Quellen sind uneinheitlich und widersprüchlich, je nachdem, ob sie aus römisch-katholischer Sicht oder aus kirchenslawischer Sicht verfasst sind. Und genauso uneinheitlich ist demzufolge auch die Interpretation dieser Quellen sowie die Geschichtsschreibung über das noch nicht (vollständig) römifizierte Krakau vor der polanischen Eroberung Wislaniens (heute: Kleinpolen).

Unter Würdigung aller Quellen geht die Taufe Wislaniens einschließlich Krakaus auf Method von Saloniki zurück, seinerzeit Erzbischof von Sirmium, Pannonien und Großmähren. Den größten Anteil an der Christianisierung aber hatte Wiching, der als Bischof von Nitra abgesetzt und nach Krakau verbannt wurde, da er Method 880 mit einem gefälschten Papstschreiben bei Svatopluk I., dem Fürsten von Großmähren, in Mißkredit bringen wollte. Kurz vor Methods Tod im Jahre 885 begab sich Wiching dann mit Erlaubnis von Svatopluk I. nach Rom, um weiter gegen Method zu hetzen und zu intrigieren. In den knapp fünf Jahren der Verbannung legte er aber die Grundlagen für eine kirchliche Struktur, und obwohl er strikt für die Einführung der lateinischen Liturgie war und das (Kirchen)Slawische lediglich für die Predigt und die Unterweisung erlaubte, drehte sich sein Werk nach seiner Abwesenheit in das genaue Gegenteil und entwickelte sich zur kirchenslawischen Liturgie einschließlich einer kirchenslawischen Geistlichen Akademie Krakau.

Unmittelbar nach der Massakrierung, Gefangennahme, Versklavung, Verbannung und Vertreibung der Anhänger der kirchenslawischen Liturgie auf Betreiben und Anweisung von Wiching spielte in Krakau ein Gorazd eine wesentliche Rolle als Priester und Bischof. Dieser Gorazd wird von von einigen Historikern als Gorazd von Mähren identifiziert, den Method kurz vor seinem Tod zu seinem Nachfolger als Erzbischof des Großmährischen Reiches bestimmt hatte und der deswegen von Wiching inhaftiert wurde. Demzufolge wäre Gorazd von Mähren als führender Vertreter der kirchslawischen Liturgie nach seiner Inhaftierung 886 ebenso nach Wislanien verbannt worden, wie sechs Jahre zuvor Wiching als führender Vertreter der lateinischen Liturgie. Nach anderer Ansicht flüchtete Gorazd von Mähren erst nach dem Untergang des Großmährischen Reiches im Jahre 906 nach Wislanien. Bei dieser Variante könnte er dann 899 oder 900 bei der Erneuerung der großmährischen Kirche durch Mojmír II. vom Papst schließlich doch noch (zusammen mit drei neuen Bischöfen) zum Erzbischof ernannt worden sein. Die Namen des Erzbischofs und der Bischöfe sind durch die lateinischen Quellen jedoch nicht überliefert. Eines der drei Bistümer könnte Krakau gewesen sein.

Nach anderen Meinungen flüchtete Gorazd nach Böhmen oder Bulgarien. Die Reliquien des Gorazd und die des heiligen Angelarios werden im alten bulgarischen Stadtteil Kutmichevitsa in der Stadt Belgrad (heute Berat) in Südalbanien aufbewahrt. Belagradon, die „weiße Stadt“ (griechisch: Πουλχεριοπόλις = Poulcheriopólis „schöne Stadt“) gehörte bis zum Untergang 1018 zum (West)Bulgarischen Reich. Demnach ist der heilige Gorazd von Mähren zusammen mit anderen Schülern von Kyrill und Method wie Angelarius in die südwestbulgarischen Länder geflohen. Bei dem Priester und Bischof Gorazd könnte es sich um einen gleichnamigen Mährer handeln, oder einen Methodschüler, der nach Gorazd von Mähren bei der Taufe oder Mönchsweihe oder Priesterweihe benannt worden war.

Das Bistum Krakau wurde spätestens im 10. Jahrhundert möglicherweise von Prag aus gegründet. Dafür würden dann aber nur die Jahre nach 976 in Frage kommen, zudem wäre eine Bistumsgründung von einem so jungen Bistum und nicht vom zuständigen Erzbistum Mainz außergewöhnlich.

Nach anderer Meinung erfolgte die Gründung bereits Ende des 9. Jahrhunderts von Großmähren aus, dessen Erzbischofssitz sich möglicherweise in Veligrad (als Erzbischof von Mähren) und/oder in Blatnograd (als Erzbischof von Pannonien) befand. Hierzu würden auch die griechischen Namen der ersten in westlichen Quellen erwähnten Bischöfe passen, Prohorius und Proculphus.

Als Gründungsdatum kämen die 870er Jahre in Frage, da 880 Wiching nach Krakau verbannt wurde.

Die Böhmische Akademie Nisan[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Byzanz[Bearbeiten]

Kirchenslawisch[Bearbeiten]

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  1. Nicolina Trunte: Kirchenslavisch in 14 Lektionen (= Slavistische Beiträge, Band 19 = Band 507 [des Gesamtwerkes]), Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2018, ISBN 344710953X und ISBN 9783447109536.
    1. Thomas Bruns: Trunte, Nicolina. Kirchenslavisch in 14 Lektionen. Wiesbaden: Harrassowitz, 2018. 174 pp Kritikon Litterarum, 45 (2018) S. 69-71, Walter de Gruyter GmbH, 2018, DOI: 10.1515/kl-2018-0010, ISSN 1865-7249 und ISSN 0340-9767.
  2. Nicolina Trunte: Slověnskŭi językŭ Band 1 (Altkirchenslavisch) (=Slavistische Beiträge Band 264, Studienhilfen Band I), Durchgesehener Nachdruck der 5., völlig neu bearb. Auflage, Verlag Otto Sagner, München 2005, ISBN 3876904803 und ISBN 9783876904801.
  3. Jepifanij Slavyneckyj (Übers.), Tatjana A. Isačenko [Gosudarstvennyj Istoričeskij Muzej] (Hrsg.): Neues Testament. In der Übersetzung des Priestermönchs Jepifanij Slavynec'kyj (Faksimile) (= Biblia Slavica, Band 3,2 - Testamentum novum <kirchenslawisch>), Verlag Schöningh, Paderborn - München - Wien - Zürich 2004, ISBN 3506713434 und ISBN 9783506713438.
  4. Jean-Paul Deschler: Kratki͏̈j slovar' cerkovno-slavjanskago jazyka (Kleines Wörterbuch der kirchenslavischen Sprache : Wortschatz der gebräuchlichsten liturgischen Texte mit deutscher Übersetzung, Tabelle des kyrillischen Alphabets mit Angabe der Aussprache, Namenverzeichnis, Liste der Abkürzungen in Handschriften und auf Ikonen) (= Slavistische Beiträge, Band 425), 3., neu bearb. und erw. Auflage, Verlag Otto Sagner, München 2003, ISBN 387690871X und ISBN 9783876908717.
    1. Jean-Paul Deschler: Kleines Woerterbuch der Kirchenslavischen Sprache, Computerdatenträger, Peter Lang International Academic Publishing Group, 2003, ISBN: 9783876908717.
    2. Jean-Paul Deschler: Kleines Woerterbuch der kirchenslavischen Sprache Computerdatenträger, Peter Lang International Academic Publishing Group, 2003, ISBN 9783876903569.
  5. Nicolina Trunte: Slověn'skŭi językŭ Band 1 (Altkirchenslavisch) (= Slavistische Beiträge Band 264, Studienhilfen Band I), 5., völlig neu bearb. Auflage, Verlag Otto Sagner, München 2003, ISBN 3876904803 und ISBN 9783876904801.
  6. August Leskien, Otto A. Rottmann, Alf Hausmann: Handbuch der altbulgarischen (altkirchenslavischen) Sprache. Grammatik, Texte, Glossar (= Indogermanische Bibliothek, Reihe 1 [Lehr- und Handbücher]), 11., vollständig neu erstellte Auflage, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3825314014 und ISBN 9783825314019.
    1. Literaturverzeichnis S. [115] - 118.
  7. B. Gasparov: Old Church Slavonic (= Languages of the world 338), Verlag Lincom Europa, München 2001, ISBN 3895868892 und ISBN 9783895868894.
  8. Ulrich Theissen: Deutsch-altbulgarisches Wörterbuch. 11.567 Stichwörter, 2., verbesserte und erweiterte Auflage, Akademischer Verlag Prof. Marin Drinov, Sofia 2001, ISBN 9789544307707 und ISBN 9544307702.
    1. Literaturverzeichnis S. 491 - 501.
  9. Marcello Garzaniti: Die altslavische Version der Evangelien. Forschungsgeschichte und zeitgenössische Forschung (= Bausteine zur slavischen Philologie und Kulturgeschichte, Neue Folge, Band 33), Verlag Böhlau, Köln - Weimar - Wien 2001, ISBN 3412175005 und ISBN 9783412175009.
    1. Literaturverzeichnis S. 585 - 662.
  10. Tatjana V. Čertorickaja: Predvaritel'nyj katalog cerkovnoslavjanskich gomilij podvižnogo kalendarnogo cikla po rukopisjam XI - XVI vv. preimuščestvenno vostočnoslavjanskogo proischoždenija (Vorläufiger Katalog kirchenslavischer Homilien des beweglichen Jahreszyklus. Aus Handschriften des 11. - 16. Jahrhunderts vorwiegend ostslavischer Provenienz) (= Abhandlungen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Band 91, Patristica Slavica Band 1), Westdt. Verlag, Opladen 1994, ISBN 3531051091 und ISBN 9783531051093.
  11. Anastasios Kallis (Hrsg.): Liturgie. Die Göttliche Liturgie der Orthodoxen Kirche. Deutsch - griechisch - kirchenslawisch., 2. Auflage, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1993, ISBN 3786713332 und ISBN 9783786713333.
  12. Donka Petkanova-Toteva: Starobălgarska literatura : IX - XVIII vek, 2., preraboteno izd., Univ. Izd. "Sv. Kliment Ochridski", Sofija 1992.
  13. Klaus-Dieter Seemann (Hrsg.): Gattungen und Genologie der slavisch-orthodoxen Literaturen des Mittelalters (= Veröffentlichungen der Abteilung für Slavische Sprachen und Literaturen des Osteuropa-Instituts (Slavisches Seminar) der Freien Universität Berlin, Band 73), Berliner Fachtagung, Konferenzbericht, Verlag Harrassowitz, Wiesbaden 1992, ISBN 344703193X und ISBN 9783447031936.
  14. August Leskien, Johannes Schröpfer (Bearbeiter): Handbuch der altbulgarischen (altkirchenslavischen) Sprache. Grammatik - Texte - Glossar (= Indogermanische Bibliothek, Reihe 1 [Lehr- und Handbücher]), 10., von Johannes Schröpfer mit Verbesserungen und Ergänzungen versehene Auflage, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1990, ISBN 3533006158 und ISBN 9783533006152.
  15. Jean-Paul Deschler: Kratkij slovarʹ cerkovno-slave̜nskago e̜zyka (Kleines Wörterbuch der kirchenslavischen Sprache : Wortschatz der gebräuchlichsten liturgischen Texte mit deutscher Übersetzung, Tabelle des kyrillischen Alphabets mit Angabe der Aussprache, Verzeichnis der Abkürzungen in Handschriften und auf Ikonen) (= Slavistische Beiträge, Band 206), Verlag Otto Sagner, München 1987, ISBN 3876903564 und ISBN 9783876903569.
  16. Moše Alṭbauer (Hrsg.): Der älteste serbische Psalter (= Slavistische Forschungen Band 23), Faksimile-Ausgabe des Codex Nr 8 in der slavischen Sammlung der Bibliothek des Katharienklosters auf dem Sinai, Verlag Böhlau, Köln - Wien 1979, ISBN 3412056774 und ISBN 9783412056773.
  17. Johannes Damascenus, Eckhard Weiher (Hrsg.): Die Dialektik des Johannes von Damaskus in kirchenslavischer Übersetzung (= Monumenta linguae Slavicae dialecti veteris Band 8), Verlag Harrassowitz, Wiesbaden 1969.
  18. Aurelio de Santos Otero: Das kirchenslavische Evangelium des Thomas (= Patristische Texte und Studien, Band 6), Verlag de Gruyter, Berlin 1967.
  19. August Leskien: Handbuch der altbulgarischen (altkirchenslavischen) Sprache. Grammatik, Texte, Glossar (= Indogermanische Bibliothek, Reihe 1), 7. verbesserte und mit einem Literaturverzeichnis versehene Auflage, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1955.
  20. Linda Sadnik, Rudolf Aitzetmüller: Handwörterbuch zu den altkirchenslavischen Texten (= Indogermanische Bibliothek, Reihe 2 [Wörterbücher]), Universitätsverlag Winter [u.a.], Heidelberg 1955.
  21. Peter Panóff: Die altslavische Volks- und Kirchenmusik (= Handbuch der Musikwissenschaft), Athenaion, Wildpark-Potsdam 1930.
  22. Aleksandr V. Rystenko (Herausgeber): Materialien zur Geschichte der byzantinisch-slavischen Literatur und Sprache (Reprint der Original-Ausgabe Odessa 1928) (= Odesskaja Central'naja Naučnaja Biblioteka), Leipzig: Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik, ca. 1982.
  23. August Leskien: Handbuch der altbulgarischen (altkirchenslavischen) Sprache. Grammatik, Texte, Glossar (= Indogermanische Bibliothek Band 15), 6. Auflage, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1922.
  24. Vatroslav Jagić: Entstehungsgeschichte der kirchenslavischen Sprache, Neue berichtigte u. erw. Ausgabe, Verlag Weidmann, Berlin 1913.
  25. Václav Vondrák (Hrsg.): Kirchenslavische Chrestomathie, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1910.
  26. Psaltir, Synodalnaja Typografija, Moskva 1906.
  27. August Leskien: Handbuch der Alt-Bulgarischen (Alt-Kirchenslavischen) Sprache. Grammatik, Texte, Glossar, 4. Auflage, Böhlau Verlag, Weimar 1905.
  28. Michail Nestorovič Speranskij, Dmytro Čyževskyj (Hrsg.): Serbische und bulgarische Florilegien (Pčele) aus dem 13. - 15. Jahrhundert (= Pčela serbskaja - Bolgarskaja pčela), 1904.
    1. Nachdr. d. Ausg. von M. Speranskij (1904) (= Slavische Propyläen, Band 28), Verlag Fink, München 1970.
  29. Josef Vajs: Liber Job (= Glagolitica 1903, 2), Veglae, 1903.
    1. Enthält 8 S. Bibliographica.
  30. Vatroslav Jagić: Das byzantinische Lehrgedicht Spaneas in der kirchenslavischen Uebersetzung (= Sitzungsberichte Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse, Band 127, Heft 8), Verlag Tempsky, Wien 1892. (vgl. mutmaßlicher Verfasser Alexios I., Byzantinisches Reich, Kaiser (1048-1118))
  31. August Leskien: Handbuch der Alt-Bulgarischen (Alt-Kirchenslawischen) Sprache. Grammatik, Texte, Glossar, Böhlau Verlag, Weimar 1871.
  32. Kirill Turovskij: Gebete - (nach der Ausgabe in 'Pravoslavnyj Sobesednik' 1858) (= Slavische Propyläen, Band 6), Eidos Verlag, München 1965.
  33. Karl Adolf Constantin von Höfler (Hrsg.), Pavel Josef Šafařík (Hrsg.): Glagolitische Fragmente (= Abhandlungen der Königl. Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften Folge 5, Band 10), Verlag Calve, Prag 1857, [erschienen] 1859.
  34. Jan M. Hulákovský: Abbreviaturae vocabulorum usitatae in scripturis praecipue Latinis medii aevi, tum etiam Slavicis et Germanicis, [Nachdruck der Ausgabe] Pragae 1852, Verlag Otto Sagner, München 1988.
    1. E-Book, [Nachdruck der Ausgabe] Pragae 1852 (Online-Ausg.), München: Bayerische Staatsbibliothek, 2010 ( Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek mit der Signatur: Hbh/Gm 701-60), ISBN 387690305X, ISBN 3876904366, ISBN 9783876903057 und ISBN 9783876904368.

Kyrill und Method[Bearbeiten]

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  1. Jens Bulisch: Kyrill und Method - Missionare in der Lausitz?, Herbergen der Christenheit, 32/33.2008/2009 (2011), S. 175-195, ISSN: 0437-3014.
    1. Literaturangaben.
  2. Rumjana Mitewa-Michalkowa: Zwischen Religion und Ideologie. Kyrill und Method als Erinnerungsort in Bulgarien vor und nach 1989, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung / Journal of East Central European Studies, 2008, E-Artikel.
    1. E-Artikel II.
  3. Evangelos Konstantinou (Hrsg.): Methodios und Kyrillos in ihrer europäischen Dimension, Verlag Lang, Frankfurt a.M. - Berlin - Bern - Bruxelles - New York - Oxford - Wien 2005, ISBN 3631534779 und ISBN 9783631534779.
    1. Beitr. teilw. dt., teilw. engl., teilw. franz. - Literaturangaben
  4. Franz Machilek: „Velehrad ist unser Programm“. Zur Bedeutung der Kyrill-Method-Idee und der Velehradbewegung für den Katholizismus in Mähren im 19. und 20.= Jahrhundert, Bohemia - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, 2004, E-Artikel.
  5. Joseph Schütz (Hrsg.): Kyrill und Method, die Lehrer der Slawen : Lebensbeschreibungen zweier Missionare, Kloster des Hl. Hiob von Počaev, München 1997, ISBN 3926165774 und ISBN 9783926165770.
  6. Martin Eggers: Das Erzbistum des Method. Lage, Wirkung und Nachleben der kyrillomethodianischen Mission (= Slavistische Beiträge, Band 339), Verlag Otto Sagner, München 1996, ISBN 3876906490 und ISBN 9783876906492.
  7. Evangelos Konstantinou (Hrsg.), Methodius Sanctus: Leben und Werk der byzantinischen Slavenapostel Methodios und Kyrillos. Beiträge eines Symposions der Griechisch-Deutschen Initiative Würzburg im Wasserschloß Mitwitz vom 25.-27. Juli 1985 zum Gedenken an den 1100. Todestag des hl. Methodios, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 1991, ISBN 3878684371 und ISBN 9783878684374.
  8. Siegfried Röder: Review: Die Lehrer der Slawen. Kyrill und Method. Die Lebensbeschreibung zweier Missionare, Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte, 42 (1990) S. 287, E. J. Brill Verlag GmbH, 1990, E-Artikel, ISSN 0044-3441 und ISSN 1570-0739.
  9. D. Freydank: Das Wirken von Kyrill und Method im europäischen und byzantinischen Kontext Zeitschrift für Slawistik, 31 (1986), Walter de Gruyter GmbH, 1986, DOI: 10.1524/slaw.1986.31.16.289, E-Artikel, ISSN 2196-7016; 0044-3506.
  10. Joseph Schütz (Hrsg.): Die Lehrer der Slawen Kyrill und Method : d. Lebensbeschreibungen zweier Missionare, EOS-Verlag, Sankt Ottilien 1985, ISBN 3880964963 und ISBN 9783880964969.
  11. Norbert Randow (Hrsg.), Maria Hiszpańska-Neumann (Ill.): Die pannonischen Legenden. Das Leben der Slawenapostel Kyrill und Method (Übers. aus: Konstantin i Metodije Solunjani, Izvori), Union-Verlag, VOB, 2. Aufl. Berlin 1973.
  12. Norbert Randow (Hrsg.), Maria Hiszpańska-Neumann (Ill.): Die pannonischen Legenden. Das Leben der Slawenapostel Kyrill und Method (Übers. aus: Konstantin i Metodije Solunjani, Izvori), Union-Verlag, VOB, 1. Aufl. Berlin 1972.
  13. Bonju St. Angelov: Kyrill und Method. Die Schöpfer des slavischen Schrifttums, Sofia-Press, Sofia 1969.
  14. Sancti Cyrillus et Methodius. Leben und Wirken, Schriften der Römisch-Katholischen Cyrillo-Methodianischen Theologischen Fakultät, Praha-Litoměřice, Verlag Česká Katolická Charita, Praha 1963.
  15. Franz Zagiba: Die bairische Slavenmission und ihre Fortsetzung durch Kyrill und Method, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 9 (1961), S. 1-56, Otto Harrassowitz, 1961, E-Artikel, ISSN 0021-4019.
  16. Franc Grivec: Konstantin und Method. Lehrer der Slaven, Verlag Harrassowitz, Wiesbaden 1960, ISBN 3447003480 und ISBN 9783447003483.
    1. Literaturverz. S. 11 - 16.
  17. Josef Bujnoch (Hrsg.): Zwischen Rom und Byzanz. Leben und Wirken der Slawenapostel Kyrillos und Methodios nach den Pannonischen Legenden und der Klemensvita; Bericht von der Taufe Rußlands nach der Laurentiuschronik (= Slavische Geschichtsschreiber, Band 1), Verlag Styria, Graz [u.a.] 1958.
  18. Hans von Schubert: Die sogenannten Slavenapostel Constantin und Methodius. Ein grundlegendes Kapitel aus den Beziehungen Deutschlands zum Südosten. (= Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse; 1916, 1), Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1916.
  19. Aleksander Brückner: Die Wahrheit über die Slavenapostel, Verlag Mohr, Tübingen 1913.
  20. Leopold Karl Goetz: Geschichte der Slavenapostel Konstantinus (Kyrillus) und Methodius, Quellenmäßig untersucht u. dargestellt], Verlag Perthes, Gotha 1897
    1. Nachdr. d. Ausg. 1897, BiblioLife, [ca. 2009], ISBN 9781113038760 und ISBN 1113038764.
    2. Gottlieb Nathanael Bonwetsch: Goetz, Leopold Karl, Geschichte der Slavenapostel Konstantinus (Kyrillus) und Methodius. (Rezension), Theologisches Literaturblatt; 18 (1897), 40, Seite 478-479, E-Artikel.
  21. Vasilij A. Bilbasov: Kirill i Meḟodij, Nachdr. d. Ausg. S.-Peterburg 1868 - 1871, Edition Rodopi, Amsterdam 1970.
  22. Joseph Augustin Ginzel: Geschichte der Slawenapostel Cyrill und Method und der slawischen Liturgie Verlag Braumüller, Wien 1861 - [2. Ausg.]

Kliment und Naum[Bearbeiten]

(chronologisch rückwärts)

  1. Joachim Schäfer: Artikel Klemens von Ohrid, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon, zuletzt aktualisiert am 6. August 2019 (abgerufen am 1. Dezember 2019)
  2. Константин Събчев: Откриха подписа на Климент Охридски, Политика, 25.05.2018.
  3. Бранко Ѓорѓевски, „Грчките владици го донесоа черепот на свети Климент Охридски во Софија“, Дневник, година XX, број 6225, сабота-недела, 26-27 ноември 2016.
  4. Andreas Kamp: Kliment von Ohrid (Klemens von Achrida). Kanones für das Commune Sanctorum. Studie und Text, Materialien (= Münstersche Texte zur Slavistik, Band 5), 1. Auflage, LIT, Münster - Berlin 2010, ISBN 9783643109194 und ISBN 3643109199.
  5. Svetlina Nikolova (Hrsg.): Kliment Ochridski. Život i delo. Sofia 2000.
  6. Angeliki Delikari: Der hl. Klemens und die Frage des Bistums von Velitza. Identifizierung, Bischofsliste (bis 1767) und Titularbischöfe. SS Cyril and Methodius Center for Cultural Studies, Thessaloniki 1997. ISBN 960-85959-0-8.
  7. Dimitur Kirov: Dobro i zlo v bogoslovieto na Sv. Kliment Okhridski. (= Gott und Teufel in der Theologie des hl. Kliment Ohridski). Sofia 1995.
  8. Petar Hr. Ilievski (Hrsg.): Svetite Kliment i Naum Ohridski i pridonesot na ohridskiot duhoven centar za slovenskata prosveta i kultura. Prilozi od naučen sobir održan na 13 - 15 septemvri 1993 oder Saints Clement and Naum of Ohrid and the contribution of the Ohrid spiritual centre to Slavonic literacy and culture, Makedonska Akademija na Naukite i Umetnostite, Skopje 1995, ISBN 9989649162 und ISBN 9789989649165.
  9. Кирило-Методиевска енциклопедия: И-O, том 2, Институт за литература (Българска академия на науките), Университетско издателство "Св. Климент Охридски", 1995, стр. 334.
  10. Günter Prinzing: Ohrid. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6, Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 1376–1380.
  11. Heinz Miklas: Klemens von Achrida (Kliment v. Ochrid). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 4, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7, Sp. 15–24.
  12. Dusko Nanevski: Kliment Ohridski vo makedonskata tradicija. Ogledi, studii, esei. Skopje 1991.
  13. Kliment Ochridski (Autor), Otto Kronsteiner (Hrsg.): Žitie blaženaago Mefodia archiepiskupa morav'skaago oder Das Leben des hl. Method des Erzbischofs von Sirmium) (= Die slawischen Sprachen, Band 18), Inst. für Slawistik, Salzburg 1989.
  14. Winfried Baumann: Die Faszination des Heiligen bei Kliment Ochridski. (= Typoskript-Edition Hieronymus. Slavische Sprachen und Literaturen Band 1). Verlag Hieronymus, München 1983, ISBN 3-88893-015-4.
  15. Kliment Ochridski (Autor), Bonju St. Angelov (Hrsg.): Săbrani săčinenija, Izdat. na BAN, Sofija 1970/77.
    1. Kliment Ochridski: Săbrani săčinenija / 1 Obrab.: B. St. Angelov, K.M. Kuev, Ch.R. Kodov (= Săbrani săčinenija, Band 1), Izdat. na BAN, Sofija 1970.
    2. Kliment Ochridski: Săbrani săčinenija / 2 Obrab.: B. St. Angelov (= Săbrani săčinenija, Band 2), Izdat. na BAN, Sofija 1977.
    3. Kliment Ochridski: Săbrani săčinenija / 3 Prostranni žitija na Kiril i Metodii / podg. za pečat Bonju St. Angelov i Christo Kodov (= Săbrani săčinenija, Band 3), Izdat. na BAN, Sofija 1973.
  16. Александър Милев: Гръцките жития на Климент Охридски, София, Българска академия на науките, 1966.
  17. Иванов, Й. (1931). Български старини из Македония. София. p. 316: "The Ohrid Legend" or the short biography of St Clement by 13th-century Greek Archbishop of Ohrid Demetrius Chomatianus: "This great father of ours and light of Bulgaria was by origin of the European Moesians which the people commonly know as Bulgarians…".
  18. N. L. Tunickij (Hrsg.): Monumenta ad SS Cyrilli et Methodii successorum vitas resque gestas pertinentia. [o. O.] 1918. Reprint: London 1973 – russisch-griechisch-lateinische Edition der dem Ohrider Erzbischof Theophylactus, † 1108, zugeschriebenen „Vita S. Clementis“.
  19. N. L. Tunickij: Der Hl. Clemens. München 1913. Nachdruck: Fink, München 1970 (= Slavische Propyläen; 87).
  20. Kliment Ochridski; Ljubomir Stojanović (Vorr.): Novyja slova Klimenta Slovenskago (= Sbornik Otdělenija Russkago Jazyka i Slovesnosti Imperatorskoj Akademii Nauk, 80,1), Tip. Akad. Nauk, Petersburg 1905.
  21. Животопис на св. Климента, български архиепископ. От Теофилакта, Охридски архиепископ. Превел от гръцки с малки съкращения Д. Матов. Пловдив, 1896.

Bulgarien[Bearbeiten]

(chronologisch rückwärts)

  1. Kyustendil, Nevestino, Zemen: Die Natur, die Traditionen und die Jahrtausend alte Geschichte (= Strategiya Danteletika), Verlag OPRD, Bulgarien (2014?)
  2. Helmut Schaller, Sigrun Comati und Raiko Krauß (Hrsg.): Bulgarien-Jahrbuch 2013 Verlag Otto Sagner, München - Berlin - Leipzig - Washington/ D.C. 2015, E-Book, ISBN 9783866885417 und ISBN 3866885415.
  3. Helmut Wilhelm Schaller, Rumjana Zlatanova: Silvae Bulgaricae. Vorträge vom 6. November 2009 anlässlich des 80. Geburtstages von Dr. Horst Röhling, Verlag Otto Sagner, München - Berlin 2012, E-Book, ISBN 9783866882126 und ISBN 3866882122.
  4. Sigrun Comati, Wolfgang Gesemann, Raiko Krauß, Helmut Schaller (Hrsg.): Bulgarien-Jahrbuch 2012, Verlag Otto Sagner, München - Berlin 2014, E-Book, ISBN 9783866884267 und ISBN 3866884265.
    1. Thomas Butler: Remarks on the Restoration of St. Methodius's. Canon to the Great Martyr, St. Demetrius of Thessaloniki.
  5. Helmut Wilhelm Schaller, Rumjana Zlatanova: Symbolae Ecclesiasticae Bulgaricae. Vorträge anlässlich des 80. Geburtstages von Hans-Dieter Döpmann, Verlag Otto Sagner, München - Berlin 2011, ISBN 9783866881464 und ISBN 3866881460.
  6. Joachim Henning: Post-Roman Towns, Trade and Settlement in Europe and Byzantium / Volume 2, Byzantium, Pliska, and the Balkans, Verlag De Gruyter, Berlin - Boston [2009], E-Book, ISBN 9783110218831 und ISBN 9783110183580.
  7. Angelika Lauhus (Hrsg.): Bulgarien zwischen Byzanz und dem Westen. Beiträge zu Kultur, Geschichte und Sprache - Symposium 23. Januar 2007 (= ZOE. Schriftenreihe des Zentrums Osteuropa [der Universität Köln], Bd. 1 [Symposium im Slavischen Institut der Univ. zu Köln]), 2., überarbeitete und ergänzte Auflage, Kirsch-Verlag, Nümbrecht 2008, ISBN 978-3-933586-62-9 und ISBN 3933586623.
  8. Hans-Dieter Döpmann: Kirche in Bulgarien von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Schriften der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien e.V. Reihe I = Bulgarische Bibliothek; Neue Folge - Band 11), Biblion-Verlag, München 2006, ISBN 3932331907 und ISBN 9783932331909.
  9. Nikolaj Ovčarov: Geschichte Bulgariens: kurzer Abriss, 1. Auflage, Verlag Lettera, Plovdiv 2006, ISBN 9545165847 und ISBN 9789545165849.
  10. Claudia Weber: Auf der Suche nach der Nation: Erinnerungskultur in Bulgarien von 1878 - 1944 (= Studien zur Geschichte, Kultur und Gesellschaft Südosteuropas, Bd. 2), Verlag Lit, Berlin - Münster 2006, ISBN 9783825877361 und ISBN 3825877361.
  11. Crampton, R. J. (2005). A Concise History of Bulgaria (2nd ed.). Cambridge: Cambridge University Press. ISBN 978-0-521-61637-9.
  12. Herman Kølln: Westkirchliches in altkirchenslavischer Literatur aus Grossmähren und Böhmen (= Historisk-filosofiske meddelelser; Band 87), Verlag Reitzel, Copenhagen 2003, ISBN 8778763274 und ISBN 9788778763273.
    1. Literaturverzeichnis S. [71] - 82.
  13. Rolf Koppe [Hrsg.], Christa Grengel [Red.]: Herrnhut : Theologische Gespräche mit der Bulgarischen Orthodoxen Kirche ; Herrnhut I in Herrnhut (Oberlausitz), 7. - 10. Dezember 1978 ; Herrnhut II in Sofia, 27. Januar - 1. Februar 1981 ; Herrnhut III in Eisenach, 25. - 27. Oktober 1984 ; Herrnhut IV in Sofia, 06, - 11. Oktober 1986 ; Herrnhut V in Reinhardsbrunn (Thüringen), 24. - 30. November 1992 (= Studienheft Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heft 26), Missionshandlung Hermannsburg, Hermannsburg 2001, ISBN 3875461525 und ISBN 9783875461527.
  14. Gerhard Podskalsky: Theologische Literatur des Mittelalters in Bulgarien und Serbien : 865 - 1459, Verlag Beck, München 2000, ISBN 3406450245 und ISBN 9783406450242.
    1. Literaturangaben
  15. Hans-Joachim Härtel, Roland Schönfeld: Bulgarien : vom Mittelalter bis zur Gegenwart (= Ost- und Südosteuropa, Geschichte der Länder und Völker), 1. Auflage, Verlag Pustet u. a., Regensburg 1998, ISBN 3791715402 und ISBN 9783791715407.
  16. Boshidar Dimitrow: Bulgarien: illustrierte Geschichte, Verlag Borina, Sofia 1994, ISBN 9545000430 und ISBN 9789545000430.
  17. Vasil Gjuzelev: Bulgarien zwischen Orient und Okzident. Die Grundlagen seiner geistigen Kultur vom 13. bis zum 15. Jahrhundert Böhlau Verlag, Wien - Köln - Weimar 1993, ISBN 3205055268; 3205980271; 9783205980278 und ISBN 9783205055266.
    1. H. Keipert: Review: Bulgarien zwischen Orient und Okzident. Die Grundlagen seiner geistigen Kultur vom 13. bis zum 15. Jahrhundert, Universitätsverlag C. Winter, Zeitschrift für Slavische Philologie ; 54 (1994) S. 236-237, E-Artikel, ISSN 0044-3492.
    2. Charles A.Frazee: Review: Bulgarien zwischen Orient und Okzident American Association for the Advancement of Slavic Studies, 1995, Slavic Review ; 54 (1995) S. 156-157, E-Artikel, ISSN 0037-6779.
  18. Maurice LaBauve Hébert: Hesychasm, word-weaving, and Slavic hagiography : the literary school of Patriarch Euthymius (= Sagners slavistische Sammlung, Band 18), Verlag Otto Sagner, München 1992, ISBN 3876905303 und ISBN 9783876905303.
    1. E-Book, ISBN 3876905303 und ISBN 9783876905303.
  19. Ursula Bieber, Alois Woldan: Georg Mayer zum 60. Geburtstag, Verlag Otto Sagner, München 1991, E-Book, ISBN 9783954790104 und ISBN 3954790106.
    1. Vasil Gjuzelev: Geschichten und Chroniken in der altbulgarischen Literatur im 13.- Anfang des 15. Jahrhunderts S. 257-270.
    2. Donka Petkanova: Apokryphe Werke im Werk Kliment Ochridskis S. 271-286.
  20. Wolfgang Gesemann, Kyrill Haralampieff, Helmut Wilhelm Schaller: Bulgaristik-Symposium Marburg (= Bulgarische Sammlung, Bd. 7), Verlag Otto Sagner, München 1990, E-Book, ISBN 9783954796939 und ISBN 3954796937.
  21. Albert Failler: Vasil Gjuzelev. Forschungen zur Geschichte Bulgariens im Mittelalter, E-Artikel (französisch), Revue des études byzantines, Année 1988 (46), pp. 254-255.
  22. Vasil Gjuzelev: Forschungen zur Geschichte Bulgariens im Mittelalter (= Miscellanea Bulgarica, Bd. 3), Bulgarisches Forschungsinstitut in Österreich, Wien 1986.
  23. Christo Christov: Die Geschichte Bulgariens, Sofia Press, Sofia 1985.
  24. Helmut Schaller, Kyrill Haralampieff, Wolfgang Gesemann: Bulgarien. Internationale Beziehungen in Geschichte, Kultur und Kunst (=  Bulgarische Sammlung, Bd. 4 und Südosteuropa-Studien, Heft 35), Hieronymus Verlag, Neuried 1984, ISBN 3888930308; 8-88893-030-8 und ISBN 9783888930300.
    1. Helmut Schaller, Kyrill Haralampieff, Wolfgang Gesemann: Bulgarien. Internationale Beziehungen in Geschichte, Kultur und Kunst (= Bulgarische Sammlung, Bd. 4), Peter Lang International Academic Publishing Group, 1984, ISBN 9783631743492 (electronic resource).
    2. E-Book, Online-Ausgabe, Verlag Otto Sagner, München 1984, ISBN 9783954796984 und ISBN 3954796988.
  25. Paisij Chilendarski (Autor), Norbert Randow (Hrsg.): Slawobulgarische Geschichte Istorija slavěnobolgarskaja (= Insel-Bücherei, Bd. 683), Insel-Verlag, Leipzig 1984.
  26. Peter M. Hill: Bulgarien 1300 Referate der Sektion "Sprache und Literatur" des Symposiums Bulgarien in Geschichte und Gegenwart, Hamburg, 9. - 17. Mai 1981 (= Slavistische Beiträge, Bd. 155), Verlag Otto Sagner, München 1982.
    1. E-Book (Konferenzbericht), Online-Ausgabe, München: Bayerische Staatsbibliothek, 2011, ISBN 387690224X und ISBN 9783876902241.
    2. E-Book (Konferenzbericht), Online-Ausgabe, München: Bayerische Staatsbibliothek, 2011, ISBN 387690224X und ISBN 9783876902241.
    3. E-Book Online-Ausgabe, Verlag Otto Sagner, München 1982, ISBN 9783954792696 und ISBN 3954792699
  27. Wolfgang Gesemann, Kyrill Haralampieff, Helmut Wilhelm Schaller: 1300 Jahre Bulgarien. Studien zum 1. Internationalen Bulgaristikkongress Sofia 1981. Teil 2 (= Bulgarische Sammlung,Bd. 3), Verlag Otto Sagner,München 1982, E-Book, ISBN 9783954797004 und ISBN 3954797003.
  28. Wolfgang Gesemann, Kyrill Haralampieff, Helmut Wilhelm Schaller: Bulgarische Sprache, Literatur und Geschichte (= Bulgarische Sammlung, Bd. 1), Verlag Otto Sagner, München 1980, E-Book, ISBN 9783954797011 und ISBN 3954797011.
  29. Bulgarische Sprache, Literatur und Geschichte; Konferenzbericht [Symposion, veranst. von der Südosteuropa-Gesellschaft u. der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften], Hieronymus-Verlag, Neuried 1980, E-Book, München: Bayerische Staatsbibliothek, 2011.
  30. Ангелов, Димитър. Образуване на българската народност. София, 1971.
  31. Edgar Hösch: Geschichte der Balkanländer (= Urban-Bücher, Bd. 112), Verlag Kohlhammer, Stuttgart [u.a.] 1968.
  32. Detlef Kulman: Das Bild des bulgarischen Mittelalters in der neubulgarischen Erzählliteratur, Verlag Otto Sagner, München 1968, E-Book, ISBN 9783954793679 und ISBN 3954793679.
  33. Christo Ognjanoff: Bulgarien (= Bibloithek Kultur der Nationen, Band XXII), Verlag Glock & Lutz, Nürnberg 1967, ISBN 3823520016 und ISBN 9783823520016.
  34. Hans Dieter Döpmann: Die Bedeutung Bulgariens für die Trennung der östlichen und der westlichen Christenheit. Ein Beitrag zur Geschichte des Photianischen Schismas [Rezension], Theologische Literaturzeitung; 91(1966), 7, Seite 553-555.
  35. Manfred Hellmann (Hrsg.): Cyrillo-methodiana : zur Frühgeschichte des Christentums bei den Slaven 863 - 1963 (= Slavistische Forschungen, Band 6), Boehlau Verlag, Köln [u.a.] 1964.
  36. Dimităr Kosev, Christo Christov, Dimităr Angelov, Lotte Markova, Maria Jarzeva: Bulgarische Geschichte (= Kratkaiia istoriia), Fremdsprachenverlag, Sofia 1963.
  37. Veselin I. Beševliev: Die protobulgarischen Inschriften (= Berliner byzantinistische Arbeiten, Band 23), Akademie-Verlag, Berlin 1963.
  38. Reinhold Sommer, Reinhard Sommer (Hrsg.): Geschichte Bulgariens (= Grosse Sowjet-Enzyklopädie, Bd. 26), 1. Auflage, Verlag Rütten & Loening, Berlin 1954.
  39. Kurt Haucke: Bulgarien: Land, Volk, Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Gauverlag, Bayreuth 1942.
  40. Geschichte der Bulgaren. Bd. 1: Von der Gründung des bulgarischen Reiches bis zur Türkenzeit (679 - 1396) (= Bulgarische Bibliothek, Bd. 5), Verlag Parlapanoff, Leipzig 1918.
  41. Kurt Floericke: Geschichte der Bulgaren, Franckh'sche Verlags-Buchhandlung, Stuttgart 1913.
  42. Wilhelm Ruland: Geschichte der Bulgaren, Verlag Siegismund, Berlin 1911.
  43. Karl Roth: Geschichte der christlichen Balkanstaaten (Bulgarien, Serbien, Rumänien, Montenegro, Griechenland) (= Sammlung Göschen, Bd. 331), G. J. Göschen’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1907.
    1. Open Access: E-Book, Online-Ausg., Leipzig: UBL
  44. Wladimir S. Pantschow: Die Agrarverhältnisse des Fürstentums Bulgarien in ihrer geschichtlichen Entwickelung, Hochschulschrift 1893.
  45. Konstantin Jireček: Geschichte der Bulgaren, Nachdr. der Ausg. Prag 1876 (Verlag Olms, Hildesheim [u.a.] 1977), ISBN 3487064081 und ISBN 9783487064086.
  46. Karl Eduard Zachariae von Lingenthal: Beiträge zur Geschichte der bulgarischen Kirche (= Mémoires de l'Académie Impériale des Sciences de St. Pétersbourg; Sér. 7, T. 8, No. 3), Verlag Eggers, St. Petersburg; Verlag Voss, Leipzig [u.a.], 1864

Rußland[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Geschichte der Stadt Dresden. Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Hrsg. v. Karlheinz Blaschke. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1906-0. Bd. 2: Vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Reichsgründung (1648–1871). Hrsg. v. Reiner Groß. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1927-3. Bd. 3: Von der Reichsgründung bis zur Gegenwart (1871–2006). Hrsg. v. Holger Starke. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1928-1.
  2. Die Landschaft um Leitmeritz, das nach den Lutomericii benannt wurde.
  3. Das Siedeloffenland um Bautzen.
  4. Das Land um die Elbe zwischen Meißen und Strehla bis hin nach Döbeln
  5. So der Byzantiner Johannes Skylitzes und der spätere Chronist Cedrenus; Gojslav starb 1020 und Krešimir III. befreite sich nach dem Tod von Basileios II. Vulgaroktónos (Bulgarentöter) am 15. Dezember 1025 von diesem Tribut.
  6. Homo nomen Samo, natione Francos, de pago Senonago. (Fredegar-Chronik, IV, 48). Der Gau (pago) Senonago war wohl die Gegend um die heutige französischen Stadt w:de:Sens südöstlich von Paris entspricht, nach anderen Quellen der Sennegau um das belgische Soignies an der Senne im späteren Hennegau.
  7. Text aus der Radziwiłł-Chronik: "Method aber setzte 2 Priester, vortreffliche Schnellschreiber, hin und übersetzte die Heilige Schrift vollständig aus der griechischen Sprache in die slawische in sechs Monaten, angefangen von Monat März bis zum 12. Oktober."(Graßhoff, Freydank, Sturm: Rauchspur der Tauben. Radziwiłł-Chronik, S. 38)
  8. Burg Devín: deutsch = Burg Theben.
  9. Um 920: Johannes X. verbot in Schreiben an den Erzbischof von Spalato und an den Herzog Tomislav die slawische Liturgie.
  10. Antun Mahnić begründete 1902 für die slawistische und kirchengeschichtliche Forschung die Altslawische Akademie mit Sitz auf Krk.
  11. Die alte Stätte der slawischen Grenzburg Dupzk wurde nach der Zerstörung am 10. Mai 927 Brandanburg genannt - nach dem althochdeutschen "brandan, brendan", dem deutschen "brennen". Im Niederdeutschen, welches als Elbostfälisch bis in die Bernburger Gegend nachgewiesen wurde, wird für brennen "bernen" benutzt. Demzufolge bedeutet Berneburch soviel wie "verbrannte Burg". Auch die 928 oder 929 zerstörte (verbrannte) Brendanburg der slawischen Heveller, auf der Dominsel von Brandenburg an der Havel gelegen, hat ihren etymologischen Ursprung in der Zerstörung in der Regierungszeit von Heinrich I.
  12. Die drei besonders wichtigen Orte Germaniens waren außer Luppia (Bernburg (Saale)): Eburodunum (Brünn) und Amisia (Geismar bei Fritzlar)
  13. Die Rosburg lag im Gau Serimunt im Untergau Zitici.
  14. Beim Untergang des Königreichs der Thüringer flüchtete ein Sohn des 534 in Zülpich ermordeten Thüringerkönigs Herminafried (der Irmenfried des Iringliedes) in die Rosburg, wobei er eine Wegekapelle in waladala (die heutige Waldauer Stephanskirche) und die Burg Salfurt als Station benutzte. Seine Mutter war die arianische Christin Amalaberga, eine Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich.
  15. Albrecht der Bär war 1138 durch den Hohenstaufer König Konrad III. mit dem Herzogtum Sachsen belehnt worden, weswegen ihn die Welfen bekriegten.
  16. Die Grenzburg Dupzk gehörte zu einer ganzen Kette von slawischen Burgen am Ostufer der Saale wie die Burgen Budizco (gegenüber der Mündung der namensgebenden Bode in die Saale, deutsch: Grimschleben) und Rosburg (=von Schilf umgebene Burg, deutsch Burg Rosenburg) im Gau Serimunt (Untergau Zitici) sowie die Burgen Spuitni (deutsch: Burg Rothenburg) und Burg Vitin (von Vit=Willkommen, deutsch: Burg Wettin) im Gau Nudzici.
  17. Rosburg (slawisch) = von Schilf umgebene Burg (deutsch Burg Rosenburg), sie lag im Gau Serimunt (Untergau Zitici).
  18. (Burg) Vitin stammt von Vit=Willkommen (deutsch: Burg Wettin) und befand sich im damaligen Gau Nudzici.
  19. Spuitni (deutsch: Burg Rothenburg) befand sich ebenfalls im damaligen Gau Nudzici.
  20. Burg-Kühnau lag im benachbarten Gau Serimunt.
  21. Wir gründen zum Heil unserer Seele und zur Verminderung unserer Sünden, auch für das Heil unserer Gattin Hemma sowie für die Festigkeit unserer Herrschaft in Frose im Gaue der Diözese Halberstadt gnädig eine Niederlassung von Kanonikerbrüdern. Ihnen übergeben wir den Pfarrdienst in Frose mit Gebäuden, Wiesen , Weiden und Äckern am Ort. ... // Siegel des Herrn und König // Liudolfus Kanzler des (der Adria (?)) Erzkaplan Robert hat bezeugt und unterschrieben Datum.......April im Jahre der Menschwerdung......erlaubt zur Anzeige......im Jahre der allen bekannten Regierung der Gunst König Ludwig..... aktenkundig zu Nordhausen in CHRISTI Namen, glückselig Amen. (Vatikanisches Apostolisches Archiv, Übersetzung: Christoph Schröter, Quedlinburg - der lateinische Text spricht von Frasa Albustadi dioecesis pago suave, also von Frose in der Diözese Halberstadt im Schwabengau - da sich die ehemalige Königspfalz Frohse im Nordthüringgau befand.
  22. RI II,1 n. b, in: Regesta Imperii Online, http://www.regesta-imperii.de/id/0906-00-00_1_0_2_1_1_2_b (Abgerufen am 22. November 2019).
  23. RI II,1 n. c, in: Regesta Imperii Online, http://www.regesta-imperii.de/id/0906-00-00_2_0_2_1_1_3_c (Abgerufen am 22. November 2019).
  24. RI II,1 n. d, in: Regesta Imperii Online, http://www.regesta-imperii.de/id/0906-00-00_3_0_2_1_1_4_d (Abgerufen am 22. November 2019).
  25. Von der Gründung des Ordo Servorum Mariae im Jahre 1233 vergingen noch acht Jahre des Sammelns, bis ab 1241 das erste Servitenkloster der Marienknechte in Italien aufgebaut werden konnte.
  26. Nach Schlesinger I, S. 172 Ersterwähnung der Königsburg Zeitz 976, er vermutet das Bestehen einer Petrikirche Zeitz zu diesem Zeitpunkt.
  27. Eichler/Walther, S. 305.
  28. Ausführlich zu Bischof Hugo siehe Wießner, Das Bistum Naumburg, 1, 2, S. 73–75.
  29. Zur Bistumsgründung siehe Schlesinger I, S. 25, 32, 34.
  30. Wießner, Bistum Naumburg 1, 1, S. 40.
  31. Nach Zader/StArZz I, S. 32–33, ist das Todesjahr ungewiß, sei jedoch vor 980, der Wahl seines Nachfolgers Friedrich, anzusetzen. Diese Wahl ist aber historisch nicht verbürgt.
  32. Thietmari Merseb. ep. chron. III 16, MGH, SSRerGerm, NS 9 S. 119.
  33. Brinkmann, Peter- und Paulsdom, S. 36.
  34. Die Inschrift ist mit weißer Tünche überstrichen und dadurch hervorgehoben.
  35. Zitiert nach dem INSCHRIFTENKATALOG: STADT ZEITZ. Nr. 3 -Schloßkirche (abgerufen am 2. Dezember 2019).
  36. Zitiert nach dem INSCHRIFTENKATALOG: STADT ZEITZ. Nr. 3 -Schloßkirche, Anmerkung 3 (abgerufen am 2. Dezember 2019).
  37. Daniel Ziemann: Pliska und die bulgarische Ethnogenese im Frühmittelalter, In: Angelika Lauhus (Hrsg.): Bulgarien zwischen Byzanz und dem Westen. Beiträge zu Kultur, Geschichte und Sprache - Symposium 23. Januar 2007 (= ZOE. Schriftenreihe des Zentrums Osteuropa [der Universität Köln], Bd. 1 [Symposium im Slavischen Institut der Univ. zu Köln]), 2., überarbeitete und ergänzte Auflage, Kirsch-Verlag, Nümbrecht 2008, ISBN 978-3-933586-62-9 und ISBN 3933586623, S. 9–42.
  38. Nach der Karte zum Artikel Devol von Peter Koledarov in der Cyril and Methodius Encyclopedia der Bulgarian Academy of Sciences, 1985, Band 1, S. 577.
  39. Bulgarisch: Гостима, община Църик.
  40. Albanisch: Mali i Tomorit.
  41. Златарски, В. История на българската държава през средните векове, т. 1, ч. 2, "Наука и изкуство", София 1971 (II изд.), стр. 237: Die Devol-Festung befand sich am gleichnamigen Fluss, wo dieser seinen Lauf von Nordwesten nach Südwesten veränderte. (Vgl. Вж. В. Н. Златарски, Де се намирал гр. Девол, ИБИД, кн. V, 1922, стр. 40—45.)
  42. Bulgarisch: Звезда , община Малик) - albanisch Zvezdë.
  43. Bashkia = Gemeinde.
  44. Pojan gehörte bis 2015 zum Kreis Korça.
  45. Kutmichevitsa und Kotoki sind geografische Begriffe, die nur im Leben von Kliment Ohridski verwendet werden. Balaschev glaubt, dass Kutmichevitsa ein großflächiges Gebiet ist, da es 12 Diözesen hat. Er betrachtet das Wort Gemeinde des Lebens als Diözese und nennt sogar die Namen dieser Diözesen. Für ihn befindet sich Kutmichevitsa auf einem Gebiet, das Kotoki gleicht. Tunitski glaubt, dass Kutmichevitsa eine große Fläche einnimmt, die dem dritten Teil des Fürstentums Boris entspricht. Nach Zlatarski und aufgrund der in den beiden Clemens-Leben (Ohrid, Glavinitsa und Devol) genannten geografischen Daten deckte Kutmichevitsa das Land vom Ohridsee im Westen im Bereich des Flusses ab, Devol und Shkumba das Land stromaufwärts und stromabwärts und zwischen den Flusseinzugsgebieten, Samen und Voyus den Unterlauf an die Adriaküste. Kutmichevitsa ist kleiner als Kotokie, und Boris hat es getrennt und Clement gegeben. Kutmichevitsa und Kotokie befanden sich im südwestlichen Teil des damaligen bulgarischen Staates. Kutmichevitsa deckte hauptsächlich das Ohrid-Tal ab.
  46. "Die Stadt Devol befand sich am gleichnamigen Fluss, wo der Fluss Devol seinen Lauf von Nordwesten nach Südwesten änderte und sich insbesondere dem Fluss Shkumba in der Nähe des Dorfes Gostima näherte, bei den nördlichen Ausläufern des Tomirit-Platzes, wo sich heute noch große Ruinen befinden. Snegarov hingegen glaubt, dass die Stadt Devol höchstwahrscheinlich in der Nähe von Korcha und Moskopopol, unweit des Malik-Sees lag.
  47. Tatsächlich ist Glavnica eine wörtliche Übersetzung des griechischen Wortes, das auch vom Substantiv gebildet wird. Als V. Grigorovich 1845 Ohrid und seine Umgebung besuchte, gab es drei Siedlungen mit diesem Namen. Ihm zufolge befindet sich die im Leben des Kliment erwähnte Siedlung auf der Straße von Elbasan nach Duraco (V. Grigorovich, "Anforderungen an die glorreichen Apostel", ZHMNPr, 1847, 53, S. 26; das gleiche, "Reise ...", S. 104 ff.). Laut Tunitski kann zweifellos angenommen werden, dass sich diese Stadt im Südwesten Mazedoniens oder im Süden Albaniens befand ("Clemens, Bischof von Slowenien", S. 179). Nach Angaben der Stadt Zlatarski liegt Glavinica im Süden Albaniens, unweit des Flusses Gianitza, und nach Angaben von Snegarov - in der Nähe von Avlon ("Bulgarian High School Master ...", S. 273).
  48. Aus dem Atlas Българите в техните исторически, етнографически и политически граници von Димитър Ризов (1917).